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Romane

Von dieser Welt

3,5(109)
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Über das Buch

Ein einziger Tag kann deine Welt zum Einstürzen bringen, ein einziger Tag kann deine Rettung sein. John Grime ist ein schwarzer empfindsamer Junge aus Harlem, sexuell unschlüssig, seine einzige Waffe zur Selbstverteidigung ist sein kristallklarer Verstand. Aber was nützt es schon, von den weißen Lehrern geschätzt zu werden, wenn der eigene Vater einem tagtäglich predigt, man sei wertlos, solange man sich nicht von der Kirche retten lässt. Als an Johns vierzehntem Geburtstag sein jüngerer Bruder Roy durch Messerstiche schwer verletzt nach Hause kommt, wagt er einen mutigen Schritt, der nicht nur sein eigenes Leben verändern wird. Ungekürzte Lesung mit Wanja Mues

Editionen (4)

ISBN9783742405166
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum29.03.18

Rezensionen & Bewertungen

109 Bewertungen

20 Rezensionen

3,5

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  • herrkarlinger
    herrkarlinger

    52 Follower

    3,0

    Zuviel Erwartung…. Zuviel Gott / Zuviel Poesie / Zuviel Ausschweifung /

    James Baldwin gilt ja als eine der großen Stimmen der afroamerikanischen Literatur, und Von dieser Welt hat zweifellos Passagen, in denen seine sprachliche Kraft und seine Beobachtungsschärfe aufleuchten. Trotzdem hat mich das Buch als Ganzes nicht wirklich gepackt. Baldwins Stil ist intensiv, manchmal fast überbordend. Für meinen Geschmack driftet er zu oft ins Poetische und verliert sich in Ausschweifungen, die mich eher aus der Geschichte herausgezogen haben. Besonders die biblischen Passagen waren mir zu viel des Guten. Das Wort Gott taucht so häufig auf, dass es irgendwann wie ein sprachlicher Reflex wirkt. An diesem Punkt habe ich gemerkt, wie meine Geduld dünner wurde. Der Erzählstrang um Elisabeth hat mich überraschend stark an die frühen Kapitel der Cher‑Biografie erinnert, die ich gerade parallel lese. Natürlich liegen 2 Jahrzehnte dazwischen, und natürlich möchte ich die beiden Bücher nicht vergleichen – schon allein, weil der Stil der Cher‑Biografie so schlicht und banal ist, dass er manchmal an das Tagebuch einer Vierzehnjährigen erinnert. Und doch war diese Parallele plötzlich da und ließ sich nicht mehr ausblenden. nicht von dieser Welt passt ja auch irgendwie zu Cher 😁… und nicht von dieser Welt ist ja doch Biografisch wie man mittlerweile weis. Was Baldwin allerdings hervorragend gelingt, ist die Darstellung der gesellschaftlichen Härte. Diese Welt ist eng, rau, bedrückend – und absolut glaubwürdig beschrieben. Nur bleibt der Fokus sehr stark auf die sozialen Konflikte während Rassismus eher im Hintergrund bleiben. Gleichzeitig zeigt Baldwin sehr klar, wie die Kirche – wie so oft in der Geschichte – arme Menschen für sich gewinnt, ihnen Halt verspricht und gleichzeitig Macht über sie ausübt. Dieser Aspekt ist stark, aber auch hier hätte ich mir manchmal weniger Predigtton und mehr erzählerische Distanz gewünscht. Und dann muss ich ehrlich sagen: Die letzten vierzig Seiten habe ich im wahrsten Sinne des Wortes nur noch überflogen. Nicht, weil sie schlecht wären, sondern weil mir der Ton zu dicht, zu schwer, zu sehr „zu viel“ wurde. Ich wollte einfach nur noch ankommen. Unterm Strich bleibt ein Buch, das literarisch Bedeutung hat, mich persönlich aber nicht durchgehend erreicht hat. Zu viel Bibel, zu viel Pathos, zu wenig erzählerische Klarheit.

    Zuviel Erwartung….

Zuviel Gott / Zuviel Poesie / Zuviel Ausschweifung /

    15. Feb. 2026

  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    2,5

    Literarisch sollten es mehr Sterne für diesen wieder aufgelegten Roman von James Baldwin sein, aber leider hatte ich wenig bis keine Lesefreude, zu viel Religion und Bigotterie, ich habe mich regelrecht durchgequält durch die Geschichte des jungen Schwarzen John, der Priester werden soll wie sein gewalttätiger Stiefvater. John hat eigentlich andere Wünsche, aber es ist eben nicht einfach bzw nicht möglich, sich in seiner Position ein eigenes selbstbestimmtes Leben auszusuchen. Und so geht es weiter und weiter ohne Hoffnung auf Veränderung.

    24. Juni 2024

  • milynya
    milynya

    31 Follower

    3,0

    Beautiful language, but a harsh storyline

    This novel takes you like a river and tosses you around. It is spiritual and ugly, the language is very poetic but almost cruel in other spots. The life stories of different members of a black patchwork family are puzzled together in a single service in The Temple of the Saints, during which 14-year-old Johnny has his spiritual awakening. Especially his father Gabriel is a fanatic believer but also a pretty big hypocrit. At times, a disturbing picture is painted, of violence, racism, sexcism, hopelessness and helplessness and most of the characters have a complicated relationship to their belief and what it means for their life. As a non-believer from a believing family, some of the religious and self-righteous language felt pretty familiar and hit close to home but it was very valuable to read about it from different perspectives. I wouldn't recommend the novel if you read to relax and don't want to hear about religious trauma.

    2. Feb. 2026

3 von 20 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 20676%
milynya
milynya2. Feb. 2026

All these terrible fates... not an easy read but I kind of like the language. It's very expressive and sucks one along like a wild river. Still...rascism and sexicsm is such a bitch.

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