Xerox
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Description
Book Information
Author Description
Fien Veldman, 1990 in Leeuwarden (Friesland) geboren, studierte Literaturwissenschaft und arbeitete als Journalistin und Theaterkritikerin. Für ihre Essays wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Xerox ist ihr erster Roman.
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Interessant gestaltete Protagonistin, welche leider zur Passivität verurteilt ist. Das Ende war nur mäßig zufriedenstellend.
Eventuell habt ihr meine Story von dem Buch gesehen, dass ich zwar als Hörbuch gehört, aber komplett und in Gänze vergessen habe. Sogar beim Lesen des Klappentextes hat nichts bei mir geklingelt. In der Umfrage haben die meisten versichert, dass es ihnen auch so geht und nur einige haben mich liebevoll darauf hingewiesen, dass ich einfach alt bin 💁🏼♀️ 🥲 Danke 👍🏻 Ich habe dann doch nochmal reingehört und mich erinnert. Hier eine schnelle Rezension, bevor ich das Buch erneut vergesse! Der Klappentext klingt merkwürdig? Ist es auch, aber dafür kann man erstaunlich schnell die Situation der gefühlten Sinnlosigkeit der Arbeit schnell nachfühlen. Unsere Protagonistin ist sehr speziell. Wer sich für einen Overthinker hält, der wird sich sehr schnell wiederfinden. Mehr noch, es unserer Prota steht vor einer gesundheitlichen Herausforderung, die sie hemmt. Die permanente Sorge um den Job und der Ärger über die Allgemeinsituation sind stets präsent. Die Geschichte ist ziemlich spannend geschrieben, obwohl nicht allzu viel Drama passiert. Ich war durchweg gefesselt, obwohl die Prota von Natur aus eher passiv war. Das passte perfekt zur Geschichte, führte aber auch dazu, dass ich den Inhalt des Buches leider innerhalb weniger Wochen aus dem Gedächtnis gelöscht habe. Es hat insgesamt nur keinen allzu großen Eindruck hinterlassen.

„Menschen überschätzen sich und ihre Bedeutung, doch für die Psyche der Arbeitskräfte ist das auch notwendig. Nur dann werden sie täglich wiederkommen.“ (S. 159) Wenn eine namenlose Protagonistin auf einen namenlosen Drucker trifft… dann sind wir in einem hippen, anonymen und letztlich irgendwie austauschbaren Start-Up. Hier ist die namenlose Protagonistin zuständig für (aus ihrer Sicht) niedere Tätigkeiten wie Drucken und Briefe verschicken. Ihre Kolleg*innen sind ebenfalls alle namenlos und haben nur Funktionsbezeichnungen wie ‚Marketing‘ oder ‚Produkt‘. Ihr engster Vertrauter ist daher der Drucker in ihrem Büro. Diesem vertraut sie all ihre Ängste darüber an, sich in dieser Arbeitsumgebung falsch zu verhalten, sowie auch offensichtlich traumatische Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit in einem unter-privilegierten Bezirk der Stadt. Doch genau dieser Drucker sowie ihr einsames Einzelbüro werden ihr letztlich zum Verhängnis. Was das genau ist und wie das alles mit einem fehlgeleiteten Paket sowie einer Allergie gegen Anstrengung zusammenhängt, entfaltet Fien Veldman nach und nach - aus Sicht der Protagonistin - und des Druckers… „Xerox“ war für mich ein eher ungewöhnliches Leseerlebnis; sowohl Stil als auch Erzählweise und -perspektive sind besonders und im ersten Moment sicherlich gewöhnungsbedürftig. Mich hat dieser Stil aber durchaus gepackt und ich konnte die Anonymität und letztlich auch Sinnlosigkeit und Absurdität der dargestellten Arbeitswelt so wirklich fühlen. Letztlich hat mir aber dennoch ein Quäntchen gefehlt, um mich komplett zu überzeugen. Insbesondere hinsichtlich des zweiten Erzählstrangs, in dem es um die Vergangenheit und Herkunft der Protagonistin geht, hätte ich mir am Ende doch noch etwas mehr Licht im Dunkeln gewünscht. Insgesamt aber ein starkes und stilistisch besonderes und mutiges Debüt!
Die Protagonistin hat es geschafft, trotz sozialer Nachteile bei der Herkunft, hat sie eine feste Arbeit in einem Start-Up in Amsterdam bekommen. Ihre Aufgabe ist es, Briefe zu drucken und kuvertieren und Kundenbeschwerden zu beantworten. Sie macht die Arbeit gerne und ernsthaft, doch als auffällt, dass sie mit dem Drucker spricht, wird sie entlassen. Ein originelles (wir erfahren auch die Sicht des Druckers) und dennoch sehr sensibles Buch über Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen und Außenseiterrollen. Hat mir sehr gut gefallen.
