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Wow! Niemals hätte ich mit diesem Ende gerechnet! Gänsehaut pur! Schockmoment! Dicker Kloß im Hals. Die Erzählstruktur hat der Geschichte mehr Spannung gebracht. Sie wurde nämlich rückwärts erzählt und in zwei Zeitebenen. Eine oft beklemmende Stimmung. Ich war Hin- und Hergerissen zwischen Sympathie und Antipathie zu den Eltern. Auch bei den Brüdern merkt man immer wieder dass da ein Zusammenhalt ist und dann doch wieder nicht. Und man fragt sich: Warum? Was ist da vorgefallen? Bis zum Schluss! Und dann peng! Aber lest selbst! Unbedingt! „Sie lassen die Zigarette reihumgehen und sehen einander an, und sie brauchen jetzt nicht zu sprechen, ein kurzes Nicken genügt, oder auch nur die Andeutung eines Nickens, Sie wissen es, sie tragen sie in sich, als hätten sie sie bereits unternommen: Die Reise, die sie zum Einschlagpunkt zurückbringen wird, rückwärts in ihrer Geschichte, Schritt für Schritt, um ein letztes Mal zu überleben.“
„Ihre kurzen Treffen, von Schweigen geprägt. Jedes Mal, wenn er bei seiner Mutter gewesen war, musste er sich anschließend beeilen, wieder nach Hause zu kommen, um zur Toilette zu gehen, immer hatte er Magenbeschwerden, nach jedem Treffen mit ihr. Lange saß er dann auf dem Klo und wartete, bis sich die Krämpfe legten.“ „Benjamin betrachtete die erwartungsvolle Tanzgruppe, fremde Gesichter, die Mama plötzlich so nahestanden, und er dachte, dass er sich vielleicht doch getäuscht hatte. Er hatte gedacht, Mama hätte aufgehört zu leben, doch anscheinend hatte sie nur aufgehört, mit ihm, mit ihrer Familie zu leben.“ „… und plötzlich blickte sie wieder zu ihm auf, nahm seine Hand und drehte ihn ein, in ihre Arme. So nahe war er ihr seit Jahren nicht mehr gewesen, nicht, seit er ein Kind gewesen war. Ihre Umarmung zu spüren, und dass es einen feinen Draht zwischen ihnen gab, der nicht zerrissen war, eine Sehnsucht nach ihr, die nie aufgehört hatte. Er nahm ihren Geruch wahr, ihren Atem an seinem Ohr. Sie standen ganz dicht beieinander. Er würde sie nie wieder los-lassen.“ „Sie konnten einander nicht helfen, und so ist es schon immer gewesen, seit sie erwachsen sind. Keiner von ihnen weiß, wie man sich in die Augen sieht, ihre Gespräche finden mit gesenktem Blick statt. Schnelle, stoßweise Kommunikation. Manchmal denkt er an alles, was sie durchgemacht haben, wie sie sich in der Kindheit aneinandergeschmiegt haben, und wie seltsam jetzt alles ist; sie benehmen sich ja wie Fremde. Er ist überzeugt, dass es nicht nur an ihm liegt, es liegt an ihnen allen.“ „Ein Text, der die Jahrzehnte miteinander verwebt, der alles von hier an das Sommerhaus knüpft, ein einfacher kleiner Brief voll mit dem, was sie alle auf der Zunge hatten, was jedoch niemals ausgesprochen wurde.“ „
15. Juni 2025
Wow! Niemals hätte ich mit diesem Ende gerechnet! Gänsehaut pur! Schockmoment! Dicker Kloß im Hals. Die Erzählstruktur hat der Geschichte mehr Spannung gebracht. Sie wurde nämlich rückwärts erzählt und in zwei Zeitebenen. Eine oft beklemmende Stimmung. Ich war Hin- und Hergerissen zwischen Sympathie und Antipathie zu den Eltern. Auch bei den Brüdern merkt man immer wieder dass da ein Zusammenhalt ist und dann doch wieder nicht. Und man fragt sich: Warum? Was ist da vorgefallen? Bis zum Schluss! Und dann peng! Aber lest selbst! Unbedingt! „Sie lassen die Zigarette reihumgehen und sehen einander an, und sie brauchen jetzt nicht zu sprechen, ein kurzes Nicken genügt, oder auch nur die Andeutung eines Nickens, Sie wissen es, sie tragen sie in sich, als hätten sie sie bereits unternommen: Die Reise, die sie zum Einschlagpunkt zurückbringen wird, rückwärts in ihrer Geschichte, Schritt für Schritt, um ein letztes Mal zu überleben.“
„Ihre kurzen Treffen, von Schweigen geprägt. Jedes Mal, wenn er bei seiner Mutter gewesen war, musste er sich anschließend beeilen, wieder nach Hause zu kommen, um zur Toilette zu gehen, immer hatte er Magenbeschwerden, nach jedem Treffen mit ihr. Lange saß er dann auf dem Klo und wartete, bis sich die Krämpfe legten.“ „Benjamin betrachtete die erwartungsvolle Tanzgruppe, fremde Gesichter, die Mama plötzlich so nahestanden, und er dachte, dass er sich vielleicht doch getäuscht hatte. Er hatte gedacht, Mama hätte aufgehört zu leben, doch anscheinend hatte sie nur aufgehört, mit ihm, mit ihrer Familie zu leben.“ „… und plötzlich blickte sie wieder zu ihm auf, nahm seine Hand und drehte ihn ein, in ihre Arme. So nahe war er ihr seit Jahren nicht mehr gewesen, nicht, seit er ein Kind gewesen war. Ihre Umarmung zu spüren, und dass es einen feinen Draht zwischen ihnen gab, der nicht zerrissen war, eine Sehnsucht nach ihr, die nie aufgehört hatte. Er nahm ihren Geruch wahr, ihren Atem an seinem Ohr. Sie standen ganz dicht beieinander. Er würde sie nie wieder los-lassen.“ „Sie konnten einander nicht helfen, und so ist es schon immer gewesen, seit sie erwachsen sind. Keiner von ihnen weiß, wie man sich in die Augen sieht, ihre Gespräche finden mit gesenktem Blick statt. Schnelle, stoßweise Kommunikation. Manchmal denkt er an alles, was sie durchgemacht haben, wie sie sich in der Kindheit aneinandergeschmiegt haben, und wie seltsam jetzt alles ist; sie benehmen sich ja wie Fremde. Er ist überzeugt, dass es nicht nur an ihm liegt, es liegt an ihnen allen.“ „Ein Text, der die Jahrzehnte miteinander verwebt, der alles von hier an das Sommerhaus knüpft, ein einfacher kleiner Brief voll mit dem, was sie alle auf der Zunge hatten, was jedoch niemals ausgesprochen wurde.“ „
15. Juni 2025






