Ein anderes Brooklyn

Ein anderes Brooklyn

Taschenbuch
3.941
StadtviertelVerlustWeiß Und SchwarzSoziale Gerechtigkeit

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Beschreibung

Zur Beerdigung ihres Vaters kehrt die junge Anthropologin August zurück nach New York, Stadt ihrer Kindheit. Hier, auf den Straßen Brooklyns, ist sie aufgewachsen. Hier hat sie Angela, Gigi und Sylvia getroffen, ihre drei Freundinnen, mit denen sie unzertrennlich über das glühende Pflaster Brooklyns der 70er-Jahre zog. Weiße verließen das Viertel, Drogendealer und traumatisierte Vietnamveteranen waren ihre Nachbarn, doch mit ihren Freundinnen fühlte sich August unverwundbar. Nichts schien unmöglich, wenn sie nur zusammenhielten. Doch haben sie dieser Welt etwas entgegenzusetzen? – »Ein anderes Brooklyn«, Finalist für den National Book Award, stand auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurde hymnisch besprochen. Eindringlich und poetisch erzählt es von Freundschaft, Erinnerung und Aufwachsen in einem Brooklyn, das es so nicht mehr gibt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
160
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Jacqueline Woodson, geboren 1963, zählt zu den bedeutendsten Jugendbuchautorinnen der USA. Sie hat mehr als zwanzig Jugendbücher geschrieben. Für »Brown Girl Dreaming« wurde ihr 2014 der renommierte National Book Award zugesprochen, 2018 erhielt sie mit dem Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis die weltweit höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur. 2020 wird Jacqueline Woodson mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis geehrt, der auch der »kleine Nobelpreis« genannt wird.Woodsons Jugendbücher erscheinen regelmäßig auf der New York Times-Bestsellerliste. Wichtige Themen ihres Schreibens sind die afroamerikanische Geschichte, Klassenverhältnisse und Geschlechterhierarchien. »Ein anderes Brooklyn« ist ihr erster Roman für Erwachsene seit über zwanzig Jahren. Auch er stand auf der New York Times-Bestsellerliste und auf der Shortlist für den National Book Award. Jacqueline Woodson lebt mit ihrer Familie in Brooklyn, New York.

Beiträge

5
Alle
4

Was macht man als junges Mädchen, wenn die Mutter stirbt und der Vater nach Brooklyn umzieht. Irgendwie weiterleben und erwachsen werden. August, ihr Bruder und ihr Vater sind im Brooklyn der 1970 iger Jahre. Die weißen ziehen alle nach und nach weg aus Brooklyn, es ist die Zeit der Stromausfälle und des Son of Sam. August findet Freundinnen und entdeckt mit ihnen die Straßen von Brooklyn und wie es ist Teenager zu sein. Nach und nach ändert sich die Konstellation, entweder will ein Vater nicht mehr das die vier Mädchen zusammen sind oder die Mutter der einen wird umgebracht und sie nun nicht mehr in Brooklyn lebt. August's Vater wendet sich der Nation of Islam zu und auch Bruder geht darin total auf. August entfremdet sich wieder mit der Religion und versucht den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten. Ein kurzes aber bildgewaltiges Buch. Die Mädchen hatten eine Menge zu verarbeiten und wenn manches nur angedeutet ist, ist klar was gemeint ist.

5

Eine kurze Geschichte über 4 Freundinnen, die in Brooklyn der 70er Jahre aufwachsen. Es liest sich wie Tagebucheinträge, die mal traurig, mal schön, mal schockierend sind. Ich habe es in einem verschlungen.

4

Freundschaften. Kindheit. Trauma.

