Blick ins Buch

Krimis

Der nasse Fisch

4,0(428)
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Der Tanz auf dem Vulkan: Volker Kutscher lässt in einem meisterhaften Kriminalroman das Berlin des Jahres 1929 gegenwärtig werden. Gereon Rath, neu in Berlin und abgestellt bei der Sitte, erlebt eine Weltstadt im Rausch und voller sozialer und politischer Spannungen. Nach dem Fund einer unidentifizierten Leiche schaltet sich der junge ehrgeizige Kommissar ungefragt in die stagnierenden Ermittlungen der Mordkommission ein – und stößt in ein Wespennest.

Mit diesem Großstadtroman beginnt eine sensationelle Serie, in der Kutscher den Kriminalkommissar Rath durch das Berlin der späten 20er- und frühen 30er-Jahre und mitten in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit schickt. Dem Leser stockt der Atem, wenn er erste Anzeichen für das Erstarken des Nationalsozialismus bemerkt, die von den Romanhelden noch als harmlos abgetan werden. Und er fiebert mit dem jungen Ermittler, der in Köln aufwuchs, dort seine Karriere bei der Polizei begann und nach einem tödlichen Schuss die Stadt verlassen und in Berlin bei der Sitte neu anfangen muss. Fasziniert von der vibrierenden Atmosphäre der amerikanischsten Stadt Europas, entnervt von den Razzien in Nachtclubs und Bordellen, nutzt Rath die erste sich bietende Gelegenheit, um wieder als Mordermittler tätig zu werden.

Ein Toter ohne Identität, der Spuren bestialischer Folterung trägt, gibt der Mordkommission Rätsel auf. Rath entdeckt eine Verbindung zu einem Kreis oppositioneller Exilrussen, die mit geschmuggeltem Gold Waffen kaufen wollen, um einen Putsch vorzubereiten. Auch andere sind hinter dem Gold und den Waffen her. Rath bekommt es mit Paramilitärs und dem organisierten Verbrechen zu tun. Er verliebt sich in Charly, Stenotypistin in der Mordkommission, und missbraucht ihr Insiderwissen für seine einsamen Ermittlungen. Dabei verstrickt er sich immer weiter in den Fall und macht sich schließlich selbst verdächtig.

Volker Kutscher erzählt von einem einsamen und zu allem entschlossenen Kommissar und liefert das brillante Porträt einer Metropole, die in ihrer Rastlosigkeit, Buntheit und Vergnügungssucht erstaunlich modern und gegenwärtig wirkt – und deren Schicksal vorgezeichnet ist.

Editionen (11)

ISBN9783462039320
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum27.08.07
Seitenzahl496

Rezensionen & Bewertungen

428 Bewertungen

42 Rezensionen

4,0

Tippen zum Filtern

  • i_heart_books
    i_heart_books

    122 Follower

    3,5

    Kommissar Gereon Rath, der durch die Beziehungen seines Vaters nach einem Zwischenfall im Dienst von Köln nach Berlin versetzt wurde, arbeitet bei der Sittenpolizei, ist aber unglücklich damit, nur bei Razzien in zwielichtigen Nachtclubs dabei zu sein, denn sein eigentliches Ziel ist die Mordommission. Als eine Leiche in einem verunfallten Auto im Landwehrkanal gefunden wird, die schon vor dem Unfall ermordet wurde, sieht er seine Chance gekommen. Dieses Buch ist die Vorlage für Babylon Berlin, und mein persönlicher Eindruck ist nach dem Buch ähnlich wie nach der Serie: Ganz nette Unterhaltung, die mich aber nicht vom Hocker reißt. Vieles erscheint mir arg konstruiert. Aber gut, letzteres trifft auf viele, wenn nicht die meisten Krimis zu, nur konnte ich hier schlechter als in anderen Bücher darüber hinwegsehen, vielleicht auch weil mich das Nepo Baby Rath irgendwann ein bisschen genervt hat. Da sich das Buch aber flüssig liest, habe ich es angesichts des Umfangs verhältnismäßig schnell weggelesen.