Die namenlose Ich-Erzählerin arbeitet in einem bereits seit sieben Jahren bestehenden Start-Up Unternehmen. Sie ist für das Kundenservice-Postfach zuständig und hegt und pflegt eine besondere Beziehung zu ihrem Drucker. Diese Beziehung ist bei weitem intensiver als das Zwischenmenschliche zwischen ihr und ihren Kollegen, die nicht beim Namen genannt werden, sondern nach ihrem jeweiligen Arbeitsbereich: Marketing, Produktion, Verwaltung. Jeder ist in dieser Gesellschaft ersetzbar und austauschbar. Die Welt, in der nur gearbeitet wird, grau in grau. Ich überlege immer noch, was ich da gelesen hab. Einerseits fand ich es spannend, andererseits irgendwann träge, dann hat es plötzlich eine für mich so krasse Wendung gegeben, dass ich aus diesem Grau, aus diesem Nebel kaum mehr heraus konnte und wollte. Ein klein wenig erfährt man aus der Vergangenheit der Erzählerin, das Andeuten hat mich immer wieder neugierig gemacht. Zur Vergangenheit hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht, etwas mehr davon, wie sich die Gesellschaft wandelt, warum es so ist, wie es ist. Wie aus Menschen mit Namen namenlose graue Geister werden. Von niederländischen Autorinnen möchte ich zukünftig mehr lesen. Sie überraschen und begeistern mich oft mit ihren eigenartigen und nie zuvor gelesenen Geschichten. Auch wenn mich „Xerox“ nicht auf jeder Seite vollends überzeugen konnte, wird es doch eine Weile in Erinnerung bleiben.

Skurille Geschichte über die intensive Beziehung einer Büroangestellten zu ihrem Drucker. Schräg, zu Teilen witzig und nachdenklich stimmend. Beschreibt den Verlust von Sinnzusammenhang in der modernen Arbeitswelt sowie die Schwierigkeit sich vom Aufwachsen in einem schwierigen sozialen Mileu zu befreien. Der Anfang macht Lust auf das Buch, zum Ende hin verliert es an Spannung und schrammt die Grenze des Absurden.
"Wir haben unsere Verbindung verloren, aber so ist es nun mal. Ich rede zwar noch, aber niemand hört zu." Dieses Buch ist ganz schön weird. Die namenlose Protagonistin hat einen Bullshit-Job bei einem Start-up in einer Großstadt (ich vermute: Amsterdam), bei dem sie nicht viel mehr zu tun hat, als den Drucker zu bedienen. Da sie keinerlei Bindung zu ihren Arbeitskolleg*innen hat und unter sozialer Angst zu leiden scheint, ist ihre innigste Beziehung die zu dem Drucker - und die ist ziemlich innig. Einen richtigen Plot gibt es nicht so wirklich. Die Protagonistin wird irgendwann von ihrem Job freigestellt, nachdem sie ewig nach einem mysteriösen Paket gesucht hat, und man erfährt, dass sie und ihre beste Freundin in einen Brandanschlag vor vielen Jahren verwickelt waren. Da es keine richtige Handlung gibt, wirkt der Roman auf mich wie ein schemenhaftes Mosaik aus Angststörung, traumatischer Vergangenheit in einer gewaltvollen Umgebung und einer Slapstick-artigen Darstellung der modernen Arbeitswelt. Leider blieben sowohl die handelnden Figuren, als auch der Plot, für mich damit ungreifbar. Daran konnte auch die zwischenzeitlich sehr poetische Schreibart nichts ändern, trotz einiger schöner Zitate. Übersetzt von Christina Brunnenkamp. CN: Panikattacke, Alkoh0labhängigkeit, Tierleid, Burnout, G3walt, Verg3waltigung

„𝘖𝘣𝘸𝘰𝘩𝘭 𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘤𝘩𝘭𝘦𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘦𝘭𝘢𝘶𝘯𝘵 𝘣𝘪𝘯, 𝘉𝘢𝘶𝘤𝘩𝘴𝘤𝘩𝘮𝘦𝘳𝘻𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘷𝘰𝘮 𝘋𝘢𝘶𝘦𝘳𝘴𝘵𝘳𝘦𝘴𝘴 𝘶𝘯𝘥 𝘮𝘦𝘪𝘯 𝘒𝘰𝘱𝘧 𝘷𝘰𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵𝘦𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘎𝘦𝘥𝘢𝘯𝘬𝘦𝘯 𝘶̈𝘣𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘢̈𝘶𝘮𝘵: 𝘐𝘤𝘩 𝘭𝘢̈𝘤𝘩𝘭𝘦.“ (𝘚.51) Raus aus dem Dorf, rein in die Stadt, der Vergangenheit entfliehen, sich ein Leben aufbauen… so einfach, wie sich das die namenlose Erzählerin gedacht hat, ist es leider nicht. Sie landet in einer kleinen Wohung, in einem Haus, wo der Verwalter über kleine Zettel an der Tür kommuniziert, arbeitet in einem dunklen Bürokomplex, meidet ihre Kollegen, ist mit ihrer Arbeit unzufrieden und spricht fast ausschließlich mit ihrem Drucker. Als sie dann auch noch freigestellt wird, weil die Kollegen sich Sorgen machen, zieht sie sich vollends in sich zurück. - Fien Veldmans Protagonsitin könnte man als eigenwillig beschreiben. Von sozialen Interaktionen scheint sie nicht viel zu halten, bleibt für sich, redet lieber mit einem Gerät, als mit Menschen. Es ist nicht so, dass sie nichts zu erzählen hätte… ihr Kopf ist voll von teils wirren Gedanken und über die Kommunikation mit dem Drucker versucht sie diese zu ordnen. Sie selbst scheint dies nicht als Problem zu sehen. Sie verfällt in Lethargie, zeigt Symptome einer Angststörung, will wahrgenommen werden und dazu gehören, kann sich aber selbst nicht mal dazu durchringen ihre Kollegen beim Namen zu nennen und reduziert sie auf ihre Position in der Firma, während sie über sie spricht. Mit einer sehr klaren Sprache widmet sich die Autorin der Frage: Wer sind wir, wenn wir auf eine Funktion heruntergebrochen werden? Wie kann man Zugehörigkeit erreichen, wenn man sich anderen Menschen sperrt, sie teilweise sogar als Feind betrachtet? Und auch: Bis zu welchem Grad ist eine Bindung an ein technisches Gerät noch gesund? Psychologisch sehr gut ausgearbeitet und mit viel Humor zeichnet Veldman ein überspitztes Bild einer einsamen, depressiven, vielleicht auch ein bisschen psychotischen Frau, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden hat. Sie zeigt auf, wie schwer es sein kann, mit den täglichen Herausforderungen umzugehen, vor allem, wenn man dazu neigt, seine Gefühle für sich zu behalten und zu allem Ja und Amen zu sagen, wie Stress und Hektik einem das Leben schwer machen, aber auch wie sich Unterforderung auf den Gesundheitszustand einer Person auswirken können. Tolles Debüt und klare Leseempfehlung. Besonders gefallen hat mir im Übrigen, dass es auch ein Kapitel aus Sicht der Druckers gab.
