Was wir nicht kommen sahen

Was wir nicht kommen sahen

Hardback
4.3185

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Description

Was tun, wenn die Tochter sich aus dem Leben verabschiedet?

An einem ganz normalen Abend verabschiedet sich die 18-jährige Ada von ihrer Familie und beendet ihr Leben durch den Sprung von einer Brücke. Ihre Eltern Jenny und Dominik bleiben fassungslos zurück. Während Dominik sich vor seiner Trauer in Arbeit flüchtet, beginnt Jenny verzweifelt nach Antworten auf die Frage nach dem Warum zu suchen. Im Internet stößt sie auf eine Spur aus digitaler Gewalt, die sich gegen Ada richtete und der auch Jenny bald nicht mehr entrinnen kann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
368
Price
22.70 €

Author Description

Katharina Seck wurde 1987 im Westerwald geboren, wo sie noch heute lebt und als Autorin arbeitet. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit ihren liebsten Menschen und Tieren, einem beachtlichen Stapel ungelesener Bücher sowie politischem Aktivismus. Mehr Infos zur Autorin finden sich auf KATHARINASECK.DE oder ihrem Instagram-Kanal.

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
84%
N/A
36%
0%
65%
0%
90%
99%
53%
36%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
50%
69%
61%
55%

Pace

Fast33%
Slow67%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple33%
Complex0%
Moderate67%
Bildhaft (100%)

Posts

69
All
2

Ich habe das Buch abgebrochen…

Nach ca mehr als 100 Seiten habe ich es abgebrochen. Es ist ein unfassbar wichtiges Thema und ich kann mir vorstellen, dass es für viele sehr toll ist, nur leider für mich nicht. Ich konnte mich mit dem Schreibstil nicht wirklich anfreunden, noch mit den Protagonisten eine emotionale Bindung aufbauen. Es war einfach all in all zu langatmig. Teilweise war es auch sehr gesellschaftskritisch bezüglich Corona, Politik uvm. und das war an einigen Stellen unnötig und zu häufig. Normalerweise kriege ich ein Buch welches nicht mal 400 Seiten hat innerhalb weniger Tage durch. Hier konnte ich es weglegen ohne daran zu denken. Ich musste mich fast schon quälen. Und bevor ich eine Leseflaute durch das Buch bekomme, habe ich mich dazu entschlossen es abzubrechen.

4

Sehr bewegendes und trauriges Buch und sehr wahrscheinlich nicht weit von der Realität entfernt. Zum Glück mit einem kleinem Schimmer Hoffnung am Ende. Absolut lesenswert, besonders, wenn man selbst oder die Kinder viel auf Social Media unterwegs sind. Ich werde nach dem Buch noch aufmerksamer bei meinen Kindern sein!

4.5

Spannend, schockierend, emotional

In diesem schonungslosen Roman und wichtigen Beitrag zu verschiedenen tabuisierten Themen, geht es um: (Cyber-)Mobbing, Hass im Internet - explizit Misogynie und Suizid. Die Kapitel sind im Wechsel aus der Sicht des toten Mädchens sowie der ihrer Mutter verfasst; das macht den Roman kurzweilig und spannend - man möchte wissen, wie es soweit kommen konnte. Auch „Die Anonymität“ hat eigene Kapitel und besteht aus verschiedenen Sichtweisen, die interessant sind, ihren Beitrag leisten. Wir alle haben Verbindung zu sozialen Medien und nicht wenige haben sicher schon schlimme persönliche Angriffe darüber erlebt. Dennoch war mir zuvor nicht in dem Maße bewusst, wie weit das Ganze reichen und getrieben werden kann, Stichwort Frauenhass bzw. „Incels“. Das Buch ist emotional berührend & aufwühlend und aus meiner Sicht sehr lesenswert - allein um der Tabuisierung wieder etwas entgegenzusetzen, über all diese Themen sollte offen(er) gesprochen werden! #esmussimmererstetwaspassierenbevorsichwssändert

5

Unvergessen, was man euch angetan hat. Unvergessen, was sich nicht wiederholen darf.

Was tun, wenn die Tochter sich aus dem Leben verabschiedet? An einem ganz normalen Abend verabschiedet sich die 18-jährige Ada von ihrer Familie und beendet ihr Leben durch den Sprung von einer Brücke. Ihre Eltern Jenny und Dominik bleiben fassungslos zurück. Während Dominik sich vor seiner Trauer in Arbeit flüchtet, beginnt Jenny verzweifelt nach Antworten auf die Frage nach dem Warum zu suchen. Im Internet stößt sie auf eine Spur aus digitaler Gewalt, die sich gegen Ada richtete und der auch Jenny bald nicht mehr entrinnen kann. Mein Fazit: Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich weiß nicht wie ich auch nur ansatzweise das ausdrücken könnte, was ich bei diesem Buch gefühlt habe. Es beschreibt knallhart die blanke Realität der heutigen und vorallem der aktuellen politischen Lage. Not all men but always men… Allein der Gedanke, dass das alles nicht „nur“ irgendeine ausgedachte Geschichte ist, sondern das diese Dinge jeden Tag, in diesem Moment passieren ist unfassbar für mich. Die letzten Kapitel habe ich unter Tränen gelesen und habe so wahnsinnig mitgefühlt mit Jenny. Der Verlust eines geliebten Menschen und dann auch noch auf so eine grausame Weise hinterlässt riesige Narben, die für immer bleiben. Das Buch sollte viel mehr Aufsehen erregen, viel mehr Gehör bekommen und gezeigt werden. „Es muss immer erst etwas passieren, bevor sich was ändert“ 💔

5

Was wir nicht kommen sahen von Katharina Seck Puhhhhh, das war ganz schön harter Tobak, das muss ich jetzt erst einmal sacken lassen und verkraften. Aber ein Buch, das unbedingt, von allen die dazu bereit sind, gelesen werden muss!!!

Ich muss gestehen, mit dem Thema Cybermobbing habe ich mich bisher weniger befasst. Umso schockierender waren die Machenschaften, von denen ich hier gelesen habe. Für schwache Nerven ist das nichts. Die Triggerwarnung zu Beginn des Buches, mit Bezug auf die Content-Note ist unabdingbar und muss absolut ernst genommen werden! Ada, eine 18-jährige Gymnasiastin, betreibt einen Livestream-Kanal, bei dem Sie PC-Spiele online zockt. Hass und Hetze im Netz, hauptsächlich gegen Frauen in der Branche, ist leider sehr verbreitet. So wird auch Ada Mobbing-Opfer und sieht als Ausweg nur noch den Suizid. Das Internet ist nahezu ein rechtsfreier Raum, in dem Personen beleidigt, bedroht, beschimpft und diskriminiert werden können, ohne dass es Konsequenzen gibt oder jemand zur Verantwortung gezogen wird. Niemand wird verurteilt, bestraft oder geht ins Gefängnis. Hier versagt die Gesellschaft als Kollektiv. Wie gehen Adas Eltern damit um, wie schaffen sie es daran nicht zu Grunde zu gehen? Welche Schuldgefühle haben ihre Freunde, wie kommen sie mit dem Suizid der Freundin klar? Die Autorin hat einen schockierenden aber sehr wichtigen Roman erschaffen, der mir sämtliche negativen Emotionen abverlangt hat. Sie schreibt die Kapitel abwechselnd aus Sicht von Ava, ihrer Mutter Jenny und Anonymus, welcher immer eine Person in Adas Leben ist. Das Nachwort der Autorin ist auch sehr stark und gewaltig. Ich sehe das Internet nun völlig kritischer und werde Cybermobbing sicherlich nicht belächeln. Was Social Media & Co. der Seele antut ist unsichtbar!!! Hass und Hetze hat im Netz (wie auch offline) nichts zu suchen. Lasst uns alle gemeinsam stärker und lauter sein als die Mobber, lasst uns Zivilcourage zeigen und die vermeintlichen Opfer unterstützen !!!!!

4

Ich empfand es stellenweise als ein bisschen sperrig, aber das Thema ist so wichtig. Ich würde es jedem empfehlen zu lesen!

5

Pflichtlektüre für alle Social Media NutzerInnen🫂

TW: Suizid, Cyber Mobbing Jeder der mit Social Media zu tun hat MUSS dieses Buch lesen, ohne scheiß! Ich denke an dieses Buch und will einfach nur schreien und heulen. Harter Tobak, pure Realität und wichtige Themen unserer Zeit machen dieses Buch aus! Ich find es so so gut aus welchen Perspektiven das Buch geschrieben ist. Einmal aus Adas Sicht, aus der Sicht ihrer Mutter und aus der Sicht der Anonymität. In diesem Fall ist die Anonymität die Perspektive verschiedener Täter. So viel Hass und Leid steckt in diesem Buch. So viel Verzweiflung und Hilferufe, ich hab’s wirklich sehr schwer ertragen (das is echt ned übertrieben). Dieses Buch zeigt heftig auf, was Cyber Mobbing und unüberlegtes Handeln anrichten kann. Wie es Leben zerstören und nehmen kann. Es ist so schlimm zu wissen, dass die Dinge die angesprochen werden im realen Leben so existieren und jeden Tag passieren. Für mich gehört das Buch definitiv als Pflichtlektüre in jeden Deutschunterricht. Katharina hat hier ein unfassbares Werk geschaffen, der Schreibstil ist wahnsinnig gut und geht direkt ins Herz.

Pflichtlektüre für alle Social Media NutzerInnen🫂
5

Die Geschichte erzählt einen Mix aus Jugendbuch, Krimi und Gesellschaftskritik. Aspekte wie Mobbing, Swatting und Hass werden deutlich mit einbezogen. Lange hallt diese Geschichte nach. Es sollte als Schulleiter dienen. Es fühlt sich real an.

