When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
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Description
Book Information
Author Description
Kelly Barnhill hat mehrere Jugendromane geschrieben, darunter The Girl Who Drank the Moon, ein New-York-Times-Bestseller und Gewinner der John Newbery Medal 2017. Außerdem wurde sie mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet und war Finalistin für den SFWA Andre Norton Nebula Award und den PEN America Literary Award. Sie lebt mit ihrer Familie in Minneapolis.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Super Idee, Umsetzung naja
Ich war vom Klappentext absolut begeistert und hatte auch am Anfang und zwischendrin immer wieder ein sehr gutes Gefühl, dass da was Gutes entsteht. Aber ich muss sagen, dass das Potenzial dieser Idee nicht wirklich genutzt wurde und am Ende vieles für mich nicht ganz klar und stimmig war (z.B. wechselt Alex ganz schön schnell und einfach ihre Meinung). Es wirkt so, als ob einiges in der Story herausgearbeitet werden sollte, aber wenn es dann nicht passte, wurde es innerhalb weniger Seiten passend gemacht.
„Die unterdrückten werden zum Träger einer himmlischen, gerechten Flamme.“
Was war das bitte bloß für ein wilder Fiebertraum?? Ich kann gar nicht in Worte fassen, was ich da wildes gelesen habe!! Der Klappentext gefiel mir beim kaufen unglaublich gut, ich dachte, dies sei eine Fantasystory mit einer neuen Grundidee, welche ich echt interessant fand. Frauen die sich in Drachen verwandeln können, wenn sie unterdrückt werden. Die Handlung spielt 1955 und soll die sogenannte Drachenbewegung beschreiben. Ich würde es als Urban Fantasy bezeichnen, da die Welt nicht fiktiv ist. Trotzdem ist es schwer zu greifen gewesen, da sich vor und nach jedem Kapitel Artikel aus Zeitungen und Büchern stellen und Auszüge zur Drachenbewegung geben. Es ist komplett Biografisch geschrieben. Dies soll den Eindruck vermitteln, dass es wirklich passiert ist und der ein oder andere Artikel dazu ist ganz gut gewesen, aber die meisten nervten nur und machten es unglaublich schwer in die eigentliche Handlung zu kommen. Es vergingen gut knapp 250 Seiten, ehe mal was passierte und auch dann holte es mich einfach nicht ab. Der Schreibstil war schwierig, nicht wirklich flüssig, irgendwie komisch und dieses hin und her war sehr wild. Ich fand die ganze Kommunikation und den ganzen Anfang sehr wild und nicht greifbar und einfach komisch. Man wusste einfach nicht was nun eigentlich passiert oder wo es hinführen wird. Ich bin selbst nicht unbedingt eine Feministin und empfand vieles deplatziert und sehr befremdlich, aber das ist lediglich mein empfinden (und das ist gut so!). Manche Aussagen empfand ich nicht gut und das Buch wirkte irgendwie krampfhaft, so als bräuchte es dringend noch ein Buch über unterdrückte Frauen die nicht gesehen werden. Die Idee selbst hatte unglaublich viel Potenzial etwas großes draus zu machen, aber so war es leider nur ein ganz furchtbarer Fiebertraum, den ich hoffentlich ganz schnell wieder vergessen werde.
Dieses Buch ist ein leidenschaftliches, feministisches Manifest – voller Magie, Wut und Hoffnung. Es ist eine Hommage an alle Frauen, die sich nicht länger zum Schweigen bringen lassen wollen, und an die Kraft, die in jeder von uns steckt. Die Geschichte ist berührend, inspirierend und regt zum Nachdenken an. Für alle, die starke Frauenfiguren, gesellschaftskritische Fantasy und poetische Sprache lieben, ist When Women Were Dragons ein absolutes Muss! 💪🐲📚
Inhalt & Atmosphäre : When Women Were Dragons entführt uns in eine alternative Version der 1950er Jahre in den USA. Im Zentrum steht die junge Alex Green, deren Leben von einem unerklärlichen und gesellschaftlich tabuisierten Ereignis geprägt ist: dem sogenannten “Mass Dragoning” von 1955, bei dem Hunderttausende Frauen und Mädchen sich plötzlich in Drachen verwandeln – und damit alle Vorstellungen von Weiblichkeit, Rolle und Macht sprengen. Die Geschichte wird aus Alex’ Sicht erzählt, die als Kind Zeugin wird, wie ihre geliebte Tante Marla zur Drachenfrau wird und verschwindet. Die Familie und die Gesellschaft schweigen über das Geschehene, was Alex und ihre Cousine Beatrice, die fortan als ihre Schwester gilt, in eine Welt des Verdrängens und Verleugnens zwingt. Alex wächst in einer Atmosphäre der Unterdrückung, der unausgesprochenen Wut und des Schweigens auf – und kämpft gleichzeitig für ihre Bildung und Selbstbestimmung in einer Zeit, in der Frauen auf Hausfrau und Mutter reduziert werden sollen. Stil & Erzählweise : Kelly Barnhill verwebt historische Fiktion, Memoir und fantastische Elemente zu einer vielschichtigen, atmosphärisch dichten Erzählung. Die Prosa ist poetisch, stellenweise humorvoll und voller Wut, Hoffnung und Trauer. Besonders gelungen sind die eingestreuten Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und “offizielle” Dokumente, die das Worldbuilding vertiefen und die gesellschaftliche Dimension des Drachen-Phänomens greifbar machen Die Drachen sind dabei nicht nur fantastische Wesen, sondern ein mächtiges Symbol: Sie stehen für weibliche Wut, Selbstermächtigung und das Recht, den eigenen Platz in der Welt einzufordern. Die Verwandlung ist Ausdruck eines Befreiungsschlags aus gesellschaftlichen Zwängen, aber auch ein Kommentar auf das Schweigen über weibliche Erfahrungen und Traumata. Bedeutung & Botschaft des Romans : Barnhill nutzt das Drachenmotiv als Metapher für viele Facetten weiblicher Erfahrung: • Wut & Befreiung: Die Verwandlung in einen Drachen steht für das Heraustreten aus Unterdrückung und für das Recht, wütend zu sein – und diese Wut produktiv einzusetzen • Schweigen & Tabus: Das kollektive Schweigen über die “Dragonings” spiegelt reale gesellschaftliche Tabus wider, etwa um weibliche Körper, Sexualität oder Gewalt. • Selbstbestimmung & Bildung: Alex’ Kampf um ein selbstbestimmtes Leben und ihre Leidenschaft für Mathematik stehen exemplarisch für den Wunsch vieler Frauen, sich nicht auf Rollenklischees reduzieren zu lassen. • Solidarität & Sisterhood: Die Beziehungen zwischen den weiblichen Figuren – besonders zwischen Alex, Marla und Beatrice – zeigen die Kraft weiblicher Solidarität und Unterstützung. Die Autorin will uns zeigen, dass es Mut braucht, sich gegen gesellschaftliche Erwartungen zu stellen und die eigene Stimme zu finden. Ihr Roman ist eine Einladung, die eigenen “Drachenflügel” auszubreiten – und sich nicht kleinmachen zu lassen ❤️

"Alle Frauen sind magisch. Buchstäblich jede einzelne von uns. Es liegt in unsere Natur. Besser, du lernst das jetzt schon." 🪽
------------------------------------------------------- Ich liebe die Idee hinter diesem Buch. Frauen die sich aus ihrer Unterdrückung befreien und zu Drachinnen werden. Die endlich frei von allen Zwängen leben können. Eine Gesellschaft die alles Weibliche versucht totzuschweigen, zu ignorieren und zu unterdrücken. Es gibt so viele Parallelen zu unserer heutigen Zeit, dass ich manchmal richtig wütend geworden bin. Auf das System, das von jedem irgendwie getragen wird, ob man will oder nicht. Ob man es weiß oder nicht. Das Buch macht aber auch Mut. Mut zu Veränderung. Mut dazu sich zu hinterfragen und etwas anders zu machen als vorher. Es hat zwar ein bisschen gedauert bis ich mit dem Schreibstil und Aufbau warm geworden bin, dann hat es mich aber in seinen Bann gezogen.

5 Sterne für die Grundidee ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Ich liebe die Grundidee, Frauen die sich, wenn sie wollen oder sie ihr Leben einfach nicht mehr ertragen in Drachen verwandeln. Ich habe sehr lange gebraucht um in das Buch reinzukommen, die erste Hälfte ist sehr unspannend geschrieben. Viele Unterbrechungen mit Buch-, Zeitungsauschnitten, historischen Begebenheiten, Nachrichten,… Die gerade zu Beginn den Lesefluss eher gestört haben. Später wurden es weniger, da waren sie interessant. Und irgendwann nahm auch endlich die Geschichte Fahrt auf und dann wurde es auch richtig gut. Ob es einen gefällt oder nicht, ich glaube es ist ein Buch was einen in Erinnerung bleibt, irgendwie anders.

Es war nicht schlecht und auch interessant aber nicht meins irgendwie
Den Einstieg fand ich teilweise echt schwierig, den Mittelteil fand ich dann sehr interessant der letzte Teil war dann wieder nur Okay. Der Schreibstil war an sich recht angenehm und man kam schon gut durch die Kapitel durch. Aber irgendwie hat es mich nicht richtig gepackt und ich musste mich stellenweise echt zwingen weiter zu lesen. Ich glaub irgendwie wäre es ohne Drachen fast besser gewesen, die waren teilweise einfach etwas schwer vorstellbar und eigentlich les ich ja nur Fantasy. Aber hier hats irgendwie nicht gepasst. Vielleicht hab ich das Buch auch nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden... ich denke wär sich davon angesprochen fühlt sollte es definitiv auch lesen.
Jahreshighlight! Hier kommen Urban Fantasy, Feminismus und Amerika in den 50er/60er Jahren zusammen.
Auf den Schreibstil muss man sich etwas einlassen, es wechselt zwischen der Geschichte der Protagonistin und dem Einschub aus wissenschaftlichen Artikeln über Drachen. Ich fand das aber sehr passend und es hat mich beim Lesen nicht gestört. Ein Buch, das man definitiv lange im Kopf behält.
Feministische, urban Fantasy und so viel mehr
Ein Buch welches wütend macht, welches die Wut dauerhaft mit sich trägt und einen wachrüttelt. Nach Gerechtigkeit schreit und einen Wandel durchmacht. Ein Buch über Trauma und was es mit einem macht, wenn man darüber schweigt,wie die Autorin sagt. Wir begleiten Alex Green von Kindesbeinen an,bis ins hohe Alter und es war mir eine absolute Freude. Auch wenn es gleichzeitig so wütend gemacht hat. Schon als sie noch ganz klein war gab es ein Thema über das nicht gesprochen werden durfte: Drachinnen und das große Drachenwandeln. Faszinierend und beängstigend zugleich. Schon früh musste Alex Verantwortung übernehmen, eine Verantwortung die viel zu groß war und doch hat sie sie gemeistert. Ihre kleine Schwester/ Cousine großzuziehen. Einen Vater an der Seite, der kein Vater war und alles auf sie abgeladen hat. Trotz dieser Umstände ist sie ihren eigenen Träumen gefolgt und versuchte sie wahr zu machen. Das alles durchwirkt von Magie, Drachinnen und einer großen Portion Feminismus und Selbstbestimmung. Dieses Buch rief so viele Emotionen in mir vor, Wut, Fassungslosigkeit aber auch Hoffnung, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Ich liebe Coming of Age Geschichten und auch hier den wandel der Charaktere, ich konnte direkt mit den Protagonistinnen mitfiebern. Die Geschichte war sehr tiefgründig und fesselnd geschrieben und hatte auch gewissen „found Family“ Elemente. Das Buch beinhaltet so viel das ich es nur schwer in Worte fassen kann. Auch das es in den 50er Jahren spielt, war nur zu passend. Eine absolute Leseempfehlung!
Feministischer Roman über weibliche Wut und Selbstbestimmung, Zusammenhalt unter Frauen und queere Liebe
Die Protagonistin Alex ist noch ein Kind, als sich in den 50er Jahren etwas ereignet, das als die „Große Drachenwandlung“ in die Geschichte der USA eingeht. Hunderttausende Frauen, darunter auch Alex‘ Tante, verwandeln sich scheinbar plötzlich und ohne Vorwarnung in Drachen, verbrennen ihre Häuser, verschlingen ihre Ehemänner oder Vorgesetzte und verschwinden. Das ist nicht das erste Ereignis dieser Art, doch es ist das erste, das aufgrund seines Ausmaßes nicht unter den Tisch gekehrt werden kann, denn „über andere Fälle von spontanen Drachenwandlungen wurde der Mantel des Schweigens ausgebreitet. Zu schockierend seien sie. Zu peinlich. Zu, na ja, weiblich (…) Für die meisten war es wie alle anderen Tabuthemen: Krebs oder Fehlgeburten oder Menstruation.“ Denn Drachenwandlungen sind weiblich. Als Reaktion auf Unterdrückung, Missbrauch und (Alltags-)sexismus treffen Betroffene die selbstbestimmte Entscheidung, sich dem System zu entziehen. Doch da das nicht System funktioniert, wenn sich die Mehrheit entzieht oder es zu laut hinterfragt wird, wird Kindern von klein auf eingetrichtert, dass es keine Drachenwandlungen gebe. Wer Drachen auch nur erwähnt, wird belächelt, bloßgestellt, bestraft. „Schließlich war ich ein Kind, wisst ihr? Ich sollte mich gut benehmen und gehorchen, den Blick auf den Boden gerichtet. Es war nicht nötig, dass ich irgendetwas wusste. Und sie hofften, dass ich es vergessen würde.“ Das führt so weit, dass selbst direkte Zeug:innen einer kognitiven Dissonanz unterliegen. So ergeht es auch Alex, deren Tante sich drachenwandelt und deren Existenz fortan geleugnet wird, obwohl sie eine Tochter hinterlässt, die später als Alex‘ Schwester aufgezogen wird: „Ich liebte meine Schwester. Meine Cousine. Meine Schwester. Sie sah aus wie meine Tante. Ich hatte keine Tante. Ich vermisste meine Tante.“ Die Drachenwandlungen dienen als Metapher für weibliche Selbstbestimmung und weibliche Wut, weshalb es sich trotz des fantastischen Elements bei „When Women Were Dragons“ nicht um Fantasy im klassischen Sinne handelt. Die teilweise geschilderten Auslöser sind alles andere als aus der Luft gegriffen: „Über den simplen Fall eines Vorgesetzten, der seine Hände nicht für sich behalten konnte - ein zu der Zeit [1952] absehbares Arbeitsplatzrisiko -, gingen diese Beschwerden weit hinaus und waren von so ernster Natur, dass sogar (…) geprüft werden sollte, ob tatsächlich eine strafbare Handlung vorlag.“ Die beschriebene Unterdrückung macht wütend, spiegelt jedoch die gelebte Realität in den USA der 50er und 60er Jahren wider. Angesichts der weltpolitischen Lage fühlt sich der Roman dennoch brandaktuell an. Wie sich aus der Widmung und dem bewegenden Nachwort ergibt, ist das auch kein Zufall: Kelly Barnhill bezeichnet die mutige Aussage Christine Blasey Fords als Auslöser für sie, den Roman zu schreiben. Hinter der Message und den Metaphern, die mich sehr beeindruckt haben, kommt meiner Meinung nach jedoch die eigentliche Handlung etwas zu kurz. Das Buch ist kaum handlungsgetrieben - Kelly Barnhill sagt im Nachwort selbst, dass der Roman ursprünglich als Kurzgeschichte konzipiert war -, hat aber gerade in der zweiten Hälfte einige Plotholes. Das macht den Roman insgesamt jedoch nicht weniger lesenswert und ich würde ihn besonders Fans von Margaret Atwood und Mareike Fallwickl empfehlen.

