Witches, Bitches, It-Girls
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Description
Das Patriarchat ist kein Mythos. Bestsellerautorin Rebekka Endler macht sich in ihrem neuen Buch auf die Suche nach den Ursachen des Patriarchats und geht der Frage nach, welche misogynen Mythen bis heute unser Denken und Handeln bestimmen.
Witches, Bitches, It-Girls ist eine anekdotische Spurensuche, die durch die lange Menschheitsgeschichte führt. Rebekka Endler blickt dabei in den Maschinenraum des Patriarchats, beschäftigt sich mit der Kanonisierung in der Kunst, mit der Epoche der Romantik, mit der sogenannten Normalität und mit feministischen Wellen, mit Cancel-Culture und Transfeindlichkeit – und fragt: Was bringt so viele Frauen heute noch dazu, von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen? Warum werben sogenannte Tradwives für ein Leben als Hausfrau und Mutter? Was steckt hinter der Mommy-Blogger-Welle, und welche Funktion haben Frauenbilder wie Witches, Bitches und It-Girls?
Humorvoll, schlagfertig und kämpferisch zeigt Rebekka Endler, wie wir alle das Patriarchat Tag für Tag am Laufen halten – und wie wir es dennoch verändern können, wenn wir das System dahinter verstehen und angreifen.
« Rebekka Endler erzählt […] mit Ironie und Humor von den unhinterfragten Ungerechtigkeiten im Alltag zwischen Frau und Mann.» NDR KULTUR über Das Patriarchat der Dinge
Book Information
Author Description
Rebekka Endler arbeitet als freie Autorin, Journalistin und Podcasterin. 2021 erschien ihr erstes Buch, Das Patriarchat der Dinge. Warum die Welt Frauen nicht passt.
Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Wut, Trauer, Frust und Ohnmacht - Gefühle, mit denen man rechnen muss, wenn man dieses Buch liest.
Ich muss ehrlich sagen: Dieses Buch hat mich wütend gemacht. Aber nicht auf die Autorin oder den Inhalt, sondern auf das System, in dem wir leben. Ich habe mich schon immer als Feministin identifiziert und dachte, ich sei in Sachen Gleichberechtigung und Medienkompetenz super aufgeklärt. Dieses Buch hat mir jedoch den Spiegel vorgehalten und aufgezeigt, dass auch ich nicht immun gegen patriarchale Denkmuster bin. Besonders die Analysen zu den großen Medienskandalen rund um prominente Frauen haben mich umgehauen. Die Autorin legt offen, wie sehr wir alle Opfer einer gezielten Berichterstattung werden. Meine wichtigste Erkenntnis: Wie oft habe ich in der Vergangenheit Männer in Schutz genommen oder die Glaubwürdigkeit von Frauen angezweifelt, die sexuelle Übergriffe öffentlich gemacht haben (Beispiel: Jonny Depp und Amber Heard sowie die Skandale rund um Till Lindemann). Diese Erkenntnis tut wirklich weh, ist aber so wichtig. Das Buch analysiert messerscharf die Dynamiken hinter diesen Skandalen. Es geht nicht nur um Individuen, sondern darum, wie die Medien uns dazu bringen, Täter-Opfer-Umkehr zu betreiben. Wir müssen uns alle kritisch hinterfragen: Warum glauben wir einer Schlagzeile eher als der betroffenen Person? Trotz der Begeisterung gibt es einen Punktabzug, weshalb ich keine 5 Sterne vergeben kann. Das Kapitel zum Thema Polizeigewalt empfand ich als schwierig. Meiner Meinung nach wurde hier teilweise mit fragwürdigen Interpretationen gearbeitet und die Quellenlage wirkte subjektiv als im Rest des Buches. Wenn man sich die Bundeskriminalstatistik oder Berichte des Statistischen Bundesamtes anschaut, wird deutlich, dass auch die Gewalt gegen Beamte zunimmt... eine gesellschaftliche Spaltung, die im Buch für mein Empfinden etwas zu einseitig oder mit fragwürdigen Rückschlüssen dargestellt wurde. Hier hätte ich mir mehr Nuancen und eine fundiertere Auseinandersetzung gewünscht. Was dieses Buch so wertvoll macht, ist der Fokus: Es werden nicht „die Männer“ als Individuen an den Pranger gestellt, sondern das Patriarchat als System. Es erklärt, wie wir alle (unabhängig vom Geschlecht) darin gefangen sind. Warum man es lesen sollte: Es rüttelt am eigenen Weltbild. Es deckt die Mechanismen hinter „It-Girl“-Skandalen und Hexenjagden auf. Es ist ein dringender Appell zur Selbstreflexion. Eigentlich müssten viel mehr Männer dieses Buch lesen. Es ist ein hervorragender Diskussionsstoff, auch wenn man nicht in jedem Punkt mit der Autorin übereinstimmen muss.
beste sachbuch 2025
Wichtig und eindringlich - lest dieses Buch!
Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch den Einfluss des Patriarchats in unser aller Leben und durch viele Jahrzehnte hindurch. Die schildert eindringlich, aber auf gut verständliche und leicht lesbare Weise anhand toller, nachvollziehbarer Beispiele, wo die Probleme liegen. Ein Must-Read für einfach jeden! So wichtig!
Großartig. Augenöffnend, wie viele Gesichter das Patriarchat besitzt und diese auf viele verschiedene Wege zeigt.
Ich erliege seit Jahrzehnten Irrglauben. Und bin damit nicht allein.
Das Buch ist ein wirklich aufschlussreiches Werk zu den Themen Feminismus, Rassismus und generelle Unterdrückung - nicht nur von Minderheiten. Es ist vollgepackt mit Referenzen, Einzel- und Massenschicksalen, mit Berichten über Erfolg und Misserfolg im Wandel und Fortschritt. Was alles schon erreicht wurde und was dafür geopfert werden musste. Es werden Zusammenhänge erläutert und warum wir so ticken wie wir ticken. Aber die wohl wichtigste Aussage des Buches ist jene, dass wir uns weder auf den Erfolgen ausruhen können, noch dass wir diese als gesichert verstehen dürfen, sondern auch viel Kraft in deren Verteidigung stecken müssen. Die Autorin Rebekka Endler bemüht sich sehr, eine objektive Sichtweise an den Tag zu legen und dabei nicht anklagend von oben herab zu belehren. Sie ist sich nicht zu schade, auch über eigene falsche Narrative etc. zu sprechen. Das macht sie sehr menschlich und die ganze Thematik nahbarer - und das ist sehr wichtig. Das Buch soll nicht radikalisieren. Es leistet einen umfassenden Aufklärungsjob und lässt dabei offen, was die Leser:innen mit ihrem neu gewonnenen Wissen machen. Allein weil die Thematiken so unglaublich wichtig sind und essenziell für unseren gesellschafltichen Fortschritt, ist dieses Buch, ein Must-Read. Ich habe das Buch nach dem Beenden direkt wieder auf meinen SuB gelegt, damit ich es nochmal lesen werde, weitere Anmerkungen und Annotations mache und alles erneut aufarbeitet, mich weiter informiere. Und allem voran: mich weiter themenübergreifend sensibilisiere. Mein Review ist an und für sich hier bereits zu Ende. Im folgenden möchte ich tatsächlich meine ganz persönlichen Ansichten und Erlebnisse beim Lesen dieses Buches teilen. Ich erachtete mich als weitestgehend aufgeklärt, respektvoll und offen für (fast) alle Ideologien - und ich wurde auch anscheinend von vielen Narrativen verschont, da ich mein ganzes Leben schon quasi keine Unterhaltung (Filme, Serien, etc.) konsumiere und seit Jahren absichtlich wenige Medien verfolge (nennt es meinetwegen „Diät“ vom Klickbait, Sensationsgeilheit und gefährlichem Halbwissen). Mein Fokus liegt schon lange darauf, meine Meinung nur dann kund zu tun, wenn ich mich mit dem Thema ausreichend auskenne, d.h. Ich mache mich mit Themen im Eigenstudium bekannt, um mir objektiv eine Meinung bilden zu können. Ich vertrete den Standpunkt, dass Aussagen und Meinungen aus dem Bauch heraus getroffen, gefährlich sein können. Wie auch immer, durch meine Abwesenheit in der medialen Blase habe ich natürlich auch alles andere verpasst und nicht nur die Sensationsmedien und den 5-minute-fame. Normalerweise kann ich damit ganz gut leben, aber Dank „Witches, Bitches, It-Girls“ wird mir schmerzhaft bewusst, wovor ich unwissentlich, aber dennoch absichtlich, die Augen verschlossen habe. Ganz besonders schockte es mich, wie stark die Patriachatpropaganda immer noch in der Wissenschaft vertreten ist - und damit meine ich vor allem in unseren „emanzipierten Ländern“, was ich in diesem Ausmaß nicht erwartet habe. Nicht falsch verstehen, ich bin (hoffentlich) nicht naiv. Allein, dass den meisten innerhalb von 2 Sekunden/spontan nur Marie Curie einfällt, wenn (bedeutende) Wissenschaftlerinnen genannt werden sollen, spricht schon Bände. Ich glaube, das schockierendste Beispiel ist die griechische Mythologie - bei der ich dachte, mich recht gut auszukennen. Die Misogynie ist offensichtlich, aber Beschönigungen und Verharmlosungen in den Übersetzungen haben mich unerwartet überrascht. Z.B. dass von „unfreien Menschen“ anstatt von „Sklaven“ gesprochen wird. Ersteres lässt sich auch als „Diener“ interpretieren, was natürlich eine ganz andere Ausstrahlung als „Sklave“ hat. Oder dass der griechischen Sagenfigur Medea Gräueltaten angedichtet wurden, die im Original keine Erwähnung finden. Irgendwie ging ich davon aus, dass mehr oder weniger regelmäßig die Übersetzungen überprüft und in moderne Worte umgesetzt werden - und damit meine ich, dass wirklich das Original neu übersetzt wird und nicht eine bereits vorhandene Übersetzung nur überarbeitet. Wieder was gelernt. Auch spannend fand ich den Abschnitt mit den Homo Sapiens und Neandertalern - insbesondere die stark verbreiteten, aber wissenschaftlich völlig falschen Bilder bei den Rollenverteilungen: Das Jagen sei den Männern vorbehalten gewesen, etc. Es ist der Wahnsinn wie doch die Rollenvorstellungen der damaligen Forscher ihre Ergebnisse beeinflusst haben (gut, das Konzept und die Problematik von Projektionen sind per se in der Forschung nicht neu) und was es eigentlich für ein Kraftakt ist, einen bereits vorhandenen „Schaden“ wieder zu beheben, weil Richtigstellungen sich selten wirtschaftlich vermarkten lassen… Außerdem war mir nicht der anscheinende Zusammenhang zwischen dem Rechtsruck/der allgemeinen rechten Radikalisierung, den/die wir national und international derzeit erleben, und dem Bedienen der Bestrebung bzw. dem Wunsch nach „Normalität“ und „Sicherheit“. Also, vielleicht habe ich das schon im Ansatz vorher erkannt, aber das Ausmaß ließ mich dann doch schlucken.

