Wir waren nur Mädchen
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Description
Ein großer Roman nach der wahren Geschichte einer einmalig mutigen Frau
Amsterdam, 1940: Hannie Schaft studiert Jura, und ihre Träume für die Zukunft sind ehrgeizig und voll Hoffnung. Doch es herrscht Krieg, und es sind die Träume, die zuerst sterben. Hannie sieht keine andere Möglichkeit mehr, als sich dem Widerstand anzuschließen. Und sie entdeckt ihre gefährlichste Waffe: ihr Frausein. Getarnt von Schönheit und Jugend kommt sie jenen Männern nahe, die so viel Unheil stiften – und tötet sie. Bald ist »das Mädchen mit den roten Haaren« die meistgesuchte Frau Hollands. Die Welt um sie herum verliert alles Menschliche, Hannie indes ist fest entschlossen, menschlich zu bleiben. Aber dann beginnt sie, Gefühle für den Widerstandskämpfer Jan zu entwickeln, mit verheerenden Konsequenzen ...
Die Widerstandskämpferin Hannie Schaft – eine Frau, die ihr Leben für die Freiheit aller riskierte
»Ein brillanter Roman und ein Maßstab, um sich zu fragen, wie weit man selbst gehen würde, um jene zu schützen, die man liebt.« Jamie Ford, New-York-Times-Bestsellerautor
Book Information
Author Description
Buzzy Jackson ist preisgekrönte Autorin dreier Sachbücher und hat an der University of California, Berkeley, in Geschichte promoviert. Sie war Stipendiatin des Edith Wharton Writers-in-Residence und ist Mitglied des National Book Critics Circle. Sie lebt in Colorado. »Wir waren nur Mädchen« ist ihr Debütroman.Mehr unter buzzyjackson.com
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📖 Rezension | Wir waren nur Mädchen von Buzzy Jackson ❔Könnt ihr solche schweren, historischen Geschichten gut lesen oder braucht ihr leichtere Bücher? Ich war sofort drin in der Geschichte und gleichzeitig wollte ich manchmal gar nicht weiterlesen, weil es so weh tut. So viel Mut, so viel Grausamkeit, so viel Menschlichkeit auf engstem Raum. Der Schreibstil ist ruhig, fast leise, aber genau dadurch trifft er umso härter. Besonders durch die Perspektive von Hannie fühlt sich alles unfassbar nah an. Ihre Gedanken, ihr Zweifel, aber auch dieser unerschütterliche Wille. Was mich am meisten bewegt hat: Dieses Buch macht Frauen sichtbar, die im Widerstand waren, die gekämpft haben, die oft vergessen werden. Und plötzlich haben sie ein Gesicht, eine Stimme, eine Geschichte, die bleibt. Es ist kein „leichtes“ Buch. Der Einstieg hat sich für mich ein bisschen gezogen, aber es lohnt sich so sehr, dranzubleiben. Weil es einen Punkt erreicht, an dem es dich einfach nicht mehr loslässt. Und bitte: Lest das Nachwort. Wirklich. Es gibt dem Ganzen nochmal so viel Tiefe und macht klar, dass das hier nicht „nur“ eine Geschichte ist. Für mich ein Buch, das nachhallt. Lange.

"Ich war Expertin darin ein Niemand zu sein, jahrelang hatte ich es eingeübt" 🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤
"Wir waren nur Mädchen“ spielt während des 2. Weltkriegs. Der Schauplatz sind die von den Nazi-Deutschen besetzten Niederlande. Wir erleben die Geschichte aus Sicht von Hannie Schaft, einer kaum bekannten Widerstandtskämpferin. Die schüchterne junge Hannie studiert Jura, als die Nazis ihre Heimat Holland besetzen. Dem zunehmenden Unrecht kann und will sie nicht tatenlos zusehen. Was dazu führt, dass sie sich einer Widerstandszelle anschließt und über sich selbst hinaus wächst. Plausibel gelingt es der Autorin den Weg in den Widerstand zu beschreiben. Die Handlung der einzelnen Charaktere war für mich jederzeit nachvollziehbar, ebenso wie die Wut und die Hilflosigkeit, die uns und die Protagonisten das ganze Buch über begleitet. Wir waren nur Mädchen” ist ein bewegender Roman über Mut, Freundschaft, Verrat und den Kampf für Freiheit. Er erinnert daran, wie wichtig es ist menschlich zu bleiben und sich dem Unrecht nicht einfach zu beugen. Der Schreibstil ist fesselnd und lässt die düstere Atmosphäre der besetzten Niederlande lebendig werden. Man könnte fast sagen, dass das Buch einem schwarz-weißem Farbverlauf gleicht, nämlich von hell zu dunkel. Es beginnt mit einem unbekümmerten Studentenleben in Amsterdam, mit Mädchen die von einer Zukunft träumen. Mit Fortschreiten des Krieges zerplatzt dieser Traum wie eine Seifenblase. Zurück bleiben tiefste Dunkelheit und Verzweiflung. Eine leichte Lektüre ist "Wir waren nur Mädchen" auf keinen Fall. Das Buch verlangt vom Leser sehr viel, die Vergeltungsmaßnahmen, die im Gegenzug zu den Widerstandsaktionen durchgeführt werden, die Grausamkeiten der deutschen Nazis und ganz besonders am Ende die Beschreibung der Folter, waren sehr bedrückend. Alles in allem ein sehr informatives, anspruchsvolles und spannendes Buch, welches geschichtlich sehr gut recherchiert ist und nur hin und wieder kleine Längen aufweist.

Zu Tränen rührend 😱
Es geht um die niederländische Hanni, eine wahnsinnig starke und mutige Frau die sich im Zweiten Weltkrieg in der Wiederstandsbewegung engagiert. Die Geschichte hat mich sehr berührt und gezeigt wie wichtig es ist für andere einzustehen, auch wenn man damit zur meistgesuchtesten Frau Hollands wird. Fazit: Empfehlenswert für alle die Geschichten über mutige Frauen in historischem Setting lieben! Erinnert stark an „Die Nachtigall“ welches ich auch sehr gut fand
Ein berührender Roman über den 2 Weltkrieg in Holland.
Der Schreibstil ist flüssig, die Geschehnisse interessant und erschütternd. Allerdings auch nicht wirklich was neues. Ich habe bereits viele Bücher über den zweiten Weltkrieg gelesen und ich würde mir wünschen mal aus anderen Perspektiven zu erfahren bzw. andere Länder, z.b 2. Weltkrieg in Asien oder der Genozid an den slawischen Bevölkerung im 2 Weltkrieg aber darüber wird leider in deutschsprachigen zu wenig geschrieben. Wer da gute Literatur kennt, bitte Bescheid geben. 😊 Dieses Buch war wie erwartet gut aber vorhersehbar für mich. Wer sich noch nicht viel mit den Geschehnisse in 2 Weltkrieg befasst hat wird es sicherlich sehr interessant finden.

Wir waren nur Mädchen war für mich ein berührendes und zugleich erschütterndes Buch über Mut, Freundschaft und das Überleben in einer grausamen Zeit. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte emotional erzählt wird, ohne übertrieben zu wirken. Die Figuren haben sich sehr echt angefühlt und ich konnte ihre Ängste und Hoffnungen beim Lesen nachvollziehen. Insgesamt ein bewegender Roman, der nachdenklich macht und mich definitiv gepackt hat.
In dieser Geschichte wird das Leben ab 1940 von Hannie Schaft erzählt. Die kaum bekannte Frau aus den Niederlanden, die Jura studiert und zwei jüdische Freundinnen hat die ihr irgendwann so nahe stehen wie Schwestern. Es ist Krieg. Die Nazis kommen nach und nach vermehrt in die Niederlande. Was als freundlich erscheint wird schnell zum Wolf im Schafspelz. Sie infiltrieren, manipulieren und enteignen nach und nach die Juden. Es ist so bildhaft geschrieben, dass man denkt man wäre dabei. Hannie kann nicht dabei zusehen und klaut für ihre Freundinnen Ausweise, damit sie noch vor die Tür gehen können, Bus fahren oder einkaufen. Es spitzt sich zu, so dass sie sich entscheidet zurück zu ihrem Eltern nach Harlem zu gehen und nimmt ihre Freundinnen mit. Diese verabschieden sich von ihren Eltern, das war sehr traurig, denn es fuhren schon viele volle Züge nach Ausschwitz und kamen leer zurück. So richtig wusste man nicht was dort passiert. Hannies Eltern sind anfangs schockiert, sind sie auch sind Sie auch gegen die Nazis, haben aber große Angst vor dem Verrat der Nachbarn. Denn hier wird genau geschaut, wie viel Wäsche aufgehängt wird. Doch die zwei Jüdinnen dürfen bleiben, und Hanni schließt sich den Widerstand an. Es gibt nur sehr wenig Frauen beim Wiederstand, auch das machte Hannie so einzigartig. Zusammen planen sie Attentate, töten Nazis und helfen den Juden. Hanni wird schnell bekannt als „das Mädchen mit dem roten Haar“, dass mit Nazis flirtet und sie dann tötet. Sodass sie bald zum Ziel der Gestapo wird. Ich hatte Gänsehaut beim Lesen und habe geweint, weil es einem so nahe geht, was dort mit den Menschen passiert ist. Dieser Roman beruht auf wahren Begebenheiten. Hanni Schaft hat es wirklich gegeben und sie hat gekämpft mit allem, was sie zur Verfügung hatte. Ein wahnsinns Schicksal und das Nachwort ging mir auch noch mal sehr nahe. Die erste Hälfte ist Hannie sehr unnahbar erzählt, das änderte sich jedoch dann - vor allem gegen Ende. Ihr Schicksal, ihre Liebe und was sie alles getan hat, könnt ihr in diesem Roman lesen. Ich kann euch die Geschichte nur ans Herz legen. Das Ende und das Nachwort hallt lange nach. Mir kommen jetzt schon wieder die Tränen wenn ich nur daran denke. So unfassbar mutige Frauen. Und so widerliche Menschen die fast süchtig danach waren, Juden zur Strecke zu bringen. Ich finde das Ende wirklich schön, denn in allem ist ein Funke Hoffnung. Spoiler!!!! Nur lesen wenn ihr das Buch NICHT lesen wollt! Hannie Schaft wird3 Wochen vor der Befreiung 1945 ermordet, was nicht mehr rechtens war. Es hätte ihre eine Gerichtsverhandlung zugestanden. Selbst unter folter gab sie die Namen ihrer Freunde nicht preis. Sie wurde 24 Jahre alt. Doch sie befreite viele Juden und eine ihrer jüdischen besten Freundinnen Philine Polak wurde 97 Jahre alt und starb im Kreis ihrer Familie. 😭♥️ Sonja Frenk gelang die Flucht nicht und sie wurde nach Auschwitz deportiert und ermordet. Philine und Truus, eine ihrer Mitkämpferinnen, warteten vor dem Gefängnis nach der Befreiung ab und wussten erst als die letzte Insassin im Freien war, dass ihre Freundin es nicht geschafft hatte. Hannie wurde auf dem Ehrenfriedhof in Anwesenheit der Königsfamilie ein würdiges Begräbnis gestattet und wurde posthum mehrmals geehrt. Bliif menselik. Bleibt menschlich.