Interessantes Konzept, aber in der Umsetzung nicht ganz überzeugend. 🐲🐉
Die Idee hinter dem Buch fand ich richtig stark: Frauen, die sich in Drachen verwandeln – das ist mal was anderes und steckt voller Symbolik. Es geht um Wut, Freiheit, Rollenbilder – alles wichtige Themen, die Kelly Barnhill auf kreative Weise aufgreift. Leider konnte mich die Geschichte nicht durchgehend packen. Manche Teile haben sich gezogen, und obwohl ich das Setting spannend fand, hat mich das Buch emotional nicht so richtig mitgenommen. Die Figuren blieben für mich ein bisschen auf Distanz. Insgesamt ein Buch mit toller Grundidee und wichtigen Themen, aber erzählerisch hat es mich nicht komplett überzeugt.
Das Einzige, was du letzten Endes beherrschen kannst, bist du selbst. In diesem Augenblick.
Ich bin völlig sprachlos. So ein wahnsinnig gutes Buch, ich hätte gerne zehn Sterne gegeben - mindestens. Der Schreibstil genial und trotzdem gut nachvollziehbar. Als würde die Autorin mit den Wörtern wunderschön tanzen. Die Geschichte genial. So anders und doch irgendwie gleichzeitig die Geschichte jeder Frau in einer patriarchalen Gesellschaft. Female Rage at it's best. Leider werden nicht alle Fragen zur Drachenwandlung endgültig geklärt - aber wie auch, wenn die Forschung dazu verboten ist. Von dem Aspekt her ist das wieder sehr stimmig. Absolute Leseempfehlung!

Ein Buch, dass mich aufgerüttelt hat und so zu Herzen ging. Genau richtig zu dieser Zeit, da unsere Realität ad absurdum kippt und so vieles an bedrohliche Vergangenheitsszenarien erinnert. Ein Buch für uns Mensch*innen, das an unsere Kräfte glaubt. Und an die Männer, die daran glauben, dass Gerechtigkeit für alle gelten muss. Ein Buch, das zeigt, dass es Drach*innen gibt! Der Einstieg ist mir überhaupt nicht leicht gefallen. Tatsächlich war ich die ersten 100 Seiten skeptisch, ob es mich noch packen wird. Es gab viele Anmerkungen und Erläuterungen vergangener Zeiten, gesellschaftlicher Phänome, neu interpretierte Sagen und Einblicke in wissenschaftliche Aufsätze, bei denen mir nicht klar war, wo es hinführen soll. Daneben die Geschichte von Alex und ihrer Mutter und Tante, deren Konflikt zu Beginn im Nebel lag. Es lohnt sich durchzuhalten! Stück für Stück verwuchs die Geschichte mit den gesellschaftlichen Phänomenen. Aus wissenschaftliche Beobachtungen, politisches Unter-den-Tisch-kehren und die Geheimnisse der Familie wurde ein Plot, stellvertretend für den Kampf der Frau und queeren Menschen in unserer Gesellschaft - für die Befreiung aus der Nische, die das Patriarchat für uns bereit hält. Alex wächst mir ans Herz, ihr Kampf um ihre Sehnsüchte, um Familie, um sein dürfen, wer man ist. Und gleichzeitig macht diese Geschichte Mut, nicht aufzuhören, Stellung zu beziehen, aufzurütteln und sichtbar zu sein. Wir alle sind die Gesellschaft und wir machen Politik von jeder einzelnen Position aus, die wir besetzen. Gemeinsam kommt niemand an uns vorbei. Ja, es ist Fantasy - aber auch so viel mehr. Vielen Dank für diese Geschichte, Kelly Barnhill. Ich hoffe, viele werden sie lesen. Jede von uns kann eine Drach*in sein. 🐲

Dieses Buch lässt sich in zwei Worte fassen: FEMALE RAGE. Es vereint Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte der Ungerechtigkeit, die durch Misogynie entstanden sind, und kleidet sie in eine eindrucksvolle Erzählung. Die Ereignisse sind fiktiv – und doch wahr. Es mag keinen „Mr. Green“ geben, aber Männer wie „Mr. Green“ gibt es unzählige. Beim Lesen musste ich oft an die Geschichten meiner Mutter denken, die in den 50er Jahren eine katholische Mädchenschule besuchte. Sie erzählte mir, wie sie als Linkshänderin gezwungen wurde, mit der „schönen Hand“ zu schreiben, oder wie die Nazi-Zeit in der Schule totgeschwiegen wurde. Es ist alles nicht so weit hergeholt wie manch einer annehmen könnte. Das Werk ist keine klassische Erzählung. Es wird durch Berichte und fiktive Zeitungsartikel „unterbrochen“ und liest sich wie eine Biographie, eben nur mit Drachinnen. Der Schreibstil ist eigen und sicherlich nicht für jeden geeignet, aber er passt perfekt zu den Themen, die das Buch behandelt. Am Ende ist dieses Buch eine Ode an Weiblichkeit, Gerechtigkeit und Wissenschaft. Es fordert heraus, rüttelt auf und hinterlässt Spuren – ein Buch, das lange nachhallt.

Feministisch und einprägsam
Was für ein Buch! "When women were dragons" war diesen Monat mein Buddyread mit der lieben @vera_buchwelten und wir haben relativ schnell festgestellt, dass wir dieses Buch außergewöhnlich gut finden und es das Potenzial zu einem Highlight hat!😊 Für mich hatte es ähnliche Vibes wie "Eine Frage der Chemie", auch da es in einer ähnlichen Zeit beginnt - das Amerika der 50er - und man sich als Leser sofort mit dem frauenverachtenden Weltbild der damaligen Zeit auseinandersetzen muss. Man muss ja hier leider dazu sagen, dass sie diese Ansichten in der Realität größtenteils immer noch nicht geändert haben.🫠 Als Leser verfolgen wir hier das Leben der Protagonistin Alex, die ihre Geschichte erzählt und wie die Drachenwerdung in der Gesellschaft (nicht) verarbeitet wurden. Weiterhin gibt es einige "wissenschaftliche Einschübe" über das Drachenwandeln von Forschern und Gelehrten, die noch mehr Einblicke in die Drachenwandlung an sich gegeben haben. Dabei fand ich das Buch gar nicht mal so fantasymäßig, da ich den Aspekt des Drachenwandelns vor allem auch metaphorisch aufgefasst habe, aufgrund der Umstände der Drachenwandlung. Diese Ebene ist auch eigentlich nicht zu übersehen, da die Wandlung hier auch den Ausbruch aus dem klassischen Frauenbild darstellt, die Frauen sich aus ihren typischen Rollen befreien und ihren Herzen und Passionen folgen. Ich fand das sehr gelungen dargestellt, auch hat mir gefallen wie hier das Thema des Generationentraumas durch die Protagonistin aufgearbeitet wurde. Zu einem Highlightbuch hat es für mich dann persönlich leider nicht gereicht. Auch wenn mich das Buch unglaublich fasziniert hat und Schreibstil und Umsetzung sehr gut gelungen waren, war mir im Mittelteil dann zu viel Wiederholung drin und auch ein paar Längen. Es ist und bleibt allerdings ein Buch dass ich sehr gerne weiterempfehlen werde!

»𝐃𝐚𝐬 𝐡𝐚𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐬𝐨 𝐚𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡. 𝐒𝐢𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐢𝐞𝐬𝐬𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐮𝐧𝐝, 𝐰𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐰𝐢𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝.«
When Women Were Dragons ist ein unfassbares Buch, das mich fassungslos, wütend und hoffnungsvoll zugleich gemacht hat. Es ist ein Buch, über das ich noch lange nachdenken werde - und das ich jedem empfehlen würde. Zunächst möchte ich anmerken, dass es nicht wie ein typsicher Roman geschrieben ist. Es liest sich eher wie eine Biographie, untermauert mit Auszügen aus wissenschaftlichen Arbeiten. Das war für mich ein sehr ungewöhnlicher Stil, der die Geschichte jedoch nicht weniger bedeutsam gemacht hat. Wir lesen sozusagen die Memoiren von Alex Green; zunächst ein Mädchen, das in den 50er-Jahren in Amerika aufwächst. Die Welt gleicht der unseren mit einer Ausnahme: Die unterdrückten und teils misshandelten Frauen verwandeln sich in Drachen, hinterlassen niedergebrannte Mauern und manchmal verschwundene Ehemänner. Doch für mich war es nicht wirklich ein Fantasy-Roman. Es war eine Geschichte über weibliche Wut, darüber laut zu werden und zu kämpfen. Für mich funktioniert das Drachenwandeln als ein Hauch Fantasy, aber auch als eine gesellschaftskritische Metapher, wie es hätte sein können. Ich habe geweint, ich war wütend, ich habe Alex angefeuert. Ich war neugierig, gespannt und fassungslos. Dieses Buch ist so unfassbar wichtig. Es erzählt auf eindrückliche und fesselnde Art und Weise, warum wir Feminismus brauchen. Es gibt Frauen* das Recht, wütend zu sein, zurück. Bitte lest dieses Buch, denn es ist topaktuell und vermutlich wichtiger denn je.

Passenderweise genau zum Weltfrauentag beendet 🤍 Dieses Buch hat mich jetzt etwas über 2 Monate begleitet. Anfangs konnte ich immer nur 1-2 Kapitel lesen, weil mich manche Szenen so wütend gemacht haben, dass ich immer wieder Pausen gebraucht habe. Später wurde ich nicht mehr wütend sondern wollte einfach immer wieder Zeit haben, um das Gelesene zu überdenken, es einzuordnen… Ich fand die Idee den Feminismus als „Drachenwandeln“ darzustellen manchmal sehr abstrakt, insgesamt wurde aber gut verdeutlicht was die Erwartungshaltung an Frauen war und immer noch ist und wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die sich bewusst gegen diese Erwartungen stellen. Frauen haben zu funktionieren, ihren Mann zu unterstützen, nicht anstrengend sein und schon gar nicht einem Mann den Platz weg zunehmen. Dass dieser gesellschaftlicher Druck bei vielen Frauen zu unbändiger Wut führt ist eine logische Konsequenz aus generationsübergreifender Unterdrückung. When women were dragons ist heute immer noch aktuell. Für mich ist es ein Buch was wahrscheinlich eher Frauen lesen, obwohl sie für mich nicht die Zielgruppe sind, die es eigentlich lesen müssten. Es war ein Buch über das man so viel schreiben, die Bedeutung mancher Charaktere analysieren und Diskussionen führen könnte, da das aber den Inhalt zu sehr spoilern würde, beende ich die Rezi hier. Jeder der sich mit Feminismus beschäftigt sollte das Buch unbedingt lesen!
„Die Welt war wie ein unbequemes Kleidungsstück aus steifem Stoff, mit rauen Nähten und einem störenden Etikett. Ich wollte nichts lieber, als es abzustreifen, doch womit ich es dann ersetzen sollte, wusste ich nicht recht.“
——————————————————————————— Die Idee hinter diesem Buch ist einfach großartig: Frauen brechen aus, aus einer Gesellschaft, die sie unterdrückt, bevormundet und schließlich zum Verstummen bringt. Auch unsere Protagonistin Alex (nicht Alexandra, ich kenne das Problem!) ist gefangen in einem System, das sie mitträgt, weil sie es nicht anders kennt. Die Geschichte beginnt in den 50er Jahren in den USA, als sich plötzlich hunderttausende Frauen drachenwandeln: sie verbrennen Häuser, Ehemänner, lassen Kinder und Arbeit hinter sich und verschwinden. Totgeschwiegen von der Gesellschaft, als hätte es sie nie gegeben. Alex steht zwischen kindlicher Neugier und der Indoktrination, alles „Drachige“ zu leugnen. So verleugnet sie es auch, als ihre Tante sich wandelt und ihre Cousine plötzlich ihre Schwester ist. Leider kam ich nur schwer ins Buch hinein, und obwohl die Idee mich anfangs total begeistert hat, verpuffte ihre Kraft für mich gegen Ende. Die aufgestaute Wut, die sich durch viele Seiten hindurch aufbaute, bekam kein Ventil. Stattdessen driftete die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr in eine „Friede-Freude-Eierkuchen“-Atmosphäre ab. Einige Passagen wirkten fast karikiert, wenn diese Feuerspeienden, wütenden Drachen plötzlich Lippenstift trugen oder strickten? Damit ging für mich ein Teil der Wucht verloren, als würde die ursprüngliche Kraft abgeschwächt oder verniedlicht. Trotzdem ein lesenswertes Buch über weibliche Selbstermächtigung, Wut und das Schweigen, das so viele Frauen umhüllt. 🐉
Es ist ein Roman über Befreiungen von Zwängen, von auferlegten Rollenbildern und überquellend vor Metaphern. Es ist gleichzeitig ein Buch über Drachinnen und über zwei Mädchen, die sich ihren Weg erkämpfen in einer von Männern dominierten Welt. Für mich war die Geschichte, die in den 50ern angesiedelt war und gleichzeitig so aktuell war und auf viele andere soziale und politische Thematiken adaptiert werden kann, wichtig und gleichzeitig aktueller denn je. Andererseits wies er für mich auch einen Spannungsbogen auf, der zu flach war, durch den Fokus und durch die Art des Erzählens. Ihr merkt es schon, ich bin Zwiegespalten. Alex und ihre Cousine, pardon, Schwester leben in den 50ern einer Welt, in der sich 100.000ende Frauen vor kurzem drachenwandelten und ihre Ehemänner, Kinder und Familien verließen. Warum hat sich Alex’ Tante Marla verwandelt, ihre Mutter aber nicht? Kann es noch mal geschehen? Über das Ereignis zu reden ist tabu. Die Drachinnen hat es nie gegeben, die Erinnerung und die Trauer um die Verlorenen ebensowenig. Und nur Alex scheint die Veränderungen an ihrer geliebten Bea zu bemerken. Alex, Wissenschaftlerin und Mathematikerin, erklärt sich immer alles rational. Zahlen wirken auf sie beruhigend - die Geschichte, auf die sie zurückblickt, ist jedoch emotional erzählt. Oftmals fügt sie den Erinnerungen an ihre Kindheit noch Anmerkungen oder Richtigstellungen hinzu. So habe ich es damals gesehen. Heute bin ich schlauer. Ich mochte Alex sehr - Sie wurde streng erzogen, dazu, still zu sein und zu lächeln und später einen guten Ehemann zu finden. Das hat ihren Durst nach Wissen und Zusammenhängen jedoch nie gestoppt - und im Laufe des Buches muss sie ihren eigenen Weg und ihre persönlichen Wahrheiten finden, damit Bea und sie nicht untergehen. Das hat mir wirklich imponiert. Die Passagen aus den Forschungsarbeiten von Dr. Gantz, die immer wieder Alex’ Bericht unterbrachen, strichen die Erzählung in einem höchst wissenschaftlichen Farbton und verliehen der Drachengeschichte irgendwo Authentizität. Kelly Barnhill verwebt in die Familiengeschichte der Greens viele Metaphern, allen voran das Drachenwandeln - das phantastische Element dieses Romans mitsamt Krallen, Schuppen und zerstörerischem Feuer. Die Frauen erheben sich, fordern ihre Rechte und ihre Freiheit. Dass sich vor allen Dingen Frauen wandeln, die unterdrückt, missbraucht oder schikaniert werden von ihren Männern, stellt sich schnell heraus, und ist auch jeder Person bewusst, obwohl sie nicht darüber reden und vor allen Dingen die Kinder nicht in den Himmel schauen dürfen. Das Buch hat mich streckenweise so zornig gemacht, insbesondere das Verschweigen der Wahrheit, die offensichtlich war (ehrlich, müssen wir uns nicht noch heute die Wahrheit aus Fragmenten und Puzzlestücken zusammensuchen?), ferner die Handlungen von Alex’ Vater gegenüber seiner Frau und seinen Kindern im Haushalt. Und darum geht es. Um den Zorn, der unterdrückt werden soll. Um die Gefühle, die brodeln und um das Tabuisieren der Abweichung von der Norm. Kritischer habe ich wahrgenommen, dass die Männer (fast?) alle über einen Kamm geschoren wurden. Alex’ Vater, der Direktor der Schulen, ein Junge an Alex’ Schule sind nicht gerade die freundlichsten Personen. Da hätte ich mir wohl eine differenzierte Betrachtung gewünscht. Der oben erwähnte Spannungsbogen war natürlich da, hielt sich aber eher im Hintergrund, als das er Berge bestieg oder sprunghaft abstieg - das ist wohl die Natur des Buches, und ich kann auch ohne nervenzerfetzendes Adrenalin leben. Das Ende (Achtung, Jammern auf hohem Niveau), das um ehrlich zu sein, vorhersehbar war, hat mich ein bisschen verloren. Kelly Barnhill hat mit „When woman were Dragons“ ein eindringliches Plädoyer über den Zorn der Frauen geschrieben, der Minderheiten an sich, der Schönheit der Andersartigkeit, die eigentlich so anders gar nicht ist. Für dieses Buch gibt es viele Lesarten: Fantasyroman, Sozialstudie aus den 50er und 60er Jahren oder Kritik an der Unterdrückung. Ich war schockiert und zornig und von mir bekommt das Buch eine Empfehlung für all jene, die „nur“ mit hintergründiger Spannung leben können.

