Die Akte Schneeweiß
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Description
Bielefeld, 1963. Katja Schilling wächst im Wirtschaftswunder in einfachen Verhältnissen auf, in denen für ihren Traum, Ärztin zu werden, kein Platz ist. Nur ihr Großvater glaubt an sie – bis er eines Tages spurlos verschwindet. Sein Name wird in der Familie zum Tabu, und Katja bleibt mit ihren unbeantworteten Fragen allein. Jahre später stößt sie auf eine Wahrheit, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, erschüttert.
Bielefeld, 1936. Mathilde Schneeweiß beginnt ihre Arbeit als Sprechstundenhilfe bei Dr. Bönisch. Sie verliebt sich in den engagierten Arzt und wird in ein gefährliches Unterfangen hineingezogen. Gemeinsam helfen sie heimlich Frauen in Not, aber ihr Mut bleibt nicht unbemerkt. Als sie ins Visier der Gestapo geraten, muss Mathilde eine Entscheidung treffen, auch wenn diese sie das Leben kosten könnte. Der Kampf für die Rechte der Frauen muss schließlich weitergehen ...
Ein bewegender Roman über Mut und Verrat, Schuld und Gerechtigkeit – und die Spuren, die Geschichte in unseren Leben hinterlässt.
Book Information
Author Description
Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die sich mit Krimis, Komödien und temperamentvollen Lesungen ein großes Publikum erobert hat. Schon bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie als Reporterin und Pressefotografin immer sehr nah an den Menschen und ihren Schicksalen. Für ihre historischen Familienromane lässt sie sich gern von Geschichten aus dem wahren Leben inspirieren. Mit ihrer Mütter-Trilogie gelang ihr auf Anhieb ein SPIEGEL-Bestsellererfolg.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Eine Familiengeschichte und viele Facetten aus der neuen deutschen Geschichte. Der Ansatz ist gut und das Buch flüssig zu lesen. Aber ich bin irgendwie nicht ganz warm geworden. Dadurch, dass auf den 400 Seiten ein so langer Zeitraum beschrieben wird, hatte ich dass Gefühl immer wieder punktuelle Einblicke zu bekommen, aber nie so richtig tief mit den Charakteren in Kontakt zu kommen. Generell ist es irgendwie nicht so ganz mein Genre. Deutsche Nachkriegsgeschichte ist wichtig, aber kriegt mich irgendwie nie so ganz zu 💯. Wer sich dafür begeistern kann, sollte das Buch lesen.
Ein bewegender Roman
Wow! Ich fand den Schicksalsroman " Die Akte Schneeweiß" von Felicitas Fuchs sehr schön. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, während und nach dem Zweiten Weltkrieg, und wird aus verschiedenen Perspektiven ( Mathilde,Rudi, Bönisch,Katja und Heidi) erzählt. Es entsteht eine fesselnde Handlung, die den Leser durchgehend begleitet. Ich finde, dass das Leben in dieser schweren Zeit sehr realistisch dargestellt ist. Der Schreibstil von Felicitas Fuchs hat mir sehr gefallen - flüssig und angenehm - ähnlich wie die Trilogie " Minna,Hanne,Romy ". Mein Fazit: Ein aufwühlendes Buch, das zeigt, wie sehr der Krieg das Leben der Menschen geprägt hat und noch lange nachwirkt. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen! ❤️📚

"Die Akte Schneeweiß" ist ein aufwühlender historischer Roman über die NS-Zeit und das sich wandelnde Frauenbild von den 1930/1940er bis zu 1960/1970er Jahren. Im Mittelpunkt stehen zwei mutige Frauen (Mathilde und Katja) und ihr Kampf für die Rechte der Frauen. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt und gerade Mathildes Geschichte und die Szenen aus der Nazizeit sind sehr eindrücklich geschrieben und manchmal kaum zu ertragen – aber gerade deshalb umso wichtiger in der heutigen Zeit. Die Gräueltaten der Nationalsozialisten in Deutschland dürfen niemals vergessen werden, genauso wenig wie das Schweigen und Wegschauen der großen Masse. Auch Katjas Lebensweg in den 1960er und 1970er Jahren ist sehr authentisch beschrieben und zeigt auf wie schwer es gerade für Frauen war, ihren eigenen Weg zu gehen und einen Beruf zu ergreifen. Klare Leseempfehlung!
Ein fesselnder Roman, der sowohl die zeitlichen Stränge als auch die unterschiedlichen Charaktere kunstvoll miteinander verbindet. Spannend, emotional und voller Geheimnisse.
Schon der Klappentext hat mich sofort gepackt und ich habe dieses Buch voller Vorfreude begonnen – und ich wurde in keiner Sekunde enttäuscht. Besonders begeistert hat mich die Erzählweise aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Zeiten. Mal taucht man mitten in die "Nazi"-Vergangenheit der 30/40er Jahre ein, wo Überwachung, Geheimnisse und Misstrauen den Alltag bestimmten, dann wieder in die Gegenwart, in der die Nachwirkungen dieser Zeit spürbar werden. Diese Wechsel haben die Geschichte unglaublich lebendig gemacht. Immer präsent war der Spruch aus dem Klappentext "WOFÜR WIR KÄMPFEN". Jede einzelne Figur hatte ein eigenes Ziel, eine eigene Vorstellung vom Leben oder Ideale denen man entsprechen wollte oder sollte. Das Streben nach Freiheit, dem eigenen Glück oder um seinen Schuldgefühlen zu entkommen. Die Figuren wirkten dadurch so nahbar und echt, dass ich mit ihnen gefühlt, gehofft und gelitten habe. Ihre Die Suche nach der Wahrheit, die Enthüllung von Geheimnissen und die Frage nach Schuld und Unschuld haben mich regelrecht mitgerissen und tief berührt. Ein Buch, das Spannung, Emotion und historische Tiefe perfekt verbindet und das mich auch nach der letzten Seite nicht losgelassen hat. Für mich ein absolutes Highlight und eine klare Empfehlung!
"Papa entgegnet wütend: Was für eine Blödsinn! Abreibung ist Mord, Punkt! Heidi mischte sich ein: Ich finde es ist eine Frage der Selbstbestimmung, Frauen dürfen nicht länger bevormundet werden" ♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️ Zuerst, wer ein Problem hat sich mit dem Thema Abreibung kritisch auseinander zu setzen, sollte von diesem Buch Abstand nehmen. Es ist ein heikles und sehr sensibles Thema in dem es, wie so oft im Leben, kein richtig, kein falsch, kein schwarz, kein weiß gibt! All diejenigen die aber bereit sind sich darauf einzulassen, erwarte ein großartiger Roman. ♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️
„Die Akte Schneeweiß“ ist ein bewegender Roman, der auf zwei Zeitebenen erzählt wird und die Schicksale starker Frauen in unterschiedlichen Epochen verwebt. In den 1930er-Jahren arbeitet Mathilde Schneeweiß als Sprechstundenhilfe bei einem Frauenarzt, der heimlich Frauen in Not hilft, auch mit Schwangerschaftsabbrüchen, die damals streng verboten waren. In einer Zeit, in der selbst Mitgefühl kriminalisiert wurde, riskiert Mathilde ihr Leben. Als die Gestapo sie ins Visier nimmt, gerät sie in eine Spirale aus Angst, Verrat und Mut, die tragisch endet. Die zweite Zeitebene führt in das Deutschland der 1960er- und 70er-Jahre. Hier begegnen wir Katja Schilling, Mathildas Großnichte. Katja studiert Medizin in einer Gesellschaft, die sich im Umbruch befindet. Der wirtschaftliche Aufschwung und neue Freiheiten stehen im Kontrast zu alten Gesetzen, vor allem aber zu einem Gesetz. Dem § 218, der Schwangerschaftsabbrüche verbietet und Frauen sowie Ärzten harte Strafen androht. Katja erlebt hautnah die beginnende Frauenbewegung. Studentinnen organisieren Demonstrationen, fordern Selbstbestimmung über den eigenen Körper und kämpfen gegen ein System, das Frauen in Abhängigkeit und Angst hält. Felicitas Fuchs gelingt es, die Atmosphäre dieser Zeit mit feinem Gespür einzufangen. Schlaghosen, Bravo-Poster, neue Musikrichtungen und aufkeimende Protestkultur verschmelzen zu einem lebendigen Bild der 60er und 70er. Zugleich zeigt der Roman, wie tief das Tabu der Abtreibung verankert war und wie mühsam der Weg zu Reformen verlief. „Die Akte Schneeweiß“ ist nicht nur ein spannender Familienroman, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte. Er erzählt von Generationen, die für Freiheit und Menschlichkeit gekämpft haben und erinnert daran, dass Selbstbestimmung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern erkämpft werden muss.

