Die Story war vielversprechend aber leider hat mich das Buch nicht bekommen. Es war mal wieder ein Bauch über einen gequälten Protagonisten, der die Last der Welt auf seinen Schultern trägt anstatt einfach seine Gabe zu genießen… Man wartet sehr lange bis sich die Handlung entwickelt. Die Zeitsprünge verwirren am Anfang mehr als das sie einem helfen. Den„Plotttwist“ habe ich leider genauso erwartet und hat mich nicht überrascht.
Das ist mein zweites Buch von Matt Haig – und vermutlich auch mein letztes. Irgendwie funktioniert bei mir weder sein Schreibstil noch die Art, wie er Geschichten erzählt.
Die Idee von „Wie man die Zeit anhält“ ist eigentlich richtig gut: Tom sieht aus wie ein ganz normaler Mann Mitte vierzig, ist aber in Wahrheit über 500 Jahre alt, weil er extrem langsam altert. Klingt erstmal mega spannend. Aber leider bleibt es auch genau dabei – bei der Idee. So richtig passiert nämlich nicht viel.
Stattdessen begleitet man Tom dabei, wie er sich durch sein langes Leben bewegt und dabei ziemlich viel in Selbstmitleid versinkt. Immer wieder die gleichen Gedanken darüber, wie sich alles verändert und gleichzeitig nichts. Das wiederholt sich so oft, dass es irgendwann einfach nur noch anstrengend wird und pseudophilosophisch wirkt. Auch die Suche nach seiner Tochter Marion, die ja genauso ist wie er, bringt kaum Spannung rein. Klar, sie ist wichtig für ihn, aber es gibt keinen echten Druck dahinter. Sie lebt ja auch ewig. Es ist eher so ein Gedanke im Hintergrund als eine treibende Kraft oder ein Plot, der dem Buch leider komplett gefehlt hat.
Was mich irgendwann auch genervt hat: diese ganzen Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten. Shakespeare, Fitzgerald, Omai… klar, er lebt lange. Aber dass er dann gefühlt zufällig alle trifft, wirkte auf mich eher wie ein Gimmick als wie etwas, das wirklich zur Geschichte beiträgt. So nach dem Motto: „Schaut mal, wen ich noch einbauen kann.“
Am Ende war es für mich ein Buch mit einer richtig guten Grundidee, das daraus aber leider viel zu wenig macht.
Zwischen Jahrhunderten und Gefühlen: Eine leise Geschichte über das Leben
Wie man die Zeit anhält erzählt die Geschichte von Tom Hazard, der aufgrund einer seltenen Krankheit extrem langsam altert und dadurch Jahrhunderte erlebt. Statt klassischer Unsterblichkeits-Fantasy ist es ein ruhiger, nachdenklicher Roman über Zeit, Einsamkeit und die Frage, wie man wirklich lebt.
Die Handlung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zeigt eine Figur, die zwar unendlich viel Zeit hat, aber lange nicht weiß, was sie damit anfangen soll. Historische Begegnungen (u. a. mit Shakespeare) sind interessant, bleiben aber im Hintergrund – im Fokus steht Toms innere Entwicklung.
Die Albatross Society kontrolliert Menschen wie ihn mit strengen Regeln (keine Liebe, kein Auffallen), was zu einem Leben voller Distanz führt. Erst in der Gegenwart beginnt Tom, dieses System zu hinterfragen.
Emotional tragen vor allem drei Figuren die Geschichte: seine frühere Liebe Rose, seine verschwundene Tochter Marion und schließlich Camille in der Gegenwart. Sie stehen für Verlust, Hoffnung und die Angst vor Nähe.
Der Wendepunkt ist eine innere Entscheidung: Tom hört auf zu fliehen, widersetzt sich der Organisation und entscheidet sich, im Moment zu leben – trotz Risiko.
Fazit:
Ein ruhiger, philosophischer Roman mit melancholischem Ton. Keine Action, sondern eine klare Botschaft: Zeit allein macht kein erfülltes Leben – erst durch Liebe, Verbindung und Mut bekommt sie Bedeutung.
Mir gefällt Matt Haigs Erzählweise. Er lässt einen in die Charaktere hineinfühlen und mitfiebern. Die Geschichte war spannend und hatte einen tollen Plot. Zwischenzeitlich wurde es mir etwas langatmig. Trotzdem kam das Ende sehr abrupt und es wurden nicht alle Fragen für mich geklärt.
Eine wunderbare und melancholische Geschichte über das Leben.
Tom altert nicht wie alle anderen. Und in einer Zeit des Aberglaubens, ist anders sein gefährlich, für sich und jeden in seiner Umgebung. So h Zeiten ändern sich,oder nicht?
Wir lesen von seiner Angst, und in den Rückblicken von seinen Erlebnissen. Und doch hat er Angst und in jedem Jahrzehnt und in jedem Jahrhundert erkennt er die gleiche Intoleranz, wie sie auch zu seiner Zeit bestanden hat.
Und doch will er nur leben und lieben können,wie jeder andere auch.
Mich hat es tief berührt, und mich über meine Vergangenheit etwas versöhnlicher nachdenken lassen 🥰
War das ne Geburt, Halleluja!
Hab ewig gebraucht, um es zu beenden.
Dabei habe ich mir echt viele schöne Stellen markiert, so ist es nicht aber ich brauchte einfach einen langen Atem um es zu lesen.
Klar, Tom hat ja schon ein paar hundert Jährchen auf‘n Buckel, das erzählt sich nicht mal eben.
Die Geschichte regt zum nachdenken an und bot auch genug Stoff zum diskutieren in unserem Buchclub.
Dennoch konnte sie mich nicht vollends überzeugen und ich kann nur empfehlen, sich Zeit zu nehmen, wenn man die Geschichte liest.
Manche Bücher liest man und manche arbeiten in einem. Dieses hier gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Es ist ein philosophischer Blick auf das Leben und auf die eine Ressource, die wir alle gleichermaßen besitzen und doch so unterschiedlich nutzen: unsere Zeit. Es stellt unbequeme Fragen. Was passiert mit uns, wenn wir gedanklich ständig in der Vergangenheit leben? Wenn alte Erinnerungen wichtiger werden als der Moment vor uns? Oder wenn wir so sehr mit der Angst vor der Zukunft beschäftigt sind, dass wir das Glück der Gegenwart gar nicht mehr zulassen?
Besonders eindringlich ist der Gedanke, wie Angst Menschen formt und wie leicht sie ganze Massen lenken kann. Aus Furcht werden Entscheidungen getroffen, die man in ruhigen Momenten vielleicht nie treffen würde. Das Buch hält uns da einen Spiegel vor, ohne moralisch zu wirken.
Im Kern geht es um eine einfache, aber radikale Aufforderung: in sich hineinhorchen. Sich ehrlich fragen: Was will ich wirklich? Nicht: Was wird von mir erwartet? Nicht: Was passt ins Bild? Sondern: Was macht mich glücklich? Und dann den Mut haben, genau das zu leben.
Der Einstieg braucht etwas Geduld. Die Gedanken entfalten sich langsam. Aber wenn man sich darauf einlässt, wird man reich belohnt. Es ist kein lautes Buch, sondern eines mit nachhaltiger Wirkung.
Ein lesenswertes Werk mit einer wertvollen Botschaft, besonders für alle, die spüren, dass sie zwar funktionieren, aber nicht wirklich leben.
Matt Haig hat einfach immer so schöne Themen in seinen Büchern. So wichtig und tiefgründig. Ich hab es sehr gern gelesen und es passt gerade hervorragend in mein Leben. Es ist nicht das erste Mal das eins seiner Bücher zur rechten Zeit kam 🥹 für mich war es nicht sein bestes Buch, aber es war wirklich schön.
Fesseldes Buch, allerdings mit Unbehagen auslösenden Szenen.
Sprachlich schön geschriebenes Buch. Für mich waren ein paar sehr persönlich Belastende Szenen vorhanden. Die letzten Kapitel gingen mir ein wenig zu schnell. Aber die Story wurde durchgänig getragen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht sie zu lesen.
„Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig hat mich völlig überrascht. Eigentlich sind philosophische Romane sonst nicht meine Welt – doch dieses Buch hat mich vom ersten Moment an berührt und nicht mehr losgelassen.
Im Mittelpunkt steht Tom Hazard, ein Mann, der durch eine seltene Krankheit extrem langsam altert. Was zunächst wie ein Geschenk wirkt, entpuppt sich als eine tiefe, tragische Last. Haig zeichnet Tom nicht als übermenschlichen Helden, sondern als zutiefst verletzlichen Menschen, der Jahrhunderte voller Verlust, Angst und Einsamkeit mit sich trägt. Besonders die Schwere seiner Vergangenheit – der Verlust seiner Mutter, der Abschied von Rose – hat mich emotional getroffen und mir mehrfach Tränen in die Augen getrieben.
Die größte Stärke des Buches ist die leise, menschliche Art, mit der Haig über Zeit, Identität und Trauma schreibt. Tom ist kein unnahbarer Unsterblicher, sondern jemand, der an seinen Erinnerungen leidet und ein Gefängnis mit sich herumträgt, das er selbst über die Jahrhunderte gebaut hat. Seine Befreiung beginnt nicht mit großen Gesten, sondern mit der Erkenntnis, dass er sein Leben endlich selbst in die Hand nehmen muss.
Hendrich, der Anführer der Albatros-Gesellschaft, ist ein überzeugender Antagonist – nicht, weil er spektakulär böse wäre, sondern weil sein Machtmissbrauch, seine Manipulation und sein verletztes Ego zutiefst menschlich und erschreckend real wirken.
Einige Figuren, wie Toms Tochter Marion, bleiben bewusst schemenhaft. Das hat mich zwar kurz enttäuscht, doch rückblickend passt es: Das Buch erzählt nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit. Die offenen Stellen gehören zu Toms Weg.
Gerade das offene Ende macht den Roman für mich so stark. Es zwingt uns nicht, Toms gesamte Zukunft mitzuerleben, sondern lässt Raum für Hoffnung – und für die Vorstellung, dass er endlich frei leben kann.
Fazit:
Ein wunderschönes, melancholisches und zutiefst menschliches Buch. Warm, klug, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Es bleibt lange im Herzen.
Fünf Sterne – absolut empfehlenswert.
Something about the way Matt Haig writes soothes something deep within me. I loved the story, I loved the way it played with the time and you never really knew when and where you would be next. The end could have been a bit less rushed but I get why he did that and it makes sense in the grant scheme of things.
Wer will nicht lange jung bleiben, dem Altern entrinnen und die Jugend so lange wie möglich genießen? Aber was, wenn das tatsächlich möglich ist? Matt Haig spielt diesen Gedanken bis zum Ende. Und man sieht: ganz so doll wie gedacht ist es nicht. In früheren Jahrhunderten wird man der Hexerei verdächtigt und verfolgt, auch in der Gegenwart bleibt ein Problem : Die, die man liebt, altern weiter, die eigenen Kinder sehen bald älter aus als man selbst. Da bietet es sich an, Mitglied der sogenannten Albatros-Gesellschaft zu werden. Sie organisiert alle 8 Jahre einen Ortswechsel, damit man für seine Umwelt nicht verdächtig erscheint und immer wieder neu anfangen kann. Aber: Verlieben ist strengstens verboten, das bringt nur Komplikationen mit sich. Einzige Gegenleistung des ewig Jugendlichen : er muss im Auftrag des Leiters der Gesellschaft andere Albatrosse finden und sie in die Gesellschaft ziehen. Gelingt dies nicht, muss er sie umbringen. Eine Gesellschaft, deren Regeln einfach und schutzbringend erscheinen. Oder etwa doch nicht??
Ein spannendes, mitreißendes Gedankenexperiment, ein ganz anderes Buch von Matt Haig, mit unzähligen Zeitebenen, die aber logisch und alles andere als verwirrend sind. Tolles Buch!!!
Tolles Buch! Tiefgründig über die Bedeutung der Zeit mit einzigartigen Charakteren! Es regt die Gedanken an. Mal muss man lachen, dann wieder ist man wütend. Das Hörbuch ist toll gesprochen von Christoph Maria Herbst. Wenn ich das Buch dazu kaufe, dann werde ich erstmal die ganzen Zitate markieren :)
Ein Buch über ein langes Leben und sehr viel Zeit.
Es ist nicht sein bestes Buch, aber dennoch gefiel es mir sehr gut.
Sicher sind in so einer Geschichte hier und da winzige Logikfehler, aber im allgemeinen hatte sie eine schöne Aussage.
Vor allem die geschichtlichen Erwähnungen gefielen mir sehr, wenn ich mir hier und da vielleicht auch am liebsten die Ohren zugehalten hätte beim Hören, wenn Shakespeare eine zweifelhafte Persönlichkeit angehängt wurde. Dennoch alles in allem sehr unterhaltsam mit tiefgründigen Passagen.
⭐️⭐️⭐️⭐️ Klare Empfehlung
Ach ich fand’s so schön, so poetisch. Ich hab’s richtig gerne gelesen und bin super gerne mit durch die Zeit gereist. 400 Jahre Leben hat mich fasziniert und erschreckt zugleich. Es hat mir auf jeden Fall klar gemacht, so alt möchte ich nicht werden.
Fand das Ende leider super abrupt und irgendwie too much deswegen gibts n halben Stern weniger. Sonst hab ich mich echt verguckt in das Buch.
Ein wunderschönes Buch! Es ist keine klassische Zeitreisegeschichte. Man begleitet den Protagonisten durch verschiedene Epochen und erlebt, wie sich die Welt verändert. Die Geschichte ist berührend, poetisch und schön zu lesen. Sie geht ans Herz, regt zum Nachdenken an und bleibt noch lange im Kopf. Eine klare Empfehlung!
Das Klischee des dreckigen Mittelalters wird leider sehr stark propagiert. Sonst gibt es viele ästhetiksprenkler und den ein oder anderen Witz. Sehr Handlungsbetrieben, was mir gefiel, allerdings erschienen mir die Entscheidungen des Protagonisten nicht immer plausibel.
DerTitel des Buches ist nicht als Versprechen gedacht, wir erfahren nicht, wie es geht, die Zeit anzuhalten. Vielmehr bekommen wir sehr detailliert mit, wie es jemandem ergeht, dem es einfach passiert.
Tom, es lohnt sich hier nicht, seinen Nachnamen zu nennen, da Tom ihn stetig wechselt, oder ändern muss, altert viel langsamer, als die Mehrheit der Menschen um ihn herum. Er ist in dem gegenwärtigen Zeitstrang, es gibt noch einige mehr, bereits über 400 Jahre alt. Er selbst weiss nicht, warum es ihm so ergeht und es kann nicht wirklich gesagt werden, dass er sich darüber freut.
Wie geht es einem Menschen, der länger leben muss, als sein derzeitiges Umfeld? Ja richtig, es kann diesem Menschen nicht gut gehen. Neben der steten Angst vor Entdeckung muss sein Leben von vielen, erzwungenen Abschieden geprägt sein. Dieser Mensch wird wohl früher oder später dazu übergeben, Beziehungen zu meiden, ganz zu schweigen, sich zu verlieben.
Die Idee der Geschichte ist nicht neu, schon seit jeher haben Menschen sich gefragt, wie es wäre, länger zu leben. Nur scheinbar sehnen wir uns danach, mehr Zeit zu haben. Aber wenn wir nur wenige wären, die langsamer altern würden, müsste es sehr einsam machen.
Auch dieses Szenario ist nicht neu und wurde schon vielfach in Literatur, Filmen oder Liedern thematisiert: „Who wants to live forever, when love must die?“ (Queen)
Matt Haig, den es zu faszinieren scheint, was Leben und Sterben ausmacht, wie er in vergangenen Werken schon bewies, setzt die Geschichte vielschichtig und spannend um. Auf der Reise durch die unterschiedlichen Epochen, die Tom zu erleben hat, wird immer wieder ein anderes Gesellschaftsbild ganz lebendig wiedergegeben. Dies macht er gewohnt gekonnt.
Ein Kritikpunkt allerdings habe ich, den ich gravierend finde. Er wechselt zu schnell die verschiedenen Zeitebenen, was zusätzlich zu dem aufregenden Hintergrund einer solchen Biographie eine Unruhe erzeugt, die dem Erzählfluss oft im Wege steht und mir zeitweise unangenehm war. Der Plot gestaltet sich in weiten Teilen eher behäbig, (Tom hat alle Zeit der Welt), gegen Schluss überstürzen sich die Ereignisse nicht wirklich schlüssig, als habe Haig sich beeilen wollen.
Das Hörbuch, von Christoph Maria Herbst gelesen und interpretiert, fand ich hingegen sehr gelungen.
„Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig ist ein Roman über die Geschichte von Tom Hazard. Einem Mann, der aussieht wie 40, aber über 400 Jahre alt ist. Er leidet unter einer seltenen Krankheit, die ihn sehr langsam altern lässt. Im Laufe der Jahrhunderte hat er verschiedene Identitäten angenommen und viele historische Epochen erlebt. Einsamkeit begleitet ihn dabei, bis er in London die faszinierende Camille kennenlernt und sich zu ihr hingezogen fühlt
Matt Haig stellt in diesen Roman nicht nur die Frage, über den Sinn des Lebens sondern auch wie schwer Einsamkeit sich auf Menschen auswirken kann.
Tom, der aussieht wie vierzig ist in Wahrheit schon über vierhundert Jahre alt. Zu große nähe zu einem anderen Menschen kann lebensgefährlich sein. Niemand darf sein tatsächliches Alter wissen. Doch auf einmal trifft er auf Camille und alles ändert sich.
Wie man die Zeit anhält ist ein Roman mit viel Tiefgang, vor allem die Zeitwechsel zwischen heute und damals machen es sehr spannend. Es waren recht kurze Kapitel, wo ich fand das man gut reingekommen ist in die Geschichte. Es gab viele Stellen, wo man sich Gedanken machen konnte und ich wurde richtig in die Geschichte mitreingezogen.
Für mich eine Leseempfehlung!
„Die Geschichte war - ist - eine Einbahnstraße. Es geht nur in die eine Richtung. Aber man muss nicht immer nach vorne blicken. Manchmal kann man sich umschauen und einfach da, wo man ist, glücklich sein.“
Nach zwei gelesenen Büchern von Matt Haig war ich gespannt, wie mir dieses gefallen würde – und wurde nicht enttäuscht. Seine Geschichten bewegen sich oft irgendwo zwischen Realität und einem Hauch von Fantasy, obwohl das eigentlich kein Genre ist, das ich sonst lese.
Im Zentrum steht Tom, der aussieht wie 40, in Wahrheit aber über 400 Jahre alt ist. Eine seltene Veranlagung lässt ihn extrem langsam altern. Das Buch begleitet ihn durch Jahrhunderte voller Erinnerungen, Verluste, Neuanfänge – und die Frage, wie man mit einem so langen Leben zurechtkommt.
Trotz des Klappentexts habe ich das Buch nicht als klassische Liebesgeschichte empfunden. Vielmehr geht es um Identität, Vergänglichkeit und den Versuch, im Jetzt anzukommen.
Ein leises und nachdenkliches Buch. 💭✨
Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht hereinzufinden, die Zeitebenen wechseln ständig, was mir aber immer besser gefallen hat. Toms Lebensgeschichte anhand von Szenen aus der Vergangenheit haben mir besonders gut gefallen. Vor allem, wie er sich über die Jahre entwickelt, was seine Fähigkeit der langsamen Alterung für eine Auswirkung auf ihn selbst und sein gegenwärtiges Ich hat. Matt Haig hat hier etwas geschaffen, was ich als philosophisch, wunderbar und zum Nachdenken anregend beschreiben würde. Vieles dreht sich um den Aspekt der Zeit, wie Menschen diese wahrnehmen, wie Zeit verschwendet wird und wie Tom Zeit wahrnimmt. Es war sensationell, herzzerreißend, wirklich berührend und für mich definitiv ein Highlight. Deswegen auch ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne und das Highlightherz ❤️, welches ich dieses Jahr zum ersten Mal vergebe! Das Buch war wirklich etwas ganz besonderes für mich und wenn du die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit magst, dass philosophisch mit solch ernster Thematik umgegangen wird, dann ist der Roman definitiv etwas für dich!
Ich fand das Buch insgesamt gut, vor allem der geschichtliche Aspekt hat mir wirklich gefallen - es war spannend zu lesen, wie die Figur die verschiedenen Epochen erlebt.
Allerdings war es mir stellenweise zu gezwungen philosophisch, fast so, als wollte das Buch unbedingt tiefgründig sein. Auch das Ende hat mich nicht ganz uberzeugt, es wirkte mir etwas zu einfach und glatt.
Trotzdem eine interessante Geschichte mit einer tollen Idee - deshalb 3,5 von 5 Punkten.
Die Geschichte ist sehr schön und die Bedeutung dahinter sehr tiefgründig. Matt Haig möchte ihn diesem Buch zeigen, dass man das Leben im Augenblick geniessen soll und nicht gross in die Vergangenheit oder in die Zukunft zu denken …
Das Lesen war für mich aber trotzdem ein bisschen anspruchsvoll, da es viele verschiedene Zeiten gibt.
Das Buch empfehle ich sehr zum Lesen.
Ein Wohlfühlbuch bei dem man literally die Zeit vergisst ⏳
Eine warmherzige, kluge Geschichte über das Leben, die Liebe – und die Last, (fast) ewig zu leben. Die Idee der langsamen Alterung über Jahrhunderte hinweg fand ich faszinierend, und die Einbindung realer historischer Ereignisse verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe. Besonders mitreißend war der emotionale Konflikt des Protagonisten – ich habe mit ihm gefühlt, gehofft und gezweifelt. Ein echter Seelenwärmer.
Ich kenne nur Matt Haig, der es schafft, Gedanken, mit und um sich selbst so niederzuschreiben.
Ich glaube, so wie Tom, hat Matt auch einfach dieses vollkommene und absolute Verstehen von Allem. Als könne er kollektiv Gedanken lesen, speichern und so zu Papier bringen.
Dieses Buch war einfach wieder überwältigend.
Um die ganze Tiefgründigkeit zu verstehen, musste ich manches mehrmalig lesen und "sacken" lassen.
This is my third book by Matt Haig, and it definitely won't be my last. His stories are beautiful, original, and always with a thoughtful view about life.
„Auch eine Welle kann dich umbringen. Oder du reitest sie. Manchmal ist es gefährlicher, sich wegzuducken.“
Keineswegs eine Vampirromanze, wie man vielleicht beim Klappentext vermuten würde ;)
Stattdessen eine wundervolle Geschichte, die einem vor Augen führt, wie wichtig es ist, in der Gegenwart zu leben und diese zu genießen, statt sie mit Sorgen vor der Zukunft oder Reue über die Vergangenheit zu verschwenden. Denn „Alles wird gut. Und wenn nicht gut, dann wird es trotzdem irgendwie.“
Das Buch hat sich gut gelesen und hatte sogar den ein oder anderen unvorhersehbaren Plottwist. Die Zeitsprünge waren spannend. Wird nicht mein letztes Buch von Matt Haig gewesen sein.
Abgebrochen bei 50%
Wie sehr ich dieses Buch lieben wollte! Und doch konnte es mich in keinster Weise fesseln. Der Protagonist leidet sich durch die Jahrhunderte und trauert seiner einzigen Liebe nach, dass es einfach nur deprimierend ist. Von der Geheimorganisation um die "Unsterblichen" erfährt man so gut wie nichts, und auch sonst gab es keinerlei schöne/interessante Begebenheiten, die einem in 400 Jahren doch irgendwie mal passieren müssten. Schade! Das nächste Buch von Matt Haig wird trotzdem gekauft (die Vorschusslorbeeren sind noch nicht aufgebraucht) ;-)
„Wer sich davor fürchtet, zu leiden, leidet bereits unter seiner Furcht.“
Wow! Ich habe „Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig in kurzer Zeit verschlungen, weil es mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat. Der Schreibstil ist einfach wunderschön – poetisch, klar und tief berührend.
Die Geschichte über das Leben, die Zeit und die Liebe regt zum Nachdenken an und bleibt einem noch lange im Kopf und Herzen. Die Charaktere sind so lebendig und nachvollziehbar, dass man mit ihnen lacht, weint und hofft. Es ist eines dieser Bücher, das man nicht nur liest, sondern erlebt.
Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die nach einer außergewöhnlichen, emotionalen Geschichte suchen!
Wie man die Zeit anhält 🕰️
Tom Hazard hat einen seltenen Gendefekt: er altert extrem langsam. Zwar sieht er aus wie 40, in Wahrheit ist er aber bereit über 400 Jahre alt. Immer wieder muss er seine Identität ändern, um nicht aufzufallen. Nun kehrt er nach langer Zeit nach London zurück und arbeitet als Geschichtslehrer - sehr passend, denn vieles hat er selbst miterlebt. Doch dann beginnt er, Gefühle für seine Kollegin Camille zu entwickeln und alles ändert sich...
Seit "Ich und die Menschen" mag ich die Bücher von Matt Haig sehr (bis auf "Der fürsorgliche Mr. Crave, das zwar nicht schlecht war, bei Lesen habe ich mich aber sehr unwohl gefühlt...) und auch "Wie man die Zeit anhält" ist keine Ausnahme. ❤️ Wie immer sehr tiefgründig und gefühlvoll und zum Nachdenken anregend! Obwohl die Geschichte sehr ruhig erzält wird wurde es nie langweilig. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für das Buch! ❤️
Matt Haig zeigt mit dieser Geschichte einmal mehr, welch toller Autor er ist. Die Geschichte dieser Geschichte ist die Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit. Alles kommt zusammen und ist verwoben. Alles gleichzeitig und doch Jahrhunderte getrennt. Liebe und Hass, Andersartigkeit und trotzdem Gleichartigkeit treffen aufeinander. Eine tolle Geschichte, die hochaktuell ist. Empfehlung!
wie bei vielen büchern von Matt haig werden in der ersten hälfte des Buches erst einmal die Grundinformationen mit dem Leser geteilt und zum Ende hin wird es immer spannender. ich finde die Sichtweise auf das menschliche Leben sehr interessant. dass hat mich auch schon bei matt haigs Buch 'ich und die menschen' beeindruckt. Zudem ist das Buch sehr flüssig geschrieben. durch die vielen zeitsprünge muss man sich schon ein bisschen konzentrieren, aber meiner Meinung nach machen die das Buch noch unterhaltsamer. ein sehr gutes Buch!
Wunderbar und tiefgründig...lädt einem zum Nachdenken ein, seine Zeit sinnvoll zu nutzen und sie nicht nur verstreichen zu lassen, sondern in der Gegenwart zu leben.
History was - is - a one-way street. You have to keep walking forwards. But you don't always need to look ahead. Sometimes you can just look around and be happy right where you are.
In einem Rutsch gelesen. Ich liebe Matt Haigs Geschichte. So unkompliziert und doch so viel Tiefgang. Und das Abenteuer und viel Handlung bleibt auch nicht auf der Strecke 👍🏻