Das Buch Bitches, Witches, It Girls war mein erster Einblick in die Welt des Feminismus. Insgesamt hat mir das Sachbuch gut gefallen, auch wenn ich mit einigen Begriffen Schwierigkeiten hatte. Das Buch besteht aus einer Ansammlung verschiedener Recherchen, deren Kapitel thematisch zwar spannend, aber nur lose miteinander verbunden sind. Dadurch hat mir stellenweise ein klarer roter Faden gefehlt. Ich hätte mir ein Kapitel gewünscht, das konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Positiv fand ich die Aktualität des Buches, etwa durch Bezüge zur Bundestagswahl 2025 oder zu Greta Thunberg. Für Leser*innen, die bereits mit feministischen Themen vertraut sind, ist es sicher sehr empfehlenswert. Fazit: Ein interessantes und aktuelles Sachbuch – für Einsteiger*innen ins Thema Feminismus aber vielleicht nicht der ideale Einstieg.
Sehr verdichtetes Sachbuch mit Unmengen Gedankenansätzen durch das alltägliche Patriarchat.
Für dieses Buch braucht man Zeit! Frau Endler hat so viele Ansätze und Themen in dieses Werk gepackt, dass man nur etappenweise darin lesen kann. Ich glaube ich habe sogar genau so lange gebraucht, all die wichtigen Quintessenzen in mein Notizbuch zu schreiben, wie das Buch zu lesen. Das erste Kapitel war ein sofortiger Gewinner. Frau Endlers Abhandlung über die Frage "was ist schon normal" hat mich sofort begeistert. Normal = Durchschnitt =/= Ideal! Wahnsinnig interessant, wie das überhaupt mal entstanden ist (mit Astronom Quetelet) und wie es sofort missbraucht wurde (völkische Ideologien). Leider konnte das Buch m.M.n nicht das Level des ersten Kapitels halten, und bewegte sich stellenweise durchwachsen weiter fort. Dennoch waren es Themen wie zu TERFs, Cautionary Tales und True Crime, Bashing von Frauenvereinen (Gilmore Girls!!!), der Mythos der männerhassenden Feministin, männlich dominierte Literaturübersetzungen (Ilias, Oddysee), Hexenkult usw., die ich unglaublich horizonterweiternd und bereichernd fand. Eines muss ich aber bemängeln. Ich fand es schwierig, manche Aussagen einzuordnen, weil sie als Absolutheitsaussage dastanden und nicht weiter erklärt wurden. So z.B. dass das Abgehängtfühlen mancher junger Männer ein Symptom des Patriarchats ist und nicht des Feminismus. Ich glaube der Autorin gern, würde den Gedanken aber dennoch gern unterfüttert mit Beispielen und Erklärungen verstehen. Auch an anderen Stellen fehlten die Quellen für Aussagen. Als Einsteigerliteratur sollten die nötigen Belege und Details immer mitgeliefert werden (das tat sie auch überwiegend, aber eben manchmal fehlten sie!) Hingegen wurden dann teils zu ausufernd exemplarische Schicksale beschrieben (z.B. Chyna, Britney Spears, etc.) Nichtsdestotrotz empfehle ich das Buch!
Ein großartiges Buch, welches Pflichtlektüre sein sollte (am besten in der Schule aber auch generell)
Sehr gut gelesen und informativ.
Lesenswert!
Dieses Buch liest sich gut, es ist interessant und humorvoll geschrieben, trotz der Verzweiflung die es immer mal wieder auslöst. Besonders gut gefallen hat mir: die Autorin erzählt immer mal wieder auch aus ihrem eigenen Leben, durchaus auch selbstkritisch. Die Message ist stabil: wir brauchen einen intersektionalen Feminismus und vor allem Solidarität miteinander ❤️ Ich bin also sowohl gut unterhalten als auch ein kleines bisschen klüger. Meine einzige Kritik: ich hätte es mir klarer strukturiert gewünscht, den roten Faden konnte ich (bis auf das rote Lesebändchen) nicht erkennen. Vielleicht hätten hier und da noch mal Absätze geholfen, die die einzelnen Beispiele in das Thema des Kapitels einordnen.
Ein Buch, was meine Sicht auf unsere Gesellschaft wirklich verändert hat. Wirklich empfehlenswert für Frauen aber auch und vielleicht vor allem, für Männer! Öffnet einem die Augen und lässt mich mit einem ganz anderen Blick auf die Gesellschaft schauen. Viel Liebe an das Buch!
So so so wichtig! Nein bisher liebstes Bich über unsere patriarchale Gesellschaft und den Feminismus!
Ich habe in den vergangenen Jahren eine Menge an feministischen Büchern und gesellschaftskritischen Büchern gelesen, aber das hier ist das Buch was mir bei alldem gefehlt hat. So gut recherchiert, so tiefgreifend und intellektuell wie kein anderes. Dabei ist der Schreibstil an manchen Stellen nicht ganz einfach und ich musste und wollte mir dafür viel Zeit nehmen, aber dafür auch so ehrlich und ich liebe die manchmal so derbe Wortwahl - weil es genau das ist was wir brauchen. Ich liebe alles daran und vor allem wie hohe Relevanz in der heutigen Zeit!

Die Hoffnung liegt im Kollektiv.
Ich denke, es ist echt ein gutes Einsteigerwerk in die Thematik. Das Buch ist nah am Zeitgeist und wirklich verständlich geschrieben, mit zahlreichen Mythen und Geschichten vom Mittelalter bis hin zur heutigen Zeit.
„Wir alle sind in einer patriarchalen Gesellschaft sozialisiert worden, die uns Frauen, inter, trans und nicht binären Personen, je nach Region, Elternhaus und Umfeld eine mehr oder weniger große Portion Misogynie mitgegeben hat, keine*r ist frei davon.“ Ein Buch, welches sehr gut an Anekdoten und Beispielen die allgegenwärtigen patriarchalen Strukturen aufzeigt. Manchmal leider etwas mühsam zu lesen, aufgrund vieler Fußnoten und Fachbegriffen.
Sehr feministisch und augenöffnend. Klare Empfehlung. Aber ein Buch, das man in Etappen lesen sollte, da es so viele Denkanstöße bietet .
Sehr umfangreich
Puh, das war wirklich ein großer Wälzer zum Thema (Anti-)Feminismus in der Geschichte. Viele Punkte die sie angesprochen hat, und sie ging wirklich durch die gesamte Geschichte von den Neandertalern bis heute, habe ich gut für mich reflektieren und nachvollziehen können und habe ihr häufig zugestimmt. Aber einige Punkte empfand ich als doch überzogen und habe mich dann eher in dem Gefühl wiedergefunden, dass hinter jeder Ecke das Patriarchat lauert, dass mir böses will. Zuweilen steckt es auch in vielen Ecken, aber ich kann für mich selbst nicht behaupten, mich in meiner Rolle als so "heruntergedrückt" zu sehen, wie es in diesem Buch dargestellt wird und das will ich auch nicht. Auch wenn ich nicht leugnen möchte, dass anderen Frauen, andere Lebenswege und somit andere Erfahrungen zuteil wurden. Sie hat öfter auch die männliche Sicht ins positive gestellt und selbstreflektierend geschrieben, das hat mir gut gefallen. Manche Punkte, wie mit den Neandertalern und deren Darstellung habe ich für mich nicht erkennen können, sondern viel mehr gedacht, dass sich hier die Frau mit ihren Fahigkeiten damals aus heutiger Sicht selbst in den Schatten stellt (nur Beeren pflücken und auf Kinder aufpassen). Alles in allem aber ein interessanter Einblick in oft unbekannte oder nicht wahrgenommene Unterdrückung und Vernachlässigung des Frauenbildes bis in die heutige Zeit hinein.
viel. zu beginn überwältigend und auch die struktur hat sich mir nicht ganz erklärt. aber so voll mit vielen wichtigen recherchen, fakten und geschichten, die man mitnehmen muss. ein bisschen versprüht es auch hoffnungsfunken!
Ich hab etwas gebraucht für dieses Buch. Das lag nicht am Thema sondern an dem ständigen hin und her blättern zu den Anmerkungen ( die auch sehr interessant waren). Ich kam in keinen Lesefluss, trotzdem hat es mich immer wieder gepackt, eine Kapitel mehr als andere. Den Stern Abzug gibt es für die Sprache die manchmal nicht für jeden zugänglich ist ( Englisch, Fremdwörter) Alles in allem aber ein sehr gutes Buch zu einem so wichtigen Thema.
Relevanter Inhalt zu zerfasert
Dieses feministische Buch greift ein wichtiges und spannendes Thema auf und vermittelt dabei durchaus interessantes Wissen, einiges davon bleibt hängen. Allerdings fehlt dem Buch stellenweise ein klarer roter Faden. Die Struktur wirkt sprunghaft, und manche Passagen ziehen sich unnötig in die Länge, was den Lesefluss bremst. Trotz inhaltlicher Relevanz und guter Ansätze hätte eine stärkere Fokussierung oder anderer Schreibstil dem Buch insgesamt gutgetan.
fundiert, informativ und augenöffnend Ich habe so viel Wissen erlangt über patriarchale Mythen und woher sie stammen. Endler gestaltet dies sehr facettenreich, nimmt Bezug zur Historie, Kultur, Kunstgeschichte und Literatur. Zahlreiche relevante Themen wie Misogynie, Emanzipation, Klassismus, Rassismus, Diskriminierung und Kapitalismus finden ihren Platz. Die teils ironische Schreibweise macht dieses Sachbuch sehr lesenswert und in der Regel scheue ich mich sehr Sachbücher zu lesen, aber dieses war ein informativer Lesegenuss. Ich kann es sehr empfehlen!
💡 Leseempfehlung für alle, die bereit sind, ihre eigene Rezeption von Weiblichkeitsbildern zu hinterfragen – und ein Buch suchen, das mehr ist als bloße Lektüre: ein feministischer Denkraum.
📚✨ Witches, Bitches & It-Girls von Rebekka Endler ✨📚 Wie patriarchale Mythen unsere Wahrnehmung bis heute durchziehen Kaum ein Buch hat mich in letzter Zeit so sehr in den Marginalien mitdenken lassen wie dieses. Rebekka Endler liefert keine bloße kulturhistorische Bestandsaufnahme, sondern ein klug komponiertes Mosaik patriarchaler Kontinuitäten – und tut das mit einer sprachlichen Schärfe, die gleichermaßen schmerzt wie befreit. Was dieses Buch für mich besonders macht? Es arbeitet – und zwingt mich mitzuarbeiten. Zwischen romantisierten Frauenbildern, Kanonfragen und viralen Tradwife-Narrativen zeigt Endler, wie tief internalisierte Misogynie auch heute noch unsere Vorstellungen von Weiblichkeit strukturiert. Als jemand, die sich mit feministischen Perspektiven auf Literatur beschäftigt, war ich besonders beeindruckt davon, wie selbstverständlich Endler literatur- und kulturhistorische Phänomene kontextualisiert: Die Romantik als Wegbereiterin der sentimentalen Feminisierung, der Kanon als patriarchal kuratierte Gedächtnislandschaft, und immer wieder der Verweis auf das, was nicht erzählt wird – oder wer nicht erzählen darf. Dieses Buch ist kein Feel-Good-Feminismus. Es ist ein Einladung zur kritischen Reflexion – humorvoll, bissig, und stellenweise unangenehm ehrlich.
Rezi folgt
Wichtig und richtig
Sehr gutes und informatives Buch! Wenn ich es als Buch gelesen hätte, wäre ich vermutlich an der einen oder anderen Stelle hängen geblieben, weil es zum Teil doch sehr ausführlich und für mich dann zu langatmig war. Jetzt würde ich es mir tatsächlich auch noch als Buch holen, um die ganzen wichtigen und tollen Stellen zu markieren und zum Nachschlagen bei der Hand zu haben.
Wow, was ein Buch! 🫶💪🔥❤️🩷💜 Auch wenn ich bekanntermaßen keine große Sachbuchleserin bin - dieses Buch musste ich ganz unbedingt lesen! Und ich habe definitiv nicht eine einzige Seite bereut. Rebekka Endler bringt so unglaublich gut auf den Punkt, wie das Patriarchat uns bis heute bestimmt und wie wir alle (bewusst oder unbewusst) dafür sorgen, dass es weiter am Laufen bleibt. Dieses Buch ist brandaktuell, unfassbar gut recherchiert und dabei gleichzeitig unterhaltsam. Endler liefert unzählige Beispiele dafür, wie patriarchale Mythen seit Jahrhunderten unsere Gesellschaft bestimmen und zeigt in erschütternder Weise, was auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie Tradwives, erstarkende Rechte oder sogar True-Crime-Stories damit zu tun haben. Besonders beeindruckt und überzeugt haben mich die wirklich gute Argumentation, die kluge Auswahl und Recherche der Beispiele und Anekdoten sowie der (selbst)reflektierte Umgang mit allem Dargelegten. Zudem bleibt Endler nicht nur beschreibend, sondern zeigt ebenso mögliche Lösungswege auf. “Wir müssen besser darin werden, uns in Ambiguitätstoleranz zu üben, besonders im Hinblick auf menschliche Biografien. Kein Mensch ist perfekt, […]. Wir müssen Platz für das menschliche Durcheinander schaffen, das wir alle in uns tragen - die einen mehr, die anderen weniger.” (S. 190) - Wie schön das doch wäre - oder? Abschließend kann ich nur sagen: Lest dieses Buch! Es wird euch die Augen öffnen (ja, noch weiter!!).
Ich gebe es zu: Es hat ein paar Seiten gebraucht, bis ich mit dem Buch warm geworden bin. Das lag nicht an der Thematik, sondern an der Art und Weise, wie Rebekka Endler ihre Erkenntnisse präsentiert: Ganz richtig steht in der Inhaltsangabe die Formulierung "Ihre anekdotische Spurensuche (...)" und genau das war anfangs gewöhnungsbedürftig für mich. Gerade am Anfang war es oft so, dass ich mich darauf einstellte, lange Ausführungen zu einem gerade angerissenen Thema präsentiert zu bekommen, was dann aber nicht der Fall war. Ich bekam zwar Ausführungen, aber nicht in der Ausführlichkeit, die ich von anderen Werken gewohnt bin. Anfangs irritierte mich das, aber relativ schnell bin ich in den Fluss gekommen und bin angesichts der Vielfalt dessen, WAS Endler alles zusammengetragen hat, einfach nur froh, dass sie es nicht durch ausschweifende Erläuterungen unnötig in die Länge gezogen hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich an den anekdotischen Erzählansatz gewöhnt und bin dankbar, dass er gewählt wurde. Ich persönlich liebe dieses Buch sehr. Es ist eins der wenigen Bücher, die ich mehr als einmal in die Hand nehmen und lesen werde. Es ist nämlich ein Füllhorn voller interessanter Fakten, Einordnungen und Ideen. Und es gibt - nachdem ich es geradezu verschlungen habe, weil es so verdammt gut und interessant ist - außerdem reichlich Verweise auf andere Werke und Quellen, denen ich in Zukunft ebenfalls meine Aufmerksamkeit widmen möchte. Es gab natürlich einiges, was ich bereits wusste und sicherlich viele andere Leser*innen bereits wissen, es gab aber auch (zumindest für mich) ein paar echte "WTF?!"-Momente. Aber das ist ehrlich gesagt gar nicht die Essenz für mich. Die Essenz ist für mich, dass das Große Ganze betrachtet und präsentiert wird - und das verdammt unterhaltsam -, Kontext hergestellt wird und zahlreiche Mythen entzaubert werden. (Und ganz nebenbei: Wie schon Margarete Stokowski schafft es auch Rebekka Endler, das Vorurteil, Feministinnen seien humorlose, verbitterte, verkrampfte und männerhassende Biester, komplett zu entkräften. Ich lieb's!) Ja, an manchen Stellen hätte ich mir etwas tiefergehende Ausführungen gewünscht, aber das hätte schlicht den Rahmen gesprengt. Und ja, das Anekdotische wirkt manchmal etwas sprunghaft. Letztlich aber überwiegt für mich, dass ich auf unterhaltsame Weise neue Erkenntnisse gewinnen konnte. Was will ich mehr?
Der Funke Hoffnung, der durch das Dunkle blitzt, er liegt im Kollektiv.
Dieses Buch lädt ein zum Mitdenken, Nachdenken und Überdenken, indem zahlreiche patriarchale Erzählungen der Gegenwart in Frage gestellt werden. Ich nehme sehr viele Gedankenanstöße mit, die mich bestimmt noch lange beschäftigen werden. Volle Empfehlung!
Richtig und wichtig, aber..
Ich bin ohne Plan durch den Buchladen geschlendert..kein bestimmtes Ziel, einfach Lust auf Stöbern. Ich greife gerne zu allem, was hübsch aussieht und mich beim Reinlesen sofort packt. Und dann dieses Cover: atemberaubend. Der Klappentext? Wow. Genau mein Ding, genau meine Themen! Also natürlich musste das Buch mit. Dass dieses Buch wichtig ist, steht außer Frage. Die ersten 100 Seiten waren zwar etwas zäh, aber inhaltlich wirklich stark. Ich wollte dranbleiben, hab mich noch durch weitere 100 Seiten gekämpft… und dann musste ich ehrlich zu mir selbst sein: Ich breche ab. Die Themen sind top recherchiert und spürbar mit Leidenschaft geschrieben. Aber der Stil ist schon sehr anspruchsvoll. Dieses System mit unzähligen Fußnoten und zusätzlichen Anmerkungen am Ende hat das Lesen für mich eher zur Geduldsprobe gemacht. Eigentlich sollte jeder dieses Buch gelesen haben. Das Buch sollte in Schulen behandelt werden oder in öffentlichen Bibliotheken zur freien Verfügung stehen. Aber, und das ist das große Aber: Das wird wohl nicht passieren. Das Buch ist sprachlich einfach zu komplex, zu akademisch, zu ambitioniert. Nicht jeder hat den Zugang zu dieser Sprache und diesem Schreibstil. Ich finde es sehr schade, denn der Inhalt hätte wirklich ein breites Publikum verdient. Aber Inklusion sollte bei der Sprache anfangen und hier tut sie es leider nicht.

