Wie man die Zeit anhält

Wie man die Zeit anhält

Softcover
4.0714
VerlustExpeditionHexenprozesseZeitreise

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Description

Wenn Liebe die Zeit besiegt

Seit kurzem lebt Tom Hazard wieder in London, wo er die faszinierende Camille kennenlernt. Auf Anhieb fühlt er sich zu ihr hingezogen. Doch er trägt ein Geheimnis in sich, von dem niemand etwas wissen darf: Tom sieht aus wie 40, in Wirklichkeit aber ist er schon über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er-Jahre erlebt und regelmäßig eine neue Identität angenommen. Eins war er dabei über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Während er Camille nun näherkommt, verändert sich für ihn alles.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
384
Price
14.40 €

Author Description

Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller ›Ich und die Menschen‹.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
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Protagonist(s)

Likable
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Developing
Multifaceted
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Pace

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Writing Style

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Bildhaft (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

112
All
5

„Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig hat mich völlig überrascht. Eigentlich sind philosophische Romane sonst nicht meine Welt – doch dieses Buch hat mich vom ersten Moment an berührt und nicht mehr losgelassen. Im Mittelpunkt steht Tom Hazard, ein Mann, der durch eine seltene Krankheit extrem langsam altert. Was zunächst wie ein Geschenk wirkt, entpuppt sich als eine tiefe, tragische Last. Haig zeichnet Tom nicht als übermenschlichen Helden, sondern als zutiefst verletzlichen Menschen, der Jahrhunderte voller Verlust, Angst und Einsamkeit mit sich trägt. Besonders die Schwere seiner Vergangenheit – der Verlust seiner Mutter, der Abschied von Rose – hat mich emotional getroffen und mir mehrfach Tränen in die Augen getrieben. Die größte Stärke des Buches ist die leise, menschliche Art, mit der Haig über Zeit, Identität und Trauma schreibt. Tom ist kein unnahbarer Unsterblicher, sondern jemand, der an seinen Erinnerungen leidet und ein Gefängnis mit sich herumträgt, das er selbst über die Jahrhunderte gebaut hat. Seine Befreiung beginnt nicht mit großen Gesten, sondern mit der Erkenntnis, dass er sein Leben endlich selbst in die Hand nehmen muss. Hendrich, der Anführer der Albatros-Gesellschaft, ist ein überzeugender Antagonist – nicht, weil er spektakulär böse wäre, sondern weil sein Machtmissbrauch, seine Manipulation und sein verletztes Ego zutiefst menschlich und erschreckend real wirken. Einige Figuren, wie Toms Tochter Marion, bleiben bewusst schemenhaft. Das hat mich zwar kurz enttäuscht, doch rückblickend passt es: Das Buch erzählt nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit. Die offenen Stellen gehören zu Toms Weg. Gerade das offene Ende macht den Roman für mich so stark. Es zwingt uns nicht, Toms gesamte Zukunft mitzuerleben, sondern lässt Raum für Hoffnung – und für die Vorstellung, dass er endlich frei leben kann. Fazit: Ein wunderschönes, melancholisches und zutiefst menschliches Buch. Warm, klug, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Es bleibt lange im Herzen. Fünf Sterne – absolut empfehlenswert.

4

Eine tolle Zeitreise

Ein wirklich tolles Buch mit vielen geschichtlichen, spannenden Hintergrundinformationen und (wie immer) einem bewegenden, tiefgründigen Kern.

4

Wie man die Zeit anhält 🕰️ Tom Hazard hat einen seltenen Gendefekt: er altert extrem langsam. Zwar sieht er aus wie 40, in Wahrheit ist er aber bereit über 400 Jahre alt. Immer wieder muss er seine Identität ändern, um nicht aufzufallen. Nun kehrt er nach langer Zeit nach London zurück und arbeitet als Geschichtslehrer - sehr passend, denn vieles hat er selbst miterlebt. Doch dann beginnt er, Gefühle für seine Kollegin Camille zu entwickeln und alles ändert sich... Seit "Ich und die Menschen" mag ich die Bücher von Matt Haig sehr (bis auf "Der fürsorgliche Mr. Crave, das zwar nicht schlecht war, bei Lesen habe ich mich aber sehr unwohl gefühlt...) und auch "Wie man die Zeit anhält" ist keine Ausnahme. ❤️ Wie immer sehr tiefgründig und gefühlvoll und zum Nachdenken anregend! Obwohl die Geschichte sehr ruhig erzält wird wurde es nie langweilig. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für das Buch! ❤️

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5

Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht hereinzufinden, die Zeitebenen wechseln ständig, was mir aber immer besser gefallen hat. Toms Lebensgeschichte anhand von Szenen aus der Vergangenheit haben mir besonders gut gefallen. Vor allem, wie er sich über die Jahre entwickelt, was seine Fähigkeit der langsamen Alterung für eine Auswirkung auf ihn selbst und sein gegenwärtiges Ich hat. Matt Haig hat hier etwas geschaffen, was ich als philosophisch, wunderbar und zum Nachdenken anregend beschreiben würde. Vieles dreht sich um den Aspekt der Zeit, wie Menschen diese wahrnehmen, wie Zeit verschwendet wird und wie Tom Zeit wahrnimmt. Es war sensationell, herzzerreißend, wirklich berührend und für mich definitiv ein Highlight. Deswegen auch ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne und das Highlightherz ❤️, welches ich dieses Jahr zum ersten Mal vergebe! Das Buch war wirklich etwas ganz besonderes für mich und wenn du die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit magst, dass philosophisch mit solch ernster Thematik umgegangen wird, dann ist der Roman definitiv etwas für dich!

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4.5

„Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig ist ein Roman über die Geschichte von Tom Hazard. Einem Mann, der aussieht wie 40, aber über 400 Jahre alt ist. Er leidet unter einer seltenen Krankheit, die ihn sehr langsam altern lässt. Im Laufe der Jahrhunderte hat er verschiedene Identitäten angenommen und viele historische Epochen erlebt. Einsamkeit begleitet ihn dabei, bis er in London die faszinierende Camille kennenlernt und sich zu ihr hingezogen fühlt Matt Haig stellt in diesen Roman nicht nur die Frage, über den Sinn des Lebens sondern auch wie schwer Einsamkeit sich auf Menschen auswirken kann.

5

Wahnsinnig gutes Gedankenexperiment!