Tiefgang trifft auf Skurrilität
Die namenlose Hauptperson des Buchs hat es geschafft! Sie arbeitet in einem schicken Startup in Amsterdam. Dort ist sie für den Kundenservice und das Ausdrucken von Briefen zuständig. Ihre Arbeit ist eintönig und lässt viel Raum für eigene Gedanken sowie intensive „Gespräche“ mit dem etwas schwach auf der Brust wirkenden Drucker. Fein Feldmann gelingt es mit ihrem Roman „Xerox“, die oftmals sinnbefreite Leere der Büroarbeit auf lustige Weise zu vermitteln. Die Protagonisten im Buch werden alle nur nach ihren Abteilungen benannt und charakterisiert, nicht mit Namen. Die erzählende Person macht sich unfassbar viele Gedanken über wirklich alles und zerdenkt jedes noch so kleine Detail bis in die Unendlichkeit. Das liegt mir komplett fern und deshalb hat es mich sehr fasziniert, ihren Gedanken zu folgen. Gleichzeitig löste es in mir aber auch eine unglaubliche Ungeduld aus! Ich wollte sie schütteln und ihr zurufen, wie sie ihr Leben ein wenig besser auf die Kette bekommt. Ging natürlich nicht! Als dann aber, in einem Teil des Buchs, der Drucker selbst zu Wort kommt, war mir das dann doch etwas zu viel des Guten. Denn auch der Drucker erklärt uns Lesenden, wie er zu seiner „Partnerin“ steht. Nichts desto weniger habe ich mich zum einen gut unterhalten gefühlt, zum anderen mochte ich das Zerlegen der Arbeitswelt auf sprachlich hohem Niveau gepaart mit Witz. Zu 100% abholen konnte mich „Xerox“ aber letztendlich nicht, da ich mich weder mit der Hauptperson noch mit dem Drucker identifizieren konnte. 😎
»Das Büro funktioniert auch ohne dich. Das Büro macht weiter, egal welche Marionette auch immer welchen Hebel betätigt. Wenn du nicht mehr da bist, um die Arbeitsplatte abzuwischen, macht das eben jemand anders.« XEROX 🖨️ über das Ökosystem des Büros 💥 (S. 158) Die namenlose Ich-Erzählerin hat es geschafft: Sie hat studiert, ihr Herkunftsdorf weit hinter sich gelassen und arbeitet in einem fancy Start-up in Amsterdam. Dabei ist ihr Job ist sehr eintönig und langweilig, sie teilt sich ein Büro mit einem Drucker (Marke: XEROX) und in ihrer Einsamkeit beginnt sie XEROX 🖨️ zu ihrem Partner zu machen, indem sie mit ihm Gespräche über ihr Leben, ihre Jugend und ihre Gedanken führt. XEROX hört ihr zu. Er gibt ihr das Gefühl, sie zu verstehen und vor allem einen Grund täglich zur Arbeit zu kommen. Eines Tages wird sie von der Arbeit freigestellt, angeblich, weil sie zu viel telefoniert (wir erinnern: Gespräche mit dem Drucker). Dies stürzt die Protagonistin in eine Leere, die sie zunächst nicht zu füllen weiß (Abschnitte I & II). In Abschnitt III (Intervision) wechselt die Erzählperspektive zu der des Druckers XEROX 🖨️. Er weiß alles, analysiert als Roboter 🤖 die Menschen und stellt sehr kritische und zutreffende Analysen über das menschliche Zusammenleben und die Arbeit im Office an. Und wirft indirekt die Frage auf: Wie bewerten, gehen wir um und interagieren wir mit unserer UmWelt, MitMenschen, Maschinen. »XEROX« 🖨️ das Debüt von Fien Feldmann, übersetzt aus dem Niederländischen von Christina Brunnenkamp, ist ein sehr vielschichtiger Roman: Eine exzellente Darstellung und Kritik am Ökosystem Arbeit/Office; die Liebesgeschichte zwischen einer Frau und einer Maschine; ein Thriller am Rand unserer Gesellschaftsklassen (inkl. Klassismuskritik) und ein philosophischer Diskurs. Wunderbar, witzig und sarkastisch wird die Leere unserer ach so fancy modernen Arbeitswelt entlarvt und u. a. gut herausgestellt, dass wir alle letztlich auch nur ersetzbare (Arbeits-)Maschinen sind, die gerne glauben würden, dass sie etwas Besonderes sind und deswegen täglich unseren Job bestmöglich ausfüllen wollen. Die Erzählweise ist sehr eigen und ich habe etwas gebraucht, um in die Story zu finden. Belohnt wurde ich mit einem vielschichtigen Leseerlebnis und 💥 Zitaten 💥. Ganz nebenbei bemerkt, finde ich den Zynismus und bissigen Ton der Protagonistin einfach herrlich! 🤌🏼 BTW: Wir sollten unsere Jobs alle weniger als Ernst des Lebens sehen. 🤝🏼