Ich weiß nicht…
Ich weiß irgendwie nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Einerseits wird wirklich gute Aufklärungsarbeit geleistet: Viele Thematiken werden aufgegriffen und durchleuchtet, sodass ich auch den einen oder anderen Aha-Moment hatte. Andererseits kritisiert die Autorin (zurecht), dass Frauen sich: damals wie heute, gegenseitig anprangern, anstatt zusammenzuarbeiten. Doch genau das tut sie in gewisser Weise selbst, wenn sie zum Beispiel sogenannte „Tradwives“ kritisiert, nur weil diese beispielsweise gerne Sauerteigbrot backen oder Schokolade selbst herstellen. Natürlich ist das vielleicht nicht der „modernste“ oder „feministischste“ Lebensweg, aber wenn es für sie passt, ist das doch völlig in Ordnung. Jeder nach seiner Fasson. Deshalb lässt mich das Buch zwiegespalten zurück. Ich verstehe die Botschaft, es ist überaus gut recherchiert und umgesetzt aber sie kritisiert genau das, was sie selbst kritisiert …
Wurde dann doch etwas zu gehyped wohl. Das Patriarchat der Dinger war meiner Meinung nach tausendfach besser geschrieben. Das ist für mich einfach nur eine Sammlung aus bereits bestehenden Büchern oder Social Media Posts.
„Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen“
In „Witches, Bitches, It‑Girls“ begibt sich Rebekka Endler auf eine radikale und zugleich pointierte Spurensuche durch Jahrhunderte von patriarchalen Mythen. Sie zeigt, wie Begriffe und Rollenbilder wie „Hexe“, „Zicke“, „It‑Girl“ oder „gute Ehefrau/Mutter“ nicht nur Labels sind, sondern langfristige Instrumente, um Frauen zu kontrollieren, zu definieren und kleinzuhalten. Dabei beleuchtet sie, wie Kunst, Medien und Kultur diese Mythen immer wieder neu auflegen und normalisieren: von historischen Hexenverfolgungen bis hin zu modernen Trends wie „Momfluencerinnen“. Endler legt dar, wie viel davon tief internalisiert ist und wie sehr wir alle — bewusst oder unbewusst — in Strukturen mitspielen, die Ungleichheit fortschreiben. Zugleich ruft sie dazu auf, diese Zuschreibungen zu hinterfragen und sich Frauenbildern zu entziehen, die festlegen, was „normal“ sein soll. Das Buch ist klug, kämpferisch und manchmal unbequem, aber gerade dadurch ein starkes Plädoyer für Selbstbestimmung, Solidarität und Bewusstsein. Ich hab zwar genau wie beim ersten Buch von Rebekka Endler lange gebraucht, um den Inhalt durchzuarbeiten, aber finde auch dieses Werk wieder so essenziell, informativ und augenöffnend für die unsichtbaren patriarchalen Strukturen in unserer Gesellschaft. Nicht nur geeignet für Feminist*innen, sondern auch eine gute Einstiegslektüre für die, die es werden wollen.

Feminismus, Mythen & Medien
Witches, Bitches, It Girls von Rebecca Endler ist für mich ein sehr wichtiges Buch in der aktuellen Zeit. In vielen Punkten hat sie genau die Sorgen und Gedanken aufgegriffen, die mich momentan sehr beschäftigen — besonders was die Rückschritte beim Feminismus, die zunehmende Transfeindlichkeit und den wachsenden Rechtsruck angeht. Ich fand es richtig spannend, wie viele popkulturelle Bezüge sie einbaut und wie sie sich mit alten Mythen auseinandersetzt — sowohl im historischen als auch im wortwörtlich mythologischen Sinn. Besonders hängen geblieben ist bei mir der Gedanke, wie stark patriarchal geprägt viele literarische Übersetzungen und überlieferte Mythen sind und wie dadurch der eigentliche Sinn im Laufe der Jahre verloren geht. Dies erinnerte mich an das Kinderspiel „Stille Post“, bei dem am Ende eine Botschaft herauskommt, die mit der ursprünglichen Aussage kaum noch etwas gemein hat. Das Buch ist sehr zugänglich und liest sich richtig gut. Ich musste beim Lesen oft innehalten und habe mir direkt einige Dokus und Artikel, insbesondere zu den historischen Quellen, auf meine Leseliste gepackt, um noch tiefer in die Themen einzutauchen. Auch fand ich es wichtig, dass Endler zeigt, dass Feminismus kein neues Phänomen ist. Eigentlich existiert er schon sehr lange — nur haben wir heute ganz andere Möglichkeiten, unsere Stimmen hörbar zu machen. Was mir besonders gefallen hat: Das Buch regt zur Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Vergangenheit an. Wie die Autorin selbst schreibt, hat vermutlich jede*r von uns sich schon mal unbewusst nicht korrekt gegenüber dem eigenen oder anderen Geschlecht verhalten. Wir wachsen leider immer noch in patriarchalen geprägten Strukturen auf und letztlich profitiert der Kapitalismus davon. Wenn wir aber offen für Selbstreflexion sind und bereit sind, unser Denken und Handeln zu hinterfragen, sind wir schon auf einen guten Weg. Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite: An manchen Stellen hätte ich mir einen etwas klareren roten Faden gewünscht, da das Buch thematisch immer mal wieder springt. Aber insgesamt finde ich es sehr lesenswert und wichtig und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen! *Unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar
First of All: Es ist ein gutes Buch zu patriarchalischer Matrix und der Kampf dagegen. Kann man einem Buch vorwerfen, dass es kämpferisch ist, wenn es das ganz explizit auch sein will? Zumal es allemal angebracht ist kämpferisch zu sein angesichts des Patriarchats? Ich denke nein. Nur ist der Kampf hier über die rund 400 Seiten richtig aufgehoben? Nicht so richtig. Es ist ein „predigen vor Bekehrten“. Gut, das sind politische und/oder feministische Bücher oft. Aber der nüchterne Stil einer Eva Illouz ist dann aber unter dem Strich häufig das mächtigere Schwert im Diskurs. Ein paar Kleinigkeiten trüben den eigentlich positiven Gesamteindruck auch: die dreifach Struktur aus Fußnoten und doppelten Endnoten zerfasert den Text ziemlich. Wenn etwas noch wirklich wichtig ist, dann gehört es in keine Fuß- oder Endnote, sondern in den Fleißtext. Ein Sachbuch mit einem eindeutigen Einschlag zum populärwissenschaftlichen brauch gute Beispiele. Es gibt hier viele, aber nicht alle zünden. Da war zum Beispiel bei Liv Strömquist, der Literaturauswahl von Illouz oder auch Claire Dederer wesentlich besser. Und apropos: an vielen Stellen ist das Buch sehr selbstreflektiert, andererseits traut man sich manchmal auch zu wenig an echte Ambivalenzen heran. Da ist Dederers „Monster“ absolut ausgezeichnet gewesen. Die größte Stärke des Buches besteht für mich darin, dass es ein gutes Buch ist sich nochmal viele Takes für den Feminismus in Erinnerung zu rufen. Denn dann hat man sie vielleicht irgendwann bei der nächsten Diskussion schneller parat. Und das wäre doch schon was. :)
Mit „Das Patriarchat der Dinge“ hat die Autorin und Journalistin Rebekka Endler ein Werk vorgelegt, an das ich immer wieder denken muss und aus dem ich immer wieder zitiere – meistens, wenn ich wütend bin. Nun ist mit „Witches, Bitches, It-Girls“ ihr zweites Buch erschienen, in welchem sie in insgesamt 9 Kapitel darstellt, wie patriarchale Mythen uns prägen, wie sie unser Denken und Handeln bestimmen und wie wir das Patriarchat selbst weiter am Laufen halten. Bei Rebekka Endler beginnt und endet alles mit Pandora, einem perfekten Beispiel der weiblichen Schuldigen, die – wie auch schon die biblische Eva – für alle Übel auf der Welt verantwortlich gemacht wird. Doch was muss die Antwort sein, auf all diese „patriarchalen Beben“, die sich aktuell auf der ganzen Welt ereignen? Der Autorin zufolge kann es da nur eine Antwort geben: intersektionaler Feminismus. Das Buch beschäftigt sich mit einer wahren Vielzahl an Themen: Die ständige Inszenierung der Frau als Opfer und Objekt, der angeblich zunehmende „Männerhass“ oder die Instrumentalisierung der als „Karen“bezeichneten genervten Frau. Darüber hinaus entlarvt sie Mythen, wie die der angeblich gehäuft auftretenden Falschanschuldigungen gegen Männer, die Ideologie der Tradwives oder die Darstellung der filles fatales in Film und Literatur. Besonders wichtig fand ich das Kapitel „Ist die Frau der Frau eine Wölfin“, denn wenn wir ehrlich sind, leisten auch wir Frauen oft genug dem Patriarchat Vorschub – Rebekka Endler nimmt sich da selbst nicht aus. Dennoch bleibt am Ende, wie bei Pandora, die Hoffnung. „Witches, Bitches, It-Girls“ versteht sich als Brücke zwischen den unterschiedlichsten feministischen Sachbüchern und verhandelt daher keines der Themen erschöpfend. Endler bezeichnet ihr Buch selbst als einen „anekdotischen Streifzug“ und genau das ist es, was man als Leser*in erhält. Das wirkt manchmal ein wenig sprunghaft und hin und wieder ist in den Kapiteln das übergreifende Thema nicht ganz klar. Zudem hätte ich mir noch eine Literaturliste gewünscht. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau; ein wichtiges, aber auch unterhaltsames Buch.
Sehr informativ und gut geschrieben. Vieles ist natürlich nicht neu, wenn man schon ähnliche Bücher gelesen hat oder allgemein an dem Thema interessiert ist.
Geschichte, Popkultur, Medien, Politik… das alles durch die feministische Brille? Und auch noch unterhaltsam geschrieben??? Nagut, eigentlich hätte ich es ja wissen müssen. Immerhin hat mir Rebekka Endlers Vorgänger “Das Patriarchat der Dinge” schon richtig gut gefallen und auf ihr neues Werk freue ich mich als treue “Feminist Shelf Control” Höhrerin offen gestanden schon seit langem. Trotzdem bin ich überrascht, wie schnell ich das Buch inhaliert habe. Die verschiedenen Kapitel sind spannend, informativ und vor allem vielfältig. Selbst ich als Person, die chronisch online ist und von vielen Dingen schon mal was gehört oder gelesen hatte, konnte hier noch einiges lernen. Oder mich zumindest an Endlers Perspektive und Einordnung erfreuen. Sie scheut auch nicht davor zurück, sich selbst zu hinterfragen und vor ihrer eigenen Haustür zu kehren. Damit macht sie sich ein Stück weit angreif- aber eben auch nahbar. Gefühlt stehe ich an einem ähnlichen Punkt meines Feminismus: man wird durch die Radikalisierung der Männer selbst immer radikaler, hat nur noch wenig Nerv für misogyne oder anderweitig menschenfeindliche Takes, sieht sich entsetzt dem kommenden Faschismus und der alarmierend steigenden und eskalierenden männlichen Gewalt (oft gegen Frauen und Mädchen) entgegen. Gleichzeitig weiß man, dass der Feminismus (nicht zuletzt durch patriarchale Diffamierungskampagnen) ein Image-Problem hat, man will freundlich und zugänglich bleiben, bloß keine Klischees erfüllen. Endler sieht und benennt das alles sehr scharfsinnig. Für mich waren die Parts über Frauen, die andere unter den Bus werfen und selbst antifeministisch agieren, die schmerzhaftesten und schwierigsten. Wie kritisiert man andere Frauen, ohne selbst misogyn dabei zu werden. Alice Schwarzer ist dieser schmale Grat nur allzu oft misslungen und ich war entsetzt über einige ihrer Sätze, die sich hier im Buch als Zitate finden. Auch die sogenannte Pickme lässt mich ratlos zurück. Zum einen finde ich, dass man dieses Verhalten irgendwie benennen muss, weil vielen oftmals auch dann erst selbst auffällt, was sie da treiben. Andererseits sehe ich natürlich die Problematik und den Missbrauch des Begriffs. Es bleibt schwierig und wir müssen alle stetig wachsen und weiterlernen, aber das war im Feminismus ja schon immer so. Dieses Buch bietet hauptsächlich Wissen, aber auch Unterhaltung, Solidarität und einen Funken Hoffnung. Unbedingt lesen!