3.5

Ich habe mir etwas mehr erhofft

Als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich das Buch lesen. Ich habe einen eindringlichen und heftigen Roman erwartet. Bekommen habe ich das aber nur bedingt. Die ersten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen. Adas Entschlossenheit, sich das Leben zu nehmen, Jennys Verzweiflung, als ein ganz normaler Tag über ihr zusammenbricht, als sie vom Selbstmord ihrer Tochter erfährt. Das wurde eindringlich und beklemmend geschrieben. Doch dann flacht es leider etwas ab. Wir erleben, was Ada erlebt hat in ihren letzten Wochen und wie Jenny versucht, zu erfahren, was ihre Tochter zu diesem Schritt bewegt hat. Dabei wurde ich mit beiden Protagonistinnen nicht so richtig warm, auch wenn es immer mal wieder emotionale wie beklemmende Momente gab. Auch wenn ich öfters das Gefühl hatte, dass die ein oder andere Szene wenig Mehrwert bietet, so fand ich die Themen spannend gewählt. Misogynie und Cybermobbing, aktuelle wie brisante Themen, deren Wichtigkeit immer mehr zunimmt. Auch wenn ich ein paar Stellen etwas überzogen dargestellt fand, so wurden besonders diese Themen gut und authentisch dargestellt. Auch die digitale Welt mit all ihren Details im Streaming und Social Media wurde authentisch genutzt. Der wirklich tolle Schreibstil von Seck tut da sein übriges und so fand ich diesen Roman insgesamt zwar lesenswert und wichtig, hätte mir aber erhofft, dass er mich emotional mehr mitreißen würde. Schade.

Ich habe mir etwas mehr erhofft
4

Roman über digitale Gewalt, Frauenhass und Cybermobbing

Die 18jährige Ada streamt live ihr gaming und hat sich eine beachtliche Fangemeinde aufgebaut. Eines Tages wird sie Ziel einer Incel-Attacke. Während eines Live-Streams steht plötzlich die Feuerwehr vor der Tür. Adas überraschte Reaktion führt zu Häme. Sie selbst aber beginnt sich zu wehren, was verheerende Nachwirkungen hat... Der Roman beginnt mit Adas Suizid. Jenny, ihre Mutter, trauert und will verstehen. Was hat ihre Tochter in den Selbstmord getrieben? Dabei stößt sie auf digitale Gewalt und beginnt, Gerechtigkeit zu fordern. Bei der Polizei stößt sie zunächst auf taube Ohren. Sie beginnt schließlich selbst auf den sozialen Plattformen zu forschen. Jeder, der in den sozialen Medien unterwegs ist, hat sicher schon mal negative Erfahrungen gemacht. Hatekommentare, Abwertungen, Frauenfeindlichkeit, Fremdenhass sind tägliche Phänomene. Was und wer steckt dahinter? Es ist nicht "das Internet", das Schuld ist. Es ist die Gesellschaft, die die verkorkst ist. Die Menschen sind verunsichert, frustriert. Die "Incel"-Bewegung ist ein oranisierter Frauenhass, wo Männer sich geziehlt Frauen als Opfer suchen um dieses systematisch online fertig zu machen. Im Netz bekommt jeder seine eigene Plattform der Selbstdarstellung, seine eigene kleine Privatbühne, will gesehen werden. Likes und Follower pushen die Dopaminfalle, die Anonymität des Internets macht den Weg frei, persönliche Frustration an anderen Menschen abzuarbeiten. Das Buch bietet keine Lösungen, zeigt aber auf, wie das Leben online die Menschen im wahren Leben beeinflusst. Ada ist ein taffer Charakter. Den Suizid kann man ihr eigentlich kaum abnehmen, sie wirkt sehr empathisch und kämpferisch. Allerdings scheint es fast, als wolle sie ihre Eltern durch ihr Verschwinden schonen wollen. "Es muss erst etwas passieren, bevor sich etwas ändert" sind Adas letzte Worte, und das ist eine traurige Wahrheit. Das Internet ist ein rechtsloser Raum, wo asoziales und beleidigendes Verhalten kaum Konsequenzen nach sich zieht. Ich würde mir von Herzen wünschen, dass die Menschen in der Lage wären, ihr eigenes Leben zu reflektieren, bevor sie online gegen andere agieren. Anonym andere zu erniedrigen und zu beleidigen ist armselig und feige und bringt auch den Mobber nicht weiter. Gewalt, die ausgeführt wird, richtet sich irgendwann immer wieder gegen einen selbst.

4.5

Sollten ALLE lesen!

Inhalt: Eines Abends beendet die 18-jährige Ada ihr Leben durch den Sprung von einer Brücke. Ihre Eltern bleiben fassungslos zurück. Mutter Jenny sucht nach Antworten auf die Frage nach dem Warum. Im Internet stößt sie auf eine Spur aus digitaler Gewalt, die sich gegen Ada richtete und der auch Jenny bald nicht mehr entrinnen kann. Meine Meinung: Hast du die Serie ‘Adolescence’ gesehen? Darin geht es um einen Jugendlichen, der sich im Internet frauenfeindlich radikalisiert. Die Serie fokussiert sich auf den Täter sowie den Umgang seiner Familie mit der Gewalt des Jungen. Das Opfer kommt nie zu Wort. Bei Frau Seck drehen sich die Kapitel fast ausschließlich um Ada und Jenny. Ada, die mit dem Hass nicht mehr klarkommt. Jenny, die beim Versuch zu verstehen, was geschehen ist, in einen Strudel aus Boshaftigkeit gezogen wird. Ich finde nicht alles am Roman gelungen. Dass die Mutter mit 38 Jahren praktisch keine Medienkompetenz besitzt, halte ich mit meinen 36 Jahren für nicht schlüssig. Selbst wenn man die Ausmaße, die Jugendliche täglich durchleben, nicht aus eigener Erfahrung kennt, sind doch Apps wie Instagram oder Hasskommentare keine Fremdworte. Mein zweiter Kritikpunkt: Ab und an kommen die Beweggründe der Hassverbreitenden zu Wort. Hier habe ich Frau Seck als lenkende Autorin wahrgenommen, hat sie doch jeden Beweggrund sarkastisch kommentiert. Das hat mich aus dem Lesefluss gerissen und die Figuren wie plakative Abziehbilder erscheinen lassen. Positiv: Frau Seck schreibt wortgewandt, vielschichtig und nuanciert. Die Aufarbeitung der Trauer und der schleichende Prozess in die Ausweglosigkeit sind so nahbar dargestellt, dass es mir im Herzen weh getan hat. Frau Seck ist niemals melodramatisch und kommt ohne abgedroschene Klischees aus. Wenn darüber diskutiert wird, ‘Adolescence’ an Schulen zu zeigen, dann gehört dieser Roman ebenfalls auf den Lehrplan. Und auch alle Erwachsenen sollten dieses Buch lesen. Denn: Hass hat immer eine Ursache. Und manchmal fängt er – unbewusst – bei einem selbst an. Aber auch genau da kann man ihn stoppen.

Sollten ALLE lesen!
4

Der Roman 'Was wir nicht kommen sahen' von der Autorin Katharina Seck scheint wie aus dem Leben gegriffen und diese Erkenntnis ist das was am Ende so schockiert und weshalb ihn viele Menschen lesen sollten. Aber erst einmal zur Story: Die 18 jährige Gaming Streamerin Ada geht eines Abends aus ihrem Elternhaus und kommt nie zurück. Sie springt von einer Brücke und ist tot. Zurück bleiben schockierte Eltern und ein weiser Abschiedssatz von Ada als Weckruf für mehr Aufmerksam- und Achtsamkeit im Umgang miteinander. ...Es muss erst etwas passieren, bevor sich etwas ändert... So traurig wie der Satz klingt, so wahr ist er auch. Der Roman beschreibt sehr anschaulich unter anderem die Themen Cybermobbing, Misogynie, sexualisierte Belästigung und ihre Auswirkungen. Wie schrecklich hilflos man doch den anonymen (und feigen) Tätern im Netz als auserkorenes Opfer gegenüber steht und völlig ausgeliefert ist. Wirklich schockierend. Der Roman wird aus drei Sichtweisen erzählt. Von Ada erfahren wir wie es zu ihrem Selbstmord kam und was alles im Vorfeld geschah. Adas Mutter Jenny begleiten wir dabei wie sie versucht den Tod Ihrer Tochter nachzuvollziehen und diesem wenigstens im Nachhinein noch einen Sinn zu geben. Der dritte Handlungsstrang wird aus Sicht der Anonymität/den verschiedenen Tätern erzählt und dort spürt man so richtig die Eigendynamik die sich aufbaut und diese anonyme Meute immer härter zuschlagen lässt. Der Roman enthält viele wichtige Botschaften die wir zu meist von Ada lesen. Das fand ich zwar manchmal fast schon zu weise und abgeklärt für eine 18 jährige, aber halt auch unentbehrlich für diese Erzählung. Auch Adas taffes Profil welches nicht recht zu ihrem Selbstmord zu passen scheint, untermauert die Dringlichkeit ihres Abschiedsatzes nochmal und macht mit einem Knall auf diese wichtigen Themen aufmerksam. 'Was wir nicht kommen sahen' sensibilisiert genauer hinzusehen und frühzeitig zu reagieren und vorallem die Anonymität des Internets nicht negativ zu nutzen. Ich kann nur eine Leseempfehlung aussprechen.

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5

Inhaltswarnung belastender Themen auf S.364 in "Was wir nicht kommen sahen". Dieses Buch wird dein Herz schwer machen und dann vielleicht sogar noch ein zusätzliches Gewicht dran hängen. Es wird dir im Magen liegen, dich traurig und unendlich wütend machen. Eigentlich wird es dich durch die ganze Palette an Emotionen schicken. Es wird dich fragen lassen, was hätte sein können, wenn man nur...und hätte man nicht... Es wird dir dein Herz brechen und es erst einmal liegen lassen. Denn so ist das Leben eben manchmal, so ist das, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Wenn ein kleiner Auslöser einen ganzen Sturm losbricht. Es wird dich sogar Hoffnung empfinden lassen, manchmal nur, ganz kurz, nur ein bisschen. Aber darf man das überhaupt in dieser Situation? Doch vielleicht darf man das sogar. Dieses Buch wird vielleicht eines der wichtigen Bücher sein, die du lesen wirst. Nein, warte...ohne das vielleicht. "Was wir nicht kommen sahen" ist da. Es kommt zur richtigen Zeit, es ist wichtig, es ist so wichtig. Es tut weh, es wird dich fertig machen, aber du kannst es nicht mehr ignorieren. Noch vor ein paar Tagen, zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen, habe ich ein Bücherstapel in die Kamera gehalten, der Bücher abbildet, die genau diese Gewalt in verschiedenen Bereichen thematisiert. "Was wir nicht kommen sahen" gehört auf diesen Stapel. Katharina Seck hat ein Buch geschrieben, das vielleicht 'Roman' auf dem Cover stehen hat, aber uns in die Realität hineinschleudert. Sie zeigt, was passiert, wenn digitale Gewalt eskaliert und was für katastrophale Folgen das haben kann. Und das macht sie gleichzeitig knallhart ohne irgendetwas zu beschönigen, aber auch mit so einer unglaublichen Empathie, dass man gar nicht mehr weiß, wohin mir all seinen Emotionen. Denn vor allem die Art des Erzählens sticht heraus. "Was wir nicht kommen sahen" wird im großen Teil jeweils abwechselnd aus Vergangenheitskapiteln von Ada und Gegenwartskapiteln von ihrer Mutter Jenny erzählt. Dabei treffen Verzweiflung, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Trauer und Wut jeweils aus zwei Zeitformen aufeinander und das ist manchmal schwer zu ertragen, aber genauso weiß man, dass man diesen Weg bis zum Ende gehen muss. Weil "Was wir nicht kommen sahen" zu wichtig ist, es schmeißt dir dein Herz vor die Füße, aber es macht dich auch klarer, sehender, empfänglicher für deine Umgebung, weil man nie weiß, was in einem Menschen vorgeht und genau das im Alltag nicht vergessen soll. Und, wie bereits erwähnt, zeigt es dir die brutale Realität digitaler Gewalt, denn das, was in dieser Geschichte passiert, passiert da draußen. Es passiert jeden Tag in deinem Handy, während du durch deinen Feed scrollst. Es zeigt, was digitale Gewalt in einen Menschen anrichten kann, was ein unwissender, hingeklatschter Kommentar im Netz, der nur so voller Hass trieft, in denjenigen, der ihn liest, gegen den er gerichtet ist, auslösen kann. Ich weiß, die, die es betrifft, werden dieses Buch wahrscheinlich nicht lesen. Aber trotzdem ist "Was wir nicht kommen sahen" da- und ihr könnt es nicht mehr ignorieren.

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4.5

Ein Buch mit wichtigen Themen. Vor allem Cybermobbing und Frauenhass stehen im Fokus. Aber auch Klimawandel, Investitionsstau an Schulen, Identitätsklau und Rassismus werden angesprochen. Trotz der Schwere der Themen ist die Geschichte nicht niederschmetternd. Es werden Handlungsmöglichkeiten gegeben und gezeigt, wie stark solidarischen Verhalten sein kann, wie mit Trauer umgegangen wird und wie Menschen sich gegenseitig eine Stütze sein können. Sprachlich hätte ich mir an manch weniger Stelle einen weniger umgangssprachlichen Ton gewünscht. Aber insgesamt ist es ein Buch, das wichtige Aufklärungsarbeit leistet, dem eine fundierte Recherche zugrundeliegt und das eine wichtige Botschaft beinhaltet.

4

Was war das? 🥹💔 "Was wir nicht kommen sahen" war mein erstes Buch von Katharina Seck, und angesprochen vom Klappentext wusste ich, ich muss dieses Buch lesen. Zunächst, das Cover gefällt mir genauso wie es gestaltet wurde. Und auch wenn der Schreibstil zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig war, haben ein paar Kapitel gereicht, und ich war im Lesefluss. "Was wir nicht kommen sahen" oder besser gesagt, was ich nicht kommen sah, war eine Geschichte welche mich hat dazu gebracht, das Buch sogar kurzzeitig zu pausieren, denn die gesamte Thematik- und die beinhaltet einiges, ist schon harte Kost, und hat mich als Mutter - obwohl ich mir dessen bewusst bin und darüber bescheid weiß, echt geschockt. Erzählt wird hier aus drei Sichten Ada, Jenny und die Anonymität. Drei Sichten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Sichten und jede davon erzählt bildlich, realistisch und schmerzhaft wie die Personen alles sehen, fühlen und erleben. Drei Sichten und jede davon hat mich verschiedene Emotionen und Gefühle spüren lassen. Eine war aber immer präsent "Wut", einfach "Wut" auf alles und jeden. Ada und Jenny taten mir auf unterschiedliche Weise so unfassbar leid. Wobei ich auch sagen muss, dass Jenny mir manchmal den letzten Nerv geraubt hat (leider im negativen Sinne). ••• Eine Geschichte welche die Schattenseiten des Internets und des Mobbings zeigt. Eine Geschichte die zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit Verlust, Ängsten und Trauer umgehen. Eine Geschichte welche zum Nachdenken anregt. Eine Geschichte welche einigen vielleicht die Augen öffnet. Eine Geschichte die zeigt, auch vielleicht mal im näheren Kreis nach Opfern und oder Tätern Ausschau zu halten. Eine bedrückende, traurige und schon realistische Geschichte welche mich schokiert, betrübt, wütend, erschüttert und traurig gemacht hat. Als Mutter einer fast gleichaltrigen Tochter, weiß ich nicht wie ich reagieren würde, würde sowas in unserer Familie geschehen 🥹. Ist die Geschichte ein Erfahrungsbericht oder einfach nur sehr nah an der Realität? Lies es und entscheide selbst 🤓. Von mir gibt es 4 ⭐️ und eine Leseempfehlung, aber bitte achtet auf die Triggerwarnung.

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5

CN: Suizid, Mobbing, Stalking Wie leider auch oft genug im Leben, „beginnt" die Geschichte „von hinten". Ada, gerade 18 Jahre alt, hat sich das Leben genommen. Schritt für Schritt nahert man sich bei der Lekture gemeinsam mit Adas Mutter Jenny der Antwort auf die Frage nach dem Warum in den Untiefen des Internets bzw. der sozialen Medien. „Hass im Netz kann tödlich sein. Wir alle sind dafür verantwortlich, dem Einhalt zu gebieten. Behorden, Sicherheitseinrichtungen, Regierungen, vor allem aber auch wir als Gesellschaft. Dazu müssen wir nicht nur die Strukturen aufbrechen, in denen wir einen solchen Hass ermöglichen, sondern auch mehr Anlaufstellen für Betroffene bieten, die Opfer werden." (Zitat aus dem Nachwort der Autorin) Es ist weder leicht noch angenehm dieses Buch zu lesen. Im Gegenteil es wühlt auf, macht betroffen, wütend und unfassbar traurig. Aber das soll und kann bei diesem Thema auch gar nicht anders sein. Ein Buch, das einigen vielleicht noch die Augen öffnen kann und allein deshalb wichtig ist.

4

Was wenn die Tochter sich aus dem Leben verabschiedet?

Wichtiges Buch zum Thema Cybermobbing und die dunkle Seite des Internets. Es wird deutlich gemacht was es für Ausmaße annehmen kann. Dieses Buch ist emotional, schockierend und in der heutigen Zeit so realistisch.

Was wenn die Tochter sich aus dem Leben verabschiedet?
5

Das ist eines der heftigsten und besten Bücher, das ich je gelesen habe!!

Ich weiß nicht wie ich diese Rezension anfangen soll, weil ich noch so ,,geschockt“ bin. Ich habe gerade 30min Rotz und Wasser geheult und bin überhaupt nicht klar gekommen, was war das?? Ich habe noch nie so viel in einem Buch markiert, noch nie so viel über das Geschriebene nachgedacht, noch nie so viel alles hinterfragt und noch nie so viel geweint habe, aber nicht, weil es nur traurig war, sondern weil es ,,echt“ war und das hat mir Angst gemacht. Jeder, wirklich jeder, MUSS dieses Buch lesen! Es ist brutal, heftig, aber ehrlich. Ich muss das alles noch verarbeiten, aber es ist definitiv eines der besten Bücher!

4.5

"Es muss immer erst etwas passieren, bevor sich was ändert."

Ein wichtiges Buch zu den Themen Mobbing, Hass im Netz, Cybermobbing, Identitätsklau, Suizid.... Ada verabschiedet sich völlig normal von ihrer Familie und beendet ihr Leben durch den Sprung von einer Brücke. Ihre Mutter Jenny versucht daraufhin eine Antwort zu finden, warum das passiert ist und sie es nicht hat kommen sehen. Es wird aus 3 Sichten erzählt. Der verstorbenen Ada, der Mutter Jenny und der Anonymität, die aus verschiedenen Internetpersonen besteht. Es zeigt sehr gut den unterschiedlichen Umgang und die unterschiedlichen Sichtweisen der Generationen bzgl dem Internet und Social Media. Während die eine Generation ganz selbstverständlich damit aufwächst, muss die andere sich in die Themen reinfuchsen. Die Bewertung der Gefahren fällt deswegen auch oft unterschiedlich aus. Es zeigt, wie hilflos das System bei vielen dieser Themen ist. Sei es die Lehrkraft, die noch ihren Wissensstand von 19Hundertirgendwas anwendet oder die Polizei, die wenig bis gar nichts tut, wenn einfach zich Fakeprofile mit fragwürdigen Inhalt von einem erstellt werden. Was jetzt nur ein Beispiel ist, aber der Punkt ist, dass das Gefühl bleibt, man stünde mit den Problemen alleine da. Und es zeigt, wie sicher sich Menschen in der Anonymität fühlen und sich in einer Gruppe immer weiter hochschaukeln können, um dann geschlossen auf eine Person zu gehen. Bzw auf eine Person, die nicht in ihr Denkschema passt. Und wie viele sich blind anschließen, ohne sich richtig mit dem Ganzen auseinander zu setzen. Ein Zitat aus dem Buch dazu: "Die Menschen glauben den Nachrichten nicht mehr, den Regierungen nicht, aber was irgendein gesichtsloser Typ mit seinen Buddys auf TikTok hochlud, das glauben sie sofort und ohne zu hinterfragen." Neben den vielen positiven Aspekten, die das Internet und Social Media mitbringen gibt es eben auch Schattenseiten und die werden hier sehr gut aufgezeigt. Auch wenn es schwere Themen sind sollte wirklich jeder dieses Buch lesen.