Großartig, mitreißend, aufwühlend - kurzum: ein echtes Highlight dieses Genres! Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Hört sich kompliziert an, aber die Autorin schafft es die Fäden so zu verknüpfen, dass man der Handlung leicht und gerne folgt. Erzählt wird die Geschichte der Familie Schneeweiß von der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur bis zum Ende der 70er Jahre, wobei die Autorin ihre LeserInnen nicht schont. Drastisch berichtet sie von den Verbrechen und Gräueltaten dieser Zeit, die ihre Spuren noch weit in die Folgejahre hinterlassen. Die Geschichte ist wirklich gut recherchiert und sehr, sehr mitreißend erzählt. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
Highlight! Ein wunderbares Buch über ein Familiengeheimnis und zwei starke Frauen in zwei Zeitebenen. Die Geschichte von Katja in den 60/70 Jahren hat mich an meine Kindheit und Jugend erinnert. Der Zeitgeist wurde wunderbar eingefangen. In der zweiten Zeitebene gehen wir in die Zeit des Nazi-Regimes zurück, eine Zeit über die in unserer Generation geschwiegen wurde. Beide Zeitebenen wurden perfekt miteinander verbunden. Es ist ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte, so lebendig und authentisch erzählt, das es sich anfühlt als wäre man dabei gewesen. Ein Buch das man nicht so schnell vergisst und das ich viel zu schnell gelesen habe, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Große Leseempfehlung!!!
spannende Familiengeschichte
Katja wächst in der Nachkriegszeit auf und setzt ihren Wunsch Ärztin zu werden gegen ihre Eltern durch. Schon früh verschwindet ihr Großvater spurlos, womit sich Katja nie abfinden konnte. Sie machst sich schließlich auf die Suche und entschlüsselt ein lang verschwiegenes Tabu. Die Familiengeschichte reicht bis in die Nazizeit und wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Es geht um (illegale) Abtreibungen, Selbstbestimmung und Korruption. Ein spannendes Buch, empfehlenswert, wenn Du Familiengeheimnisse und historische Romane magst.
Warum habe ich keine 5 Sterne vergeben? Das Buch ist wirklich sehr gut. Die Thematik immer noch hoch aktuell aber genau daran liegt es. Oftmals sind es die Momente, die Themen, die einem ans Herz gehen und überwältigen. So auch in diesem Fall bei dieser Geschichte. Dir Story geht mir extrem nah. Ich konnte das Buch nur in Etappen lesen, weil es mich traurig und wütend zugleich gemacht hat. Der Autorin hat eine wichtige Geschichte geschrieben. Die Message gilt heute wie damals.
Was für ein Buch! Carla Berling schreibt unter dem Pseudonym Felicitas Fuchs historische Romane. Mit "Die Akte Schneeweiß" ist ihr ein Roman gelungen der unter die Haut geht. Ich habe ihn am Wochenende durchgesuchtet, auch wenn ich stellenweise eine Pause machen musste um das Gelesene zu verarbeiten. Ganz klare Leseempfehlung!
Zwei Zeiten, zwei Schicksale – ein eindrucksvoller Roman über mutige Frauen und ein verborgenes Familiengeheimnis.
Ich habe mich sehr gefreut, endlich wieder ein Buch von dieser Autorin zu lesen. Ihre Trilogie hat mir schon sehr gut gefallen, und auch dieses Buch konnte mich wieder voll überzeugen. Der Schreibstil ist flüssig, gefühlvoll und gut verständlich. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders gefällt mir, wie die Autorin zwei Zeitebenen miteinander verbindet – spannend, emotional und sehr gut aufgebaut. Die Geschichte spielt in den Jahren 1936 und 1963.Katja wächst im Wirtschaftswunder auf und träumt davon, Ärztin zu werden. Doch als ihr geliebter Großvater spurlos verschwindet, beginnt viele Jahre später eine Suche nach der Wahrheit. In der Vergangenheit begleitet man Mathilde, die als Sprechstundenhilfe Frauen heimlich hilft – was sie in große Gefahr bringt. Die Abschnitte zur NS-Zeit sind eindrucksvoll und authentisch erzählt. Man spürt die Angst, aber auch den Mut, den die Menschen damals aufbringen mussten. Auch die 60er-Jahre mit all ihren Einschränkungen für Frauen und dem Alltag in der Krankenpflege werden sehr realistisch dargestellt. Besonders mag ich an ihren Büchern, dass sie in einer Gegend spielen, die ich gut kenne. Viele Orte und Städte sind mir vertraut – das macht das Lesen für mich noch intensiver. Ein berührender Roman über starke Frauen, Mut, Gerechtigkeit und ein lange verborgenes Familiengeheimnis. Sehr lesenswert.

Darum geht es: Bielefeld 1963: Katja Schilling träumt davon, Ärztin zu werden, doch ihre Herkunft steht dem im Weg. Als ihr Großvater spurlos verschwindet und sein Name zum Tabu wird, bleibt sie mit vielen offenen Fragen zurück. Bielefeld 1936: Mathilde Schneeweiß arbeitet als Sprechstundenhilfe bei einem Arzt, mit dem sie heimlich Frauen in Not hilft. Doch ihr Engagement bleibt nicht unbeobachtet und stellt sie vor eine gefährliche Entscheidung Zwei Lebenswege, die über Jahrzehnte hinweg miteinander verknüpft sind. Mein Leseeindruck: Große Liebe für diesen Roman! Wieder einmal eine Geschichte, die mich vollkommen eingenommen und emotional bewegt hat. Auf zwei Zeitebenen, Bielefeld 1936 und 1963, entfaltet sich ein bewegendes Familiengeheimnis, das über Jahrzehnte hinweg nachwirkt. Im Mittelpunkt stehen zwei mutige, starke Frauen: Mathilde, die in dunkler Zeit Frauen hilft obwohl sie dabei alles riskiert. Und Katja, die in der Nachkriegszeit mit einem großen Traum und vielen offenen Fragen aufwächst. Besonders Katja ist mir sehr ans Herz gewachsen, eine beeindruckende Protagonistin, deren Weg ich mit großer Anteilnahme begleitet habe. Die Autorin hat den Zeitgeist unglaublich authentisch und einfühlsam eingefangen. Es berührt mich immer wieder zutiefst, welches Leid Menschen, besonders Frauen, während und nach dem Krieg ertragen mussten. Ein Familienroman voller Stärke, Verlust, Hoffnung und Wahrheit. Und das Ende? Hat mich mit einem warmen, zufriedenen Gefühl zurückgelassen. Ganz, ganz große Leseempfehlung! Fazit: 5/5 ⭐️ Ein bewegender, klug erzählter Roman über Mut, Schweigen und das Weitergeben von Wahrheit, berührend bis zur letzten Seite!

Das Buch ist in zwei Zeitsträngen geschrieben. Bielefeld 1963: Katja strebt nach mehr. Möchte in dieser Zeit für Frauen das fast unmögliche - das Abitur machen und Ärztin werden, gegen den Willen ihrer Familie. Eines Tages verschwindet ihr geliebter Großvater spurlos und für sie unerklärlich. Mit den Jahren gräbt sie in der Vergangenheit und arbeitet diese auf. Bielefeld 1936: Mathilde wächst bei Zieheltern auf, die früh versterben. Über Umwege gelangt sie in den Haushalt von Dr. Bönisch - ihrem künftigen Verlobten. Durch Vorgänge in der Praxis wird die Gestapo auf sie aufmerksam. Mathilde kämpft auf ihre Weise für die Rechte der Frauen und gegen die derzeitige Politik. Im Laufe des Buches verweben sich die beiden Geschichten. Gut und sehr eindrücklich geschrieben lässt einen das Buch öfters inne halten und man muss das Gelesene verarbeiten. Eine absolute Leseempfehlung!