Ein Satire über die heutige Arbeitswelt
In dem Buch geht es um die namenlose Ich-Erzählerin - Ende 20 - , die ein sehr enges Verhältnis mit ihrem Arbeitsmittel, dem Bürodrucker, hat. Sie kommt aus armen Verhältnissen und hat es geschafft in Amsterdam bei einem Start Up zu arbeiten. Sie hat einen sehr einfachen Job und ist sonst auch sehr für sich alleine. Im Buch lernt man ihre Vergangenheit kennen. Eine Geschichte, die einen traurig macht und damit nach und nach versteht, warum die Erzählerin im Heute so sehr an sich zweifelt und schwer Anschluss findet. Ds Buch zeigt die moderne Büro-Welt, in der man sich als Mensch sehr schnell verlieren kann - so auch die Ich-Erzählerin. Sie versucht verzweifelt einen Platz in dem Büro, in der Gesellschaft zu finden. Wird Sie scheitern? Es ist eine Satire über einen sinnentleerten Alltag im Büro, in dem man so viele Tage mit Menschen zusammenarbeitet, die man eigentlich gar nicht wirklich kennt oder sie kennen will. In einem Büro, in dem jeder Kollege versucht seinen Platz zu finden. Die meisten finden ihn, die restlichen werden sich nie zugehörig fühlen und spüren Leere. Sehr anschaulich erkennt man, dass man im Beruf einer unter vielen ist, weil die einzelnen Kollegen im Buch nur nach ihren Funktionen bezeichnet werden, wie z.B. Marketing oder Sales. Am Ende zeigt uns der Drucker in einem Kapitel, was der Mensch ist und was er jeden Tag versucht zu finden. Ein Buch über die heutige Arbeitswelt, über das ich eine Weile nachdenken musste. Empfehlung! „Leben sollte mehr sein als einfach nur Fortbestehen. Leben sollte wie das Nachjagen einer Seifenblase sein, ein Spiel auf einem Platz.“
Ich weiß eigentlich gar nicht wie ich mit meiner Rezension anfangen soll, denn das Buch war schon etwas Besonderes, etwas komisch Besonderes. Erzählt wird die Geschichte über eine Namenlose Protagonistin und ich glaube, das hat mich auch etwas gestört, denn so konnte ich mich nicht komplett in sie hineinversetzen, auch wenn ich mich was die Arbeitswelt angeht, total in sie hineinversetzen konnte. Denn ich als Millenial habe auch ständig das Gefühl mich auf der Arbeit beweisen zu müssen. Die Erzählweise fand ich sehr eigen, denn es kommen auch Stellen aus der Sicht eines Druckers vor, was ich so im Nachhinein ziemlich lustig eigentlich finde. Was ich aus dem Buch mitnehmen kann, ist aber dass unser Job nicht Vorrang haben solle und wir das Leben genießen sollte und nicht immer den Job auf 1. Stelle setzen sollte, auch wenn er die Miete etc. bezahlt.

Die namenlose Ich-Erzählerin lebt in einer niederländischen Stadt (ich bin mir sicher, es ist Amsterdam), hat einen absoluten Bullshit-Job, eine Angststörung und eine traumatische Erinnerung. Sie stammt aus einer sozialen Schicht, in der niemand studiert hat, in der Väter ihre Kinder dazu zwingen dabei zuzusehen, wie sie Ratten mit einer Bratpfanne erschlagen. Die Ich-Erzählerin hat die Vergangenheit hinter sich gelassen, nur ihre beste Freundin seit Kindertagen verbindet sie noch mit dem Früher. Doch die Erinnerung an einen Vorfall mit dem "Fünfguldenmann" lässt sie nicht los. Sie kann mit niemandem darüber sprechen, außer mit ihrem Drucker, mit dem sie sich ein Büro teilt und der ihr einziger Vertrauter ist. "Xerox" ist ein erfrischend anderer Roman über Klasse, die Absurdität der Start-Up-Welt, Tourismus und Gentrifizierung, Einsamkeit und Zugehörigkeit. Und am Ende ist es vielleicht auch einfach eine Liebesgeschichte.