Berührend, bewegend, erschreckend. Nach einer wahren Geschichte über den Widerstand in den Niederlanden.
. HANDLUNG Ein großer Roman nach der wahren Geschichte einer einmalig mutigen Frau Amsterdam, 1940: Hannie Schaft studiert Jura, und ihre Träume für die Zukunft sind ehrgeizig und voll Hoffnung. Doch es herrscht Krieg, und es sind die Träume, die zuerst sterben. Hannie sieht keine andere Möglichkeit mehr, als sich dem Widerstand anzuschließen. Und sie entdeckt ihre gefährlichste Waffe: ihr Frausein. Getarnt von Schönheit und Jugend kommt sie jenen Männern nahe, die so viel Unheil stiften – und tötet sie. Bald ist »das Mädchen mit den roten Haaren« die meistgesuchte Frau Hollands. Die Welt um sie herum verliert alles Menschliche, Hannie indes ist fest entschlossen, menschlich zu bleiben. Aber dann beginnt sie, Gefühle für den Widerstandskämpfer Jan zu entwickeln, mit verheerenden Konsequenzen ... MEINUNG Als Hörbuch gehört und ab Minute 1 an gebannt. Eine faszinierende, dramatische und vor allem aber auch unglaublich mutige Geschichte. Ein Buch, das an wahren Begebenheiten und Charakteren - inklusive Namen - angelegt ist. Erzählt wird die Geschichte von Hannie Schaft, die in den 1940er Jahren in Amsterdam studiert und sich dem Widerstand gegen das Nazi-Regime anschließt. Es erzählt von ihrem Leben, den Einflüssen, die auf sie eingewirkt haben. Es beschreibt die Begebenheiten, ihre Beweggründe, ihr Handeln. Das Buch schildert sehr eindrücklich die Widerstandsbewegung in Holland. Es fällt mir schwer zu sagen, dass ich Charaktere mochte bzw. ihre Art und Weise, wie sie dargestellt wurden: Weil es reale Menschen sind. Buzzy Jackson hat es allerdings geschafft, dass es mir genau so gegangen ist. Ich habe sehr mit Hannie sympathisisert und mochte ihre Familie und Freunde, mochte Jan und die anderen aus dem Widerstand. Habe mit ihnen mitgefiebert, gehadert, Entsetzen gefühlt und Ungerechtigkeit gefühlt. Habe trotz der Brutalität und trotz gesellschaftlicher Konventionen oder anderer Wertevorstellungen ihr Handeln und ihre Erklärungen verstanden. Insbesondere durch das Nachwort, in dem die tatsächlichen Schicksale der Menschen aus dem Buch geschildert werden, hinterlässt nochmal Eindruck. Weil es so drastisch aufzeigt, dass das kein fiktiver Roman ist, sondern leider Realität war. Dank Buzzy Jackson hat Hannie Schaft durch dieses Buch eine verdiente Aufmerksamkeit bekommen. Eindrücklich, erschreckend und verdammt gut geschrieben. Ich kann es nur allen ans Herz legen, die an Schicksalen um den zweiten Weltkrieg interessiert sind. Auch wenn es defintiv keine leichte Lektüre ist, lohnt es sich meiner Meinung nach sehr. Ein Buch, das nachhallt und irgendwie auch Mut macht. Weil es Menschen wie Hannie Schaft gibt, die so mutig gehandelt haben, um sich der Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit entgegen zu stellen. Und: Als Hörbuch ist es wirklich auch toll gelesen. Und hervorheben möchte ich auch, dass das Nachwort ebenfalls eingesprochen wurde, was ich sonst immer mal wieder vermisse. 5 ⭐️

Ein bedrückende Stück Zeitgeschichte
In den Jahren 1940 – 1945 standen die Niederlande unter deutscher Besatzung und die Bevölkerung litt unsäglich unter den „Moffen“, den deutschen Nazis. Und es gab einige Widerstandsbewegungen, die mit mehr oder weniger Gewalt gegen die Besatzungsmacht ankämpfte. Darunter waren auch einige sehr mutige Frauen. Eine von Ihnen war Hannie Schaft, die Hauptperson dieses Romans. Bekannt als das Mädchen mit den roten Haaren hat sie gemeinsam mit den Schwestern Truus und Freddie Oversteegen und Jan Bonekamp einige Nazis und Kollaborateure ermordet und war auch an einigen aufsehenerregenden Sabotageakten beteiligt. Sehr eindrucksvoll und berührend erzählt Buzzy Jackson die Geschichte einer Studentin, die zur Heldin wird, eines Volkes, das sich gegen Unterdrückung wehrt. Dafür hat sie die „Ich“-Perspektive gewählt, was die Geschehnisse noch greifbarer und berührender macht. Der Werdegang einer Widerstandskämpferin, die zunächst einfache Botengänge ausführt, dann gezielt die Peiniger ihres Volkes erschießt und schließlich selber in die Fänge der Deutschen gerät, gefoltert und schließlich hingerichtet wird, macht sehr nachdenklich und traurig. Das ist nichts für schwache Nerven, ist es doch äußerst brutal! Und es ist keine reine Fiktion, es hat sich wirklich so zugetragen! Mein Fazit: Ein bedrückendes Stück Zeitgeschichte, berührend erzählt. Klare Leseempfehlung!
Darum geht es: Amsterdam, 1940: Hannie Schaft ist ehrgeizig und voller Hoffnung. Die junge, schüchterne Frau studiert Jura, als die Nazis die Niederlande besetzen. Ihre Zukunftspläne zerplatzen. Hannie kann das Leid und die Schikanen der Nazi-Besatzer gegenüber der jüdischen Bevölkerung nicht mehr ertragen. Sie bricht ihr Studium ab und schließt sich dem Widerstand an. Sie verliert ihre Schüchternheit und ihr Frauensein wird zur tödlichen Waffe. Nichts schreckt sie mehr ab. Hannie verliebt sich unsterblich in ihren Widerstandsausbilder Jan. Das hat fatale und gefährliche Konsequenzen. Mein Leseeindruck: Wow! Wow! Wow! Was für ein großartiger Debütroman! Weltklasse! Ich war tatsächlich sofort gefesselt von dieser, teilweise sehr grausamen, Geschichte. Jedes Kapitel hat mich gepackt und mitgenommen. Die Autorin Buzzx Jackson hat sensationelle und wertvolle Recherchearbeit geleistet. Der Schreibstil ist mehr als brillant. Durch die Ich-Perspektive von Hannie konnte ich tiefe Einblicke in ihre Gedankenwelt, ihre tiefe Uberzeugung, ihren Willen und ihre Motivation bekommen. Die ausgezeichnete bildhafte Erzählweise vom Lebensweg der Widerstandskämpferin Hannie hat mich tief erschüttert und berührt. Mit ihrem Roman „Wir waren nur Mädchen" hat die Autorin jede einzelne, mutige Frau im Widerstand sichtbarer gemacht. Vielen Dank hierfür. Auf jeden Fall sollte man das Nachwort nicht vergessen und unbedingt lesen. Mich hat dieses großartige, kraftvolle Buch immer wieder innehalten lassen. Fazit: 5/5 ⭐️Für mich ein echtes Highlight und eine riesengroße Leseempfehlung!

Wir waren nur Mädchen von Buzzy Jackson aus dem #aufbauverlag 🔫 Dieses Buch hat mich jetzt ein paar Tage begleitet und es hat mir richtig gut gefallen. Wenn ich das überhaupt so bei diesem Thema so ausdrücken kann?!? . Hier geht es um Hannie Schaft, eine reale Person. Hannie lebte zur Zeit des zweiten Weltkriegs im besetzten Amsterdam und schließt sich dem Widerstand an. Dabei begleiten wir sie. . Was für eine Zeit, was für eine Geschichte und was für eine junge Frau. . Durch dieses Buch habe ich einen Einblick in die Besatzungszeit der Niederlande erhalten. . Hannie ist mir unter die Haut gegangen. Das gelesene habe ich miterlebt und das wird mich noch beschäftigen. . Ein, wie ich finde, wichtiges Buch. Sehr flüssig zu lesen. Kann ich nur empfehlen. . Das Cover ist leider nicht mein Fall. Aber der Inhalt ist das Wichtigste. . Zum Schluss möchte ich einmal kurz etwas aus dem Buch zitieren: „Bleibt menschlich“
Widerstand in Rot: Die Frau, die sich nicht kleinmachte
Mitten im Wahnsinn des Krieges stolpert man selten über Figuren, die gleichzeitig Schönheit, Wut und tödliche Entschlossenheit ausstrahlen. Hannie Schaft ist so eine Figur — eine Jurastudentin, die ihr Idealismus-Abo nicht kündigt, sondern zur Waffe macht. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so gnadenlos nah an einer historischen Person bleibt und dabei doch wie ein spannender Thriller sitzt. Die Sprache schaukelt zwischen poetischer Präzision und knallhartem Widerstand, und genau das macht den Sog aus: Man will wissen, wie weit Menschlichkeit reicht, bevor sie bricht. Der Roman spielt virtuos mit Identität — Schönheit wird zur Tarnung, Liebe zur Schwäche, Mut zur Pflicht. Da ist kein Pathos, das patzt; stattdessen präzise, schmerzliche Szenen, die hängenbleiben. Man lacht selten, man atmet öfter scharf. Trotzdem schafft die Autorin kleine, fast verrückte Augenblicke von schwarzem Humor, die das Ganze vor Überwältigung bewahren. Als Leser fühlte ich mich manchmal wie auf einer Achterbahn, die kurz innehält, nur damit der nächste Looping härter trifft. Ein Kritikpunkt: An manchen Stellen zieht sich die Recherche-Maschine ein wenig in die Bremsen — zu viele Details können Tempo schlucken. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn diese Tiefe verleiht dem Ganzen auch Glaubwürdigkeit. Emotional packt das Buch, historisch interessiert es, literarisch beeindruckt es. Wer melancholischen Widerstand mit einer Prise mörderischer Ironie mag, ist hier richtig.

