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Kaspar, Buchhändler Ende 60 in Berlin, trauert um seine Frau Birgit, die 1965 aus der DDR zu ihm geflüchtet war. Sie fasste im Westen nie richtig Fuß, verfiel dem Alkohol und starb dann wohl auch daran. Beim Aufräumen ihrer Hinterlassenschaft stößt Kaspar darauf, dass Birgit bei ihrer Flucht eine Tochter namens Svenja zurückgelassen hatte, die über Heimaufenthalt und Skinhead-Eskapaden schließlich in einer völkischen Dorfgemeinschaft strandete. Ihre Tochter Sigrun - die titelgebende "Enkelin - wuchs dort mit dem Nazi-Gedankengut auf. Kaspar findet sie und nimmt Kontakt zu der 14-jährigen auf. Den Widerstand der Eltern überwindet er mit dem Köder einer nicht unbeträchtlichen Erbschaft. So darf Sigrun Kaspar immer wieder in ihren Ferien besuchen. Nach und nach öffnet sie sich ihm, entpuppt sich als talentierte Klavierspielerin und wird von Kaspar in die Welt außerhalb der Nazi-Gemeinschaft eingeführt. In vielen natürlich nicht einfachen Gesprächen setzen sie sich mit ihrem Nazi-Gedankengut auseinander. Ein hochinteressantes Thema also, dass Schlink in der gewohnt nüchternen aber auch einfühlsamen Sprache aufbereitet hat und dass Hans Zischler und Nina Petri als Hörbuch gelungen eingelesen haben - empfehlenswert!
1. Juli 2026
Kaspar, Buchhändler Ende 60 in Berlin, trauert um seine Frau Birgit, die 1965 aus der DDR zu ihm geflüchtet war. Sie fasste im Westen nie richtig Fuß, verfiel dem Alkohol und starb dann wohl auch daran. Beim Aufräumen ihrer Hinterlassenschaft stößt Kaspar darauf, dass Birgit bei ihrer Flucht eine Tochter namens Svenja zurückgelassen hatte, die über Heimaufenthalt und Skinhead-Eskapaden schließlich in einer völkischen Dorfgemeinschaft strandete. Ihre Tochter Sigrun - die titelgebende "Enkelin - wuchs dort mit dem Nazi-Gedankengut auf. Kaspar findet sie und nimmt Kontakt zu der 14-jährigen auf. Den Widerstand der Eltern überwindet er mit dem Köder einer nicht unbeträchtlichen Erbschaft. So darf Sigrun Kaspar immer wieder in ihren Ferien besuchen. Nach und nach öffnet sie sich ihm, entpuppt sich als talentierte Klavierspielerin und wird von Kaspar in die Welt außerhalb der Nazi-Gemeinschaft eingeführt. In vielen natürlich nicht einfachen Gesprächen setzen sie sich mit ihrem Nazi-Gedankengut auseinander. Ein hochinteressantes Thema also, dass Schlink in der gewohnt nüchternen aber auch einfühlsamen Sprache aufbereitet hat und dass Hans Zischler und Nina Petri als Hörbuch gelungen eingelesen haben - empfehlenswert!
1. Juli 2026