Zusammenfassung: Die Anthropologin August blickt zurück auf ihre Kindheit und Jugend in Brooklyn, New York. Sie erzählt von ihren drei Freundinnen, und wie sie zusammen in den 70er Jahren durch die Straßen Brooklyns zogen. Sie fühlten sich unbesiegbar, solange sie nur zusammen bleiben konnten. Review: Diese fiktive Kurzgeschichte hat mir sehr gefallen. Die Erzählweise war anfangs leicht verwirrend. Die Autorin erzählt ihre Geschichte durch kurze Tagebuch-ähnliche Einträge. Diese springen oft zwischen den Jahren hin und her. Trotzdem ergibt sich ein flüssiger Erzählstrang. Die Mädchen sehen sich Rassismus, Drogenkonsum, Klassenunterschieden und sexueller Nötigung gegenüber. All dies wird erzählt durch die Sichtweise eines Kindes/Teenagers. Es war zu teilen beunruhigend, aufgrund der Thematiken, andererseits aber auch faszinierend eine Welt und Lebensumstände der amerikanischen 70er kennenzulernen, die mir ansonsten fremd sind. "Ein anderes Brooklyn" handelt von den Träumen junger Mädchen, von Verlust, Ungewissheit und dem jugendlichen Unverständnis darüber, warum die Gesellschaft manche Menschen, aufgrund ihres Geschlechts, Hautfarbe oder sozialem Stand, prinzipiell anders behandelt.

Freundschaften. Kindheit. Trauma.
3

Meine Kurzmeinung zu "Ein anderes Brooklyn" von Jacqueline Woodson: Ann Patchett sagt über dieses Buch: "Ein fieberhafter Traum, der von den harten Tatsachen des Lebens ebenso erzählt wie von der sanften Anmut der Erinnerung.[...]" Wie ein fieberhafter Traum kam es mir auch vor! August erzählt auf nicht ganz 160 Seiten in Bruchstücken von ihrer Kindheit und Jugend im Brooklyn der 70er und 80er. Dieser fragmentarische Erzählstil hat es mir anfangs echt schwer gemacht, und die Sache mit der Mutter (ich will nicht zu viel verraten um nicht zu spoilern) hat mich extrem verwirrt.* Als ich durch war, musste ich den Anfang dann nochmal lesen. Ich mochte die Freundschaft der Mädchen und auch, dass man so viel zwischen den Zeilen lesen musste und auch konnte! Leider war es mir aber zu dünn, um so richtig reinzukommen, gefühlt war es genau dann zu Ende, als ich grad so richtig in den Lesefluss kam. Tatsächlich habe ich das Buch ganz gern gelesen, aber trotzdem werde ich es wohl irgendwann noch einmal lesen müssen, um es in seiner Gänze zu begreifen und dann eventuelle auch den "Hype" zu verstehen. *Kürzlich las ich dazu in einem interessanten Beitrag auf tralalit.de, dass das wohl der Übersetzung geschuldet ist. Der erste Satz im Original lautet: "For a long time, my mother wasn't dead yet.". Übersetzt wurde er mit "Meine Mutter war lange nicht tot.".

5

„Ein anderes Brooklyn“ von Jacqueline Woodson lag nun ein ganzes Weilchen auf meinem SuB. Nun ist es endlich gelesen und ehrlich gesagt wusste ich nicht so recht was mich hier erwarten würde. Das Buch umfasst 158 Seiten, nicht viel aber auf diesen Seiten fand ich mehr als nur eine Geschichte. Es ist eigentlich die Geschichte von vier Freundinnen, die ganz unterschiedlich sind. Alle vier führen ganz unterschiedliche Leben und erzählen als Freundinnen und doch auch ganz für sich ihre Geschichten. Es ist das Leben auf verschiedenste Weise, was die vier in Brooklyn führen. Es sind vier Schicksale und eine Freundschaft. Und neben all diesen Aspekten schafft es die Autorin Themen wie Religion, Armut, Reichtum, Familie, Erinnerungen und das Erwachsenwerden auf nahezu poetische Weise miteinander zu verknüpfen. Mir hat „Ein anderes Brooklyn“ sehr sehr gut gefallen! Es war für mich ein Roman voller kontrastreicher Bilder und Geschichten, die mich berührt und als Gesamtwerk absolut begeistert hat!

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