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Romane

Die Reise ans Ende der Geschichte

3,7(107)
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Über das Buch

Der große Traum vom Abenteuer: Ein Spionageroman von Kristof Magnusson Der große neue Roman von Kristof Magnusson erzählt von einer Zeit, als alles möglich erschien und doch vieles tragikomisch schief ging: Ein Doppelagent will in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, ein Dichter hofft auf das Abenteuer seines Lebens und eine Italienischlehrerin versucht, das Schlimmste zu verhindern. Anfang der 90er Jahre ist die Welt eine Verheißung und Jakob Dreiser mittendrin: Der junge Dichter wird in Rom für sein Werk gefeiert, der Kalte Krieg ist endlich Geschichte und die russische Botschaft lädt zum Gartenfest mit Krimsekt und Piroggen. Die Welt strebt nach Frieden und Glück – und diesmal scheint sie es ernst zu meinen. Dieter Germeshausen dagegen kann sein Pech kaum fassen. Jahrelang war er Geheimdienstmitarbeiter und Doppelagent, nun muss er dringend untertauchen. Ausgerechnet jetzt, wo er zum ersten Mal verliebt ist. Germeshausen braucht einen Plan, so viel steht fest. Und er braucht Jakob Dreiser. Denn für seinen großen Coup gibt es keine bessere Tarnung als einen international gefeierten Dichter. Eine herrlich turbulente Geschichte über Sehnsüchte, Täuschungen und das Scheitern im Moment der vermeintlichen Freiheit. Kristof Magnusson verwandelt eine Zeit historischer Umbrüche in einen unvergleichlichen Abenteuerroman. »Niemand versprüht so viel Optimismus und Heiterkeit wie Kristof Magnusson. Ein glänzender Erzähler, der seine Figuren liebt.« Isabel Bogdan »Im nächsten Leben werde ich Spionin! In der Zwischenzeit kann ich nur empfehlen, ›Eine Reise ans Ende der Geschichte‹ zu lesen. Klug, witzig, einfach toll!« Caroline Wahl »Wäre Kristof Magnussons Literatur ein Wetterphänomen, wären wir im April: erst Heiterkeit, dann ein Donner, dann Kälteeinbruch, und am Ende sitzt man da mit kurzen Ärmeln und findet es die fantastischste Zeit des Jahres.« Saša Stanišić

Editionen (1)

ISBN9783608125436
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum14.02.26
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

107 Bewertungen

31 Rezensionen

3,7

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  • donnie_darko
    donnie_darko

    110 Follower

    2,0

    Spannende Idee, jedoch enttäuschende Umsetzung

    Mit "Die Reise ans Ende der Geschichte" führt Kristof Magnusson in die Welt der 90er Jahre zurück und verbindet diese mit einer Spionagegeschichte rund um Geheimdienste, politische Spannungen und persönliche Motive. Der Klappentext versprach einen spannenden Roman voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen. Genau deshalb bin ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Leider konnten diese Erwartungen am Ende nicht erfüllt werden. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Dichter Jakob Dreiser, der auf einer Gartenparty den BND-Beamten Dieter Germeshausen kennenlernt. Aus einer zunächst harmlosen Begegnung entwickelt sich ein Auftrag, der deutlich größere Dimensionen annimmt als zunächst vermuten lässt. Allein die Grundidee klingt nach klassischer Spionageunterhaltung mit viel Spannung gepaart mit Geheimnissen. Der Einstieg hat mir auch tatsächlich gut gefallen. Besonders das Zusammenspiel zwischen Jakob und Dieter war zu Beginn sehr unterhaltsam. Ihre Charaktere könnten kaum unterschiedlicher sein. Jakob wirkt neugierig, sozial und ein wenig naiv. Er sucht Abenteuer und scheint von der neuen Situation regelrecht fasziniert zu sein. Dieter hingegen erscheint deutlich abgeklärter. Durch seinen Beruf wirkt er distanziert und teilweise sogar genervt von anderen Menschen. Gerade diese Gegensätze sorgen anfangs für eine interessante Dynamik zwischen den beiden Figuren. Leider verliert sich die Geschichte im weiteren Verlauf immer stärker in ausführlichen Beschreibungen. Orte, Situationen und Nebenschauplätze werden bis ins kleinste Detail beschrieben. Anfangs hilft das noch dabei, sich die Umgebung gut vorstellen zu können. Irgendwann entsteht jedoch das Gefühl, dass viele dieser Beschreibungen für die eigentliche Handlung kaum relevant sind. Mehrmals dachte ich mir beim Lesen, dass ich bereits verstanden habe, wie ein Ort aussieht, während trotzdem weiter ins Detail gegangen wurde. Auch einige Nebenhandlungen tragen dazu bei, dass sich die Geschichte unnötig in die Länge zieht. Vereinzelnd tauchen Figuren auf, ohne wirklich zur Entwicklung der Handlung beizutragen. Dadurch wirken sie eher wie Lückenfüller als wie sinnvolle Ergänzungen der Geschichte. Dabei ist der Schreibstil an sich durchaus angenehm. Der Text lässt sich flüssig lesen und immer wieder finden sich humorvolle Passagen sowie originelle Vergleiche, die das ernste Thema auflockern. Gerade dieser Humor gehört für mich zu den positiven Aspekten des Buches. Mit zunehmendem Fortschritt der Handlung verloren für mich jedoch auch die Figuren an Glaubwürdigkeit. Zu Beginn wirkten sie lebendig und vielschichtig. Später vollführten diese Aktionen oder entwickelten sich in Richtungen, die für mich nicht mehr wirklich nachvollziehbar waren. Dadurch ging der positive Ersteindruck des Romans verloren. Der größte Kritikpunkt bleibt für mich jedoch das Ende. Nach dem langen Aufbau wirkte der Abschluss der Geschichte überraschend unbefriedigend. Viele Fragen bleiben offen und einige Entwicklungen erscheinen plötzlich unrealistisch. Statt eines stimmigen Abschlusses entstand eher der Eindruck, dass die Geschichte abrupt endet, ohne ihre zuvor aufgebauten Elemente sinnvoll zusammenzuführen. Genau aus diesem Grund blieb ich nach dem Lesen absolut enttäuscht zurück. Der Anfang hatte durchaus Potenzial und auch einzelne Elemente wie der Humor oder die Dynamik der Hauptfiguren funktionierten gut. Das Ende hingegen zerstörte für mich einen Großteil der zuvor aufgebauten Geschichte. Fazit: "Die Reise ans Ende der Geschichte" startet mit einer vielversprechenden Idee und interessanten Figuren, verliert sich jedoch zunehmend in ausführlichen Beschreibungen und Nebenhandlungen. Diesen Eindruck wird zusätzlich durch das enttäuschende Ende verstärkt. Für mich blieb daher ein Roman zurück, der viel Potenzial hatte, dieses aber letztlich nicht ausschöpfen konnte. Deshalb vergebe ich nur zwei Sterne.

    12. März 2026

  • tintenhain
    tintenhain

    412 Follower

    4,5

    Humorvoller Spionageroman in der Nachwendezeit

    Für den BND-Agenten Germeshausen kommt die Wende höchst ungelegen. Was ist mit der Weltordnung passiert? Wo sind die alten Feindbilder hin? Gerade Doppelagenten haben es jetzt besonders schwer. Ist man jetzt doppelt in Gefahr oder nur Auslaufmodell? Der unbeschwerte, kommunikative Dichter Jakob, der sich mühelos vom "Wind of Change" tragen lässt und mit dem Fall des Eisernen Vorhangs nur neue Chancen sieht, kommt Germeshausen gerade recht für seinen letzten Coup, der seinen Abgang von der Agentenbühne bedeuten soll. Kristof Magnusson erzählt leicht und humorvoll, mit Talent fürs Absurde. Dabei lässt er jedoch nicht die politische Realität außer Acht, die die Wendezeit mit sich brachte. Es gelingt ihm, die Atmosphäre der unterschiedlichen Schauplätze von Rom über Kasachstan bis ins Rheinland anschaulich zu beschreiben und dabei einen Hauch alter Agentenfilme aufkommen zu lassen. Tolle Charaktere, leicht überzeichnet und trotzdem glaubwürdig. Für einen Spionageroman hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Trotz allem ein Lesevergnügen!