Es gibt ja immer so Bücher, die man sehnlichst erwartet. Mehr als andere Neuerscheinungen. ‚When Women Were Dragons‘ von Kelly Barnhill, übersetzt von Isabelle Gore, war so ein Buch für mich. Ich habe mich auf Drachen gefreut, auf Female Rage, Feminismus. Und ich habe eine Geschichte bekommen, die in eine andere Richtung geht, mich aber trotzdem weitestgehend überzeugen konnte. Drachinnen. Die kennt man ja aus vielen Fantasygeschichten. Stolze Wesen, meist Furcht einflößend und Ehrfurcht gebietend. Barnhills Drachinnen sind da eher anders. Frauen* verspüren in ihrer Geschichte einen Ruf, einen Sog, der sie dazu bringt, sich in Drachen zu verwandeln. Ich hatte mir vorgestellt, dass das genau dann passiert, wenn Frauen* wütend sind. Wenn sie ungerecht behandelt werden, Sexismus erfahren. Gewalt. Wenn sie sich wehren wollen und müssen. Falsch gedacht! Es passiert beim Abendessen, in der Schule. Also mitten im Alltag. Die Wandlungen werden von Regierung und Presse unter den Tisch gekehrt, denn dieser Ausdruck von Feminismus ist schließlich ungeheuerlich, zeigt aber nur zu deutlich das Patriarchat. Leider konnte ich die Drachinnen selbst bis zum Schluss gedanklich nicht fassen. Dadurch war es schwer, sie als etwas anderes als eine Allegorie zu interpretieren. Die Frauen* in der Geschichte sind entgegen meiner Vorstellung eher wenig wütend. Sie werden in ihrer Gesamtheit als schwaches Geschlecht dargestellt, dem Männer nichts zutrauen. Das ihre klassisch konservative Rolle als Hausfrau und Mutter erfüllen soll, allerhöchstens zur Sekretärin taugt. Der Fokus Barnhills liegt eher auf den Frauen* selbst, als auf ihrer Wut gegen andere. Auf ihrer Selbstachtung und Selbstverwirklichung, in einer Zeit, die so schwer war für eben das. Dieser Fokus ist Barnhill auch wirklich toll gelungen. Wir begleiten in der Geschichte zwei Schwestern, die ihre Ziele verfolgen, egal was Gesellschaft oder Familie davon denken. So schwer der Weg auch sein mag. Dabei bekommen sie vor allem von anderen Frauen* Unterstützung. Der Zusammenhalt und Support unter den meisten der Frauen* hat mich dabei besonders berührt. Im Gegensatz dazu wurden mir die Männer doch ein bisschen zu einseitig dargestellt. Bis auf einen waren alle Männer sexistisch, lieblos und/oder uninteressiert an ihren Frauen oder Kindern. Voller Vorurteile und sehr konservativ. Manche Männer waren richtig abscheulich zu ihren Frauen, ihre Aussagen haben mich als Leserin ziemlich wütend gemacht. Die Frauen* in der Geschichte leider nicht..

Wann hat euch ein Buch zuletzt richtig wütend gemacht?!😡 Bei mir war es definitiv dieses. Und zwar sogar so sehr, dass ich es an einer Stelle wutentbrannt zugeschlagen und über anderthalb Monate nicht mehr angerührt habe. 🙈 Und trotzdem denke ich sollten dieses Buch so viele Menschen wie möglich lesen! Denn es behandelt so wichtige Themen: Gefühle, Unterdrückung, Wertvorstellungen, Emanzipation, Selbstfindung, Veränderung, Wachstum, Geschichte. Die Handlung spielt in den Fünfziger Jahren in Amerika, könnte aber tatsächlich traurigerweise genauso gut mancherorts noch in der heutigen Zeit so ähnlich stattfinden. Wir begleiten die Protagonistin ... auf ihrem durchaus anstrengenden Kampf durchs Leben und einer Gesellschaft, in der Frauen stets verständnisvoll, brav und vor allem NIEMALS wütend sein dürfen. Denn dann könnten sie zur Drachin werden und davonfliegen... Die Drachenwandlungen in dem Buch habe ich persönlich gar nicht als Fantasyaspekt gesehen, sondern als Metapher und fand sie richtig genial umgesetzt. Allgemein bietet das Buch so viel Gesprächsstoff, Streitthemen und Interpretationsmöglichkeiten, dass ich es mir gut als Schullektüre für die Oberstufe vorstellen könnte. Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt und so manche Szene hab ich selbst jetzt, Monate später, immer noch total bildlich vor mir. (Ich sag nur abwaschende oder strickende Drachinnen😅) Für das etwas andere Drachenbuch gibt es also definitiv eine absolute Leseempfehlung von mir.🖤 (Ihr solltet es vielleicht nur nicht unbedingt in eurer Pause lesen, wenn ihr nicht total wütend weiterarbeiten möchtet 🙈)

„There’s very little we can control in this life. All we can do is accept whatever comes, learn what we can, and hang on to what we love. And that’s it. In the end, the only thing you can hope to control is yourself.” Dieses Buch hat ein super spannendes Konzept. Frauen, die zu Drachen werden, kann als magischer Realismus gesehen werden, aber auch als Metapher für Selbstermächtigung verstanden werden. Die Protagonistin Alex ist super stark und ich habe die Welt richtig gerne durch ihre Augen gesehen. Die„Dokumente“ zwischen Kapiteln (Auszüge aus Büchern, Zeitungen, Gerichtsprotokollen) waren irgendwann etwas langweilig und redundant, aber tendenziell eine gute Untermauerung der Geschichte.
Es lohnt sich, dran zu bleiben.
Ich kam sehr schwer rein in das Buch und habe im ersten Drittel immer wieder überlegt abzubrechen. Doch ich bin sehr froh drangeblieben zu sein. Was einem anfangs zäh wie Kaugummi erscheint, bringt einen unbewusst tief in die Geschichte hinein. Man wird Teil des Ganzen und ich war verblüfft wie stark ich am Ende mit fieberte und fühlte. Es wurde immer spannender und trieb mir mehr als einmal Pipi in die Augen. Neben der ungewöhnlichen und kreativen Story schafft die Autorin einzigartige Metaphern und regt zum Nachdenken an. Ich beendete das Buch mit einem warmen und bereicherten Gefühl und bin froh es doch bis zum Ende gelesen zu haben.

It takes some time 🙈
Zuerst das Positive: ich liebe die Idee hinter dieser Geschichte (Frauen, die zu Drachen werden und sich am Patriarchat rächen – hä? Mega! 😱) und auch den Aufbau, mit den fiktiv-wissenschaftlichen Artikeln zwischendurch. Nur irgendwie haben sich die knapp 450 Seiten gezooooogen wie ein zähes (dennoch leckeres) Kaugummi. Ich habe zwischendurch echt an mir gezweifelt, warum ich kaum vorankomme, obwohl ich die Geschichte doch interessant fand. Woran genau dieses Gefühl nun lag, kann ich immer noch nicht genau sagen, vielleicht waren zwischendurch dann doch mal etwas zu viele Füller und ein gewisses Hin- und Her, um dann doch das Hin zu wählen. Trotzdem bereue ich es nicht mir die Zeit genommen zu haben. Nochmal lesen werde ich es aber vermutlich auch nicht.
Eine feministische Fabel über eine Gesellschaft, die Frauen kleinhalten will
When Women Were Dragons ist eine feministische Fabel über eine Gesellschaft, die Frauen kleinhalten will – und darüber, was es bedeutet, Raum einzunehmen, bunt und laut zu sein. So war mein Start in die Geschichte: Wie so oft wusste ich nicht genau, worum es in der Geschichte geht. Aber als ich den Titel des Buches sah, wusste ich: Das muss ich lesen. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, als die Zusage für ein Rezensions-E-Book kam und ich ein paar Tage später anfangen konnte. Nach wenigen Seiten war ich völlig gefangen. Diese Mischung aus (fiktiven) wissenschaftlichen Texten und der Erzählung der Protagonistin gefiel mir unglaublich gut. Besonders spannend war, dass in den wissenschaftlichen Texten oft Aspekte benannt wurden, die erst später in der Erzählung thematisiert wurden – oder andersherum. Es fühlte sich zwischendurch wie ein Ping-Pong-Spiel an, bei dem man ein wenig miträtseln kann. Und selbst jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe und meine Markierungen durchsehe, fallen mir etliche Details auf, die noch viel mehr Sinn ergeben, wenn man die ganze Geschichte kennt. In der Geschichte geht es um Alex, die als Kind zum ersten Mal eine Drachenwandlung in ihrem Umfeld miterlebt. Schon früh lernt sie zu schweigen, denn selbst wenn Dinge wissenschaftlich nachgewiesen sind, heißt das nicht, dass sie in der Gesellschaft Raum finden und gesehen werden. Alex‘ Geschichte zeigt, wie sehr Frauen unterdrückt wurden – und weiterhin werden – und wie wichtig es ist, Raum einzunehmen und laut zu sein. Hier dann in Form einer Drachin – oder auch in Form einer Frau, die sich selbst verwirklicht. Und damit ist keine „Selbstverwirklichung“ gemeint, die die Gesellschaft vorgibt. Sondern Ziele zu haben und eigene Träume zu verwirklichen, auch wenn man Angst hat. Besonders dann, wenn diese Angst darauf basiert, welche Rolle man doch eigentlich in der Gesellschaft einnehmen soll oder muss – obwohl man sie gar nicht einnehmen will. Das Buch beschäftigt sich neben der Selbstverwirklichung von Frauen auch mit der Bedeutung von Liebe, Trauer und Familie. Damit, was es bedeutet, jemanden zu lieben und gleichzeitig loszulassen – weil man liebt. Und weil man sich selbst liebt. Und vielleicht fragt man sich nicht mehr nur: Was brauchen andere von mir? Sondern vor allem auch: Was brauche ich eigentlich? So habe ich mich beim Lesen gefühlt: Manche Kapitel machten mich wütend, andere nachdenklich. Einige füllten mich mit Glück, manche waren cozy. Ich wollte mir am liebsten eine Tasse Tee nehmen und mich zu dem Wissenschaftler oder der Bibliothekarin setzen. Mit ihnen plaudern, spekulieren, spannende Fakten erfahren und über witzige Anekdoten schmunzeln. Ich habe mir so viele Passagen markiert wie bei keinem anderen Buch. Am liebsten würde ich alle klugen Zeilen mit euch teilen, ebenso jene, die mich zum Nachdenken oder zum Lächeln brachten. Ich würde Hauswände damit tapezieren. Aber dann müsstet ihr die Geschichte nicht mehr selbst lesen – und das wäre wirklich schade. Selbst im Nachwort der Autorin habe ich mir zahlreiche Stellen markiert. Übrigens existiert When Women Were Dragons unter anderem wegen des Falls von Christine Blasey Ford und ihrer Zeugenaussage. Fazit: Meine Rezension kann nicht annähernd beschreiben, was When Women Were Dragons in mir ausgelöst hat. Einerseits wollte ich sie aufsaugen und jede Zeile in mich aufnehmen. Andererseits habe ich mir bewusst Zeit gelassen, weil vieles einfach so nachhallte. Ich habe Pausen gemacht, nachgedacht, Dinge für mich eingeordnet und feministische Gedanken reflektiert. Ich wünsche mir wirklich, dass viele dieses Buch lesen und sich auf diese fantasievolle, feministische, kluge Geschichte einlassen.

Ein feministischer Roman, der den magischen Realismus nutzt, um Wut und den Ausbruch aus den patriarchalen Strukturen auszudrücken. Das Buch spielt in den 1950er Jahren und wird als eine Art Memoir von Alex Green erzählt. Als sie Kind war, verwandelten sich hunderttausende Frauen in Drachen. Die Gesellschaft schweigt über dieses Phänomen und auch Alex Familie redet nicht darüber. Und das obwohl sich ihre Tante in eine Drachin verwandelt hat. Ihre Eltern tuen so, als hätte es die Tante nie gegeben. Alex muss nun mit den Auswirkungen dieses Schweigens umgehen. Ihre Cousine ist plötzlich ihre Schwester und es ist ihr verboten, das zu hinterfragen. Dieser Roman zeigt auf, was Schweigen bewirken kann. Das Schweigen wird hier genutzt, um alte Strukturen aufrechtzuerhalten. Dies bewirkt bei den Menschen Traumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, was die Autorin auch durch Alex gut verdeutlichen konnte. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Drachinnen als Metapher für Wut und das Ausbrechen der Frauen aus ihren Rollen, genutzt wurden. Auch die traditionellen Rollenbilder und was demnach von Frauen „erwartet“ wird, hat die Autorin gut beschrieben. Beispielsweise werden die drachengewandelten Frauen stark kritisiert, da sie ihre Familie zurückließen. Aber bei Männern ist das nicht so schlimm. Die Frauen werden klein gehalten und ihnen wird der Zugang zur Universität stark erschwert. Ich fand es toll, dass Alex dem trotzen konnte und für ihre Bildung gekämpft hat. Auch die care- Arbeit der Frauen und wie diese unterschätzt und als selbstverständlich angesehen wird, wurde gut dargestellt. Zwischen Alex Schilderungen folgten immer mal wieder wissenschaftliche Texte über die Drachinnen, wodurch ich noch mehr in die Welt und den magischen Realismus darin eintauchen konnte. Der Roman ist lang, weil er sehr ausschweifend erzählt wird, was das Buch etwas zäh gemacht hat. Die Erzählungen verloren sich häufig in Einzelheiten, die die Geschichte nicht unbedingt vorangebracht haben. Aber die Beschreibungen waren trotzdem sprachlich sehr schön geschrieben. Ich fand es schade, dass sich Alex als Protagonistin nicht aktiv gegen das System aufgelehnt hat und eher häufig mit dem System gearbeitet und deren Werte reproduziert hat. Andererseits war das auch authentisch, weil sie in diesen patriarchalen Strukturen erzogen wurde und ihr die problematischen Werte sehr eingetrichtert wurden. Es ist ein Prozess, das zu hinterfragen und davon Abstand zu nehmen. Genau das ist der Autorin sehr gut gelungen darzustellen. Alex kritisiert sich auch oft selbst und merkt, dass sie über die Jahre viel dazugelernt hat und nun aufgeklärter ist. Dieses Buch beschreibt das Leben in den 50er Jahren und ist immer noch aktuell. Es kritisiert patriarchale Strukturen, indem es die Ungleichheiten aufzeigt. Es verdeutlicht, wie Wut dazu verhelfen kann, Veränderungen zu bewirken und zeigt auf, wie viel schöner die Welt ist, wenn Frauen diese regieren. Der magische Realismus macht das Buch noch interessanter und fesselnder. Trotz der oft zähen Kapitel fand ich das Buch gut und kann es weiterempfehlen.
Ein Lesehighlight für mich!
Wir kennen die Redewendung 'Das ist aber ein Drachen' für Frauen, die vielleicht ein bisschen 'unbequem' sind, doch alle. Und als es in den 50ger Jahren in den USA zu spontanen Drachenwandlungen von Frauen kam, wurde diese Redensart Wirklichkeit. 🐉 Leute, was für ein Buch! Schon alleine die Idee zu diesem Buch verdient einen Oscar! Und ich kann Euch sagen, dass mich dieses Buch sämtliche Emotionen gekostet hat, die es gibt. 🤭 Es hat genau an den richtigen Stellen gekitzelt und wenn es im Grunde nicht so traurig wäre, hätte man auch sehr viel lachen können. Aber Fakt ist: Frauen wurden und werden auch heute noch in unserer Gesellschaft anders behandelt als Männer. Und dieser, ich nenne es mal, Schmerz steckt tief. Die Autorin schafft es auf so einnehmende Art und Weise, dieses Thema aufzuarbeiten. Auf ihre ganz eigene Art. Und die ist so, so gut! Ich sehe dieses Buch nicht als reines Fantasy Buch. Ich würde es ein feministisches Werk mit Fantasy Anteil nennen. Und jede Frau, ob jung oder alt, sollte dieses Buch gelesen haben. Und jeder Mann. Von Seite eins an war ich Feuer und Flamme für dieses Buch 🔥. Ich musste es oft absetzen und das Gelesene sacken lassen. Dieses Buch lädt zum Nachdenken und vor allem zum Überdenken ein. In welchen Bereichen spürt man selber heute noch so ein misogynes Verhalten. Was passiert mit Frauen, die dem gesellschaftlichen Druck nicht mehr stand halten? Wie gehen wir damit um? Mir war schon sehr früh klar, dass dieses Buch ein Highlight für mich wird. Die Geschichte unserer zwei Hauptfiguren Alexandra und Beatrice, kurz Alex und Bea genannt, ist mir so nahe gegangen 🤗 Ganz wunderbar verknüpft Kelly Barnhill Realität mit Fiktion. Ich kann Euch dieses wunderbare Werk einfach nur ans Herz legen! So wichtige Themen eingewoben in eine ganz wunderbare Geschichte. Ein großes Lesehighlight für mich!