Ein paar super interessante Punkte. Mir hat leider einfach ein bisschen der rote Faden gefehlt. (Und das Format mit den vielen Anmerkungen ganz hinten im Buch hat etwas den Lesefluss gestört. Vieles davon hätte ich mir direkt im Fließtext gewünscht.)
Ein geniales Buch, das jeder lesen sollte. Hier werden Mythen aus der Antike mit aktuellen Themen in Verbindung gesetzt und gleichzeitig Lösungsansätze präsentiert.
Rebekka Endler konnte mich schon mit ihrem ersten Sachbuch "Das Patriarchat der Dinge" sehr überzeugen, mit "Witches, Bitches, It-Girls" legt sie nun phänomenal nach. Sie beschäftigt sich eingehend mit patriarchalen Mythen und deren Auswirkungen auf unser tägliches Leben, Handeln und Denken. Dabei schaut sie sowohl auf andere Epochen, als auch auf das hier und jetzt, von der Romantik über Hexen bis zu Tradwifes, TERFS und Pickme-Girls ist alles dabei. Dabei übt sie Rassismus- und Kapitalismuskritik und schildert alles aus einer sehr inklusiven, offenen Perspektive. Was mir besonders gut gefallen hat: Rebekka Endler reflektiert sich in ihrem Buch immer wieder selbst, das finde ich gerade bei Kritik an anderen Frauen super wichtig. Ich fand jedes Kapitel sowohl spannend, aufwühlend und sehr gut recherchiert, als auch richtig unterhaltsam, deshalb habe ich das Sachbuch auch verhältnismäßig schnell gelesen. Ich kann "Witches, Bitches, It-Girls"nur vollumfänglich empfehlen, es ist absolut lesenswert!

Wahnsinnig interessantes Buch. Hat aber lange gedauert mit dem lesen, da es wie ein Sachbuch aufgebaut ist. Manche Sachen waren für mich interessanter, manche nicht so. Wichtige Themen, aber ich weiß nicht ob es ein Must Read ist. Der Schreibstil ist aber fantastisch und es geht querbeet durch Medien, Mythologie, Trade Wives, Influencer, diverse Frauenbilder. Wie sehr patriarchale Strukturen unser Leben bestimmen und was eigentlich überall, auch in der Politik abgeht. Alltags Dinge die einem so lapidar erscheinen, in Wirklichkeit aber sehr schief laufen. Auch für jüngere LeserInnen geeignet.
Super Buch um den Horizont zu erweitern und auch eigene Denkweisen mal zu hinterfragen. Viele Themen waren mir zwar durchaus bekannt, aber oft nicht in der Tiefe. Zwischendurch fehlte mir bisschen der rote Faden und es ist definitiv nix zum entspannten Feierabend-Lesen, aber es lohnt sich!
Ich finde es schwierig, zu beschreiben, worum genau es in diesem Buch geht—es ist allerdings durch und durch brillant (geschrieben).
Essentiell geht es um das Patriarchat, patriarchale Mythen und was es am Leben hält—auch heute noch. Sei es durch einseitige Geschichtsschreibung, neumodische trad wives oder misogyne Vorurteile, mit denen wir alle aufwachsen. Rebekka Endler verwebt dabei in ihrem Buch historische Fakten und popkulturelle Storys — und nimmt ihr eigenes (Fehl-)Verhalten unter die Lupe. Wer viele feministische Bücher liest, wird nicht von allem überrascht sein, aber vor allem die tolle Schreibweise, sowie die Gedanken Endlers dazu, wie sich ggf. Umstände ändern lassen und wir mehr Menschen vom Feminismus „überzeugen“ (vor allem jene, die die Kämpfe missinterpretieren), macht es mehr als lesenswert. 5/5 ⭐️

In den ersten Kapiteln war ich mir sicher, dass dies ein 5✨Read wird. Leider musste ich im Laufe des Buches feststellen, dass der Lesefluss doch nicht durchgehend gegeben war. Es war anstrengend, aufwühlend, stellenweise zäh und trotzdem ein so wichtiges Werk für alle Personen, die bereit sind sich mit der Thematik tiefgründig auseinanderzusetzen.
Wären Schulbücher so geschrieben worden, hätte ich bestimmt bessere Noten gehabt. Tolles Buch!
Inhalt: In Witches, Bitches, It-Girl von Rebekka Endler klärt sie über die misogyne Mythen und über das patriarchale Gesellschaftssystems, das uns bis heute prägt, auf. Meinung: Es war mein erstes Sachbuch das sich mit dem Thema Patriarchat und misogyne Mythen beschäftigt hat, auch ich habe mich mit dem Thema vorab wenig auseinandergesetzt. Rebekka Endler hat es mit ihrem Buch geschafft mir Wissen zu vermitteln und das mit einer Humorvollen Note, vieles hat die Autoren mit ihrer persönlichen Note kommentiert. Es ist Wahnsinn wie viel für mich schon selbstverständlich ist obwohl das Recht / Gesetz noch nicht einmal 100 oder 50 Jahre her ist. Es ist kein trockenes Sachbuch nicht, es liest sich wie ein guter Roman. Dank ihrer harten Recherche und den unzähligen Quellenangaben, ist es aber leider harte Realität. Der Titel ist sehr gut gewählt, sie geht auf alle 3 Frauenbilder ein und wer hätte es gedacht, geschaffen von Patriarchat. Ihr wunsch war es Trost und Aktivierungspotenzial bei den Lesern also mir zu finden und dies hat sie geschafft. Werde mir ihr erstes Buch: „Das Patriarchat der Dinge. Warum die Welt Frauen nich passt.“ auch zulegen und lesen.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, Debatten auslöst und dringend gelesen werden sollte – nicht nur von Feminist*innen!
Nach dem großen Erfolg ihres Debüts „Das Patriarchat der Dinge“ legt Rebekka Endler mit „Witches, Bitches, It-Girls“ein weiteres kraftvolles Sachbuch vor – klug, scharfsinnig und hochaktuell. Mit beeindruckender Recherche und einer feinen Prise Humor begibt sich die Autorin auf eine anekdotisch erzählte Reise durch Geschichte und Gegenwart, um patriarchale Frauenbilder aufzudecken und zu hinterfragen: von der antiken Furie über die Hexe im Mittelalter bis zum „It-Girl“ der 2000er oder der heutigen Mommy-Influencerin. Ob Popkultur, Religion, Medien, Literatur, Wissenschaft oder Social Media – Endler zeigt eindrucksvoll, wie tief verwurzelte patriarchale Mythen unser Denken bis heute prägen und Frauen strukturell benachteiligen. Auch das Miteinander von Frauen – Stichwort „Pick-Me Girl“ – wird differenziert und klug analysiert. Aktuelle gesellschaftliche Themen wie Tradwife-Ideale, die MeToo-Debatte, Transfeindlichkeit oder der rechtspopulistische Backlash werden sensibel und reflektiert behandelt. Dabei bleibt Endlers Ton zugänglich, nie belehrend – und genau das macht dieses Buch so besonders: feministisch, aufklärend und gleichzeitig unterhaltsam.

Rebekka Endler schreibt im Vorwort über das Buch, es sei ein “anekdotischer Streifzug durch die Geschichte des männlichen Dominanz- und Überlegenheitsanspruchs von der angeblichen Steinzeit bis zur gegenwärtigen Politik und Popkultur”. Mit sehr viel Wissen führt Endler durch diesen Streifzug und hat mich immer wieder fassungslos gemacht, mir auch sehr viel beigebracht. Sie dekonstruiert über die Jahrhunderte hinweg patriarchale Strukturen aus sämtlichen Bereich des menschlichen Zusammenlebens, aus der Politik, Medizin und Wissenschaft, Kunst, Sport, Sexualität usw. Dabei zieht die Autorin nicht lediglich einzelne Schubladen auf und erklärt diese, sondern zeigt auf, wie alles zusammenhängt und sich gegenseitig bedingt; wie das Patriarchat immer auch mehrere Diskriminierungsformen nutzt. Der Fließtext ist gespickt mit unzähligen Fußnoten und zusätzlichen Anmerkungen im Anhang. Dadurch gibt es zu den eigentlichen Erzählungen immer noch einige Kontextualisierungen und Querverweise, was ich einerseits super spannend fand. Andererseits bin ich dadurch immer wieder raus gekommen, sodass ein richtiger Lesefluss bei mir nicht entstanden ist. Nichtsdestotrotz gehört dieses Buch in jedes feministische Bücherregal und hält sicherlich einige neue und interessante Fakten für euch bereit, auch, wenn ihr schon sehr viel über das Patriarchat und seine gruseligen Auswüchse wisst. CN: S3xismus, Ras$ismus, G3walt, Su1zid, Transf3indlichkeit, Abl3ismus, Es$störungen

Pflichtlektüre für alle!♥️
Noch nie habe ich so lange für 400 Seiten gebraucht… normalerweise an einem regnerischen Wochenende machbar, hat dieses Buch mich sechs Wochen gekostet und jede Sekunde war es wert. Noch nie habe ich so komplex von so vielen Zusammenhängen, Beispielen, Mythen, Bewegungen, Geschichten etc. auf einmal gelesen. Es ist keine einfach Lektüre, aber jedes Wort ist in unserer heutigen Zeit von unmessbarem Wert.

Eine essenzielle Analyse unserer Gesellschaft!
Rebekka Endlers "Witches, Bitches, IT-GIRLS" ist ein absolutes Meisterwerk und ein Muss für jeden, der verstehen möchte, wie tief patriarchale Mythen unsere Kultur und unser Selbstverständnis bis heute prägen. Endler seziert mit beeindruckender Präzision und einem oft schonungslosen, aber immer klaren Blick die Entwicklung und Funktion weiblicher Stereotypen - von der dämonisierten Hexe über die abfällige "Bitch" bis hin zum scheinbar glamourösen "It-Girl". Was dieses Buch so herausragend macht, ist nicht nur die akribische Recherche und die scharfsinnige Analyse, sondern auch Endlers Fähigkeit, komplexe historische und soziologische Zusammenhänge zugänglich und hochrelevant für die Gegenwart darzustellen. Man erkennt schmerzlich, wie die gleichen Muster, nur in anderem Gewand, sich bis in unsere moderne Medienlandschaft und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen ziehen.

