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Wir sehen uns wieder am Meer: Roman | Die große Neuerscheinung um eine bewegende Frauen-Freundschaft

4.5(77)
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About the book

ISBNB0DYG7SVS8
PublisherFISCHER E-Books
Publication Date07/16/25
Pages384

Characteristics

2 reviews

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Reviews & Ratings

77 ratings

22 reviews

4.5

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  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    673 Followers

    5.0

    Wir sehen uns wieder am Meer ist der letzte Teil einer Trilogie, die Trude Teige über Großmutter Tekla, ihren Ehemann Konrad und ihre Freundinnen Birgit, Nadia und Annelise geschrieben hat. Die Bücher sind an wahre Ereignisse während und nach dem Zweiten Weltkrieg angelehnt und können einzeln gelesen werden, ich empfehle jedoch, alle drei zu lesen. In diesem Band steht Birgit im Mittelpunkt, Teklas beste Freundin. Als Siebzehnjährige verliebt sie sich in ihren Russischlehrer Ilja. Der Exil-Russe ist 1917 während der Oktoberrevolution nach Norwegen gekommen. Ilja weckt in Birgit die Liebe zu russischer Kultur, Musik und Literatur. 1944 zieht sie nach Bodø, wo sie als Krankenschwester arbeitet. Sie lernt die Ostarbeiterin Nadia kennen und verliebt sich in den russischen Kriegsgefangenen Sascha. Sie verhilft ihm zur Flucht und wird von der Gestapo festgenommen. Nach dem Krieg wird Birgit bei der Rückführung von Kriegsgefangenen als Dolmetscherin eingesetzt. Sie bereist Lager, deren Insassen unter menschenunwürdigen Bedingungen unter anderem beim Bau der Polarbahn eingesetzt wurden. Sie haben Moorgebiete trockengelegt, Berge gesprengt und Steine geschleppt. Der amerikanische Geheimdienst wird auf Birgit aufmerksam und bietet ihr eine Stelle an der norwegischen Botschaft in Moskau an. Dort gerät sie zwischen die Fronten des Kalten Krieges. Trude Teige hat wieder einen großartigen historischen Roman vorgelegt. Einige Szene sind unfassbar grausam, nicht für zart Besaitete geeignet. Birgits Aufenthalt im Gestapokeller, wo sie tagelang misshandelt und missbraucht wurde, hat mich tief erschüttert. Sie hatte bis an ihr Lebensende Albträume, die nur mit Hilfe von psychiatrischer Behandlung und Ablenkung durch Arbeit geringfügig gelindert werden konnten. Im Nachwort erfahren wir, dass Birgits Geschichte an die von Ingeborg Lygren angelehnt ist, einer ehemaligen Mitarbeiterin des Auslandsgeheimdienstes, die verdächtigt wurde, eine norwegische KGB-Spionin zu sein. Von mir eine große Leseempfehlung für die ganze Trilogie, in der wir sehr viel über Schicksale von Norweger*innen in Norwegen, Deutschland und Indonesien während und nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren. Zum Abschluss möchte ich Trude Teiges Worte aus dem Nachwort zitieren: „Das Paradoxe ist, dass Russland 1945 unser Alliierter war, während die Deutschen unsere Feinde waren. Heute ist es umgekehrt. Und wieder weht ein kalter Wind über Europa. Die Kluft zwischen Ost und West ist tiefer geworden.“

    Aug 6, 2025

  • 4.0

    "Sie schloss die Augen und stellte sich vor, wie ihre Großmutter ihr über die Wange streichelt. Das geht vorbei hörte sie sie sagen. Das gute wie auch das schlechte . Deswegen müssen wir das gute genießen so lange es geht und dann die weniger guten Tage überstehen, denn auch sie haben ein Ende" ♥️💔 ♥️🖤💔🖤♥️💔🖤♥️💔🖤♥️💔🖤♥️💔🖤💔♥️🖤

    Mit "Wir sehen uns wieder am Meer" dürfen wir den dritten und abschließenden Band der Norwegen-Trilogie von Trude Teige lesen. Die komplette Trilogie hat mir unglaublich gut gefallen, wenn auch der Abschluss in meinen Augen der schwächste Teil der Reihe ist. Im Anschluss der Reihe schreibt die Autorin über drei Frauenfreundschaften im Schatten des Zweiten Weltkriegs. Anders als die ersten beiden Romane spielt dieser dritte Band vollständig im Jahr 1944 – in der nordnorwegischen Hafenstadt Bodø, die unter deutscher Besatzung steht. Dabei steht weniger die Heldin der ersten beiden Bände, Tekla, im Mittelpunkt, sondern vor allem ihre beiden Freundinnen Birgit und Nadia – zwei Frauen, deren Lebenswege durch den Zweiten Weltkrieg auf dramatische Weise miteinander verknüpft werden. Auch dieser Teil ist ein fein gesponnenen Roman über Freundschaft, Schuld, Erinnerung und das Weiterleben nach der Katastrophe. Teige erzählt diese Geschichte mit einem ruhigen, klaren Ton und das mit großem Respekt vor der historischen Wirklichkeit. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Lebensumstände von Nadia, die als „Ostarbeiterin“ keinerlei Rechte hat, der Willkür der Besatzungsmacht ausgeliefert ist und doch nicht gebrochen wird. Auch Birgit, die sich zunehmend im Widerstand engagiert, wächst im Lauf der Geschichte über sich hinaus. Ihre späteren Erfahrungen etwa in Moskau als Dolmetscherin werden nur angedeutet, aber eröffnen weitere Dimensionen dessen, was Frauen während und nach dem Krieg erlebt haben. Stilistisch bleibt Trude Teige ihrem Erzählstil treu. Präzise, unaufgeregt und von spannend. Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet, ohne zu idealisieren, gerade ihre moralischen Konflikte, Ängste und Ambivalenzen machen sie lebendig. Teige gelingt es, komplexe historische Themen wie Zwangsarbeit, Kollaboration und Widerstand auf menschliche Schicksale herunterzubrechen, ohne sie zu vereinfachen. Wir sehen uns wieder am Meer ist ein intensives Stück Erinnerungsliteratur. Teige liefert einen berührenden, ernsthaften Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit, literarisch überzeugend und emotional nachwirkend. Fazit: Ein starkes, ruhig erzähltes historisches Buch, das im besten Sinn erschüttert und zeigt, wie wichtig es ist, verschüttete Geschichten ans Licht zu bringen. Ein gelungener Abschluss einer Trilogie, die den Leserinnen und Lesern auch nach der letzten Seite im Gedächtnis bleibt.

    "Sie schloss die Augen und stellte sich vor, wie ihre Großmutter ihr über die Wange streichelt. Das geht vorbei hörte sie sie sagen. Das gute wie auch das schlechte . Deswegen müssen wir das gute genießen so lange es geht und dann die weniger guten Tage überstehen, denn auch sie haben ein Ende" ♥️💔

♥️🖤💔🖤♥️💔🖤♥️💔🖤♥️💔🖤♥️💔🖤💔♥️🖤

    Aug 1, 2025

  • franzi1102
    franzi1102

    29 Followers

    4.5

    Wieder tolle Geschichte

    Aber nicht ganz so stark wie teil 1 und zwei aber spannend und einfach toll mit den Geschichtlichen bezügen

    Apr 10, 2026

3 of 22 reviews

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Page-based comments

Page 359%
buchkuh
buchkuhFeb 10, 2026

Obwohl es lange her ist das ich die anderen Bücher gelesen habe,bin ich wieder sehr gut ins Buch gekommen und es hat mich wieder gepackt...

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