Der Kampf des Feminismus, in spannender kafkaesker Art und Weise präsentiert - Und Drachen.
Was soll ich über dieses Buch sagen? Spannend, aber düster. Interessant, aber deprimierend. Das Buch zeigt vom konstanten Kampf eines Mädchens, die seit der großen Verwandlung hunderttausender Frauen in Drachen von ihren Eltern und zig anderer Personen um sie herum unterdrückt wird. Damit muss man klarkommen können, das Buch zieht eine ständig negative Linie durch die Handlung und zeigt überspitzt auf, wie wenig Rechte Frauen in deb 50ern/60ern hatten. Dennoch ist der Schreibstil wirklich gut. Es bleibt spannend und trotz mancher Längen treiben die Geheimnisse um das Drachenwandeln einen weiter und weiter durch das Buch. Mich selber hat das Buch sehr beschäftigt und ging mir zwischenzeitlich echt ans Gemüt (wie auch "Der Prozess" von Kafka, was ebenso einen beinahe ergebnislosen Kampf eines Opfers der Gesellschaft zeigte). Also, ein echt merkwürdiges Buch.
Ein Buch über Feminismus, Women Rage und natürlich Drachen!
Im Buch begleiten wir Alex von ihrer Kindheit an im Bezug auf das unerklärliche "Drachenwandeln". Zu Beginn ist die Erzählweise sehr spannend, da diese unzuverlässig und voller Widersprüche ist - Alex ist ja erst 4 Jahre alt. Im gesamten Buch werden Politik und Gleichberechtigung immer kritisch beleuchtet, was einen eindeutigen Pluspunkt darstellt! Auch die "wissenschaftlichen" Einschübe von Prof. Gantz waren sehr ansprechend. Der Schreibstil der Autorin ist eher gehoben und sehr detailliert, was mich allerdings nicht störte, sondern die Geschichte authentischer gestaltet. Alles in allem, hatte die Handlung im Bezug auf die Entwicklung deutlich mehr Potential, das leider nicht vollends ausgeschöpft wurde, weswegen mich das Ende etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Dennoch eine (feministische) Lesenempfehlung!
Was für ein besonderes Buch über Wut, Ausbruch, Scham und Fantasie.
Schon der Titel lässt ja vermuten, worum es geht. Doch ist dieses wundervolle Buch viel mehr als ein abgedrehter Fantasy-Roman. Ja, augenscheinlich geht es sehr viel um Feminismus. Und ich habe einige Tränen vergossen mit dem Gefühl der Ungerechtigkeit in mir. Doch geht es auch um die Verarbeitung oder besser gesagt Nicht-Verarbeitung von transgenerationalen Traumata. Auferlegtes Schweigen, Scham auf Rezept. Das darauf nichts entstehen kann, wissen wir vielleicht alle als eigene Persönlichkeiten am besten selbst. Ein großartiges Buch!

★ Ein muss für jede Frau. ★
Ein wirklich sehr schönes Buch, mit einem sehr wichtigen Thema. Ich hab es sehr geliebt und lege es jeder Frau ans Herz es zu lesen. Ich liebe außerdem das setting mit den Drachen. Das einzige was mich etwas gestört hat ist, dass es etwas zäh ist zu lesen. Es hat sich so angefühlt als würde ich ewig brauchen es zu lesen. Aber das war das Buch definitiv wert.
Was muss passieren, dass die Drachin in dir zu Tage kommt und steckt das Feuer in uns allen?
Dieses Buch hält dich von Beginn an in Atem, wir befinden uns in der Zeit um 1955, als Frauen noch missachtet wurden, kaum Rechte hatten und ihr Weg von den Männern vorgeplant war - warum Geld vergeuden, wenn ein Studium sinnlos ist, warum Wissen erwerben, wenn man doch am Besten heiratet und Kinder bekommt. Und dann passiert 1955 - hunderttausende Frauen werden an einem Tag zu Drachinnen - doch die Politik, die Regierung, die Männer, die Familien wollen es nicht wahr haben und versuchen es zu verschweigen, vertuschen, vergessen. In diesem Leben wächst Alex auf und erlebt alles hautnah. Wir begleiten sie auf ihrer eigenen Geschichte durch diese Zeit, auf eigene Erkenntnisse, eigene Wut, eigene Ängste. Der Roman zeigt auf realistische und teils magische Weise auf, was jeden Tag geschieht und was versucht wird zu verheimlichen. Lesen ist meine Empfehlung und dabei auf sein inneres Feuer achten.
Wer eine spannungsreiche Geschichte erwartet, mit vielen Höhepunkten, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wir begleiten Alex die in einer dystopischen Version unserer Welt in den 50er Jahren lebt. Alex ist eine sehr unzuverlässige aber trotzdem glaubwürdige Erzählerin. Die Geschichte beginnt in ihrer Kindheit und wird bis ins hohe Alter erzählt. Drachinnen sind eine Sache über die in der Männer dominierten Welt nicht geredet wird, doch wieso? Was hat es mit ihnen auf sich? Ich möchte nicht spoilern, aber wer Lust auf eine feministische, wütende, etwas andere fantasy dystopie hat und bereit ist sich durch ein paar Längen zu lesen, der wird mit diesem tiefsinnigen Buch sehr glücklich werden.
Das Cover gefällt mir richtig gut. Der Drache, der dort versteckt hinausblickt, lässt das Ganze direkt mysteriös wirken. Sonderlich mysteriös wird es im Buch aber nicht. Der Fantasyaspekt rund um die Drachen ist eher metaphorisch zu verstehen, stört mich aber überhaupt nicht, sondern gefällt mir sehr gut. Wir begleiten die Protagonistin Alex beim Aufwachsen. Als Kind ist sie bereits belastenden Situationen ausgesetzt und erleidet Schicksalsschläge. Das Patriarchat bekommt sie da nur in Auszügen mit, ihre Tante setzt aber viel daran, ihr ein anderes Weltbild zu vermitteln. Es ist immer schwierig, Bücher aus der Perspektive eines Kindes oder einer Jugendlichen zu lesen, wenn man dieses Alter schon länger hinter sich gelassen hat. Dennoch muss man versuchen, sich zurückzuversetzen, um auch Alex' Haltung und auch ihren anfänglichen Trotz zu verstehen. Wir haben Alex auf der einen Seite, mit ihrer internalisierten Meinung, die ihr die Gesellschaft über all die Jahre aufgedrückt hat und die Drachenwandlerinnen und ihre Anhänger auf der anderen Seite, die für Feminimus, Selbstbestimmung, Loslösung und Unabhängigkeit stehen. Es setzt den Schwerpunkt auf die Ungerechtigkeit, die Frauen tagtäglich erleiden müssen, worüber sich wohl auch gerade jetzt beim aktuellen Weltgeschehen wieder viele Menschen noch mehr Gedanken machen als eh schon. Das Buch trifft also einen Nerv, auch wenn es in der Nachkriegszeit spielt. Es beschäftigt sich mit beiden Seiten. Denen, die ausbrechen und denen, die es nicht tun. Warum es schwer ist, aus alten Mustern zu brechen und warum es manchmal auch nicht schlecht sein muss. Es spricht wie gesagt viel in Metaphern und lässt jedem da einen ganz eigenen Interpretationsspielraum. Mir gefällt sehr, welche Richtung dieses Buch einschlägt. Auch wenn es wütend macht und Frustration aufwirft, stellt es Frauen nicht in die Opferrolle und betont ihre Stärke. Einzig das Ende ging mir dann ein bisschen zu schnell, nachdem der Anfang vom Pacing her eher langsam war. Das Ende an sich gefällt mir aber sehr. Definitiv eine gute Wahl, wenn man feministische Literatur lesen möchte.
Das war unser Buchclubbuch für den Januar. Und ich hätte es mir definitiv nicht gekauft wenn ich im Buchladen gewesen wäre. An sich war es dennoch eine interessante und zum Nachdenken anregende Geschichte. Sobald man anfängt, möchte man wissen wie es mit Alex Familie weitergeht und was aus den Drachinnen wird. Der Schreibstil war recht angenehm, allerdings war die Erzählart "anders". Das Buch bekommt 3 Sterne von mir, weil es teilweise ziemlich in die Länge gezogen wurde. Das letzte Drittel war am interessantesten von der Handlung her.
"Was ist Trauer, wenn nicht Liebe, die den Gegenstand ihrer Zuneigung verloren hat?"
Ich habe lange gebraucht, um in "When women were dragons" reinzukommen und es letztendlich zu beenden. Es fällt mir etwas schwer, das Buch zu bewerten, weil es sehr anders war als alles, was ich sonst so lese. Ich mochte den Schreibstil von Anfang an und auch die Töne, die nur zwischen den Zeilen mitschwangen. Es gab viele Zitate, die ich sicherlich markiert hätte, wenn ich annotieren würde. Die Figuren waren mal mehr, mal weniger nahbar, fühlten sich zugleich realistisch und doch auch wie aus einem anderen Leben an. Auch, wenn ich die Wissenschaftlichkeit, mit der an die Geschichte herangegangen wurde, zunächst irritierend empfand, passte sie eigentlich doch sehr gut und hat mich angesprochen. Die Geschichte selbst hat lange gebraucht, um sich zu entwickeln, ähnlich wie das Drachenwandeln auch teils sehr lange dauert, und dennoch hat sie mir letztendlich sehr gefallen. Die ca. letzten 100 Seiten haben mich sehr berührt und auch, wenn ich lange nicht zu 100% wusste, worum es wirklich gehen soll (Feminismus? Emanzipation? Fantasy? Ein bisschen von allem?), hat mich das Buch doch auf ganz besondere Weise doch noch bekommen und ganz tief in mir etwas ausgelöst, was ich gar nicht so genau benennen kann. Es ist schwer zu beschreiben und doch mochte ich das Buch schon sehr, weshalb ich 4,5 Sterne vergebe.
Reizvolle Idee
Tausende Frauen verwandeln sich in Drachen und verlassen ihre Familien. Auch Alex wird verlassen - gewinnt jedoch eine kleine Schwester. Das Problem der fast zu 100% weiblichen Verwandlungen wird vom Patriachat vehement verschwiegen. Frauen werden systematisch unterdrückt. Alex kämpft um ihr Recht auf Bildung. Im Nachwort wird als Antrieb „Wut“ genannt. Die Autorin war wütend während des Schreibens, die Protagonistinen sind wütend ob der weiblichen Unterdrückung. Das habe ich beim Lesen ganz anders empfunden. Für mich stand eher die Befreiung von Zwängen im Vordergrund. Ich habe es so verstanden, dass Alex sich nicht verwandelt hat, weil sie sich selbst aus eigener Kraft von männlicher Fremdbestimmung befreit hat… In dem Buch wird eine reizvolle Lösung für die Befreiung vom Patriachat aufgezeigt. Das ist zunächst amüsant zu lesen. Leider wird das Thema sehr redundant abgehandelt, wodurch das Buch gerade im Mittelteil seine Längen hat. 100 Seiten kürzer hätten dem Buch gutgetan.
zugegeben, ich war anfangs skeptisch, aber dieses Buch hat mich mit einer Wucht von den Sohlen gehauen, das glaubt ihr nicht! Ich kann es von ganzem Herzen jedem und jeder empfehlen. Ich liebe es! ich hatte es aus der Bücherei, aber es gefällt mir so gut, dass ich es vermutlich kaufen werde. Das muss in meinem Regal stehen!
Wenn eine großartige Nachricht schlecht verpackt wird
Ich habe mir wirklich viel von diesem Buch versprochen und bin wohl aus diesm Grubd irgendwie enttäuscht. Aktuell kann ich es noch gar nicht richtig in Worte fassen aber irgendwie hat mir etwas gefehlt? Es war zu unwütend wo ich wütend war. Zu ruhig, wo es hätte laut sein sollen. Und zu angepasst wo es aufmüpfig sein sollte, eventuell war aber genau das ja auch das Ziel?
Sehr feministisch, Fantasy-Aspekt kommt mir mitunter zu kurz
Das Buch war sehr angenehm zu lesen. Die Charaktere und deren Dynamik zueinander ist gut dargestellt. Der Wechsel der Perspektiven zwischen der Erzählerin und wissenschaftlichen Artikeln verschafft eine gute Sichtweise auf das Leben der Menschen. Generell mag ich das 50er-Jahre-Setting der Geschichte sehr. Die Drachen fungieren hier als Metapher für die weibliche Wut und den Wunsch aus gesellschaftlichen Fesseln auszubrechen. Leider kam mir der Fantasy-Aspekt etwas zu kurz und das Ende kam mir durch den Zeitsprung etwas überhastet vor. So finden zu Beginn des Buches wichtig erscheinende Dinge später kaum noch Erwähnung und Einiges blieb unbeantwortet.
Super
Sehr gutes Buch. Ich war so gefesselt von der Geschichte auch, wenn es anders war als ich dachte. Der Vater hat mich so unfassbar wütend gemacht und ich weiß nicht, was ich von der Mutter halte. Einziger Kritikpunkt ist, dass ein paar Fragen unbeantwortet bleiben, auch wenn das natürlich gewollt ist. Achtung ⚠️ maybe Spoiler: Warum wandeln sich nur manche Frauen? Was genau hat es mit den Knoten auf sich?
'When Women were Dragons' war leider nicht das was ich erwartet hatte und hat sich für mich beim lesen sehr in die Länge gezogen. Es ist definitiv eine Geschichte bei der es vor allem um unsere Hauptcharacterin Alexandra 'Alex' geht. Wir folgen ihrem Leben von der Kindheit bis ins Erwachsenen werden. Die Geschichte startet im Amerika der 50er Jahre und dementsprechend wächst Alex in einer Familie mit den für damals typischen Strukturen auf (Vater ist der Hauptverdiener und hat das sagen, Mutter führt den Haushalt). Dann kommt es zu dem sogenannten Drachenwandeln bei dem sich unheimlich viele Frauen plötzlich in eine Drachin verwandeln und verschwinden. Dies wird jedoch von der Regierung todgeschwiegen und am besten sollen alle so tun als sei nie etwas passiert. Das Buch an sich liest sich wie ein historischer Roman und es dreht sich vor allem darum wie Alex mit den ganzen Veränderungen umgeht und zu sich selbst findet. Trotz allem was dagegen spricht wiedersetzt sie sich dem typischen Bild wie sich junge Mädchen(später junge Frauen) verhalten sollen und geht ihren eigenen Weg. Was mir gefallen hat war der mix zwischen historischen und wissenschaflichen Einblicken den man zwischen den Kapiteln aus Alex's bekommt. Allerdings habe ich erwartet das die Geschichte sich mehr mit den Drachinnen beschäftigt, diese bekommen erst sehr spät wirklich eine aktivere Rolle. Als dies endlich passiert gab es dann aber viele Stellen an denen die Beschreibung des Aussehens und Verhaltens der Drachinnen einfach keinen Sinn ergeben haben. Insgesamt hat der Fakt das es das Drachenwandeln gab an sich nicht viel zu der Geschichte beigebracht und das Buch hätte ohne sie genauso funktioniert. Am ende der Geschichte waren für mich auch zu viele Punkte noch offen die oft erwähnt aber nie erklärt wurden, sodass ich den Eindruck hatte man hätte es weglassen können und das Buch hätte dann eine angemessenere Länge gehabt.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Kelly Barnhill hat mehrere Jugendromane geschrieben, darunter The Girl Who Drank the Moon, ein New-York-Times-Bestseller und Gewinner der John Newbery Medal 2017. Außerdem wurde sie mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet und war Finalistin für den SFWA Andre Norton Nebula Award und den PEN America Literary Award. Sie lebt mit ihrer Familie in Minneapolis.
Posts
Super Idee, Umsetzung naja
Ich war vom Klappentext absolut begeistert und hatte auch am Anfang und zwischendrin immer wieder ein sehr gutes Gefühl, dass da was Gutes entsteht. Aber ich muss sagen, dass das Potenzial dieser Idee nicht wirklich genutzt wurde und am Ende vieles für mich nicht ganz klar und stimmig war (z.B. wechselt Alex ganz schön schnell und einfach ihre Meinung). Es wirkt so, als ob einiges in der Story herausgearbeitet werden sollte, aber wenn es dann nicht passte, wurde es innerhalb weniger Seiten passend gemacht.
„Die unterdrückten werden zum Träger einer himmlischen, gerechten Flamme.“
Was war das bitte bloß für ein wilder Fiebertraum?? Ich kann gar nicht in Worte fassen, was ich da wildes gelesen habe!! Der Klappentext gefiel mir beim kaufen unglaublich gut, ich dachte, dies sei eine Fantasystory mit einer neuen Grundidee, welche ich echt interessant fand. Frauen die sich in Drachen verwandeln können, wenn sie unterdrückt werden. Die Handlung spielt 1955 und soll die sogenannte Drachenbewegung beschreiben. Ich würde es als Urban Fantasy bezeichnen, da die Welt nicht fiktiv ist. Trotzdem ist es schwer zu greifen gewesen, da sich vor und nach jedem Kapitel Artikel aus Zeitungen und Büchern stellen und Auszüge zur Drachenbewegung geben. Es ist komplett Biografisch geschrieben. Dies soll den Eindruck vermitteln, dass es wirklich passiert ist und der ein oder andere Artikel dazu ist ganz gut gewesen, aber die meisten nervten nur und machten es unglaublich schwer in die eigentliche Handlung zu kommen. Es vergingen gut knapp 250 Seiten, ehe mal was passierte und auch dann holte es mich einfach nicht ab. Der Schreibstil war schwierig, nicht wirklich flüssig, irgendwie komisch und dieses hin und her war sehr wild. Ich fand die ganze Kommunikation und den ganzen Anfang sehr wild und nicht greifbar und einfach komisch. Man wusste einfach nicht was nun eigentlich passiert oder wo es hinführen wird. Ich bin selbst nicht unbedingt eine Feministin und empfand vieles deplatziert und sehr befremdlich, aber das ist lediglich mein empfinden (und das ist gut so!). Manche Aussagen empfand ich nicht gut und das Buch wirkte irgendwie krampfhaft, so als bräuchte es dringend noch ein Buch über unterdrückte Frauen die nicht gesehen werden. Die Idee selbst hatte unglaublich viel Potenzial etwas großes draus zu machen, aber so war es leider nur ein ganz furchtbarer Fiebertraum, den ich hoffentlich ganz schnell wieder vergessen werde.
Dieses Buch ist ein leidenschaftliches, feministisches Manifest – voller Magie, Wut und Hoffnung. Es ist eine Hommage an alle Frauen, die sich nicht länger zum Schweigen bringen lassen wollen, und an die Kraft, die in jeder von uns steckt. Die Geschichte ist berührend, inspirierend und regt zum Nachdenken an. Für alle, die starke Frauenfiguren, gesellschaftskritische Fantasy und poetische Sprache lieben, ist When Women Were Dragons ein absolutes Muss! 💪🐲📚
Inhalt & Atmosphäre : When Women Were Dragons entführt uns in eine alternative Version der 1950er Jahre in den USA. Im Zentrum steht die junge Alex Green, deren Leben von einem unerklärlichen und gesellschaftlich tabuisierten Ereignis geprägt ist: dem sogenannten “Mass Dragoning” von 1955, bei dem Hunderttausende Frauen und Mädchen sich plötzlich in Drachen verwandeln – und damit alle Vorstellungen von Weiblichkeit, Rolle und Macht sprengen. Die Geschichte wird aus Alex’ Sicht erzählt, die als Kind Zeugin wird, wie ihre geliebte Tante Marla zur Drachenfrau wird und verschwindet. Die Familie und die Gesellschaft schweigen über das Geschehene, was Alex und ihre Cousine Beatrice, die fortan als ihre Schwester gilt, in eine Welt des Verdrängens und Verleugnens zwingt. Alex wächst in einer Atmosphäre der Unterdrückung, der unausgesprochenen Wut und des Schweigens auf – und kämpft gleichzeitig für ihre Bildung und Selbstbestimmung in einer Zeit, in der Frauen auf Hausfrau und Mutter reduziert werden sollen. Stil & Erzählweise : Kelly Barnhill verwebt historische Fiktion, Memoir und fantastische Elemente zu einer vielschichtigen, atmosphärisch dichten Erzählung. Die Prosa ist poetisch, stellenweise humorvoll und voller Wut, Hoffnung und Trauer. Besonders gelungen sind die eingestreuten Zeitungsartikel, Tagebucheinträge und “offizielle” Dokumente, die das Worldbuilding vertiefen und die gesellschaftliche Dimension des Drachen-Phänomens greifbar machen Die Drachen sind dabei nicht nur fantastische Wesen, sondern ein mächtiges Symbol: Sie stehen für weibliche Wut, Selbstermächtigung und das Recht, den eigenen Platz in der Welt einzufordern. Die Verwandlung ist Ausdruck eines Befreiungsschlags aus gesellschaftlichen Zwängen, aber auch ein Kommentar auf das Schweigen über weibliche Erfahrungen und Traumata. Bedeutung & Botschaft des Romans : Barnhill nutzt das Drachenmotiv als Metapher für viele Facetten weiblicher Erfahrung: • Wut & Befreiung: Die Verwandlung in einen Drachen steht für das Heraustreten aus Unterdrückung und für das Recht, wütend zu sein – und diese Wut produktiv einzusetzen • Schweigen & Tabus: Das kollektive Schweigen über die “Dragonings” spiegelt reale gesellschaftliche Tabus wider, etwa um weibliche Körper, Sexualität oder Gewalt. • Selbstbestimmung & Bildung: Alex’ Kampf um ein selbstbestimmtes Leben und ihre Leidenschaft für Mathematik stehen exemplarisch für den Wunsch vieler Frauen, sich nicht auf Rollenklischees reduzieren zu lassen. • Solidarität & Sisterhood: Die Beziehungen zwischen den weiblichen Figuren – besonders zwischen Alex, Marla und Beatrice – zeigen die Kraft weiblicher Solidarität und Unterstützung. Die Autorin will uns zeigen, dass es Mut braucht, sich gegen gesellschaftliche Erwartungen zu stellen und die eigene Stimme zu finden. Ihr Roman ist eine Einladung, die eigenen “Drachenflügel” auszubreiten – und sich nicht kleinmachen zu lassen ❤️