Bisher habe ich von Carla Berling nur eine "Komödie" gehört, die mich sehr gut unterhalten hat. Nun habe ich einen Roman über eine Familiengeschichte von ihr unter dem Pseudonym Felicitas Fuchs gelesen. Schauplatz der Geschichte ist meine "erweiterte Nachbarschaft" Bielefeld. In dem Buch geht es um Katja und ihre Familiengeschichte. Als sie 14 Jahre alt ist, verschwindet ihr Opa spurlos und niemand verliert mehr ein Wort über ihn, auch bzw. vor allem innerhalb der Familie. Erst Jahre später erfährt sie als junge Frau, was mit ihrem Großvater passiert ist und was es mit der jungen Mathilde Schneeweiß auf sich hatte, die in Deutschlands dunkelster Stunde, für das Recht der Menschen einstand. Wie bereits anfangs zu vermuten ist, spielt die Geschichte nicht in linearer Abfolge, sondern springt in dem Zeitraum von 1936 bis 1978 teilweise vor und zurück. Dabei werden die Perspektiven unterschiedlichster Familienmitglieder eingenommen. Ich muss sagen, von der ersten Seite an, war ich an das Buch gefesselt und konnte es kaum aus der Hand legen. Auch wenn ich "erst" in den 80ern geboren bin, gab es so viele Alltagssituationen aus Katjas Jugend, die sich genau so gut bei uns in der Familie hätten abspielen können. Das macht die Geschichte für mich erstmal sehr authentisch. Katja und ihre Schwester Heidi sind mit viel Schweigen aufgewachsen. Niemand wollte oder konnte über das Erlebte im und kurz nach dem zweiten Weltkrieg sprechen. Das merken sie vor allem dann, als ihr Großvater spurlos verschwindet. Ich kann die vorherigen Generationen durchaus ein Stück weit verstehen, man wollte nach vorn schauen, die Kinder nicht belasten. Aber genau das trägt auch zu transgenrationalem Traumata bei uns diese werden in dieser Geschichte durchaus deutlich. Und auch wenn es einige Ungereimtheiten in der Geschichte gab, manches etwas "über drüber" war und Dinge sich manchmal zu gut entwickelt haben, war das Buch für mich ein absolutes Highlight. Ich hätte noch ewig weiter lesen können. In der Geschichte geht es unter anderem um Schwangerschaftsabbrüche. Falls das momentan für jemanden ein schweres Thema sein sollte, würde ich es aber nicht empfehlen.

Es ist gut, dass ihr jungen Leute nicht wisst, wer heutzutage immer noch ordentlich Dreck am Stecken hat. Die sitzen überall, Kind, überall!
Eine ruhige, schöne, gleichzeitig grausame und traurige Geschichte, die aus mehreren Perpektiven und in zwei Zeitebenen erzählt wird. Vor allem die Linie von Mathilde habe ich mit Spannung verfolgt und hat mich sehr berührt. Ich will mir gar nicht ausdenken, wie viele Täter nach dem 2. Weltkrieg straflos davon gekommen sind. Das es so wichtig ist, was "die Leute" über einen denken. Ich kann das Verhalten von der Oma und der Mutter gegenüber Opa Dom nicht verstehen. Wie lang der Kampf für die Rechte und Selbstbestimmung der Frauen geht, wieviel schon erreicht wurde. Traurig, das so sagen zu müssen.
Aufwühlende Familiengeschichte , die während der NS Zeit spielt. Es geht um starke, mutige Frauen und um ein Thema, das auch heute noch immer wieder kontrovers diskutiert wird… Ich habe das Buch in wenigen Tagen gelesen, einfach, aber fesselnd geschrieben. Gut für ein kurzes intensives Lesevergnügen…
Ein Meisterwerk über starke und mutige Frauen
Bielefeld, 1963. Katja Schilling wächst in einfachen Verhältnissen auf. Sie möchte Ärztin werden, aber nur ihr Großvater glaubt an sie – bis dieser eines Tages spurlos verschwindet. Sein Name wird in der Familie zum Tabu. Jahre später stößt sie auf eine Wahrheit, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, erschüttert. Bielefeld, 1936. Mathilde Schneeweiß beginnt ihre Arbeit als Sprechstundenhilfe bei Dr. Bönisch und sie verlieben sich ineinander. Gemeinsam helfen sie heimlich Frauen in Not, aber sie geraten ins Visier der Gestapo. 👩⚕️ Wir begleiten in den 60er/70er Jahren Katja und ihre Schwester Heidi und in der NS-Zeit Mathilde und ihren Bruder Rudolf. Dieser Wechsel der Perspektiven und der Zeitebenen hat mir unglaublich gut gefallen. Dadurch kommt man den Charakteren sehr nahe und ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Es war großartig, wie Katja für ihr Studium kämpft, wie mutig Mathilde war oder auch wie hilfsbereit Rudolf gehandelt hat. Das Buch zeigt wie stark Frauen sein können, wie wichtig Zivilcourage ist und dass man mutig sein sollte! Felicitas Fuchs hat einen großartigen Schreibstil (klar, einfühlsam, aber ohne Drama) und sie erzählt die Geschichte unglaublich spannend. Es ist mir wirklich schwer gefallen Pausen einzulegen. Das Buch ging einem nicht nur unter die Haut, es hallt auch immer noch nach. Gerade Mathildes Schicksal hat mir zu schaffen gemacht. Die Autorin hat die historische Realität ganz geschickt mit den Charakteren verknüpft und zeigt uns schonungslos die damalige Zeit. So muss das auch sein, nur so werden wir hoffentlich aus der Historie lernen. Absolute Leseempfehlung! 📻 Ein Meisterwerk über starke und mutige Frauen

Eine Geschichte, die berührt, eben weil es keine fiktive Geschichte ist. Und weil man automatisch an die Geschichte seiner eigenen Familie denkt. Wie haben sie die Nazi-Zeit und die Nachkriegszeit erlebt? Mit welchen Problemen waren sie konfrontiert? Mich hat die Geschichte der Familie Schneeweiß total gefangengenommen. Sie hat mich berührt, erschüttert, fasziniert, angewidert und zum Nachdenken gebracht. Was ich aber nie gespürt habe, ist Verzweiflung. Die Autorin versteht es nämlich, uns durch ein Stück unserer dunkelsten Geschichte zu führen, dabei schonungslos und offen zu erzählen. Trotzdem lässt sie den Leser nicht an der Thematik verzweifeln, sondern entließ mich mit einem hoffnungsvollen Lächeln und einer kleinen Träne. Richtig toll!
Ergreifende Familiengeschichte über Jahrzehnte mit einem wichtigen Thema!
In diesem liebevoll beschriebenen Familiendrama geht um die Selbstbestimmung der Frau, um die in unterschiedlichen Facetten über vierzig Jahre immer wieder gekämpft wird. Wirklich super spannend! Und das Ganze wird noch bestärkt durch das Verschwinden von Opa Dom, das man bis zum Ende ergründen will. Totale Leseempfehlung!
Ein wunderbares Buch, wenn dann Bücher mit dieser Thematik so bezeichnet werden können. Es gibt herzzerreißende Szenen , obgleich die Wirklichkeit noch grässlicher gewesen ist, Pluspunkte für mich : Geschehnisse in OWL, die Rollen der Frauen im Laufe der Geschichte. An viele Dinge in meinem Aufwachsen habe ich mich plötzlich wieder erinnert.
Wichtige Botschaft
Ein so unglaublich wichtiges Buch! Es zeigt, wie es Frauen kurz nach dem zweiten Weltkrieg ging. Ich muss gestehen, am Anfang fand ich die Zeitsprünge etwas verwirrend. Aber nach und nach, löst sich der Faden und es ergibt ein Bild! Glaubt mir, mit all dem was in diesem Buch passiert ist, habe ich null gerechnet. Ich habe oft Momente gehabt, in denen ich so wütend und frustriert war und Schockmomente, was Frauen damals alles aushalten mussten. Vor allem wie sie das damals alles weggesteckt haben….unglaublich. Ich bin durchweg begeistert und konnte es nicht aus der Hand legen. Die Autorin hat hier ein Meisterwerk erschaffen mit einer so unglaublich wichtigen Botschaft
Zitat: "Es ist gut, dass ihr jungen Leute nicht wisst, wer heutzutage immer noch ordentlich Dreck am Stecken hat. Die sitzen überall, Kind, überall!" S.394
Naziverbrechen, Stasiakten, Überwachung... und keine Chance aus diesem Kreislauf zu entkommen, wenn man nicht sich selbst und seine Nächsten Gefahren aussetzen will. Im Buch geht es um die Geschwister Schneeweiß und um illegale Abtreibungen. Die Erlebnisse aus der Nazizeit kommen erst langsam ans Licht, dank der Enkelin von Rudi Schneeweiß, die klug und unermüdlich nachbohrte, forschte und ihr gegenüber getätigte Aussagen kritisch hinterfragte. Unbedingte Leseempfehlung
Mein letztes Jahreshighlight?