    20. Jan. 2026

  • 4,0

    Heute möchte ich euch den historischen Roman „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher vorstellen, der im Jahr 2008 erschienen ist. Der Roman bildet den Auftakt der Gereon-Rath-Reihe und führt erstmals den Kriminalkommissar Gereon Rath ein. Rath wird von Köln nach Berlin versetzt, um in der Mordkommission zu arbeiten. Dort gerät er schnell in einen komplexen Fall, der ihn tief in ein gefährliches Milieu aus militanten Exilrussen, Schmuggelgold, illegalem Waffenhandel und paramilitärischen Strukturen führt. Parallel dazu entwickelt sich seine Beziehung zu Charlotte Ritter, deren Insiderwissen er für seine Ermittlungen nutzt. Doch Rath gerät selbst zunehmend unter Druck, als er nach einem tödlichen Schuss und dem Verschwindenlassen einer Leiche ins Visier der Ermittlungen gerät. Im Laufe der Handlung deckt er die Verstrickungen seines Kollegen Bruno Wolter in den illegalen Waffenhandel auf. In einer gezielten Falle kommt Wolter schließlich tödlich zu Schaden. Sein Tod wird offiziell als Diensttod deklariert, während das Schmuggelgold in den Besitz von Johann Marlow übergeht, der Rath am Ende einen kleinen Anteil zukommen lässt. Besonders überzeugt der Roman durch seinen atmosphärisch dichten Schreibstil. Volker Kutscher erzählt ruhig, präzise und zugleich sehr bildhaft. Seine detailreichen Beschreibungen lassen das Berlin der späten 1920er-Jahre eindrucksvoll lebendig werden. Durch genaue Milieuschilderungen, authentische Dialoge und eine konsequent aufgebaute Spannung gelingt es, tief in die Handlung einzutauchen, ohne dass die Sprache je überladen wirkt. Für mich war das Buch vor allem deshalb besonders spannend, weil viele Schauplätze in Neukölln angesiedelt sind – einem Kiez, in dem ich selbst arbeite. Beim Lesen hatte ich die Orte unmittelbar vor Augen, was der Geschichte eine zusätzliche Nähe und Intensität verliehen hat und die ohnehin starke Atmosphäre noch verstärkt. Positiv hervorzuheben sind die glaubwürdig gezeichneten Figuren, die dichte historische Stimmung sowie der klug konstruierte Kriminalfall. Die eher langsame, aber stetige Spannungsentwicklung trägt wesentlich zur Wirkung des Romans bei. Stellenweise empfand ich das Erzähltempo jedoch als etwas zu gemächlich, was nicht durchgehend fesselt und gelegentlich Geduld erfordert. Insgesamt ist „Der nasse Fisch“ ein überzeugender Auftakt der Gereon-Rath-Reihe, der vor allem durch Atmosphäre, Authentizität und einen starken Schauplatz überzeugt. Bewertung: 4 von 5 Sternen ✨️

    1. Jan. 2026

  • hazelmauz
    hazelmauz

    147 Follower

    4,0

    Gereon Rath ermittelt im Jahr 1929 . Man bekommt neben dem spannenden Fall einen interessanten Einblick in die damalige Zeit. Gereon Rath ist ein sehr außergewöhnlicher Charakter, mit einigen Ecken und Kanten. Sein Verhalten und auch seine eigenwilligen Ermittlungen sind interessant ge- und beschrieben. Ich fand es zwischendurch ein wenig verwirrend, da zeitgleich sehr viele Personen vorkommen und man nicht so richtig unterscheiden konnte, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Einige Seiten lasen sich etwas zäh. Insgesamt wurde ich aber sehr gut unterhalten und freue mich auf Teil 2. Nachdem unsere Bibliothek sehr gut ausgestattet ist, habe ich Teil 2 gleich mitgenommen.

    23. Jan. 2025

3 von 42 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Volker Kutscher

Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln. Mit dem Roman »Der nasse Fisch«, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem bisher fünf weitere folgten. Die Reihe ist inzwischen in viele Sprachen übersetzt und durch Tom Tykwers Verfilmung Babylon Berlin international bekannt.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick