I Who Have Never Known Men

I Who Have Never Known Men

Softcover
4.1905

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Description

SISTERHOOD. SECRETS. SURVIVAL.

Discover the haunting, heart-breaking post-apocalyptic TikTok sensation.

Deep underground, thirty-nine women are kept in isolation in a cage. Above ground, a world awaits. Has it been abandoned? Devastated by a virus?

Watched over by guards, the women have no memory of how they got there, no notion of time, and only vague recollection of their lives before. But, as the burn of electric light merges day into night and numberless years pass, a young girl - the fortieth prisoner - sits alone an outcast in the corner.

Soon she will show herself to be the key to the others' escape and survival in the strange world that awaits them above ground. The woman who will never know men.

Discover the reader obsession of 2025

WITH A NEW INTRODUCTION BY SOPHIE MACKINTOSH, BOOKER PRIZE-LONGLISTED AUTHOR OF THE WATER CURE

**Orlanda, the next sensation from Jacquline Harpman, is available now**

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Softcover
Pages
208
Price
13.50 €

Characteristics

24 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
70%
8%
44%
3%
63%
6%
72%
88%
39%
41%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
59%
66%
66%
49%

Pace

Fast13%
Slow38%
Moderate38%
Variable13%

Writing Style

Simple25%
Complex8%
Moderate67%
Bildhaft (35%)Minimalistisch (35%)Poetisch (52%)Außergewöhnlich (48%)

Posts

132
All
4

Hinterlässt mich zutiefst bedrückt

Ich weiß wirklich überhaupt nicht, was ich in die Rezension schreiben soll, weil das Buch mich zum Ende hin so aufgewühlt hat. Ich dachte zuerst, dass die Geschichte "Piranesi" (was ich so toll fand!) ähnelt. Ist aber nicht wirklich so. Es geht um eine namenlose Jugendliche, die mit 39 anderen Frauen in einem unterirdischen Bunker gefangen gehalten wird. Sie bekommen Nahrung & schlafen, ansonsten tun sie nichts. Sie werden bewacht und keiner weiß, wie es zu dieser Lebenssituation überhaupt gekommen ist. So leben sie schon seit ca. 11 Jahren, d.h. die Jugendliche ist das einzige Kind, das dort groß geworden ist und nichts außer dieser Lebensrealität kennt. Sie ist aber auch die Einzige, die die Situation hinterfragt. Irgendwann ergibt sich die Möglichkeit der Flucht, aber die Welt, in die die Frauen gelangen ist nicht gerade eine Steigerung zu ihrer vorherigen Lage. Sehr dystopisch. Es entwickelt sich eine Geschichte sobald sie draußen sind, die mich zum Ende hin so unglaublich getroffen hat und die mich nachdenklich und bedrückt zurücklässt. Bis zur Mitte wollte ich nur 2,5-3 Sterne geben, aber da das Buch so zum Nachdenken anregt & ich den ganzen Tag an nichts anderes als den Sinn dessen denken kann, gebe ich doch mehr. Ob ich es empfehlen würde weiß ich trotzdem nicht. Ich dachte zuerst, das liegt an dem Englisch, aber es ist eigentlich recht gut verständlich, wenn man schon öfter englische Bücher gelesen hat. Vielleicht nicht als kompletter Einstieg in englischsprachige Bücher. Ich würde so gern wissen, was die Autorin sich zu der Geschichte gedacht hat. Grob würde ich mal 3 Punkte für mich selbst herausarbeiten: 1. Hinterfragen wir unsere Lebenssituationen überhaupt oder nehmen wir sie einfach gegeben hin, ohne etwas zu verändern? 2. Egal, wie aussichtslos die Lage scheint: die Protagonistin hat NIE aufgegeben, immer weitergemacht & -gedacht. Fand ich bemerkenswert, gerade psychisch... 3. Untersucht das Buch (eben auch wegen des Titels) wirklich, was passieren würde, wenn es nur ein Geschlecht auf der Welt gäbe? Demnach ... siehe Ende des Buchs, würde spoilern. Muss online mal ein bisschen zur Analyse nachlesen 🤭.