Wow lag schon länger aufm Sub und bin froh das Buch davon befreit zu haben. So krass, ss geht um Frauenrechte, Abtreibung, 2. Weltkrieg, generationsübergreifend und auch sehr hart und ehrlich. Irgendwie hätte es mir besser gefallen wenn Opa Dom eine Oma gewesen wäre, aber sonst hab ich nichts zu beklagen.
Unbedingt lesen!
Ein aufwühlendes Buch… das tief berührt und einen nachdenklich und äußerst verletzlich zurücklässt. Die Autorin hat recht: nichts davon darf sich wiederholen. Aus Angst zu Spoilern, kann ich in meiner Bewertung nicht ins Detail gehen. Ich kann nur jedem, der historische Romane mag ans Herz legen, dieses Buch zu lesen. Und all denen, die diese Art Bücher (noch) nicht mögen: Bitte lest es unbedingt. Nichts ist so wie es scheint. Oder doch? Das Leben zieht seine Kreise. Immer. Über Generationen. Wir können dem nicht entkommen. Sondern es nur annehmen.
Lesehighlight! Gleich zu Begin des Jahres so ein tolles Buch!
Es ist ja keine Neuerscheinung und ich habe mir die Empfehlung von irgend einem Booktube Video notiert. Ich bin absolut begeistert, was für ein gutes Buch!! Ich liebe es sehr wenn auf 2 Zeitebenen erzählt wird und man am Anfang keinen Schimmer hat, ob und wie die Geschichten zusammen hängen. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, die Protagonisten waren sehr gut ausgearbeitet. Das Thema war sehr emotional und ich habe größten Respekt vor den Frauen, die damals versucht haben für ihre Rechte zu kämpfen. Da ich selbst zu dem Zeitpunkt noch zu jung war um es so genau mitzubekommen kann ich nur Danke sagen an all diejenigen, die sich für die Reform von §218 eingesetzt haben.
Dieses Buch hat sich sehr gut gelesen, obwohl es ernste Themen behandelt. Es spielt einmal in der Nazizeit und in den 60er und 70er Jahren. Erzählt wird die Geschichte einer Familie, Kampf um die Selbstbestimmung der Frau. Es ist zwischendurch auch lustig geschrieben. Geschichte in Romanform. Sehr gut geschrieben. Absolute Empfehlung!!!
Paragraph 218 ist das Hauptthema 1936 -1987 Triggerwarnung: Gewalt, Erpressung, ungewollte Scgwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch,
Felicitas Fuchs greift behutsam und sensibel das Thema Nazideutschland, Judenverfolgung, das Bild der Frau im Wandel der Zeit von 1936-1987 und Paragraph 218 auf. Trotz des schweren Themas war es mir eine Freude dieses Buch zu lesen. Ich durfte die Familie Schneeweiß und ihre Nachfahren begleiten und das Familiengeheimnis "lüften". Währen des Lesens springen wir zwischen den Jahrzehnten und den Protagonisten, ohne den Überblick zu verlieren. Es wurde nichts beschönigt, aber auch nicht reißerisch in Szene gesetzt.
Die Akte Schneeweiß
Das Buch geht unter die Haut geht. Die Geschichte besticht durch ihre Tiefe und Komplexität. Die Erzählung ist fesselnd und lässt einen nur schwer wieder los. Ebenso eindrücklich sind die Charaktere: Sie sind vielschichtig, authentisch gezeichnet und tragen eine immense emotionale Last, was ihre Handlungen nachvollziehbar, wenn auch manchmal erschütternd, macht. Es ist eine herausfordernde Lektüre, die den Leser aufwühlt, aber gerade deshalb so wertvoll ist. Ein Buch mit einer intensiven, düsteren Geschichte, die gleichzeitig den Kampf vieler Frauen für Selbstbestimmung und ihre Rechte eindrucksvoll in den Fokus rückt.
Man kann es nicht aus der Hand legen
Was für eine Reise! „Die Akte Schneeweiß“ hat mich emotional richtig abgeholt. Der Schreibstil ist packend und flüssig, aber das Beste war für mich definitiv der Perspektivwechsel zwischen den Generationen, wodurch man einen intensiven Einblick in die Familiendynamik und Geschehnisse bekommt. Ich habe richtig mitgefiebert. Ein tolles Buch, das noch eine Weile nachhallt!
Ganz klare Empfehlung
Mit "Die Akte Schneeweiß" hat Carla Berling als Felicitas Fuchs wieder einen richtig guten Roman über ein großes Familiengeheimnis geschrieben. Teilweise nur schwer zu ertragen, wenn man bedenkt, dass es zur Nazizeit wirklich so abging. Aber ich möchte nicht Spoilern. Lest es selber! Für mich eines der besten Bücher die ich seit langem gelesen habe.
💭 Obwohl die Geschichte dieses Romans vor über 90 Jahren einsetzt, ist das zentrale Thema nach wie vor hochaktuell. Besonders in den USA werden die Rechte von Frauen auf Abtreibung zunehmend eingeschränkt, und auch hierzulande fehlt es an einer klaren politischen Haltung. Nun mag man moralisch zu diesem Thema stehen, wie man will, wichtig ist aber doch, dass diese Entscheidung jede Frau für sich selbst treffen muss und NIEMAND das Recht hat, eine andere Person dafür zu verurteilen. Your body, your choice! Dies vorab, nun zum Buch: 📚 Die Akte Schneeweiß von Felicitas Fuchs ist ein bewegender Roman über zwei Frauen, deren Lebenswege trotz eines zeitlichen Abstands von fast 40 Jahren miteinander verknüpft sind. Im Jahr 1963 wächst die 14-jährige Katja Schilling in Bielefeld auf und träumt davon, Ärztin zu werden – ein Wunsch, der in ihrer konservativen Familie auf Ablehnung stößt. Als eines Tages Katjas Großvater verschwindet und seine Existenz zum Tabuthema erklärt wird, fängt Katja an, die Vergangenheit ihrer Familie aufzuarbeiten. Parallel dazu begleitet der Roman Mathilde Schneeweiß im Jahr 1936, eine mutige junge Frau, die heimlich schwangere Frauen unterstützt und dabei ins Visier der Gestapo gerät. ⭐️ Der Roman widmet sich mit viel Einfühlungsvermögen einem heiklen Thema, das, wie oben erwähnt, in unserer Gesellschaft leider noch immer kontrovers diskutiert wird: Wie viel Selbstbestimmung, insbesondere über den eigenen Körper, darf einer Frau zustehen? An manchen Stellen wirkt die Handlung etwas konstruiert, um den unterschiedlichen Lebensrealitäten der Frauen möglichst viel Aufmerksamkeit zu schenken. Doch die sehr authentischen und überzeugend gezeichneten Figuren gleichen das mehr als aus. Insgesamt ist der Autorin ein wirklich eindrucksvolles Buch mit wichtigem Inhalt gelungen. Wer bereit ist, sich mit einem schwierigen Kapitel deutscher Geschichte auseinanderzusetzen, wird hier definitiv fündig.
Geschichten die berühren & stärken
Ein tolles Buch was die Vergangenheit und Gegenwart am Ende verbindet. Obwohl man immer wieder in andere Personen schlüpft, bleibt es strukturiert und man verliert nicht den Überblick. Das Buch zeigt, dass man auch in schwierigen Zeiten als Frau nicht aufgeben darf. Es gibt einen Kraft aber erinnert einen auch an die Menschlichkeit die wir uns bewahren müssen. Klare Weiterempfehlung, ich konnte das Buch im Urlaub nicht weg legen!
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Bielefeld, 1963. Katja Schilling wächst im Wirtschaftswunder in einfachen Verhältnissen auf, in denen für ihren Traum, Ärztin zu werden, kein Platz ist. Nur ihr Großvater glaubt an sie – bis er eines Tages spurlos verschwindet. Sein Name wird in der Familie zum Tabu, und Katja bleibt mit ihren unbeantworteten Fragen allein. Jahre später stößt sie auf eine Wahrheit, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, erschüttert.
Bielefeld, 1936. Mathilde Schneeweiß beginnt ihre Arbeit als Sprechstundenhilfe bei Dr. Bönisch. Sie verliebt sich in den engagierten Arzt und wird in ein gefährliches Unterfangen hineingezogen. Gemeinsam helfen sie heimlich Frauen in Not, aber ihr Mut bleibt nicht unbemerkt. Als sie ins Visier der Gestapo geraten, muss Mathilde eine Entscheidung treffen, auch wenn diese sie das Leben kosten könnte. Der Kampf für die Rechte der Frauen muss schließlich weitergehen ...
Ein bewegender Roman über Mut und Verrat, Schuld und Gerechtigkeit – und die Spuren, die Geschichte in unseren Leben hinterlässt.
Book Information
Author Description
Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die sich mit Krimis, Komödien und temperamentvollen Lesungen ein großes Publikum erobert hat. Schon bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie als Reporterin und Pressefotografin immer sehr nah an den Menschen und ihren Schicksalen. Für ihre historischen Familienromane lässt sie sich gern von Geschichten aus dem wahren Leben inspirieren. Mit ihrer Mütter-Trilogie gelang ihr auf Anhieb ein SPIEGEL-Bestsellererfolg.
Posts
Eine Familiengeschichte und viele Facetten aus der neuen deutschen Geschichte. Der Ansatz ist gut und das Buch flüssig zu lesen. Aber ich bin irgendwie nicht ganz warm geworden. Dadurch, dass auf den 400 Seiten ein so langer Zeitraum beschrieben wird, hatte ich dass Gefühl immer wieder punktuelle Einblicke zu bekommen, aber nie so richtig tief mit den Charakteren in Kontakt zu kommen. Generell ist es irgendwie nicht so ganz mein Genre. Deutsche Nachkriegsgeschichte ist wichtig, aber kriegt mich irgendwie nie so ganz zu 💯. Wer sich dafür begeistern kann, sollte das Buch lesen.
Ein bewegender Roman
Wow! Ich fand den Schicksalsroman " Die Akte Schneeweiß" von Felicitas Fuchs sehr schön. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, während und nach dem Zweiten Weltkrieg, und wird aus verschiedenen Perspektiven ( Mathilde,Rudi, Bönisch,Katja und Heidi) erzählt. Es entsteht eine fesselnde Handlung, die den Leser durchgehend begleitet. Ich finde, dass das Leben in dieser schweren Zeit sehr realistisch dargestellt ist. Der Schreibstil von Felicitas Fuchs hat mir sehr gefallen - flüssig und angenehm - ähnlich wie die Trilogie " Minna,Hanne,Romy ". Mein Fazit: Ein aufwühlendes Buch, das zeigt, wie sehr der Krieg das Leben der Menschen geprägt hat und noch lange nachwirkt. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen! ❤️📚

"Die Akte Schneeweiß" ist ein aufwühlender historischer Roman über die NS-Zeit und das sich wandelnde Frauenbild von den 1930/1940er bis zu 1960/1970er Jahren. Im Mittelpunkt stehen zwei mutige Frauen (Mathilde und Katja) und ihr Kampf für die Rechte der Frauen. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt und gerade Mathildes Geschichte und die Szenen aus der Nazizeit sind sehr eindrücklich geschrieben und manchmal kaum zu ertragen – aber gerade deshalb umso wichtiger in der heutigen Zeit. Die Gräueltaten der Nationalsozialisten in Deutschland dürfen niemals vergessen werden, genauso wenig wie das Schweigen und Wegschauen der großen Masse. Auch Katjas Lebensweg in den 1960er und 1970er Jahren ist sehr authentisch beschrieben und zeigt auf wie schwer es gerade für Frauen war, ihren eigenen Weg zu gehen und einen Beruf zu ergreifen. Klare Leseempfehlung!
Ein fesselnder Roman, der sowohl die zeitlichen Stränge als auch die unterschiedlichen Charaktere kunstvoll miteinander verbindet. Spannend, emotional und voller Geheimnisse.
Schon der Klappentext hat mich sofort gepackt und ich habe dieses Buch voller Vorfreude begonnen – und ich wurde in keiner Sekunde enttäuscht. Besonders begeistert hat mich die Erzählweise aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Zeiten. Mal taucht man mitten in die "Nazi"-Vergangenheit der 30/40er Jahre ein, wo Überwachung, Geheimnisse und Misstrauen den Alltag bestimmten, dann wieder in die Gegenwart, in der die Nachwirkungen dieser Zeit spürbar werden. Diese Wechsel haben die Geschichte unglaublich lebendig gemacht. Immer präsent war der Spruch aus dem Klappentext "WOFÜR WIR KÄMPFEN". Jede einzelne Figur hatte ein eigenes Ziel, eine eigene Vorstellung vom Leben oder Ideale denen man entsprechen wollte oder sollte. Das Streben nach Freiheit, dem eigenen Glück oder um seinen Schuldgefühlen zu entkommen. Die Figuren wirkten dadurch so nahbar und echt, dass ich mit ihnen gefühlt, gehofft und gelitten habe. Ihre Die Suche nach der Wahrheit, die Enthüllung von Geheimnissen und die Frage nach Schuld und Unschuld haben mich regelrecht mitgerissen und tief berührt. Ein Buch, das Spannung, Emotion und historische Tiefe perfekt verbindet und das mich auch nach der letzten Seite nicht losgelassen hat. Für mich ein absolutes Highlight und eine klare Empfehlung!
"Papa entgegnet wütend: Was für eine Blödsinn! Abreibung ist Mord, Punkt! Heidi mischte sich ein: Ich finde es ist eine Frage der Selbstbestimmung, Frauen dürfen nicht länger bevormundet werden" ♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️ Zuerst, wer ein Problem hat sich mit dem Thema Abreibung kritisch auseinander zu setzen, sollte von diesem Buch Abstand nehmen. Es ist ein heikles und sehr sensibles Thema in dem es, wie so oft im Leben, kein richtig, kein falsch, kein schwarz, kein weiß gibt! All diejenigen die aber bereit sind sich darauf einzulassen, erwarte ein großartiger Roman. ♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️♀️
„Die Akte Schneeweiß“ ist ein bewegender Roman, der auf zwei Zeitebenen erzählt wird und die Schicksale starker Frauen in unterschiedlichen Epochen verwebt. In den 1930er-Jahren arbeitet Mathilde Schneeweiß als Sprechstundenhilfe bei einem Frauenarzt, der heimlich Frauen in Not hilft, auch mit Schwangerschaftsabbrüchen, die damals streng verboten waren. In einer Zeit, in der selbst Mitgefühl kriminalisiert wurde, riskiert Mathilde ihr Leben. Als die Gestapo sie ins Visier nimmt, gerät sie in eine Spirale aus Angst, Verrat und Mut, die tragisch endet. Die zweite Zeitebene führt in das Deutschland der 1960er- und 70er-Jahre. Hier begegnen wir Katja Schilling, Mathildas Großnichte. Katja studiert Medizin in einer Gesellschaft, die sich im Umbruch befindet. Der wirtschaftliche Aufschwung und neue Freiheiten stehen im Kontrast zu alten Gesetzen, vor allem aber zu einem Gesetz. Dem § 218, der Schwangerschaftsabbrüche verbietet und Frauen sowie Ärzten harte Strafen androht. Katja erlebt hautnah die beginnende Frauenbewegung. Studentinnen organisieren Demonstrationen, fordern Selbstbestimmung über den eigenen Körper und kämpfen gegen ein System, das Frauen in Abhängigkeit und Angst hält. Felicitas Fuchs gelingt es, die Atmosphäre dieser Zeit mit feinem Gespür einzufangen. Schlaghosen, Bravo-Poster, neue Musikrichtungen und aufkeimende Protestkultur verschmelzen zu einem lebendigen Bild der 60er und 70er. Zugleich zeigt der Roman, wie tief das Tabu der Abtreibung verankert war und wie mühsam der Weg zu Reformen verlief. „Die Akte Schneeweiß“ ist nicht nur ein spannender Familienroman, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte. Er erzählt von Generationen, die für Freiheit und Menschlichkeit gekämpft haben und erinnert daran, dass Selbstbestimmung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern erkämpft werden muss.

Großartig, mitreißend, aufwühlend - kurzum: ein echtes Highlight dieses Genres! Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Hört sich kompliziert an, aber die Autorin schafft es die Fäden so zu verknüpfen, dass man der Handlung leicht und gerne folgt. Erzählt wird die Geschichte der Familie Schneeweiß von der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur bis zum Ende der 70er Jahre, wobei die Autorin ihre LeserInnen nicht schont. Drastisch berichtet sie von den Verbrechen und Gräueltaten dieser Zeit, die ihre Spuren noch weit in die Folgejahre hinterlassen. Die Geschichte ist wirklich gut recherchiert und sehr, sehr mitreißend erzählt. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
Highlight! Ein wunderbares Buch über ein Familiengeheimnis und zwei starke Frauen in zwei Zeitebenen. Die Geschichte von Katja in den 60/70 Jahren hat mich an meine Kindheit und Jugend erinnert. Der Zeitgeist wurde wunderbar eingefangen. In der zweiten Zeitebene gehen wir in die Zeit des Nazi-Regimes zurück, eine Zeit über die in unserer Generation geschwiegen wurde. Beide Zeitebenen wurden perfekt miteinander verbunden. Es ist ein beeindruckendes Stück Zeitgeschichte, so lebendig und authentisch erzählt, das es sich anfühlt als wäre man dabei gewesen. Ein Buch das man nicht so schnell vergisst und das ich viel zu schnell gelesen habe, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Große Leseempfehlung!!!
spannende Familiengeschichte
Katja wächst in der Nachkriegszeit auf und setzt ihren Wunsch Ärztin zu werden gegen ihre Eltern durch. Schon früh verschwindet ihr Großvater spurlos, womit sich Katja nie abfinden konnte. Sie machst sich schließlich auf die Suche und entschlüsselt ein lang verschwiegenes Tabu. Die Familiengeschichte reicht bis in die Nazizeit und wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Es geht um (illegale) Abtreibungen, Selbstbestimmung und Korruption. Ein spannendes Buch, empfehlenswert, wenn Du Familiengeheimnisse und historische Romane magst.
Warum habe ich keine 5 Sterne vergeben? Das Buch ist wirklich sehr gut. Die Thematik immer noch hoch aktuell aber genau daran liegt es. Oftmals sind es die Momente, die Themen, die einem ans Herz gehen und überwältigen. So auch in diesem Fall bei dieser Geschichte. Dir Story geht mir extrem nah. Ich konnte das Buch nur in Etappen lesen, weil es mich traurig und wütend zugleich gemacht hat. Der Autorin hat eine wichtige Geschichte geschrieben. Die Message gilt heute wie damals.
Was für ein Buch! Carla Berling schreibt unter dem Pseudonym Felicitas Fuchs historische Romane. Mit "Die Akte Schneeweiß" ist ihr ein Roman gelungen der unter die Haut geht. Ich habe ihn am Wochenende durchgesuchtet, auch wenn ich stellenweise eine Pause machen musste um das Gelesene zu verarbeiten. Ganz klare Leseempfehlung!
Zwei Zeiten, zwei Schicksale – ein eindrucksvoller Roman über mutige Frauen und ein verborgenes Familiengeheimnis.
Ich habe mich sehr gefreut, endlich wieder ein Buch von dieser Autorin zu lesen. Ihre Trilogie hat mir schon sehr gut gefallen, und auch dieses Buch konnte mich wieder voll überzeugen. Der Schreibstil ist flüssig, gefühlvoll und gut verständlich. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders gefällt mir, wie die Autorin zwei Zeitebenen miteinander verbindet – spannend, emotional und sehr gut aufgebaut. Die Geschichte spielt in den Jahren 1936 und 1963.Katja wächst im Wirtschaftswunder auf und träumt davon, Ärztin zu werden. Doch als ihr geliebter Großvater spurlos verschwindet, beginnt viele Jahre später eine Suche nach der Wahrheit. In der Vergangenheit begleitet man Mathilde, die als Sprechstundenhilfe Frauen heimlich hilft – was sie in große Gefahr bringt. Die Abschnitte zur NS-Zeit sind eindrucksvoll und authentisch erzählt. Man spürt die Angst, aber auch den Mut, den die Menschen damals aufbringen mussten. Auch die 60er-Jahre mit all ihren Einschränkungen für Frauen und dem Alltag in der Krankenpflege werden sehr realistisch dargestellt. Besonders mag ich an ihren Büchern, dass sie in einer Gegend spielen, die ich gut kenne. Viele Orte und Städte sind mir vertraut – das macht das Lesen für mich noch intensiver. Ein berührender Roman über starke Frauen, Mut, Gerechtigkeit und ein lange verborgenes Familiengeheimnis. Sehr lesenswert.

Darum geht es: Bielefeld 1963: Katja Schilling träumt davon, Ärztin zu werden, doch ihre Herkunft steht dem im Weg. Als ihr Großvater spurlos verschwindet und sein Name zum Tabu wird, bleibt sie mit vielen offenen Fragen zurück. Bielefeld 1936: Mathilde Schneeweiß arbeitet als Sprechstundenhilfe bei einem Arzt, mit dem sie heimlich Frauen in Not hilft. Doch ihr Engagement bleibt nicht unbeobachtet und stellt sie vor eine gefährliche Entscheidung Zwei Lebenswege, die über Jahrzehnte hinweg miteinander verknüpft sind. Mein Leseeindruck: Große Liebe für diesen Roman! Wieder einmal eine Geschichte, die mich vollkommen eingenommen und emotional bewegt hat. Auf zwei Zeitebenen, Bielefeld 1936 und 1963, entfaltet sich ein bewegendes Familiengeheimnis, das über Jahrzehnte hinweg nachwirkt. Im Mittelpunkt stehen zwei mutige, starke Frauen: Mathilde, die in dunkler Zeit Frauen hilft obwohl sie dabei alles riskiert. Und Katja, die in der Nachkriegszeit mit einem großen Traum und vielen offenen Fragen aufwächst. Besonders Katja ist mir sehr ans Herz gewachsen, eine beeindruckende Protagonistin, deren Weg ich mit großer Anteilnahme begleitet habe. Die Autorin hat den Zeitgeist unglaublich authentisch und einfühlsam eingefangen. Es berührt mich immer wieder zutiefst, welches Leid Menschen, besonders Frauen, während und nach dem Krieg ertragen mussten. Ein Familienroman voller Stärke, Verlust, Hoffnung und Wahrheit. Und das Ende? Hat mich mit einem warmen, zufriedenen Gefühl zurückgelassen. Ganz, ganz große Leseempfehlung! Fazit: 5/5 ⭐️ Ein bewegender, klug erzählter Roman über Mut, Schweigen und das Weitergeben von Wahrheit, berührend bis zur letzten Seite!

Das Buch ist in zwei Zeitsträngen geschrieben. Bielefeld 1963: Katja strebt nach mehr. Möchte in dieser Zeit für Frauen das fast unmögliche - das Abitur machen und Ärztin werden, gegen den Willen ihrer Familie. Eines Tages verschwindet ihr geliebter Großvater spurlos und für sie unerklärlich. Mit den Jahren gräbt sie in der Vergangenheit und arbeitet diese auf. Bielefeld 1936: Mathilde wächst bei Zieheltern auf, die früh versterben. Über Umwege gelangt sie in den Haushalt von Dr. Bönisch - ihrem künftigen Verlobten. Durch Vorgänge in der Praxis wird die Gestapo auf sie aufmerksam. Mathilde kämpft auf ihre Weise für die Rechte der Frauen und gegen die derzeitige Politik. Im Laufe des Buches verweben sich die beiden Geschichten. Gut und sehr eindrücklich geschrieben lässt einen das Buch öfters inne halten und man muss das Gelesene verarbeiten. Eine absolute Leseempfehlung!
