Blick ins Buch

Romane

Die Entbehrlichen

4,1(38)
Hardcover19,90 €Softcover9,95 €
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Dorrit Wegner lebt in nicht allzu ferner Zukunft. Sie gehört zu den „Entbehrlichen“, denjenigen, die ihre Produktivität nicht durch die Geburt eines Kindes unter Beweis gestellt haben. Und so wird sie an ihrem 50. Geburtstag in die „Einheit“ eingewiesen, eine Anlage, die – obwohl mit allem nur erdenklichen Luxus ausgestattet – nur einem Zweck dient: Die Bewohner müssen sich für psychologische Tests und Organentnahmen zur Verfügung stellen – bis hin zu einer radikalen Operation, der so genannten „Endspende“ für die „Benötigten“, die zum sicheren Tod des Spenders führt.Überraschend schnell gewöhnt sich die eigentlich freiheitsliebende Dorrit in die „Einheit“ ein – bis sie in dem Mitbewohner Johannes die erste große Liebe ihres Lebens findet. Mehr noch: Sie wird schwanger – just in dem Moment, in dem Johannes erfährt, dass er für die finale Operation vorgesehen ist.Ein ebenso kluger wie beklemmender Roman, der auf brillante Weise die Abgründigkeit einer Welt vor Augen führt, in der die menschlichen Werte endgültig aufgegeben sind. Ein Text, der gerade darin mit allem Nachdruck auf der Sinnhaftigkeit des Lebens beharrt.

Editionen (1)

ISBN9783940813008
VerlagFahrenheit
Erscheinungsdatum06.02.08
Seitenzahl296

Rezensionen & Bewertungen

38 Bewertungen

10 Rezensionen

4,1

Tippen zum Filtern

  • lydik
    lydik

    196 Follower

    4,0

    Die Entbehrlichen ist wirklich ein erschütternder Roman. Welch eine Vorstellung, wenn das Realität wäre, aber durchaus vorstellbar. Es geht hier um Dorrit, Alle Frauen ab 50, die keine Kinder haben und Berufe die der Gesellschaft nicht nutzen, sowie Männer ab 60, kommen in eine Art Sanatorium. Dort verbringen sie den Rest ihres Lebens, um an wissenschaftlichen Tests teilzunehmen und Organspender zu werden. Ihre Existenz in der Einrichtung wird ihnen so angenehm wie möglich gestaltet, doch die Angst welchen Qualen sie sich als Nächstes unterziehen müssen, trübt das Dasein immens. So lebt auch Dorrit in dieser bedrückenden Welt und dort findet sie Freunde und auch eine Liebe, doch die beklemmende Welt nagt an ihr und sie versucht dieser zu entfliehen. Der Roman hat mich sehr bedrückt und ich fühlte mich teilweise sehr beklemmt. Einem Menschen die Freiheit zu nehmen über sich selbst zu bestimmen ist und bleibt einfach, grauenhaft. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und mich wütend gemacht. ▪️entbehrlich für die Gesellschaft ▪️ Organspender ▪️ Tests▪️ eingesperrt ▪️ Freundinnen ▪️ Johannes ▪️Fossil ▪️ Monet ▪️ die Liebe zu einem Hund ▪️ Freiheit

    21. Juli 2025

  • books.cats.metal
    books.cats.metal

    112 Follower

    5,0

    Erdrückend, aber nachhaltig wertvoll zum Nachdenken

    Dieses Werk habe ich schon mindestens 4x gelesen und werde es auch wieder tun. Das Szenario ist erschreckend, düster und unvorstellbar. Aber was ist auf dieser Welt noch unvorstellbar? Das Schöne: auch in den Schlimmsten Momenten kann noch Schönes wachsen. Und auch darum geht es. Große Leseempfehlung

    22. Apr. 2025

  • babsy13
    babsy13

    19 Follower

    5,0

    Dorrit Wegner führt ein kleines aber relativ zufriedenes Leben: ein altes heruntergekommenes Häuschen gehört ihr, ebenso der treue Hund Jock und ein Liebhaber, der anderweitig gebunden ist. Doch kurz nach ihrem 50. Geburtstag muss sie Abschied nehmen und in eine Art Sanatorium umziehen. Hier, in der Zweiten Reservebankeinheit für biologisches Material versammeln sich all die „Entbehrlichen“, die Menschen, denen es nicht vergönnt war, ihre biologische Bestimmung der Elternschaft auszufüllen, die keine Angehörigen haben, die dringend auf sie angewiesen sind. Sie sind umgeben von Luxus und allen nur erdenklichen Annehmlichkeiten, doch der Zweck ihres Aufenthalts ist unvorstellbar: sie werden den unterschiedlichsten medizinischen Versuchen herangezogen und dienen den „Unentbehrlichen“ als lebende Ersatzteillager. Nach und nach spenden Sie so ihre Organe bis sie schließlich zur Endspende geführt werden. Auffallend viele der Entbehrlichen sind Intellektuelle und Künstler. So fällt auf S. 60 der Satz „Leute, die lesen, tendieren dazu, entbehrlich zu werden“. Und hier, an diesem unwirklichen Ort, irgendwann in einer nicht näher benannten, aber nicht allzu fernen Zukunft, finden die Einsamen Freunde, Hoffnung und sogar Liebe. Nüchtern und klar ist der Stil von Ninni Holmqvist, doch ihr Roman hat mich zutiefst berührt und zum Nachdenken angeregt. Über das Leben an sich, über den Sinn des Lebens und den Wert eines jeden Einzelnen. Jeder Mensch ist unentbehrlich, jeder auf seine Weise. Mein Fazit: Ein wichtiges, lesenswertes Buch.

    1. Feb. 2023

3 von 10 Rezensionen

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick