Blick ins Buch

Romane

Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna

3,7(125)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Der große historische Roman des BuchpreisträgersNach den Bestsellern ›In Zeiten des abnehmenden Lichts‹ und ›Metropol‹: ein fulminanter Geschichtsroman über den verheerenden Ausbruch des Vesuvs 79 n. Christus – über Aufstieg und Fall, Wahrhaftigkeit und Lüge. Brillant und fesselnd erzählt von einem der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart. Als auf einem Berg oberhalb der Stadt Pompeji tote Vögel gefunden werden, hat der Zuwanderer Jowna alias Josephus alias Josse eine Eingebung: Wenn da wirklich ein Vulkan grollt, wie von manchen behauptet wird, sollte man das Weite suchen. Ohne Schulbildung, Geld und Einfluss gelingt es ihm, sich an die Spitze einer Aussteigerbewegung zu setzen. Bald fürchtet das Stadtoberhaupt Fabius Rufus, die Vulkangerüchte könnten Pompeji schaden. Erst als sich ein paar wohlhabende Bürger für die Gründung einer neuen Siedlung zu interessieren beginnen, die in sicherer Entfernung am Fenster des Meeres liegt, schaltet sich Livia ein, die mächtigste Frau der Stadt. Allmählich wird der Aussteiger Josse zum Aufsteiger. Seine Weggefährten mit ihrer Schwäche für Fliegenpilzsud und Philosophie werden ihm zur Last, die eigenen Ideen fangen an, ihn zu stören. Doch wie wirft man Überzeugungen über Bord, ohne seine Anhängerschaft zu verprellen? Wie macht man eine Kehrtwende, ohne sich zu drehen?Eugen Ruges ›Pompeji‹ ist eine Erfindung, die auf geschichtlicher Wahrheit beruht und zugleich durch ihre Gegenwärtigkeit verblüfft: die Geschichte einer verhängnisvollen Verblendung im Vorfeld einer Katastrophe. Eine schillernde Parabel über Verführbarkeit, Verrat und Wahn.

Editionen (4)

ISBN9783423149068
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum13.06.24
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

125 Bewertungen

27 Rezensionen

3,7

Tippen zum Filtern

  • robins
    robins

    157 Follower

    3,5

    Interessante Geschichte über die Entwicklung eines jungen Mannes in Pompeji vor dem großen Vulkanausbruch 🌋

    Der junge Josse ist ein Tagenichts und Herumtreiber. Aufgrund der Einflüsse von Personen in seinem Umfeld entwickelt er sich persönlich weiter und formt dadurch seine Karriere. Er steigt vom armen Jungen in die sehr wohlhabende Gesellschaft auf, auch wenn er selbst dabei nicht unbedingt reich wird. Trotzdem geht Pompeji unter…an der Geschichte hat sich nichts geändert 😉

    3. Feb. 2024

  • julsico
    julsico

    77 Follower

    4,0

    Sehenden Auges…

    … beschließt Josse - ein zwar wenig gebildeter aber eigentlich recht talentierter junger Mann - auf den Untergang Pompejis zu warten. Wie es sein kann, dass Menschen Gefahren nicht wahrhaben wollen, fragt man sich in Anbetracht des Klimawandels oder politischer Entwicklungen auch im 21. Jahrhundert immer wieder. Eugen Ruge zeigt am antiken und doch aktuellen Beispiel Pompejis, dass am Ende alles eine Frage von Geld, Macht, politischen Interessen und nicht zuletzt auch Selbstbetrug ist. Denn obwohl Josse einer der ersten ist, der die Zeichen ernst nimmt und auch eine Lösung für das offensichtliche Schicksal der Stadt sucht, verwandelt er sich nach und nach in ein Fähnchen im Wind, das eher vermeitlichen Karriereaussichten statt dem eigenen Verstand folgt. Obwohl Eugen Ruge viele Anspielungen auf historische Gegebenheiten und philosophische Grundlagen einbaut, war der Text durch seinen erstaunlich modernen Erzählton überhaupt nicht verstaubt oder trocken. Vielmehr machte es Spaß, sich in die Mischung aus Historie und Fiktion fallen zu lassen und Josse durch seinen tragisches aber nicht weniger bemerkenswertes Schicksal zu begleiten.

    23. Jan. 2024

  • elbleser
    elbleser

    27 Follower

    5,0

    Die Mechanismen von Politik & Macht sind einfach zeitlos! Ruge umschreibt eine typische Aufsteigergeschichte angesiedelt im doch recht provinziellen Pompeji kurz vorm Ausbruch des Vesuvs und des damit verbundenen Untergangs der Stadt. Dem fiktionalen Protagonisten gelingt es ohne Bildung, Stand und Herkunft in die damaligen Zirkel der Macht einer römischen Stadt von 20.000 Einwohnern vorzudringen. Dabei helfen ihm Glück, Zufall, Schlitzohrigkeit, aber auch Mut! Ruge malt uns ein vergnügliches Sittengemälde der damaligen Zeit, welches uns in vielen Situationen erschreckend aktuell erscheint - die Parallelen zu heutiger Immobilienspekulation, Vetternwirtschaft, Provinzfürstentum oder Leugnung/Umdeutung von Umweltfakten sind überdeutlich. Die Natur des Menschen hat sich halt in 2.000 Jahren kaum verändert. Ein kluges, ohne Geschichtskenntnisse zuweilen aber auch anspruchsvolles Buch! Top!

    11. Apr. 2024

3 von 27 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Eugen Ruge

Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa (Nordural) geboren und kam 1956 mit seinen Eltern nach Ost-Berlin. Als diplomierter Mathematiker arbeitete er von 1980 bis 1985 am Zentralinstitut für Physik der Erde an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Dann begann er zu schreiben, zunächst vorwiegend Theaterstücke und Hörspiele, und Anfang 1989 folgte die Flucht in die Bundesrepublik. 2011 veröffentlichte er den mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Deutschen Buchpreis und dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichneten Roman ›In Zeiten des abnehmenden Lichts‹, später erschienen ›Cabo de Gata‹, ›Follower‹, ›Metropol‹ und ›Pompeji‹. Er lebt in Berlin und auf Rügen.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick