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Romane

Trophäe

4,2(1746)
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Über das Buch

Gaea Schoeters’ Roman ist ein „ethischer Mindfuck“ (Dimitri Verhulst) – provokant, radikal und eine erzählerische Ausnahmeerscheinung. Am Ende bleibt die Frage: Was ist ein Menschenleben wert? Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman ist von einer außerordentlichen erzählerischen Wucht. Die Tiefenschärfe, mit der sie die Geräusche und Gerüche der Natur beschreibt, lässt einen sinnlich erleben, was einen moralisch an die Grenzen zwischen Richtig und Falsch führt. Hunter, steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Endlich bietet ihm sein Freund Van Heeren ein Nashorn zum Abschuss an. Hunter reist nach Afrika, doch sein Projekt, die Big Five vollzumachen, wird jäh von Wilderern durchkreuzt. Hunter sinnt auf Rache, als ihn Van Heeren fragt, ob er schon einmal von den Big Six gehört habe. Zunächst ist Hunter geschockt, aber als er die jungen Afrikaner beim flinken Jagen beobachtet … Ein Roman von radikaler Konsequenz.

Editionen (4)

ISBN9783552073883
VerlagZsolnay, Paul
Erscheinungsdatum19.02.24
Seitenzahl256

Merkmale

16 Bewertungen

VerstörendAnschaulichMittelNachdenklichSpannendGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

1746 Bewertungen

360 Rezensionen

4,2

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1400 Follower

    4,0

    Ein Jäger möchte die 'Big Five' vervollständigen und findet sich bald in einem Mahlstrom der Moral wieder, in welchem seine Rolle zwischen Jäger und Beute immerzu pendelt... Prolog: Dieses Buch umgibt eine Kritik von ganz außergewöhnlicher Art, daher war ich neugierig und da ich es mir leihen konnte, hatte auch mein Konto nix dagegen. Die Handlung selber war eher ernüchternd, da es dieses Thema schon unzählige Male in der Kultur gab. Die Sprache jedoch und die allseits drückende Schwere und Dunkelheit werten das Buch sehr auf. Das Ganze gleicht einem strömenden Sog aus Leid, Zwang und Sinnlosigkeit bis zum Tod. Die 'Nebengeschichte' die von van Heeren erzählt wird, hat es besonders schmerzhaft auf den Punkt gebracht und lässt den Leser / die Leserin hilflos mit der Suche nach Moral zurück, die ebenso umkehrbar ist, wie der Status vom Jäger zur Beute. Eine Parabel über Moral und das gesamte Menschengeschlecht die noch lange im Kopf nachhallt. Trotz dieses schwer verdaulichen Kerns (im positiven Sinne), fehlte mir noch etwas, um mehr Sterne zu vergeben. Auch manche Logiklöcher (?) passen nicht zum runden Bild (warum setzt Hunter, wenn er in Not ist, nicht den Hilferuf ab, von dem er zuvor überlegt, ob er ihn einsetzt? Hab ich das überlesen?). Epilog: Durch den 'Hype' vielleicht mit zu hohen Erwartungen herangegangen. Ein Werk, dass keine Sieger sondern nur Verlierer kennt. "[Die] westliche Moral ist ein Luxusprodukt, das man sich leisten können muss. Der Rest der Welt muss mit Pragmatismus auskommen." (S.103)

    15. Mai 2026

  • madamebiscuit15
    madamebiscuit15

    159 Follower

    5,0

    Ein wahnsinnig gutes Buch und absolute Leseempfehlung. Es wirft den persönlichen moralischen Kompass über den Haufen und ist so unheimlich dicht und spannend.

    31. März 2025

  • daniela2606
    daniela2606

    143 Follower

    5,0

    Ein Wahnsinn, wie skrupellos Menschen sein können. Dieser Roman hätte auch nach einer wahren Begebenheit erzählt werden können. Die Jagd nach Trophäen, um sie sich dann an die Wand hängen zu können um sich daran erinnern, dass das Leben endlich ist. Sehr zu empfehlen.

    3. Okt. 2025

3 von 360 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 6023%
blauersmiley
blauersmiley13. Dez. 2025

Wow, ich fand das erste Kapitel schon richtig gut. Die letzten Seiten waren sehr intensiv. Wie toll schreibt die Autorin?

Seite 6224%

2 Kommentare verdeckt

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Autorin / Autor

Über Gaea Schoeters

Gaea Schoeters, geboren 1976, ist eine flämische Autorin, Journalistin, Librettistin und Drehbuchautorin. 2012 hat sie den Großen Preis Jan Wauters für ihren kreativen Umgang mit Sprache gewonnen. Für »Trophäe« wurde sie mit dem Literaturpreis Sabam for Culture ausgezeichnet. 2024 ist ihr Roman »Trophäe« und 2025 »Das Geschenk«, beides aus dem Niederländischen von Lisa Mensing, bei Zsolnay erschienen.

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