Ein großartiges Buch, das man gelesen haben muss! Toll recherchiert und super geschrieben. Das Nachwort der Autorin zu den einzelnen Protagonisten hat mich zu Tränen gerührt. Gerade angesichts der aktuellen politischen Lage und den Ergebnissen der Europawahl ein wichtiges Thema, das Gehör finden muss.
Hannie Schafft. Vor dem Lesen eine Unbekannte. Nach dem Lesen eine Frau, die mich stark beeindruckt hat.
Eine wahre Begebenheiten. Eine Frau im niederländischen Widerstand, die für ihre Familie und jüdischen Freundinnen eine bessere Welt erkämpfen will. Ich habe danach viel über diese Hannie gelesen und zum Glück hat die Autorin ein wichtiges und ausführliches Nachwort verfasst. Mich hat das Leben dieser Frau, gemeinsam mit Truus und Freddie Oversteegen, nachhaltig beeindruckt. Diese Geschichte bekommt 5 Sterne, aber leider war das Buch manchmal etwas zu langatmig in der Erzählung. Trotzdem ein Buch, was gelesen werden muss.
Was soll ich sagen, ich bin zu sensibel für die emotionale Brutalität dieses Buches.
Besonders in der Hinsicht, dass das wirklich evtl. so war, unschuldige, intelligente und lebensfrohe Mädchen, die zu brutalen Killerinnen werden. Ich habe schon viele Bücher gelesen in denen die Handlung im 2ten Weltkrieg spielt aber nie in dieser erschütternden Klarheit/ Realität. Und da ich am Anfang ausversehen noch shuffle drin hatte, kenne ich das Ende und möchte eigentlich nicht mehr hören wie es zu diesem Ende kommt. Daher breche ich es ab und bewerte es auch nicht.
Überraschungs-Highlight
Wusste nicht was ich lesen sollte, und habe dazu gegriffen und wurde absolut überrascht von diesem Buch. Es hatte alles was man sich wünschen kann, viele emotionalen Momente, Schock, Verzweiflung, historische Fakten und gute Recherchen. Unbedingt das Nachwort lesen, hier gibt es noch Infos zu den realen Personen, da die Geschichte auf wahren Begebenheiten/Personen basiert.
"So entkräftet und erschöpft ich auch bin, eine Welle der Freude durchströmt mich. Ich bin an einem Ort angekommen, an dem der Widerstand gegen die Nazis laut herausgebrüllt wird. Ich liebe diese Frauen. Und ich fühle ihre Liebe zu mir." Das Mädchen mit den roten Haaren, Hannie Schaft, hat ihr Leben als Widerstandskämpferin für die Freiheit der Juden in Holland riskiert. Die wahre Geschichte ist ein bedrückendes Zeitdokument, keine leichte Kost, sehr berührend, bewegend und auch schmerzhaft. In heutiger Zeit ein wichtiges Buch, das viele Menschen lesen sollten-gegen das Vergessen. "Bliif menselik. Bleibt menschlich." (Zitat Trijntje Oversteegen)
Von der niederländischen Widerstandskämpferin Hannie Schaft hatte ich noch nie gehört - bis zu einer Folge des Podcasts Weird Crimes. Daraufhin habe ich zu „Wir waren nur Mädchen“ gegriffen und es regelrecht verschlungen. Viele der Figuren basieren auf realen Personen; Buzzy Jackson hat Hannie Schaft auf Grundlage von Interviews eine Stimme gegeben und erzählt ihre Geschichte. Absolute Empfehlung!
Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, leider hat es mich nicht gepackt
Vom Klappentext her - und auch, weil ich schon andere Bücher gelesen habe, die in der Zeit um den zweiten Weltkrieg spielen - war mir klar, dass das kein "schönes Buch" wird. Bis die Geschichte nur annähernd in Richtung, der auf dem Klappentext beschriebenen ging, hat es mir zu lange gedauert. Oft hab ich mich gefragt, wann kommen wir denn endlich zu der Handlung? Zudem sind mir die Charaktere nie ans Herz gewachsen, ich konnte gar keine Bindung zu irgendjemandem herstellen. Es gab auch mehrere Punkte, an denen ich ernsthaft überlegt habe, das Buch abzubrechen. Dafür war es mir dann aber einfach zu teuer. Wie gesagt, ich wusste, dass das kein schönes Buch wird. Trotzdem fand ich die Brutalität, die seitenweise genauestens beschrieben wurde, schrecklich.
"Ich habe großen Respekt vor Pazifisten. Damit meine ich nicht nur die Menschen, die einfach nur, den Frieden zu lieben. Ich meine Menschen, die für ihre Überzeugung geradestehen, weil die Welt zurzeit kriegstrunken ist." Hannie Schaft, Auszug aus ihrem Aufsatz "Menschen, die ich bewundere", den sie im Jahr 1935 im Gymnasium schrieb. S.7 Übersetzt von Christine Stroh "Wir waren nur Mädchen" von Buzzy Jackson ist ein Roman und doch erzählt er die Geschichte von Hannie Schaft, einer niederländischen Widerstandskämpferin, die im zweiten Weltkrieg permanent im Untergrund gegen die Nationalsozialisten arbeitete und sogar auf einige von ihnen Anschläge verübte. Die Autorin selbst schreibt in ihrer Danksagung, dass in den Niederlanden Schulen, Straßen und Preise nach Hannie Schaft benannt wurden, aber sie selbst bis vor 2016 diesen Namen noch nie gehört hatte. Und ich bis zu diesem Roman nicht und deswegen sind diese Bücher so wichtig. Lest sie und haltet die Erinnerung an die Geschichte aufrecht, denn Buzzy Jackson erzählt in dieser wahren Geschichte mit belletristischen Werkzeugen das mitreißende Leben einer unglaublich mutigen Frau, die nicht tatenlos dabei zusehen konnte, wie die Nationalsozialisten Anfang 1940 ihr Heimatland besetzten und systematisch Terror, Hass, Krieg und den Tod brachten. Hannie versteckte ihre jüdischen zwei besten Freundinnen bei ihren Eltern und schloss sich der Widerstandsbewegung an, um zumindest ein Stück Menschlichkeit in ihre Heimat zurückzubringen. Fast alle auftauchenden Figuren in "Wir waren nur Mädchen" basieren auf realen Personen, die im Nachwort noch einmal explizit erwähnt werden. "Wir waren nur Mädchen" ist wichtig, am wichtigsten natürlich, um die Erinnerung aufrecht zu erhalten, aber auch um zu zeigen was für teils simple und perfide Mittel die Nazis benutzt haben, um ihr Terrornetzwerk u.a. in den Niederlanden aufzubauen. Und natürlich um zu zeigen, dass es in dieser dunkelsten Stunde Geschichte immer Menschen gab, die sich geweigert haben. Die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um gegen die Nazis zu arbeiten, die in Zeiten unfassbarer Unmenschlichkeit ihr Mensch sein bewahrt haben und unglaublichen Mut bewiesen. "Wir waren nur Mädchen" ist wichtig, lest es und bewahrt die Erinnerung, denn es zeigt, wie schnell die Welt in den Abgrund geraten kann, wenn man die Augen vor etwas verschließt, was sich genau vor diesen abspielt und wie wichtig es ist die richtigen Entscheidungen zu treffen. Lest "Wir waren nur Mädchen".

Bliif menselijk -Bleib menschlich
Diese Buch hallt nach. Ich habe das erste und einzige Mal im Podcast „Weird Crimes“ von Hannie Schaft gehört. Es ist schade, dass ihrer so wenig gedacht wird. Die erste Hälfte des Buches war für mich etwas schleppend und ich habe zwischendurch etwas länger pausiert und etwas anderes gelesen. Zum Glück habe ich mich aber entschieden weiterzulesen. Das Buch hat mich sehr bewegt. Eine junge Frau, die ihr ganzes Leben einer lebensgefährlichen Sache verschreibt. Wie kann man so mutig sein? Das Buch macht leider wieder deutlich wie unmenschlich und grausam die Nazis handelten. Das Nachwort dazu, wie es den Gefährten von Hannie im echten Leben erging hat mich sehr berührt. Ich kann das Buch jeden empfehlen, der über starke Frauen lesen möchte und der sich für die Geschichte des zweiten Weltkriegs interessiert.
Eine Geschichte über Heldinnen! Ich hab sie geliebt! Ich habe fürs Lesen mehrere Monate gebraucht, da sich die Geschichte vor allem zu Beginn gezogen hat. Dennoch habe ich es zwischen anderen Büchern immer wieder in die Hand genommen und auch gerne beendet. Das Nachwort hat mich mehrfach zu Tränen gerührt. Eine vergangene, harte Realität, die einem immer wieder vor Augen geführt werden sollte, damit sie niemals in Vergessenheit gerät.
Aufwühlend, erschütternd, emotional
Es gibt nur wenige, die die Tagebücher der Anne Frank nicht kennen. Aber wer waren die Menschen, die damals ihre Leben riskierten, um Familien wie den Franks zu helfen? Eine von ihnen war Hannie Schaft. Die zunächst zurückhaltende Jurastudentin möchte ihren jüdischen Freundinnen helfen unterzutauchen. Sie schließt sich dem Widerstand an und wird in der "Ausbildung" sehr schnell radikalisiert. Die Nazis fürchten die kaltblütige Attentäterin, die sie "Das Mädchen mit den roten Haaren" nennen. Es gibt nur wenige Aufzeichnungen von Hannie selbst, also war die Autorin auf Gespräche mit ihrem Umfeld bzw. auf deren Aufzeichnungen angewiesen. Trotzdem wollte sie Hannie eine Stimme geben und hat den Roman aus ihrer Perspektive geschrieben. Das ist ihr sehr gut gelungen, wenn mir auch manchmal ein wenig emotionale Einblicke fehlten. Nichts desto trotz fühlte ich mich in die Vergangenheit versetzt und empfinde das Buch als sehr authentisch. Manche Szenen sind sehr aufwühlend und erschütternd. Mir war übel, ich habe geweint und ich war so wütend. Wenn ich nun sage, es war eines meiner Highlights, kommt mir das irgendwie komisch vor. Aber jeder, der sich für den Widerstand im 2. Weltkrieg interessiert, sollte meiner Meinung nach dieses Buch lesen.
Zu dem Buch (Hörbuch) fiel mir spontan folgender Ausspruch ein: Ich hätte es wissen müssen! Wusste ich aber nicht… Ich wusste, dass die Niederlande von den Nazideutschen besetzt waren, ich wusste auch, dass Hitler einen Reichskommissar eingesetzt hat. Ich wusste auch, dass in den Niederlanden Juden verfolgt und über das Durchgangslager Westerbork in Vernichtungslager deportiert wurden; wie immer, wenn man zu diesem Thema etwas liest oder hört, ist man erschüttert. Was mir nicht wirklich klar war, unter welchen Umständen die Besatzungsmacht über die Niederlande geherrscht hat. Zunächst hatte die Niederlande - nach dem Angriff Deutschlands auf Polen - ihre Unabhängigkeit erklärt - was den Nazis egal war, sie griffen das Land an und zwangen es innerhalb weniger Tage zur Kapitulation; Königin Wilhelmina floh nach London ins Exil. Zunächst wollte man sich dem Brudervolk gut gesinnt zeigen, doch kippte dies schnell, da sich die niederländische Bevölkerung ungern von einer fremden Regierung kontrollieren ließ. Eindeutschungsmaßnahmen wurden zwangsweise durchgeführt. Juden und politische Gegner - wie üblich - verfolgt. Neben zahlreichen Kollaborateuren formierte sich jedoch eine kommunistische Widerstandsbewegung. Diesem Widerstand schließt sich die junge Jannetje Johanna „Jo“ Schaft an und zeigt schnell ein Talent für schwere Aufträge und ist auch bereit Kollaborateure und SS-Leute zu töten. Ihr Deckname ist Hannie - sie wird zudem bekannt als „Das Mädchen mit dem roten Haar“. Wer mehr wissen möchte, wird bei WIKIPEDIA fündig. Im vorliegenden Buch erzählt Hannie aus ihrer Perspektive, wie und warum sie sich dem Widerstand angeschlossen hat, wie sie nach einer kurzen Ausbildung an der Waffe für Attentate ausgewählt wurde und mit Jan Bonekamp sowie den Schwestern Oversteegen Anschläge auf wichtige Einrichtungen der Nazis verübt; dabei zeigt sie ein Talent, sich aus gefährlichen Situationen „heraus zu reden“ und lernt es, sich zu tarnen - nachdem sie die meistgesuchte Frau der Niederlande wird; am Ende nützt es ihr nicht. Das Buch geht nahe, weil man mitgenommen wird, Hannie nimmt einen geradezu an die Hand und man stolpert mit ihr durch ihre Gefühlswelt und die (wahre) Geschichte. Die schüchterne Jurastudentin, die bei einer Feier zwei junge Frauen kennenlernt, die sie später - beide sind Jüdinnen - bei ihren Eltern versteckt; und letztere dadurch in größte Gefahr bringt. Die junge Frau, die sieht, wie die ganze Welt um sie zugrunde geht und die helfen will, dies aufzuhalten. Die Widerstandskämpferin, die kaltblütig Nazis von Angesicht zu Angesicht tötet - und Beobachterin brutaler Vergeltungsmaßnahmen an der Zivilbevölkerung und ihren Mitstreitern wird - woran sie fast zerbricht. Die junge Frau, die sich erstmals verliebt - und sich dann (im wahrsten Sinne des Wortes) von ihrer großen Liebe verraten fühlt. All dies lernt der Leser kennen - und noch viel mehr. Durchforstet man das Internet, wird schnell klar, wie gut die Autorin die Story recherchiert hat - und mir wurde klar, wie wenig ich von diesem Abschnitt bzw. Bereich des Nazi-Wahnsinns wusste. Wunderbar gelesen von Ann-Kathrin Hinz, natürlich aber auch in der Printversion verfügbar, empfehle ich es jedem, der geschichtlich interessiert ist und - wie ich - diese Facette der Niederländischen Geschichte gar nicht oder noch nicht so gut kannte. Wichtig aber: Wie in vielen Büchern dieser Richtung werden auch hier die unmenschlichen Greueltaten der Nazis sehr deutlich beschrieben! Das muss man sich klar machen. Mich hat das Buch immer wieder innehalten lassen - und schwer bewegt. Von mir 5/5 Sternen.
Hannie Schaft ist als „das Mädchen mit den roten Haaren“ in die Geschichte eingegangen. Sie war Jurastudentin in Amsterdam, bis das Vorrücken der Nazionalsozialisten sie zur Flucht zwingt. Sie versteckt ihre zwei jüdischen Freundinnen bei ihren Eltern in Haarlem und tritt dem Widerstand bei. Als eine der wenigen Frauen im bewaffneten Widerstand tötet sie hochrangige Nazis und Anhänger der Nationalsozialisten in den Niederlanden. Nachdem ihr Freund und Mitkämpfer Jan Bonekamp im Todeskampf ihren Namen preisgibt und kurz darauf ihre Eltern verhaftet werden, ist sie gezwungen unterzutauchen. Ihre Wut und der Hungerwinter lassen sie unvorsichtig werden, was letztendlich zu ihrer Verhaftung führt. Im Alter von 24 Jahren wird sie nach wochenlangen Verhören und Folter, in denen sie nichts preisgibt, kurz vor Ende der Belagerung, hingerichtet. - Buzzy Jacksons Roman „Wir waren nur Mädchen“ basiert auf dem Leben der realen Hannie Schaft. Ihre Informationen zieht sie dabei aus Zeitzeugenberichten, Zeitungsartikeln und überlieferten Dokumenten und macht daraus eine spannende und bedrückende Erzählung. Sehr eindrücklich fängt sie die Zeit des 2. Weltkrieges ein, erzählt von Tyrannei, Unterdrückung, Verfolgung, Deportation, von Hunger, Kälte und Mangel am Nötigsten. Sie erzählt von Resignation, dem Nicht-wahrhaben-wollen, der Überzeugung, dass alles gut wird und am Ende von der Fügung in die Einzelschiksale. Die Angst ist allgegenwärtig und spürbar. Und dann ist da der Widerstand, eine Gruppe von Personen, die kämpfen, die sich widersetzen, die versuchen die Strukturen zu unterlaufen oder zumindest zu hemmen. Es sind Menschen, die aus tiefster Überzeugung handeln, die sich ihre Freiheit nicht nehmen lassen wollen, die versuchen dafür zu sorgen, dass sich alles zum besseren wendet. Die für Gerechtigkeit und Menschlichkeit einstehen, ungeachtet der persönlichen Konsequenzen. Sie tun viel Gutes und ich will nicht wissen, wie es geendet wäre, wenn es diese Menschen nicht gegeben hätte, aber sie töten auch… so sehr ich sonst mit dem Widerstand sympathisiere, ihren Mut und die Uneigennützigkeit bewundere, so sehr hinterfrage ich dieses Handeln. Immer wieder stellt sich mir die Frage: Wie weit darf man im Namen der Gerechtigkeit gehen und ist es menschlich und gerecht, Menschen zu töten (auch wenn sie die Bösen sind) um andere zu schützen? Inwieweit ist es gerechtfertigt auf Gewalt mit Gegengewalt zu reagieren? Es lässt mich zwiegespalten zurück… Fakt ist, es obliegt mir nicht im Rahmen der Rezension darüber zu urteilen, ob dies hätte sein müssen in der Erzählung, den es gehört dazu, es ist eine Tatsache, dass es so war und sollte demnach auch erzählt werden. Um zurück zum Buch zu kommen: Jackson schafft es mich zu fesseln, sie erzählt Hannies Geschichte auf mitfühlende, eindringliche Art, lässt mich als Lesende die Gefühle von Hannie zumindest ansatzweise durchleben. Lässt mich bis zum Schluss hoffen, obwohl ich weiß wie es ausgeht. Es ist die Geschichte einer wahnsinnig mutigen Frau, die ihre Freunde und Familie schützen und verteidigen will und sich ihre Weiblichkeit zu Nutze macht, um ganz nah an die Männer heran zu kommen, die sie ausschalten will. Bis zum Schluss steht sie hinter ihrer Entscheidung, wiederseht sich und nimmt für ihre Sache sogar den Tod in Kauf. Es ist ein Buch, dass einmal mehr klar macht, dass es so nie wieder werden darf, dass die schleichenden Prozesse aufzeigt, bis zu dem Zeitpunkt, wo es zu spät ist. Das untermauert, wie wichtig Widerstand ist und das zur richtigen Zeit kommt um zu mahnen und daran zu erinnern, dass es nie der richtige Weg ist Missstände hinzunehmen und abzuwarten. Große Leseempfehlung.
Eine Geschichte über eine mutige junge Frau, die alles gibt, um das Leben anderer zu retten
Ich durfte das Buch "Wir waren nur Mädchen" von Buzzy Jackson als Hörbuch hören und als E-Book lesen. Vielen Dank erst einmal dafür. Das Hörbuch gibt es im Aufbau Audio Verlag und wird fantastisch emotional gelesen von Ann-Kathrin Hinz und das Ebook oder Buch ist ebenfalls im Aufbau Verlag erschienen. Dieses Buch ist nach einer wahren Geschichte erzählt, und wie ich finde, wieder ein Stück Zeitgeschichte. Sie erzählt von der jungen und unfassbar mutigen Studentin Hannie Schaft in Amsterdam im Jahre 1940, die verzweifelt mit ansehen muss, wie die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges immer größere Kreise auch in ihrem Umfeld zieht. Ihre beiden Freundinnen, beides Juden werden immer ängstlicher, die Auflagen häufen sich für sie. Hannie beobachtet immer öfter, wie Menschen ohne erkennbaren Grund von SS - Soldaten verprügelt oder gar verhaftet werden. Dann beginnt sie in kleinen Situationen dagegen zu rebellieren. Z. B. stiehlt sie unter grossem Herzklopfen Ausweise von Nichtjuden für ihre Freundinnen. So entwickelt sie sich langsam von einer unschuldigen Jura - Studentin zur gefährlichen Widerstandskämpferin, die es sich zu Nutze macht, dass niemand in ihr eine Bedrohung vermutet. Ihre Tarnung als junge, attraktive Frau erlaubt es ihr, gefährlichen Männern nahezukommen und sie zu eliminieren, was ihr eine zentrale Rolle im Widerstand einbringt. So wird sie später als "das Mädchen mit den roten Haaren", zur meistgesuchten Frau in den Niederlanden. Mich hat diese Geschichte unheimlich fasziniert, zumal der Kern hiervon einer wahren Person zugesprochen wird. Denn die Hannie Schaft hat es tatsächlich gegeben, allerdings gibt es nur wenige Aufzeichnungen und erst recht keine Interviews o.ä. Somit hat Frau Jackson aus dem, was die Überlebenden erzählt und geschrieben haben eine wundervolle Geschichte geschrieben, um dem Mut von Hannie auch heute noch Raum zu geben und zu ehren. Ich finde, diese Geschichte kann gar nicht aktueller sein und diese Menschen haben meinen größten Respekt. Daher sage ich Danke, dass ich es lesen und hören durfte. #unbezahltewerbung #rezensionsexemplar
„Bleibt menschlich.“ - Die Geschichte der Widerstandskämpferin Hannie Schaft
Wenn ich nur eine Passage aus diesem Buch zitieren dürfte, dann wären es die Worte von Trijntje, der Mutter von Truus und Freddie Oversteegen - wie ein Mahnmal ziehen sie sich durch die Seiten: „Bleibt menschlich.“ __________________________________________________ 🫧 Worum geht’s? „Wir waren nur Mädchen“ erzählt mit belletristischen Mitteln die wahre Geschichte der holländischen Widerstandskämpferin Hannie Schaft. 1940 studiert Hannie Jura in Amsterdam, sie ist jung, ehrgeizig und voller Hoffnung. Doch im Krieg sterben Träume zuerst und Hannie schließt sich dem Widerstand an. Als „Mädchen mit den roten Haaren“ wird ihre Weiblichkeit zu ihrer schärfsten Waffe und Hannie riskiert ihr Leben für die Freiheit aller, während sie sich das Wertvollste zu bewahren versucht, das sie im Krieg noch hat: ihre Menschlichkeit. 🫧 Meine Meinung Ein Buch wie dieses zu rezensieren fühlt sich anders an. Ich habe einen Monat gebraucht, um es zu beenden - und je näher das Ende kam, desto schwerer fühlte sich das Lesen an. In den letzten Nächten habe ich sogar von den Protagonist:innen geträumt, so nah fühlte ich mich ihnen am Ende. Die Geschichte von Hannie Schaft und ihren Mitstreiter:innen im Widerstand ließ mich, wie Literatur wie diese es oft tut, demütig zurück - denn nichts, was man heute tippt, wird ihrem Tun von damals gerecht. Und so werden diese Bücher für mich oft vor allem zu einem, zu Mahnmalen: Einer Erinnerung daran, der Unmenschlichkeit von damals im Heute keinen Platz einzuräumen. Füreinander einzustehen, die Stimme gegen Ungerechtigkeit zu erheben. Solidarisch und füreinander da zu sein, Hass keinen Raum und keine Plattform zu bieten - nicht in Regierungen, nicht in unseren Freundeskreisen. Menschlich zu bleiben. Ich kannte Hannie Schafts Geschichte vor diesem Buch nicht, aber ich bin dankbar, dass ich es jetzt tue. Und ich wünsche mir sehr, dass noch so viel mehr Menschen von ihr erfahren, von ihr lernen. Denn sie, Truus und Freddie waren so viel mehr als „nur Mädchen.“ Sie waren Heldinnen. 5 von 5 ✨ [Werbung | unbeauftragt | selbst gekauft]