Bisher habe ich von Carla Berling nur eine "Komödie" gehört, die mich sehr gut unterhalten hat. Nun habe ich einen Roman über eine Familiengeschichte von ihr unter dem Pseudonym Felicitas Fuchs gelesen. Schauplatz der Geschichte ist meine "erweiterte Nachbarschaft" Bielefeld. In dem Buch geht es um Katja und ihre Familiengeschichte. Als sie 14 Jahre alt ist, verschwindet ihr Opa spurlos und niemand verliert mehr ein Wort über ihn, auch bzw. vor allem innerhalb der Familie. Erst Jahre später erfährt sie als junge Frau, was mit ihrem Großvater passiert ist und was es mit der jungen Mathilde Schneeweiß auf sich hatte, die in Deutschlands dunkelster Stunde, für das Recht der Menschen einstand. Wie bereits anfangs zu vermuten ist, spielt die Geschichte nicht in linearer Abfolge, sondern springt in dem Zeitraum von 1936 bis 1978 teilweise vor und zurück. Dabei werden die Perspektiven unterschiedlichster Familienmitglieder eingenommen. Ich muss sagen, von der ersten Seite an, war ich an das Buch gefesselt und konnte es kaum aus der Hand legen. Auch wenn ich "erst" in den 80ern geboren bin, gab es so viele Alltagssituationen aus Katjas Jugend, die sich genau so gut bei uns in der Familie hätten abspielen können. Das macht die Geschichte für mich erstmal sehr authentisch. Katja und ihre Schwester Heidi sind mit viel Schweigen aufgewachsen. Niemand wollte oder konnte über das Erlebte im und kurz nach dem zweiten Weltkrieg sprechen. Das merken sie vor allem dann, als ihr Großvater spurlos verschwindet. Ich kann die vorherigen Generationen durchaus ein Stück weit verstehen, man wollte nach vorn schauen, die Kinder nicht belasten. Aber genau das trägt auch zu transgenrationalem Traumata bei uns diese werden in dieser Geschichte durchaus deutlich. Und auch wenn es einige Ungereimtheiten in der Geschichte gab, manches etwas "über drüber" war und Dinge sich manchmal zu gut entwickelt haben, war das Buch für mich ein absolutes Highlight. Ich hätte noch ewig weiter lesen können. In der Geschichte geht es unter anderem um Schwangerschaftsabbrüche. Falls das momentan für jemanden ein schweres Thema sein sollte, würde ich es aber nicht empfehlen.

Es ist gut, dass ihr jungen Leute nicht wisst, wer heutzutage immer noch ordentlich Dreck am Stecken hat. Die sitzen überall, Kind, überall!
Eine ruhige, schöne, gleichzeitig grausame und traurige Geschichte, die aus mehreren Perpektiven und in zwei Zeitebenen erzählt wird. Vor allem die Linie von Mathilde habe ich mit Spannung verfolgt und hat mich sehr berührt. Ich will mir gar nicht ausdenken, wie viele Täter nach dem 2. Weltkrieg straflos davon gekommen sind. Das es so wichtig ist, was "die Leute" über einen denken. Ich kann das Verhalten von der Oma und der Mutter gegenüber Opa Dom nicht verstehen. Wie lang der Kampf für die Rechte und Selbstbestimmung der Frauen geht, wieviel schon erreicht wurde. Traurig, das so sagen zu müssen.
Aufwühlende Familiengeschichte , die während der NS Zeit spielt. Es geht um starke, mutige Frauen und um ein Thema, das auch heute noch immer wieder kontrovers diskutiert wird… Ich habe das Buch in wenigen Tagen gelesen, einfach, aber fesselnd geschrieben. Gut für ein kurzes intensives Lesevergnügen…
Ein Meisterwerk über starke und mutige Frauen
Bielefeld, 1963. Katja Schilling wächst in einfachen Verhältnissen auf. Sie möchte Ärztin werden, aber nur ihr Großvater glaubt an sie – bis dieser eines Tages spurlos verschwindet. Sein Name wird in der Familie zum Tabu. Jahre später stößt sie auf eine Wahrheit, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, erschüttert. Bielefeld, 1936. Mathilde Schneeweiß beginnt ihre Arbeit als Sprechstundenhilfe bei Dr. Bönisch und sie verlieben sich ineinander. Gemeinsam helfen sie heimlich Frauen in Not, aber sie geraten ins Visier der Gestapo. 👩⚕️ Wir begleiten in den 60er/70er Jahren Katja und ihre Schwester Heidi und in der NS-Zeit Mathilde und ihren Bruder Rudolf. Dieser Wechsel der Perspektiven und der Zeitebenen hat mir unglaublich gut gefallen. Dadurch kommt man den Charakteren sehr nahe und ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Es war großartig, wie Katja für ihr Studium kämpft, wie mutig Mathilde war oder auch wie hilfsbereit Rudolf gehandelt hat. Das Buch zeigt wie stark Frauen sein können, wie wichtig Zivilcourage ist und dass man mutig sein sollte! Felicitas Fuchs hat einen großartigen Schreibstil (klar, einfühlsam, aber ohne Drama) und sie erzählt die Geschichte unglaublich spannend. Es ist mir wirklich schwer gefallen Pausen einzulegen. Das Buch ging einem nicht nur unter die Haut, es hallt auch immer noch nach. Gerade Mathildes Schicksal hat mir zu schaffen gemacht. Die Autorin hat die historische Realität ganz geschickt mit den Charakteren verknüpft und zeigt uns schonungslos die damalige Zeit. So muss das auch sein, nur so werden wir hoffentlich aus der Historie lernen. Absolute Leseempfehlung! 📻 Ein Meisterwerk über starke und mutige Frauen

Eine Geschichte, die berührt, eben weil es keine fiktive Geschichte ist. Und weil man automatisch an die Geschichte seiner eigenen Familie denkt. Wie haben sie die Nazi-Zeit und die Nachkriegszeit erlebt? Mit welchen Problemen waren sie konfrontiert? Mich hat die Geschichte der Familie Schneeweiß total gefangengenommen. Sie hat mich berührt, erschüttert, fasziniert, angewidert und zum Nachdenken gebracht. Was ich aber nie gespürt habe, ist Verzweiflung. Die Autorin versteht es nämlich, uns durch ein Stück unserer dunkelsten Geschichte zu führen, dabei schonungslos und offen zu erzählen. Trotzdem lässt sie den Leser nicht an der Thematik verzweifeln, sondern entließ mich mit einem hoffnungsvollen Lächeln und einer kleinen Träne. Richtig toll!
Ergreifende Familiengeschichte über Jahrzehnte mit einem wichtigen Thema!
In diesem liebevoll beschriebenen Familiendrama geht um die Selbstbestimmung der Frau, um die in unterschiedlichen Facetten über vierzig Jahre immer wieder gekämpft wird. Wirklich super spannend! Und das Ganze wird noch bestärkt durch das Verschwinden von Opa Dom, das man bis zum Ende ergründen will. Totale Leseempfehlung!
Ein wunderbares Buch, wenn dann Bücher mit dieser Thematik so bezeichnet werden können. Es gibt herzzerreißende Szenen , obgleich die Wirklichkeit noch grässlicher gewesen ist, Pluspunkte für mich : Geschehnisse in OWL, die Rollen der Frauen im Laufe der Geschichte. An viele Dinge in meinem Aufwachsen habe ich mich plötzlich wieder erinnert.
Wichtige Botschaft
Ein so unglaublich wichtiges Buch! Es zeigt, wie es Frauen kurz nach dem zweiten Weltkrieg ging. Ich muss gestehen, am Anfang fand ich die Zeitsprünge etwas verwirrend. Aber nach und nach, löst sich der Faden und es ergibt ein Bild! Glaubt mir, mit all dem was in diesem Buch passiert ist, habe ich null gerechnet. Ich habe oft Momente gehabt, in denen ich so wütend und frustriert war und Schockmomente, was Frauen damals alles aushalten mussten. Vor allem wie sie das damals alles weggesteckt haben….unglaublich. Ich bin durchweg begeistert und konnte es nicht aus der Hand legen. Die Autorin hat hier ein Meisterwerk erschaffen mit einer so unglaublich wichtigen Botschaft
Zitat: "Es ist gut, dass ihr jungen Leute nicht wisst, wer heutzutage immer noch ordentlich Dreck am Stecken hat. Die sitzen überall, Kind, überall!" S.394
Naziverbrechen, Stasiakten, Überwachung... und keine Chance aus diesem Kreislauf zu entkommen, wenn man nicht sich selbst und seine Nächsten Gefahren aussetzen will. Im Buch geht es um die Geschwister Schneeweiß und um illegale Abtreibungen. Die Erlebnisse aus der Nazizeit kommen erst langsam ans Licht, dank der Enkelin von Rudi Schneeweiß, die klug und unermüdlich nachbohrte, forschte und ihr gegenüber getätigte Aussagen kritisch hinterfragte. Unbedingte Leseempfehlung
Mein letztes Jahreshighlight?
