Lauter kleine Lügen
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Description
Können die Beziehungen, die eine Gemeinschaft zusammenhalten, sie auch zerstören?
Australien, 1979. Es ist Hochsommer, und in einem ruhigen Vorort schrubbt eine Hausfrau um 3 Uhr morgens Blut von den Fliesen ihres Badezimmerbodens. Ihr Ehemann verhält sich währenddessen bemerkenswert ruhig, wenn man bedenkt, dass er gerade ihren Nachbarn ermordet hat.
Als die Sonne aufgeht, verbreitet sich die Nachricht von Antonio Mariettis Tod wie ein Lauffeuer unter den Nachbarinnen, und mehr als eine der Frauen ist fest entschlossen herauszufinden, wer Antonio umgebracht hat. Doch die vielen gut gemeinten Bemühungen decken mehr Rätsel auf, als sie lösen. Denn hinter jeder Tür verbergen sich Geheimnisse - und die Identität des Mörders ist nur eines davon ...
Ein atmosphärisch dichter und spannungsgeladener Roman über Vorurteile, Misstrauen und das verborgene Leben von Frauen
Book Information
Author Description
Kate Kemp ist gebürtige Australierin, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Großbritannien. Sie ist ausgebildete Psychotherapeutin und hat sowohl in Australien als auch im United Kingdom als Therapeutin gearbeitet. 2021 hat sie den Stylist Prize for Feminine Fiction und den Yeovil Literary Prize gewonnen. LAUTER KLEINE LÜGEN ist ihr erster Roman.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
1979 - Australien - austauschbar
Ich habe das Buch zu Ende gelesen, weil wir es im Krimileseclub ausgewählt hatten. Jedoch ist es für mich kein wirklich spannendes Buch gewesen, mit dem richtigen Genre „Krimi“. Wobei es ja eh als Roman tituliert ist. Es gibt einen Mord und alles dreht sich darum, was ist passiert. Ich habe das Buch irgendwie nur oberflächlich gelesen und die Seiten gezählt, bis es endlich zu Ende war. Die Seiten mit den Ameisen habe ich ausgelassen. Es hat mich auch das ständige Hin und Her in der Zeit vor und nach dem Mord gestört. Auch wirkte es alles etwas wie ein Flickenteppich das Leben all der Personen. Viel zu viel unwichtiges, oberflächliches Geplänkel, fand ich. Am Ende dann Krimiqualität, leider zu spät, um mich zu fesseln. Ausserdem war für mich die Zeit 1979 nicht authentisch wieder gespiegelt und das Leben von damals tatsächlich nicht ausreichend dargestellt.
Lauter kleine Lügen von Kate Kemp ⭐️⭐️⭐️⭐️ Australien, 1979. Ein toter Nachbar. Eine ganze Straße voller Geheimnisse. Und mittendrin: wir als Lesende – mit dem leicht schlechten Gewissen von Voyeur:innen. 👀 Ich muss ehrlich sein: Der Einstieg hat mich etwas Überwindung gekostet. Die vielen Charaktere haben mich anfangs ganz schön auf Trab gehalten – bei so manchem Namen musste ich kurz zurückblättern und überlegen, wer das nochmal war. Aber wer dranbleibt, wird belohnt. Denn was Kate Kemp hier aufbaut, ist faszinierend: Winzige Geheimnisse, die sich still und leise aneinanderreihen, bis sie sich zu einer einzigen großen Lüge aufgetürmt haben. Und gleichzeitig dieses erschreckend realistische Porträt davon, was Misstrauen und Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten können – wie schnell aus Nachbarn Fremde werden, aus Gerüchten Überzeugungen. Man beobachtet, lauscht, schaut durch Schlüssellöcher – und ertappt sich selbst dabei, wie man immer tiefer in die Leben dieser Menschen eindringt. Leicht unwohl, aber unfähig aufzuhören. Genau so fühlt sich gutes Lesen manchmal an. Ein Debütroman, der unter die Haut geht. 🏡🔍

Anders als erwartet: guter Ansatz, längst nicht perfekt
**** Mein Eindruck **** Ich habe mich mit dem Buch bereits zu Beginn schwergetan. Ich hatte eine gewisse Spannung erwartet – stattdessen wurde ich in ein Kleinstadtklischee der 70er Jahre geworfen. Soweit, so gut: Ich passte meine Erwartungen an und erlebte ein Buch, das vor allem von unterschwelligen – teils auch sehr direkten – zwischenmenschlichen Intrigen geprägt war. Der Titel passte insofern tatsächlich sehr gut. Die Grundidee, den Fokus stark auf die Figuren zu legen, gefiel mir mit der Zeit immer besser. Allerdings kämpfte ich mit einigen Längen und vor allem mit der Vielzahl an Namen. Es fiel mir schwer, mich zu orientieren, und ich wusste: Wenn ich das Buch zur Seite lege, bin ich beim Wiedereinstieg völlig verloren. Mit einem besseren Namensgedächtnis wären Pausen möglich gewesen – vielleicht hätte ich das Buch dann entspannter gelesen. So quälte ich mich phasenweise durch, auch wenn ich die Hauptfigur gerne begleitet habe. Die Atmosphäre des Buches konnte mich durchaus fesseln, und auch der Schreibstil der Autorin hatte seinen Reiz: bildhaft, mit Ecken und Kanten – etwas, woran man hängen bleibt. Das hat für mich teilweise die fehlende emotionale Bindung zu den Figuren ausgeglichen. An den Beschreibungen hängen zu bleiben, anstatt an Dialogen oder Zwischentönen, war ungewohnt – aber nicht uninteressant. **** Empfehlung? **** Insgesamt handelt es sich um ein interessantes Debüt, dem es zwar an Spannung mangelt, das aber mit fein gezeichneten, zwischenmenschlichen Dynamiken überzeugt. Wer trotz – oder gerade wegen – meiner Kritik neugierig geworden ist, sollte auf jeden Fall einen Blick ins Buch werfen. Es ist anders, manchmal sperrig, aber nicht ohne Qualität.
Manchmal frag ich mich, wie ein Buch es auf die Spiegel Bestseller Liste schafft, nein das hab ich nach der Lektüre nachgelesen und weiß es, was nicht heißt das ich es verstehen kann.
Hätte ich vorher die Rezensionen von Reado gelesen (nicht von Amazon) hätte ich das Buch vermutlich nicht gelesen. Nun da es für meinen Buchclub ausgesucht wurde musste ich da irgendwie (bis zum Ende) durch, aber es ist ziemlich wirr mit vielen Zeitsprüngen und es fehlt auch irgendwie die „Moral der Geschichte“ also von mir keine Leseempfehlung
Im Zentrum steht nicht die Aufklärung des Mordfalls, sondern die einzelnen Geschichten innerhalb einer australischen Vorstadtsiedlung – geprägt von Geheimnissen, Lügen und gesellschaftlichen Vorurteilen. Durch den bildhaften Schreibstil bekommt man einen lebendigen Einblick in eine Nachbarschaft voller Klatsch und Tratsch. Trotz der starken Atmosphäre verliert die Handlung stellenweise an Tempo, und am Ende bleiben für mich doch einige Fragen unbeantwortet. Insgesamt ein solider und lesenswerter Roman.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Können die Beziehungen, die eine Gemeinschaft zusammenhalten, sie auch zerstören?
Australien, 1979. Es ist Hochsommer, und in einem ruhigen Vorort schrubbt eine Hausfrau um 3 Uhr morgens Blut von den Fliesen ihres Badezimmerbodens. Ihr Ehemann verhält sich währenddessen bemerkenswert ruhig, wenn man bedenkt, dass er gerade ihren Nachbarn ermordet hat.
Als die Sonne aufgeht, verbreitet sich die Nachricht von Antonio Mariettis Tod wie ein Lauffeuer unter den Nachbarinnen, und mehr als eine der Frauen ist fest entschlossen herauszufinden, wer Antonio umgebracht hat. Doch die vielen gut gemeinten Bemühungen decken mehr Rätsel auf, als sie lösen. Denn hinter jeder Tür verbergen sich Geheimnisse - und die Identität des Mörders ist nur eines davon ...
Ein atmosphärisch dichter und spannungsgeladener Roman über Vorurteile, Misstrauen und das verborgene Leben von Frauen
Book Information
Author Description
Kate Kemp ist gebürtige Australierin, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Großbritannien. Sie ist ausgebildete Psychotherapeutin und hat sowohl in Australien als auch im United Kingdom als Therapeutin gearbeitet. 2021 hat sie den Stylist Prize for Feminine Fiction und den Yeovil Literary Prize gewonnen. LAUTER KLEINE LÜGEN ist ihr erster Roman.
Posts
1979 - Australien - austauschbar
Ich habe das Buch zu Ende gelesen, weil wir es im Krimileseclub ausgewählt hatten. Jedoch ist es für mich kein wirklich spannendes Buch gewesen, mit dem richtigen Genre „Krimi“. Wobei es ja eh als Roman tituliert ist. Es gibt einen Mord und alles dreht sich darum, was ist passiert. Ich habe das Buch irgendwie nur oberflächlich gelesen und die Seiten gezählt, bis es endlich zu Ende war. Die Seiten mit den Ameisen habe ich ausgelassen. Es hat mich auch das ständige Hin und Her in der Zeit vor und nach dem Mord gestört. Auch wirkte es alles etwas wie ein Flickenteppich das Leben all der Personen. Viel zu viel unwichtiges, oberflächliches Geplänkel, fand ich. Am Ende dann Krimiqualität, leider zu spät, um mich zu fesseln. Ausserdem war für mich die Zeit 1979 nicht authentisch wieder gespiegelt und das Leben von damals tatsächlich nicht ausreichend dargestellt.
Lauter kleine Lügen von Kate Kemp ⭐️⭐️⭐️⭐️ Australien, 1979. Ein toter Nachbar. Eine ganze Straße voller Geheimnisse. Und mittendrin: wir als Lesende – mit dem leicht schlechten Gewissen von Voyeur:innen. 👀 Ich muss ehrlich sein: Der Einstieg hat mich etwas Überwindung gekostet. Die vielen Charaktere haben mich anfangs ganz schön auf Trab gehalten – bei so manchem Namen musste ich kurz zurückblättern und überlegen, wer das nochmal war. Aber wer dranbleibt, wird belohnt. Denn was Kate Kemp hier aufbaut, ist faszinierend: Winzige Geheimnisse, die sich still und leise aneinanderreihen, bis sie sich zu einer einzigen großen Lüge aufgetürmt haben. Und gleichzeitig dieses erschreckend realistische Porträt davon, was Misstrauen und Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten können – wie schnell aus Nachbarn Fremde werden, aus Gerüchten Überzeugungen. Man beobachtet, lauscht, schaut durch Schlüssellöcher – und ertappt sich selbst dabei, wie man immer tiefer in die Leben dieser Menschen eindringt. Leicht unwohl, aber unfähig aufzuhören. Genau so fühlt sich gutes Lesen manchmal an. Ein Debütroman, der unter die Haut geht. 🏡🔍

Anders als erwartet: guter Ansatz, längst nicht perfekt
**** Mein Eindruck **** Ich habe mich mit dem Buch bereits zu Beginn schwergetan. Ich hatte eine gewisse Spannung erwartet – stattdessen wurde ich in ein Kleinstadtklischee der 70er Jahre geworfen. Soweit, so gut: Ich passte meine Erwartungen an und erlebte ein Buch, das vor allem von unterschwelligen – teils auch sehr direkten – zwischenmenschlichen Intrigen geprägt war. Der Titel passte insofern tatsächlich sehr gut. Die Grundidee, den Fokus stark auf die Figuren zu legen, gefiel mir mit der Zeit immer besser. Allerdings kämpfte ich mit einigen Längen und vor allem mit der Vielzahl an Namen. Es fiel mir schwer, mich zu orientieren, und ich wusste: Wenn ich das Buch zur Seite lege, bin ich beim Wiedereinstieg völlig verloren. Mit einem besseren Namensgedächtnis wären Pausen möglich gewesen – vielleicht hätte ich das Buch dann entspannter gelesen. So quälte ich mich phasenweise durch, auch wenn ich die Hauptfigur gerne begleitet habe. Die Atmosphäre des Buches konnte mich durchaus fesseln, und auch der Schreibstil der Autorin hatte seinen Reiz: bildhaft, mit Ecken und Kanten – etwas, woran man hängen bleibt. Das hat für mich teilweise die fehlende emotionale Bindung zu den Figuren ausgeglichen. An den Beschreibungen hängen zu bleiben, anstatt an Dialogen oder Zwischentönen, war ungewohnt – aber nicht uninteressant. **** Empfehlung? **** Insgesamt handelt es sich um ein interessantes Debüt, dem es zwar an Spannung mangelt, das aber mit fein gezeichneten, zwischenmenschlichen Dynamiken überzeugt. Wer trotz – oder gerade wegen – meiner Kritik neugierig geworden ist, sollte auf jeden Fall einen Blick ins Buch werfen. Es ist anders, manchmal sperrig, aber nicht ohne Qualität.
Manchmal frag ich mich, wie ein Buch es auf die Spiegel Bestseller Liste schafft, nein das hab ich nach der Lektüre nachgelesen und weiß es, was nicht heißt das ich es verstehen kann.
Hätte ich vorher die Rezensionen von Reado gelesen (nicht von Amazon) hätte ich das Buch vermutlich nicht gelesen. Nun da es für meinen Buchclub ausgesucht wurde musste ich da irgendwie (bis zum Ende) durch, aber es ist ziemlich wirr mit vielen Zeitsprüngen und es fehlt auch irgendwie die „Moral der Geschichte“ also von mir keine Leseempfehlung
Im Zentrum steht nicht die Aufklärung des Mordfalls, sondern die einzelnen Geschichten innerhalb einer australischen Vorstadtsiedlung – geprägt von Geheimnissen, Lügen und gesellschaftlichen Vorurteilen. Durch den bildhaften Schreibstil bekommt man einen lebendigen Einblick in eine Nachbarschaft voller Klatsch und Tratsch. Trotz der starken Atmosphäre verliert die Handlung stellenweise an Tempo, und am Ende bleiben für mich doch einige Fragen unbeantwortet. Insgesamt ein solider und lesenswerter Roman.