Wer will nicht lange jung bleiben, dem Altern entrinnen und die Jugend so lange wie möglich genießen? Aber was, wenn das tatsächlich möglich ist? Matt Haig spielt diesen Gedanken bis zum Ende. Und man sieht: ganz so doll wie gedacht ist es nicht. In früheren Jahrhunderten wird man der Hexerei verdächtigt und verfolgt, auch in der Gegenwart bleibt ein Problem : Die, die man liebt, altern weiter, die eigenen Kinder sehen bald älter aus als man selbst. Da bietet es sich an, Mitglied der sogenannten Albatros-Gesellschaft zu werden. Sie organisiert alle 8 Jahre einen Ortswechsel, damit man für seine Umwelt nicht verdächtig erscheint und immer wieder neu anfangen kann. Aber: Verlieben ist strengstens verboten, das bringt nur Komplikationen mit sich. Einzige Gegenleistung des ewig Jugendlichen : er muss im Auftrag des Leiters der Gesellschaft andere Albatrosse finden und sie in die Gesellschaft ziehen. Gelingt dies nicht, muss er sie umbringen. Eine Gesellschaft, deren Regeln einfach und schutzbringend erscheinen. Oder etwa doch nicht?? Ein spannendes, mitreißendes Gedankenexperiment, ein ganz anderes Buch von Matt Haig, mit unzähligen Zeitebenen, die aber logisch und alles andere als verwirrend sind. Tolles Buch!!!

5

Geschichtsunterricht, Melodrama und Philosophie-Werk in einem. Ein wahrer Genuss.

4.5

Das Buch kann einen schon gut zum Denken anregen und zum Überdenken, was lebenswert ist und was man mit seiner Zeit anfangen kann.

5

Eine wunderbare und melancholische Geschichte über das Leben. Tom altert nicht wie alle anderen. Und in einer Zeit des Aberglaubens, ist anders sein gefährlich, für sich und jeden in seiner Umgebung. So h Zeiten ändern sich,oder nicht? Wir lesen von seiner Angst, und in den Rückblicken von seinen Erlebnissen. Und doch hat er Angst und in jedem Jahrzehnt und in jedem Jahrhundert erkennt er die gleiche Intoleranz, wie sie auch zu seiner Zeit bestanden hat. Und doch will er nur leben und lieben können,wie jeder andere auch. Mich hat es tief berührt, und mich über meine Vergangenheit etwas versöhnlicher nachdenken lassen 🥰

3

War das ne Geburt, Halleluja! Hab ewig gebraucht, um es zu beenden. Dabei habe ich mir echt viele schöne Stellen markiert, so ist es nicht aber ich brauchte einfach einen langen Atem um es zu lesen. Klar, Tom hat ja schon ein paar hundert Jährchen auf‘n Buckel, das erzählt sich nicht mal eben. Die Geschichte regt zum nachdenken an und bot auch genug Stoff zum diskutieren in unserem Buchclub. Dennoch konnte sie mich nicht vollends überzeugen und ich kann nur empfehlen, sich Zeit zu nehmen, wenn man die Geschichte liest.

5

„Wer sich davor fürchtet, zu leiden, leidet bereits unter seiner Furcht.“

Wow! Ich habe „Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig in kurzer Zeit verschlungen, weil es mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat. Der Schreibstil ist einfach wunderschön – poetisch, klar und tief berührend. Die Geschichte über das Leben, die Zeit und die Liebe regt zum Nachdenken an und bleibt einem noch lange im Kopf und Herzen. Die Charaktere sind so lebendig und nachvollziehbar, dass man mit ihnen lacht, weint und hofft. Es ist eines dieser Bücher, das man nicht nur liest, sondern erlebt. Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die nach einer außergewöhnlichen, emotionalen Geschichte suchen!

„Wer sich davor fürchtet, zu leiden, leidet bereits unter seiner Furcht.“
4

Zeitreise

DerTitel des Buches ist nicht als Versprechen gedacht, wir erfahren nicht, wie es geht, die Zeit anzuhalten. Vielmehr bekommen wir sehr detailliert mit, wie es jemandem ergeht, dem es einfach passiert. Tom, es lohnt sich hier nicht, seinen Nachnamen zu nennen, da Tom ihn stetig wechselt, oder ändern muss, altert viel langsamer, als die Mehrheit der Menschen um ihn herum. Er ist in dem gegenwärtigen Zeitstrang, es gibt noch einige mehr, bereits über 400 Jahre alt. Er selbst weiss nicht, warum es ihm so ergeht und es kann nicht wirklich gesagt werden, dass er sich darüber freut. Wie geht es einem Menschen, der länger leben muss, als sein derzeitiges Umfeld? Ja richtig, es kann diesem Menschen nicht gut gehen. Neben der steten Angst vor Entdeckung muss sein Leben von vielen, erzwungenen Abschieden geprägt sein. Dieser Mensch wird wohl früher oder später dazu übergeben, Beziehungen zu meiden, ganz zu schweigen, sich zu verlieben. Die Idee der Geschichte ist nicht neu, schon seit jeher haben Menschen sich gefragt, wie es wäre, länger zu leben. Nur scheinbar sehnen wir uns danach, mehr Zeit zu haben. Aber wenn wir nur wenige wären, die langsamer altern würden, müsste es sehr einsam machen. Auch dieses Szenario ist nicht neu und wurde schon vielfach in Literatur, Filmen oder Liedern thematisiert: „Who wants to live forever, when love must die?“ (Queen) Matt Haig, den es zu faszinieren scheint, was Leben und Sterben ausmacht, wie er in vergangenen Werken schon bewies, setzt die Geschichte vielschichtig und spannend um. Auf der Reise durch die unterschiedlichen Epochen, die Tom zu erleben hat, wird immer wieder ein anderes Gesellschaftsbild ganz lebendig wiedergegeben. Dies macht er gewohnt gekonnt. Ein Kritikpunkt allerdings habe ich, den ich gravierend finde. Er wechselt zu schnell die verschiedenen Zeitebenen, was zusätzlich zu dem aufregenden Hintergrund einer solchen Biographie eine Unruhe erzeugt, die dem Erzählfluss oft im Wege steht und mir zeitweise unangenehm war. Der Plot gestaltet sich in weiten Teilen eher behäbig, (Tom hat alle Zeit der Welt), gegen Schluss überstürzen sich die Ereignisse nicht wirklich schlüssig, als habe Haig sich beeilen wollen. Das Hörbuch, von Christoph Maria Herbst gelesen und interpretiert, fand ich hingegen sehr gelungen.