bestes Buch seit langem
Eines der besten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Unfassbar gut & packend geschrieben - ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Und dadurch, dass die Geschichte auf dem Leben einer echten Person basiert, einer Widerstandskämpferin im 2. Weltkrieg, ist umso inspirierender. 10/10 recommend🫶
Mutige Frauen nach wahrer Begebenheit
Schwierig zu bewerten, da es sich um eine historische Fiktion bzgl WWII nach wahrer Begebenheit handelt. Das Hörbuch war wirklich gut erzählt und spannend. Ich habe aber sehr lange dafür gebraucht, weil das Buch eine ganze Weile braucht, bis es an Fahrt aufnimmt innerhalb der Story und weil es später dafür stellenweise wirklich nicht einfach zu lesen/hören ist. Ich wusste vorher nichts von Hannie Schaft und bin sehr froh, durch „wir waren nur Mädchen“ ihre Lebensgeschichte (und die von vielen anderen mutigen Personen) erfahren zu haben!
Widerstand von dem Mädchen mit den roten Haaren!
In dem Buch folgen wir Hanni von 1940-1945 und ihren Tätigkeiten beim Widerstand in den von Deutschland besetzten Niederlanden. Ich habe schon viele Bücher über NS-Zeit gelesen und auch aus verschiedenen Perspektiven und Ländern, allerdings noch nie in Holland. Ich finde es sehr interessant, wie sich dieses Land gegen die Regierung und Besetzung Deutschlands arrangiert und auch wehrt. Aber leider ist mir Hanni anfänglich sehr unnahbar dargestellt. Ich kann keine richtige Bindung zu ihr aufbauen und durch ihre spontane, teils sehr naive Art wirkt sie für mich sehr unkoordiniert und teilweise auch sehr beeinflussbar für eine Jurastudentin. Als sie sich aber dann aktiver im Widerstand beteiligt und auch größere Aufgaben bekommt, wird sie mir authentischer und auch die ersten Rückschläge und Verluste, zeigen eine emotionale Seite, die ich mochte. Da es auf wahren Begebenheiten beruht, kennen wir das Ende der Geschichte, aber gerade der Schluss hat mich oft innehalten und durchatmen lassen. Das Buch vermittelt sehr gut Situation und Lage der Bewohner und auch die völlige Abhängigkeit und Norm der Besetzer. Was Probleme und auch Alltag der Zeit angeht, habe ich mich gut informiert gefühlt und kann eigentlich jedem das Buch empfehlen, der Interesse an einer beeindruckenden Frau und dieser Zeit hat.
Beeindruckend und erschreckend
Ein Buch, dass einen mitfühlen lässt. Ich habe zuvor noch nie von der Geschichte um Hannie gehört und trotz des Geschichtsunterrichts ind der Schule und sonstigen Informationen die man zum zweiten Weltkrieg erfährt nur wenig aus der Perspektive eines anderen besetzten Landes gelesen/gehört. Ich finde es toll, dass die Autorin einer so bedeutenden Frau eine Stimme geben will und finde auch das es gut gelungen ist. Die Einrahmung durch die wahren geschichtlichen Gegebenheiten lassen die Beschreibungen im Buch sehr nahbar werden, was aber auch dazu führt, dass man manche Seiten mit entsetzt Gesicht ließt. Ich finde das Buch ist auf jeden Fall nichts zum schnell dahin lesen und entspannen. Dadurch dass es nach wahren Begebenheiten erzählt wird durchdenken man das Erzählte auch ganz andere weise. Zu Beginn hatte ich mich etwas schwer getan nachzuvollziehen, warum Hannie so schnell und teilweise naiv im Wiederstand aufgenommen wurde und diesem vertraut hat. Vor allem, dass sie wie es scheint nur auf eine Aufforderung hin einen Menschen erschossen hätte, konnte ich wenig nachvollziehen. Dennoch kann sich heutzutage vermutlich kaum einer mehr wirklich vorstellen wie es damals im Kroeg war und zu was Menschen fähig waren oder gezwungen wurden um Wiederstand zu leisten. Im Großen und Ganzen ein tolles Buch, dass einen durch eine Gefühlsachterbahn jagt.
Description
Ein großer Roman nach der wahren Geschichte einer einmalig mutigen Frau
Amsterdam, 1940: Hannie Schaft studiert Jura, und ihre Träume für die Zukunft sind ehrgeizig und voll Hoffnung. Doch es herrscht Krieg, und es sind die Träume, die zuerst sterben. Hannie sieht keine andere Möglichkeit mehr, als sich dem Widerstand anzuschließen. Und sie entdeckt ihre gefährlichste Waffe: ihr Frausein. Getarnt von Schönheit und Jugend kommt sie jenen Männern nahe, die so viel Unheil stiften – und tötet sie. Bald ist »das Mädchen mit den roten Haaren« die meistgesuchte Frau Hollands. Die Welt um sie herum verliert alles Menschliche, Hannie indes ist fest entschlossen, menschlich zu bleiben. Aber dann beginnt sie, Gefühle für den Widerstandskämpfer Jan zu entwickeln, mit verheerenden Konsequenzen ...
Die Widerstandskämpferin Hannie Schaft – eine Frau, die ihr Leben für die Freiheit aller riskierte
»Ein brillanter Roman und ein Maßstab, um sich zu fragen, wie weit man selbst gehen würde, um jene zu schützen, die man liebt.« Jamie Ford, New-York-Times-Bestsellerautor
Book Information
Author Description
Buzzy Jackson ist preisgekrönte Autorin dreier Sachbücher und hat an der University of California, Berkeley, in Geschichte promoviert. Sie war Stipendiatin des Edith Wharton Writers-in-Residence und ist Mitglied des National Book Critics Circle. Sie lebt in Colorado. »Wir waren nur Mädchen« ist ihr Debütroman.Mehr unter buzzyjackson.com
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📖 Rezension | Wir waren nur Mädchen von Buzzy Jackson ❔Könnt ihr solche schweren, historischen Geschichten gut lesen oder braucht ihr leichtere Bücher? Ich war sofort drin in der Geschichte und gleichzeitig wollte ich manchmal gar nicht weiterlesen, weil es so weh tut. So viel Mut, so viel Grausamkeit, so viel Menschlichkeit auf engstem Raum. Der Schreibstil ist ruhig, fast leise, aber genau dadurch trifft er umso härter. Besonders durch die Perspektive von Hannie fühlt sich alles unfassbar nah an. Ihre Gedanken, ihr Zweifel, aber auch dieser unerschütterliche Wille. Was mich am meisten bewegt hat: Dieses Buch macht Frauen sichtbar, die im Widerstand waren, die gekämpft haben, die oft vergessen werden. Und plötzlich haben sie ein Gesicht, eine Stimme, eine Geschichte, die bleibt. Es ist kein „leichtes“ Buch. Der Einstieg hat sich für mich ein bisschen gezogen, aber es lohnt sich so sehr, dranzubleiben. Weil es einen Punkt erreicht, an dem es dich einfach nicht mehr loslässt. Und bitte: Lest das Nachwort. Wirklich. Es gibt dem Ganzen nochmal so viel Tiefe und macht klar, dass das hier nicht „nur“ eine Geschichte ist. Für mich ein Buch, das nachhallt. Lange.