Hinterlässt mich zutiefst bedrückt
2.5

Ich verstehe total, warum dieses Buch so viele fasziniert! Aber…

Aber, man muss Dystopien mögen und Geschichten, die nicht auserzählt sind und Fragezeichen hinterlassen. Ich mag beides nicht, dachte aber, dass es hier bestimmt was werden könnte. Wurde es nicht. Ich fand es absolut ok, aber ich komme einfach nicht klar, wenn ich am Ende nicht mehr weiß als am Anfang des Buchs. Also: nicht meine Tasse Tee, obwohl ich die Ansätze und die grundsätzliche Storyline total faszinierend fand.

5

Wow

Wirklich ein ganz besonderes und einzigartiges Buch! Es ist kurz, man hat es super schnell durchgelesen, auch weil man immer wissen will wie es weitergeht. Man muss allerdings damit klarkommen, dass am Ende noch Fragen unbeantwortet bleiben. Ich fand es absolut lesenswert und kann es wirklich guten Gewissens empfehlen:)

5

”Ich, die ich Männer nicht kannte” von Jacqueline Harpman (ins Deutsche übersetzt von Luca Homburg) handelt von einer Gruppe Frauen, die in einem Keller ohne Kontakt zur Außenwelt (von ein paar Wärtern abgesehen), eingesperrt sind. Die jüngste von ihnen, die namenlose Ich-Erzählerin, ist die einzige, die ihr gesamtes bewusstes Leben dort verbrachte, ohne Erinnerung an ein “Davor”, wie es die anderen haben. Durch einen Zufall gelangen sie in die Freiheit und werden in eine einsame Welt geworfen, die sie nicht wieder erkennen. Das Buch erinnert in vielerlei Hinsicht an “Die Wand” und stellt durch die Augen der vierzigsten Frau, die nichts als ihre Mitinsassinnen und die begrenzte Welt ihres Käfigs kennt, existenzielle Frage nach dem Wesen des Menschseins. Die puristische Sprache spiegelt die Ödnis der Welt wieder, in der die Handlung stattfindet und man begibt sich zusammen mit ihr auf die Entdeckungsreise, sowohl ins Äußere als auch ins Innere. Ein grandioses Buch, dem man, so abgedroschen es auch klingen mag, Zeit zum Atmen und zur Entfaltung geben muss, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Ein absolut empfehlenswertes Lesehighlight! *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

4.5

Feministische Dystopie at its best

Die namenlose Erzählerin und 39 weitere Frauen werden seit Jahren in einem unterirdischen Gefängnis gefangen halten. Ihr Tagesrhythmus wird durch stumme Wärter bestimmt, die Essen zur Verfügung stellen und die Frauen daran hindern sich selbst etwas anzutun. Noch nicht einmal berühren dürfen die Gefangenen sich. Sie wissen nicht warum, geschweige denn, warum sie gefangen werden. Die Erzählerin selbst erinnert sich nicht an eine Zeit vor der Gefangenschaft und ihre Normalität ist die absolute Ausnahmesituation. Die vollständige Abwesenheit von Selbstbestimmung, Sinn und Zweck. Eines Tages gelangen die Frauen frei. Warum genau wissen sie nicht. „I who have never known Men“ besteht aus mehr Fragen als Antworten. Aus mehr Sinnlosigkeit als Sinn. Und hält einen doch so gefangen in der Suche. Ein wunderbares literarisches Werk, das vor allem all jenen ans Herz gelegt sei, die immer noch glauben, dass Dystopie als Genre eine Erfindung von Männern sei.