5

Großartiges Buch! Toll geschrieben, hinterlässt viele Eindrücke. Matt Haig ist immer ein guter Griff 😊

4

Ein Buch über ein langes Leben und sehr viel Zeit.

Es ist nicht sein bestes Buch, aber dennoch gefiel es mir sehr gut. Sicher sind in so einer Geschichte hier und da winzige Logikfehler, aber im allgemeinen hatte sie eine schöne Aussage. Vor allem die geschichtlichen Erwähnungen gefielen mir sehr, wenn ich mir hier und da vielleicht auch am liebsten die Ohren zugehalten hätte beim Hören, wenn Shakespeare eine zweifelhafte Persönlichkeit angehängt wurde. Dennoch alles in allem sehr unterhaltsam mit tiefgründigen Passagen. ⭐️⭐️⭐️⭐️ Klare Empfehlung

3

Zwischen Jahrhunderten und Gefühlen: Eine leise Geschichte über das Leben

Wie man die Zeit anhält erzählt die Geschichte von Tom Hazard, der aufgrund einer seltenen Krankheit extrem langsam altert und dadurch Jahrhunderte erlebt. Statt klassischer Unsterblichkeits-Fantasy ist es ein ruhiger, nachdenklicher Roman über Zeit, Einsamkeit und die Frage, wie man wirklich lebt. Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zeigt eine Figur, die zwar unendlich viel Zeit hat, aber lange nicht weiß, was sie damit anfangen soll. Historische Begegnungen (u. a. mit Shakespeare) sind interessant, bleiben aber im Hintergrund – im Fokus steht Toms innere Entwicklung. Die Albatross Society kontrolliert Menschen wie ihn mit strengen Regeln (keine Liebe, kein Auffallen), was zu einem Leben voller Distanz führt. Erst in der Gegenwart beginnt Tom, dieses System zu hinterfragen. Emotional tragen vor allem drei Figuren die Geschichte: seine frühere Liebe Rose, seine verschwundene Tochter Marion und schließlich Camille in der Gegenwart. Sie stehen für Verlust, Hoffnung und die Angst vor Nähe. Der Wendepunkt ist eine innere Entscheidung: Tom hört auf zu fliehen, widersetzt sich der Organisation und entscheidet sich, im Moment zu leben – trotz Risiko. Fazit: Ein ruhiger, philosophischer Roman mit melancholischem Ton. Keine Action, sondern eine klare Botschaft: Zeit allein macht kein erfülltes Leben – erst durch Liebe, Verbindung und Mut bekommt sie Bedeutung.

3

Das Klischee des dreckigen Mittelalters wird leider sehr stark propagiert. Sonst gibt es viele ästhetiksprenkler und den ein oder anderen Witz. Sehr Handlungsbetrieben, was mir gefiel, allerdings erschienen mir die Entscheidungen des Protagonisten nicht immer plausibel.

4

Tiefgründiges und schönes Buch

Die Geschichte ist sehr schön und die Bedeutung dahinter sehr tiefgründig. Matt Haig möchte ihn diesem Buch zeigen, dass man das Leben im Augenblick geniessen soll und nicht gross in die Vergangenheit oder in die Zukunft zu denken … Das Lesen war für mich aber trotzdem ein bisschen anspruchsvoll, da es viele verschiedene Zeiten gibt. Das Buch empfehle ich sehr zum Lesen.

5

Durch die Jahrhunderte, direkt ins Herz 🕰️ 💫

Ein wunderschönes Buch! Es ist keine klassische Zeitreisegeschichte. Man begleitet den Protagonisten durch verschiedene Epochen und erlebt, wie sich die Welt verändert. Die Geschichte ist berührend, poetisch und schön zu lesen. Sie geht ans Herz, regt zum Nachdenken an und bleibt noch lange im Kopf. Eine klare Empfehlung!

Durch die Jahrhunderte, direkt ins Herz 🕰️ 💫
4

Das Ende kam mir etwas schnell, aber ansonsten ein schöner Roman 🙂

4.5

[…] und wir können uns immer nur an unsere Erinnerung der Wirklichkeit halten, nicht an die Wirklichkeit selbst, zwei Dinge, die verwandt, aber nicht dasselbe sind.

Ein richtig tolles Buch! So besonders, mit so vielen wahren Aussagen. Zum ersten Mal hat mir Geschichte Spaß gemacht, es war wirklich toll geschrieben.

[…] und wir können uns immer nur an unsere Erinnerung der Wirklichkeit halten, nicht an die Wirklichkeit selbst, zwei Dinge, die verwandt, aber nicht dasselbe sind.
3.5

Geschichte hautnah

Die Idee hinter dem Buch von Matt Haig ist nahezu simpel und einfach. Was passiert bei Menschen, die langsam altern und über mehrere Jahrhunderte leben? Bei diesem Buch gefielen mir vor allem die Atmosphäre, die Einbindung historischer Persönlichkeiten und die Nähe, die man zu dem Hauptcharakter aufbaut und mitfühlen lässt. Dennoch muss ich dazu sagen, dass die zahlreichen Sprünge in der Zeit den Lesefluss beeinflussten und das mir das Ende mit der Entscheidung des Hauptcharakters abgeschnitten vorkam. Die Darstellung des Zusammenhangs von Zeit und Geschichte ist trotzdem sehr gelungen. So ist „die Vergangenheit kein isolierter Ort. Sie ist viele, viele Orte, die jederzeit in der Gegenwart auftauchen können.“

4

Wieder eine fantastische Geschichte von Haig, in die ich jedoch leider nicht ganz eintauchen konnte. Dennoch sehr unterhaltsam und mit vielen Weisheiten, die zum Nachdenken anregen.

4

Tom Hazard ist 41 Jahre alt und zur Zeit Geschichtslehrer in London. Warum zur Zeit? Nun ja, Tom ist eigentlich schon über 400 Jahre alt, denn nur alle 15 Jahre altert er um ein Jahr. Geboren wurde er 1581.1599 wurde seine Mutter als Hexe verbrannt. Er entflieht dem Ort und den Leuten und lernt in London Rose und ihre kleine Schwester Grace kennen. Rose ist seine große Liebe, sie bekommen eine Tochter, doch um beide nicht zu gefährden, muss er sie verlassen. 1891 "outet" er sich gegenüber einem Wissenschaftler…ein paar Tage später ist dieser tot, weil er Toms Phänomen in einer Schrift veröffentlichten wollte. Dann trifft er Agnes, die schon 1407 geboren wurde. Sie hat den Wissenschaftler getötet, zum Schutz der Albatross Society. Hendrich Pietersen hat diese Gesellschaft gegründet, um Menschen wie Tom und Agnes, die seeehr langsam altern u Jahrhunderte leben, zu beschützen. Agnes bringt Tom nach New York und so lernt Tom Hendrich und die Regeln dieses langen Lebens kennen. Doch inzwischen sieht Tom dieses Leben als Fluch an und will aus dem Endloskarussell aussteigen. Aber vorher muss er seine unbedingt Tochter finden… Einschätzung: Eine ganz spannende Idee hat Matt Haig hier als Roman verarbeitet, nicht Unsterblichkeit, sondern ein ganz langes Leben. Aber ist das wirklich so erstrebenswert, wenn die erste und wichtigste Regel für dieses Leben lautet: du darfst dich nicht verlieben? Und wenn du etwa alle 8 Jahre den Ort wechseln musst, damit niemandem auffällt, dass du nicht alterst? Gut, in seinem Fall hat er bereits im Jahr 1599 Shakespeare persönlich kennengelernt und ist mit ihm im berühmten Globe Theatre aufgetreten, hat F. Scott Fitzgerald und Zelda 1928 in Paris in einer Bar getroffen, ist mit Cook auf der Adventures gesegelt, aber um welchen Preis? Fazit: absolut lesenswert!

5

Ein absoluter Seelenwärmer ♥️

Habe das Buch soeben beendet und fühle mich wunderbar. Matt Haig versteht es wirklich mit Worten umzugehen. Das Buch enthält so so schöne Sätze und Formulierungen. An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Übersetzerin Sophie Zeitz!

5

Hach … was für eine wunderbare Geschichte. Eine sehr ruhige, aber dennoch fesselnde Geschichte über Tom der nur extremst langsam altert & was er erlebt/erleidet. Man schnuppert in diverse zeitliche Epochen, mit ihren diversen Errungenschaften, Sorgen und Problemen. …und es geht um Ängste und wie Tom und einige andere damit umgehen (lernen). 💚 Grandios einfühlsam gelesen von Christoph Maria Herbst!

4

Fesseldes Buch, allerdings mit Unbehagen auslösenden Szenen.

Sprachlich schön geschriebenes Buch. Für mich waren ein paar sehr persönlich Belastende Szenen vorhanden. Die letzten Kapitel gingen mir ein wenig zu schnell. Aber die Story wurde durchgänig getragen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht sie zu lesen.

5

In welcher Zeitform lebst du?

5

Es war einmal vor 439, als Tom Hazard das Licht erblickt. Seine Mutter merkt schnell, dass er langsamer altert als seine Spielkameraden was auch sein Umfeld merkt. Und so wird seine Mutter als Hexe im Fluss ertränkt. Tom flieht, um nicht selber in Gefahr zu geraten. Unterwegs trifft er auf Rose, und verliebt sich in sie. Doch schnell merkt er, dass diese Liebe eine Gefahr birgt, denn Rose wird schneller altern und vor ihm sterben, bevor er überhaupt wirklich altert. Dennoch bekommen beide die gemeinsame Tochter Marion. Doch Tom weiß, dass aufgrund seiner Veranlagung schon seine Mutter sterben musste, und er will nicht auch noch seine Frau und Tochter gefährden, und flieht alleine. So lernt er Shakespeare kennen, Charlie Chaplin, und erlebt die Entdeckung neuer Kontinente, und weitere wichtige Ereignisse der Geschichte, ohne aktiv beteiligt zu sein. Irgendwann trifft er auf eine Gesellschaft, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, sich um diese „Seltsamen“ zu kümmern, die langsamer altern als alle andere. Deren Oberster „Hendrich“ schickt Tom ca. alle 8 Jahre an einen anderen Ort, vorausgesetzt, er hat einen anderen Alba (also einen Seltsamen) gefunden. Tom macht hier nur mit, weil er erfahren hat, dass seine Tochter Marion seine Veranlagung geerbt hat, und auch noch am Leben ist. Doch das ganze gerät aus den Fugen, denn Tom fragt sich schon länger, ob es das ganze wert ist. Um die Gefühle aller zu schützen, soll er sich nicht verlieben, denn er könnte jeden weiteren Menschen überleben, und er müsste erneut mit dem Verlust klarkommen. Kann das Tom aushalten? Welche Rolle spielt seine Lehrerkollegin Camille in Toms Leben, und werden sich Tom und Hendrich einigen können? Dieses Buch habe ich mehrfach in den sozialen Netzwerken gesehen. Es ist mir aufgrund des blaugelben Covers aufgefallen, und auch wegen dem Mann, der vor einem großen Ziffernblatt sitzt, das fast schon wie ein Vollmond anmutet. Denkt dieser Mensch über den Begriff Zeit nach? Was empfinden wir als Zeit? Und wie wollen wir unsere Zeit auf Erden verbringen? Ja, dieses Buch ist doch recht philosophisch geschrieben, und lässt einen Nachdenken. Wie empfinden die Menschen Zeit? Ein Liebender wird die Zeit anders empfinden als ein kranker Mensch. Auch für Menschen, die ihren Platz im Leben gefunden haben, wie der Surfer Omai, ist die Zeit anders als für Tom, der durch die Zeit und Welt wandert, weil er nicht angekommen zu sein scheint. Bist du allein, ist die Zeit vielleicht zäher als wenn du deinen Seelenpartner an der Seite hast. Auch welche Rolle die Liebe in der Zeit spielt ist eine berechtigte Frage. Matt Haig muss sich sehr intensiv mit der Zeit beschäftigt haben. Auch wenn er für sich vielleicht eine Antwort gefunden hat, lässt er es dem Leser offen, die Fragen für sich selber suchen. Mich hat das Buch sehr fasziniert. Die Geschichte Toms, der sich durch die Geschichte und Welt tummelt, finde ich sehr schön. Sie kommt erst einmal ohne große Spannung aus, die für meine Begriffe auch gar nicht nötig ist. So hat mich fast Hendrichs Ableben irgendwie gestört, da dieses fast übertrieben wirkt. Und doch: das Gesamtpaket stimmt. Haig regt zum Nachdenken an: Wo siehst du dich in 10 oder 20 oder sogar 40 Jahren? Was würdest du machen, wenn du mehrere Jahrhunderte Zeit hättest zu leben, würdest du anders dein Leben gestalten? Womit kannst du dich zufrieden geben: mit den kleinen Dingen oder muss es etwas spektakuläres sein? Was bedeutet es, ein Leben wie alle anderen zu leben, denn die Geschichte hat gezeigt, dass sich vieles wiederholt. Wie kann man sich von den anderen abgrenzen? Das mag nun etwas philosophischer anmuten, als es wirklich ist, und dennoch hat mich Matt Haig zum Nachdenken angeregt. Toms Geschichte und Lebensweg ist einzigartig, ebenso das der anderen Albas, und es ist toll, durch die Geschichte zu reisen. Dennoch kommt man nicht um den Gedanken Zeit herum. Ein sehr gelungenes Buch, das man bewusst lesen sollte.

