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Wovon wir leben

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Über das Buch

Von der Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher – »Ein diagnostischer Blick mit großem literarischen Geschick.« SWR-Bestenliste

Ein einziger Fehler katapultiert Julia aus ihrem Job als Krankenschwester zurück in ihr altes Leben im Dorf. Dort scheint alles noch schlimmer: Die Fabrik, in der das halbe Dorf gearbeitet hat, existiert nicht mehr. Der Vater ist in einem bedenklichen Zustand, die Mutter hat ihn und den kranken Bruder nach Jahren des Aufopferns zurückgelassen und einen Neuanfang gewagt. Als Julia Oskar kennenlernt, der sich im Dorf von einem Herzinfarkt erholt, ist sie zunächst neidisch. Oskar hat eine Art Grundeinkommen für ein Jahr gewonnen und schmiedet Pläne. Doch was darf sich Julia für ihre eigene Zukunft erhoffen?

Editionen (2)

ISBN9783442774586
Verlagbtb
Erscheinungsdatum12.03.25
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

136 Bewertungen

22 Rezensionen

3,7

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  • lese_locke
    lese_locke

    86 Follower

    4,5

    Bewegende Familiengeschichte Als Krankenschwester Julia aufgrund von Jobverlust und Krankheit zurück ins Elternhaus zieht, wird sie mit alten Familienmustern konfrontiert. „So war das immer: Wenn es Streit gibt, wird der ausgesessen. Wenn man wieder bereit ist zu tun, als wäre nichts, ist der Streit beigelegt, und jeder schluckt seinen Restzorn hinunter und reißt sich zusammen, damit er den anderen wieder anschauen kann, zumindest kurz.“ „Wie hat er sich das eigentlich vorgestellt, damals bei der Familiengründung? Er macht eine Skizze, einen Grundriss vom Haus, der Werkstatt und dem Garten, das reicht. Fürs Fleisch und Blut, fürs Gebären, fürs Großziehen, die Sauberkeit und den Dreck, für die Exkremente , die Tränen und den Schweiß waren immer die Frauen zuständig.“ In dieser leisen und doch eindringlichen Erzählung geht es auch um Sinnsuche in der Lebensmitte, Identität, Verbundenheit, Freiheit und weibliches Empowerment. Erst kürzlich habe ich die österreichischen Autorinnen für mich entdeckt. Deshalb ist Birgit Birnbacher definitiv eine große Empfehlung! Nun habe ich erneut eine bewegende Familiengeschichte gelesen und brauche mal wieder was leichteres. Empfehlungen (aus meinem SuB) nehme ich gerne entgegen!

    3 Stunden vor

  • carmen86
    carmen86

    105 Follower

    4,0

    Zwischen bleiben und gehen, zwischen müssen und wollen und der Frage: warum denn die Frauen? (3,75 🌟)

    Ein Roman der sich mit dem Sinn der Arbeit, aber noch mehr mit der Frage beschäftigt: was müssen wir (Frauen) für unsere Familie „opfern“? Wo „müssen“ wir gesellschaftlich erwartet bleiben, wenn wir gehen wollen? Wie viel Freiheit steht jedem zu und warum zieht es uns auch wieder in die (ländliche) Heimat. Es sind doch einige Themen in diesem schmalen Buch vereint. Die Antworten auf die Themen werden hier eher „einfach“ gegeben, es geht mehr ums „drüber nachdenken“. 💭

    9. Apr. 2026

  • goedi
    goedi

    83 Follower

    3,5

    Sehr distanziert und emotionslos

    Julia hat einige Ansichten über ihr Leben, die mir aus der Seele sprechen. Das Buch ist wie mit dem Finger direkt in die Wunde. Allerdings war es mir etwas zu unnahbar und emotionslos. Mir hat in der Geschichte irgendwie der "Flow" gefehlt. Ich hatte nach einer Lesepause keine Ambitionen weiter zu lesen. Es ist auch nicht nur Julia's Geschichte. Es ist von jedem Dorfbewohner ein Stück Geschichte, mit einem offenen (für mich unbefriedigendem) Ende.

    12. Juni 2025

3 von 22 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2312%
buchpetzi
buchpetzi1. Apr. 2026

Oho! Das kommt aber schon auf den ersten paar Seiten sprachlich ganz spannend daher. Gefällt mir.

Autorin / Autor

Über Birgit Birnbacher

Birgit Birnbacher, geboren 1985, arbeitete als Sozialarbeiterin und Soziologin und lebt nun als freie Schriftstellerin in Salzburg. Ihr Debütroman »Wir ohne Wal« (2016) wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt sie zahlreiche Förderpreise und 2019 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Bei btb erschien zuletzt ihr Roman »Ich an meiner Seite« im Taschenbuch, welcher für den Deutschen Buchpreis nominiert war. »Wovon wir leben« stand auf der Longlist des Österreichischen Buchpreises und erhielt den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch in der Sonderkategorie »Arbeitswelten – Bildungswelten«.

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