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Romane

Malnata

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Über das Buch

Eine junge Frau mit einem unbeugsamen Willen. Und eine Gesellschaft, die versucht, sie zu brechen.

Unter der sengenden Sonne der Lombardei im Jahr 1935 begegnet Francesca zum ersten Mal Maddalena, die von allen im Ort nur »Malnata« genannt wird: »Die Unheilbringende«. Francesca – zu Konformität und Gehorsam erzogen – ist sofort fasziniert von dem barfüßigen Mädchen, dessen Hände immer schmutzig sind, die Augen voller Trotz. Entgegen allen Warnungen freundet sich Francesca mit Maddalena an und lernt mit der Zeit, den Lügen der Erwachsenen zu misstrauen. Doch in einer Gesellschaft, die keinen Platz hat für weibliches Freiheitsdenken, ist jedes falsche Wort und jede unfolgsame Tat eine Gefahr …

Ein aufsehenerregender, vom Feuilleton hochgelobter Roman über die Macht weiblicher Selbstbestimmung und eine Hymne an die Kraft der Freundschaft. Beatrice Salvionis Debüt sorgte nicht nur in Italien für große Aufmerksamkeit, wo es wochenlang auf der Bestsellerliste stand: »Malnata« wird in 35 Sprachen übersetzt.

Editionen (3)

ISBN9783328602712
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum15.05.24
Seitenzahl272

Merkmale

2 Bewertungen

MittelMittelVerstörendVielschichtigGlaubwürdigSpannend

Rezensionen & Bewertungen

330 Bewertungen

93 Rezensionen

4,4

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    5,0

    "Alle nannten sie die Malnata, "die Unheilbringende", und niemand konnte sie leiden. Ihren richtigen Namen zu sagen brachte Unglück, denn sie war eine Hexe, eine von denen, die dir den Tod einhauchten. Sie hatte den Teufel im Leib, und ich sollte auf keinen Fall mit ihr sprechen." "Wenn die Malnata in ihren ausgetretenen Sandalen an ihnen vorbei über das Kopfsteinpflaster von Monza schlurfte, mit erhobenem Kinn und in Begleitung von zwei etwas älteren Jungen, beeilten sich die Frauen, das Kreuz zu schlagen und ein Stoßgebet zum Himmel zu schicken, und die Männer spuckten auf den Boden. Die Malnata streckte dann die Zunge heraus und verneigte sich laut lachend, als wäre sie dankbar für diese Beleidigungen." Italien, 1935 zu Zeiten des Faschismus Die Geschichte handelt von Francesca, einer Fabrikanten-Tochter und Maddalena, genannt die Malnata, die für verschiedene Unglücksfälle verantwortlich gemacht, gemieden und verachtet wird. Auf Francesca übt sie eine magische Faszination und Anziehungskraft aus, genauso geht es Maddalena. Die eine wohlerzogen, aus 'gutem Haus', für Höheres bestimmt und die Andere unabhängig, selbstbewusst , mutig und aufmüpfig, gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein. Ein Buch über die Kraft der Freundschaft und den Weg zur Selbstbestimmung. Starke Charaktere und ein Schreibstil, der mich sofort angesprochen hat. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir ⭐

    5. Jan. 2025

  • schniepigram
    schniepigram

    139 Follower

    5,0

    Einfach großartig!Wow! Ein wahnsinnig beeindruckendes Buch voll Stärke, Mut und Freundschaft! Absolute Leseempfehlung!

    „Erwachsen und eine Frau zu sein, bedeutete vielleicht genau das: Es hatte nichts mit dem Blut zu tun, das einmal im Monat kam, auch nichts mit den Bemerkungen der Männer oder mit schönen Kleidern. Eine erwachsene Frau zu sein, bedeutete, einem Mann, wenn er sagte: »Du gehörst mir«, in die Augen zu sehen und ihm zu antworten: »Ich gehöre niemandem!«“ „Mittlerweile wusste ich, dass die eigentliche Gefahr von den einschmeichelnden Stimmen ausging.“

    23. Apr. 2026

  • tineklu
    tineklu

    111 Follower

    5,0

    Malnata von Beatrice Salvioni "Mein Bruder sagt, das Einzige, was Frauen lernen müssen, ist, sich Hinzugeben, ohne etwas zu fordern. Dich wenn du ein Mann bist, nimmst du dir einfach, was du willst, Papa sagt das auch immer." Seite 172 "Wenn ich groß bin, dann lerne ich, mit der Muskete zu schießen und nehme mir die Frauen des Feindes." Seite 170

    Wow, Wow, Wow, was ein kraftvoller, beeindruckender und aufsehenerregender Roman 💪🏼💪🏼💪🏼 über die weibliche Selbstbestimmung. Eine feministische Story über Freundschaft, Solidarität und Klassenunterschiede, in einer Zeit des sozialen und politischen Umbruchs im Jahr 1935 in Italien. 2 Mädchen, die von ihrer sozialen Schicht nicht unterschiedlicher sein könnten, kämpfen gemeinsam gegen gesellschaftliche Konventionen und Unterdrückung. Maddalena, die von allen nur die Malnata "die Unheilbringende" genannt wird und Francesca, aus "gutem" Hause, die die Malnata immer heimlich beobachtet hat und sie für ihre Freiheit bewunderte. Francesca wünscht sich wie die Malnata zu sein, eine Frau mit einem unbeugsamen Willen. Gegen den Willen der bigotten Familie und der Gemeinschaft, freunden sich die beiden an und Francesca fühlt sich endlich lebendig und lernt die Wichtigkeit kennen, füreinander da zu sein und füreinander einzustehen. Gemeinsam stellen sie sich gegen die Unterdrückung der Frauen und machen sich zum Ziel, als erwachsene Frau auf die Aussage eines Mannes "du gehörst mir", ihm in die Augen zu sehen und zu sagen: "Ich gehöre niemandem!" Auf diesem Weg stellen sie fest, dass Dinge, die sich das Volk nicht erklären kann, entweder des Teufels oder vom Herrgott gesandt sind aber auf jeden Fall niemals die Schuld der Männer sind. Die Erzählweise von Beatrice Salvioni ist direkt und klar, ohne Situationen zu verschönern. Und genau deshalb liest man die Geschichte mit einer Leichtigkeit, welche oftmals Wut und Unglauben auslöst und die Charaktere einem sehr zugänglich machen. "Sie wollen nicht wahrhaben, das ein Mann wie er uns Mädchen so schmutzige Dinge antun kann. Aber genau das hat er getan. Und wir werden nicht länger schweigen." Seite 246 Auch für unsere heutige Zeit wünsche ich mir viel mehr Malnatas und Francescas, die ihre Charaktere nicht verbiegen lassen und uneingeschränkt und ohne Rücksicht auf Konsequenzen für die Rechte der Frauen, gegen Diskriminierung und Unterdrückung kämpfen. Ein sensationelles Buch, das unbedingt gelesen sein muss!!!

    20. Sept. 2025

3 von 93 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Beatrice Salvioni

Beatrice Salvioni, geboren 1995, studierte Literatur an der Universität Mailand und besuchte dann in Turin die renommierte Schreibschule Holden, gegründet von Alessandro Baricco. Sie hat bereits mehrere Erzählungen geschrieben, von denen eine mit dem Premio Calvino ausgezeichnet wurde. 2021 erregte das literarische Debüt der jungen Autorin große internationale Aufmerksamkeit. »La Malnata« wurde noch vor Erscheinen in Italien zu einem literarischen Ereignis und verkaufte sich innerhalb weniger Wochen in 20 Länder; inzwischen sind es 35.

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