Blick ins Buch

Romane

Takeshis Haut

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Über das Buch

Frida ist eine der Besten ihres Fachs. Sie kann Horror und Kriege simulieren, sie weiß, dass es zwanzig Arten gibt, eine Zigarette zu rauchen, und dass jede anders klingt. Nur das Hüftknacken, das ihre eigenen Schritte begleitet, müsste einer rausschneiden, findet sie. Da hört man die Jahre vergehen. Und doch hätte alles so weiterlaufen können, das Leben mit Robert in dem Haus vor der Stadt – wäre nicht plötzlich Jonas aufgetaucht, ein junger Regisseur, mit einem apokalyptischen Film, dessen Tonspur samt Tonmann auf unerklärliche Weise abhandengekommen ist. Die Geräuschemacherin soll nach Japan, genauer: nach Kyoto reisen, um die verlorene Tonspur zu rekonstruieren. Ein Angebot, das Frida voller Neugier annimmt, nicht ahnend, dass im Land der sprechenden Automaten und Sony-Rekorder mehr als nur technische Prüfungen auf sie warten. Die Begegnung mit dem jungen Takeshi bringt Fridas Welt ins Wanken. Und als sich, am 11. März 2011, ein weiteres schweres Beben ereignet, scheinen sich Ursache und Wirkung, Innen und Außen vollends zu verkehren. Ein Roman von der Liebe und ihren Erschütterungen, voller Sinnlichkeit und auch Trost, mit magischen Wendungen und einer Menge punktgenauer Pointen. Ein Buch, das bebt.

Editionen (3)

ISBN9783644040014
VerlagROWOHLT E-Book
Erscheinungsdatum29.08.14
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

7 Rezensionen

4,0

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  • antjeliest
    antjeliest

    193 Follower

    3,5

    Ungewöhnlich auf ganzer Linie

    Frida lebt mit Robert zusammen, in dem sie einen Ruhepol gefunden hat, jedoch eine alltägliche Beziehung lebt, die sie langweilt. Von Beruf ist sie Geräuschemacherin und bekommt von einem jungen Regisseur den Auftrag für seinen in Japan gedrehten, apokalyptischen Film, dessen Tonspur abhandengekommen ist, alle Geräusche zu rekonstruieren. Um die authentischen Geräusche zu finden, reist sie nach Kyoto und trifft dort auf den jungen Takeshi, der ihre innere Welt zum Beben bringt. Doch auch in der äußeren Welt ereignet sich ein schweres Beben, das in Kettenreaktion erst einen Tsunami und dadurch dann die atomare Fukushima – Katastrophe auslöst. Lucy Frickes Schreibstil ist so direkt und entblößend, als wäre sie selbst Geräuschemacherin und ich erfasse als Leserin die Worte mit Vertonung. Die Apokalypse des Films spiegelt sich in den realen apokalyptischen Ereignissen, das ist beklemmend, zumal die Protagonistin Frida oft Antworten schuldig bleibt und in Sprachlosigkeit feststeckt. Die ruhige Sprache im Kontrast zu dem belastenden Thema ist wunderbar. Die Beziehungsprobleme waren mir zu verworren und insgesamt die Probleme irgendwo tief zwischen den Zeilen vergraben und nicht aufgedeckt, lediglich durch Symbolik offenbart. Fazit: Thema und Sprache sehr gut, die Sprachlosigkeit und fehlenden Entscheidungen der Protagonistin teilweise nicht nachvollziehbar.

    29. Mai 2025

  • gimmebooks
    gimmebooks

    8 Follower

    4,5

    Unglaublich schöne Sprache.

    20. März 2026

  • dieraberin
    dieraberin

    104 Follower

    5,0

    Ein Buch wie ein Rausch.

    Ein Buch wie ein Rausch.

    9. Juni 2025

3 von 7 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 5926%
damelilli
damelilli20. Nov. 2025

Lucy Fricke schafft es, dass ich sofort von Frida eingenommen bin. Wie ernst sie ihren " seltsamen" Beruf nimmt, wie sie die Welt um sich herum erlebt macht sie sehr sympathisch. Voller Erwartung lasse ich mich mir Frida gemeinsam auf Japan ein.

Seite 10346%

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