"Alle Frauen sind magisch. Buchstäblich jede einzelne von uns. Es liegt in unsere Natur. Besser, du lernst das jetzt schon." 🪽
------------------------------------------------------- Ich liebe die Idee hinter diesem Buch. Frauen die sich aus ihrer Unterdrückung befreien und zu Drachinnen werden. Die endlich frei von allen Zwängen leben können. Eine Gesellschaft die alles Weibliche versucht totzuschweigen, zu ignorieren und zu unterdrücken. Es gibt so viele Parallelen zu unserer heutigen Zeit, dass ich manchmal richtig wütend geworden bin. Auf das System, das von jedem irgendwie getragen wird, ob man will oder nicht. Ob man es weiß oder nicht. Das Buch macht aber auch Mut. Mut zu Veränderung. Mut dazu sich zu hinterfragen und etwas anders zu machen als vorher. Es hat zwar ein bisschen gedauert bis ich mit dem Schreibstil und Aufbau warm geworden bin, dann hat es mich aber in seinen Bann gezogen.

5 Sterne für die Grundidee ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Ich liebe die Grundidee, Frauen die sich, wenn sie wollen oder sie ihr Leben einfach nicht mehr ertragen in Drachen verwandeln. Ich habe sehr lange gebraucht um in das Buch reinzukommen, die erste Hälfte ist sehr unspannend geschrieben. Viele Unterbrechungen mit Buch-, Zeitungsauschnitten, historischen Begebenheiten, Nachrichten,… Die gerade zu Beginn den Lesefluss eher gestört haben. Später wurden es weniger, da waren sie interessant. Und irgendwann nahm auch endlich die Geschichte Fahrt auf und dann wurde es auch richtig gut. Ob es einen gefällt oder nicht, ich glaube es ist ein Buch was einen in Erinnerung bleibt, irgendwie anders.

Es war nicht schlecht und auch interessant aber nicht meins irgendwie
Den Einstieg fand ich teilweise echt schwierig, den Mittelteil fand ich dann sehr interessant der letzte Teil war dann wieder nur Okay. Der Schreibstil war an sich recht angenehm und man kam schon gut durch die Kapitel durch. Aber irgendwie hat es mich nicht richtig gepackt und ich musste mich stellenweise echt zwingen weiter zu lesen. Ich glaub irgendwie wäre es ohne Drachen fast besser gewesen, die waren teilweise einfach etwas schwer vorstellbar und eigentlich les ich ja nur Fantasy. Aber hier hats irgendwie nicht gepasst. Vielleicht hab ich das Buch auch nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden... ich denke wär sich davon angesprochen fühlt sollte es definitiv auch lesen.
Jahreshighlight! Hier kommen Urban Fantasy, Feminismus und Amerika in den 50er/60er Jahren zusammen.
Auf den Schreibstil muss man sich etwas einlassen, es wechselt zwischen der Geschichte der Protagonistin und dem Einschub aus wissenschaftlichen Artikeln über Drachen. Ich fand das aber sehr passend und es hat mich beim Lesen nicht gestört. Ein Buch, das man definitiv lange im Kopf behält.
Feministische, urban Fantasy und so viel mehr
Ein Buch welches wütend macht, welches die Wut dauerhaft mit sich trägt und einen wachrüttelt. Nach Gerechtigkeit schreit und einen Wandel durchmacht. Ein Buch über Trauma und was es mit einem macht, wenn man darüber schweigt,wie die Autorin sagt. Wir begleiten Alex Green von Kindesbeinen an,bis ins hohe Alter und es war mir eine absolute Freude. Auch wenn es gleichzeitig so wütend gemacht hat. Schon als sie noch ganz klein war gab es ein Thema über das nicht gesprochen werden durfte: Drachinnen und das große Drachenwandeln. Faszinierend und beängstigend zugleich. Schon früh musste Alex Verantwortung übernehmen, eine Verantwortung die viel zu groß war und doch hat sie sie gemeistert. Ihre kleine Schwester/ Cousine großzuziehen. Einen Vater an der Seite, der kein Vater war und alles auf sie abgeladen hat. Trotz dieser Umstände ist sie ihren eigenen Träumen gefolgt und versuchte sie wahr zu machen. Das alles durchwirkt von Magie, Drachinnen und einer großen Portion Feminismus und Selbstbestimmung. Dieses Buch rief so viele Emotionen in mir vor, Wut, Fassungslosigkeit aber auch Hoffnung, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Ich liebe Coming of Age Geschichten und auch hier den wandel der Charaktere, ich konnte direkt mit den Protagonistinnen mitfiebern. Die Geschichte war sehr tiefgründig und fesselnd geschrieben und hatte auch gewissen „found Family“ Elemente. Das Buch beinhaltet so viel das ich es nur schwer in Worte fassen kann. Auch das es in den 50er Jahren spielt, war nur zu passend. Eine absolute Leseempfehlung!
Feministischer Roman über weibliche Wut und Selbstbestimmung, Zusammenhalt unter Frauen und queere Liebe
Die Protagonistin Alex ist noch ein Kind, als sich in den 50er Jahren etwas ereignet, das als die „Große Drachenwandlung“ in die Geschichte der USA eingeht. Hunderttausende Frauen, darunter auch Alex‘ Tante, verwandeln sich scheinbar plötzlich und ohne Vorwarnung in Drachen, verbrennen ihre Häuser, verschlingen ihre Ehemänner oder Vorgesetzte und verschwinden. Das ist nicht das erste Ereignis dieser Art, doch es ist das erste, das aufgrund seines Ausmaßes nicht unter den Tisch gekehrt werden kann, denn „über andere Fälle von spontanen Drachenwandlungen wurde der Mantel des Schweigens ausgebreitet. Zu schockierend seien sie. Zu peinlich. Zu, na ja, weiblich (…) Für die meisten war es wie alle anderen Tabuthemen: Krebs oder Fehlgeburten oder Menstruation.“ Denn Drachenwandlungen sind weiblich. Als Reaktion auf Unterdrückung, Missbrauch und (Alltags-)sexismus treffen Betroffene die selbstbestimmte Entscheidung, sich dem System zu entziehen. Doch da das nicht System funktioniert, wenn sich die Mehrheit entzieht oder es zu laut hinterfragt wird, wird Kindern von klein auf eingetrichtert, dass es keine Drachenwandlungen gebe. Wer Drachen auch nur erwähnt, wird belächelt, bloßgestellt, bestraft. „Schließlich war ich ein Kind, wisst ihr? Ich sollte mich gut benehmen und gehorchen, den Blick auf den Boden gerichtet. Es war nicht nötig, dass ich irgendetwas wusste. Und sie hofften, dass ich es vergessen würde.“ Das führt so weit, dass selbst direkte Zeug:innen einer kognitiven Dissonanz unterliegen. So ergeht es auch Alex, deren Tante sich drachenwandelt und deren Existenz fortan geleugnet wird, obwohl sie eine Tochter hinterlässt, die später als Alex‘ Schwester aufgezogen wird: „Ich liebte meine Schwester. Meine Cousine. Meine Schwester. Sie sah aus wie meine Tante. Ich hatte keine Tante. Ich vermisste meine Tante.“ Die Drachenwandlungen dienen als Metapher für weibliche Selbstbestimmung und weibliche Wut, weshalb es sich trotz des fantastischen Elements bei „When Women Were Dragons“ nicht um Fantasy im klassischen Sinne handelt. Die teilweise geschilderten Auslöser sind alles andere als aus der Luft gegriffen: „Über den simplen Fall eines Vorgesetzten, der seine Hände nicht für sich behalten konnte - ein zu der Zeit [1952] absehbares Arbeitsplatzrisiko -, gingen diese Beschwerden weit hinaus und waren von so ernster Natur, dass sogar (…) geprüft werden sollte, ob tatsächlich eine strafbare Handlung vorlag.“ Die beschriebene Unterdrückung macht wütend, spiegelt jedoch die gelebte Realität in den USA der 50er und 60er Jahren wider. Angesichts der weltpolitischen Lage fühlt sich der Roman dennoch brandaktuell an. Wie sich aus der Widmung und dem bewegenden Nachwort ergibt, ist das auch kein Zufall: Kelly Barnhill bezeichnet die mutige Aussage Christine Blasey Fords als Auslöser für sie, den Roman zu schreiben. Hinter der Message und den Metaphern, die mich sehr beeindruckt haben, kommt meiner Meinung nach jedoch die eigentliche Handlung etwas zu kurz. Das Buch ist kaum handlungsgetrieben - Kelly Barnhill sagt im Nachwort selbst, dass der Roman ursprünglich als Kurzgeschichte konzipiert war -, hat aber gerade in der zweiten Hälfte einige Plotholes. Das macht den Roman insgesamt jedoch nicht weniger lesenswert und ich würde ihn besonders Fans von Margaret Atwood und Mareike Fallwickl empfehlen.

Interessantes Konzept, aber in der Umsetzung nicht ganz überzeugend. 🐲🐉
Die Idee hinter dem Buch fand ich richtig stark: Frauen, die sich in Drachen verwandeln – das ist mal was anderes und steckt voller Symbolik. Es geht um Wut, Freiheit, Rollenbilder – alles wichtige Themen, die Kelly Barnhill auf kreative Weise aufgreift. Leider konnte mich die Geschichte nicht durchgehend packen. Manche Teile haben sich gezogen, und obwohl ich das Setting spannend fand, hat mich das Buch emotional nicht so richtig mitgenommen. Die Figuren blieben für mich ein bisschen auf Distanz. Insgesamt ein Buch mit toller Grundidee und wichtigen Themen, aber erzählerisch hat es mich nicht komplett überzeugt.
Das Einzige, was du letzten Endes beherrschen kannst, bist du selbst. In diesem Augenblick.
Ich bin völlig sprachlos. So ein wahnsinnig gutes Buch, ich hätte gerne zehn Sterne gegeben - mindestens. Der Schreibstil genial und trotzdem gut nachvollziehbar. Als würde die Autorin mit den Wörtern wunderschön tanzen. Die Geschichte genial. So anders und doch irgendwie gleichzeitig die Geschichte jeder Frau in einer patriarchalen Gesellschaft. Female Rage at it's best. Leider werden nicht alle Fragen zur Drachenwandlung endgültig geklärt - aber wie auch, wenn die Forschung dazu verboten ist. Von dem Aspekt her ist das wieder sehr stimmig. Absolute Leseempfehlung!

Ein Buch, dass mich aufgerüttelt hat und so zu Herzen ging. Genau richtig zu dieser Zeit, da unsere Realität ad absurdum kippt und so vieles an bedrohliche Vergangenheitsszenarien erinnert. Ein Buch für uns Mensch*innen, das an unsere Kräfte glaubt. Und an die Männer, die daran glauben, dass Gerechtigkeit für alle gelten muss. Ein Buch, das zeigt, dass es Drach*innen gibt! Der Einstieg ist mir überhaupt nicht leicht gefallen. Tatsächlich war ich die ersten 100 Seiten skeptisch, ob es mich noch packen wird. Es gab viele Anmerkungen und Erläuterungen vergangener Zeiten, gesellschaftlicher Phänome, neu interpretierte Sagen und Einblicke in wissenschaftliche Aufsätze, bei denen mir nicht klar war, wo es hinführen soll. Daneben die Geschichte von Alex und ihrer Mutter und Tante, deren Konflikt zu Beginn im Nebel lag. Es lohnt sich durchzuhalten! Stück für Stück verwuchs die Geschichte mit den gesellschaftlichen Phänomenen. Aus wissenschaftliche Beobachtungen, politisches Unter-den-Tisch-kehren und die Geheimnisse der Familie wurde ein Plot, stellvertretend für den Kampf der Frau und queeren Menschen in unserer Gesellschaft - für die Befreiung aus der Nische, die das Patriarchat für uns bereit hält. Alex wächst mir ans Herz, ihr Kampf um ihre Sehnsüchte, um Familie, um sein dürfen, wer man ist. Und gleichzeitig macht diese Geschichte Mut, nicht aufzuhören, Stellung zu beziehen, aufzurütteln und sichtbar zu sein. Wir alle sind die Gesellschaft und wir machen Politik von jeder einzelnen Position aus, die wir besetzen. Gemeinsam kommt niemand an uns vorbei. Ja, es ist Fantasy - aber auch so viel mehr. Vielen Dank für diese Geschichte, Kelly Barnhill. Ich hoffe, viele werden sie lesen. Jede von uns kann eine Drach*in sein. 🐲

Dieses Buch lässt sich in zwei Worte fassen: FEMALE RAGE. Es vereint Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte der Ungerechtigkeit, die durch Misogynie entstanden sind, und kleidet sie in eine eindrucksvolle Erzählung. Die Ereignisse sind fiktiv – und doch wahr. Es mag keinen „Mr. Green“ geben, aber Männer wie „Mr. Green“ gibt es unzählige. Beim Lesen musste ich oft an die Geschichten meiner Mutter denken, die in den 50er Jahren eine katholische Mädchenschule besuchte. Sie erzählte mir, wie sie als Linkshänderin gezwungen wurde, mit der „schönen Hand“ zu schreiben, oder wie die Nazi-Zeit in der Schule totgeschwiegen wurde. Es ist alles nicht so weit hergeholt wie manch einer annehmen könnte. Das Werk ist keine klassische Erzählung. Es wird durch Berichte und fiktive Zeitungsartikel „unterbrochen“ und liest sich wie eine Biographie, eben nur mit Drachinnen. Der Schreibstil ist eigen und sicherlich nicht für jeden geeignet, aber er passt perfekt zu den Themen, die das Buch behandelt. Am Ende ist dieses Buch eine Ode an Weiblichkeit, Gerechtigkeit und Wissenschaft. Es fordert heraus, rüttelt auf und hinterlässt Spuren – ein Buch, das lange nachhallt.

Feministisch und einprägsam
Was für ein Buch! "When women were dragons" war diesen Monat mein Buddyread mit der lieben @vera_buchwelten und wir haben relativ schnell festgestellt, dass wir dieses Buch außergewöhnlich gut finden und es das Potenzial zu einem Highlight hat!😊 Für mich hatte es ähnliche Vibes wie "Eine Frage der Chemie", auch da es in einer ähnlichen Zeit beginnt - das Amerika der 50er - und man sich als Leser sofort mit dem frauenverachtenden Weltbild der damaligen Zeit auseinandersetzen muss. Man muss ja hier leider dazu sagen, dass sie diese Ansichten in der Realität größtenteils immer noch nicht geändert haben.🫠 Als Leser verfolgen wir hier das Leben der Protagonistin Alex, die ihre Geschichte erzählt und wie die Drachenwerdung in der Gesellschaft (nicht) verarbeitet wurden. Weiterhin gibt es einige "wissenschaftliche Einschübe" über das Drachenwandeln von Forschern und Gelehrten, die noch mehr Einblicke in die Drachenwandlung an sich gegeben haben. Dabei fand ich das Buch gar nicht mal so fantasymäßig, da ich den Aspekt des Drachenwandelns vor allem auch metaphorisch aufgefasst habe, aufgrund der Umstände der Drachenwandlung. Diese Ebene ist auch eigentlich nicht zu übersehen, da die Wandlung hier auch den Ausbruch aus dem klassischen Frauenbild darstellt, die Frauen sich aus ihren typischen Rollen befreien und ihren Herzen und Passionen folgen. Ich fand das sehr gelungen dargestellt, auch hat mir gefallen wie hier das Thema des Generationentraumas durch die Protagonistin aufgearbeitet wurde. Zu einem Highlightbuch hat es für mich dann persönlich leider nicht gereicht. Auch wenn mich das Buch unglaublich fasziniert hat und Schreibstil und Umsetzung sehr gut gelungen waren, war mir im Mittelteil dann zu viel Wiederholung drin und auch ein paar Längen. Es ist und bleibt allerdings ein Buch dass ich sehr gerne weiterempfehlen werde!

»𝐃𝐚𝐬 𝐡𝐚𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐬𝐨 𝐚𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡. 𝐒𝐢𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐢𝐞𝐬𝐬𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐫 𝐆𝐫𝐮𝐧𝐝, 𝐰𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐰𝐢𝐫 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝.«
When Women Were Dragons ist ein unfassbares Buch, das mich fassungslos, wütend und hoffnungsvoll zugleich gemacht hat. Es ist ein Buch, über das ich noch lange nachdenken werde - und das ich jedem empfehlen würde. Zunächst möchte ich anmerken, dass es nicht wie ein typsicher Roman geschrieben ist. Es liest sich eher wie eine Biographie, untermauert mit Auszügen aus wissenschaftlichen Arbeiten. Das war für mich ein sehr ungewöhnlicher Stil, der die Geschichte jedoch nicht weniger bedeutsam gemacht hat. Wir lesen sozusagen die Memoiren von Alex Green; zunächst ein Mädchen, das in den 50er-Jahren in Amerika aufwächst. Die Welt gleicht der unseren mit einer Ausnahme: Die unterdrückten und teils misshandelten Frauen verwandeln sich in Drachen, hinterlassen niedergebrannte Mauern und manchmal verschwundene Ehemänner. Doch für mich war es nicht wirklich ein Fantasy-Roman. Es war eine Geschichte über weibliche Wut, darüber laut zu werden und zu kämpfen. Für mich funktioniert das Drachenwandeln als ein Hauch Fantasy, aber auch als eine gesellschaftskritische Metapher, wie es hätte sein können. Ich habe geweint, ich war wütend, ich habe Alex angefeuert. Ich war neugierig, gespannt und fassungslos. Dieses Buch ist so unfassbar wichtig. Es erzählt auf eindrückliche und fesselnde Art und Weise, warum wir Feminismus brauchen. Es gibt Frauen* das Recht, wütend zu sein, zurück. Bitte lest dieses Buch, denn es ist topaktuell und vermutlich wichtiger denn je.

Passenderweise genau zum Weltfrauentag beendet 🤍 Dieses Buch hat mich jetzt etwas über 2 Monate begleitet. Anfangs konnte ich immer nur 1-2 Kapitel lesen, weil mich manche Szenen so wütend gemacht haben, dass ich immer wieder Pausen gebraucht habe. Später wurde ich nicht mehr wütend sondern wollte einfach immer wieder Zeit haben, um das Gelesene zu überdenken, es einzuordnen… Ich fand die Idee den Feminismus als „Drachenwandeln“ darzustellen manchmal sehr abstrakt, insgesamt wurde aber gut verdeutlicht was die Erwartungshaltung an Frauen war und immer noch ist und wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die sich bewusst gegen diese Erwartungen stellen. Frauen haben zu funktionieren, ihren Mann zu unterstützen, nicht anstrengend sein und schon gar nicht einem Mann den Platz weg zunehmen. Dass dieser gesellschaftlicher Druck bei vielen Frauen zu unbändiger Wut führt ist eine logische Konsequenz aus generationsübergreifender Unterdrückung. When women were dragons ist heute immer noch aktuell. Für mich ist es ein Buch was wahrscheinlich eher Frauen lesen, obwohl sie für mich nicht die Zielgruppe sind, die es eigentlich lesen müssten. Es war ein Buch über das man so viel schreiben, die Bedeutung mancher Charaktere analysieren und Diskussionen führen könnte, da das aber den Inhalt zu sehr spoilern würde, beende ich die Rezi hier. Jeder der sich mit Feminismus beschäftigt sollte das Buch unbedingt lesen!
„Die Welt war wie ein unbequemes Kleidungsstück aus steifem Stoff, mit rauen Nähten und einem störenden Etikett. Ich wollte nichts lieber, als es abzustreifen, doch womit ich es dann ersetzen sollte, wusste ich nicht recht.“
——————————————————————————— Die Idee hinter diesem Buch ist einfach großartig: Frauen brechen aus, aus einer Gesellschaft, die sie unterdrückt, bevormundet und schließlich zum Verstummen bringt. Auch unsere Protagonistin Alex (nicht Alexandra, ich kenne das Problem!) ist gefangen in einem System, das sie mitträgt, weil sie es nicht anders kennt. Die Geschichte beginnt in den 50er Jahren in den USA, als sich plötzlich hunderttausende Frauen drachenwandeln: sie verbrennen Häuser, Ehemänner, lassen Kinder und Arbeit hinter sich und verschwinden. Totgeschwiegen von der Gesellschaft, als hätte es sie nie gegeben. Alex steht zwischen kindlicher Neugier und der Indoktrination, alles „Drachige“ zu leugnen. So verleugnet sie es auch, als ihre Tante sich wandelt und ihre Cousine plötzlich ihre Schwester ist. Leider kam ich nur schwer ins Buch hinein, und obwohl die Idee mich anfangs total begeistert hat, verpuffte ihre Kraft für mich gegen Ende. Die aufgestaute Wut, die sich durch viele Seiten hindurch aufbaute, bekam kein Ventil. Stattdessen driftete die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr in eine „Friede-Freude-Eierkuchen“-Atmosphäre ab. Einige Passagen wirkten fast karikiert, wenn diese Feuerspeienden, wütenden Drachen plötzlich Lippenstift trugen oder strickten? Damit ging für mich ein Teil der Wucht verloren, als würde die ursprüngliche Kraft abgeschwächt oder verniedlicht. Trotzdem ein lesenswertes Buch über weibliche Selbstermächtigung, Wut und das Schweigen, das so viele Frauen umhüllt. 🐉
Es ist ein Roman über Befreiungen von Zwängen, von auferlegten Rollenbildern und überquellend vor Metaphern. Es ist gleichzeitig ein Buch über Drachinnen und über zwei Mädchen, die sich ihren Weg erkämpfen in einer von Männern dominierten Welt. Für mich war die Geschichte, die in den 50ern angesiedelt war und gleichzeitig so aktuell war und auf viele andere soziale und politische Thematiken adaptiert werden kann, wichtig und gleichzeitig aktueller denn je. Andererseits wies er für mich auch einen Spannungsbogen auf, der zu flach war, durch den Fokus und durch die Art des Erzählens. Ihr merkt es schon, ich bin Zwiegespalten. Alex und ihre Cousine, pardon, Schwester leben in den 50ern einer Welt, in der sich 100.000ende Frauen vor kurzem drachenwandelten und ihre Ehemänner, Kinder und Familien verließen. Warum hat sich Alex’ Tante Marla verwandelt, ihre Mutter aber nicht? Kann es noch mal geschehen? Über das Ereignis zu reden ist tabu. Die Drachinnen hat es nie gegeben, die Erinnerung und die Trauer um die Verlorenen ebensowenig. Und nur Alex scheint die Veränderungen an ihrer geliebten Bea zu bemerken. Alex, Wissenschaftlerin und Mathematikerin, erklärt sich immer alles rational. Zahlen wirken auf sie beruhigend - die Geschichte, auf die sie zurückblickt, ist jedoch emotional erzählt. Oftmals fügt sie den Erinnerungen an ihre Kindheit noch Anmerkungen oder Richtigstellungen hinzu. So habe ich es damals gesehen. Heute bin ich schlauer. Ich mochte Alex sehr - Sie wurde streng erzogen, dazu, still zu sein und zu lächeln und später einen guten Ehemann zu finden. Das hat ihren Durst nach Wissen und Zusammenhängen jedoch nie gestoppt - und im Laufe des Buches muss sie ihren eigenen Weg und ihre persönlichen Wahrheiten finden, damit Bea und sie nicht untergehen. Das hat mir wirklich imponiert. Die Passagen aus den Forschungsarbeiten von Dr. Gantz, die immer wieder Alex’ Bericht unterbrachen, strichen die Erzählung in einem höchst wissenschaftlichen Farbton und verliehen der Drachengeschichte irgendwo Authentizität. Kelly Barnhill verwebt in die Familiengeschichte der Greens viele Metaphern, allen voran das Drachenwandeln - das phantastische Element dieses Romans mitsamt Krallen, Schuppen und zerstörerischem Feuer. Die Frauen erheben sich, fordern ihre Rechte und ihre Freiheit. Dass sich vor allen Dingen Frauen wandeln, die unterdrückt, missbraucht oder schikaniert werden von ihren Männern, stellt sich schnell heraus, und ist auch jeder Person bewusst, obwohl sie nicht darüber reden und vor allen Dingen die Kinder nicht in den Himmel schauen dürfen. Das Buch hat mich streckenweise so zornig gemacht, insbesondere das Verschweigen der Wahrheit, die offensichtlich war (ehrlich, müssen wir uns nicht noch heute die Wahrheit aus Fragmenten und Puzzlestücken zusammensuchen?), ferner die Handlungen von Alex’ Vater gegenüber seiner Frau und seinen Kindern im Haushalt. Und darum geht es. Um den Zorn, der unterdrückt werden soll. Um die Gefühle, die brodeln und um das Tabuisieren der Abweichung von der Norm. Kritischer habe ich wahrgenommen, dass die Männer (fast?) alle über einen Kamm geschoren wurden. Alex’ Vater, der Direktor der Schulen, ein Junge an Alex’ Schule sind nicht gerade die freundlichsten Personen. Da hätte ich mir wohl eine differenzierte Betrachtung gewünscht. Der oben erwähnte Spannungsbogen war natürlich da, hielt sich aber eher im Hintergrund, als das er Berge bestieg oder sprunghaft abstieg - das ist wohl die Natur des Buches, und ich kann auch ohne nervenzerfetzendes Adrenalin leben. Das Ende (Achtung, Jammern auf hohem Niveau), das um ehrlich zu sein, vorhersehbar war, hat mich ein bisschen verloren. Kelly Barnhill hat mit „When woman were Dragons“ ein eindringliches Plädoyer über den Zorn der Frauen geschrieben, der Minderheiten an sich, der Schönheit der Andersartigkeit, die eigentlich so anders gar nicht ist. Für dieses Buch gibt es viele Lesarten: Fantasyroman, Sozialstudie aus den 50er und 60er Jahren oder Kritik an der Unterdrückung. Ich war schockiert und zornig und von mir bekommt das Buch eine Empfehlung für all jene, die „nur“ mit hintergründiger Spannung leben können.

