Blick ins Buch

Romane

Juli, August, September

3,6(159)
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Über das Buch

Auf der Suche nach Wahrheit: Die Geschichte einer modernen jüdischen Familie. „Olga Grjasnowa erweist sich als kluge Chronistin moderner Verirrung.“ Publishers Weekly Lous zweiter Ehemann ist eine Trophäe – das muss selbst ihre Mutter anerkennen. Sergej ist Pianist und er ist jüdisch, genau wie Lou. Trotzdem ist ihre Tochter Rosa noch nie in einer Synagoge gewesen – eine ganz normale jüdische Familie in Berlin. Aber sind sie noch eine Familie, und was ist das überhaupt? Um das herauszufinden, folgt Lou der Einladung zum 90. Geburtstag ihrer Tante. In einem abgehalfterten Resort auf Gran Canaria trifft der ganze ex-sowjetische Clan aus Israel zusammen, verbunden nur noch durch wechselseitige Missgunst. Gegen die kleinen Bösartigkeiten und die vage Leere in sich trinkt Lou systematisch an und weiß plötzlich, dass die Antwort auf all ihre Fragen in der glühenden Hitze Tel Avivs zu finden ist. Ein Roman, so aktuell, zynisch und unterhaltsam, wie nur Olga Grjasnowa ihn schreiben kann, über eine Frau, deren Identität sich aus lauter Splittern zusammensetzt, die scheinbar alle nicht zusammenpassen. Bis sie es auf unerwartete Weise doch tun.

Editionen (3)

ISBN9783446281691
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum17.09.24
Seitenzahl224

Merkmale

2 Bewertungen

GlaubwürdigNachdenklichVielschichtigLangsamMittelEinfach

Rezensionen & Bewertungen

159 Bewertungen

21 Rezensionen

3,6

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  • tina71
    tina71

    150 Follower

    3,0

    Die Geschichte habe ich als Hörbuch gehört. Ich fand den Inhalt zwar recht interessant aber im Großen und Ganzen fehlte mir irgendwie ein Kernpunkt darin. Natürlich werden wichtige Themen aufgegriffen, aber für mich war es irgendwie alles sehr diffus und nicht aussagekräftig genug.

    7. Juli 2025

  • elarama
    elarama

    215 Follower

    3,5

    3 Monate im Leben von Lou

    Lou lebt zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Berlin, aber es scheint als fehlen ihr Dinge in ihrem Leben. Ihre Karriere, ihre Wurzeln und Antworten auf wichtige Fragen in ihrer Familie. Ich mochte das Buch wirklich gerne, weil man so flüssig durch lesen kann. Aber es gab mir zu viele lose Ende und zu wenige Abschlüsse der einzelnen Themen. Vielleicht hat die Autorin das bewusst so gemacht, damit man nach dem Buch noch weiter darüber nachdenkt. Aber mir hat ein wenig ein großer Ganzes gefehlt, dass alle Fäden zusammen bringt.

    14. Dez. 2024

  • literaturwahn
    literaturwahn

    89 Follower

    5,0

    „Juden haben keine Wurzeln. Juden haben Beine.“ Ein kluges, vor allem ein sprachgewaltiges Buch! Lou, die Protagonistin, auf der Suche nach Identität. Die Schatten der Geschichte ihrer jüdischen Herkunft verfolgen sie. Und dann noch ihr Mann Sergej, der unkonventionelle Pianist – chaotisch, faszinierend und mit der Feinfühligkeit eines Elefanten in Bezug auf Lous Zugehörigkeitsdilemma. Grjasnowa schreibt mit Schärfe und wohltuendem Sarkasmus. Sie nimmt uns mit in die widersprüchlichen Dynamiken jüdischer Familienzusammenkünfte, absurd und von außen sehr amüsant. All-Inclusive-Urlaube, mit einem Augenzwinkern. Und immer wieder: der Holocaust. Schmerzhaft, sehr einfühlsam verwebt. Die Erzählung erzeugt Sogeffekt. Zum Schluss der Wendepunkt. Ein Anflug von Frieden, wirklich fein inszeniert. Und ein Ende, das nicht alles beantwortet. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal für mich! ‚Juli, August, September‘ ist ein Gewinn zu lesen. Es verhandelt gewichtige Themen mit großer Leichtigkeit und hallt lange nach.

    21. Sept. 2024

3 von 21 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Olga Grjasnowa

Olga Grjasnowa, geboren in Baku, Aserbaidschan. Sie lebt als Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland, der Türkei, den USA und Israel. Sie hat bislang einen Essay und vier Romane veröffentlicht, zuletzt 2020 "Der verlorene Sohn". Ihre Werke wurden in 15 Sprachen übersetzt, fürs Radio und die Bühne adaptiert und verfilmt.

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