Blick ins Buch

Romane

Grüne Welle

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Über das Buch

Nach dem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin setzt sich eine Frau in ihr Auto und fährt heim – bis eine Umleitung sie von ihrem Weg abbringt. Sie verpasst Ausfahrt um Ausfahrt, entfernt sich immer weiter von ihrem Zuhause, wo ihr Mann auf sie wartet. Nach einer ganzen Nacht und dem folgenden Tag wird klar: Vielleicht wäre es besser, wenn sie nie wieder zu ihm zurückkehren würde. Denn so unheimlich die Finsternis der Landstraßen und Tankstellen auch ist, die wahre Gefahr lauert dort auf sie.

Editionen (2)

ISBN9783257696523
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum25.02.26

Rezensionen & Bewertungen

67 Bewertungen

23 Rezensionen

3,6

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  • anja._liest
    anja._liest

    334 Follower

    4,0

    Ein ganz normaler Kinobesuch mit der Freundin. Anschließend ab ins Auto und wieder nach Hause. Oder doch nicht? Durch eine Umleitung kann sie nicht die gewohnte Strecke fahren. Sie fährt einfach und fährt, ohne Ziel. Irgendwann ist sie auf der Autobahn aber umdrehen will sie noch nicht. Vielleicht irgendwann mal. Eine spontane Entscheidung wird zur Chance. Sie denkt über ihr Leben nach. Reflektiert ihre Beziehung, ihre Erwartungen. Schlicht und nüchtern wird erzählt. Die Protagonistin wird als „Die Frau“ bezeichnet. Das hält sie für den Leser auf Distanz. Hier gibt es keinen Spannungsbogen, wir lauschen dem inneren Monolog der Frau. Sie fühlt sich zerrissen, hat Angst vor Veränderung aber glücklich macht ihr Leben sie nicht. Nebenbei wird auch von ihrer Freundin erzählt, mit der sie im Kino war. Sie mochte ihren Mann nie. Fand ihn immer kontrollierend und besitzergreifend. Ab und an gab es durch den inneren Monolog auch Wiederholungen und die Nebendarsteller blieben etwas blass. Der Roman glänzt eher durch seine psychologische Tiefe und der dichten Atmosphäre und wirkt oft intellektuell. Für Leser, die sich gern in den Gedanken der Protagonisten verlieren und anspruchsvolle Literatur mögen eine Empfehlung.

    22. Feb. 2026

  • aygen_e
    aygen_e

    139 Follower

    5,0

    Sternebewertung fiktiv

    Was für eine Autofahrt. Kennt ihr diese Romane, die nur an einem einzigen Ort spielen und nur ein paar Stunden umfassen und trotzdem fühlt es sich wie ein ganzes Leben an? Genau so ein Buch ist Grüne Welle. Eine Frau verlässt nach dem Kino mit einer Freundin die Stadt und fährt einfach los. Nicht nach Hause. Nicht mit einem Plan. Einfach weiter. Die gesamte Geschichte spielt in einem alten Golf, über wenige Stunden hinweg. Stunden, die sich wie ein Countdown anfühlen und beklemmend, spannungsgeladen, fast klaustrophobisch sind. Schon während des Lesens war ich innerlich unruhig. Ich wollte verstehen, wollte greifen können, wovor diese Frau eigentlich flieht. Die Autorin lässt vieles nur erahnen. Man bekommt Einblicke in Gedanken, in Stimmungen, in diese unterschwellige Angst, aber kaum harte Fakten. Alles bleibt fragmentarisch, angerissen, fast schwammig. Und doch sind die Gefühle unglaublich greifbar. Druck, Sorge, eine latente Bedrohung. Für eine Weile wird die Frau eher zufällig durch zwei junge Frauen begleitet und man hofft genau dann auf eine Aufklärung. Leider Fehlanzeige. Ich weiß nach dem Lesen gar nicht so richtig, wohin mit meinen Gedanken. Nicht, weil ich es schlecht fand, ganz im Gegenteil. Es hat mich beschäftigt, es hat mich nervös gemacht, ich wollte Aufklärung. Ich hätte mir stellenweise mehr Hintergrund gewünscht, mehr Einblick in die Protagonistin, mehr Konkretes. Aber vielleicht ist genau das der Punkt dieses Romans, dass man selbst die Lücken füllt. Das offene Ende wirkt nicht wie ein Mangel, sondern wie eine Einladung. Eine Einladung, selbst zu entscheiden, was diese Fahrt bedeutet. Wer mit offenen Enden umgehen kann und Romane mag, die psychisch etwas in einem auslösen, die nicht alles erklären, sondern eher verstärken, der wird hier definitiv fündig. Mich hat es, trotz anderer Erwartungen, sehr gefesselt.

    28. Feb. 2026

  • dieraberin
    dieraberin

    104 Follower

    4,0

    Am besten in einem Rutsch lesen

    Am besten in einem Rutsch lesen

    10. März 2026

3 von 23 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 199%
josiebookread
josiebookread13. Apr. 2026

Schreibstyle etwas speziell 🙃 mal sehen wie es wird

Seite 6341%

1 Kommentar verdeckt

Seite 10752%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Esther Schüttpelz

Esther Schüttpelz, geboren 1993 in Werne, studierte Jura in Münster und arbeitete als Rechtsanwältin, bevor sie freie Schriftstellerin wurde. Für ihren Roman ›Ohne mich‹ wurde sie 2023 mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet. Sie lebt im Münsterland.

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