Grandioses Buch über eine Vielzahl patriarchaler Mythen und wo sie herkommen. Must read!! 🔥
Stark, klug und bissig
Witches, Bitches, It-Girls“ von Rebekka Endler ist definitiv kein Buch, das man mal eben nebenbei liest – es fordert einen, regt zum Nachdenken an und trifft mit seiner Analyse patriarchaler Kontinuitäten oft genau ins Schwarze. Die Mischung aus fundierter Recherche, klugen Beobachtungen und einer guten Portion Humor macht das Ganze angenehm lesbar, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Besonders gut fand ich, wie Endler durch Geschichte, Popkultur und Social Media navigiert und zeigt, wie tief misogynes Denken eigentlich sitzt – von der antiken Furie über die Hexe bis zur heutigen Mommy-Influencerin. Dass sie dabei auch vor Selbstkritik nicht zurückschreckt, macht sie super sympathisch. Was mir allerdings ein bisschen gefehlt hat, war der berühmte „Flow“. Manche Kapitel ziehen sich etwas, und gerade wenn man nicht komplett tief im Thema steckt, hätte ein bisschen mehr Struktur oder ein roter Faden gutgetan. Trotzdem: Ich habe viel gelernt, musste oft schmunzeln und war an vielen Stellen auch echt betroffen. Fazit: Ein Buch, das einen fordert – im besten Sinne. Wer sich für Feminismus interessiert (oder es sollte), bekommt hier kluge Denkanstöße, aktuelle Bezüge und einen Rundumschlag durch viele relevante Debatten. Von mir gibt’s solide 4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️ – weil es wichtig, witzig und wunderbar unbequem ist.
Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Das Patriarchat ist kein Mythos. Bestsellerautorin Rebekka Endler macht sich in ihrem neuen Buch auf die Suche nach den Ursachen des Patriarchats und geht der Frage nach, welche misogynen Mythen bis heute unser Denken und Handeln bestimmen.
Witches, Bitches, It-Girls ist eine anekdotische Spurensuche, die durch die lange Menschheitsgeschichte führt. Rebekka Endler blickt dabei in den Maschinenraum des Patriarchats, beschäftigt sich mit der Kanonisierung in der Kunst, mit der Epoche der Romantik, mit der sogenannten Normalität und mit feministischen Wellen, mit Cancel-Culture und Transfeindlichkeit – und fragt: Was bringt so viele Frauen heute noch dazu, von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen? Warum werben sogenannte Tradwives für ein Leben als Hausfrau und Mutter? Was steckt hinter der Mommy-Blogger-Welle, und welche Funktion haben Frauenbilder wie Witches, Bitches und It-Girls?
Humorvoll, schlagfertig und kämpferisch zeigt Rebekka Endler, wie wir alle das Patriarchat Tag für Tag am Laufen halten – und wie wir es dennoch verändern können, wenn wir das System dahinter verstehen und angreifen.
« Rebekka Endler erzählt […] mit Ironie und Humor von den unhinterfragten Ungerechtigkeiten im Alltag zwischen Frau und Mann.» NDR KULTUR über Das Patriarchat der Dinge
Book Information
Author Description
Rebekka Endler arbeitet als freie Autorin, Journalistin und Podcasterin. 2021 erschien ihr erstes Buch, Das Patriarchat der Dinge. Warum die Welt Frauen nicht passt.
Posts
Wut, Trauer, Frust und Ohnmacht - Gefühle, mit denen man rechnen muss, wenn man dieses Buch liest.
Ich muss ehrlich sagen: Dieses Buch hat mich wütend gemacht. Aber nicht auf die Autorin oder den Inhalt, sondern auf das System, in dem wir leben. Ich habe mich schon immer als Feministin identifiziert und dachte, ich sei in Sachen Gleichberechtigung und Medienkompetenz super aufgeklärt. Dieses Buch hat mir jedoch den Spiegel vorgehalten und aufgezeigt, dass auch ich nicht immun gegen patriarchale Denkmuster bin. Besonders die Analysen zu den großen Medienskandalen rund um prominente Frauen haben mich umgehauen. Die Autorin legt offen, wie sehr wir alle Opfer einer gezielten Berichterstattung werden. Meine wichtigste Erkenntnis: Wie oft habe ich in der Vergangenheit Männer in Schutz genommen oder die Glaubwürdigkeit von Frauen angezweifelt, die sexuelle Übergriffe öffentlich gemacht haben (Beispiel: Jonny Depp und Amber Heard sowie die Skandale rund um Till Lindemann). Diese Erkenntnis tut wirklich weh, ist aber so wichtig. Das Buch analysiert messerscharf die Dynamiken hinter diesen Skandalen. Es geht nicht nur um Individuen, sondern darum, wie die Medien uns dazu bringen, Täter-Opfer-Umkehr zu betreiben. Wir müssen uns alle kritisch hinterfragen: Warum glauben wir einer Schlagzeile eher als der betroffenen Person? Trotz der Begeisterung gibt es einen Punktabzug, weshalb ich keine 5 Sterne vergeben kann. Das Kapitel zum Thema Polizeigewalt empfand ich als schwierig. Meiner Meinung nach wurde hier teilweise mit fragwürdigen Interpretationen gearbeitet und die Quellenlage wirkte subjektiv als im Rest des Buches. Wenn man sich die Bundeskriminalstatistik oder Berichte des Statistischen Bundesamtes anschaut, wird deutlich, dass auch die Gewalt gegen Beamte zunimmt... eine gesellschaftliche Spaltung, die im Buch für mein Empfinden etwas zu einseitig oder mit fragwürdigen Rückschlüssen dargestellt wurde. Hier hätte ich mir mehr Nuancen und eine fundiertere Auseinandersetzung gewünscht. Was dieses Buch so wertvoll macht, ist der Fokus: Es werden nicht „die Männer“ als Individuen an den Pranger gestellt, sondern das Patriarchat als System. Es erklärt, wie wir alle (unabhängig vom Geschlecht) darin gefangen sind. Warum man es lesen sollte: Es rüttelt am eigenen Weltbild. Es deckt die Mechanismen hinter „It-Girl“-Skandalen und Hexenjagden auf. Es ist ein dringender Appell zur Selbstreflexion. Eigentlich müssten viel mehr Männer dieses Buch lesen. Es ist ein hervorragender Diskussionsstoff, auch wenn man nicht in jedem Punkt mit der Autorin übereinstimmen muss.
beste sachbuch 2025
Wichtig und eindringlich - lest dieses Buch!
Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch den Einfluss des Patriarchats in unser aller Leben und durch viele Jahrzehnte hindurch. Die schildert eindringlich, aber auf gut verständliche und leicht lesbare Weise anhand toller, nachvollziehbarer Beispiele, wo die Probleme liegen. Ein Must-Read für einfach jeden! So wichtig!
Großartig. Augenöffnend, wie viele Gesichter das Patriarchat besitzt und diese auf viele verschiedene Wege zeigt.
Ich erliege seit Jahrzehnten Irrglauben. Und bin damit nicht allein.
Das Buch ist ein wirklich aufschlussreiches Werk zu den Themen Feminismus, Rassismus und generelle Unterdrückung - nicht nur von Minderheiten. Es ist vollgepackt mit Referenzen, Einzel- und Massenschicksalen, mit Berichten über Erfolg und Misserfolg im Wandel und Fortschritt. Was alles schon erreicht wurde und was dafür geopfert werden musste. Es werden Zusammenhänge erläutert und warum wir so ticken wie wir ticken. Aber die wohl wichtigste Aussage des Buches ist jene, dass wir uns weder auf den Erfolgen ausruhen können, noch dass wir diese als gesichert verstehen dürfen, sondern auch viel Kraft in deren Verteidigung stecken müssen. Die Autorin Rebekka Endler bemüht sich sehr, eine objektive Sichtweise an den Tag zu legen und dabei nicht anklagend von oben herab zu belehren. Sie ist sich nicht zu schade, auch über eigene falsche Narrative etc. zu sprechen. Das macht sie sehr menschlich und die ganze Thematik nahbarer - und das ist sehr wichtig. Das Buch soll nicht radikalisieren. Es leistet einen umfassenden Aufklärungsjob und lässt dabei offen, was die Leser:innen mit ihrem neu gewonnenen Wissen machen. Allein weil die Thematiken so unglaublich wichtig sind und essenziell für unseren gesellschafltichen Fortschritt, ist dieses Buch, ein Must-Read. Ich habe das Buch nach dem Beenden direkt wieder auf meinen SuB gelegt, damit ich es nochmal lesen werde, weitere Anmerkungen und Annotations mache und alles erneut aufarbeitet, mich weiter informiere. Und allem voran: mich weiter themenübergreifend sensibilisiere. Mein Review ist an und für sich hier bereits zu Ende. Im folgenden möchte ich tatsächlich meine ganz persönlichen Ansichten und Erlebnisse beim Lesen dieses Buches teilen. Ich erachtete mich als weitestgehend aufgeklärt, respektvoll und offen für (fast) alle Ideologien - und ich wurde auch anscheinend von vielen Narrativen verschont, da ich mein ganzes Leben schon quasi keine Unterhaltung (Filme, Serien, etc.) konsumiere und seit Jahren absichtlich wenige Medien verfolge (nennt es meinetwegen „Diät“ vom Klickbait, Sensationsgeilheit und gefährlichem Halbwissen). Mein Fokus liegt schon lange darauf, meine Meinung nur dann kund zu tun, wenn ich mich mit dem Thema ausreichend auskenne, d.h. Ich mache mich mit Themen im Eigenstudium bekannt, um mir objektiv eine Meinung bilden zu können. Ich vertrete den Standpunkt, dass Aussagen und Meinungen aus dem Bauch heraus getroffen, gefährlich sein können. Wie auch immer, durch meine Abwesenheit in der medialen Blase habe ich natürlich auch alles andere verpasst und nicht nur die Sensationsmedien und den 5-minute-fame. Normalerweise kann ich damit ganz gut leben, aber Dank „Witches, Bitches, It-Girls“ wird mir schmerzhaft bewusst, wovor ich unwissentlich, aber dennoch absichtlich, die Augen verschlossen habe. Ganz besonders schockte es mich, wie stark die Patriachatpropaganda immer noch in der Wissenschaft vertreten ist - und damit meine ich vor allem in unseren „emanzipierten Ländern“, was ich in diesem Ausmaß nicht erwartet habe. Nicht falsch verstehen, ich bin (hoffentlich) nicht naiv. Allein, dass den meisten innerhalb von 2 Sekunden/spontan nur Marie Curie einfällt, wenn (bedeutende) Wissenschaftlerinnen genannt werden sollen, spricht schon Bände. Ich glaube, das schockierendste Beispiel ist die griechische Mythologie - bei der ich dachte, mich recht gut auszukennen. Die Misogynie ist offensichtlich, aber Beschönigungen und Verharmlosungen in den Übersetzungen haben mich unerwartet überrascht. Z.B. dass von „unfreien Menschen“ anstatt von „Sklaven“ gesprochen wird. Ersteres lässt sich auch als „Diener“ interpretieren, was natürlich eine ganz andere Ausstrahlung als „Sklave“ hat. Oder dass der griechischen Sagenfigur Medea Gräueltaten angedichtet wurden, die im Original keine Erwähnung finden. Irgendwie ging ich davon aus, dass mehr oder weniger regelmäßig die Übersetzungen überprüft und in moderne Worte umgesetzt werden - und damit meine ich, dass wirklich das Original neu übersetzt wird und nicht eine bereits vorhandene Übersetzung nur überarbeitet. Wieder was gelernt. Auch spannend fand ich den Abschnitt mit den Homo Sapiens und Neandertalern - insbesondere die stark verbreiteten, aber wissenschaftlich völlig falschen Bilder bei den Rollenverteilungen: Das Jagen sei den Männern vorbehalten gewesen, etc. Es ist der Wahnsinn wie doch die Rollenvorstellungen der damaligen Forscher ihre Ergebnisse beeinflusst haben (gut, das Konzept und die Problematik von Projektionen sind per se in der Forschung nicht neu) und was es eigentlich für ein Kraftakt ist, einen bereits vorhandenen „Schaden“ wieder zu beheben, weil Richtigstellungen sich selten wirtschaftlich vermarkten lassen… Außerdem war mir nicht der anscheinende Zusammenhang zwischen dem Rechtsruck/der allgemeinen rechten Radikalisierung, den/die wir national und international derzeit erleben, und dem Bedienen der Bestrebung bzw. dem Wunsch nach „Normalität“ und „Sicherheit“. Also, vielleicht habe ich das schon im Ansatz vorher erkannt, aber das Ausmaß ließ mich dann doch schlucken.