4.5

Dystopian

Obwohl nichts passiert zieht das Buch einen in den Bann. Die Idee ist so abstrakt dass man sich vorstellt wie es sein muss in so einer Welt zu leben. Und ausnahmsweise ist das afterword auch interessant, wieso findet die Geschichte jetzt so viel Anklang im Gegensatz zur ersten Veröffentlichung in 1997...

4.5

A moving tale on humanity, meaning and the beauty of the unanswered.

A devastatingly beautiful science-fiction story about a woman confronted with questions that do not seem fictional at all. Throughout the book, she, and the reader alongside her, grapples with questions ranging from what makes us human to what brings us love, joy, and friendship, and ultimately, what makes us want to live. Perhaps most importantly: what or who do we live for, if not purely for ourselves? Harpman’s writing captures the discovery of these ideas with both beauty and deep emotional resonance, despite the fact that the protagonist herself does not seem to fully grasp them. There is never a grand revelation or a definitive answer to any of the questions raised in the book, and I think that is what I found so strangely comforting about it. To me, it truly captures how nothing may mean anything, and yet anything can mean everything to you. It is a captivating book that I found hard to put down, and I would recommend it to anyone who finds themselves questioning. No matter what the question may be. Or simply to anyone who wants a good, short read. I’ll end this review with the quote that stayed with me the most and which I feel summarizes its essence: “I was forced to acknowledge too late, much too late, that I too had loved, that I was capable of suffering, and that I was human after all!”

4

Mal was ganz anderes

3

Interesting aber net fesselnd

5

Wow! This has been such an intense and interesting deep read. A fascinating thought-experiment about what it means to be utterly alone!

4

Interessantes Gedankenspiel, gut erzählt. Mir fehlte etwas das "Was will mir die Autorin damit sagen". Dennoch ein faszinierendes Buch, das mich nachdenklich zurück lässt.

5

Super interessant und verwirrend. Wir erfahren die Welt der Frau die nur Frauen kannte durch ihre Erzählungen. Sie sind im Detail beschrieben und mit genauso vielen Fragen, wie sie sich selbst stellt und mit welchen ich jetzt da sitze und grüble. Das Buch hat eine eher trübe Stimmung, wobei ich als Leserin hoffnungsvoll mit der anonymen Frau mitfiebere und deprimiert bin. Ob auf dieser Welt oder einer anderen, denke ich noch oft an die Frau die nur Frauen kannte.

4

Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman In dem Buch geht es um eine junge Frau, die gemeinsam mit anderen Frauen unter der Erde gefangen gehalten wird, ohne zu wissen warum. Sie kennt die Welt davor nicht wirklich, kennt keine Männer, keine normalen Beziehungen, keine gesellschaftlichen Normen. Als sie plötzlich fliehen können, stehen sie draußen vor einer leeren, fremden Welt und müssen erst lernen, wie Leben überhaupt funktioniert. Die Geschichte ist ruhig und gleichzeitig richtig verstörend. Es passiert gar nicht so viel im klassischen Sinne, aber genau dieses langsame macht es so unfassbar emotional. Mich hat vor allem diese Perspektive getroffen. Die Erzählerin schaut auf alles wie von außen, fast sachlich, weil sie vieles einfach nicht kennt. Und genau das macht es irgendwann richtig spannend, weil man merkt, wie viel Menschsein eigentlich aus Erfahrungen besteht, die ihr komplett fehlen. Ich mochte, dass nichts erklärt wird. Kein großes Warum, keine Auflösung, kein „so ist es richtig“. Es fühlt sich eher wie ein Gedankenexperiment an als wie eine klassische Geschichte. ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