Es gibt ja immer so Bücher, die man sehnlichst erwartet. Mehr als andere Neuerscheinungen. ‚When Women Were Dragons‘ von Kelly Barnhill, übersetzt von Isabelle Gore, war so ein Buch für mich. Ich habe mich auf Drachen gefreut, auf Female Rage, Feminismus. Und ich habe eine Geschichte bekommen, die in eine andere Richtung geht, mich aber trotzdem weitestgehend überzeugen konnte. Drachinnen. Die kennt man ja aus vielen Fantasygeschichten. Stolze Wesen, meist Furcht einflößend und Ehrfurcht gebietend. Barnhills Drachinnen sind da eher anders. Frauen* verspüren in ihrer Geschichte einen Ruf, einen Sog, der sie dazu bringt, sich in Drachen zu verwandeln. Ich hatte mir vorgestellt, dass das genau dann passiert, wenn Frauen* wütend sind. Wenn sie ungerecht behandelt werden, Sexismus erfahren. Gewalt. Wenn sie sich wehren wollen und müssen. Falsch gedacht! Es passiert beim Abendessen, in der Schule. Also mitten im Alltag. Die Wandlungen werden von Regierung und Presse unter den Tisch gekehrt, denn dieser Ausdruck von Feminismus ist schließlich ungeheuerlich, zeigt aber nur zu deutlich das Patriarchat. Leider konnte ich die Drachinnen selbst bis zum Schluss gedanklich nicht fassen. Dadurch war es schwer, sie als etwas anderes als eine Allegorie zu interpretieren. Die Frauen* in der Geschichte sind entgegen meiner Vorstellung eher wenig wütend. Sie werden in ihrer Gesamtheit als schwaches Geschlecht dargestellt, dem Männer nichts zutrauen. Das ihre klassisch konservative Rolle als Hausfrau und Mutter erfüllen soll, allerhöchstens zur Sekretärin taugt. Der Fokus Barnhills liegt eher auf den Frauen* selbst, als auf ihrer Wut gegen andere. Auf ihrer Selbstachtung und Selbstverwirklichung, in einer Zeit, die so schwer war für eben das. Dieser Fokus ist Barnhill auch wirklich toll gelungen. Wir begleiten in der Geschichte zwei Schwestern, die ihre Ziele verfolgen, egal was Gesellschaft oder Familie davon denken. So schwer der Weg auch sein mag. Dabei bekommen sie vor allem von anderen Frauen* Unterstützung. Der Zusammenhalt und Support unter den meisten der Frauen* hat mich dabei besonders berührt. Im Gegensatz dazu wurden mir die Männer doch ein bisschen zu einseitig dargestellt. Bis auf einen waren alle Männer sexistisch, lieblos und/oder uninteressiert an ihren Frauen oder Kindern. Voller Vorurteile und sehr konservativ. Manche Männer waren richtig abscheulich zu ihren Frauen, ihre Aussagen haben mich als Leserin ziemlich wütend gemacht. Die Frauen* in der Geschichte leider nicht..

Wann hat euch ein Buch zuletzt richtig wütend gemacht?!😡 Bei mir war es definitiv dieses. Und zwar sogar so sehr, dass ich es an einer Stelle wutentbrannt zugeschlagen und über anderthalb Monate nicht mehr angerührt habe. 🙈 Und trotzdem denke ich sollten dieses Buch so viele Menschen wie möglich lesen! Denn es behandelt so wichtige Themen: Gefühle, Unterdrückung, Wertvorstellungen, Emanzipation, Selbstfindung, Veränderung, Wachstum, Geschichte. Die Handlung spielt in den Fünfziger Jahren in Amerika, könnte aber tatsächlich traurigerweise genauso gut mancherorts noch in der heutigen Zeit so ähnlich stattfinden. Wir begleiten die Protagonistin ... auf ihrem durchaus anstrengenden Kampf durchs Leben und einer Gesellschaft, in der Frauen stets verständnisvoll, brav und vor allem NIEMALS wütend sein dürfen. Denn dann könnten sie zur Drachin werden und davonfliegen... Die Drachenwandlungen in dem Buch habe ich persönlich gar nicht als Fantasyaspekt gesehen, sondern als Metapher und fand sie richtig genial umgesetzt. Allgemein bietet das Buch so viel Gesprächsstoff, Streitthemen und Interpretationsmöglichkeiten, dass ich es mir gut als Schullektüre für die Oberstufe vorstellen könnte. Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt und so manche Szene hab ich selbst jetzt, Monate später, immer noch total bildlich vor mir. (Ich sag nur abwaschende oder strickende Drachinnen😅) Für das etwas andere Drachenbuch gibt es also definitiv eine absolute Leseempfehlung von mir.🖤 (Ihr solltet es vielleicht nur nicht unbedingt in eurer Pause lesen, wenn ihr nicht total wütend weiterarbeiten möchtet 🙈)

„There’s very little we can control in this life. All we can do is accept whatever comes, learn what we can, and hang on to what we love. And that’s it. In the end, the only thing you can hope to control is yourself.” Dieses Buch hat ein super spannendes Konzept. Frauen, die zu Drachen werden, kann als magischer Realismus gesehen werden, aber auch als Metapher für Selbstermächtigung verstanden werden. Die Protagonistin Alex ist super stark und ich habe die Welt richtig gerne durch ihre Augen gesehen. Die„Dokumente“ zwischen Kapiteln (Auszüge aus Büchern, Zeitungen, Gerichtsprotokollen) waren irgendwann etwas langweilig und redundant, aber tendenziell eine gute Untermauerung der Geschichte.
Es lohnt sich, dran zu bleiben.
Ich kam sehr schwer rein in das Buch und habe im ersten Drittel immer wieder überlegt abzubrechen. Doch ich bin sehr froh drangeblieben zu sein. Was einem anfangs zäh wie Kaugummi erscheint, bringt einen unbewusst tief in die Geschichte hinein. Man wird Teil des Ganzen und ich war verblüfft wie stark ich am Ende mit fieberte und fühlte. Es wurde immer spannender und trieb mir mehr als einmal Pipi in die Augen. Neben der ungewöhnlichen und kreativen Story schafft die Autorin einzigartige Metaphern und regt zum Nachdenken an. Ich beendete das Buch mit einem warmen und bereicherten Gefühl und bin froh es doch bis zum Ende gelesen zu haben.

It takes some time 🙈
Zuerst das Positive: ich liebe die Idee hinter dieser Geschichte (Frauen, die zu Drachen werden und sich am Patriarchat rächen – hä? Mega! 😱) und auch den Aufbau, mit den fiktiv-wissenschaftlichen Artikeln zwischendurch. Nur irgendwie haben sich die knapp 450 Seiten gezooooogen wie ein zähes (dennoch leckeres) Kaugummi. Ich habe zwischendurch echt an mir gezweifelt, warum ich kaum vorankomme, obwohl ich die Geschichte doch interessant fand. Woran genau dieses Gefühl nun lag, kann ich immer noch nicht genau sagen, vielleicht waren zwischendurch dann doch mal etwas zu viele Füller und ein gewisses Hin- und Her, um dann doch das Hin zu wählen. Trotzdem bereue ich es nicht mir die Zeit genommen zu haben. Nochmal lesen werde ich es aber vermutlich auch nicht.
Eine feministische Fabel über eine Gesellschaft, die Frauen kleinhalten will
When Women Were Dragons ist eine feministische Fabel über eine Gesellschaft, die Frauen kleinhalten will – und darüber, was es bedeutet, Raum einzunehmen, bunt und laut zu sein. So war mein Start in die Geschichte: Wie so oft wusste ich nicht genau, worum es in der Geschichte geht. Aber als ich den Titel des Buches sah, wusste ich: Das muss ich lesen. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, als die Zusage für ein Rezensions-E-Book kam und ich ein paar Tage später anfangen konnte. Nach wenigen Seiten war ich völlig gefangen. Diese Mischung aus (fiktiven) wissenschaftlichen Texten und der Erzählung der Protagonistin gefiel mir unglaublich gut. Besonders spannend war, dass in den wissenschaftlichen Texten oft Aspekte benannt wurden, die erst später in der Erzählung thematisiert wurden – oder andersherum. Es fühlte sich zwischendurch wie ein Ping-Pong-Spiel an, bei dem man ein wenig miträtseln kann. Und selbst jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe und meine Markierungen durchsehe, fallen mir etliche Details auf, die noch viel mehr Sinn ergeben, wenn man die ganze Geschichte kennt. In der Geschichte geht es um Alex, die als Kind zum ersten Mal eine Drachenwandlung in ihrem Umfeld miterlebt. Schon früh lernt sie zu schweigen, denn selbst wenn Dinge wissenschaftlich nachgewiesen sind, heißt das nicht, dass sie in der Gesellschaft Raum finden und gesehen werden. Alex‘ Geschichte zeigt, wie sehr Frauen unterdrückt wurden – und weiterhin werden – und wie wichtig es ist, Raum einzunehmen und laut zu sein. Hier dann in Form einer Drachin – oder auch in Form einer Frau, die sich selbst verwirklicht. Und damit ist keine „Selbstverwirklichung“ gemeint, die die Gesellschaft vorgibt. Sondern Ziele zu haben und eigene Träume zu verwirklichen, auch wenn man Angst hat. Besonders dann, wenn diese Angst darauf basiert, welche Rolle man doch eigentlich in der Gesellschaft einnehmen soll oder muss – obwohl man sie gar nicht einnehmen will. Das Buch beschäftigt sich neben der Selbstverwirklichung von Frauen auch mit der Bedeutung von Liebe, Trauer und Familie. Damit, was es bedeutet, jemanden zu lieben und gleichzeitig loszulassen – weil man liebt. Und weil man sich selbst liebt. Und vielleicht fragt man sich nicht mehr nur: Was brauchen andere von mir? Sondern vor allem auch: Was brauche ich eigentlich? So habe ich mich beim Lesen gefühlt: Manche Kapitel machten mich wütend, andere nachdenklich. Einige füllten mich mit Glück, manche waren cozy. Ich wollte mir am liebsten eine Tasse Tee nehmen und mich zu dem Wissenschaftler oder der Bibliothekarin setzen. Mit ihnen plaudern, spekulieren, spannende Fakten erfahren und über witzige Anekdoten schmunzeln. Ich habe mir so viele Passagen markiert wie bei keinem anderen Buch. Am liebsten würde ich alle klugen Zeilen mit euch teilen, ebenso jene, die mich zum Nachdenken oder zum Lächeln brachten. Ich würde Hauswände damit tapezieren. Aber dann müsstet ihr die Geschichte nicht mehr selbst lesen – und das wäre wirklich schade. Selbst im Nachwort der Autorin habe ich mir zahlreiche Stellen markiert. Übrigens existiert When Women Were Dragons unter anderem wegen des Falls von Christine Blasey Ford und ihrer Zeugenaussage. Fazit: Meine Rezension kann nicht annähernd beschreiben, was When Women Were Dragons in mir ausgelöst hat. Einerseits wollte ich sie aufsaugen und jede Zeile in mich aufnehmen. Andererseits habe ich mir bewusst Zeit gelassen, weil vieles einfach so nachhallte. Ich habe Pausen gemacht, nachgedacht, Dinge für mich eingeordnet und feministische Gedanken reflektiert. Ich wünsche mir wirklich, dass viele dieses Buch lesen und sich auf diese fantasievolle, feministische, kluge Geschichte einlassen.

Ein feministischer Roman, der den magischen Realismus nutzt, um Wut und den Ausbruch aus den patriarchalen Strukturen auszudrücken. Das Buch spielt in den 1950er Jahren und wird als eine Art Memoir von Alex Green erzählt. Als sie Kind war, verwandelten sich hunderttausende Frauen in Drachen. Die Gesellschaft schweigt über dieses Phänomen und auch Alex Familie redet nicht darüber. Und das obwohl sich ihre Tante in eine Drachin verwandelt hat. Ihre Eltern tuen so, als hätte es die Tante nie gegeben. Alex muss nun mit den Auswirkungen dieses Schweigens umgehen. Ihre Cousine ist plötzlich ihre Schwester und es ist ihr verboten, das zu hinterfragen. Dieser Roman zeigt auf, was Schweigen bewirken kann. Das Schweigen wird hier genutzt, um alte Strukturen aufrechtzuerhalten. Dies bewirkt bei den Menschen Traumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, was die Autorin auch durch Alex gut verdeutlichen konnte. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Drachinnen als Metapher für Wut und das Ausbrechen der Frauen aus ihren Rollen, genutzt wurden. Auch die traditionellen Rollenbilder und was demnach von Frauen „erwartet“ wird, hat die Autorin gut beschrieben. Beispielsweise werden die drachengewandelten Frauen stark kritisiert, da sie ihre Familie zurückließen. Aber bei Männern ist das nicht so schlimm. Die Frauen werden klein gehalten und ihnen wird der Zugang zur Universität stark erschwert. Ich fand es toll, dass Alex dem trotzen konnte und für ihre Bildung gekämpft hat. Auch die care- Arbeit der Frauen und wie diese unterschätzt und als selbstverständlich angesehen wird, wurde gut dargestellt. Zwischen Alex Schilderungen folgten immer mal wieder wissenschaftliche Texte über die Drachinnen, wodurch ich noch mehr in die Welt und den magischen Realismus darin eintauchen konnte. Der Roman ist lang, weil er sehr ausschweifend erzählt wird, was das Buch etwas zäh gemacht hat. Die Erzählungen verloren sich häufig in Einzelheiten, die die Geschichte nicht unbedingt vorangebracht haben. Aber die Beschreibungen waren trotzdem sprachlich sehr schön geschrieben. Ich fand es schade, dass sich Alex als Protagonistin nicht aktiv gegen das System aufgelehnt hat und eher häufig mit dem System gearbeitet und deren Werte reproduziert hat. Andererseits war das auch authentisch, weil sie in diesen patriarchalen Strukturen erzogen wurde und ihr die problematischen Werte sehr eingetrichtert wurden. Es ist ein Prozess, das zu hinterfragen und davon Abstand zu nehmen. Genau das ist der Autorin sehr gut gelungen darzustellen. Alex kritisiert sich auch oft selbst und merkt, dass sie über die Jahre viel dazugelernt hat und nun aufgeklärter ist. Dieses Buch beschreibt das Leben in den 50er Jahren und ist immer noch aktuell. Es kritisiert patriarchale Strukturen, indem es die Ungleichheiten aufzeigt. Es verdeutlicht, wie Wut dazu verhelfen kann, Veränderungen zu bewirken und zeigt auf, wie viel schöner die Welt ist, wenn Frauen diese regieren. Der magische Realismus macht das Buch noch interessanter und fesselnder. Trotz der oft zähen Kapitel fand ich das Buch gut und kann es weiterempfehlen.
Ein Lesehighlight für mich!
Wir kennen die Redewendung 'Das ist aber ein Drachen' für Frauen, die vielleicht ein bisschen 'unbequem' sind, doch alle. Und als es in den 50ger Jahren in den USA zu spontanen Drachenwandlungen von Frauen kam, wurde diese Redensart Wirklichkeit. 🐉 Leute, was für ein Buch! Schon alleine die Idee zu diesem Buch verdient einen Oscar! Und ich kann Euch sagen, dass mich dieses Buch sämtliche Emotionen gekostet hat, die es gibt. 🤭 Es hat genau an den richtigen Stellen gekitzelt und wenn es im Grunde nicht so traurig wäre, hätte man auch sehr viel lachen können. Aber Fakt ist: Frauen wurden und werden auch heute noch in unserer Gesellschaft anders behandelt als Männer. Und dieser, ich nenne es mal, Schmerz steckt tief. Die Autorin schafft es auf so einnehmende Art und Weise, dieses Thema aufzuarbeiten. Auf ihre ganz eigene Art. Und die ist so, so gut! Ich sehe dieses Buch nicht als reines Fantasy Buch. Ich würde es ein feministisches Werk mit Fantasy Anteil nennen. Und jede Frau, ob jung oder alt, sollte dieses Buch gelesen haben. Und jeder Mann. Von Seite eins an war ich Feuer und Flamme für dieses Buch 🔥. Ich musste es oft absetzen und das Gelesene sacken lassen. Dieses Buch lädt zum Nachdenken und vor allem zum Überdenken ein. In welchen Bereichen spürt man selber heute noch so ein misogynes Verhalten. Was passiert mit Frauen, die dem gesellschaftlichen Druck nicht mehr stand halten? Wie gehen wir damit um? Mir war schon sehr früh klar, dass dieses Buch ein Highlight für mich wird. Die Geschichte unserer zwei Hauptfiguren Alexandra und Beatrice, kurz Alex und Bea genannt, ist mir so nahe gegangen 🤗 Ganz wunderbar verknüpft Kelly Barnhill Realität mit Fiktion. Ich kann Euch dieses wunderbare Werk einfach nur ans Herz legen! So wichtige Themen eingewoben in eine ganz wunderbare Geschichte. Ein großes Lesehighlight für mich!