Das Buch Bitches, Witches, It Girls war mein erster Einblick in die Welt des Feminismus. Insgesamt hat mir das Sachbuch gut gefallen, auch wenn ich mit einigen Begriffen Schwierigkeiten hatte. Das Buch besteht aus einer Ansammlung verschiedener Recherchen, deren Kapitel thematisch zwar spannend, aber nur lose miteinander verbunden sind. Dadurch hat mir stellenweise ein klarer roter Faden gefehlt. Ich hätte mir ein Kapitel gewünscht, das konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Positiv fand ich die Aktualität des Buches, etwa durch Bezüge zur Bundestagswahl 2025 oder zu Greta Thunberg. Für Leser*innen, die bereits mit feministischen Themen vertraut sind, ist es sicher sehr empfehlenswert. Fazit: Ein interessantes und aktuelles Sachbuch – für Einsteiger*innen ins Thema Feminismus aber vielleicht nicht der ideale Einstieg.
Sehr verdichtetes Sachbuch mit Unmengen Gedankenansätzen durch das alltägliche Patriarchat.
Für dieses Buch braucht man Zeit! Frau Endler hat so viele Ansätze und Themen in dieses Werk gepackt, dass man nur etappenweise darin lesen kann. Ich glaube ich habe sogar genau so lange gebraucht, all die wichtigen Quintessenzen in mein Notizbuch zu schreiben, wie das Buch zu lesen. Das erste Kapitel war ein sofortiger Gewinner. Frau Endlers Abhandlung über die Frage "was ist schon normal" hat mich sofort begeistert. Normal = Durchschnitt =/= Ideal! Wahnsinnig interessant, wie das überhaupt mal entstanden ist (mit Astronom Quetelet) und wie es sofort missbraucht wurde (völkische Ideologien). Leider konnte das Buch m.M.n nicht das Level des ersten Kapitels halten, und bewegte sich stellenweise durchwachsen weiter fort. Dennoch waren es Themen wie zu TERFs, Cautionary Tales und True Crime, Bashing von Frauenvereinen (Gilmore Girls!!!), der Mythos der männerhassenden Feministin, männlich dominierte Literaturübersetzungen (Ilias, Oddysee), Hexenkult usw., die ich unglaublich horizonterweiternd und bereichernd fand. Eines muss ich aber bemängeln. Ich fand es schwierig, manche Aussagen einzuordnen, weil sie als Absolutheitsaussage dastanden und nicht weiter erklärt wurden. So z.B. dass das Abgehängtfühlen mancher junger Männer ein Symptom des Patriarchats ist und nicht des Feminismus. Ich glaube der Autorin gern, würde den Gedanken aber dennoch gern unterfüttert mit Beispielen und Erklärungen verstehen. Auch an anderen Stellen fehlten die Quellen für Aussagen. Als Einsteigerliteratur sollten die nötigen Belege und Details immer mitgeliefert werden (das tat sie auch überwiegend, aber eben manchmal fehlten sie!) Hingegen wurden dann teils zu ausufernd exemplarische Schicksale beschrieben (z.B. Chyna, Britney Spears, etc.) Nichtsdestotrotz empfehle ich das Buch!
Ein großartiges Buch, welches Pflichtlektüre sein sollte (am besten in der Schule aber auch generell)
Sehr gut gelesen und informativ.
Lesenswert!
Dieses Buch liest sich gut, es ist interessant und humorvoll geschrieben, trotz der Verzweiflung die es immer mal wieder auslöst. Besonders gut gefallen hat mir: die Autorin erzählt immer mal wieder auch aus ihrem eigenen Leben, durchaus auch selbstkritisch. Die Message ist stabil: wir brauchen einen intersektionalen Feminismus und vor allem Solidarität miteinander ❤️ Ich bin also sowohl gut unterhalten als auch ein kleines bisschen klüger. Meine einzige Kritik: ich hätte es mir klarer strukturiert gewünscht, den roten Faden konnte ich (bis auf das rote Lesebändchen) nicht erkennen. Vielleicht hätten hier und da noch mal Absätze geholfen, die die einzelnen Beispiele in das Thema des Kapitels einordnen.
Ein Buch, was meine Sicht auf unsere Gesellschaft wirklich verändert hat. Wirklich empfehlenswert für Frauen aber auch und vielleicht vor allem, für Männer! Öffnet einem die Augen und lässt mich mit einem ganz anderen Blick auf die Gesellschaft schauen. Viel Liebe an das Buch!
So so so wichtig! Nein bisher liebstes Bich über unsere patriarchale Gesellschaft und den Feminismus!
Ich habe in den vergangenen Jahren eine Menge an feministischen Büchern und gesellschaftskritischen Büchern gelesen, aber das hier ist das Buch was mir bei alldem gefehlt hat. So gut recherchiert, so tiefgreifend und intellektuell wie kein anderes. Dabei ist der Schreibstil an manchen Stellen nicht ganz einfach und ich musste und wollte mir dafür viel Zeit nehmen, aber dafür auch so ehrlich und ich liebe die manchmal so derbe Wortwahl - weil es genau das ist was wir brauchen. Ich liebe alles daran und vor allem wie hohe Relevanz in der heutigen Zeit!

Die Hoffnung liegt im Kollektiv.
Ich denke, es ist echt ein gutes Einsteigerwerk in die Thematik. Das Buch ist nah am Zeitgeist und wirklich verständlich geschrieben, mit zahlreichen Mythen und Geschichten vom Mittelalter bis hin zur heutigen Zeit.
„Wir alle sind in einer patriarchalen Gesellschaft sozialisiert worden, die uns Frauen, inter, trans und nicht binären Personen, je nach Region, Elternhaus und Umfeld eine mehr oder weniger große Portion Misogynie mitgegeben hat, keine*r ist frei davon.“ Ein Buch, welches sehr gut an Anekdoten und Beispielen die allgegenwärtigen patriarchalen Strukturen aufzeigt. Manchmal leider etwas mühsam zu lesen, aufgrund vieler Fußnoten und Fachbegriffen.
Sehr feministisch und augenöffnend. Klare Empfehlung. Aber ein Buch, das man in Etappen lesen sollte, da es so viele Denkanstöße bietet .
Sehr umfangreich
Puh, das war wirklich ein großer Wälzer zum Thema (Anti-)Feminismus in der Geschichte. Viele Punkte die sie angesprochen hat, und sie ging wirklich durch die gesamte Geschichte von den Neandertalern bis heute, habe ich gut für mich reflektieren und nachvollziehen können und habe ihr häufig zugestimmt. Aber einige Punkte empfand ich als doch überzogen und habe mich dann eher in dem Gefühl wiedergefunden, dass hinter jeder Ecke das Patriarchat lauert, dass mir böses will. Zuweilen steckt es auch in vielen Ecken, aber ich kann für mich selbst nicht behaupten, mich in meiner Rolle als so "heruntergedrückt" zu sehen, wie es in diesem Buch dargestellt wird und das will ich auch nicht. Auch wenn ich nicht leugnen möchte, dass anderen Frauen, andere Lebenswege und somit andere Erfahrungen zuteil wurden. Sie hat öfter auch die männliche Sicht ins positive gestellt und selbstreflektierend geschrieben, das hat mir gut gefallen. Manche Punkte, wie mit den Neandertalern und deren Darstellung habe ich für mich nicht erkennen können, sondern viel mehr gedacht, dass sich hier die Frau mit ihren Fahigkeiten damals aus heutiger Sicht selbst in den Schatten stellt (nur Beeren pflücken und auf Kinder aufpassen). Alles in allem aber ein interessanter Einblick in oft unbekannte oder nicht wahrgenommene Unterdrückung und Vernachlässigung des Frauenbildes bis in die heutige Zeit hinein.
viel. zu beginn überwältigend und auch die struktur hat sich mir nicht ganz erklärt. aber so voll mit vielen wichtigen recherchen, fakten und geschichten, die man mitnehmen muss. ein bisschen versprüht es auch hoffnungsfunken!
Ich hab etwas gebraucht für dieses Buch. Das lag nicht am Thema sondern an dem ständigen hin und her blättern zu den Anmerkungen ( die auch sehr interessant waren). Ich kam in keinen Lesefluss, trotzdem hat es mich immer wieder gepackt, eine Kapitel mehr als andere. Den Stern Abzug gibt es für die Sprache die manchmal nicht für jeden zugänglich ist ( Englisch, Fremdwörter) Alles in allem aber ein sehr gutes Buch zu einem so wichtigen Thema.
Relevanter Inhalt zu zerfasert
Dieses feministische Buch greift ein wichtiges und spannendes Thema auf und vermittelt dabei durchaus interessantes Wissen, einiges davon bleibt hängen. Allerdings fehlt dem Buch stellenweise ein klarer roter Faden. Die Struktur wirkt sprunghaft, und manche Passagen ziehen sich unnötig in die Länge, was den Lesefluss bremst. Trotz inhaltlicher Relevanz und guter Ansätze hätte eine stärkere Fokussierung oder anderer Schreibstil dem Buch insgesamt gutgetan.
fundiert, informativ und augenöffnend Ich habe so viel Wissen erlangt über patriarchale Mythen und woher sie stammen. Endler gestaltet dies sehr facettenreich, nimmt Bezug zur Historie, Kultur, Kunstgeschichte und Literatur. Zahlreiche relevante Themen wie Misogynie, Emanzipation, Klassismus, Rassismus, Diskriminierung und Kapitalismus finden ihren Platz. Die teils ironische Schreibweise macht dieses Sachbuch sehr lesenswert und in der Regel scheue ich mich sehr Sachbücher zu lesen, aber dieses war ein informativer Lesegenuss. Ich kann es sehr empfehlen!
💡 Leseempfehlung für alle, die bereit sind, ihre eigene Rezeption von Weiblichkeitsbildern zu hinterfragen – und ein Buch suchen, das mehr ist als bloße Lektüre: ein feministischer Denkraum.
📚✨ Witches, Bitches & It-Girls von Rebekka Endler ✨📚 Wie patriarchale Mythen unsere Wahrnehmung bis heute durchziehen Kaum ein Buch hat mich in letzter Zeit so sehr in den Marginalien mitdenken lassen wie dieses. Rebekka Endler liefert keine bloße kulturhistorische Bestandsaufnahme, sondern ein klug komponiertes Mosaik patriarchaler Kontinuitäten – und tut das mit einer sprachlichen Schärfe, die gleichermaßen schmerzt wie befreit. Was dieses Buch für mich besonders macht? Es arbeitet – und zwingt mich mitzuarbeiten. Zwischen romantisierten Frauenbildern, Kanonfragen und viralen Tradwife-Narrativen zeigt Endler, wie tief internalisierte Misogynie auch heute noch unsere Vorstellungen von Weiblichkeit strukturiert. Als jemand, die sich mit feministischen Perspektiven auf Literatur beschäftigt, war ich besonders beeindruckt davon, wie selbstverständlich Endler literatur- und kulturhistorische Phänomene kontextualisiert: Die Romantik als Wegbereiterin der sentimentalen Feminisierung, der Kanon als patriarchal kuratierte Gedächtnislandschaft, und immer wieder der Verweis auf das, was nicht erzählt wird – oder wer nicht erzählen darf. Dieses Buch ist kein Feel-Good-Feminismus. Es ist ein Einladung zur kritischen Reflexion – humorvoll, bissig, und stellenweise unangenehm ehrlich.
Rezi folgt
Wichtig und richtig
Sehr gutes und informatives Buch! Wenn ich es als Buch gelesen hätte, wäre ich vermutlich an der einen oder anderen Stelle hängen geblieben, weil es zum Teil doch sehr ausführlich und für mich dann zu langatmig war. Jetzt würde ich es mir tatsächlich auch noch als Buch holen, um die ganzen wichtigen und tollen Stellen zu markieren und zum Nachschlagen bei der Hand zu haben.
Wow, was ein Buch! 🫶💪🔥❤️🩷💜 Auch wenn ich bekanntermaßen keine große Sachbuchleserin bin - dieses Buch musste ich ganz unbedingt lesen! Und ich habe definitiv nicht eine einzige Seite bereut. Rebekka Endler bringt so unglaublich gut auf den Punkt, wie das Patriarchat uns bis heute bestimmt und wie wir alle (bewusst oder unbewusst) dafür sorgen, dass es weiter am Laufen bleibt. Dieses Buch ist brandaktuell, unfassbar gut recherchiert und dabei gleichzeitig unterhaltsam. Endler liefert unzählige Beispiele dafür, wie patriarchale Mythen seit Jahrhunderten unsere Gesellschaft bestimmen und zeigt in erschütternder Weise, was auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie Tradwives, erstarkende Rechte oder sogar True-Crime-Stories damit zu tun haben. Besonders beeindruckt und überzeugt haben mich die wirklich gute Argumentation, die kluge Auswahl und Recherche der Beispiele und Anekdoten sowie der (selbst)reflektierte Umgang mit allem Dargelegten. Zudem bleibt Endler nicht nur beschreibend, sondern zeigt ebenso mögliche Lösungswege auf. “Wir müssen besser darin werden, uns in Ambiguitätstoleranz zu üben, besonders im Hinblick auf menschliche Biografien. Kein Mensch ist perfekt, […]. Wir müssen Platz für das menschliche Durcheinander schaffen, das wir alle in uns tragen - die einen mehr, die anderen weniger.” (S. 190) - Wie schön das doch wäre - oder? Abschließend kann ich nur sagen: Lest dieses Buch! Es wird euch die Augen öffnen (ja, noch weiter!!).
Ich gebe es zu: Es hat ein paar Seiten gebraucht, bis ich mit dem Buch warm geworden bin. Das lag nicht an der Thematik, sondern an der Art und Weise, wie Rebekka Endler ihre Erkenntnisse präsentiert: Ganz richtig steht in der Inhaltsangabe die Formulierung "Ihre anekdotische Spurensuche (...)" und genau das war anfangs gewöhnungsbedürftig für mich. Gerade am Anfang war es oft so, dass ich mich darauf einstellte, lange Ausführungen zu einem gerade angerissenen Thema präsentiert zu bekommen, was dann aber nicht der Fall war. Ich bekam zwar Ausführungen, aber nicht in der Ausführlichkeit, die ich von anderen Werken gewohnt bin. Anfangs irritierte mich das, aber relativ schnell bin ich in den Fluss gekommen und bin angesichts der Vielfalt dessen, WAS Endler alles zusammengetragen hat, einfach nur froh, dass sie es nicht durch ausschweifende Erläuterungen unnötig in die Länge gezogen hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mich an den anekdotischen Erzählansatz gewöhnt und bin dankbar, dass er gewählt wurde. Ich persönlich liebe dieses Buch sehr. Es ist eins der wenigen Bücher, die ich mehr als einmal in die Hand nehmen und lesen werde. Es ist nämlich ein Füllhorn voller interessanter Fakten, Einordnungen und Ideen. Und es gibt - nachdem ich es geradezu verschlungen habe, weil es so verdammt gut und interessant ist - außerdem reichlich Verweise auf andere Werke und Quellen, denen ich in Zukunft ebenfalls meine Aufmerksamkeit widmen möchte. Es gab natürlich einiges, was ich bereits wusste und sicherlich viele andere Leser*innen bereits wissen, es gab aber auch (zumindest für mich) ein paar echte "WTF?!"-Momente. Aber das ist ehrlich gesagt gar nicht die Essenz für mich. Die Essenz ist für mich, dass das Große Ganze betrachtet und präsentiert wird - und das verdammt unterhaltsam -, Kontext hergestellt wird und zahlreiche Mythen entzaubert werden. (Und ganz nebenbei: Wie schon Margarete Stokowski schafft es auch Rebekka Endler, das Vorurteil, Feministinnen seien humorlose, verbitterte, verkrampfte und männerhassende Biester, komplett zu entkräften. Ich lieb's!) Ja, an manchen Stellen hätte ich mir etwas tiefergehende Ausführungen gewünscht, aber das hätte schlicht den Rahmen gesprengt. Und ja, das Anekdotische wirkt manchmal etwas sprunghaft. Letztlich aber überwiegt für mich, dass ich auf unterhaltsame Weise neue Erkenntnisse gewinnen konnte. Was will ich mehr?
Der Funke Hoffnung, der durch das Dunkle blitzt, er liegt im Kollektiv.
Dieses Buch lädt ein zum Mitdenken, Nachdenken und Überdenken, indem zahlreiche patriarchale Erzählungen der Gegenwart in Frage gestellt werden. Ich nehme sehr viele Gedankenanstöße mit, die mich bestimmt noch lange beschäftigen werden. Volle Empfehlung!
Richtig und wichtig, aber..
Ich bin ohne Plan durch den Buchladen geschlendert..kein bestimmtes Ziel, einfach Lust auf Stöbern. Ich greife gerne zu allem, was hübsch aussieht und mich beim Reinlesen sofort packt. Und dann dieses Cover: atemberaubend. Der Klappentext? Wow. Genau mein Ding, genau meine Themen! Also natürlich musste das Buch mit. Dass dieses Buch wichtig ist, steht außer Frage. Die ersten 100 Seiten waren zwar etwas zäh, aber inhaltlich wirklich stark. Ich wollte dranbleiben, hab mich noch durch weitere 100 Seiten gekämpft… und dann musste ich ehrlich zu mir selbst sein: Ich breche ab. Die Themen sind top recherchiert und spürbar mit Leidenschaft geschrieben. Aber der Stil ist schon sehr anspruchsvoll. Dieses System mit unzähligen Fußnoten und zusätzlichen Anmerkungen am Ende hat das Lesen für mich eher zur Geduldsprobe gemacht. Eigentlich sollte jeder dieses Buch gelesen haben. Das Buch sollte in Schulen behandelt werden oder in öffentlichen Bibliotheken zur freien Verfügung stehen. Aber, und das ist das große Aber: Das wird wohl nicht passieren. Das Buch ist sprachlich einfach zu komplex, zu akademisch, zu ambitioniert. Nicht jeder hat den Zugang zu dieser Sprache und diesem Schreibstil. Ich finde es sehr schade, denn der Inhalt hätte wirklich ein breites Publikum verdient. Aber Inklusion sollte bei der Sprache anfangen und hier tut sie es leider nicht.

