Blick ins Buch

Romane

dreimeterdreißig

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Über das Buch

Ein ungleiches Paar, eine Altbauwohnung und eine Nacht, die alles verändert. Ein schmerzhaftes und wunderschönes Buch über die Liebe, das Leben und was bleibt.

Drei Meter dreißig, so hoch sind die Wände der Wiener Altbauwohnung, in der Klara und Balázs leben. Zwischen knarzendem Parkett und weit geöffneten Flügeltüren sind sie gerade dabei, sich ein gemeinsames Leben aufzubauen. Doch eines Nachts verändert sich alles, Balázs liegt reglos im gemeinsamen Bett, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Was bleibt von einer Liebe, wenn ein Leben endet? Wer ist man, wenn man seine Heimat verlassen hat und eine fremde Sprache spricht? Zählt die Geschichte – oder vielleicht nur eine Kaffeetasse im Spülbecken, ein letzter Blick in den Spiegel? Und wenn all das entgleitet, kann man die Zeit anhalten?

Eine Geschichte, die tief in die existenziellen Fragen des Lebens eintaucht, von der Liebe erzählt und der Unfähigkeit, sie zu verlieren. Ein Buch, das erdet und zugleich schwerelos werden lässt.

«Ich hasse diesen Roman, weil er so wehtut. Und ich liebe ihn, weil er so zart, so brutal und so fein konstruiert ist.» Caroline Wahl

Editionen (2)

ISBN9783499018794
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum14.08.26
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

323 Bewertungen

73 Rezensionen

3,9

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  • yaduria1982
    yaduria1982

    269 Follower

    4,0

    Der Roman erzählt im Prinzip eine schöne Liebesgeschichte, die leider nach viel zu kurzer Zeit endet. Die Geschichte kommt sehr leise daher. Ich mochte Balasz sehr. Jeder der beiden Akteure hat so ein Päckchen im Leben zu tragen gehabt. Der Schreibstil war sehr geradlinig, sobald aus Balasz‘ Perspektive erzählt wurde. Sobald die Perspektive zu Klara gewechselt ist, war die Erzählweise sehr unausgeglichen und hektisch. Es gab einige schöne Metaphern in diesem kurzen Buch.

    30. Apr. 2026

  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    4,5

    "Was wusste das Licht vom Ende, fragte sich Klara. Jeden Morgen überwand es die Finsternis. Jeden Abend gab es sich geschlagen. Und heute? Heute war alles anders." "Sie sah ihn gerne an, seine großen dunklen Augen, die seine Wärme und Zugänglichkeit unterstrichen, sein Gesicht war wie ein Tag im Spätherbst, so unmittelbar und hell, dass darin nur Gegenwart stattfinden konnte. Er wirkte zu weich, um jemals mit der Härte in Berührung gekommen zu sein." "Dieses Gemeinsamsein. Es war das erste Mal in ihrem Leben, dass sie eine so grundlegende Veränderung herbeiführte, alles zuvor war ihr schlichtweg widerfahren." "Es war alles in Ordnung, bevor du kamst. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich atmen kann, wenn du nicht da bist, wie bescheuert ist das." "Und mit einem Schlag war es ganz still geworden. Stiller - als der Moment, bevor man jemanden das erste Mal küsste. Stiller als ein Sonnenaufgang über den Feldern der Kindheit. Stiller als das Warten auf schlechte Nachrichten. Stiller als unter Wasser. Es war die Art von Stille, die man überall anders vermutete, aber niemals im eigenen Leben." Ein ganz besonderes Buch über die Liebe, Akzeptanz, Verdrängung und Verarbeitung. Und darüber, was passiert, wenn ein geliebter Mensch geht, wenn die Ordnung des eigenen Lebens aus den Fugen gerät. Nichts ist mehr, wie es sein sollte. Ein sehr kraftvolles, intensives Romandebüt von Jaqueline Schreiber, das eine kleine Weile gebraucht hat, bis es mich gehabt hat. Aber dann konnte ich es nicht mehr weglegen und war komplett eingetaucht in die Geschichte von Klara und Balazs. Deswegen gibt's von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung ⭐

    11. Mai 2025

  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    666 Follower

    4,5

    Dreimeterdreissig von Jaqueline Scheiber mit dem wunderschönen Cover in meinen Lieblingsfarben ist ein außergewöhnliches Buch, das man langsam und mit Genuss konsumieren sollte. „Das Glück war nur eine Pacht mit Ablaufdatum.“ (S. 23) Klaras und Balázs‘ Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart findet Klara Balázs eines Morgens leblos im Bett vor. Sie ist wie gelähmt und weiß nicht, was sie tun soll. Dann klingelt es, und der Sonnenesser erscheint. Auf der zweiten Zeitebene erfahren wir, wie Klara und Balázs sich kennengelernt und verliebt haben und ein Paar geworden sind. Balázs ist einige Jahre zuvor aus Ungarn nach Wien gekommen, wo er als Bühnentechniker arbeitet, Klara ist erfolgreiche Architektin. Er hatte eine glückliche Kindheit in einer großen Familie, sie war Einzelkind, ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie zwölf war, ihre Mutter heiratete erneut und bekam Frederik, den Klara über alles liebt und zu dem sie ein enges Verhältnis hat. „Balázs‘ ungarische Identität hatte Farbe, Geschmack, eine Gewohnheit, Melodie und Lautstärke. Klaras Aufwachsen war eine eindimensionale Schablone, ein austauschbares Klischee.“ (S. 158) Wir erfahren viel über die Geschichte Ungarns nach der Wende und darüber, wie Balázs Wien entdeckt, das sich sehr von seinem Heimatdorf unterscheidet. Klara habe ich als psychisch labil und beinahe depressiv wahrgenommen, Balázs‘ Liebe war für ihre Seele die beste Therapie. Klaras Trauer und der Versuch, den Verlust ihrer großen Liebe zu verarbeiten, hat mich schier überwältigt. Von mir eine große Leseempfehlung für diesen großartigen Trauer- und Liebesroman. Wer kommt hinter das Geheimnis der Überschriften?

    15. Feb. 2026

3 von 73 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 3515%
buchpetzi
buchpetzi17. Jan. 2026

Ich merk jetzt schon, dass mir das Buch richtig weh tun wird.

Seite 6427%

2 Kommentare verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Jaqueline Scheiber

Jaqueline Scheiber, 1993 geboren, im Burgenland aufgewachsen, lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Soziale Arbeit und arbeitete mit Suchterkrankten sowie im Kinder- und Jugendschutz. Sie ist Autorin, arbeitet mit Institutionen Bildender Kunst zusammen und ist Co-Host des Podcasts „Die Kunstcouch“.

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