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Fien Veldman, 1990 in Leeuwarden (Friesland) geboren, studierte Literaturwissenschaft und arbeitete als Journalistin und Theaterkritikerin. Für ihre Essays wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Xerox ist ihr erster Roman.
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Interessant gestaltete Protagonistin, welche leider zur Passivität verurteilt ist. Das Ende war nur mäßig zufriedenstellend.
Eventuell habt ihr meine Story von dem Buch gesehen, dass ich zwar als Hörbuch gehört, aber komplett und in Gänze vergessen habe. Sogar beim Lesen des Klappentextes hat nichts bei mir geklingelt. In der Umfrage haben die meisten versichert, dass es ihnen auch so geht und nur einige haben mich liebevoll darauf hingewiesen, dass ich einfach alt bin 💁🏼♀️ 🥲 Danke 👍🏻 Ich habe dann doch nochmal reingehört und mich erinnert. Hier eine schnelle Rezension, bevor ich das Buch erneut vergesse! Der Klappentext klingt merkwürdig? Ist es auch, aber dafür kann man erstaunlich schnell die Situation der gefühlten Sinnlosigkeit der Arbeit schnell nachfühlen. Unsere Protagonistin ist sehr speziell. Wer sich für einen Overthinker hält, der wird sich sehr schnell wiederfinden. Mehr noch, es unserer Prota steht vor einer gesundheitlichen Herausforderung, die sie hemmt. Die permanente Sorge um den Job und der Ärger über die Allgemeinsituation sind stets präsent. Die Geschichte ist ziemlich spannend geschrieben, obwohl nicht allzu viel Drama passiert. Ich war durchweg gefesselt, obwohl die Prota von Natur aus eher passiv war. Das passte perfekt zur Geschichte, führte aber auch dazu, dass ich den Inhalt des Buches leider innerhalb weniger Wochen aus dem Gedächtnis gelöscht habe. Es hat insgesamt nur keinen allzu großen Eindruck hinterlassen.

„Menschen überschätzen sich und ihre Bedeutung, doch für die Psyche der Arbeitskräfte ist das auch notwendig. Nur dann werden sie täglich wiederkommen.“ (S. 159) Wenn eine namenlose Protagonistin auf einen namenlosen Drucker trifft… dann sind wir in einem hippen, anonymen und letztlich irgendwie austauschbaren Start-Up. Hier ist die namenlose Protagonistin zuständig für (aus ihrer Sicht) niedere Tätigkeiten wie Drucken und Briefe verschicken. Ihre Kolleg*innen sind ebenfalls alle namenlos und haben nur Funktionsbezeichnungen wie ‚Marketing‘ oder ‚Produkt‘. Ihr engster Vertrauter ist daher der Drucker in ihrem Büro. Diesem vertraut sie all ihre Ängste darüber an, sich in dieser Arbeitsumgebung falsch zu verhalten, sowie auch offensichtlich traumatische Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit in einem unter-privilegierten Bezirk der Stadt. Doch genau dieser Drucker sowie ihr einsames Einzelbüro werden ihr letztlich zum Verhängnis. Was das genau ist und wie das alles mit einem fehlgeleiteten Paket sowie einer Allergie gegen Anstrengung zusammenhängt, entfaltet Fien Veldman nach und nach - aus Sicht der Protagonistin - und des Druckers… „Xerox“ war für mich ein eher ungewöhnliches Leseerlebnis; sowohl Stil als auch Erzählweise und -perspektive sind besonders und im ersten Moment sicherlich gewöhnungsbedürftig. Mich hat dieser Stil aber durchaus gepackt und ich konnte die Anonymität und letztlich auch Sinnlosigkeit und Absurdität der dargestellten Arbeitswelt so wirklich fühlen. Letztlich hat mir aber dennoch ein Quäntchen gefehlt, um mich komplett zu überzeugen. Insbesondere hinsichtlich des zweiten Erzählstrangs, in dem es um die Vergangenheit und Herkunft der Protagonistin geht, hätte ich mir am Ende doch noch etwas mehr Licht im Dunkeln gewünscht. Insgesamt aber ein starkes und stilistisch besonderes und mutiges Debüt!
Die Protagonistin hat es geschafft, trotz sozialer Nachteile bei der Herkunft, hat sie eine feste Arbeit in einem Start-Up in Amsterdam bekommen. Ihre Aufgabe ist es, Briefe zu drucken und kuvertieren und Kundenbeschwerden zu beantworten. Sie macht die Arbeit gerne und ernsthaft, doch als auffällt, dass sie mit dem Drucker spricht, wird sie entlassen. Ein originelles (wir erfahren auch die Sicht des Druckers) und dennoch sehr sensibles Buch über Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen und Außenseiterrollen. Hat mir sehr gut gefallen.
Die namenlose Ich-Erzählerin arbeitet in einem bereits seit sieben Jahren bestehenden Start-Up Unternehmen. Sie ist für das Kundenservice-Postfach zuständig und hegt und pflegt eine besondere Beziehung zu ihrem Drucker. Diese Beziehung ist bei weitem intensiver als das Zwischenmenschliche zwischen ihr und ihren Kollegen, die nicht beim Namen genannt werden, sondern nach ihrem jeweiligen Arbeitsbereich: Marketing, Produktion, Verwaltung. Jeder ist in dieser Gesellschaft ersetzbar und austauschbar. Die Welt, in der nur gearbeitet wird, grau in grau. Ich überlege immer noch, was ich da gelesen hab. Einerseits fand ich es spannend, andererseits irgendwann träge, dann hat es plötzlich eine für mich so krasse Wendung gegeben, dass ich aus diesem Grau, aus diesem Nebel kaum mehr heraus konnte und wollte. Ein klein wenig erfährt man aus der Vergangenheit der Erzählerin, das Andeuten hat mich immer wieder neugierig gemacht. Zur Vergangenheit hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht, etwas mehr davon, wie sich die Gesellschaft wandelt, warum es so ist, wie es ist. Wie aus Menschen mit Namen namenlose graue Geister werden. Von niederländischen Autorinnen möchte ich zukünftig mehr lesen. Sie überraschen und begeistern mich oft mit ihren eigenartigen und nie zuvor gelesenen Geschichten. Auch wenn mich „Xerox“ nicht auf jeder Seite vollends überzeugen konnte, wird es doch eine Weile in Erinnerung bleiben.

Skurille Geschichte über die intensive Beziehung einer Büroangestellten zu ihrem Drucker. Schräg, zu Teilen witzig und nachdenklich stimmend. Beschreibt den Verlust von Sinnzusammenhang in der modernen Arbeitswelt sowie die Schwierigkeit sich vom Aufwachsen in einem schwierigen sozialen Mileu zu befreien. Der Anfang macht Lust auf das Buch, zum Ende hin verliert es an Spannung und schrammt die Grenze des Absurden.
"Wir haben unsere Verbindung verloren, aber so ist es nun mal. Ich rede zwar noch, aber niemand hört zu." Dieses Buch ist ganz schön weird. Die namenlose Protagonistin hat einen Bullshit-Job bei einem Start-up in einer Großstadt (ich vermute: Amsterdam), bei dem sie nicht viel mehr zu tun hat, als den Drucker zu bedienen. Da sie keinerlei Bindung zu ihren Arbeitskolleg*innen hat und unter sozialer Angst zu leiden scheint, ist ihre innigste Beziehung die zu dem Drucker - und die ist ziemlich innig. Einen richtigen Plot gibt es nicht so wirklich. Die Protagonistin wird irgendwann von ihrem Job freigestellt, nachdem sie ewig nach einem mysteriösen Paket gesucht hat, und man erfährt, dass sie und ihre beste Freundin in einen Brandanschlag vor vielen Jahren verwickelt waren. Da es keine richtige Handlung gibt, wirkt der Roman auf mich wie ein schemenhaftes Mosaik aus Angststörung, traumatischer Vergangenheit in einer gewaltvollen Umgebung und einer Slapstick-artigen Darstellung der modernen Arbeitswelt. Leider blieben sowohl die handelnden Figuren, als auch der Plot, für mich damit ungreifbar. Daran konnte auch die zwischenzeitlich sehr poetische Schreibart nichts ändern, trotz einiger schöner Zitate. Übersetzt von Christina Brunnenkamp. CN: Panikattacke, Alkoh0labhängigkeit, Tierleid, Burnout, G3walt, Verg3waltigung

„𝘖𝘣𝘸𝘰𝘩𝘭 𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘤𝘩𝘭𝘦𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘦𝘭𝘢𝘶𝘯𝘵 𝘣𝘪𝘯, 𝘉𝘢𝘶𝘤𝘩𝘴𝘤𝘩𝘮𝘦𝘳𝘻𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘦 𝘷𝘰𝘮 𝘋𝘢𝘶𝘦𝘳𝘴𝘵𝘳𝘦𝘴𝘴 𝘶𝘯𝘥 𝘮𝘦𝘪𝘯 𝘒𝘰𝘱𝘧 𝘷𝘰𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵𝘦𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘎𝘦𝘥𝘢𝘯𝘬𝘦𝘯 𝘶̈𝘣𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘢̈𝘶𝘮𝘵: 𝘐𝘤𝘩 𝘭𝘢̈𝘤𝘩𝘭𝘦.“ (𝘚.51) Raus aus dem Dorf, rein in die Stadt, der Vergangenheit entfliehen, sich ein Leben aufbauen… so einfach, wie sich das die namenlose Erzählerin gedacht hat, ist es leider nicht. Sie landet in einer kleinen Wohung, in einem Haus, wo der Verwalter über kleine Zettel an der Tür kommuniziert, arbeitet in einem dunklen Bürokomplex, meidet ihre Kollegen, ist mit ihrer Arbeit unzufrieden und spricht fast ausschließlich mit ihrem Drucker. Als sie dann auch noch freigestellt wird, weil die Kollegen sich Sorgen machen, zieht sie sich vollends in sich zurück. - Fien Veldmans Protagonsitin könnte man als eigenwillig beschreiben. Von sozialen Interaktionen scheint sie nicht viel zu halten, bleibt für sich, redet lieber mit einem Gerät, als mit Menschen. Es ist nicht so, dass sie nichts zu erzählen hätte… ihr Kopf ist voll von teils wirren Gedanken und über die Kommunikation mit dem Drucker versucht sie diese zu ordnen. Sie selbst scheint dies nicht als Problem zu sehen. Sie verfällt in Lethargie, zeigt Symptome einer Angststörung, will wahrgenommen werden und dazu gehören, kann sich aber selbst nicht mal dazu durchringen ihre Kollegen beim Namen zu nennen und reduziert sie auf ihre Position in der Firma, während sie über sie spricht. Mit einer sehr klaren Sprache widmet sich die Autorin der Frage: Wer sind wir, wenn wir auf eine Funktion heruntergebrochen werden? Wie kann man Zugehörigkeit erreichen, wenn man sich anderen Menschen sperrt, sie teilweise sogar als Feind betrachtet? Und auch: Bis zu welchem Grad ist eine Bindung an ein technisches Gerät noch gesund? Psychologisch sehr gut ausgearbeitet und mit viel Humor zeichnet Veldman ein überspitztes Bild einer einsamen, depressiven, vielleicht auch ein bisschen psychotischen Frau, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden hat. Sie zeigt auf, wie schwer es sein kann, mit den täglichen Herausforderungen umzugehen, vor allem, wenn man dazu neigt, seine Gefühle für sich zu behalten und zu allem Ja und Amen zu sagen, wie Stress und Hektik einem das Leben schwer machen, aber auch wie sich Unterforderung auf den Gesundheitszustand einer Person auswirken können. Tolles Debüt und klare Leseempfehlung. Besonders gefallen hat mir im Übrigen, dass es auch ein Kapitel aus Sicht der Druckers gab.
Tiefgang trifft auf Skurrilität
Die namenlose Hauptperson des Buchs hat es geschafft! Sie arbeitet in einem schicken Startup in Amsterdam. Dort ist sie für den Kundenservice und das Ausdrucken von Briefen zuständig. Ihre Arbeit ist eintönig und lässt viel Raum für eigene Gedanken sowie intensive „Gespräche“ mit dem etwas schwach auf der Brust wirkenden Drucker. Fein Feldmann gelingt es mit ihrem Roman „Xerox“, die oftmals sinnbefreite Leere der Büroarbeit auf lustige Weise zu vermitteln. Die Protagonisten im Buch werden alle nur nach ihren Abteilungen benannt und charakterisiert, nicht mit Namen. Die erzählende Person macht sich unfassbar viele Gedanken über wirklich alles und zerdenkt jedes noch so kleine Detail bis in die Unendlichkeit. Das liegt mir komplett fern und deshalb hat es mich sehr fasziniert, ihren Gedanken zu folgen. Gleichzeitig löste es in mir aber auch eine unglaubliche Ungeduld aus! Ich wollte sie schütteln und ihr zurufen, wie sie ihr Leben ein wenig besser auf die Kette bekommt. Ging natürlich nicht! Als dann aber, in einem Teil des Buchs, der Drucker selbst zu Wort kommt, war mir das dann doch etwas zu viel des Guten. Denn auch der Drucker erklärt uns Lesenden, wie er zu seiner „Partnerin“ steht. Nichts desto weniger habe ich mich zum einen gut unterhalten gefühlt, zum anderen mochte ich das Zerlegen der Arbeitswelt auf sprachlich hohem Niveau gepaart mit Witz. Zu 100% abholen konnte mich „Xerox“ aber letztendlich nicht, da ich mich weder mit der Hauptperson noch mit dem Drucker identifizieren konnte. 😎
»Das Büro funktioniert auch ohne dich. Das Büro macht weiter, egal welche Marionette auch immer welchen Hebel betätigt. Wenn du nicht mehr da bist, um die Arbeitsplatte abzuwischen, macht das eben jemand anders.« XEROX 🖨️ über das Ökosystem des Büros 💥 (S. 158) Die namenlose Ich-Erzählerin hat es geschafft: Sie hat studiert, ihr Herkunftsdorf weit hinter sich gelassen und arbeitet in einem fancy Start-up in Amsterdam. Dabei ist ihr Job ist sehr eintönig und langweilig, sie teilt sich ein Büro mit einem Drucker (Marke: XEROX) und in ihrer Einsamkeit beginnt sie XEROX 🖨️ zu ihrem Partner zu machen, indem sie mit ihm Gespräche über ihr Leben, ihre Jugend und ihre Gedanken führt. XEROX hört ihr zu. Er gibt ihr das Gefühl, sie zu verstehen und vor allem einen Grund täglich zur Arbeit zu kommen. Eines Tages wird sie von der Arbeit freigestellt, angeblich, weil sie zu viel telefoniert (wir erinnern: Gespräche mit dem Drucker). Dies stürzt die Protagonistin in eine Leere, die sie zunächst nicht zu füllen weiß (Abschnitte I & II). In Abschnitt III (Intervision) wechselt die Erzählperspektive zu der des Druckers XEROX 🖨️. Er weiß alles, analysiert als Roboter 🤖 die Menschen und stellt sehr kritische und zutreffende Analysen über das menschliche Zusammenleben und die Arbeit im Office an. Und wirft indirekt die Frage auf: Wie bewerten, gehen wir um und interagieren wir mit unserer UmWelt, MitMenschen, Maschinen. »XEROX« 🖨️ das Debüt von Fien Feldmann, übersetzt aus dem Niederländischen von Christina Brunnenkamp, ist ein sehr vielschichtiger Roman: Eine exzellente Darstellung und Kritik am Ökosystem Arbeit/Office; die Liebesgeschichte zwischen einer Frau und einer Maschine; ein Thriller am Rand unserer Gesellschaftsklassen (inkl. Klassismuskritik) und ein philosophischer Diskurs. Wunderbar, witzig und sarkastisch wird die Leere unserer ach so fancy modernen Arbeitswelt entlarvt und u. a. gut herausgestellt, dass wir alle letztlich auch nur ersetzbare (Arbeits-)Maschinen sind, die gerne glauben würden, dass sie etwas Besonderes sind und deswegen täglich unseren Job bestmöglich ausfüllen wollen. Die Erzählweise ist sehr eigen und ich habe etwas gebraucht, um in die Story zu finden. Belohnt wurde ich mit einem vielschichtigen Leseerlebnis und 💥 Zitaten 💥. Ganz nebenbei bemerkt, finde ich den Zynismus und bissigen Ton der Protagonistin einfach herrlich! 🤌🏼 BTW: Wir sollten unsere Jobs alle weniger als Ernst des Lebens sehen. 🤝🏼