Ich weiß nicht…
Ich weiß irgendwie nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Einerseits wird wirklich gute Aufklärungsarbeit geleistet: Viele Thematiken werden aufgegriffen und durchleuchtet, sodass ich auch den einen oder anderen Aha-Moment hatte. Andererseits kritisiert die Autorin (zurecht), dass Frauen sich: damals wie heute, gegenseitig anprangern, anstatt zusammenzuarbeiten. Doch genau das tut sie in gewisser Weise selbst, wenn sie zum Beispiel sogenannte „Tradwives“ kritisiert, nur weil diese beispielsweise gerne Sauerteigbrot backen oder Schokolade selbst herstellen. Natürlich ist das vielleicht nicht der „modernste“ oder „feministischste“ Lebensweg, aber wenn es für sie passt, ist das doch völlig in Ordnung. Jeder nach seiner Fasson. Deshalb lässt mich das Buch zwiegespalten zurück. Ich verstehe die Botschaft, es ist überaus gut recherchiert und umgesetzt aber sie kritisiert genau das, was sie selbst kritisiert …
Wurde dann doch etwas zu gehyped wohl. Das Patriarchat der Dinger war meiner Meinung nach tausendfach besser geschrieben. Das ist für mich einfach nur eine Sammlung aus bereits bestehenden Büchern oder Social Media Posts.
„Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen“
In „Witches, Bitches, It‑Girls“ begibt sich Rebekka Endler auf eine radikale und zugleich pointierte Spurensuche durch Jahrhunderte von patriarchalen Mythen. Sie zeigt, wie Begriffe und Rollenbilder wie „Hexe“, „Zicke“, „It‑Girl“ oder „gute Ehefrau/Mutter“ nicht nur Labels sind, sondern langfristige Instrumente, um Frauen zu kontrollieren, zu definieren und kleinzuhalten. Dabei beleuchtet sie, wie Kunst, Medien und Kultur diese Mythen immer wieder neu auflegen und normalisieren: von historischen Hexenverfolgungen bis hin zu modernen Trends wie „Momfluencerinnen“. Endler legt dar, wie viel davon tief internalisiert ist und wie sehr wir alle — bewusst oder unbewusst — in Strukturen mitspielen, die Ungleichheit fortschreiben. Zugleich ruft sie dazu auf, diese Zuschreibungen zu hinterfragen und sich Frauenbildern zu entziehen, die festlegen, was „normal“ sein soll. Das Buch ist klug, kämpferisch und manchmal unbequem, aber gerade dadurch ein starkes Plädoyer für Selbstbestimmung, Solidarität und Bewusstsein. Ich hab zwar genau wie beim ersten Buch von Rebekka Endler lange gebraucht, um den Inhalt durchzuarbeiten, aber finde auch dieses Werk wieder so essenziell, informativ und augenöffnend für die unsichtbaren patriarchalen Strukturen in unserer Gesellschaft. Nicht nur geeignet für Feminist*innen, sondern auch eine gute Einstiegslektüre für die, die es werden wollen.

Feminismus, Mythen & Medien
Witches, Bitches, It Girls von Rebecca Endler ist für mich ein sehr wichtiges Buch in der aktuellen Zeit. In vielen Punkten hat sie genau die Sorgen und Gedanken aufgegriffen, die mich momentan sehr beschäftigen — besonders was die Rückschritte beim Feminismus, die zunehmende Transfeindlichkeit und den wachsenden Rechtsruck angeht. Ich fand es richtig spannend, wie viele popkulturelle Bezüge sie einbaut und wie sie sich mit alten Mythen auseinandersetzt — sowohl im historischen als auch im wortwörtlich mythologischen Sinn. Besonders hängen geblieben ist bei mir der Gedanke, wie stark patriarchal geprägt viele literarische Übersetzungen und überlieferte Mythen sind und wie dadurch der eigentliche Sinn im Laufe der Jahre verloren geht. Dies erinnerte mich an das Kinderspiel „Stille Post“, bei dem am Ende eine Botschaft herauskommt, die mit der ursprünglichen Aussage kaum noch etwas gemein hat. Das Buch ist sehr zugänglich und liest sich richtig gut. Ich musste beim Lesen oft innehalten und habe mir direkt einige Dokus und Artikel, insbesondere zu den historischen Quellen, auf meine Leseliste gepackt, um noch tiefer in die Themen einzutauchen. Auch fand ich es wichtig, dass Endler zeigt, dass Feminismus kein neues Phänomen ist. Eigentlich existiert er schon sehr lange — nur haben wir heute ganz andere Möglichkeiten, unsere Stimmen hörbar zu machen. Was mir besonders gefallen hat: Das Buch regt zur Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Vergangenheit an. Wie die Autorin selbst schreibt, hat vermutlich jede*r von uns sich schon mal unbewusst nicht korrekt gegenüber dem eigenen oder anderen Geschlecht verhalten. Wir wachsen leider immer noch in patriarchalen geprägten Strukturen auf und letztlich profitiert der Kapitalismus davon. Wenn wir aber offen für Selbstreflexion sind und bereit sind, unser Denken und Handeln zu hinterfragen, sind wir schon auf einen guten Weg. Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite: An manchen Stellen hätte ich mir einen etwas klareren roten Faden gewünscht, da das Buch thematisch immer mal wieder springt. Aber insgesamt finde ich es sehr lesenswert und wichtig und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen! *Unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar
First of All: Es ist ein gutes Buch zu patriarchalischer Matrix und der Kampf dagegen. Kann man einem Buch vorwerfen, dass es kämpferisch ist, wenn es das ganz explizit auch sein will? Zumal es allemal angebracht ist kämpferisch zu sein angesichts des Patriarchats? Ich denke nein. Nur ist der Kampf hier über die rund 400 Seiten richtig aufgehoben? Nicht so richtig. Es ist ein „predigen vor Bekehrten“. Gut, das sind politische und/oder feministische Bücher oft. Aber der nüchterne Stil einer Eva Illouz ist dann aber unter dem Strich häufig das mächtigere Schwert im Diskurs. Ein paar Kleinigkeiten trüben den eigentlich positiven Gesamteindruck auch: die dreifach Struktur aus Fußnoten und doppelten Endnoten zerfasert den Text ziemlich. Wenn etwas noch wirklich wichtig ist, dann gehört es in keine Fuß- oder Endnote, sondern in den Fleißtext. Ein Sachbuch mit einem eindeutigen Einschlag zum populärwissenschaftlichen brauch gute Beispiele. Es gibt hier viele, aber nicht alle zünden. Da war zum Beispiel bei Liv Strömquist, der Literaturauswahl von Illouz oder auch Claire Dederer wesentlich besser. Und apropos: an vielen Stellen ist das Buch sehr selbstreflektiert, andererseits traut man sich manchmal auch zu wenig an echte Ambivalenzen heran. Da ist Dederers „Monster“ absolut ausgezeichnet gewesen. Die größte Stärke des Buches besteht für mich darin, dass es ein gutes Buch ist sich nochmal viele Takes für den Feminismus in Erinnerung zu rufen. Denn dann hat man sie vielleicht irgendwann bei der nächsten Diskussion schneller parat. Und das wäre doch schon was. :)
Mit „Das Patriarchat der Dinge“ hat die Autorin und Journalistin Rebekka Endler ein Werk vorgelegt, an das ich immer wieder denken muss und aus dem ich immer wieder zitiere – meistens, wenn ich wütend bin. Nun ist mit „Witches, Bitches, It-Girls“ ihr zweites Buch erschienen, in welchem sie in insgesamt 9 Kapitel darstellt, wie patriarchale Mythen uns prägen, wie sie unser Denken und Handeln bestimmen und wie wir das Patriarchat selbst weiter am Laufen halten. Bei Rebekka Endler beginnt und endet alles mit Pandora, einem perfekten Beispiel der weiblichen Schuldigen, die – wie auch schon die biblische Eva – für alle Übel auf der Welt verantwortlich gemacht wird. Doch was muss die Antwort sein, auf all diese „patriarchalen Beben“, die sich aktuell auf der ganzen Welt ereignen? Der Autorin zufolge kann es da nur eine Antwort geben: intersektionaler Feminismus. Das Buch beschäftigt sich mit einer wahren Vielzahl an Themen: Die ständige Inszenierung der Frau als Opfer und Objekt, der angeblich zunehmende „Männerhass“ oder die Instrumentalisierung der als „Karen“bezeichneten genervten Frau. Darüber hinaus entlarvt sie Mythen, wie die der angeblich gehäuft auftretenden Falschanschuldigungen gegen Männer, die Ideologie der Tradwives oder die Darstellung der filles fatales in Film und Literatur. Besonders wichtig fand ich das Kapitel „Ist die Frau der Frau eine Wölfin“, denn wenn wir ehrlich sind, leisten auch wir Frauen oft genug dem Patriarchat Vorschub – Rebekka Endler nimmt sich da selbst nicht aus. Dennoch bleibt am Ende, wie bei Pandora, die Hoffnung. „Witches, Bitches, It-Girls“ versteht sich als Brücke zwischen den unterschiedlichsten feministischen Sachbüchern und verhandelt daher keines der Themen erschöpfend. Endler bezeichnet ihr Buch selbst als einen „anekdotischen Streifzug“ und genau das ist es, was man als Leser*in erhält. Das wirkt manchmal ein wenig sprunghaft und hin und wieder ist in den Kapiteln das übergreifende Thema nicht ganz klar. Zudem hätte ich mir noch eine Literaturliste gewünscht. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau; ein wichtiges, aber auch unterhaltsames Buch.
Sehr informativ und gut geschrieben. Vieles ist natürlich nicht neu, wenn man schon ähnliche Bücher gelesen hat oder allgemein an dem Thema interessiert ist.
Geschichte, Popkultur, Medien, Politik… das alles durch die feministische Brille? Und auch noch unterhaltsam geschrieben??? Nagut, eigentlich hätte ich es ja wissen müssen. Immerhin hat mir Rebekka Endlers Vorgänger “Das Patriarchat der Dinge” schon richtig gut gefallen und auf ihr neues Werk freue ich mich als treue “Feminist Shelf Control” Höhrerin offen gestanden schon seit langem. Trotzdem bin ich überrascht, wie schnell ich das Buch inhaliert habe. Die verschiedenen Kapitel sind spannend, informativ und vor allem vielfältig. Selbst ich als Person, die chronisch online ist und von vielen Dingen schon mal was gehört oder gelesen hatte, konnte hier noch einiges lernen. Oder mich zumindest an Endlers Perspektive und Einordnung erfreuen. Sie scheut auch nicht davor zurück, sich selbst zu hinterfragen und vor ihrer eigenen Haustür zu kehren. Damit macht sie sich ein Stück weit angreif- aber eben auch nahbar. Gefühlt stehe ich an einem ähnlichen Punkt meines Feminismus: man wird durch die Radikalisierung der Männer selbst immer radikaler, hat nur noch wenig Nerv für misogyne oder anderweitig menschenfeindliche Takes, sieht sich entsetzt dem kommenden Faschismus und der alarmierend steigenden und eskalierenden männlichen Gewalt (oft gegen Frauen und Mädchen) entgegen. Gleichzeitig weiß man, dass der Feminismus (nicht zuletzt durch patriarchale Diffamierungskampagnen) ein Image-Problem hat, man will freundlich und zugänglich bleiben, bloß keine Klischees erfüllen. Endler sieht und benennt das alles sehr scharfsinnig. Für mich waren die Parts über Frauen, die andere unter den Bus werfen und selbst antifeministisch agieren, die schmerzhaftesten und schwierigsten. Wie kritisiert man andere Frauen, ohne selbst misogyn dabei zu werden. Alice Schwarzer ist dieser schmale Grat nur allzu oft misslungen und ich war entsetzt über einige ihrer Sätze, die sich hier im Buch als Zitate finden. Auch die sogenannte Pickme lässt mich ratlos zurück. Zum einen finde ich, dass man dieses Verhalten irgendwie benennen muss, weil vielen oftmals auch dann erst selbst auffällt, was sie da treiben. Andererseits sehe ich natürlich die Problematik und den Missbrauch des Begriffs. Es bleibt schwierig und wir müssen alle stetig wachsen und weiterlernen, aber das war im Feminismus ja schon immer so. Dieses Buch bietet hauptsächlich Wissen, aber auch Unterhaltung, Solidarität und einen Funken Hoffnung. Unbedingt lesen!

