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Romane

Ich, Lady Macbeth

3,8(73)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Die Geschichte der Lady Macbeth, wie niemand sie kennt: ein erfrischendes, feministisches Debüt

Schottland, 11. Jahrhundert: Mächtige Männer kämpfen um den Thron. Daher wagt das Mädchen Gruoch kaum zu hoffen, was ihre Großmutter, eine Druidin, prophezeit: Als spätere Königin wird Gruoch die christliche Welt ihres Vaters und das heidnische Erbe ihrer Mutter miteinander versöhnen – und selbst zur Legende werden. Jahre später verlässt sie ihre Heimat und ihren Jugendfreund Macbeth, um sich mit dem auserwählten Thronfolger, Duncan, zu verloben. Doch am königlichen Sitz in Scone wird ihr Traum schnell zum Albtraum. Sie tut, was sie tun muss, um zu überleben. Denn eines Tages soll sich ihr Schicksal erfüllen. Nur mit der Liebe hat sie nicht gerechnet.

»Spannend, atmosphärisch und voll unerwarteter Wendungen.« Jennifer Saint

Editionen (1)

ISBN9783453274174
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum27.09.23
Seitenzahl400

Merkmale

1 Bewertungen

MittelPoetischEntwickelndInformativVielschichtigSpannend

Rezensionen & Bewertungen

73 Bewertungen

16 Rezensionen

3,8

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  • 3,0

    Die Vorgeschichte zu Macbeth

    Schon früh wird der jungen Gruoch durch eine Prophezeiung ihr Weg vorgezeichnet: Sie wird einmal Königin von Schottland werden. Doch zunächst scheint sie nur der hilflose Spielball machthungriger Männer zu sein. Die Erfüllung ihres Schicksals scheint in weite Ferne zu rücken … Die Frage, die sich mir nach dem Lesen dieses Romans stellt, ist die, WAS ich da jetzt gerade gelesen habe. Und WAS will die Autorin mit ihrem Roman bezwecken? In ihrem Nachwort schreibt sie, dass sie einen Blick auf die ‚echte‘ Lady Macbeth werfen wollte. Das fand ich schon mal ganz interessant, denn die wenigsten wissen ja, dass Macbeth tatsächlich im 11. Jahrhundert König von Schottland war. Allerdings - im Gegensatz zu Shakespeare Tragödie, der es ja aber ohnehin nie so mit historischer Genauigkeit hatte - ein sehr guter, der Schottland Stabilität und Sicherheit brachte. Also ganz unspektakulär, und seine Frau war dann vermutlich auch keine mordende, schlafwandelnde Irre. Somit wäre es eine hervorragende Gelegenheit gewesen, Shakespeares doch ziemlich misogynes Bild dieser Königin gerade zu rücken. Aber leider, leider hat Isabelle Schuler diese Chance grandios verpasst. Ihre Gruoch ist nämlich tatsächlich einfach nur die bekannte Lady Macbeth in jung. Ein verzogenes, überhebliches Gör, dass ohne nennenswerte Fähigkeiten - wenn man von ihrem Aussehen absieht - darauf beharrt, ein Anrecht auf den Königsthron zu haben. Sie ist manipulativ, wechselt ihr Fähnchen in Windeseile von einem Mann zum anderen und hat für den Großteil ihrer Umgebung (egal ob Mann oder Frau) nur Verachtung übrig. Und natürlich, wer ihr im Weg steht, wird heimtückisch aus dem Weg geräumt. Selbst daraus könnte man eine starke Frauenfigur machen, Machthunger per se ist ja erst mal nicht schlecht. Aber leider bedient Schuler nur Shakespeares bekanntes Narrativ einer sexbesessenen, skrupellosen Frau. Schade. Dazu kommt ein viel zu moderner Sprach- und Gedankenstil der in keinster Weise ins 11. Jahrhundert passt, ebenso wie die Autorin auch moderne Lebensgewohnheiten einfach mal ins Mittelalter verfrachtet (eine Aufteilung in Frühstück/Mittagessen/Abendessen gab es so damals z. B. nicht). Auch der Umgang mit Homosexualität war im Mittelalter sehr viel komplexer und gerade in Adelskreisen sehr viel offener als dies die Autorin glauben machen will. Überhaupt finde ich die Darstellungen von Gruochs erstem Ehemann als extrem bedenklich - der ‚Schwule‘ ist natürlich ein verweichlichter, unfähiger Lebemann, der sie und ihren Sohn im Stich lässt … Puh … Sieht man darüber hinweg, ist das Buch ganz flüssig wegzulesen und ich persönlich mochte auch den eher distanzierten Schreibstil. Von daher war es als Zeitvertreib ganz ok, als feministisches oder historisches Werk kann ich es aus oben genannten Gründen allerdings nicht sehen.

    Die Vorgeschichte zu Macbeth

    25. Juni 2026

  • paulinafelice
    paulinafelice

    10 Follower

    4,0

    Sehr unterhaltsam und spannende Gegenerzählung zu der Lady Macbeth von Shakespeare

    10. Apr. 2026

  • ivyliestalles
    ivyliestalles

    157 Follower

    4,5

    Eine Frau mit einer Mission

    Kräuter, Druiden, Schottland. Das sind schon mal drei Zutaten, die dafür sorgen können, dass mich ein Buch begeistert! Und dieses Buch konnte mich begeistern. Wir begleiten das Mädchen Gruoch durch ihr Leben und durch eine Zeit in der Frauen keine größere Bedeutung zukommt. Auch die Liebe zu ihrer Großmutter, einer Druidin, wirkt auf ihr Umfeld irritierend. Diese prophezeit Gruoch eine Königin zu werden und Gruoch hält an dieser Prophezeiung fest. Durch unstete Zeiten, durch schreckliche Begebenheiten hält Gruoch an ihrer Bestimmung fest. Dieses Buch ist alles andere als eine schöne Liebesgeschichte und auch alles andere als ein schönes Märchen. Es ist die Geschichte einer Frau mit einer Mission. Eine Frau auf den Spuren ihrer Ahnen und auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Der Erzählstil war für mich absolut einnehmend. Ich musste unbedingt wissen wie es weitergeht! Das Setting hat natürlich sein Übriges getan. Schottland im 11. Jahrhundert. Absolut und genau mein Ding! Auch wenn das Druidentum zwar immer wieder erwähnt wird, liegt der Fokus auf Gruoch und den Menschen um sie herum. Im Nachwort der Autorin verrät sie, in der gesamten Geschichte "Easter Eggs" versteckt zu haben. Ich habe Macbeth leider vor Jahren nur kurz angelesen und werde das Lesen dieses bedeutenden Werkes Shakespeare's nun nachholen. Und ich hoffe, die "Easter Eggs" auch im Nachhinein zu finden. Ich, Lady MacBeth ist für mich ein wirklich empfehlenswertes Buch. Die Geschichte um Gruoch hat mich einfach mitgerissen. Eine große Leseempfehlung von mir.

    Eine Frau mit einer Mission

    27. Feb. 2024

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Isabelle Schuler

Isabelle Schuler ist eine schweizerisch-hawaiianisch-amerikanische Autorin, Schauspielerin und ehemalige Buchhändlerin. Sie hat einen Bachelor in Journalismus und schreibt preisgekrönte Drehbücher für Film und Theater. »Ich, Lady Macbeth« ist ihr Debüt. Isabelle Schuler lebt in Hertfordshire, England.

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