Ein Satire über die heutige Arbeitswelt
In dem Buch geht es um die namenlose Ich-Erzählerin - Ende 20 - , die ein sehr enges Verhältnis mit ihrem Arbeitsmittel, dem Bürodrucker, hat. Sie kommt aus armen Verhältnissen und hat es geschafft in Amsterdam bei einem Start Up zu arbeiten. Sie hat einen sehr einfachen Job und ist sonst auch sehr für sich alleine. Im Buch lernt man ihre Vergangenheit kennen. Eine Geschichte, die einen traurig macht und damit nach und nach versteht, warum die Erzählerin im Heute so sehr an sich zweifelt und schwer Anschluss findet. Ds Buch zeigt die moderne Büro-Welt, in der man sich als Mensch sehr schnell verlieren kann - so auch die Ich-Erzählerin. Sie versucht verzweifelt einen Platz in dem Büro, in der Gesellschaft zu finden. Wird Sie scheitern? Es ist eine Satire über einen sinnentleerten Alltag im Büro, in dem man so viele Tage mit Menschen zusammenarbeitet, die man eigentlich gar nicht wirklich kennt oder sie kennen will. In einem Büro, in dem jeder Kollege versucht seinen Platz zu finden. Die meisten finden ihn, die restlichen werden sich nie zugehörig fühlen und spüren Leere. Sehr anschaulich erkennt man, dass man im Beruf einer unter vielen ist, weil die einzelnen Kollegen im Buch nur nach ihren Funktionen bezeichnet werden, wie z.B. Marketing oder Sales. Am Ende zeigt uns der Drucker in einem Kapitel, was der Mensch ist und was er jeden Tag versucht zu finden. Ein Buch über die heutige Arbeitswelt, über das ich eine Weile nachdenken musste. Empfehlung! „Leben sollte mehr sein als einfach nur Fortbestehen. Leben sollte wie das Nachjagen einer Seifenblase sein, ein Spiel auf einem Platz.“
Ich weiß eigentlich gar nicht wie ich mit meiner Rezension anfangen soll, denn das Buch war schon etwas Besonderes, etwas komisch Besonderes. Erzählt wird die Geschichte über eine Namenlose Protagonistin und ich glaube, das hat mich auch etwas gestört, denn so konnte ich mich nicht komplett in sie hineinversetzen, auch wenn ich mich was die Arbeitswelt angeht, total in sie hineinversetzen konnte. Denn ich als Millenial habe auch ständig das Gefühl mich auf der Arbeit beweisen zu müssen. Die Erzählweise fand ich sehr eigen, denn es kommen auch Stellen aus der Sicht eines Druckers vor, was ich so im Nachhinein ziemlich lustig eigentlich finde. Was ich aus dem Buch mitnehmen kann, ist aber dass unser Job nicht Vorrang haben solle und wir das Leben genießen sollte und nicht immer den Job auf 1. Stelle setzen sollte, auch wenn er die Miete etc. bezahlt.

Die namenlose Ich-Erzählerin lebt in einer niederländischen Stadt (ich bin mir sicher, es ist Amsterdam), hat einen absoluten Bullshit-Job, eine Angststörung und eine traumatische Erinnerung. Sie stammt aus einer sozialen Schicht, in der niemand studiert hat, in der Väter ihre Kinder dazu zwingen dabei zuzusehen, wie sie Ratten mit einer Bratpfanne erschlagen. Die Ich-Erzählerin hat die Vergangenheit hinter sich gelassen, nur ihre beste Freundin seit Kindertagen verbindet sie noch mit dem Früher. Doch die Erinnerung an einen Vorfall mit dem "Fünfguldenmann" lässt sie nicht los. Sie kann mit niemandem darüber sprechen, außer mit ihrem Drucker, mit dem sie sich ein Büro teilt und der ihr einziger Vertrauter ist. "Xerox" ist ein erfrischend anderer Roman über Klasse, die Absurdität der Start-Up-Welt, Tourismus und Gentrifizierung, Einsamkeit und Zugehörigkeit. Und am Ende ist es vielleicht auch einfach eine Liebesgeschichte.




















