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Romane

Minihorror

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Über das Buch

Mini und Miki sind nicht von hier, aber sie bemühen sich, dazuzugehören und alles richtig zu machen. Trotzdem werden sie verfolgt von Gefahren und Monstern, von Katastrophen und Schwierigkeiten. Es geht um die großen und kleinen Albträume des Mittelstands, um den Horror des perfekten Familienfrühstücks, um Mobbing am Arbeitsplatz und gescheiterten Urlaub, um den Abgrund, der sich im Alltag öffnet und nicht mehr schließen will.

In «Minihorror» setzt Barbi Marković den Angstarbeiter:innen unserer Gesellschaft ein Denkmal aus Perfidie und Mitgefühl, bei dessen Lektüre wir uns gleichermaßen ertappt und verstanden fühlen.

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2024.

Editionen (2)

ISBN9783499016929
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum13.05.25
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

156 Bewertungen

36 Rezensionen

3,7

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  • 3,5

    Der Horror im Alltäglichen

    Willkommen bei den verrücktestes Kurzgeschichten, die ich jemals gelesen habe und wahrscheinlich jemals lesen werde und trotzdem irgendwie mochte. Nicht alle, einige waren wirklich einfach zu wild, aber die Meisten. Denn die Geschichten erzählen von den Ängsten, die Menschen in Beziehungen und im Alltag haben- egal ob in Bezug auf Freunde, Partner, Familie oder einfach nur einem selbst, und wandelt diese Ängste dann auf absurde Weise in echte Horrorgeschichten um. Das Buch spielt dabei mit Erwartungshaltung, Schönheitsidealen, den Umgang der Menschen untereinander, Ansprüche an den Alltag und dem eigenen Selbstwertgefühl und führt uns vor Augen, wie oft wir uns im Leben beeinflussen lassen. Ich muss ganz klar sagen, dass das Buch sicher nur für wenige Leser richtig gut funktioniert. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob man sich von dem Buch verarscht fühlt, oder so verstanden wie noch nie, aber es ist einfach voller kluger Sätze und viel Poesie in einer sehr einfachen Sprache. Es sind Geschichten die beschreiben, was passieren würde, wenn wir der Dunkelheit in uns Raum geben würden, ungeachtet der Konsequenzen, in der Realität niemals denkbar, und doch eigentümlich faszinierend.

    11. März 2025

  • hansdampf
    hansdampf

    199 Follower

    4,0

    Kurze oftmals traum - bis albtraumartige Episoden aus dem Alltag eines Paars, manchmal grauslig, manchmal absurd. Jedenfalls österreichisch. Bisweilen derb oder eklig. Hängen geblieben: Ordnung ist ein Arschloch. Als Bonus ein Partyspiel und viele Ideen.

    Preis der Leipziger Buchmesse 2024 Sicher kein Buch für jeden. Aber wer sich in den Verstrickungen der Alltagswidrigkeiten wiederfindet, könnte durchaus seine helle Freude an dem Büchlein haben.

    25. Dez. 2024

  • taunusleserin
    taunusleserin

    300 Follower

    4,5

    In dem Buch "Minihorror" der serbischen Autorin Barbi Marković (ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2024) erfahren wir in einzelnen Episoden aus dem Leben des Paares Mini und Miki, das in Wien lebt. Die einzelnen Kapitel sind kurz und comicmäßig geschrieben, oft ist es surreal oder man weiß gar nicht, ob die Geschichte real oder ein Traum ist, aber die Ängste, Sorgen und Nöte kommen dadurch klar zum Ausdruck - versehen mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik. Es geht um Paarurlaube, Familienfeste und -besuche, Einkaufen bei IKEA, Social Media-Sucht...etc.etc.... Kaum ein Thema wird ausgelassen. Auch wenn Unwohlsein garantiert ist, kann ich die Lektüre sehr empfehlen.

    29. Mai 2024

3 von 36 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Barbi Marković

Barbi Marković, 1980 in Belgrad geboren, studierte Germanistik und arbeitete zunächst als Lektorin. 2009 erschien ihr Debüt «Ausgehen», noch als Übersetzung aus dem Serbokroatischen, 2016 dann der Roman «Superheldinnen», der unter anderem mit dem Förderpreis des Adelbert-von-Chamisso-Preises ausgezeichnet wurde; fünf Jahre später folgte «Die verschissene Zeit». Für «Minihorror» erhielt Barbi Marković den Preis der Leipziger Buchmesse 2024. Im selben Jahr bekam sie den Carl-Amery-Literaturpreis zugesprochen. Sie lebt in Wien.

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