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beendet am: 24.05.26 Sprache: Deutsch < Im Vorstadthaus der Familie Lisbon leben fünf schöne Töchter: die gescheite Therese, die pingelige Mary, die asketische Bonnie, die scharfe Lux und die blasse, lammfromme Cecilia. Als sich die jüngste von ihnen aus dem Fenster stürzt, beginnt das „Jahr der Selbstmorde“, das alle Beteiligten und Beobachter für immer verändern wird. Schaurig-ironisch und zärtlich zugleich zeichnet der Pulitzer-Preisträger das Porträt einer Jugend, die ihre Unschuld verloren hat > Ein schwieriges Buch, was ein schwieriges Thema behandelt. Die Erzählung geschieht aus der Perspektive von einem der Jungen, die in der Straße der Lisbon- Mädchen gewohnt haben. Es wird wie eine Erzählung an einen Freund über alle gesammelten Fakten und Daten erzählt. Das Ziel dabei ist es, eine mögliche Erklärung für das Verhalten der Mädchen zu finden. Die Mädchen werden in dieser Erzählung allgemein sehr wie Objekte und nicht wie Menschen behandelt. Es geht viel um ihr Aussehen, was oft auch sehr komisch beschrieben wird. Dadurch, dass die Erzählung von einem der mittlerweile erwachsenen Jungen geschieht, wirkt das nochmal viel komischer, weil er da über Teenager redet. Generell wirkt auch die ganze Erzählung eher sensationsgeil und so, als würde es alle Beteiligten nur interessieren, wie die Mädchen und ihre Handlungen ihr eigenes Leben beeinflusst haben und nicht, wie es den Mädchen tatsächlich ging und was sie soweit getrieben hat. Das hinterlässt beim Lesen ein sehr unangenehmes Gefühl. Auch werden die Mädchen nach dem ersten schrecklichen Ereignis behandelt als wären sie Anders und das hat bestimmt nicht zu ihrem Wohlbefinden beigetragen. Das Sammeln von “Artefakten”, die mit den Mädchen zusammenhängen entmenschlicht diese nochmal auf eine ganz andere Weise und gibt der Geschichte eine gruseligen Touch. Das Zitat “In ihrem Haus waren sie Gefangene, außerhalb Aussätzige.” beschreibt die Art, wie die Mädchen behandelt wurden und was sie erleiden mussten, sehr gut. Sie haben mir allgemein einfach nur Leid getan und haben sehr viel mehr Hilfe verdient gehabt. Das Buch lässt mich mit einem unwohlen Gefühl zurück. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist es ein sehr gutes Buch.
Jun 27, 2026
beendet am: 24.05.26 Sprache: Deutsch < Im Vorstadthaus der Familie Lisbon leben fünf schöne Töchter: die gescheite Therese, die pingelige Mary, die asketische Bonnie, die scharfe Lux und die blasse, lammfromme Cecilia. Als sich die jüngste von ihnen aus dem Fenster stürzt, beginnt das „Jahr der Selbstmorde“, das alle Beteiligten und Beobachter für immer verändern wird. Schaurig-ironisch und zärtlich zugleich zeichnet der Pulitzer-Preisträger das Porträt einer Jugend, die ihre Unschuld verloren hat > Ein schwieriges Buch, was ein schwieriges Thema behandelt. Die Erzählung geschieht aus der Perspektive von einem der Jungen, die in der Straße der Lisbon- Mädchen gewohnt haben. Es wird wie eine Erzählung an einen Freund über alle gesammelten Fakten und Daten erzählt. Das Ziel dabei ist es, eine mögliche Erklärung für das Verhalten der Mädchen zu finden. Die Mädchen werden in dieser Erzählung allgemein sehr wie Objekte und nicht wie Menschen behandelt. Es geht viel um ihr Aussehen, was oft auch sehr komisch beschrieben wird. Dadurch, dass die Erzählung von einem der mittlerweile erwachsenen Jungen geschieht, wirkt das nochmal viel komischer, weil er da über Teenager redet. Generell wirkt auch die ganze Erzählung eher sensationsgeil und so, als würde es alle Beteiligten nur interessieren, wie die Mädchen und ihre Handlungen ihr eigenes Leben beeinflusst haben und nicht, wie es den Mädchen tatsächlich ging und was sie soweit getrieben hat. Das hinterlässt beim Lesen ein sehr unangenehmes Gefühl. Auch werden die Mädchen nach dem ersten schrecklichen Ereignis behandelt als wären sie Anders und das hat bestimmt nicht zu ihrem Wohlbefinden beigetragen. Das Sammeln von “Artefakten”, die mit den Mädchen zusammenhängen entmenschlicht diese nochmal auf eine ganz andere Weise und gibt der Geschichte eine gruseligen Touch. Das Zitat “In ihrem Haus waren sie Gefangene, außerhalb Aussätzige.” beschreibt die Art, wie die Mädchen behandelt wurden und was sie erleiden mussten, sehr gut. Sie haben mir allgemein einfach nur Leid getan und haben sehr viel mehr Hilfe verdient gehabt. Das Buch lässt mich mit einem unwohlen Gefühl zurück. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist es ein sehr gutes Buch.
Jun 27, 2026