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3

Klappentext nicht gelesen und von Anfang bis Ende keinen Plan gehabt, was dieses Buch mir sagen will. Ich habe mir dieses Jahr ja vorgenommen, mal ein paar andere Genres zu testen – und here we are. Da ich mich wie gesagt nicht wirklich über dieses Buch informiert habe, dachte ich zu Beginn, es wäre wie so oft, eine Geschichte, in der Frauen von Männern unterdrückt werden. Aber oh boy, lag ich da falsch. Im Grunde zeigt das Buch ein Experiment an Menschen: Was geschieht mit einem, wenn alles, was einen ausmacht, wegfällt und man unter – ich nenne es mal – „menschenunwürdigsten“ Zuständen leben muss? Nur eine Person ist quasi in dieses Experiment hineingeboren und kennt die Welt nicht anders als unter den eben beschriebenen Umständen. Der Rest hat die Erinnerung an ein Leben vor der Gefangenschaft. Es ist super interessant zu sehen, wie unterschiedlich sich diese zwei Parteien verhalten und wie sie auch im Bezug aufeinander ihre Schwierigkeiten haben. Dieses Buch beschäftigt mich heute noch. Wenn ich euch sage, das Ende war unbefriedigend, dann ist das noch untertrieben – aber meiner Meinung nach ist genau dieses Ende ein stilistisches, um die Sinnlosigkeit des Daseins zu unterstreichen.

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4.5

Sehr gut - aber nicht feministisch.

Ein Mädchen und 39 Frauen sind in einem unterirdischen Bunker eingesperrt, bewacht von Männern die sie immerzu ignorieren. Sie wissen nicht, wie sie dort hingekommen sind und haben nur vage Erinnerungen an ein Leben davor. Eines Tages ertönt ein Alarm, die Wachen verschwinden und die Tür steht offen - aber was sie draußen finden ist nicht das, was sie sich erhofft haben. Ein schöner, kurzer, philosophischer Science-Fiction Roman, der zum nachdenken anregt. Ich würde ihn aber nicht als feministische Lektüre bezeichnen, obwohl er so eingeordnet wird. Tatsächlich leidet der Roman, wenn man versucht ihn durch eine feministische Linse zu betrachten. Dann entsteht nämlich der Eindruck, dass Frauen ohne Männer oder die Möglichkeit, Kinder zu kriegen, vor Trauer, Verzweiflung und Sinnlosigkeit sterben. Dass es Frauen waren, die von Männern eingesperrt wurden, hat in dem Buch meiner Meinung nach keine weitere Bedeutung. Es geht um allgemeine existenzielle Fragen in Bezug auf Zivilisation und Menschlichkeit, kaum um geschlechtsspezifische Themen. Das macht aber nichts, denn der Roman ist sehr lesenswert.

5

Ein Roman, der nicht unterhält oder erklärt – sondern einen still und unerbittlich mit dem Menschsein selbst konfrontiert. ❤️