5

Ein Buch, dass in meinen Augen wirklich jeder gelesen haben sollte!

Ich durfte das neue Buch "Was wir nicht kommen sahen" von Katharina Seck lesen. Das Buch ist im Lübbeverlag erschienen und es handelt sich dabei um Gegenwartsliteratur mit Themen, die uns wirklich alle betreffen! Mich persönlich hat das Buch sehr berührt, da es immer wieder Stellen gab, in denen ich mich selbst gesehen habe. In dem Buch geht es um dem Verlust von Jennys Tochter Ada, die sich nach vermehrtem Cybermobbing das Leben genommen hat. Das ist an sich schon ei sehr schweres Thema und wird in dem Buch sehr gut aufgearbeitet. Das Buch hat drei Sichtweisen, zum einem haben wir Jenny und wir verarbeiten zusammen mit ihr und ihrem Ehemann den Verlust. Hierbei wird der Lesende in den Gedankenvorgang mit einbezogen und wir lernen Stück für Stück zu begreifen, was Ada zu ihrer Entscheidung gebracht hat. Die nächste Sichtweise ist die von Ada, durch die wir die Geschehnisse quasi live miterleben können. Ihre Kapitel sind quasi als Rückblenden eingebaut, damit die Lesenden auch ihren Gedankengang verstehen können. Als letztes gibt es noch die Anonymität, welche das Fehlverhalten von Menschen widerspiegelt und zeigt, was der Auslöser für Mobbing sein kann. In meinen Augen, ich war selbst von Mobbing betroffen, ist das Thema wirklich sehr gut dargestellt. Es lässt viel Spielraum für eigene Spekulationen und lässt einen selbst Nachdenken. Was ich erschreckend fand ist, dass ich mich wirklich in jedem Kapitel gesehen habe. Auch die Gedankengänge der Anonymität, weshalb diese auf gewisse weise gehandelt hat konnte ich sehr gut nachvollziehen. Katharina hat gerade hier sehr gut widerspiegeln können, dass viele verschiedene Dinge der Auslöser für Mobbing sein kann, ohne dieses zu Entschuldigen. Es war demnach möglich Abscheu und zu gleich Mitleid zu empfinden. Ich könnte hier jetzt noch weiter über das Buch Philosophieren und alles auseinandernehmen, aber das würde dann doch zu sehr an einen Schulaufsatz erinnern. Demnach kann ich sagen, es steckt so viel in diesem Buch, es ist Mitfühlend, es ist voller Wut, es bringt einem zum Nachdenken und vor allem ist es real! Vielen Dank Katharina für dieses wunderbare Buch, denn es hat in mir etwas kleines Geheilt was ich in meiner Schulzeit verloren habe! Und ja ich hab schon wieder tränen in den Augen beim schreiben dieser Worte!

Ein Buch, dass in meinen Augen wirklich jeder gelesen haben sollte!
3

Das Thema ist ein schwieriges Was natürlich nicht unter den Tisch gekehrt werden darf. Leider hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Es war mir oft zu schwierig geschrieben und sehr langatmig. Schade eigentlich weil aus dem Hass Thema kann man was machen und auch Leute gut aufklären.

5

Es ist erschreckend realistisch, was in dem Buch beschrieben wird. Die unterschiedlichen Perspektiven, auch von den Hatern, sind hervorragend klar und verständlich dargestellt. Eigentlich auch perfekt als Literatur in der Schule.

5

Puh, wo soll ich anfangen. Zu schreiben, es ist ein schönes oder tolles Buch fühlt sich falsch an, weil es nicht zum Inhalt passt. Was ich aber sagen kann, ist: Dieses Buch, sollte Jede*r lesen. Dieses Buch tut weh, es macht traurig & wütend, aber es bereichert. Es bereichert, weil es verstehen lässt & weil es zum Reflektieren anregt. Bevor ihr dieses Buch beginnt zu lesen, lest die Content-Note. 🙏🫶🏼

5

Ein trauriges Buch, dass zum Nachdenken anregt.

4

Ada nimmt sich mit 18 Jahren das Leben. Ihre Eltern verstehen die Welt nicht mehr und gehen gegensätzlich mit ihrer Trauer um. Dominik, Adas Vater, flüchtet sich in die Arbeit, während Jenny, Adas Mutter, sich auf die Suche nach Gründen für den Selbstmord macht. Im Internet wird sie schließlich fündig. Sie stößt auf digitalen Hass und Gewalt der sich gegen ihre Tochter richtet. Doch wie konnte das Ganze so eskalieren und wie groß ist der Abgrund? Am Ende bin ich sprachlos. Ich meine klar, seitdem es Social Media gibt, traut sich eigentlich fast Jeder unter dem Deckmantel einer gewissen Anonymität zu 75% ungefragt und stellenweise auch ungefiltert seine Meinung zu teilen. An sich ja erstmal kein Problem, aber Viele schießen einfach den Vogel ab und das meine ich im absolut negativen Sinn! Wir erleben die Story aus der Sicht von Ada als sie noch lebte und Jenny im Danach. Zwischendrin gibt es immer mal noch anonyme Sequenzen, die Hintergründe vermitteln und von Menschen stammen die im irgendeiner Art und Weise mit Adas inneren Kampf zu tun haben. Es wird beleidigt, gedroht, sich lustig gemacht. In Adas Fall, wird auch gefaked, geprankt und die private Adresse verbreitet. Von Menschen die sich angegriffen fühlen, weil die junge Frau öffentlich Dinge teilt, die Alle angehen. Es war auch Nix was geheim dahinter, denn die Videos, welche sie anprangert, waren offen zugänglich. Dafür wurde sie aber gehasst unter genau jenem Deckmantel der oben genannten Anonymität. Die Autorin legt hier den Finger auf mehrere Sachen. Dazu zählen unter anderem Cybermobbing, Misogynie, Bedrohung und Suizid. Aber auch die leider reale Machtlosigkeit der Opfer wird gezeigt, da das Recht erst greifen kann, wenn etwas passiert ist. Wie oft hat man das schon lesen müssen oder von Opfern gehört? Über eine Sache musste ich mich dann tatsächlich auch selber erstmal auf den neuesten Stand bringen, da ich es nicht kannte. Dass es diese Incel Bewegung gibt hat mich ziemlich sprachlos zurückgelassen. Was den Transport der Gefühle angeht, konnte ich absolut mit Adas Eltern nachfühlen. Die Starre, der Unglaube, die Frage nach dem Warum. Mir würde es nicht anders gehen. Ich hatte sehr oft Tränen in den Augen, weil es mich stark mitgenommen hat. Fazit Eine Story die den Albtraum vieler Eltern darstellt. Das eigene Kind begraben. Das Traurigste an diesem Buch ist, finde ich zumindest, wie real der Inhalt ist. Gerade Cybermobbing ist etwas, was es zu meiner Jugendzeit vielleicht gab, aber nicht in dem heutigen Ausmaß. Schließlich steckte das Internet in dem Kinderschuhen. Es gilt die eigenen Kinder zu sensibilisieren, aber auch zu bestärken offen mit Eltern, Freunden oder anderen Vertrauensperson zu reden. Von mir gibt es 4 Sterne am Ende

3

„Was wir nicht kommen sahen“ ist inhaltlich ein starkes und wichtiges Buch! Gerade für Teenager und Eltern. Hass im Netz, das Themen, ist relevant, sensibel und gut erzählt. Die Story selbst berührt und regt zum Nachdenken an. Trotzdem hatte ich persönlich Schwierigkeiten, wirklich in den Schreibfluss hineinzufinden. Der Stil ist sehr blumig, voller Metaphern, Vergleiche und sprachlicher Ausschmückungen. Eigentlich schön – aber für mich wurde es irgendwann zu viel. Ich kann nicht einmal genau benennen, woran es liegt, aber die Sprache stand mir immer wieder im Weg und hat mich eher aus der Geschichte herausgezogen als hineingezogen. Inhaltlich also absolut empfehlenswert und wichtig – sprachlich jedoch nicht ganz mein Zugang.

4

Darum geht es: Die 18-jährige Ada begeht Suizid. Was tun, wenn die Tochter aus dem Leben schwindet? Ada verabschiedet sich an einem normalen Abend von ihren Eltern. Mit einem Sprung von der Brücke beendet das junge Mädchen ihr Leben. Jenny und Dominik, ihre Eltern, sind bestürzt, verstört und fassungslos. Das Ehepaar geht sehr unterschiedlich mit der Trauer um. Dominik stürzt sich in seine Arbeit, und Jenny sucht verzweifelt nach Antworten. Ada hat sich durch Online-Zocken eine unreale Welt aufgebaut. Ihre zahlreichen Follower haben ihr beim Gamen zugeschaut. Jenny stößt nach intensiver Recherche im Internet auf digitale Gewalt. Cyberkriminalität, die sich gegen Ada richtet. Mein Leseeindruck: Ich bin selbst Mama einer Tochter und bin immer noch tief getroffen, wie digitale Gewalt das wahre, reale Leben zerstören kann. Die Geschichte ist schwer und erdrückend, manchmal konnte ich das Gelesene kaum aushalten, und gerade deshalb ist es so wichtig, auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Cyberkriminalität ist aktueller denn je. Der Schreibstil von Katharina Seck ist sehr einfühlsam und gefühlvoll. Ich konnte die Trauer und Verzweiflung von Jenny und Dominik auf jeder Seite fühlen und nachempfinden. Die Gefühle wirken authentisch. Im Prinzip habe ich ebenfalls getrauert, so hat mich die Geschichte in den Bann gezogen und mitgenommen. Der Autorin ist es gelungen, einen aktuellen und bildgewaltigen Roman zu schreiben, der mich fassungslos zurücklässt. Fazit: 4/5 ⭐️ Eine Geschichte über digitale Gewalt, sehr einfühlsam erzählt und dennoch macht sie fassungslos und schockiert. Leseempfehlung! Jeder sollte diesen Roman lesen! ♥️

5

Dieser Roman ist ein Weckruf für uns alle. Intensiv, aufwühlend und schonungslos. Eine Geschichte die noch lange nachklingt 🥺

"𝐖𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐬𝐚𝐡𝐞𝐧" – 𝐄𝐢𝐧 𝐁𝐮𝐜𝐡, 𝐝𝐚𝐬 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐇𝐚𝐮𝐭 𝐠𝐞𝐡𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐨𝐫𝐭 𝐛𝐥𝐞𝐢𝐛𝐭 Es gibt Bücher, die liest man und legt sie dann zur Seite. Und es gibt Bücher wie "𝙒𝙖𝙨 𝙬𝙞𝙧 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙠𝙤𝙢𝙢𝙚𝙣 𝙨𝙖𝙝𝙚𝙣" 𝙫𝙤𝙣 𝙆𝙖𝙩𝙝𝙖𝙧𝙞𝙣𝙖 𝙎𝙚𝙘𝙠, die sich ins Herz und den Verstand eingraben, die nachhallen und aufwühlen. Dieses Buch ist keine leichte Lektüre – es ist ein Spiegel unserer digitalen Zeit, in der Hass, digitale Gewalt und Mobbing Menschen zerstören können. Die Geschichte beginnt an einem ganz gewöhnlichen Abend, an dem sich die 18-jährige Ada von ihrer Familie verabschiedet und sich das Leben nimmt. Ihre Eltern, Jenny und Dominik, bleiben fassungslos zurück. Dominik flüchtet sich in die Arbeit, während Jenny sich verzweifelt fragt: Warum? Ihre Suche führt sie in die tiefen Abgründe des Internets, wo sie auf eine Spur aus Hass und Gewalt stößt, die Ada verfolgt hat – und die bald auch Jenny ins Visier nimmt. Katharina Seck wirft in diesem Buch einen schonungslosen Blick auf Themen, die heute fast jede Familie betreffen könnten. Sie stellt Fragen, die jede*r Leser*in umtreiben: Sind unsere Kinder wirklich geschützt? Wüssten wir, wenn sie in Gefahr sind? Oder würde uns, wie Jenny und Dominik, nach einem unbegreiflichen Verlust nur das schmerzhafte Zurückbleiben bleiben? Die Autorin zeigt uns die Tragweite dessen, was digitale Gewalt mit einem Menschen anrichten kann – und wie ohnmächtig und allein gelassen Betroffene in einem System sind, das oft erst reagiert, "wenn etwas passiert ist." Mit Ada hat Seck eine authentische, kämpferische Protagonistin geschaffen, die sich im Gamestreaming eine eigene Welt sucht, weil die echte sie immer wieder enttäuscht. Die Autorin schildert eindringlich, wie Ada nach und nach an den ständigen Angriffen auf ihre Identität zerbricht. Sie muss erfahren, was es heißt, von Menschen verfolgt zu werden, die glauben, durch den Bildschirm und die Anonymität der Plattformen von jeder Verantwortung befreit zu sein. Und dennoch stellt sie sich mutig dem Hass entgegen – bis ihre Kräfte schließlich versagen. Besonders aufwühlend ist Jennys Perspektive, die das Buch mit einer Intensität durchzieht, die noch lange nachklingt: "𝘑𝘦𝘯𝘯𝘺 𝘯𝘪𝘮𝘮𝘵 𝘥𝘦𝘯 𝘒𝘶𝘨𝘦𝘭𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘳 𝘶𝘯𝘥 𝘴𝘦𝘵𝘻𝘵 𝘪𝘩𝘳𝘦 𝘜𝘯𝘵𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘳𝘪𝘧𝘵. 𝘝𝘦𝘳𝘥𝘢𝘮𝘮𝘵𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘦𝘪ß𝘦, 𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘵 𝘦𝘴 𝘥𝘢𝘣𝘦𝘪 𝘪𝘯 𝘪𝘩𝘳, 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘛𝘰𝘤𝘩𝘵𝘦𝘳 𝘪𝘴𝘵 𝘵𝘰𝘵, 𝘶𝘯𝘥 ü𝘣𝘦𝘳𝘢𝘭𝘭 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘶𝘯𝘵𝘦𝘳𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘪𝘩𝘳𝘦 𝘙𝘦𝘴𝘵𝘦 𝘰𝘳𝘥𝘯𝘶𝘯𝘨𝘴𝘨𝘦𝘮äß 𝘦𝘳𝘩𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘦." (𝘚. 47). Dies sind keine bloßen Worte – es sind Schreie des Verlusts und der Ohnmacht, die mitten ins Herz treffen. Katharina Seck ist es gelungen, Themen wie Catfishing, Mobbing, Stalking und die untragbare Hilflosigkeit der Justiz im Umgang mit digitaler Gewalt auf eine Weise zu verweben, die erschüttert, aber auch zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Sie zeigt die tödliche Spirale auf, die sich öffnet, wenn es heißt: "𝘌𝘪𝘯 𝘒𝘳𝘦𝘪𝘴𝘭𝘢𝘶𝘧 𝘢𝘶𝘴 𝘥𝘦𝘳 𝘏ö𝘭𝘭𝘦, 𝘥𝘦𝘯𝘬𝘵 𝘴𝘪𝘦 𝘷𝘦𝘳𝘻𝘸𝘦𝘪𝘧𝘦𝘭𝘵. 𝘈𝘭𝘭𝘦 𝘴𝘤𝘩𝘪𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘨𝘦𝘨𝘦𝘯𝘴𝘦𝘪𝘵𝘪𝘨 𝘥𝘪𝘦 𝘝𝘦𝘳𝘢𝘯𝘵𝘸𝘰𝘳𝘵𝘶𝘯𝘨 𝘻𝘶: 𝘉𝘦𝘩ö𝘳𝘥𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘯 𝘗𝘭𝘢𝘵𝘵𝘧𝘰𝘳𝘮𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘴𝘳𝘶𝘮. 𝘜𝘯𝘥 𝘢𝘮 𝘌𝘯𝘥𝘦 𝘵𝘶𝘵 𝘯𝘪𝘦𝘮𝘢𝘯𝘥 𝘸𝘢𝘴." (𝘚. 148). Trotz der Schwere des Themas gelingt es Seck, eine Geschichte voller Empathie zu erzählen. Eine Geschichte, die uns daran erinnert, dass Worte im Netz nicht weniger Macht haben als Worte im echten Leben. Sie kann zerstören oder heilen – und dieses Buch zeigt beides. Dieser Roman ist ein Weckruf für uns alle. Eine Erinnerung daran, dass wir Verantwortung übernehmen müssen, wenn es um die digitale Sicherheit unserer Kinder geht. "𝙒𝙖𝙨 𝙬𝙞𝙧 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙠𝙤𝙢𝙢𝙚𝙣 𝙨𝙖𝙝𝙚𝙣" ist ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte – und das eine wichtige Rolle in der schulischen Bildung spielen könnte. Eine Geschichte, die uns aufrüttelt und berührt. "𝘌𝘴 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘦𝘳𝘴𝘵 𝘦𝘵𝘸𝘢𝘴 𝘱𝘢𝘴𝘴𝘪𝘦𝘳𝘦𝘯, 𝘣𝘦𝘷𝘰𝘳 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘸𝘢𝘴 ä𝘯𝘥𝘦𝘳𝘵"– Adas letzte Worte vor ihrem Tod, ein Mahnmal auf dem Asphalt geschrieben, brennen sich ins Gedächtnis ein.

Dieser Roman ist ein Weckruf für uns alle. Intensiv, aufwühlend und schonungslos. Eine Geschichte die noch lange nachklingt 🥺
5

Heftiges und wichtiges Buch. Wichtige Themen, die kein Tabu sein sollten!!

5

Ich möchte bitte jeder Person mit diesem Buch auf den Kopf hauen, damit sie endlich checken, dass digitale Gewalt REALE Gewalt ist - bitte lest dieses fucking Buch, es ist 10/10 mein Jahreshighlight.

Seck behandelt die wichtigsten Probleme der gegenwärtigen Gesellschaft: digitale Gewalt, Frauenfeindlichkeit, übergriffige Männer, Incels, patriarchale Strukturen und rechte Narrative. Viel wichtiger noch: Sie zeigt, wie dieser Hass derart miteinander vernetzt und verwoben auftritt, wie Gruppendynamiken wirken und welches Ausmaß diese annehmen können. Jede einzelne Person, die sich in irgendeiner Art und Weise an online Hass-/Hetz-/Mobbingkampagnen beteiligt IST MITSCHULDIG. Reichweitenstarke Influencer* haben VERANTWORTUNG zu tragen und nicht solche „games“ weiter zu befeuern. Das Buch macht wütend und traurig und fassungslos. Mir gefällt, wie gesellschaftskritische Themen eingearbeitet werden und so eine Sichtbarkeit für feministische Themen gegeben wird. Danke.

5

Ein sehr ernstes Thema wunderbar umgesetzt

Ich durfte in einer interessanten Leserunde das neue Buch von Katharina Seck namens "Was wir nicht kommen sahen" aus dem Bastei Lübbe Verlag lesen und finde, dieses Buch hat einen besonderen Platz in den Bücherregalen verdient. Was macht man, wenn die Polizei vor der Tür steht um dir mitzuteilen, dass deine 18-jährige Tochter gerade von einer Brücke in den Tod gesprungen ist? Genau dies passiert Jenny und Dominik eines Morgens. Ihre einziges Kind Ada hat Suizid begangen. Für beide bricht eine Welt zusammen. Im Laufe des Buches wird so Schritt für Schritt aufgeklärt, wie es eigentlich zu diesem endgültigen Schritt von Ada gekommen ist. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Ada und von Jenny erzählt und soviel kann ich verraten, haltet Eure Taschentücher bereit, denn es wird zeitweise doch schon recht emotional. Mein Mamaherz hatte stellenweise zu kämpfen. Ich möchte nicht so sehr ins Detail gehen bei diesem Buch, doch ich kann sagen, es hat einen wichtigen Platz in den Bücherregalen verdient. Ich sage nur noch Danke, dass ich dieses wertvolle Buch lesen durfte, ich werde es nicht so schnell vergessen. #unbezahltewerbung #rezensionsexemplar

5

Tolles Buch und ein Thema was jeder ernst nehmen muss

4

Das Thema ist sehr gut beschrieben und so unglaublich wichtig. Die Story im Hintergrund ist ok. Aber reißt einen nicht mit.

4.5

Ich weiß noch gar nicht was ich diesen Buch sagen soll, was ich weiß dass es mich in den nächsten Tagen noch länger beschäftigen wird. Es ist definitiv ein wichtiges Thema der heutigen Zeit, mit dem man sich beschäftigen sollte. Beachtet aber unbedingt die Content Note.

5

Absolut wichtig und emotional

❗️Content Notes: Cybermobbing, Suizid, Verlust eines Kindes, Trauer „Was wir nicht kommen sahen” von Katharina Seck ist ein gesellschaftskritischer Roman, der sich mit Hass im Netz gegenüber Frauen beschäftigt. Die 18-jährige Ada wächst in einer gesunden Familie auf und streamt in ihrer Freizeit verschiedene Videogames über die Plattform Twitch, als sie dort das erste Mal Opfer einer Cybermobbing-Attacke wird. Die Übergriffe werden trotz ihres Aufbegehrens und dem Rückhalt, den sie aus ihrem Umfeld erfährt, immer brutaler, sodass Ada keinen anderen Ausweg sieht und sich das Leben nimmt. Und mit diesem Entschluss und seinen Konsequenzen startet der Roman. Er wird im Verlauf aus der Perspektive Adas und ihrer Mutter Jenny erzählt. Außerdem erhalten wir immer wieder Einblicke in die Leben und Motive der Personen, die anonym im Internet mit Ada interagieren. In diesen kurzen Perspektiven steckt so viel, worauf ich hier gar nicht eingehen kann, aber ich fand sie so einprägsam, dass ich dies unbedingt herausstellen möchte. Die Perspektiven Adas Vergangenheit und Jennys Gegenwart, wie sie versucht den Grund hinter Adas Tat zu verstehen, laufen erzählerisch ineinander, was mir sehr gefallen hat und die Emotionalität der Geschichte verstärkt hat. Secks Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Sie schafft es, mit klarer, ausdrucksstarker Sprache jedes Wort auf den Punkt zu bringen und Kritik zu üben. Gleichzeitig schafft sie eine Atmosphäre, die durch die authentischen Beschreibungen des Innenlebens ihrer Protagonist*innen geprägt ist, welche auch mir jede Emotion abverlangt hat. Neben der Aufarbeitung Adas Suizids und ihrer Beweggründe ist natürlich auch die Trauerbewältigung ein großes Thema und wie Eheleute nach einem solchen Schicksalsschlag unterschiedlich damit, aber auch miteinander umgehen können. Zum Ende des Buchs kann ich hier nicht mehr sagen, als dass es mir auch unglaublich gut gefallen hat, wenn es auch nicht zwingend so hätte ausgehen müssen. Ich nehme trotz der schrecklichen Thematik auf jeden Fall auch Stärke mit. Das gesamte Buch ist für mich, wie auch bereits erwartet, ein Meisterwerk. Jedes einzelne Wort, jede Botschaft und Kritik perfekt platziert. Die Emotionen der Charaktere, im Speziellen derjenigen, welche Perspektiven wir einnehmen durften, waren greifbar und aufwühlend. Durch die Trauer, Verzweiflung und Hilflosigkeit habe ich mich immer wieder selber mit Wut als Antwort darauf anstecken lassen. Ich werde definitiv noch einige Zeit brauchen, das Buch zu verarbeiten. Insgesamt ist „Was wir nicht kommen sahen” mit seinen schweren Themen ein Buch, für welches die lesende Person definitiv Kapazitäten übrig haben muss. In dem Fall sollte meiner Meinung nach dann aber wirklich jede Person diesen Roman lesen, weil die Thematik so wichtig und gut umgesetzt ist. Ich schließe mich den vielen Meinungen an, die „Was wir nicht kommen sahen” auch als Schullektüre empfehlen.

4

Bewegend und schockierend

Ich habe etwas gebraucht um in die Story reinzukommen aber nach dem ersten Drittel hat es mich doch ziemlich gefesselt. Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, hauptsächlich zwei verschiedene Perspektiven. Vorallem die Perspektive von Jenny, Adas Mutter hat mich gefesselt. Auch Adas Seite ist wichtig und interessant aber für mich war Jennys Seite interessanter. Man sieht deutlich, wie sie nach und nach in die Abgründe blickt, denen ihre Tochter ausgesetzt war. Absolut erschreckend. #esmussimmererstwaspassierenbevorsichwasändert

4.5

Eine unglaublich ergreifende, realistische und aus dem dem Leben gegriffene Geschichte. Es geht viel um Selbstzweifel, Vorwürfe und Hass, aber auch darum, wie alle im Umfeld damit umgehen.

4.5

Unfassbar wichtig und aktuell!

Als Mutter einer fast 18 jährigen Tochter, die auch schon geäußert hat, nicht mehr leben zu wollen, ist das wirklich harte Kost! Niemandem wünscht man dieses Leid, dass Jenny und Dominik in diesem Buch ertragen müssen. Das Buch sollte als Lektüre in der Schule gelesen werden! Es müssen einfach mehr Menschen aufstehen für härtere/andere/gerechtere Gesetze! Es darf nicht weggesehen werden! Prävention schon im Kindesalter! So wichtig, was Katharina dort geschrieben hat! Das Internet braucht, zu allen Vorteilen auch echte Grenzen! Damit eben nicht immer erst etwas passieren muss, bis sich etwas ändert!

Unfassbar wichtig und aktuell!
3

Wahnsinnig wichtiges Thema, und dennoch nicht mein Buch. Hab ich mich damit schwer getan. 🙈 15 Tage hab ich darauf gelesen. Und überlegt es abzubrechen habe ich auch.

WAS WIR NICHT KOMMEN SAHEN - KATHARINA SECK 392 Seiten/ Lübbe / 25.10.24 / @NetgalleyDE Uff. Ich weiß gar nicht wo ich anfange. Joar danke fürs Rezi Ex 🙈🙏 Gehen wir das mal sachlich an. Ich mochte das Buch nämlich aus mehreren Gründen nicht besonders gern. Erstens sind da die drei verschiedenen Erzählstränge: Ada, Jenny und die Anonymität. Dann findet das in unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten statt. Ada ist immer die Vergangenheit, Jenny immer die Gegenwart und die Anonymität wechselt die Zeit. Mein wohl größtes Problem ist, dass ich Jenny nicht fühlen konnte. Ihre Wut auf sich selbst, ihre Ohnmacht, ihre verzweifelte Liebe zu ihrer Tochter, ihren Zorn auf diese, weil die einfach gegangen ist, ohne sich Jenny anzuvertrauen. Genau das hat mir gefehlt. Ich hab das nicht gefühlt. Und dann fand ich das Buch einfach langatmig, hab fünfzehn Tage drauf gelesen, weil es mir keinen Spaß gemacht hat. Himmel, ich hab Ibrar mehr gefühlt, als diese Eltern 🙈 und das sind tolle Eltern. Liebevolle Eltern, die einfach naiv vertraut haben, dass alles gut ist. Und das ist okay. Die gibt es. Und ich fühls nicht 🥲 Was mich aber so richtig hart stört, ist der Fakt, dass es für mich kein befriedigendes Ende gibt, sondern so was halb offenes. Ah danke. Nicht. Was ich aber noch sagen muss! Das Thema ist wichtig. So unglaublich wichtig. Hass im Netz ist ein Problem. Mobbing an Schulen ist ein Problem (auch wenn alle Schulen behaupten, es gäbe weder Mobbing noch Rassismus... es ist ein Problem), das Bekanntgeben von Klarnamen / Adressen ist ein Problem. Depression/ Überforderung / Stress ist ein Problem. Und für einiges gibt es Hilfe. Niemand muss da alleine durch. Sprechen hilft. Es macht das nicht weg, aber wenn da jmd zuhört, kann das helfen. Der weiß evtl noch was Nützliches, das hilft dann auch. Pass auf dich auf. Inhaltswarnung ⚠️ siehe unten, aus dem Buch copy paste, weil super ausführlich ☆☆☆ Bis bald Eva Was tun, wenn die Tochter sich aus dem Leben verabschiedet? An einem ganz normalen Abend verabschiedet sich die 18-jährige Ada von ihrer Familie und beendet ihr Leben durch den Sprung von einer Brücke. Ihre Eltern Jenny und Dominik bleiben fassungslos zurück. Während Dominik sich vor seiner Trauer in Arbeit flüchtet, beginnt Jenny verzweifelt nach Antworten auf die Frage nach dem Warum zu suchen. Im Internet stößt sie auf eine Spur aus digitaler Gewalt, die sich gegen Ada richtete und der auch Jenny bald nicht mehr entrinnen kann. Content-Note Folgende Themen sind in diesem Roman enthalten: Suizidale Gedanken, Suizid, Mobbing (online wie offline), Doxxing, Stalking, sexualisierte Belästigung, Bodyshaming, Catfishing, Misogynie, Beleidigung, Bedrohung, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit

4

Schockierend, eine wichtige Stimme!