Der Kampf des Feminismus, in spannender kafkaesker Art und Weise präsentiert - Und Drachen.
Was soll ich über dieses Buch sagen? Spannend, aber düster. Interessant, aber deprimierend. Das Buch zeigt vom konstanten Kampf eines Mädchens, die seit der großen Verwandlung hunderttausender Frauen in Drachen von ihren Eltern und zig anderer Personen um sie herum unterdrückt wird. Damit muss man klarkommen können, das Buch zieht eine ständig negative Linie durch die Handlung und zeigt überspitzt auf, wie wenig Rechte Frauen in deb 50ern/60ern hatten. Dennoch ist der Schreibstil wirklich gut. Es bleibt spannend und trotz mancher Längen treiben die Geheimnisse um das Drachenwandeln einen weiter und weiter durch das Buch. Mich selber hat das Buch sehr beschäftigt und ging mir zwischenzeitlich echt ans Gemüt (wie auch "Der Prozess" von Kafka, was ebenso einen beinahe ergebnislosen Kampf eines Opfers der Gesellschaft zeigte). Also, ein echt merkwürdiges Buch.
Ein Buch über Feminismus, Women Rage und natürlich Drachen!
Im Buch begleiten wir Alex von ihrer Kindheit an im Bezug auf das unerklärliche "Drachenwandeln". Zu Beginn ist die Erzählweise sehr spannend, da diese unzuverlässig und voller Widersprüche ist - Alex ist ja erst 4 Jahre alt. Im gesamten Buch werden Politik und Gleichberechtigung immer kritisch beleuchtet, was einen eindeutigen Pluspunkt darstellt! Auch die "wissenschaftlichen" Einschübe von Prof. Gantz waren sehr ansprechend. Der Schreibstil der Autorin ist eher gehoben und sehr detailliert, was mich allerdings nicht störte, sondern die Geschichte authentischer gestaltet. Alles in allem, hatte die Handlung im Bezug auf die Entwicklung deutlich mehr Potential, das leider nicht vollends ausgeschöpft wurde, weswegen mich das Ende etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Dennoch eine (feministische) Lesenempfehlung!
Was für ein besonderes Buch über Wut, Ausbruch, Scham und Fantasie.
Schon der Titel lässt ja vermuten, worum es geht. Doch ist dieses wundervolle Buch viel mehr als ein abgedrehter Fantasy-Roman. Ja, augenscheinlich geht es sehr viel um Feminismus. Und ich habe einige Tränen vergossen mit dem Gefühl der Ungerechtigkeit in mir. Doch geht es auch um die Verarbeitung oder besser gesagt Nicht-Verarbeitung von transgenerationalen Traumata. Auferlegtes Schweigen, Scham auf Rezept. Das darauf nichts entstehen kann, wissen wir vielleicht alle als eigene Persönlichkeiten am besten selbst. Ein großartiges Buch!

★ Ein muss für jede Frau. ★
Ein wirklich sehr schönes Buch, mit einem sehr wichtigen Thema. Ich hab es sehr geliebt und lege es jeder Frau ans Herz es zu lesen. Ich liebe außerdem das setting mit den Drachen. Das einzige was mich etwas gestört hat ist, dass es etwas zäh ist zu lesen. Es hat sich so angefühlt als würde ich ewig brauchen es zu lesen. Aber das war das Buch definitiv wert.
Was muss passieren, dass die Drachin in dir zu Tage kommt und steckt das Feuer in uns allen?
Dieses Buch hält dich von Beginn an in Atem, wir befinden uns in der Zeit um 1955, als Frauen noch missachtet wurden, kaum Rechte hatten und ihr Weg von den Männern vorgeplant war - warum Geld vergeuden, wenn ein Studium sinnlos ist, warum Wissen erwerben, wenn man doch am Besten heiratet und Kinder bekommt. Und dann passiert 1955 - hunderttausende Frauen werden an einem Tag zu Drachinnen - doch die Politik, die Regierung, die Männer, die Familien wollen es nicht wahr haben und versuchen es zu verschweigen, vertuschen, vergessen. In diesem Leben wächst Alex auf und erlebt alles hautnah. Wir begleiten sie auf ihrer eigenen Geschichte durch diese Zeit, auf eigene Erkenntnisse, eigene Wut, eigene Ängste. Der Roman zeigt auf realistische und teils magische Weise auf, was jeden Tag geschieht und was versucht wird zu verheimlichen. Lesen ist meine Empfehlung und dabei auf sein inneres Feuer achten.
Wer eine spannungsreiche Geschichte erwartet, mit vielen Höhepunkten, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden. Wir begleiten Alex die in einer dystopischen Version unserer Welt in den 50er Jahren lebt. Alex ist eine sehr unzuverlässige aber trotzdem glaubwürdige Erzählerin. Die Geschichte beginnt in ihrer Kindheit und wird bis ins hohe Alter erzählt. Drachinnen sind eine Sache über die in der Männer dominierten Welt nicht geredet wird, doch wieso? Was hat es mit ihnen auf sich? Ich möchte nicht spoilern, aber wer Lust auf eine feministische, wütende, etwas andere fantasy dystopie hat und bereit ist sich durch ein paar Längen zu lesen, der wird mit diesem tiefsinnigen Buch sehr glücklich werden.
Das Cover gefällt mir richtig gut. Der Drache, der dort versteckt hinausblickt, lässt das Ganze direkt mysteriös wirken. Sonderlich mysteriös wird es im Buch aber nicht. Der Fantasyaspekt rund um die Drachen ist eher metaphorisch zu verstehen, stört mich aber überhaupt nicht, sondern gefällt mir sehr gut. Wir begleiten die Protagonistin Alex beim Aufwachsen. Als Kind ist sie bereits belastenden Situationen ausgesetzt und erleidet Schicksalsschläge. Das Patriarchat bekommt sie da nur in Auszügen mit, ihre Tante setzt aber viel daran, ihr ein anderes Weltbild zu vermitteln. Es ist immer schwierig, Bücher aus der Perspektive eines Kindes oder einer Jugendlichen zu lesen, wenn man dieses Alter schon länger hinter sich gelassen hat. Dennoch muss man versuchen, sich zurückzuversetzen, um auch Alex' Haltung und auch ihren anfänglichen Trotz zu verstehen. Wir haben Alex auf der einen Seite, mit ihrer internalisierten Meinung, die ihr die Gesellschaft über all die Jahre aufgedrückt hat und die Drachenwandlerinnen und ihre Anhänger auf der anderen Seite, die für Feminimus, Selbstbestimmung, Loslösung und Unabhängigkeit stehen. Es setzt den Schwerpunkt auf die Ungerechtigkeit, die Frauen tagtäglich erleiden müssen, worüber sich wohl auch gerade jetzt beim aktuellen Weltgeschehen wieder viele Menschen noch mehr Gedanken machen als eh schon. Das Buch trifft also einen Nerv, auch wenn es in der Nachkriegszeit spielt. Es beschäftigt sich mit beiden Seiten. Denen, die ausbrechen und denen, die es nicht tun. Warum es schwer ist, aus alten Mustern zu brechen und warum es manchmal auch nicht schlecht sein muss. Es spricht wie gesagt viel in Metaphern und lässt jedem da einen ganz eigenen Interpretationsspielraum. Mir gefällt sehr, welche Richtung dieses Buch einschlägt. Auch wenn es wütend macht und Frustration aufwirft, stellt es Frauen nicht in die Opferrolle und betont ihre Stärke. Einzig das Ende ging mir dann ein bisschen zu schnell, nachdem der Anfang vom Pacing her eher langsam war. Das Ende an sich gefällt mir aber sehr. Definitiv eine gute Wahl, wenn man feministische Literatur lesen möchte.
Das war unser Buchclubbuch für den Januar. Und ich hätte es mir definitiv nicht gekauft wenn ich im Buchladen gewesen wäre. An sich war es dennoch eine interessante und zum Nachdenken anregende Geschichte. Sobald man anfängt, möchte man wissen wie es mit Alex Familie weitergeht und was aus den Drachinnen wird. Der Schreibstil war recht angenehm, allerdings war die Erzählart "anders". Das Buch bekommt 3 Sterne von mir, weil es teilweise ziemlich in die Länge gezogen wurde. Das letzte Drittel war am interessantesten von der Handlung her.
"Was ist Trauer, wenn nicht Liebe, die den Gegenstand ihrer Zuneigung verloren hat?"
Ich habe lange gebraucht, um in "When women were dragons" reinzukommen und es letztendlich zu beenden. Es fällt mir etwas schwer, das Buch zu bewerten, weil es sehr anders war als alles, was ich sonst so lese. Ich mochte den Schreibstil von Anfang an und auch die Töne, die nur zwischen den Zeilen mitschwangen. Es gab viele Zitate, die ich sicherlich markiert hätte, wenn ich annotieren würde. Die Figuren waren mal mehr, mal weniger nahbar, fühlten sich zugleich realistisch und doch auch wie aus einem anderen Leben an. Auch, wenn ich die Wissenschaftlichkeit, mit der an die Geschichte herangegangen wurde, zunächst irritierend empfand, passte sie eigentlich doch sehr gut und hat mich angesprochen. Die Geschichte selbst hat lange gebraucht, um sich zu entwickeln, ähnlich wie das Drachenwandeln auch teils sehr lange dauert, und dennoch hat sie mir letztendlich sehr gefallen. Die ca. letzten 100 Seiten haben mich sehr berührt und auch, wenn ich lange nicht zu 100% wusste, worum es wirklich gehen soll (Feminismus? Emanzipation? Fantasy? Ein bisschen von allem?), hat mich das Buch doch auf ganz besondere Weise doch noch bekommen und ganz tief in mir etwas ausgelöst, was ich gar nicht so genau benennen kann. Es ist schwer zu beschreiben und doch mochte ich das Buch schon sehr, weshalb ich 4,5 Sterne vergebe.
Reizvolle Idee
Tausende Frauen verwandeln sich in Drachen und verlassen ihre Familien. Auch Alex wird verlassen - gewinnt jedoch eine kleine Schwester. Das Problem der fast zu 100% weiblichen Verwandlungen wird vom Patriachat vehement verschwiegen. Frauen werden systematisch unterdrückt. Alex kämpft um ihr Recht auf Bildung. Im Nachwort wird als Antrieb „Wut“ genannt. Die Autorin war wütend während des Schreibens, die Protagonistinen sind wütend ob der weiblichen Unterdrückung. Das habe ich beim Lesen ganz anders empfunden. Für mich stand eher die Befreiung von Zwängen im Vordergrund. Ich habe es so verstanden, dass Alex sich nicht verwandelt hat, weil sie sich selbst aus eigener Kraft von männlicher Fremdbestimmung befreit hat… In dem Buch wird eine reizvolle Lösung für die Befreiung vom Patriachat aufgezeigt. Das ist zunächst amüsant zu lesen. Leider wird das Thema sehr redundant abgehandelt, wodurch das Buch gerade im Mittelteil seine Längen hat. 100 Seiten kürzer hätten dem Buch gutgetan.
zugegeben, ich war anfangs skeptisch, aber dieses Buch hat mich mit einer Wucht von den Sohlen gehauen, das glaubt ihr nicht! Ich kann es von ganzem Herzen jedem und jeder empfehlen. Ich liebe es! ich hatte es aus der Bücherei, aber es gefällt mir so gut, dass ich es vermutlich kaufen werde. Das muss in meinem Regal stehen!
Wenn eine großartige Nachricht schlecht verpackt wird
Ich habe mir wirklich viel von diesem Buch versprochen und bin wohl aus diesm Grubd irgendwie enttäuscht. Aktuell kann ich es noch gar nicht richtig in Worte fassen aber irgendwie hat mir etwas gefehlt? Es war zu unwütend wo ich wütend war. Zu ruhig, wo es hätte laut sein sollen. Und zu angepasst wo es aufmüpfig sein sollte, eventuell war aber genau das ja auch das Ziel?
Sehr feministisch, Fantasy-Aspekt kommt mir mitunter zu kurz
Das Buch war sehr angenehm zu lesen. Die Charaktere und deren Dynamik zueinander ist gut dargestellt. Der Wechsel der Perspektiven zwischen der Erzählerin und wissenschaftlichen Artikeln verschafft eine gute Sichtweise auf das Leben der Menschen. Generell mag ich das 50er-Jahre-Setting der Geschichte sehr. Die Drachen fungieren hier als Metapher für die weibliche Wut und den Wunsch aus gesellschaftlichen Fesseln auszubrechen. Leider kam mir der Fantasy-Aspekt etwas zu kurz und das Ende kam mir durch den Zeitsprung etwas überhastet vor. So finden zu Beginn des Buches wichtig erscheinende Dinge später kaum noch Erwähnung und Einiges blieb unbeantwortet.
Super
Sehr gutes Buch. Ich war so gefesselt von der Geschichte auch, wenn es anders war als ich dachte. Der Vater hat mich so unfassbar wütend gemacht und ich weiß nicht, was ich von der Mutter halte. Einziger Kritikpunkt ist, dass ein paar Fragen unbeantwortet bleiben, auch wenn das natürlich gewollt ist. Achtung ⚠️ maybe Spoiler: Warum wandeln sich nur manche Frauen? Was genau hat es mit den Knoten auf sich?
'When Women were Dragons' war leider nicht das was ich erwartet hatte und hat sich für mich beim lesen sehr in die Länge gezogen. Es ist definitiv eine Geschichte bei der es vor allem um unsere Hauptcharacterin Alexandra 'Alex' geht. Wir folgen ihrem Leben von der Kindheit bis ins Erwachsenen werden. Die Geschichte startet im Amerika der 50er Jahre und dementsprechend wächst Alex in einer Familie mit den für damals typischen Strukturen auf (Vater ist der Hauptverdiener und hat das sagen, Mutter führt den Haushalt). Dann kommt es zu dem sogenannten Drachenwandeln bei dem sich unheimlich viele Frauen plötzlich in eine Drachin verwandeln und verschwinden. Dies wird jedoch von der Regierung todgeschwiegen und am besten sollen alle so tun als sei nie etwas passiert. Das Buch an sich liest sich wie ein historischer Roman und es dreht sich vor allem darum wie Alex mit den ganzen Veränderungen umgeht und zu sich selbst findet. Trotz allem was dagegen spricht wiedersetzt sie sich dem typischen Bild wie sich junge Mädchen(später junge Frauen) verhalten sollen und geht ihren eigenen Weg. Was mir gefallen hat war der mix zwischen historischen und wissenschaflichen Einblicken den man zwischen den Kapiteln aus Alex's bekommt. Allerdings habe ich erwartet das die Geschichte sich mehr mit den Drachinnen beschäftigt, diese bekommen erst sehr spät wirklich eine aktivere Rolle. Als dies endlich passiert gab es dann aber viele Stellen an denen die Beschreibung des Aussehens und Verhaltens der Drachinnen einfach keinen Sinn ergeben haben. Insgesamt hat der Fakt das es das Drachenwandeln gab an sich nicht viel zu der Geschichte beigebracht und das Buch hätte ohne sie genauso funktioniert. Am ende der Geschichte waren für mich auch zu viele Punkte noch offen die oft erwähnt aber nie erklärt wurden, sodass ich den Eindruck hatte man hätte es weglassen können und das Buch hätte dann eine angemessenere Länge gehabt.





















