Wow lag schon länger aufm Sub und bin froh das Buch davon befreit zu haben. So krass, ss geht um Frauenrechte, Abtreibung, 2. Weltkrieg, generationsübergreifend und auch sehr hart und ehrlich. Irgendwie hätte es mir besser gefallen wenn Opa Dom eine Oma gewesen wäre, aber sonst hab ich nichts zu beklagen.
Unbedingt lesen!
Ein aufwühlendes Buch… das tief berührt und einen nachdenklich und äußerst verletzlich zurücklässt. Die Autorin hat recht: nichts davon darf sich wiederholen. Aus Angst zu Spoilern, kann ich in meiner Bewertung nicht ins Detail gehen. Ich kann nur jedem, der historische Romane mag ans Herz legen, dieses Buch zu lesen. Und all denen, die diese Art Bücher (noch) nicht mögen: Bitte lest es unbedingt. Nichts ist so wie es scheint. Oder doch? Das Leben zieht seine Kreise. Immer. Über Generationen. Wir können dem nicht entkommen. Sondern es nur annehmen.
Lesehighlight! Gleich zu Begin des Jahres so ein tolles Buch!
Es ist ja keine Neuerscheinung und ich habe mir die Empfehlung von irgend einem Booktube Video notiert. Ich bin absolut begeistert, was für ein gutes Buch!! Ich liebe es sehr wenn auf 2 Zeitebenen erzählt wird und man am Anfang keinen Schimmer hat, ob und wie die Geschichten zusammen hängen. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, die Protagonisten waren sehr gut ausgearbeitet. Das Thema war sehr emotional und ich habe größten Respekt vor den Frauen, die damals versucht haben für ihre Rechte zu kämpfen. Da ich selbst zu dem Zeitpunkt noch zu jung war um es so genau mitzubekommen kann ich nur Danke sagen an all diejenigen, die sich für die Reform von §218 eingesetzt haben.
Dieses Buch hat sich sehr gut gelesen, obwohl es ernste Themen behandelt. Es spielt einmal in der Nazizeit und in den 60er und 70er Jahren. Erzählt wird die Geschichte einer Familie, Kampf um die Selbstbestimmung der Frau. Es ist zwischendurch auch lustig geschrieben. Geschichte in Romanform. Sehr gut geschrieben. Absolute Empfehlung!!!
Paragraph 218 ist das Hauptthema 1936 -1987 Triggerwarnung: Gewalt, Erpressung, ungewollte Scgwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch,
Felicitas Fuchs greift behutsam und sensibel das Thema Nazideutschland, Judenverfolgung, das Bild der Frau im Wandel der Zeit von 1936-1987 und Paragraph 218 auf. Trotz des schweren Themas war es mir eine Freude dieses Buch zu lesen. Ich durfte die Familie Schneeweiß und ihre Nachfahren begleiten und das Familiengeheimnis "lüften". Währen des Lesens springen wir zwischen den Jahrzehnten und den Protagonisten, ohne den Überblick zu verlieren. Es wurde nichts beschönigt, aber auch nicht reißerisch in Szene gesetzt.
Die Akte Schneeweiß
Das Buch geht unter die Haut geht. Die Geschichte besticht durch ihre Tiefe und Komplexität. Die Erzählung ist fesselnd und lässt einen nur schwer wieder los. Ebenso eindrücklich sind die Charaktere: Sie sind vielschichtig, authentisch gezeichnet und tragen eine immense emotionale Last, was ihre Handlungen nachvollziehbar, wenn auch manchmal erschütternd, macht. Es ist eine herausfordernde Lektüre, die den Leser aufwühlt, aber gerade deshalb so wertvoll ist. Ein Buch mit einer intensiven, düsteren Geschichte, die gleichzeitig den Kampf vieler Frauen für Selbstbestimmung und ihre Rechte eindrucksvoll in den Fokus rückt.
Man kann es nicht aus der Hand legen
Was für eine Reise! „Die Akte Schneeweiß“ hat mich emotional richtig abgeholt. Der Schreibstil ist packend und flüssig, aber das Beste war für mich definitiv der Perspektivwechsel zwischen den Generationen, wodurch man einen intensiven Einblick in die Familiendynamik und Geschehnisse bekommt. Ich habe richtig mitgefiebert. Ein tolles Buch, das noch eine Weile nachhallt!
Ganz klare Empfehlung
Mit "Die Akte Schneeweiß" hat Carla Berling als Felicitas Fuchs wieder einen richtig guten Roman über ein großes Familiengeheimnis geschrieben. Teilweise nur schwer zu ertragen, wenn man bedenkt, dass es zur Nazizeit wirklich so abging. Aber ich möchte nicht Spoilern. Lest es selber! Für mich eines der besten Bücher die ich seit langem gelesen habe.
💭 Obwohl die Geschichte dieses Romans vor über 90 Jahren einsetzt, ist das zentrale Thema nach wie vor hochaktuell. Besonders in den USA werden die Rechte von Frauen auf Abtreibung zunehmend eingeschränkt, und auch hierzulande fehlt es an einer klaren politischen Haltung. Nun mag man moralisch zu diesem Thema stehen, wie man will, wichtig ist aber doch, dass diese Entscheidung jede Frau für sich selbst treffen muss und NIEMAND das Recht hat, eine andere Person dafür zu verurteilen. Your body, your choice! Dies vorab, nun zum Buch: 📚 Die Akte Schneeweiß von Felicitas Fuchs ist ein bewegender Roman über zwei Frauen, deren Lebenswege trotz eines zeitlichen Abstands von fast 40 Jahren miteinander verknüpft sind. Im Jahr 1963 wächst die 14-jährige Katja Schilling in Bielefeld auf und träumt davon, Ärztin zu werden – ein Wunsch, der in ihrer konservativen Familie auf Ablehnung stößt. Als eines Tages Katjas Großvater verschwindet und seine Existenz zum Tabuthema erklärt wird, fängt Katja an, die Vergangenheit ihrer Familie aufzuarbeiten. Parallel dazu begleitet der Roman Mathilde Schneeweiß im Jahr 1936, eine mutige junge Frau, die heimlich schwangere Frauen unterstützt und dabei ins Visier der Gestapo gerät. ⭐️ Der Roman widmet sich mit viel Einfühlungsvermögen einem heiklen Thema, das, wie oben erwähnt, in unserer Gesellschaft leider noch immer kontrovers diskutiert wird: Wie viel Selbstbestimmung, insbesondere über den eigenen Körper, darf einer Frau zustehen? An manchen Stellen wirkt die Handlung etwas konstruiert, um den unterschiedlichen Lebensrealitäten der Frauen möglichst viel Aufmerksamkeit zu schenken. Doch die sehr authentischen und überzeugend gezeichneten Figuren gleichen das mehr als aus. Insgesamt ist der Autorin ein wirklich eindrucksvolles Buch mit wichtigem Inhalt gelungen. Wer bereit ist, sich mit einem schwierigen Kapitel deutscher Geschichte auseinanderzusetzen, wird hier definitiv fündig.
Geschichten die berühren & stärken
Ein tolles Buch was die Vergangenheit und Gegenwart am Ende verbindet. Obwohl man immer wieder in andere Personen schlüpft, bleibt es strukturiert und man verliert nicht den Überblick. Das Buch zeigt, dass man auch in schwierigen Zeiten als Frau nicht aufgeben darf. Es gibt einen Kraft aber erinnert einen auch an die Menschlichkeit die wir uns bewahren müssen. Klare Weiterempfehlung, ich konnte das Buch im Urlaub nicht weg legen!




















