"Ich war Expertin darin ein Niemand zu sein, jahrelang hatte ich es eingeübt" 🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤
"Wir waren nur Mädchen“ spielt während des 2. Weltkriegs. Der Schauplatz sind die von den Nazi-Deutschen besetzten Niederlande. Wir erleben die Geschichte aus Sicht von Hannie Schaft, einer kaum bekannten Widerstandtskämpferin. Die schüchterne junge Hannie studiert Jura, als die Nazis ihre Heimat Holland besetzen. Dem zunehmenden Unrecht kann und will sie nicht tatenlos zusehen. Was dazu führt, dass sie sich einer Widerstandszelle anschließt und über sich selbst hinaus wächst. Plausibel gelingt es der Autorin den Weg in den Widerstand zu beschreiben. Die Handlung der einzelnen Charaktere war für mich jederzeit nachvollziehbar, ebenso wie die Wut und die Hilflosigkeit, die uns und die Protagonisten das ganze Buch über begleitet. Wir waren nur Mädchen” ist ein bewegender Roman über Mut, Freundschaft, Verrat und den Kampf für Freiheit. Er erinnert daran, wie wichtig es ist menschlich zu bleiben und sich dem Unrecht nicht einfach zu beugen. Der Schreibstil ist fesselnd und lässt die düstere Atmosphäre der besetzten Niederlande lebendig werden. Man könnte fast sagen, dass das Buch einem schwarz-weißem Farbverlauf gleicht, nämlich von hell zu dunkel. Es beginnt mit einem unbekümmerten Studentenleben in Amsterdam, mit Mädchen die von einer Zukunft träumen. Mit Fortschreiten des Krieges zerplatzt dieser Traum wie eine Seifenblase. Zurück bleiben tiefste Dunkelheit und Verzweiflung. Eine leichte Lektüre ist "Wir waren nur Mädchen" auf keinen Fall. Das Buch verlangt vom Leser sehr viel, die Vergeltungsmaßnahmen, die im Gegenzug zu den Widerstandsaktionen durchgeführt werden, die Grausamkeiten der deutschen Nazis und ganz besonders am Ende die Beschreibung der Folter, waren sehr bedrückend. Alles in allem ein sehr informatives, anspruchsvolles und spannendes Buch, welches geschichtlich sehr gut recherchiert ist und nur hin und wieder kleine Längen aufweist.

Zu Tränen rührend 😱
Es geht um die niederländische Hanni, eine wahnsinnig starke und mutige Frau die sich im Zweiten Weltkrieg in der Wiederstandsbewegung engagiert. Die Geschichte hat mich sehr berührt und gezeigt wie wichtig es ist für andere einzustehen, auch wenn man damit zur meistgesuchtesten Frau Hollands wird. Fazit: Empfehlenswert für alle die Geschichten über mutige Frauen in historischem Setting lieben! Erinnert stark an „Die Nachtigall“ welches ich auch sehr gut fand
Ein berührender Roman über den 2 Weltkrieg in Holland.
Der Schreibstil ist flüssig, die Geschehnisse interessant und erschütternd. Allerdings auch nicht wirklich was neues. Ich habe bereits viele Bücher über den zweiten Weltkrieg gelesen und ich würde mir wünschen mal aus anderen Perspektiven zu erfahren bzw. andere Länder, z.b 2. Weltkrieg in Asien oder der Genozid an den slawischen Bevölkerung im 2 Weltkrieg aber darüber wird leider in deutschsprachigen zu wenig geschrieben. Wer da gute Literatur kennt, bitte Bescheid geben. 😊 Dieses Buch war wie erwartet gut aber vorhersehbar für mich. Wer sich noch nicht viel mit den Geschehnisse in 2 Weltkrieg befasst hat wird es sicherlich sehr interessant finden.

Wir waren nur Mädchen war für mich ein berührendes und zugleich erschütterndes Buch über Mut, Freundschaft und das Überleben in einer grausamen Zeit. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte emotional erzählt wird, ohne übertrieben zu wirken. Die Figuren haben sich sehr echt angefühlt und ich konnte ihre Ängste und Hoffnungen beim Lesen nachvollziehen. Insgesamt ein bewegender Roman, der nachdenklich macht und mich definitiv gepackt hat.
In dieser Geschichte wird das Leben ab 1940 von Hannie Schaft erzählt. Die kaum bekannte Frau aus den Niederlanden, die Jura studiert und zwei jüdische Freundinnen hat die ihr irgendwann so nahe stehen wie Schwestern. Es ist Krieg. Die Nazis kommen nach und nach vermehrt in die Niederlande. Was als freundlich erscheint wird schnell zum Wolf im Schafspelz. Sie infiltrieren, manipulieren und enteignen nach und nach die Juden. Es ist so bildhaft geschrieben, dass man denkt man wäre dabei. Hannie kann nicht dabei zusehen und klaut für ihre Freundinnen Ausweise, damit sie noch vor die Tür gehen können, Bus fahren oder einkaufen. Es spitzt sich zu, so dass sie sich entscheidet zurück zu ihrem Eltern nach Harlem zu gehen und nimmt ihre Freundinnen mit. Diese verabschieden sich von ihren Eltern, das war sehr traurig, denn es fuhren schon viele volle Züge nach Ausschwitz und kamen leer zurück. So richtig wusste man nicht was dort passiert. Hannies Eltern sind anfangs schockiert, sind sie auch sind Sie auch gegen die Nazis, haben aber große Angst vor dem Verrat der Nachbarn. Denn hier wird genau geschaut, wie viel Wäsche aufgehängt wird. Doch die zwei Jüdinnen dürfen bleiben, und Hanni schließt sich den Widerstand an. Es gibt nur sehr wenig Frauen beim Wiederstand, auch das machte Hannie so einzigartig. Zusammen planen sie Attentate, töten Nazis und helfen den Juden. Hanni wird schnell bekannt als „das Mädchen mit dem roten Haar“, dass mit Nazis flirtet und sie dann tötet. Sodass sie bald zum Ziel der Gestapo wird. Ich hatte Gänsehaut beim Lesen und habe geweint, weil es einem so nahe geht, was dort mit den Menschen passiert ist. Dieser Roman beruht auf wahren Begebenheiten. Hanni Schaft hat es wirklich gegeben und sie hat gekämpft mit allem, was sie zur Verfügung hatte. Ein wahnsinns Schicksal und das Nachwort ging mir auch noch mal sehr nahe. Die erste Hälfte ist Hannie sehr unnahbar erzählt, das änderte sich jedoch dann - vor allem gegen Ende. Ihr Schicksal, ihre Liebe und was sie alles getan hat, könnt ihr in diesem Roman lesen. Ich kann euch die Geschichte nur ans Herz legen. Das Ende und das Nachwort hallt lange nach. Mir kommen jetzt schon wieder die Tränen wenn ich nur daran denke. So unfassbar mutige Frauen. Und so widerliche Menschen die fast süchtig danach waren, Juden zur Strecke zu bringen. Ich finde das Ende wirklich schön, denn in allem ist ein Funke Hoffnung. Spoiler!!!! Nur lesen wenn ihr das Buch NICHT lesen wollt! Hannie Schaft wird3 Wochen vor der Befreiung 1945 ermordet, was nicht mehr rechtens war. Es hätte ihre eine Gerichtsverhandlung zugestanden. Selbst unter folter gab sie die Namen ihrer Freunde nicht preis. Sie wurde 24 Jahre alt. Doch sie befreite viele Juden und eine ihrer jüdischen besten Freundinnen Philine Polak wurde 97 Jahre alt und starb im Kreis ihrer Familie. 😭♥️ Sonja Frenk gelang die Flucht nicht und sie wurde nach Auschwitz deportiert und ermordet. Philine und Truus, eine ihrer Mitkämpferinnen, warteten vor dem Gefängnis nach der Befreiung ab und wussten erst als die letzte Insassin im Freien war, dass ihre Freundin es nicht geschafft hatte. Hannie wurde auf dem Ehrenfriedhof in Anwesenheit der Königsfamilie ein würdiges Begräbnis gestattet und wurde posthum mehrmals geehrt. Bliif menselik. Bleibt menschlich.