    1. März 2026

  • pj.jedi.1410
    pj.jedi.1410

    399 Follower

    4,5

    *Wie ein Dichter zum Agenten wird. Lustig-leichte Unterhaltung, die Spaß macht. Unterhaltsam, klug und mit sehr guten Dialogen. Ein Spionageroman, der durch seine Figuren und sein Ende überzeugt.*

    Anfang der 1990er Jahre scheint nach dem Ende des Kalten Krieges plötzlich alles möglich. Der junge Dichter Jakob Dreiser wird in Rom gefeiert und erlebt eine Zeit voller Aufbruch und Hoffnung. Gleichzeitig gerät Dieter Germeshausen in große Schwierigkeiten und ist auf einen gewagten Plan angewiesen. Dabei spielt Dreiser unwissentlich eine entscheidende Rolle. Währenddessen versucht eine Italienischlehrerin, eine drohende Katastrophe zu verhindern, und alles entwickelt sich auf tragikomische Weise anders als erhofft. Kristof Magnusson verbindet politische Geschichte mit persönlicher Perspektive. Der Roman zeigt, wie sich große historische Umbrüche im Leben einzelner Menschen niederschlagen. Dabei bleibt er bewusst leicht im Ton – ohne die Themen zu verharmlosen. Es geht weniger um Spannung im klassischen Sinne, sondern um Figuren, Dialoge und die kleinen Verschiebungen im Blick auf die eigene Vergangenheit. Ich habe den Roman sehr gern gelesen. Die Figuren sind gut gezeichnet, oft eigenwillig und genau deshalb interessant. Besonders die Dialoge haben mir gefallen – witzig, pointiert, manchmal trocken, aber nie aufgesetzt. Der Roman liest sich leicht, ohne belanglos zu sein. Eine angenehme Mischung aus Unterhaltung und Substanz. Und das Ende hat für mich sehr gut funktioniert. ⭐️⭐️⭐️⭐️,5 Weil Die Reise ans Ende der Geschichte klug erzählt ist, ohne schwer zu wirken. Und weil es ein Spionageroman ist, der vor allem durch seine Figuren überzeugt. #KristofMagnusson #Spionageroman #LeichteLiteratur #StarkeDialoge #VergangenheitUndGegenwart

    *Wie ein Dichter zum Agenten wird. Lustig-leichte Unterhaltung, die Spaß macht. Unterhaltsam, klug und mit sehr guten Dialogen. Ein Spionageroman, der durch seine Figuren und sein Ende überzeugt.*

    26. März 2026

3 von 31 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 5017%
tintenhain
tintenhain28. Feb. 2026

Den Humor mag ich auf jeden Fall schon mal. Ich finde, es könnte jetzt langsam mal losgehen. Bisschen mehr Action! 😄

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Kristof Magnusson

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, schreibt Romane, Theaterstücke, übersetzt aus dem Isländischen und engagiert sich für Literatur in einfacher Sprache. Sein Theaterstück »Männerhort« wurde mit Elyas M'Barek und Christoph Maria Herbst für das Kino verfilmt, 2023 wurde er mit dem Rom-Preis der Villa Massimo ausgezeichnet. Kristof Magnusson ist SPIEGEL-Bestsellerautor, zuletzt erschien sein gefeierter Roman »Ein Mann der Kunst«. Kristof Magnusson lebt in Berlin.

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