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Romane

Antichristie

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Über das Buch

Nach dem Erfolgsdebüt „Identitti“ endlich der neue Roman von Mithu Sanyal! London 2022, die Königin ist tot! An den Trauernden vorbei rennt Durga: internationale Drehbuchautorin, Tochter eines Inders und einer Deutschen, und voller Appetit auf Rebellion und Halluzinationen. Erzählte Mithu Sanyals gefeiertes Debüt „Identitti“ von Identitätspolitik, fragt „Antichristie“ nach dem Kolonialismus und der Gewalt in uns allen. Durga soll an einer Verfilmung der überbritischen Agatha-Christie-Krimis mitarbeiten. Doch auf einmal ist es 1906, und sie trifft indische Revolutionäre, die keineswegs gewaltfrei wie Gandhi kämpfen. Und dann explodiert die erste Bombe. Was wäre richtiger Widerstand in einer falschen Welt? Niemand schreibt so aberwitzig, klug und liebend wie Mithu Sanyal. „Antichristie“ bringt die ganze Welt in die deutschsprachige Literatur.

Editionen (3)

ISBN9783446280847
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum17.09.24
Seitenzahl544

Rezensionen & Bewertungen

98 Bewertungen

33 Rezensionen

3,7

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  • elarama
    elarama

    215 Follower

    4,0

    Genau meine Nische

    Antichristie ist ein wilder Ritt. Hier kommt so viel zusammen, dass man richtig viel Aufmerksamkeit mitbringen muss, um hier ja nichts zu verpassen. Ich glaube wenn man sich persönlich nicht für die Geschichte Indiens, Kolonialismus, Rassismus und für die Literatur von Agatha Christie und auch für Zeitreisen oder Doktor Who interessiert, dann wird einem das Ganze auch eher wirr und vielleicht manchmal langweilig erscheinen. Für mich hat diese Mischung aber sehr gut gepasst.

    29. März 2025

  • booklover1995
    booklover1995

    242 Follower

    1,0

    Ich hab mich durch das Buch gequält. Es wäre so ein gutes Thema. Wichtig. Interessant. Doch die Umsetzung für mich schrecklich. Mir hat alles gefehlt vom roten Faden bis auf die Tiefe der Charaktere

    30. Jan. 2025

  • litera.lina
    litera.lina

    200 Follower

    3,5

    👀Nach „Identitti“ war ich sehr gespannt auf Mithu Sanyals neuen Roman „Antichristie“. Und was soll ich sagen? Dieses Buch hat es in sich! Schon der Einstieg fiel mir wesentlich leichter als bei ihrem Debüt, obwohl ich auch diesmal manchmal von den Figuren und Konstellationen etwas überfordert war. Aber das gehört zum Reiz des Buches – es fordert dich, zwingt dich zum Nachdenken und lässt dich nicht mehr los.

    ✨ Buddy-Read 🫶🏼✨ 🕰️Die Story springt von London 2022 zurück ins Jahr 1906, und ich fand es richtig spannend, wie Sanyal den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt. Besonders das Setting rund um Agatha Christie hat mich sofort gepackt, obwohl der Roman definitiv kein leichter Snack ist. Es gibt Passagen, da musste ich das Buch zur Seite legen und einfach mal nachdenken (oder googeln 😅). Aber genau das macht es so besonders: Es regt zum Reflektieren an. 💡Was ich unglaublich beeindruckend fand, ist, wie viele Fakten Sanyal auf knappem Raum verpackt. Es fühlt sich fast schon überflutend an, aber genau das spiegelt auch den Wahnsinn der kolonialen Gewalt wider, die sie thematisiert. Ihre humorvolle, witzige Art zu schreiben hilft dabei enorm, diese Dichte an Informationen zu verarbeiten. 📝Ein Zitat, das mich besonders berührt hat: „Erinnern ist dem Hier und Jetzt so unglaublich überlegen, weil man in der Erinnerung die langweiligen Teile herausredigieren kann […]“ – selten habe ich eine schönere Beschreibung gelesen. 🥹 ✨Für mich war „Antichristie“ insgesamt viel besser als „Identitti“. Es ist fordernd, bereichernd, aber auch auslaugend. Doch gerade das macht den Wert dieses Buches aus. Die Auseinandersetzung mit Kolonialismus und den Mechanismen, die bis heute nachwirken, ist keine leichte Kost. Vor allem, weil solche Themen in der deutschen Schulbildung kaum angesprochen werden. Dieses Buch bleibt im Kopf – und genau deshalb ist es so wichtig.

    23. Okt. 2024

3 von 33 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Mithu Sanyal

Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren, sie ist Schriftstellerin, Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Kritikerin. 2009 erschien ihr Sachbuch »Vulva. Das unsichtbare Geschlecht«, 2016 »Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens«, 2021 erschien bei Hanser ihr erster Roman »Identitti«, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises war und mit dem Literaturpreis Ruhr und dem Ernst-Bloch-Preis ausgezeichnet wurde, 2024 ihr zweiter Roman »Antichristie«. 2026 erhielt sie den Heinrich-Mann-Preis für Essayistik.

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