5

Perfekte Mischung aus Allem

Sehr schönes Buch über die Zeit, das Leben und die Liebe, gespickt mit ein bisschen Fantastie (: Geschichtliches wird anschaulich und liebenswert verpackt wiedergegeben Unerwartete Wendung, happy End Viel Material zum Schmunzeln und Nachdenken

4.5

Was, wenn wir hunderte Jahre Zeit zu Leben hätten?

Das Leben von Tom Hazard ist ein Besonderes. Er altert viel langsamer als normale Menschen und so sieht er aus wie 40, ist aber bereits über 400 Jahre alt. Was das mit ihm und seinem Leben macht erfährt man in dieser Geschichte. Die Vorstellung, dass er so viele Jahrzehnte und Jahrhunderte des Wandels, der Tragödie, des Fortschritts und schillernder Persönlichkeiten miterlebt hat ist faszinierend und ich denke, dass es keinen besseren Geschichtslehrer geben kann als ihn, der alles live miterlebt hat und es so lebendig und interessant an die Schüler vermitteln kann. Der Schreibstil von Matt Haig ist ruhig, nachdenklich und gleichzeitig sehr poetisch. Zwei meiner Lieblingsstellen lauten "Wir können die Zukunft nicht kennen. Wir sehen die Nachrichten und denken, alles geht den Bach runter. Aber wir können es nicht wissen. Das ist das Wesen der Zukunft. Wir kennen sie nicht. Irgendwann müssen wir uns damit abfinden. Wir müssen aufhören, nach vorn blättern zu wollen, und uns stattdessen auf die Seite konzentrieren, auf der wir gerade sind." sowie "Wenn ich jemanden mit einem Buch sehe, habe ich jedes Mal das Gefühl, die Zivilisation sei ein kleines bisschen sicherer geworden." Die Kapitel wechseln zwischen der Gegenwart und verschiedenen Erlebnissen in der Vergangenheit, was die Geschichte für mich anfangs etwas verwirrend gestaltet hat, weil ich nach dem roten Faden gesucht habe und erst später verstanden habe, dass es keine chronologische Erzählung ist, sondern dass er eher spontan aus dem Bauch heraus Erfahrenes wiedergibt, um sein Leben zu beschreiben. Die Geschichte lässt einen über das eigene Leben und die Erfahrungen nachdenken und gibt der begrenzten Zeit in unserem Leben einen Wert und erinnert uns daran, die Gegenwart in allen Zügen zu genießen.

5

Ein Buch wie eine Kuscheldecke aus Philosophie, gelebter Geschichte und einer heissen Schokolade aus Worten :)

Matt Haig ist es mal wieder gelungen, ein Buch voller Wärme zu schreiben. Tiefgründig, teils philosophisch und einfühlsam liest man aus dem beeindruckenden aber auch einschüchternden Leben von Tom Hazard, dem 400-jährigen Geschichtslehrer. Davon, seinen Platz in einer sich immer schneller verändernden Welt zu finden, sich gegen die Unsicherheit und Angst in unserer Gesellschaft zu behaupten und offen mit seinen Gefühlen zu sein.

5

Ein Moment der Ewigkeit.

Dieses Buch hat mich nicht nur von einer hartnäckigen Leseflaute geheilt. Seine Worte haben sich tief in mir festgesetzt, mich im Alltag begleitet und inspiriert. Der Autor hat den Sci-Fiktionaspekt so gekonnt kreiert, das man ihn fast als theoretisch möglich erachten konnte. Vielleicht ist es das ja wirklich? Dass der Protagonist so viele bekannte Zeitgenossen hatte, störte mich zuerst. Letzlich wird es aber dadurch greifbarer und magischer. Ein Grund mehr, auf seinen besonderen Charakterzug neidisch zu werden - oder etwa nicht?

5

Der Roman "Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig handelt von dem 439 jährigen Tom Hazard, der in seinem langen Leben schon einiges erlebt hat. Der Klappentext lässt eine Liebesgeschichte vermuten und die Liebe ist auch ein zentrales Thema in dem Buch, doch ganz anders als man erwartet. Tom Hazard hat Angst zu lieben und Angst zu leben. Über 400 Jahre lebt er auf der Flucht. Aber er lebt und das nur, weil er es seiner Mutter und seiner ersten großen Liebe (die bereits vor Jahrhunderten gestorben ist) versprochen hat. Er lebt, weil er seine Tochter finden möchte, die genau wie er nur sehr langsam altert. Es gibt mehr Menschen wie ihn, doch ob die anderen "Albatrosse", wie sie sich nennen, wirklich seine Freunde sind? Matt Haig schafft es, die Geschichte von Tom Hazard so zu schreiben, dass der Leser sie glaubt. Es gibt keine actiongeladenen Szenen oder überaus spannenden Cliffhanger. Aber genau das macht die Story so echt, so lebendig. Sie beschreibt ein Leben. Geschichte kann oft trocken sein. Viele Menschen können mit der Vergangenheit nichts anfangen, weil es soweit weg so abstrakt scheint. Dieses Buch schafft eine gewisse Lebendigkeit. Historische Persönlichkeiten, wie Shakespeare, F. Scott Fitzgerald oder Charlie Chaplin werden zu ganz gewöhnlichen Menschen. Matt Haig macht die Vergangenheit lebendig. Er zeigt, dass jede Epoche ihre Menschen hatte, Menschen, die nichts von der Zukunft wussten, so wie wir die Zukunft auch nicht kennen. "Es gibt nur eine Sache, die den Menschen ausmacht, und das ist die Menschlichkeit." Der Roman ist in der Ich-Persektive geschrieben, sodass eine gewisse Nähe zwischen Protagonist und Leser entsteht. Tom Hazard teilt mit dem Leser für ihn wichtige Elemente aus seiner Vergangenheit und gleichzeitig begleitet der Leser ihn in die noch ungewisse Zukunft. Die Story ist in fünf Teilen geschrieben, welche jeweils noch einmal durch kurze Kapitel gegliedert worden. Das Buch ist voll mit Zeitsprüngen vom 16. Jahrhundert über die 1920er Jahre bis in das 21. Jahrhundert und trotzdem schafft es Haig, dass man im Lesefluss bleibt. Ich wollte für meine Rezension eigentlich mit mehr Zitaten arbeiten, aber dieses Buch ist einfach voll mit unglaublich guten Weisheiten über das Leben und über die Zeit, man muss es selbst gelesen haben. Mir hat die kleine Zeitreise mit Tom Hazard sehr gut gefallen und ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der lebendige Geschichten mag.