Berührend, bewegend, erschreckend. Nach einer wahren Geschichte über den Widerstand in den Niederlanden.
. HANDLUNG Ein großer Roman nach der wahren Geschichte einer einmalig mutigen Frau Amsterdam, 1940: Hannie Schaft studiert Jura, und ihre Träume für die Zukunft sind ehrgeizig und voll Hoffnung. Doch es herrscht Krieg, und es sind die Träume, die zuerst sterben. Hannie sieht keine andere Möglichkeit mehr, als sich dem Widerstand anzuschließen. Und sie entdeckt ihre gefährlichste Waffe: ihr Frausein. Getarnt von Schönheit und Jugend kommt sie jenen Männern nahe, die so viel Unheil stiften – und tötet sie. Bald ist »das Mädchen mit den roten Haaren« die meistgesuchte Frau Hollands. Die Welt um sie herum verliert alles Menschliche, Hannie indes ist fest entschlossen, menschlich zu bleiben. Aber dann beginnt sie, Gefühle für den Widerstandskämpfer Jan zu entwickeln, mit verheerenden Konsequenzen ... MEINUNG Als Hörbuch gehört und ab Minute 1 an gebannt. Eine faszinierende, dramatische und vor allem aber auch unglaublich mutige Geschichte. Ein Buch, das an wahren Begebenheiten und Charakteren - inklusive Namen - angelegt ist. Erzählt wird die Geschichte von Hannie Schaft, die in den 1940er Jahren in Amsterdam studiert und sich dem Widerstand gegen das Nazi-Regime anschließt. Es erzählt von ihrem Leben, den Einflüssen, die auf sie eingewirkt haben. Es beschreibt die Begebenheiten, ihre Beweggründe, ihr Handeln. Das Buch schildert sehr eindrücklich die Widerstandsbewegung in Holland. Es fällt mir schwer zu sagen, dass ich Charaktere mochte bzw. ihre Art und Weise, wie sie dargestellt wurden: Weil es reale Menschen sind. Buzzy Jackson hat es allerdings geschafft, dass es mir genau so gegangen ist. Ich habe sehr mit Hannie sympathisisert und mochte ihre Familie und Freunde, mochte Jan und die anderen aus dem Widerstand. Habe mit ihnen mitgefiebert, gehadert, Entsetzen gefühlt und Ungerechtigkeit gefühlt. Habe trotz der Brutalität und trotz gesellschaftlicher Konventionen oder anderer Wertevorstellungen ihr Handeln und ihre Erklärungen verstanden. Insbesondere durch das Nachwort, in dem die tatsächlichen Schicksale der Menschen aus dem Buch geschildert werden, hinterlässt nochmal Eindruck. Weil es so drastisch aufzeigt, dass das kein fiktiver Roman ist, sondern leider Realität war. Dank Buzzy Jackson hat Hannie Schaft durch dieses Buch eine verdiente Aufmerksamkeit bekommen. Eindrücklich, erschreckend und verdammt gut geschrieben. Ich kann es nur allen ans Herz legen, die an Schicksalen um den zweiten Weltkrieg interessiert sind. Auch wenn es defintiv keine leichte Lektüre ist, lohnt es sich meiner Meinung nach sehr. Ein Buch, das nachhallt und irgendwie auch Mut macht. Weil es Menschen wie Hannie Schaft gibt, die so mutig gehandelt haben, um sich der Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit entgegen zu stellen. Und: Als Hörbuch ist es wirklich auch toll gelesen. Und hervorheben möchte ich auch, dass das Nachwort ebenfalls eingesprochen wurde, was ich sonst immer mal wieder vermisse. 5 ⭐️

Ein bedrückende Stück Zeitgeschichte
In den Jahren 1940 – 1945 standen die Niederlande unter deutscher Besatzung und die Bevölkerung litt unsäglich unter den „Moffen“, den deutschen Nazis. Und es gab einige Widerstandsbewegungen, die mit mehr oder weniger Gewalt gegen die Besatzungsmacht ankämpfte. Darunter waren auch einige sehr mutige Frauen. Eine von Ihnen war Hannie Schaft, die Hauptperson dieses Romans. Bekannt als das Mädchen mit den roten Haaren hat sie gemeinsam mit den Schwestern Truus und Freddie Oversteegen und Jan Bonekamp einige Nazis und Kollaborateure ermordet und war auch an einigen aufsehenerregenden Sabotageakten beteiligt. Sehr eindrucksvoll und berührend erzählt Buzzy Jackson die Geschichte einer Studentin, die zur Heldin wird, eines Volkes, das sich gegen Unterdrückung wehrt. Dafür hat sie die „Ich“-Perspektive gewählt, was die Geschehnisse noch greifbarer und berührender macht. Der Werdegang einer Widerstandskämpferin, die zunächst einfache Botengänge ausführt, dann gezielt die Peiniger ihres Volkes erschießt und schließlich selber in die Fänge der Deutschen gerät, gefoltert und schließlich hingerichtet wird, macht sehr nachdenklich und traurig. Das ist nichts für schwache Nerven, ist es doch äußerst brutal! Und es ist keine reine Fiktion, es hat sich wirklich so zugetragen! Mein Fazit: Ein bedrückendes Stück Zeitgeschichte, berührend erzählt. Klare Leseempfehlung!
Darum geht es: Amsterdam, 1940: Hannie Schaft ist ehrgeizig und voller Hoffnung. Die junge, schüchterne Frau studiert Jura, als die Nazis die Niederlande besetzen. Ihre Zukunftspläne zerplatzen. Hannie kann das Leid und die Schikanen der Nazi-Besatzer gegenüber der jüdischen Bevölkerung nicht mehr ertragen. Sie bricht ihr Studium ab und schließt sich dem Widerstand an. Sie verliert ihre Schüchternheit und ihr Frauensein wird zur tödlichen Waffe. Nichts schreckt sie mehr ab. Hannie verliebt sich unsterblich in ihren Widerstandsausbilder Jan. Das hat fatale und gefährliche Konsequenzen. Mein Leseeindruck: Wow! Wow! Wow! Was für ein großartiger Debütroman! Weltklasse! Ich war tatsächlich sofort gefesselt von dieser, teilweise sehr grausamen, Geschichte. Jedes Kapitel hat mich gepackt und mitgenommen. Die Autorin Buzzx Jackson hat sensationelle und wertvolle Recherchearbeit geleistet. Der Schreibstil ist mehr als brillant. Durch die Ich-Perspektive von Hannie konnte ich tiefe Einblicke in ihre Gedankenwelt, ihre tiefe Uberzeugung, ihren Willen und ihre Motivation bekommen. Die ausgezeichnete bildhafte Erzählweise vom Lebensweg der Widerstandskämpferin Hannie hat mich tief erschüttert und berührt. Mit ihrem Roman „Wir waren nur Mädchen" hat die Autorin jede einzelne, mutige Frau im Widerstand sichtbarer gemacht. Vielen Dank hierfür. Auf jeden Fall sollte man das Nachwort nicht vergessen und unbedingt lesen. Mich hat dieses großartige, kraftvolle Buch immer wieder innehalten lassen. Fazit: 5/5 ⭐️Für mich ein echtes Highlight und eine riesengroße Leseempfehlung!

Wir waren nur Mädchen von Buzzy Jackson aus dem #aufbauverlag 🔫 Dieses Buch hat mich jetzt ein paar Tage begleitet und es hat mir richtig gut gefallen. Wenn ich das überhaupt so bei diesem Thema so ausdrücken kann?!? . Hier geht es um Hannie Schaft, eine reale Person. Hannie lebte zur Zeit des zweiten Weltkriegs im besetzten Amsterdam und schließt sich dem Widerstand an. Dabei begleiten wir sie. . Was für eine Zeit, was für eine Geschichte und was für eine junge Frau. . Durch dieses Buch habe ich einen Einblick in die Besatzungszeit der Niederlande erhalten. . Hannie ist mir unter die Haut gegangen. Das gelesene habe ich miterlebt und das wird mich noch beschäftigen. . Ein, wie ich finde, wichtiges Buch. Sehr flüssig zu lesen. Kann ich nur empfehlen. . Das Cover ist leider nicht mein Fall. Aber der Inhalt ist das Wichtigste. . Zum Schluss möchte ich einmal kurz etwas aus dem Buch zitieren: „Bleibt menschlich“
Widerstand in Rot: Die Frau, die sich nicht kleinmachte
Mitten im Wahnsinn des Krieges stolpert man selten über Figuren, die gleichzeitig Schönheit, Wut und tödliche Entschlossenheit ausstrahlen. Hannie Schaft ist so eine Figur — eine Jurastudentin, die ihr Idealismus-Abo nicht kündigt, sondern zur Waffe macht. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so gnadenlos nah an einer historischen Person bleibt und dabei doch wie ein spannender Thriller sitzt. Die Sprache schaukelt zwischen poetischer Präzision und knallhartem Widerstand, und genau das macht den Sog aus: Man will wissen, wie weit Menschlichkeit reicht, bevor sie bricht. Der Roman spielt virtuos mit Identität — Schönheit wird zur Tarnung, Liebe zur Schwäche, Mut zur Pflicht. Da ist kein Pathos, das patzt; stattdessen präzise, schmerzliche Szenen, die hängenbleiben. Man lacht selten, man atmet öfter scharf. Trotzdem schafft die Autorin kleine, fast verrückte Augenblicke von schwarzem Humor, die das Ganze vor Überwältigung bewahren. Als Leser fühlte ich mich manchmal wie auf einer Achterbahn, die kurz innehält, nur damit der nächste Looping härter trifft. Ein Kritikpunkt: An manchen Stellen zieht sich die Recherche-Maschine ein wenig in die Bremsen — zu viele Details können Tempo schlucken. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn diese Tiefe verleiht dem Ganzen auch Glaubwürdigkeit. Emotional packt das Buch, historisch interessiert es, literarisch beeindruckt es. Wer melancholischen Widerstand mit einer Prise mörderischer Ironie mag, ist hier richtig.