I Who Have Never Known Men ist eines dieser Bücher, bei denen man sich nicht in die Geschichte verliebt, sondern in die Prosa selbst. In die Art, wie Worte gesetzt sind. In die Stille zwischen den Sätzen. In das, was nicht erklärt, sondern nur angedeutet wird. Obwohl der Roman bereits 1995 erschienen ist, wurde er erst Jahrzehnte später international wiederentdeckt. Vielleicht, weil seine Themen heute eine andere Schärfe besitzen. Isolation, Kontrollverlust, Sinnsuche – all das wirkt längst nicht mehr abstrakt, sondern erschreckend nah. Im Zentrum steht eine junge Frau, die seit ihrer Kindheit gemeinsam mit anderen Frauen in Gefangenschaft lebt, abgeschnitten von jeder bekannten Welt. Als sich diese Situation unerwartet verändert, entfaltet sich keine dramatische Fluchtgeschichte. Stattdessen beginnt etwas viel Leiseres: eine existenzielle Bewegung, eine Suche nach Freiheit, Identität und Sinn – ohne Gewissheiten, ohne Versprechen. >> I, who knew so little, and who I couldn’t remember the world, did recognize the signs of age. << Die Erzählerin ist eine Frau, die nie soziale Nähe oder gesellschaftliche Normalität erlebt hat. Ihr Blick auf die Welt ist nüchtern, beinahe klinisch. Und gerade darin liegt seine Kraft. Diese emotionale Zurückhaltung hat mich nicht abgestoßen, sondern tief berührt. Gefühle werden nicht erklärt oder inszeniert – sie entstehen im Lesen selbst, langsam, unausweichlich. Obwohl das Setting dystopisch anmutet, geht es hier kaum um Weltenbau oder politische Systeme. Der Roman richtet seinen Fokus auf etwas Grundsätzlicheres: Identität ohne soziale Spiegelung, Menschlichkeit ohne Beziehung, Wissen ohne Weitergabe. Was bleibt vom Menschen, wenn ihm jeder Kontext genommen wird? Der Stil ist schlicht, ruhig, fast spröde. Keine großen Ausschmückungen, keine dramatischen Höhepunkte. Und doch – oder gerade deshalb – entfaltet sich eine Grausamkeit, die tief unter die Haut geht. Die Stille trägt eine leise Intensität, die lange nachwirkt. Bei gerade einmal rund 190 Seiten habe ich so viel markiert wie selten zuvor. Die Prosa empfand ich als unglaublich schön – voller Sätze, die man festhalten möchte, voller Zitate, die nachhallen, voller Gedanken, die sich still weiterdrehen. Dieses Buch hat mich immer wieder innehalten lassen. Subtil feministisch, ganz ohne Parolen, stellt der Roman Fragen nach Weiblichkeit jenseits von Zuschreibung, Begehren und Funktion. Ein weiblicher Blick ohne Blick von außen. Nüchtern, klar, konsequent. >> I nearly forgot! Of course, one of the most wonderful discoveries was the mirror. << Was ich an I Who Have Never Known Men besonders geliebt habe, ist seine philosophische Tiefe. Fragen wie: Wer bin ich, wenn mich niemand definiert? Ist Identität sozial konstruiert – oder kann sie auch isoliert existieren? Der minimalistische Stil gibt diesen Fragen Raum, ohne sie jemals zu beantworten. >> Perhaps you never have time when you are alone? You only acquire it by watching it go by in others. << Wer hier Plot, Dynamik oder emotionale Höhepunkte sucht, wird vermutlich enttäuscht sein. Wer sich jedoch auf Stille, Reduktion und leise Intensität einlassen kann, findet etwas Seltenes. Für mich war dieses Buch ein stilles Highlight. Wunderschön geschrieben, durchzogen von eindringlichen Zitaten. Ein Roman, der nicht unterhält oder erklärt – sondern einen still und unerbittlich mit dem Menschsein selbst konfrontiert.

Ein Roman, der nicht unterhält oder erklärt – sondern einen still und unerbittlich mit dem Menschsein selbst konfrontiert. ❤️
5

Sci-Fi ist nicht unbedingt ein Genre, zu dem ich oft greife, daher kam es umso überraschender für mich, dass ich mit diesem Buch ein richtiges Highlight entdeckt habe. Die Geschichte spielt in einem dystopischen Setting, in welchem 40 Frauen in einem Bunker gefangen sind. Die namenlose Erzählerin, welche die jüngste Bewohnerin des Bunkers ist, führt uns Schritt für Schritt durch die Story. Durch ihre Augen lernen wir den Alltag und das Leben der Frauen kennen. Eines Tages und völlig unverhofft öffnen sich die Türen des Bunkers und die Frauen treten erstmals in eine ihnen unbekannte Welt. Als Leser:in fragt man sich durchgehend, wo diese Story wohl hinführen mag, die mit Fortschreiten der Geschehnisse aber nur mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Man bleibt ebenso ahnungslos wie die Erzählerin selbst, was einerseits etwas unbefriedigend ist, gleichzeitig aber auch den Reiz des Buches ausmacht. Während man versucht, das Setting zu verstehen stellt das Buch ebenso grundlegende wie auch tiefgreifende Fragen, beispielsweise was es bedeutet Mensch zu sein, in einer Welt die so weit von allem entfernt ist, was wir kennen und was ein Leben wirklich lebenswert macht, wenn die Zukunft absolut unsicher und perspektivlos scheint. Mich hat das Buch absolut überzeugt und ich freue mich, dass es endlich (bald) eine neue deutsche Übersetzung gibt, die es noch mehr Leuten ermöglicht, diese besondere Geschichte zu lesen. Definitiv ein modener Klassiker!

