Blick ins Buch

Romane

Tea-Bag

3,3(20)
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Über das Buch

Jesper Humlin hat es nicht leicht. Zwar ist er ein gefeierter Lyriker, doch sein Verleger besteht darauf, dass er endlich einen Kriminalroman schreibt, der Kurs seiner Wertpapiere ist gefallen, seine Freundin will ein Kind von ihm, und seine Mutter hat eine Agentur für Telefonsex eröffnet. Da lernt er bei einer Lesung Tea-Bag, ein schwarzes Flüchtlingsmädchen, und ihre Freundinnen kennen. Nach und nach erfährt er ihre Geschichten. Ein Roman, der das Gegensätzlichste verbindet - eine Satire auf den modernen Literaturbetrieb und einen Einblick in die illegale Welt der Einwanderer. Ein Buch von wunderbarer Komik und tiefem Ernst - ein neues Genre, in dem Mankell wie in seinen früheren Büchern brilliert.

Editionen (8)

ISBN9783552052208
VerlagZsolnay, Paul
Erscheinungsdatum03.02.03
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

2 Rezensionen

3,3

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  • 4,5

    Toller Bücherschrank-Zufallsfund

    Ich hab das Buch bestimmt schon zwei Jahre auf dem SUB liegen und obwohl ich es oft in der Hand hatte hab ich mich aufgrund des doch schweren Themas immer nicht so recht rangetraut. Und jetzt hab ich es innerhalb von ein paar Tagen durchgelesen und ärgere mich dass ich es so lange ignoriert habe. Mal eine komplett andere Geschichte von Henning Mankell die durchaus zum Nachdenken anregt. Aber toll erzählt mit beeindruckenden Charakteren und Mankell schafft es dass man eher mit Jesper Humlin Mitleid hat als mit den Flüchtlingen.

    8. Dez. 2024

  • allesisterleuchtet
    allesisterleuchtet

    199 Follower

    4,0

    Beeindruckendes und erschütterndes Buch über illegale Flüchtlinge

    Das Buch handelt von einem schwedischen Schriftsteller, der - obwohl es ihm eigentlich gut geht - unzufrieden ist und mit seinem Leben nichts anzufangen weiss. Durch Zufall trifft er auf mehrere illegale Frauen, die immer wieder sein Leben kreuzen und ihre Geschichten erzählen. Dabei wird schnell klar, daß die Frauen Namen und Identitäten wechseln. Man weiss nicht, wie viel an ihren Geschichten Wahrheit ist und sie kommen und verschwinden immer wieder in der Illegalität. Er versucht zu helfen aber sie sind wie Schatten, nicht greifbar. Zurück bleiben nur ihre Geschichten. Ein eindrucksvolles und bedrückendes Buch. Erschreckend ist zudem, dass dieses Buch von 2001 immer noch brandaktuell erscheint. Es endet mit der Feststellung, dass es irgendwann eine Brücke bei Gibraltar geben wird. Irgendwann werden sich die Leichen im Mittelmeer so hoch türmen, dass die Menschen zu Fuss nach Europa gehen können.

    24. Juni 2024

Autorin / Autor

Über Henning Mankell

Henning Mankell (1948 - 2015) lebte als Schriftsteller und Theaterregisseur in Schweden und Maputo (Mosambik). Seine Romane um Kommissar Wallander sind internationale Bestseller. Zuletzt erschienen bei Zsolnay Treibsand (Was es heißt, ein Mensch zu sein, 2015), die Neuausgabe von Die italienischen Schuhe (Roman, 2016), Die schwedischen Gummistiefel (Roman, 2016) und die frühen Romane Der Sandmaler (2017), Der Sprengmeister (2018) und Der Verrückte (2021).

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