Ein großartiges Buch, das man gelesen haben muss! Toll recherchiert und super geschrieben. Das Nachwort der Autorin zu den einzelnen Protagonisten hat mich zu Tränen gerührt. Gerade angesichts der aktuellen politischen Lage und den Ergebnissen der Europawahl ein wichtiges Thema, das Gehör finden muss.
Hannie Schafft. Vor dem Lesen eine Unbekannte. Nach dem Lesen eine Frau, die mich stark beeindruckt hat.
Eine wahre Begebenheiten. Eine Frau im niederländischen Widerstand, die für ihre Familie und jüdischen Freundinnen eine bessere Welt erkämpfen will. Ich habe danach viel über diese Hannie gelesen und zum Glück hat die Autorin ein wichtiges und ausführliches Nachwort verfasst. Mich hat das Leben dieser Frau, gemeinsam mit Truus und Freddie Oversteegen, nachhaltig beeindruckt. Diese Geschichte bekommt 5 Sterne, aber leider war das Buch manchmal etwas zu langatmig in der Erzählung. Trotzdem ein Buch, was gelesen werden muss.
Was soll ich sagen, ich bin zu sensibel für die emotionale Brutalität dieses Buches.
Besonders in der Hinsicht, dass das wirklich evtl. so war, unschuldige, intelligente und lebensfrohe Mädchen, die zu brutalen Killerinnen werden. Ich habe schon viele Bücher gelesen in denen die Handlung im 2ten Weltkrieg spielt aber nie in dieser erschütternden Klarheit/ Realität. Und da ich am Anfang ausversehen noch shuffle drin hatte, kenne ich das Ende und möchte eigentlich nicht mehr hören wie es zu diesem Ende kommt. Daher breche ich es ab und bewerte es auch nicht.
Überraschungs-Highlight
Wusste nicht was ich lesen sollte, und habe dazu gegriffen und wurde absolut überrascht von diesem Buch. Es hatte alles was man sich wünschen kann, viele emotionalen Momente, Schock, Verzweiflung, historische Fakten und gute Recherchen. Unbedingt das Nachwort lesen, hier gibt es noch Infos zu den realen Personen, da die Geschichte auf wahren Begebenheiten/Personen basiert.
"So entkräftet und erschöpft ich auch bin, eine Welle der Freude durchströmt mich. Ich bin an einem Ort angekommen, an dem der Widerstand gegen die Nazis laut herausgebrüllt wird. Ich liebe diese Frauen. Und ich fühle ihre Liebe zu mir." Das Mädchen mit den roten Haaren, Hannie Schaft, hat ihr Leben als Widerstandskämpferin für die Freiheit der Juden in Holland riskiert. Die wahre Geschichte ist ein bedrückendes Zeitdokument, keine leichte Kost, sehr berührend, bewegend und auch schmerzhaft. In heutiger Zeit ein wichtiges Buch, das viele Menschen lesen sollten-gegen das Vergessen. "Bliif menselik. Bleibt menschlich." (Zitat Trijntje Oversteegen)
Von der niederländischen Widerstandskämpferin Hannie Schaft hatte ich noch nie gehört - bis zu einer Folge des Podcasts Weird Crimes. Daraufhin habe ich zu „Wir waren nur Mädchen“ gegriffen und es regelrecht verschlungen. Viele der Figuren basieren auf realen Personen; Buzzy Jackson hat Hannie Schaft auf Grundlage von Interviews eine Stimme gegeben und erzählt ihre Geschichte. Absolute Empfehlung!
Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, leider hat es mich nicht gepackt
Vom Klappentext her - und auch, weil ich schon andere Bücher gelesen habe, die in der Zeit um den zweiten Weltkrieg spielen - war mir klar, dass das kein "schönes Buch" wird. Bis die Geschichte nur annähernd in Richtung, der auf dem Klappentext beschriebenen ging, hat es mir zu lange gedauert. Oft hab ich mich gefragt, wann kommen wir denn endlich zu der Handlung? Zudem sind mir die Charaktere nie ans Herz gewachsen, ich konnte gar keine Bindung zu irgendjemandem herstellen. Es gab auch mehrere Punkte, an denen ich ernsthaft überlegt habe, das Buch abzubrechen. Dafür war es mir dann aber einfach zu teuer. Wie gesagt, ich wusste, dass das kein schönes Buch wird. Trotzdem fand ich die Brutalität, die seitenweise genauestens beschrieben wurde, schrecklich.
"Ich habe großen Respekt vor Pazifisten. Damit meine ich nicht nur die Menschen, die einfach nur, den Frieden zu lieben. Ich meine Menschen, die für ihre Überzeugung geradestehen, weil die Welt zurzeit kriegstrunken ist." Hannie Schaft, Auszug aus ihrem Aufsatz "Menschen, die ich bewundere", den sie im Jahr 1935 im Gymnasium schrieb. S.7 Übersetzt von Christine Stroh "Wir waren nur Mädchen" von Buzzy Jackson ist ein Roman und doch erzählt er die Geschichte von Hannie Schaft, einer niederländischen Widerstandskämpferin, die im zweiten Weltkrieg permanent im Untergrund gegen die Nationalsozialisten arbeitete und sogar auf einige von ihnen Anschläge verübte. Die Autorin selbst schreibt in ihrer Danksagung, dass in den Niederlanden Schulen, Straßen und Preise nach Hannie Schaft benannt wurden, aber sie selbst bis vor 2016 diesen Namen noch nie gehört hatte. Und ich bis zu diesem Roman nicht und deswegen sind diese Bücher so wichtig. Lest sie und haltet die Erinnerung an die Geschichte aufrecht, denn Buzzy Jackson erzählt in dieser wahren Geschichte mit belletristischen Werkzeugen das mitreißende Leben einer unglaublich mutigen Frau, die nicht tatenlos dabei zusehen konnte, wie die Nationalsozialisten Anfang 1940 ihr Heimatland besetzten und systematisch Terror, Hass, Krieg und den Tod brachten. Hannie versteckte ihre jüdischen zwei besten Freundinnen bei ihren Eltern und schloss sich der Widerstandsbewegung an, um zumindest ein Stück Menschlichkeit in ihre Heimat zurückzubringen. Fast alle auftauchenden Figuren in "Wir waren nur Mädchen" basieren auf realen Personen, die im Nachwort noch einmal explizit erwähnt werden. "Wir waren nur Mädchen" ist wichtig, am wichtigsten natürlich, um die Erinnerung aufrecht zu erhalten, aber auch um zu zeigen was für teils simple und perfide Mittel die Nazis benutzt haben, um ihr Terrornetzwerk u.a. in den Niederlanden aufzubauen. Und natürlich um zu zeigen, dass es in dieser dunkelsten Stunde Geschichte immer Menschen gab, die sich geweigert haben. Die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um gegen die Nazis zu arbeiten, die in Zeiten unfassbarer Unmenschlichkeit ihr Mensch sein bewahrt haben und unglaublichen Mut bewiesen. "Wir waren nur Mädchen" ist wichtig, lest es und bewahrt die Erinnerung, denn es zeigt, wie schnell die Welt in den Abgrund geraten kann, wenn man die Augen vor etwas verschließt, was sich genau vor diesen abspielt und wie wichtig es ist die richtigen Entscheidungen zu treffen. Lest "Wir waren nur Mädchen".

Bliif menselijk -Bleib menschlich
Diese Buch hallt nach. Ich habe das erste und einzige Mal im Podcast „Weird Crimes“ von Hannie Schaft gehört. Es ist schade, dass ihrer so wenig gedacht wird. Die erste Hälfte des Buches war für mich etwas schleppend und ich habe zwischendurch etwas länger pausiert und etwas anderes gelesen. Zum Glück habe ich mich aber entschieden weiterzulesen. Das Buch hat mich sehr bewegt. Eine junge Frau, die ihr ganzes Leben einer lebensgefährlichen Sache verschreibt. Wie kann man so mutig sein? Das Buch macht leider wieder deutlich wie unmenschlich und grausam die Nazis handelten. Das Nachwort dazu, wie es den Gefährten von Hannie im echten Leben erging hat mich sehr berührt. Ich kann das Buch jeden empfehlen, der über starke Frauen lesen möchte und der sich für die Geschichte des zweiten Weltkriegs interessiert.
Eine Geschichte über Heldinnen! Ich hab sie geliebt! Ich habe fürs Lesen mehrere Monate gebraucht, da sich die Geschichte vor allem zu Beginn gezogen hat. Dennoch habe ich es zwischen anderen Büchern immer wieder in die Hand genommen und auch gerne beendet. Das Nachwort hat mich mehrfach zu Tränen gerührt. Eine vergangene, harte Realität, die einem immer wieder vor Augen geführt werden sollte, damit sie niemals in Vergessenheit gerät.
Aufwühlend, erschütternd, emotional
Es gibt nur wenige, die die Tagebücher der Anne Frank nicht kennen. Aber wer waren die Menschen, die damals ihre Leben riskierten, um Familien wie den Franks zu helfen? Eine von ihnen war Hannie Schaft. Die zunächst zurückhaltende Jurastudentin möchte ihren jüdischen Freundinnen helfen unterzutauchen. Sie schließt sich dem Widerstand an und wird in der "Ausbildung" sehr schnell radikalisiert. Die Nazis fürchten die kaltblütige Attentäterin, die sie "Das Mädchen mit den roten Haaren" nennen. Es gibt nur wenige Aufzeichnungen von Hannie selbst, also war die Autorin auf Gespräche mit ihrem Umfeld bzw. auf deren Aufzeichnungen angewiesen. Trotzdem wollte sie Hannie eine Stimme geben und hat den Roman aus ihrer Perspektive geschrieben. Das ist ihr sehr gut gelungen, wenn mir auch manchmal ein wenig emotionale Einblicke fehlten. Nichts desto trotz fühlte ich mich in die Vergangenheit versetzt und empfinde das Buch als sehr authentisch. Manche Szenen sind sehr aufwühlend und erschütternd. Mir war übel, ich habe geweint und ich war so wütend. Wenn ich nun sage, es war eines meiner Highlights, kommt mir das irgendwie komisch vor. Aber jeder, der sich für den Widerstand im 2. Weltkrieg interessiert, sollte meiner Meinung nach dieses Buch lesen.
Zu dem Buch (Hörbuch) fiel mir spontan folgender Ausspruch ein: Ich hätte es wissen müssen! Wusste ich aber nicht… Ich wusste, dass die Niederlande von den Nazideutschen besetzt waren, ich wusste auch, dass Hitler einen Reichskommissar eingesetzt hat. Ich wusste auch, dass in den Niederlanden Juden verfolgt und über das Durchgangslager Westerbork in Vernichtungslager deportiert wurden; wie immer, wenn man zu diesem Thema etwas liest oder hört, ist man erschüttert. Was mir nicht wirklich klar war, unter welchen Umständen die Besatzungsmacht über die Niederlande geherrscht hat. Zunächst hatte die Niederlande - nach dem Angriff Deutschlands auf Polen - ihre Unabhängigkeit erklärt - was den Nazis egal war, sie griffen das Land an und zwangen es innerhalb weniger Tage zur Kapitulation; Königin Wilhelmina floh nach London ins Exil. Zunächst wollte man sich dem Brudervolk gut gesinnt zeigen, doch kippte dies schnell, da sich die niederländische Bevölkerung ungern von einer fremden Regierung kontrollieren ließ. Eindeutschungsmaßnahmen wurden zwangsweise durchgeführt. Juden und politische Gegner - wie üblich - verfolgt. Neben zahlreichen Kollaborateuren formierte sich jedoch eine kommunistische Widerstandsbewegung. Diesem Widerstand schließt sich die junge Jannetje Johanna „Jo“ Schaft an und zeigt schnell ein Talent für schwere Aufträge und ist auch bereit Kollaborateure und SS-Leute zu töten. Ihr Deckname ist Hannie - sie wird zudem bekannt als „Das Mädchen mit dem roten Haar“. Wer mehr wissen möchte, wird bei WIKIPEDIA fündig. Im vorliegenden Buch erzählt Hannie aus ihrer Perspektive, wie und warum sie sich dem Widerstand angeschlossen hat, wie sie nach einer kurzen Ausbildung an der Waffe für Attentate ausgewählt wurde und mit Jan Bonekamp sowie den Schwestern Oversteegen Anschläge auf wichtige Einrichtungen der Nazis verübt; dabei zeigt sie ein Talent, sich aus gefährlichen Situationen „heraus zu reden“ und lernt es, sich zu tarnen - nachdem sie die meistgesuchte Frau der Niederlande wird; am Ende nützt es ihr nicht. Das Buch geht nahe, weil man mitgenommen wird, Hannie nimmt einen geradezu an die Hand und man stolpert mit ihr durch ihre Gefühlswelt und die (wahre) Geschichte. Die schüchterne Jurastudentin, die bei einer Feier zwei junge Frauen kennenlernt, die sie später - beide sind Jüdinnen - bei ihren Eltern versteckt; und letztere dadurch in größte Gefahr bringt. Die junge Frau, die sieht, wie die ganze Welt um sie zugrunde geht und die helfen will, dies aufzuhalten. Die Widerstandskämpferin, die kaltblütig Nazis von Angesicht zu Angesicht tötet - und Beobachterin brutaler Vergeltungsmaßnahmen an der Zivilbevölkerung und ihren Mitstreitern wird - woran sie fast zerbricht. Die junge Frau, die sich erstmals verliebt - und sich dann (im wahrsten Sinne des Wortes) von ihrer großen Liebe verraten fühlt. All dies lernt der Leser kennen - und noch viel mehr. Durchforstet man das Internet, wird schnell klar, wie gut die Autorin die Story recherchiert hat - und mir wurde klar, wie wenig ich von diesem Abschnitt bzw. Bereich des Nazi-Wahnsinns wusste. Wunderbar gelesen von Ann-Kathrin Hinz, natürlich aber auch in der Printversion verfügbar, empfehle ich es jedem, der geschichtlich interessiert ist und - wie ich - diese Facette der Niederländischen Geschichte gar nicht oder noch nicht so gut kannte. Wichtig aber: Wie in vielen Büchern dieser Richtung werden auch hier die unmenschlichen Greueltaten der Nazis sehr deutlich beschrieben! Das muss man sich klar machen. Mich hat das Buch immer wieder innehalten lassen - und schwer bewegt. Von mir 5/5 Sternen.
Hannie Schaft ist als „das Mädchen mit den roten Haaren“ in die Geschichte eingegangen. Sie war Jurastudentin in Amsterdam, bis das Vorrücken der Nazionalsozialisten sie zur Flucht zwingt. Sie versteckt ihre zwei jüdischen Freundinnen bei ihren Eltern in Haarlem und tritt dem Widerstand bei. Als eine der wenigen Frauen im bewaffneten Widerstand tötet sie hochrangige Nazis und Anhänger der Nationalsozialisten in den Niederlanden. Nachdem ihr Freund und Mitkämpfer Jan Bonekamp im Todeskampf ihren Namen preisgibt und kurz darauf ihre Eltern verhaftet werden, ist sie gezwungen unterzutauchen. Ihre Wut und der Hungerwinter lassen sie unvorsichtig werden, was letztendlich zu ihrer Verhaftung führt. Im Alter von 24 Jahren wird sie nach wochenlangen Verhören und Folter, in denen sie nichts preisgibt, kurz vor Ende der Belagerung, hingerichtet. - Buzzy Jacksons Roman „Wir waren nur Mädchen“ basiert auf dem Leben der realen Hannie Schaft. Ihre Informationen zieht sie dabei aus Zeitzeugenberichten, Zeitungsartikeln und überlieferten Dokumenten und macht daraus eine spannende und bedrückende Erzählung. Sehr eindrücklich fängt sie die Zeit des 2. Weltkrieges ein, erzählt von Tyrannei, Unterdrückung, Verfolgung, Deportation, von Hunger, Kälte und Mangel am Nötigsten. Sie erzählt von Resignation, dem Nicht-wahrhaben-wollen, der Überzeugung, dass alles gut wird und am Ende von der Fügung in die Einzelschiksale. Die Angst ist allgegenwärtig und spürbar. Und dann ist da der Widerstand, eine Gruppe von Personen, die kämpfen, die sich widersetzen, die versuchen die Strukturen zu unterlaufen oder zumindest zu hemmen. Es sind Menschen, die aus tiefster Überzeugung handeln, die sich ihre Freiheit nicht nehmen lassen wollen, die versuchen dafür zu sorgen, dass sich alles zum besseren wendet. Die für Gerechtigkeit und Menschlichkeit einstehen, ungeachtet der persönlichen Konsequenzen. Sie tun viel Gutes und ich will nicht wissen, wie es geendet wäre, wenn es diese Menschen nicht gegeben hätte, aber sie töten auch… so sehr ich sonst mit dem Widerstand sympathisiere, ihren Mut und die Uneigennützigkeit bewundere, so sehr hinterfrage ich dieses Handeln. Immer wieder stellt sich mir die Frage: Wie weit darf man im Namen der Gerechtigkeit gehen und ist es menschlich und gerecht, Menschen zu töten (auch wenn sie die Bösen sind) um andere zu schützen? Inwieweit ist es gerechtfertigt auf Gewalt mit Gegengewalt zu reagieren? Es lässt mich zwiegespalten zurück… Fakt ist, es obliegt mir nicht im Rahmen der Rezension darüber zu urteilen, ob dies hätte sein müssen in der Erzählung, den es gehört dazu, es ist eine Tatsache, dass es so war und sollte demnach auch erzählt werden. Um zurück zum Buch zu kommen: Jackson schafft es mich zu fesseln, sie erzählt Hannies Geschichte auf mitfühlende, eindringliche Art, lässt mich als Lesende die Gefühle von Hannie zumindest ansatzweise durchleben. Lässt mich bis zum Schluss hoffen, obwohl ich weiß wie es ausgeht. Es ist die Geschichte einer wahnsinnig mutigen Frau, die ihre Freunde und Familie schützen und verteidigen will und sich ihre Weiblichkeit zu Nutze macht, um ganz nah an die Männer heran zu kommen, die sie ausschalten will. Bis zum Schluss steht sie hinter ihrer Entscheidung, wiederseht sich und nimmt für ihre Sache sogar den Tod in Kauf. Es ist ein Buch, dass einmal mehr klar macht, dass es so nie wieder werden darf, dass die schleichenden Prozesse aufzeigt, bis zu dem Zeitpunkt, wo es zu spät ist. Das untermauert, wie wichtig Widerstand ist und das zur richtigen Zeit kommt um zu mahnen und daran zu erinnern, dass es nie der richtige Weg ist Missstände hinzunehmen und abzuwarten. Große Leseempfehlung.
Eine Geschichte über eine mutige junge Frau, die alles gibt, um das Leben anderer zu retten
Ich durfte das Buch "Wir waren nur Mädchen" von Buzzy Jackson als Hörbuch hören und als E-Book lesen. Vielen Dank erst einmal dafür. Das Hörbuch gibt es im Aufbau Audio Verlag und wird fantastisch emotional gelesen von Ann-Kathrin Hinz und das Ebook oder Buch ist ebenfalls im Aufbau Verlag erschienen. Dieses Buch ist nach einer wahren Geschichte erzählt, und wie ich finde, wieder ein Stück Zeitgeschichte. Sie erzählt von der jungen und unfassbar mutigen Studentin Hannie Schaft in Amsterdam im Jahre 1940, die verzweifelt mit ansehen muss, wie die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges immer größere Kreise auch in ihrem Umfeld zieht. Ihre beiden Freundinnen, beides Juden werden immer ängstlicher, die Auflagen häufen sich für sie. Hannie beobachtet immer öfter, wie Menschen ohne erkennbaren Grund von SS - Soldaten verprügelt oder gar verhaftet werden. Dann beginnt sie in kleinen Situationen dagegen zu rebellieren. Z. B. stiehlt sie unter grossem Herzklopfen Ausweise von Nichtjuden für ihre Freundinnen. So entwickelt sie sich langsam von einer unschuldigen Jura - Studentin zur gefährlichen Widerstandskämpferin, die es sich zu Nutze macht, dass niemand in ihr eine Bedrohung vermutet. Ihre Tarnung als junge, attraktive Frau erlaubt es ihr, gefährlichen Männern nahezukommen und sie zu eliminieren, was ihr eine zentrale Rolle im Widerstand einbringt. So wird sie später als "das Mädchen mit den roten Haaren", zur meistgesuchten Frau in den Niederlanden. Mich hat diese Geschichte unheimlich fasziniert, zumal der Kern hiervon einer wahren Person zugesprochen wird. Denn die Hannie Schaft hat es tatsächlich gegeben, allerdings gibt es nur wenige Aufzeichnungen und erst recht keine Interviews o.ä. Somit hat Frau Jackson aus dem, was die Überlebenden erzählt und geschrieben haben eine wundervolle Geschichte geschrieben, um dem Mut von Hannie auch heute noch Raum zu geben und zu ehren. Ich finde, diese Geschichte kann gar nicht aktueller sein und diese Menschen haben meinen größten Respekt. Daher sage ich Danke, dass ich es lesen und hören durfte. #unbezahltewerbung #rezensionsexemplar
„Bleibt menschlich.“ - Die Geschichte der Widerstandskämpferin Hannie Schaft
Wenn ich nur eine Passage aus diesem Buch zitieren dürfte, dann wären es die Worte von Trijntje, der Mutter von Truus und Freddie Oversteegen - wie ein Mahnmal ziehen sie sich durch die Seiten: „Bleibt menschlich.“ __________________________________________________ 🫧 Worum geht’s? „Wir waren nur Mädchen“ erzählt mit belletristischen Mitteln die wahre Geschichte der holländischen Widerstandskämpferin Hannie Schaft. 1940 studiert Hannie Jura in Amsterdam, sie ist jung, ehrgeizig und voller Hoffnung. Doch im Krieg sterben Träume zuerst und Hannie schließt sich dem Widerstand an. Als „Mädchen mit den roten Haaren“ wird ihre Weiblichkeit zu ihrer schärfsten Waffe und Hannie riskiert ihr Leben für die Freiheit aller, während sie sich das Wertvollste zu bewahren versucht, das sie im Krieg noch hat: ihre Menschlichkeit. 🫧 Meine Meinung Ein Buch wie dieses zu rezensieren fühlt sich anders an. Ich habe einen Monat gebraucht, um es zu beenden - und je näher das Ende kam, desto schwerer fühlte sich das Lesen an. In den letzten Nächten habe ich sogar von den Protagonist:innen geträumt, so nah fühlte ich mich ihnen am Ende. Die Geschichte von Hannie Schaft und ihren Mitstreiter:innen im Widerstand ließ mich, wie Literatur wie diese es oft tut, demütig zurück - denn nichts, was man heute tippt, wird ihrem Tun von damals gerecht. Und so werden diese Bücher für mich oft vor allem zu einem, zu Mahnmalen: Einer Erinnerung daran, der Unmenschlichkeit von damals im Heute keinen Platz einzuräumen. Füreinander einzustehen, die Stimme gegen Ungerechtigkeit zu erheben. Solidarisch und füreinander da zu sein, Hass keinen Raum und keine Plattform zu bieten - nicht in Regierungen, nicht in unseren Freundeskreisen. Menschlich zu bleiben. Ich kannte Hannie Schafts Geschichte vor diesem Buch nicht, aber ich bin dankbar, dass ich es jetzt tue. Und ich wünsche mir sehr, dass noch so viel mehr Menschen von ihr erfahren, von ihr lernen. Denn sie, Truus und Freddie waren so viel mehr als „nur Mädchen.“ Sie waren Heldinnen. 5 von 5 ✨ [Werbung | unbeauftragt | selbst gekauft]

