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Romane

Zugvögel

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Über das Buch

Auf der Suche nach Erlösung folgt sie den letzten Vögeln in die Antarktis Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, die wilden Strömungen und gefiederten Gefährten den Menschen vorgezogen. Als die Vögel zu verschwinden beginnen, beschließt die Ornithologin den letzten Küstenseeschwalben zu folgen. Inmitten der exzentrischen Crew eines Fischerboots macht sie sich auf den Weg in die Antarktis, allein die Vögel sind ihr Kompass. Doch wohin die Tiere sie auch führen, vor ihrer Vergangenheit kann Franny nicht fliehen. Ihr folgt das Geheimnis eines Verbrechens, die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe. Und schon bald entwickelt sich die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer.

Editionen (6)

ISBN9783732418183
Verlagargon
Erscheinungsdatum26.08.20

Rezensionen & Bewertungen

674 Bewertungen

133 Rezensionen

4,2

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  • 4,5

    "Was wird sein, wenn die letzte Seeschwalbe stirbt? So ein mutiges Geschöpf wird es nie wieder geben." Franny hat seit ihrer Kindheit eine besondere Beziehung zu Vögeln entwickelt. Ihnen fühlt sie sich nah, denn außer ihrer Großmutter und einem Vater der wegen Mordes im Gefängnis sitzt, hat sie niemanden mehr. Was aus ihrer Mutter geworden ist, weiß sie nicht. Die Sehnsucht herauszufinden was mit ihr in Irland passiert ist, lässt sie aus Australien wieder in ihre frühere Heimat zurückkehren. Dort lernt sie an der Universität, wo sie as Putzkraft arbeitet, Niall kennen. Professor und Vogelspezialist. Eine große Liebe nimmt ihren Anfang. Das Buch hat etwas sehr dystopisches, scheint in der Zukunft zu spielen, denn die meisten Tiere sind bereits ausgestorben. "Unsere Machthaber sind zu dem Schluss gekommen, dass Wirtschaftswachstum wichtiger ist. Das Artensterben erscheint ihnen als akzeptabler Preis für ihre Habgier." Und so sterben auch die Vögel nach und nach aus, da es kaum noch Fische als Nahrung gibt. Franny macht sich mit einem der letzten Fischerboote auf den Weg, den Flug der Seeschwalben zu ihren Brutplätzen zu folgen. "Der längsten Reise, zu der ein Lebewesen von Natur aus fähig ist." Der Roman springt in den Kapiteln in den Zeiten immer wieder zurück und offenbart dadurch die ganze Tragödie, die Franny zu ihrer Mission geführt hat. Es erzählt das Leben auf dem Schiff, das Misstrauen, welches ihr von der Crew entgegengebracht wird, aber vor allem ist es ein Aufschrei gegen gegen das Artensterben und die Faszination die vom Meer ausgeht. Auch Niall wusste immer, das er Franny nicht für sich alleine hat, dass sie eine große Sehnsucht nach der Freiheit und zum Ozean hat. "Ich bin nur die zweitgrößte Liebe deines Lebens. Aber welcher Trottel wäre denn eifersüchtig auf das Meer?" Es ist ein dunkles Buch, voller Trauer über Verluste, aber da ist auch ein hoffnungsvollen Licht, was uns weiter kämpfen lassen muss für unsere Umwelt und damit letztendlich für alles Leben. Große Leseempfehlung!

    22. Jan. 2026

  • c.ruehle
    c.ruehle

    130 Follower

    5,0

    Auf das Leben

    Ohne wenn und aber, volle Punktzahl. Ein berauschendes Werk auf das Leben, für das Leben und alle Geschöpfe die der Mensch schon vernichtet hat. So düster und stark, eine fabelhafte Sprache, eine wunderschöne Geschichte. Sicherlich mit das beste was ich dieses Jahr gelesen haben. So vielschichtig, ernst, atemberaubend macht diese Geschichte nachdenklich wie wir mit uns und dem Planeten umgehen wollen. Es scheint das nichts mehr geht, alles ist ausgesprochen und wir haben verloren. Was passiert, wenn immer mehr stirbt, wenn immer mehr verschwindet. Beim lesen schmecke ich das Salz des Meeres, mein Herz beginnt zu klopfen und ich liebe jede Seite, jeden Dialog.

    15. Sept. 2025

  • entropie
    entropie

    131 Follower

    5,0

    Nachdem ich „Die Rettung“ von Charlotte McConaghy gelesen hatte und begeistert von ihrem Stil und Themenwahl war, sind die „Zugvögel“ mein zweites Buch von ihr. Auch diesmal flossen Tränen am Ende, allerdings mehr aus Rührung denn aus Traurigkeit. Sie erzählt von einer Schiffsreise zur Antarktis, dem Flug der Seeschwalben folgend, von Liebe, Freundschaft, Natur, menschlicher Zerstörungskraft und der Treue zu den eigenen Wahrheiten. Die Ich-Erzählerin Franny ist eine vielschichtige und unbezähmbare Frau, deren düstere Geheimnisse im Lauf der Geschichte in Form von Rückblenden enthüllt werden. Das Buch spielt in einer nicht benannten Zukunft in der der Mensch eine Vielzahl an Tierarten ausgerottet hat. Die Seeschwalbe hat mit Resilienz und der Länge ihres Zugweges eine besondere Bedeutung. Das Buch besticht durch großartige Naturbeschreibungen, die immer wieder Ehrfurcht vor der Kostbarkeit des Lebens erzeugen. Sprachlich und stilistisch großartig, spannend und schwer aus der Hand zu legen.

    12. März 2026

3 von 133 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 13833%
verena1986
verena198631. Mai 2026

So langsam packt es mich! Die ersten 100 Seiten waren etwas langatmig aber jetzt wird es besser!

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