Winterjournal

Winterjournal

Hardback
4.026
ErinnerungSiri HustvedtUsaBerichte

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Description

Dies ist ein ungewöhnliches, überraschendes Buch: eine Lebensbeichte ganz aus der Warte des Körpers. Man kommt darin dem Schriftsteller Paul Auster sehr nahe, aber auch und vor allem dem Mann an der Schwelle zum Alter. Paul Auster spricht aus, was sein Körper und seine Glieder im Verlauf eines langen Lebens getan haben. Er sinniert über die unendliche Empfindlichkeit jenes physischen Systems, das uns am Leben erhält und über das wir so wenig nachdenken, solange es funktioniert. Er lässt seine Liebesbeziehungen Revue passieren: viele zunächst und dann – dreißig Jahre lang – nur noch eine, die große Liebe. Die Kinder, ihr Aufwachsen, ihre Selbständigkeit. Die Blessuren, die Krankheiten, einige Begegnungen mit dem Tod: ein Sturz als Junge, eine Herzattacke, ein Autounfall. Alkohol, Zigarillos, Süchte – all die Versuchungen, das System des Körpers auszutricksen, sich dem Verfall, dem Alltag zu entziehen …

«Winterjournal» ist eine emotional mitreißende, einen mit den ersten Zeilen packende Autobiographie, aber keine konventionelle, sondern höchste literarische Kunst: voll philosophischer Betrachtungen, poetischer Impressionen und intimer Einsichten – in Paul Austers persönlichen Arbeiten nach «Die Erfindung der Einsamkeit» ein weiterer Höhepunkt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
256
Price
20.60 €

Author Description

Paul Auster wurde 1947 in Newark, New Jersey, geboren. Er studierte Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University und verbrachte nach dem Studium einige Jahre in Frankreich. International bekannt wurde er mit seinen Romanen Im Land der letzten Dinge und der New-York-Trilogie. Sein umfangreiches, vielfach preisgekröntes Werk umfasst neben zahlreichen Romanen auch Essays und Gedichte sowie Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik. Am 30. April 2024 ist Paul Auster im Alter von 77 Jahren gestorben.

Posts

4
All
5

Paul Auster lesen ist wie heimkommen 👌

4.5

Das Buch fühlt sich an wie ein leises Selbstgespräch. Auster schaut ohne Schonung auf sein Leben und seinen Körper, sachlich und zugleich sehr nah. Mich hat weniger eine Geschichte getragen als die Stimmung: nachdenklich, ruhig, manchmal schwer.

5

Mein erstes Buch von Paul Auster und dann eigentlich etwas Untypisches für ihn. Nonfiction. Die Geschichte seines Lebens bis zum 64. Lebensjahr, dem Jahr, welches für ihn das Ende des Herbst seines Lebens darstellt und der Beginn seines Winterjournals darstellt. Das letzte Quartal des Lebens. Es ist bestimmt eine der außergewöhnlichsten Autobiografien, die ich je gelesen habe. Das liegt nicht an der Fülle der interessanten Erlebnisse, die Auster zu berichten hat, sondern an der Wahl der Perspektive. Die Geschichte wird von einer dritten Person erzählt, die namenlos bleibt. Das klingt wie eine Laudatio, wie ein Rückblick des Pfarrers bei der Beerdigung oder wie die Litanei der eigenen Mutter, die Geschichten von früher erzählt, als man noch ein Kind war. Mich hat sowohl Sprache als auch Stil sehr angesprochen und ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Seine Ansichten zur Endlichkeit des Daseins decken sich auch sehr mit meinen eigenen Vorstellungen, doch ich habe das noch nie so treffend formuliert gelesen. Dieses Buch macht richtig Lust auf die Romane von Paul Auster. Sehr zu empfehlen, insbesondere wenn man im Herbst des Lebens steht. Oder ist es doch schon der Winter? Wer weiß das schon...

5

Mein erstes Buch von Paul Auster und dann eigentlich etwas Untypisches für ihn. Nonfiction. Die Geschichte seines Lebens bis zum 64. Lebensjahr, dem Jahr, welches für ihn das Ende des Herbst seines Lebens darstellt und der Beginn seines Winterjournals darstellt. Das letzte Quartal des Lebens. Es ist bestimmt eine der außergewöhnlichsten Autobiografien, die ich je gelesen habe. Das liegt nicht an der Fülle der interessanten Erlebnisse, die Auster zu berichten hat, sondern an der Wahl der Perspektive. Die Geschichte wird von einer dritten Person erzählt, die namenlos bleibt. Das klingt wie eine Laudatio, wie ein Rückblick des Pfarrers bei der Beerdigung oder wie die Litanei der eigenen Mutter, die Geschichten von früher erzählt, als man noch ein Kind war. Mich hat sowohl Sprache als auch Stil sehr angesprochen und ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Seine Ansichten zur Endlichkeit des Daseins decken sich auch sehr mit meinen eigenen Vorstellungen, doch ich habe das noch nie so treffend formuliert gelesen. Dieses Buch macht richtig Lust auf die Romane von Paul Auster. Sehr zu empfehlen, insbesondere wenn man im Herbst des Lebens steht. Oder ist es doch schon der Winter? Wer weiß das schon...

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