Ein paar super interessante Punkte. Mir hat leider einfach ein bisschen der rote Faden gefehlt. (Und das Format mit den vielen Anmerkungen ganz hinten im Buch hat etwas den Lesefluss gestört. Vieles davon hätte ich mir direkt im Fließtext gewünscht.)
Ein geniales Buch, das jeder lesen sollte. Hier werden Mythen aus der Antike mit aktuellen Themen in Verbindung gesetzt und gleichzeitig Lösungsansätze präsentiert.
Rebekka Endler konnte mich schon mit ihrem ersten Sachbuch "Das Patriarchat der Dinge" sehr überzeugen, mit "Witches, Bitches, It-Girls" legt sie nun phänomenal nach. Sie beschäftigt sich eingehend mit patriarchalen Mythen und deren Auswirkungen auf unser tägliches Leben, Handeln und Denken. Dabei schaut sie sowohl auf andere Epochen, als auch auf das hier und jetzt, von der Romantik über Hexen bis zu Tradwifes, TERFS und Pickme-Girls ist alles dabei. Dabei übt sie Rassismus- und Kapitalismuskritik und schildert alles aus einer sehr inklusiven, offenen Perspektive. Was mir besonders gut gefallen hat: Rebekka Endler reflektiert sich in ihrem Buch immer wieder selbst, das finde ich gerade bei Kritik an anderen Frauen super wichtig. Ich fand jedes Kapitel sowohl spannend, aufwühlend und sehr gut recherchiert, als auch richtig unterhaltsam, deshalb habe ich das Sachbuch auch verhältnismäßig schnell gelesen. Ich kann "Witches, Bitches, It-Girls"nur vollumfänglich empfehlen, es ist absolut lesenswert!

Wahnsinnig interessantes Buch. Hat aber lange gedauert mit dem lesen, da es wie ein Sachbuch aufgebaut ist. Manche Sachen waren für mich interessanter, manche nicht so. Wichtige Themen, aber ich weiß nicht ob es ein Must Read ist. Der Schreibstil ist aber fantastisch und es geht querbeet durch Medien, Mythologie, Trade Wives, Influencer, diverse Frauenbilder. Wie sehr patriarchale Strukturen unser Leben bestimmen und was eigentlich überall, auch in der Politik abgeht. Alltags Dinge die einem so lapidar erscheinen, in Wirklichkeit aber sehr schief laufen. Auch für jüngere LeserInnen geeignet.
Super Buch um den Horizont zu erweitern und auch eigene Denkweisen mal zu hinterfragen. Viele Themen waren mir zwar durchaus bekannt, aber oft nicht in der Tiefe. Zwischendurch fehlte mir bisschen der rote Faden und es ist definitiv nix zum entspannten Feierabend-Lesen, aber es lohnt sich!
Ich finde es schwierig, zu beschreiben, worum genau es in diesem Buch geht—es ist allerdings durch und durch brillant (geschrieben).
Essentiell geht es um das Patriarchat, patriarchale Mythen und was es am Leben hält—auch heute noch. Sei es durch einseitige Geschichtsschreibung, neumodische trad wives oder misogyne Vorurteile, mit denen wir alle aufwachsen. Rebekka Endler verwebt dabei in ihrem Buch historische Fakten und popkulturelle Storys — und nimmt ihr eigenes (Fehl-)Verhalten unter die Lupe. Wer viele feministische Bücher liest, wird nicht von allem überrascht sein, aber vor allem die tolle Schreibweise, sowie die Gedanken Endlers dazu, wie sich ggf. Umstände ändern lassen und wir mehr Menschen vom Feminismus „überzeugen“ (vor allem jene, die die Kämpfe missinterpretieren), macht es mehr als lesenswert. 5/5 ⭐️

In den ersten Kapiteln war ich mir sicher, dass dies ein 5✨Read wird. Leider musste ich im Laufe des Buches feststellen, dass der Lesefluss doch nicht durchgehend gegeben war. Es war anstrengend, aufwühlend, stellenweise zäh und trotzdem ein so wichtiges Werk für alle Personen, die bereit sind sich mit der Thematik tiefgründig auseinanderzusetzen.
Wären Schulbücher so geschrieben worden, hätte ich bestimmt bessere Noten gehabt. Tolles Buch!
Inhalt: In Witches, Bitches, It-Girl von Rebekka Endler klärt sie über die misogyne Mythen und über das patriarchale Gesellschaftssystems, das uns bis heute prägt, auf. Meinung: Es war mein erstes Sachbuch das sich mit dem Thema Patriarchat und misogyne Mythen beschäftigt hat, auch ich habe mich mit dem Thema vorab wenig auseinandergesetzt. Rebekka Endler hat es mit ihrem Buch geschafft mir Wissen zu vermitteln und das mit einer Humorvollen Note, vieles hat die Autoren mit ihrer persönlichen Note kommentiert. Es ist Wahnsinn wie viel für mich schon selbstverständlich ist obwohl das Recht / Gesetz noch nicht einmal 100 oder 50 Jahre her ist. Es ist kein trockenes Sachbuch nicht, es liest sich wie ein guter Roman. Dank ihrer harten Recherche und den unzähligen Quellenangaben, ist es aber leider harte Realität. Der Titel ist sehr gut gewählt, sie geht auf alle 3 Frauenbilder ein und wer hätte es gedacht, geschaffen von Patriarchat. Ihr wunsch war es Trost und Aktivierungspotenzial bei den Lesern also mir zu finden und dies hat sie geschafft. Werde mir ihr erstes Buch: „Das Patriarchat der Dinge. Warum die Welt Frauen nich passt.“ auch zulegen und lesen.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, Debatten auslöst und dringend gelesen werden sollte – nicht nur von Feminist*innen!
Nach dem großen Erfolg ihres Debüts „Das Patriarchat der Dinge“ legt Rebekka Endler mit „Witches, Bitches, It-Girls“ein weiteres kraftvolles Sachbuch vor – klug, scharfsinnig und hochaktuell. Mit beeindruckender Recherche und einer feinen Prise Humor begibt sich die Autorin auf eine anekdotisch erzählte Reise durch Geschichte und Gegenwart, um patriarchale Frauenbilder aufzudecken und zu hinterfragen: von der antiken Furie über die Hexe im Mittelalter bis zum „It-Girl“ der 2000er oder der heutigen Mommy-Influencerin. Ob Popkultur, Religion, Medien, Literatur, Wissenschaft oder Social Media – Endler zeigt eindrucksvoll, wie tief verwurzelte patriarchale Mythen unser Denken bis heute prägen und Frauen strukturell benachteiligen. Auch das Miteinander von Frauen – Stichwort „Pick-Me Girl“ – wird differenziert und klug analysiert. Aktuelle gesellschaftliche Themen wie Tradwife-Ideale, die MeToo-Debatte, Transfeindlichkeit oder der rechtspopulistische Backlash werden sensibel und reflektiert behandelt. Dabei bleibt Endlers Ton zugänglich, nie belehrend – und genau das macht dieses Buch so besonders: feministisch, aufklärend und gleichzeitig unterhaltsam.

Rebekka Endler schreibt im Vorwort über das Buch, es sei ein “anekdotischer Streifzug durch die Geschichte des männlichen Dominanz- und Überlegenheitsanspruchs von der angeblichen Steinzeit bis zur gegenwärtigen Politik und Popkultur”. Mit sehr viel Wissen führt Endler durch diesen Streifzug und hat mich immer wieder fassungslos gemacht, mir auch sehr viel beigebracht. Sie dekonstruiert über die Jahrhunderte hinweg patriarchale Strukturen aus sämtlichen Bereich des menschlichen Zusammenlebens, aus der Politik, Medizin und Wissenschaft, Kunst, Sport, Sexualität usw. Dabei zieht die Autorin nicht lediglich einzelne Schubladen auf und erklärt diese, sondern zeigt auf, wie alles zusammenhängt und sich gegenseitig bedingt; wie das Patriarchat immer auch mehrere Diskriminierungsformen nutzt. Der Fließtext ist gespickt mit unzähligen Fußnoten und zusätzlichen Anmerkungen im Anhang. Dadurch gibt es zu den eigentlichen Erzählungen immer noch einige Kontextualisierungen und Querverweise, was ich einerseits super spannend fand. Andererseits bin ich dadurch immer wieder raus gekommen, sodass ein richtiger Lesefluss bei mir nicht entstanden ist. Nichtsdestotrotz gehört dieses Buch in jedes feministische Bücherregal und hält sicherlich einige neue und interessante Fakten für euch bereit, auch, wenn ihr schon sehr viel über das Patriarchat und seine gruseligen Auswüchse wisst. CN: S3xismus, Ras$ismus, G3walt, Su1zid, Transf3indlichkeit, Abl3ismus, Es$störungen

Pflichtlektüre für alle!♥️
Noch nie habe ich so lange für 400 Seiten gebraucht… normalerweise an einem regnerischen Wochenende machbar, hat dieses Buch mich sechs Wochen gekostet und jede Sekunde war es wert. Noch nie habe ich so komplex von so vielen Zusammenhängen, Beispielen, Mythen, Bewegungen, Geschichten etc. auf einmal gelesen. Es ist keine einfach Lektüre, aber jedes Wort ist in unserer heutigen Zeit von unmessbarem Wert.

Eine essenzielle Analyse unserer Gesellschaft!
Rebekka Endlers "Witches, Bitches, IT-GIRLS" ist ein absolutes Meisterwerk und ein Muss für jeden, der verstehen möchte, wie tief patriarchale Mythen unsere Kultur und unser Selbstverständnis bis heute prägen. Endler seziert mit beeindruckender Präzision und einem oft schonungslosen, aber immer klaren Blick die Entwicklung und Funktion weiblicher Stereotypen - von der dämonisierten Hexe über die abfällige "Bitch" bis hin zum scheinbar glamourösen "It-Girl". Was dieses Buch so herausragend macht, ist nicht nur die akribische Recherche und die scharfsinnige Analyse, sondern auch Endlers Fähigkeit, komplexe historische und soziologische Zusammenhänge zugänglich und hochrelevant für die Gegenwart darzustellen. Man erkennt schmerzlich, wie die gleichen Muster, nur in anderem Gewand, sich bis in unsere moderne Medienlandschaft und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen ziehen.

Grandioses Buch über eine Vielzahl patriarchaler Mythen und wo sie herkommen. Must read!! 🔥
Stark, klug und bissig
Witches, Bitches, It-Girls“ von Rebekka Endler ist definitiv kein Buch, das man mal eben nebenbei liest – es fordert einen, regt zum Nachdenken an und trifft mit seiner Analyse patriarchaler Kontinuitäten oft genau ins Schwarze. Die Mischung aus fundierter Recherche, klugen Beobachtungen und einer guten Portion Humor macht das Ganze angenehm lesbar, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Besonders gut fand ich, wie Endler durch Geschichte, Popkultur und Social Media navigiert und zeigt, wie tief misogynes Denken eigentlich sitzt – von der antiken Furie über die Hexe bis zur heutigen Mommy-Influencerin. Dass sie dabei auch vor Selbstkritik nicht zurückschreckt, macht sie super sympathisch. Was mir allerdings ein bisschen gefehlt hat, war der berühmte „Flow“. Manche Kapitel ziehen sich etwas, und gerade wenn man nicht komplett tief im Thema steckt, hätte ein bisschen mehr Struktur oder ein roter Faden gutgetan. Trotzdem: Ich habe viel gelernt, musste oft schmunzeln und war an vielen Stellen auch echt betroffen. Fazit: Ein Buch, das einen fordert – im besten Sinne. Wer sich für Feminismus interessiert (oder es sollte), bekommt hier kluge Denkanstöße, aktuelle Bezüge und einen Rundumschlag durch viele relevante Debatten. Von mir gibt’s solide 4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️ – weil es wichtig, witzig und wunderbar unbequem ist.





















