**** Worum geht es? **** Alles scheint perfekt. Eine kleine glückliche Familie, eine nahezu erwachsene Tochter, die immer zufrieden und ausgeglichen scheint. Bis nichts mehr heile ist und sie als Mutter verstehen lernen muss was eigentlich passiert ist. Warum hat sich Ada das Leben genommen? **** Mein Eindruck **** Der Inhalt des Buches hat mich absolut nicht kalt gelassen. Mobbing im Internet und deren Reichweite ist ein Thema, das uns alle angeht und uns fast alle schon betroffen hat oder betrifft. Die Details dieses Falles hier sind erschütternd zu verfolgen gewesen. Wer war Ada und warum hat sie diesen Hate abbekommen. Ein Mädchen, wie du und ich. Ada bekam über die Kapitel Persönlichkeitsmerkmale zugesprochen, die weitestgehend auf eine große Personengruppe zutreffen. Ada war mutig und ich neigte dazu zu sagen, weiter so, aber jeder Mensch hat seine Grenzen und auch diese darf man in diesem Buch verfolgen. Die Geschichte ist keine leichte Kost und mehr ein Mahnmal als Unterhaltung, aber, und genau deswegen, so wichtig, denn aus Unterhaltung kann so schnell ernst werden. Literarisch gesehen hatte das Werk für mich ein paar Schwächen, die drei Perspektiven waren teils etwas viel, der Fokus verrutschte in der Mitte, wurde am Ende aber mehr als eingeholt, und so erlebte ich manche Längen. Die Mutter und auch die Anonymitäten hätten fokussierter sein können, am Ende ist das eine Geschmacksfrage, denn die eigentliche Botschaft und damit der Grund für dieses Buch, war laut und deutlich, damit also absolut gelungen! **** Empfehlung? **** Wer mit triggernden Themen gut umgehen kann, sollte unbedingt einen Blick in dieses zeitgemäße und tiefgründige Buch über die Folgen von Cybermobbing werfen. Wortbilder die bewegen.

5

Ich hatte Schmerzen vor Wut

Ada nimmt sich das Leben oder sollte man besser sagen, Menschen brachten Ada dazu sich das Leben zu nehmen. Es muss immer etwas passieren bevor was unternommen wird. Ada ist Twitch Streamerin und erlebt starke CyberMobbing Attacken von Menschen die sie auch privat kennen und somit auch ihr privates Umfeld infiltrieren. In dem Buch erleben wir die Story erzählt von Ada, Jennys Mutter, die mit der Frage des Warums zurückgelassen wird und verschiedener Anonymitäten, die alles als (mehr oder weniger) Außenstehende erleben. Ich finde dieses Buch so wichtig und toll geschrieben, aber bei keinem anderen Buch wie diesem wurde ich so überrannt. Noch nie habe ich es bereit mir die Triggerwarnings nicht durchzulesen und nicht anzunehmen. Ich wusste grob worum es geht, aber wurde nochmal so viel krasser umgehauen. Von Wut, zu Trauer, zu dem Gefühl das man angewidert ist, weil sind wir mal ehrlich? Keiner von uns kennt das genaue Ausmaß und es ist traurig, erschreckend und macht wütend. Ich musste viele kleine Pausen einlegen und wusste vorallem bei den Parts der Anonymität nicht ob ich lachen, weinen oder vor Wut und Hilflosigkeit kotzen soll.

Ich hatte Schmerzen vor Wut
4.5

Die Autorin Katharina Seck hat mit „Was wir nicht kommen sahen“ einen eigenständigen Roman geschrieben, welcher ein sehr brisantes Thema in den Mittelpunkt stellt. Bei sensiblen Lesern empfehle ich, dass man im Vorfeld den Content- Note liest. Themen wie Cybermobbing oder Suizid nehmen in diesem Roman einen wesentlichen Raum ein – doch dies macht dieses Buch zu einem sehr bewegenden Werk. Klappentext: An einem ganz normalen Abend verabschiedet sich die 18-jährige Ada von ihrer Familie und beendet ihr Leben durch den Sprung von einer Brücke. Ihre Eltern Jenny und Dominik bleiben fassungslos zurück. Während Dominik sich vor seiner Trauer in Arbeit flüchtet, beginnt Jenny verzweifelt nach Antworten auf die Frage nach dem Warum zu suchen. Im Internet stößt sie auf eine Spur aus digitaler Gewalt, die sich gegen Ada richtete und der auch Jenny bald nicht mehr entrinnen kann. Bisher habe ich von der Autorin Katharina Seck nur Bücher aus dem Fantasy- Bereich gelesen, welche mich gut unterhalten haben. Aber bei diesem Roman konnte mich der Klappentext sofort überzeugen – er hat sofort mein Interesse geweckt, sodass für mich feststand, dass ich dieses Werk ebenfalls lesen muss. Der Schreibstil von Seck ist sehr bildhaft und ausdrucksstark. Meiner Meinung nach schafft es die Autorin gekonnt, die richtigen Worte zu finden und passt ihren Stil der jeweiligen Szene an. Teilweise ist dieser sehr Stil schon recht poetisch und dann wieder gewaltig, aufrüttelnd und direkt. Gekonnt wird hier eine dichte Atmosphäre erschaffen, der flüssige Stil schafft es, dass eine Art Sogwirkung entsteht und man einfach nur weiterlesen möchte. Als Leser möchte man genauso die Zusammenhänge verstehen, wie die Mutter Jenny. Aber auf der anderen Seite nimmt einen der Inhalt des Buches so mit, bewegt einen, dass man immer mal eine kleine Lesepause einlegen muss, damit man das Gelesene verarbeiten kann. Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Ein Strang ist aus der Sicht von Ada. Zu Beginn wird der Leser bei den letzten Stunden aus Adas Leben mitgenommen. Der Leser erfährt, wie es ihr geht, wie sie sich fühlt und was in ihrem Kopf vorgeht – kurz bevor sie von der Brücke springt, um sich das Leben zu nehmen. Auch werden Rückblenden aus der Perspektive von Ada eingebunden. Dadurch bekommt man als Leser einen guten Einblick in ihr damaliges Leben, was sie beschäftigt hat und was ihr wichtig war. Auch wer ihr den Rücken gestärkt hat und was ihr Halt gegeben hat. Eine weitere Perspektive ist aus der Sicht von Jenny. Sie ist die Mutter von Ada und durch sie erfährt der Leser, dass Ada sich das Leben genommen hat und wie sich das auf das weitere Leben der beiden Eltern, im Besonderen der Mutter auswirkt. Durch diese Perspektive bekommt man einen gelungenen Einblick in die Gefühlswelt der Mutter und auch in ihre Gedankengänge, wie sie die Welt wahrnimmt. Auch möchte Jenny mehr über die Umstände erfahren, die zu diesem Suizid geführt haben, sodass der Leser sie bei ihren privaten Ermittlungen begleitet. Der dritte Strang wird mit Anonymität betitelt. Hier kommen mehrere Personen zu Wort, welche dazu beigetragen haben, dass Ada sich von der Brücke gestürzt hat. Es werden quasi die Täter näher beleuchtet. Jeder hat hier seinen eigenen kleinen Beitrag zu dieser schlimmen Tat gehabt. Zum Teil sind diese Personen durch Hass und Frustrationen geprägt, mit einer Wut auf die Welt, welche sie gerne an Frauen durch die Macht des Internets auslassen. Es ist wirklich erschütternd, welche Gedankengänge hier angesprochen werden. Und noch erschütternder finde ich eins der letzten Kapitel aus der Sicht der Anonymität, wo resümiert wird – aber hier möchte ich nicht spoilern. Zu Beginn wird man sofort mitten in das Geschehen hineingeworfen. Als Leser begreift man schnell, dass man die letzten Stunden von Ada miterlebt. Nur um dann aus der Sicht von der Mutter Jenny zu erfahren, was in der Nacht geschehen ist. Jenny nimmt in diesem Roman eine wesentliche Rolle ein. Sie leidet sehr und kann mit dem nicht wirklich abschließen. Sie möchte wissen, wie es so weit kommen konnte und begibt sich immer tiefer in die Welt ihrer Tochter. Dabei erfährt sie einige Abgründe und bekommt neue Blickwinkel, lernt auch die Freunde ihrer Tochter besser kennen. Seite für Seite werden hier weitere Abgründe aufgedeckt. Es gibt leider sehr viele Leute, welche die Anonymität des Internets für ihre eigenen Machtspiele und Zwecke ausnutzen. Sie verstecken sich hinter dem Tarnmantel und hoffen, dass sie damit durchkommen. Immer mehr erkennen Jenny und damit auch der Leser, was Ada zu dem Suizid getrieben hat. Was hier alles im Vorfeld abgelaufen ist und wie gefährlich das Internet sein kann. Es ist wirklich ein bewegender Roman, der einen emotional berührt. Wichtig finde ich hier auch den gesellschaftskritischen Unterton. Wichtige Themen wie Hass gegen Frauen oder auch Cybermobbing werden hier behandelt. Dies ist ein wirklich wichtiges Buch und die Autorin findet meiner Meinung nach hier immer den richtigen Ton, um diese wichtige Botschaft zu vermitteln. Lediglich die letzten Seiten konnten mich nicht vollständig begeistern. Aber dies ist wirklich Geschmackssache. Insgesamt konnte mich die Autorin Katharina Seck mit ihrem Roman „Was wir nicht kommen sahen“ berühren. Ein gesellschaftskritisches und wichtiges Buch, welches noch nachklingt. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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3.5

Cybermobbing. Ein wichtiges Thema, das hier angesprochen wird. Der Beginn war gut geschrieben und ich schnell in der Thematik drin. Das Ende hat mich emotional sehr berührt. Der ganze Teil dazwischen, tja. Ich habe öfter überlegt, es abzubrechen, da mir der Schreibstil nicht gefallen hat. Immer wieder hingeworfene englische Begriffe, manchmal sicherlich sinnvoll, da sie irgendwie Fachvokabular in der Szene sind, an anderen Stellen dann wieder unnötig. Der ganze Hass, die Aktionen, das war mir teilweise zu detailliert. Da habe ich immer Sorge, dass es manche Menschen erst recht auf Ideen bringt. Ich bin daher sehr zwiegespalten.