bestes Buch seit langem
Eines der besten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Unfassbar gut & packend geschrieben - ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Und dadurch, dass die Geschichte auf dem Leben einer echten Person basiert, einer Widerstandskämpferin im 2. Weltkrieg, ist umso inspirierender. 10/10 recommend🫶
Mutige Frauen nach wahrer Begebenheit
Schwierig zu bewerten, da es sich um eine historische Fiktion bzgl WWII nach wahrer Begebenheit handelt. Das Hörbuch war wirklich gut erzählt und spannend. Ich habe aber sehr lange dafür gebraucht, weil das Buch eine ganze Weile braucht, bis es an Fahrt aufnimmt innerhalb der Story und weil es später dafür stellenweise wirklich nicht einfach zu lesen/hören ist. Ich wusste vorher nichts von Hannie Schaft und bin sehr froh, durch „wir waren nur Mädchen“ ihre Lebensgeschichte (und die von vielen anderen mutigen Personen) erfahren zu haben!
Widerstand von dem Mädchen mit den roten Haaren!
In dem Buch folgen wir Hanni von 1940-1945 und ihren Tätigkeiten beim Widerstand in den von Deutschland besetzten Niederlanden. Ich habe schon viele Bücher über NS-Zeit gelesen und auch aus verschiedenen Perspektiven und Ländern, allerdings noch nie in Holland. Ich finde es sehr interessant, wie sich dieses Land gegen die Regierung und Besetzung Deutschlands arrangiert und auch wehrt. Aber leider ist mir Hanni anfänglich sehr unnahbar dargestellt. Ich kann keine richtige Bindung zu ihr aufbauen und durch ihre spontane, teils sehr naive Art wirkt sie für mich sehr unkoordiniert und teilweise auch sehr beeinflussbar für eine Jurastudentin. Als sie sich aber dann aktiver im Widerstand beteiligt und auch größere Aufgaben bekommt, wird sie mir authentischer und auch die ersten Rückschläge und Verluste, zeigen eine emotionale Seite, die ich mochte. Da es auf wahren Begebenheiten beruht, kennen wir das Ende der Geschichte, aber gerade der Schluss hat mich oft innehalten und durchatmen lassen. Das Buch vermittelt sehr gut Situation und Lage der Bewohner und auch die völlige Abhängigkeit und Norm der Besetzer. Was Probleme und auch Alltag der Zeit angeht, habe ich mich gut informiert gefühlt und kann eigentlich jedem das Buch empfehlen, der Interesse an einer beeindruckenden Frau und dieser Zeit hat.
Beeindruckend und erschreckend
Ein Buch, dass einen mitfühlen lässt. Ich habe zuvor noch nie von der Geschichte um Hannie gehört und trotz des Geschichtsunterrichts ind der Schule und sonstigen Informationen die man zum zweiten Weltkrieg erfährt nur wenig aus der Perspektive eines anderen besetzten Landes gelesen/gehört. Ich finde es toll, dass die Autorin einer so bedeutenden Frau eine Stimme geben will und finde auch das es gut gelungen ist. Die Einrahmung durch die wahren geschichtlichen Gegebenheiten lassen die Beschreibungen im Buch sehr nahbar werden, was aber auch dazu führt, dass man manche Seiten mit entsetzt Gesicht ließt. Ich finde das Buch ist auf jeden Fall nichts zum schnell dahin lesen und entspannen. Dadurch dass es nach wahren Begebenheiten erzählt wird durchdenken man das Erzählte auch ganz andere weise. Zu Beginn hatte ich mich etwas schwer getan nachzuvollziehen, warum Hannie so schnell und teilweise naiv im Wiederstand aufgenommen wurde und diesem vertraut hat. Vor allem, dass sie wie es scheint nur auf eine Aufforderung hin einen Menschen erschossen hätte, konnte ich wenig nachvollziehen. Dennoch kann sich heutzutage vermutlich kaum einer mehr wirklich vorstellen wie es damals im Kroeg war und zu was Menschen fähig waren oder gezwungen wurden um Wiederstand zu leisten. Im Großen und Ganzen ein tolles Buch, dass einen durch eine Gefühlsachterbahn jagt.























































