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Vom Ende einer Geschichte

3,6(106)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Man Booker Prize 2011 für »Vom Ende einer Geschichte«

Wie sicher ist Erinnerung, wie unveränderlich die eigene Vergangenheit? Tony Webster muss lernen, dass Geschehnisse, die lange zurückliegen und von denen er glaubte, sie nie mehr hinterfragen zu müssen, plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Als Finn Adrian in die Klasse von Tony Webster kommt, schließen die beiden Jungen schnell Freundschaft. Sex und Bücher sind die Hauptthemen, mit denen sie sich befassen, und Tony hat das Gefühl, dass Adrian in allem etwas klüger ist als er. Auch später, nach der Schulzeit, bleiben die beiden in Kontakt. Bis die Freundschaft ein jähes Ende findet.Vierzig Jahre später, Tony hat eine Ehe, eine gütliche Trennung und eine Berufskarriere hinter sich, ist er mit sich im Reinen. Doch der Brief eines Anwalts, verbunden mit einer Erbschaft, erweckte plötzlich Zweifel an den vermeintlich sicheren Tatsachen der eigenen Biographie. Je mehr Tony erfährt, desto unsicherer scheint das Erlebte und desto unabsehbarer die Konsequenzen für seine Zukunft.Ein Text mit unglaublichen Wendungen, der den Leser auf eine atemlose Achterbahnfahrt der Spekulationen mitnimmt.

»Wie Barnes allmählich die Selbstzensur in den Erinnerungen seines pensionierten Protagonisten Tony Webster bloßlegt, beweist seine ganze Meisterschaft.« (Süddeutsche Zeitung)

Editionen (6)

ISBN9783462044331
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum01.12.11
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

106 Bewertungen

12 Rezensionen

3,6

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  • 12drue
    12drue

    110 Follower

    3,5

    Der kurze Roman gliedert sich in zwei Teile. Die erste Hälfte beschreibt die Schulzeit und das beginnende Studium von Tony und drei seiner Freunde. Hier ist "Vom Ende einer Geschichte" nichts anderes als eine Coming-of-Age-Geschichte von einigen ziemlich schnöseligen, egozentrischen und für mich schwer zu ertragenden Figuren. Dieser Beginn ist allerdings nötig für den zweiten Teil, der Tony im Rentenalter zeigt. Hier muss er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen und es wird deutlich, dass er sie sich in seiner eigenen Erinnerung sein Leben ziemlich zurecht gebogen hat. Jetzt wird der Roman für mich interessant. Trotzdem ist er für mich nicht das große Meisterwerk als das er teils von der Kritik gefeiert wurde. Dafür sind mir die Figuren zu gestelzt und die Handlung zu konstruiert.

    10. Apr. 2025

  • bucher_michele
    bucher_michele

    48 Follower

    4,0

    Julian Barnes forever!

    «Vom Ende einer Geschichte» ist ein leiser, aber aussergewöhnlich präziser Roman, der lange nachwirkt. Julian Barnes gelingt es, mit beeindruckender Klarheit zu zeigen, wie trügerisch unsere Erinnerungen sind und wie sehr wir uns selbst Geschichten erzählen, um mit der Vergangenheit leben zu können. Die Macht der Geschichte. Sprachlich (auch in der zum Teil kritisierten deutschen Übersetzung) zurückhaltend und elegant, fast unscheinbar – und gerade deshalb absolut stark. Ohne dramatische Effekte entfaltet sich eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Schuld, Reue und Selbstwahrnehmung. Faszinierend ist, wie sich die Perspektive des Erzählers allmählich verschiebt und die Leserin dazu zwingt, das zuvor Gelesene neu zu bewerten. (Der novellenartige Roman hat nur zwei Teile, keine Kapitel. Der erste Teil ist grandios!) Es ist ein kluger, fein komponierter Roman über einen Historiker, dessen Leben sich rückwärts ausrollt. Ein Roman, der nicht laut sein muss, um nachhaltig zu erschüttern. Ein Roman, den man nicht nur liest, sondern über den man noch lange nachdenkt. Sehr sehr lesenswert 👍👍👍👍

    Julian Barnes forever!

    3. März 2026

  • stern.nicole
    stern.nicole

    46 Follower

    5,0

    Fast hätte ich es weggelegt, doch dann packte mich die Geschichte. Ein wirklich gelungenes Buch, über unser aller Erinnerungen. Wunderbar! Ein Buch zum Verschenken!

    Fast hätte ich es weggelegt, doch dann packte mich die Geschichte. Ein wirklich gelungenes Buch, über unser aller Erinnerungen. Wunderbar! Ein Buch zum Verschenken!

    25. Okt. 2025

3 von 12 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 7137%
12drue
12drue9. Apr. 2025

" Das ist dann ein Leben, nicht wahr? Ein paar Erfolge und ein paar Enttäuschungen." Was für eine lakonische, aber überaus treffende Bemerkung.

Autorin / Autor

Über Julian Barnes

Julian Barnes, 1946 in Leicester geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograf, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt, liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor, darunter »Flauberts Papagei«, »Eine Geschichte der Welt in 10 ½ Kapiteln« und »Lebensstufen«. Für seinen Roman »Vom Ende einer Geschichte« wurde er mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Julian Barnes lebt in London.

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