3.5

Ada, 18 Jahre, Lets-Playerin, begeht Suizid. Für ihre Eltern vollkommen unerwartet. Nach und nach finden sie heraus, dass Ada Opfer einer Welle von Hass und organisierter Hetze im Netz geworden ist. Ein sehr aktuelles Thema. Ich finde es sehr gut, dass die Autorin sich diesem in ihrem Roman widmet. Dem Nachwort kann ich mich absolut anschließen. Das Internet ist zu einem rechtsfreien Raum geworden. Alles wird kommentiert und als Meinungsfreiheit deklariert. Insbesondere junge, selbstbewusste, politisch engagierte Frauen werden eine Projektionsfläche für Hass. Was dies bei den Betroffenen auslöst, wird nicht bedacht. Leider konnte mich die Umsetzung des Romans dennoch nicht überzeugen. Am Anfang war ich gefesselt, konnte dann aber zu keinem der Protagonisten eine Bindung aufbauen und trotz des emotionalen Themas blieb mir alles zu distanziert und zu langatmig. Es erinnerte mich eher an ein Sachbuch. Und auch wenn ich viele Einschätzungen der Autorin teile, störte mich doch das generelle Negativbild von Männern und die Manifestation von Klischees, welche das Buch vermittelt, ohne Lösungsideen zu geben.

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5

Gefahren der sozialen Medien. Pflichtlektüre für jeden

Katharina Seck kenne ich bisher nur als Fantasy-Autorin. War deshalb mehr als interessiert auf ihren Roman abseits jeglicher Fantasy. Denn das Buch beschreibt sehr schreckliche aber leider sehr wahre Tatsachen, denen wir fast überall über dem Weg laufen. Denn die 18 Jährige Ada ist Schülerin, wohnt noch bei ihren Eltern und wird eine erfolgreiche Streamerin. Doch leider bringt das Internett und der Erfolg auch seine Schattenseiten mit. Denn eine Hassnachricht folgt der nächsten, sodass sie keinen Ausweg sieht, außer den Sprung von einer Brücke. Das Buch hat mich von Seite eins an gefesselt. Es beinhaltet jedes noch so aktuelle und wichtige Thema der aktuellen Medien. Mobbing, sexuelle Gewalt an Frauen, Misogynie, Feminismus, Gefahren der sozialen Medien... Die Liste ist Lang. Ich habe den Unmut und die Trauer gespürt, nicht nur von Ada, sondern auch von ihren Eltern, die das alles nicht haben kommen sehen. Gut und aber ziemlich erschreckend fand ich auch die Tätersicht. Das Buch regt zum Nachdenken an und ist ziemlich emotional. Eine Pflichtlektüre für jeden.

5

Die 18-jährige Ada ist eine aufstrebende Gaming-Streamerin, doch eines Abends verlässt sie das Haus und springt von einer Brücke. Ihre Eltern sind schockiert, können den plötzlichen Verlust ihrer Tochter nicht fassen und wissen nicht, was zu dieser Entscheidung geführt hat. Das Buch enthält drei Perspektiven: Die von Ada, die mit ihrem Leben und ihren inneren Kämpfen hadert; die von ihrer Mutter Jenny, die verzweifelt versucht, die Gründe für Adas Tod zu verstehen und sich mit den traumatischen Entdeckungen konfrontiert sieht; und die aus der Sicht der anonymen Täter:innen, die über das Internet auf Ada einwirkten. Diese Erzählweise lässt die Tragweite des Themas greifbar werden und zeigt die komplexen Dynamiken, die zu Adas Tod führten. Besonders erschütternd ist die Darstellung des Cybermobbings und der Incel-Bewegung, die in der Geschichte eine Rolle spielt. 😔💻 Katharina Seck gelingt es, auf eine sehr eindringliche und gleichzeitig emotionale Weise zu erzählen. Der Wechsel zwischen der Perspektive von Ada, ihrer Mutter und den anonymen Täter:innen schafft eine dichte, fast schon unerträgliche Spannung, die das Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein gegenüber den anonymen Angreifer:innen verstärkt. Die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt, was eine gewisse Distanz schafft, gleichzeitig aber durch die Präsenz des Präsens und der Perspektivwechsel sehr unmittelbar wirkt. Auch die Kapiteln aus der Sicht der Anonymität haben mir das Gefühl gegeben, mitten im Geschehen zu sein, und spiegeln die Grausamkeit der anonyme Hetze wider- was wirklich SO intensiv ist. 📚💬 Dieses Buch hat mir die Augen für die Gefahr des anonymen Hasses im Netz geöffnet und mich daran erinnert, wie leicht es ist, in den sozialen Medien zur Zielscheibe zu werden. Besonders die Perspektive der Täter:innen war für mich erschütternd, weil sie das Ausmaß des Hasses und der Verantwortungslosigkeit, die im Internet gedeihen, sehr deutlich zeigt. 🌐❌ Fazit: „Was wir nicht kommen sahen“ ist ein kraftvolles Buch, das nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch ein Weckruf ist. Es hat mich emotional sehr bewegt und lässt mich nicht los. Es ist ein absolutes Must-Read für alle, die sich mit den dunklen Seiten des Internets und der Gesellschaft auseinandersetzen möchten. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.⭐⭐⭐⭐⭐

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5

In “Was wir nicht kommen sahen” werden schwierige und belastende Themen angesprochen, bei denen es in der heutigen Zeit umso wichtiger ist, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Beim Lesen habe ich mir deshalb – und weil der Schreibstil manchmal anspruchsvoll erscheint – die nötige Zeit gegeben, um alles stückchenweise auf mich wirken zu lassen und in Ruhe darüber nachdenken zu können. Zeitweise war ich richtig wütend darüber, was Menschen anderen Menschen antun können, wenn sie sich in der Anonymität des Internets sicher wähnen. Aber genau weil die behandelten Themen so wichtig sind, lege ich euch allen ans Herz, dieses Buch auch zu lesen.

5

Wichtiges Thema! Selbstmord durch (Cyber)-mobbing? Die Story ist erschreckend, zeigt aber auf, wie hässlich der Charakter von Menschen sein kann. Vor allem wenn Stolz eine wichtige Rolle spielt. Das Thema wurde gut in der Story verpackt.

4.5

Ein Appell, ein Mahnmal. 💔

Für diesen Beitrag möchte ich eine #triggerwarnung aussprechen - er und das Buch enthalten u. a. Themen wie Mobbing oder Sui*zid. Wenn es euch damit nicht gut geht, überspringt ihn bitte. 🫧 Um wen geht’s? Um die 18-jährige Ada, die eines Abends ihr Leben durch einen Sprung von einer Brücke beendet. Zurück bleiben trauernde Freund:innen, fassungslose Eltern und die große Frage nach einem Warum. Von diesem „Warum?“ handelt das Buch ganz zentral - und nimmt die Leser:innen nicht nur mit in die Lebenswelt von Ada, sondern auch tief in die Abgründe digitaler Gewalt. 🫧 Meine Meinung Das Buch wird aus 3 Perspektiven erzählt - aus Adas Sicht in der Vergangenheit, aus der ihrer Mutter Jenny in der Gegenwart und aus dem Blickwinkel der „Anonymität.“ Diese „Anonymität“ besteht aus vielen, sie sind wir alle. Der Roman von @katharinaseckauthor zeigt so auf eine eindringliche, auf eine dringliche Weise auf, dass es nicht nur die eine Antwort auf die Frage nach dem Warum gibt, sondern sie aus vielen kleinen Bausteinen besteht. Ich bin die Freundin eines Gamers und ehemalige Schulsozialarbeiterin, die Thematik war für mich also nicht neu - doch wie tief die Abgründe digitaler Gewalt reichen, das ist immer wieder aufs Neue erschreckend. Als besonders widerlich empfand ich die Incel-Bewegung und die mit ihr einhergehende Misogynie, die ich kaum in Worte fassen kann; deswegen gibt’s hier eine Account-Empfehlung, denn Tara kann das viel besser: @wastarasagt 🫧 Fazit „Was wir nicht kommen sahen“ war ein so schweres wie wichtiges Buch über die Lebenswelt junger Menschen und die (digitale) Gewalt, mit der sie heute aufwachsen. Aufwachsen müssen. Es war ein Appell und ein Mahnmal, zu handeln - für eine Welt, in der das Internet kein rechtsfreier Raum bleiben darf, und in der Hass - auch und vor allem der Hass gegen Frauen - keinen Platz verdient.

Ein Appell, ein Mahnmal. 💔
3

Eine Thematik, die mir unter die Haut geht. Der schlimmste Verlust, den ich mir vorstellen kann. Leider hat mich aber an dem Buch doch einiges gestört…

Das eigene Kind nimmt sich das Leben. Es gibt ein davor und ein danach. An das davor, sei es noch so ein unbedeutendes Tun, klammert man sich. Die Erinnerung ist manifestiert. Genau dieser Erzählstrang am Anfang ging mir unter die Haut. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man nach solch einem Verlust weiterleben kann. Daher hat mich die Geschichte insgesamt unheimlich berührt. Ich mochte den Schreibstil leider nicht so gerne, waren doch wirklich auch sehr viele Wiederholungen vorhanden. Ich habe noch einen großen Kritikpunkt, der jetzt aber die Geschichte Spoilern würde.

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