5

Auf das neue Buch von Matt Haig war ich sehr gespannt, zuvor habe ich von ihm Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben und Echo Boy gelesen, beides tolle Bücher, die mich aber nicht völlig überzeugen konnten. Das Thema mit dem langsamen Altern fand ich hier sehr interessant, gerade auch in Verbindung mit der Liebe und sozialen Kontakten. Und ich kann sagen, Wie man die Zeit anhält, konnte mich restlos überzeugen. Tom Hazard ist alt, sehr alt. So sieht er gar nicht aus, vom Aussehen her sieht der Geschichtslehrer aus wie 40, doch in Wirklichkeit sind es eher 400 Jahre, die er an Lebenszeit zu verbuchen hat. Da denkt man sich nun, ach wie toll. Da hat er bestimmt einige schöne Dinge erlebt, solange zu leben ist bestimmt klasse. Doch auf den zweiten Blick ist dieser Umstand nicht mehr so attraktiv. Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen und wechselt bunt. Am Anfang eines jeden Abschnitts, wenn sich die Zeit ändert, steht immer der Ort und die Jahreszahl, so hat man immer einen guten Überblick. Und so berichtet Tom dem Leser, wie schwierig es war in Zeiten der Hexenverbrennungen mit so einer Veranlagung zu leben. Und wie er seine erste Liebe fand und wie es war, die Zeit ohne sie zu überdauern. Die Geschichte empfand ich als sehr ruhig, aber nicht minder spannend und fesselnd. Ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen gelesen, und wenn ich nicht weiter lesen konnte, so habe ich bei der Arbeit an die Geschichte gedacht, da sie mich nicht losgelassen hat. Es gibt kein großes Drama, ein paar Spannungsmomente sind zwar vorhanden, aber trotzdem war da nicht dieses künstliche Drama, wie es oft zu Spannungszwecken erzeugt wird. Trotzdem wollte ich immer weiter lesen und mehr über Tom und seine Geschichte erfahren und natürlich auch, ob es für ihn ein Happy End geben wird. Die Geschichte spielt in verschieden Ländern und Städten, doch ein Hauptteil spielt in London, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die geschichtlichen Einflüsse haben mir gefallen. Fazit: Eine richtig tolle Geschichte über einen Mann, der sehr langsam altert. Ruhig, spannend, fesselnd und intensiv. Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt.

4

Wenn Liebe die Zeit besiegt Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er ‒ und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles. Die Diagnose lautet Anagerie sehr interessant.

5

Dies ist eine wundervolle Geschichte. Der Anfang erinnerte mich ein wenig an das Buch von V. E. Schwab -das unsichtbare Leben der Addie Larue, der Verlauf ist ein völlig anderer, wobei die Basis sich sehr gleicht. Die Charaktere sind wunderbar geschaffen, sie entwickeln eine grandiose Tiefe und waren für mich als Leser sehr ansprechend. Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, sie hat einen ansprechenden Verlauf. Der Leser kann alles gut nachvollziehen und die Welt, wie sie uns Matt Haig vorstellt, ist grandios. Die Schreibweise mag ich sehr. Eine fantastischer Roman.

3.5

Ich fand das Buch insgesamt gut, vor allem der geschichtliche Aspekt hat mir wirklich gefallen - es war spannend zu lesen, wie die Figur die verschiedenen Epochen erlebt. Allerdings war es mir stellenweise zu gezwungen philosophisch, fast so, als wollte das Buch unbedingt tiefgründig sein. Auch das Ende hat mich nicht ganz uberzeugt, es wirkte mir etwas zu einfach und glatt. Trotzdem eine interessante Geschichte mit einer tollen Idee - deshalb 3,5 von 5 Punkten.

4

Echt sehr spannend, immer wieder Sprüche übers Leben , sehr emotional und tiefgreifend

4.5

Ach ich fand’s so schön, so poetisch. Ich hab’s richtig gerne gelesen und bin super gerne mit durch die Zeit gereist. 400 Jahre Leben hat mich fasziniert und erschreckt zugleich. Es hat mir auf jeden Fall klar gemacht, so alt möchte ich nicht werden. Fand das Ende leider super abrupt und irgendwie too much deswegen gibts n halben Stern weniger. Sonst hab ich mich echt verguckt in das Buch.

3

Unterhaltsame Reise durch die Geschichte

Unterhaltsame Reise durch die Geschichte mit Tom, dem derzeitigen Geschichtslehrer, der nur sehr langsam altert und aktuell 439 Jahre alt ist. Gespickt mit interessanten Zeitsprüngen wird seine Geschichte erzählt. Die Erinnerungen lösen beängstigende Symptome aus. Und er lebt für die Suche nach seiner Tochter, die ist wie er. Entstanden aus der einzigen Liebe, die er je hatte.

4

Eine schöne und interessante Geschichte über verschiedenen Epochen. Hat mich etwas an "das unsichtbare Leben der Addie LaRue" erinnert. Am Ende ging mir dann allerdings alles etwas zu schnell.

4.5

wunderschön

eine richtig tolle Geschichte, die jeder gelesen haben sollte :)

3

Notiz an mich selbst: Schreibe in Zukunft die Rezensionen zu allen Buchclub-Büchern vor dem abschließenden Treffen dazu. Du kannst das Buch danach nicht mehr nur nach deinem Geschmack bewerten. Die Einwände aller anderen Mitglieder beeinflussen deine eigene Meinung dazu. Du machst dir das Leben dadurch nur selbst schwerer... Was bei diesem Buch besonders spannend war, ist, wie unterschiedlich es von uns wahrgenommen wurde. Naja, eigentlich finde ich das bei allen Buchclubbüchern spannend. In der Gruppe kommen Menschen mit ganz unterschiedlichen Buchgeschmäckern zusammen und allen fällt etwas anderes auf. Beispielsweise bewerteten wir die Ausgangssituation ganz unterschiedlich: Während es ein Teil der Gruppe schrecklich fand, so langsam zu altern, wie es hier der Protagonist tut, fanden andere diese Idee gar nicht so abstoßend. Während einige es voll und ganz nachvollziehen konnten, dass sich der Protagonist nach seinen Erfahrungen mit der katholischen Kirche und der Hexenverfolgung isoliert, hielten es andere (unter anderem ich) für eine viel bessere Idee, wenn sich die langsam alternden Menschen (und vielleicht auch ihre Angehörigen) zusammenrotten würden und zusammen eine eigene, kleine Parallelwelt aufbauen würden. Warum will man denn auch bitte so unbedingt Teil einer Welt sein, wenn man einfach nicht zu dieser Welt passt? Vor allem, wenn man seine Zeit genauso auch mit Menschen verbringen könnte, die zumindest in manchen Aspekten gleich oder sehr ähnlich sind wie man selbst? Ja, ich kann es schon versteht, wenn ich die Erfahrungen des Protagonisten bedenke, aber ich denke, dass bei einem Dorf der Fast-Unsterblichen inmitten einer sterblichen Welt eine interessantere Geschichte entstanden wäre. Und eine interessantere Geschichte, die hätte es meiner Meinung nach gebraucht. Ich hatte hier vor allem das Problem, dass der Protagonist zwar so viele Geschichten aus seinem Leben erzählt, aber wir nur wenige wirklich miterleben dürfen. Dafür erfahren wir viel über seinen aktuellen Alltag als Lehrer. Tut mir leid, aber im Vergleich zu Expeditionen auf Entdeckerbooten, Treffen mit den Fitzgeralds oder einer Zusammenarbeit mit Shakespeare ist das meiner Meinung nach einfach langweilig. Und auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen ihm und einer anderen Lehrerin entwickelte, machte das Ganze meiner Meinung nach nicht spannender. Vor allem, weil hier sehr stark das Klischee der unsterblichen wahren Liebe bedient wird. Der Protagonist hatte nämlich vor Ewigkeiten eine andere Beziehung und eine Familie mit einer Frau, die er in der Zwischenzeit an den Tod verloren hat. Sorry, aber sowas halte ich einfach für nicht glaubwürdig. Vielleicht höre ich mich jetzt an, wie ein gefühlsloser Mensch, aber sollte man innerhalb mehrerer Jahrhunderte nicht irgendwann wieder selbst zu leben (und zu lieben) beginnen, auch wenn ein lieber Mensch verstorben ist? Ich habe allerdings auch noch nie einen Partner auf diese Art verloren, widersprecht mir also bitte einfach, falls ich hier Schmarrn schreibe. Nachvollziehbarer fand ich die Tatsache, dass sich der Protagonist immer noch auf der Suche nach seiner Tochter befindet, die wahrscheinlich ebenfalls nur sehr langsam altert. Aber auch auf dieser Handlungsebene passierte leider nicht viel. Er denkt viel über seine verschollene Tochter nach, von einer aktiven Suche bekommen wir als Leser:innen aber leider nicht viel mit. Mein Fazit? Nun, dieser Roman hat für viele Diskussionen und für Gedankenspiele innerhalb der Gruppe gesorgt. Es handelt sich bei diesem Text meiner Meinung nach leider aber um einen der eher schwächeren Texte von Matt Haig.

5

Der Klappentext verspricht etwas anderes als es dann ist. Und was ist, ist viel besser. Ein sympathischer Protagonist und eine spannende Idee gut zu Ende gedacht.

5

Inhalt (in meinen Worten): Was wird man, wenn man eigentlich alles werden könnte, was man sich wünscht und im Grunde schon überall war? Genau: Geschichtslehrer. Tom Hazard möchte etwas solides und das nach all den Jahrhunderten. Er möchte nicht mehr das Leben führen, was ihm aufgedrückt wurde. Denn Tom ist schon über 400 Jahre alt und hat sogar mit William Shakespeare (wie cool ist das denn, bitte?!) zu tun gehabt. Seine Mutter wurde als Hexe ertränkt und er musste mit dieser Schuld leben, denn im Grunde sind die bösen Menschen nur seinetwegen auf die Idee gekommen: Tom altert nicht oder zumindest nicht, wie ein normaler Mensch. Jetzt, mit über 400 sieht er halbwegs aus wie 40. Er hat sich eigentlich mit all dem arrangiert, wäre da nicht die Suche nach seiner Tochter - die denselben Gendefekt wie ihr Vater hat und ebenfalls nie wirklich altert. Aber Tom hat sich im Laufe der Zeit verändert und wird misstrauisch. Als er die französisch Lehrerin Camille kennen lernt, wird ihm etwas zum Verhängnis: Die 'Albatros' Regel Nummer 1 lautet: "Du darfst dich nie verlieben." Stil: Ich muss gestehen, ich hab mir dieses Hörbuch lange zur Seite gelegt, weil ich irgendwie befürchtet hatte, dass mir der Hype um dieses Buch die Sicht verschleiern würde. Die Sicht auf meine eigenen Gedanken und Empfindungen. Aber ich hatte mich geirrt. Denn dieses Werk wird zurecht so in den Himmel gelobt (wobei es natürlich auch einige gibt, die es nicht mögen). Da ich hier nur das Hörbuch und nicht den allgemeinen Schreibstil bewerten kann, möchte ich auf Christoph Maria Herbst als Sprecher kurz eingehen. Durch das Fernsehen kannte ich ihn natürlich schon länger und war sehr neugierig darauf, wie er diese Geschichte interpretieren würde. Denn mit dem Sprecher steht und fällt jedes Hörbuch - egal wie die Geschichte letztlich sein mag. Christoph Maria Herbst hat alles wunderbar umgesetzt: Tom stottert manchmal, wenn er nervös ist. Man fühlt, wenn er seine Kopfschmerzen hat oder ihn etwas auf den Magen schlägt. Wenn er wütend oder frustriert ist. All diese Eigenschaften und Emotionen hat Herr Herbst wirklich gut äußern können, auch die weiblichen Figuren in dieser Geschichte. Meiner Meinung nach liegt hier in der Schlichtheit großes Kino. Fazit: Wunderbar ausgearbeitete Charaktere, gute geschichtliche Recherche und einen wirklich sympatischen Protagonisten. Tom muss, wie alle andere Albatrosse, alle 8 Jahre seine Identität ändern. Oder müsste, sollte es hier heißen. Denn nicht jeder zieht am selben Strick und manche haben sich so gut eingenistet, dass es Albatrosse gibt, die diese Menschen ... Ich mag Tom sehr als Charakter. Er ist freundlich, aber weiß, was er will. Besonders auf der Suche nach seiner Tochter ... Es ist kein Zeitreiseroman, wie ich zunächst geglaubt hatte. Sondern es zeigt das Leben von Tom, aber er erzählt nur über ein paar Ereignisse in seinem langen Leben - nicht alles, was ich durchaus zu schätzen weiß. Denn alles wäre vermutlich zu viel gewesen und möglicherweise unübersichtlich. Aber so hatte man den Überblick behalten können und wusste immer, an welchem Ort und zu welcher Zeit dieser Protagonist war. Mein absolutes Highlight war natürlich alles, was mit William Shakespeare zu tun hatte. Denn Matt Haig hatte ihn anders beschrieben, als man es normalerweise kennt und ich finde, er hat meine eigenen Erwartungen an den Engländer sehr gut erfüllt und ihn zu jemanden gemacht, den er durchaus hätte sein können. Ich bin froh, dass Tom ihn begegnet war, denn somit ist wieder bewiesen, dass William Shakespeare gelebt hat ;-) Es geht in diesem Buch um alles oder nichts. Um das große Ganze und alles, was dazwischen ist. Selbst Kleinigkeiten können zu einem wichtigen Punkt im Leben werden oder gänzlich in der Unwissenheit verblassen. Für mich ist dieses Hörbuch ein wirkliches Ereignis gewesen. Christoph Maria Herbst hat nicht gepresst gewirkt. Sondern alles wundervoll harmonisch erzählt, so, als hätte er sich wirklich mit dem Buch beschäftigt. Gesamtbewertung: Cover: Wunderbar. Es passt gut und zeigt Tom, wie er wirklich auf mich gewirkt hatte: nachdenklich. 5/5 Titel: 'Wie man die Zeit anhält': Eigentlich hält er nicht die Zeit an. Aber dadurch, dass sie sie nicht so altern wie wir, wirkt es so. 4.5/5 Inhalt: Es ist ein sehr ausdrucksstarkes Buch mit vielen Ereignissen, aber alles gut geschildert. Die Umgebung und alles, was man gehört (gelesen) hat, wirkt stimmig und nicht aufgetragen. Die Charaktere sind ausgearbeitet und wirken nicht, als seien die gerade erst für sie eine Seite geschaffen.

5

Was ist, wenn mal langsamer altert als andere - Ein schöner Roman über einen Mann der seit mehr als 400 Jahren lebt.

Die erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben. Niemals! Matt Haig entführt uns in diesem Roman in das Leben eines Mannes der nicht zu altern scheint. Welche Gefahren, Entbehrungen und Geheimnisse das mit sich bring wird uns anhand des liebenswerten Protagonisten Tom Hazard erzählt. Ein packender Roman über das Leben in einer sich verändernden Welt mit unterschiedlichen Weltauffassungen und Glauben. Eine gefährliche Reise für unseren Protagonisten. Was passiert, wenn sein Geheimnis gelüftet wird. Was passiert wenn er sich verliebt? Kann er noch lieben. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Ein wundervoller Schreibstil und eine absolute Leseempfehlung, wenn man auch mal einen ruhigen aber dennoch spannenden Roman haben will. Matt Haig ist mit diesem Roman definitiv auf der "Ich will noch mehr von ihm lesen" - Liste gelandet.

3

Joa. Mit klassischer Musik im Ohr liest sich das Buch am Besten. Sie unterstützt den melancholischen Vibe sehr. Denn melancholisch ist das Buch. Ein 400-jähriger Mann schwelgt in Erinnerungen und trauert seiner Vergangenheit nach, die ziemlich umfassend ist. Doch vor allem trauert er seiner Freiheit nach und da sind wir beim Thema Selbstmitleid. Der Protagonist suhlt sich darin, hat es sich schön bequem gemacht. Man müsste meinen, mit 400 Jahren auf dem Rücken würde man aus seinen Fehlern lernen und seine Naivität ablegen... Das Buch war ein guter Zeitvertreib.

4

Ich wette, Jared Leto war die Vorlage für dieses Buch.

5

Sehr spannendes Buch mit kleinem Plottwist am Ende. Hab es regelrecht vershclungen.

4

Ein absolutes Muss für jeden, der nach einem Buch sucht, das sowohl intellektuell anregend als auch emotional bewegend ist.

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4) "Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig ist ein bemerkenswertes Buch, das sich mit einer Vielzahl von Themen auseinandersetzt, darunter Zeit, Liebe, Verlust und die menschliche Existenz. Die historischen Einblicke verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe und Faszination. Doch die wahre Essenz des Buches liegt in der Suche nach Bedeutung und der Sehnsucht des Hauptcharakters nach einer normalen menschlichen Existenz. Er lebt unter falschem Namen und wechselt oft seinen Wohnort, um seine wahre Identität zu verbergen. Matt Haig beeindruckt mit seinem Schreibstil, der sowohl poetisch als auch zugänglich ist. Er verwebt die verschiedenen Zeitebenen und schafft es, die Gefühle und Gedanken des Hauptcharakters auf eine Weise darzustellen, die den Leser in die Geschichte hineinzieht. Am Anfang können die Sprünge des Autors in den Zeitebenen verwirrend sein, da hätte ich mir mehr Kontinuität gewünscht. Die Charaktere sind vielschichtig und gut entwickelt. Die Geschichte regt dazu an, über die Bedeutung von Zeit, Liebe und Verlust nachzudenken und wie wir diese kostbaren Momente in unserem eigenen Leben wertschätzen können. Ich hätte mir allerdings etwas weniger Melancholie und mehr Spannung gewünscht, denn auf der Handlungsebene passiert nicht wirklich viel, deshalb nur vier Sterne statt fünf. Es ist allerdings ein Buch, das lange nach dem Lesen in Gedanken bleibt und zum Nachdenken anregt.

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