2.5

Manno meter hackepeter....

Ich hab das Buch gerade beendet und ich weiß garnicht was ich dazu soll... Es hat eine riesige Leere in mir hinterlassen !!! (Keine Spoiler) Das ganze Konstrukt, die Emotionslosigkeit, die Hoffnungslosigkeit... dieses Buch ist gleichzeitig Müll und Meisterwerk 🤌💀 Ich glaub (wenn man genauer darüber nachdenkt, was die Protagonistin überhaupt durchgemacht hat mit ihrem Wissensstand und geringen Erfahrungen) würde man durchdrehen ... oder vielleicht war das auch der Grund, der sie am Leben gehalten hat? Was ist überhaupt der Sinn unseres Daseins? Diese Frage beantwortet das Buch definitiv nicht ✨️

Manno meter hackepeter....
4

„ I was perfectly aware that I had only added another question to all the others, but it was a new one, and, in the absurd world in which I lived, and still live, that was happiness.“

eine namenlose erzählerin wächst mit 39 anderen frauen in völliger ungewissheit über ort, zweck und grund ihrer gefangenschaft auf – und auch nach einer unerwarteten wendung bleibt die große und beharrliche frage nach dem „Warum?“ der titel wirkt zuerst wie ein hinweis auf geschlechterthematiken, aber das buch behandelt viele verschiedene ansätze, unter anderem… …die frage nach identität: wer bin ich, ohne soziale spiegelung? was ist der mensch, wenn gesellschaftliche normen wegfallen? was ist identität überhaupt? …die frage nach freiheit und wissen: kann unwissenheit besser als wissen sein? ist wissen nur eine illusion von kontrolle? ein guter roman für alle, die das nachdenkliche und teils beklemmende gefühl von büchern ertragen, die mehr fragen stellen als antworten geben - am besten als buddy read

5

Tausendfache Leseempfehlung!!!!!

Ich habe keine Worte für dieses Buch. 😮 Ich habe noch nie etwas vergleichbares gelesen und liebe alles daran. Dystopisch und zugleich möglich, weltfremde Perspektive und zugleich nahbare Charaktere… die Protagonistin ist keine von uns und jeder. Wild! Ich bin endlos verwirrt 🤭 Ohne Worte. 😶🫶🏻 LESEN!

3

Hard to explain

Right now I dont really know what to say nor do I know what to rate this book. It’s extremely lonely and if you read it you will understand. I don’t even know if I would recommend it and if yes to whom. I never read anything like that.

2

Einsamkeit und Planlosigkeit

Ich war von Anfang bis Ende verwirrt und habe das Buch nur schwer zu fassen bekommen. Es ist wirklich hart zu bewerten. Einsamkeit und Rastlosigkeit beschreibt wohl die zentralen Themen mit der Frage was ein Mensch ohne jegliche äußeren Einflüsse und Normative eigentlich darstellt. Wahrscheinlich siecht das Buch auch deswegen so dahin - weil wir es und einfach nicht vorstellen können. Es gilt wahrscheinlich schon eher als poetisch aber unterhalten hat es mich nicht. Es hat mich auch nicht sonderlich gerührt es war einfach stumpf und leer aber ich denke das war der Sinn der Sache

2

Thank you next

Ich mochte bis auf insgesamt 30 Seiten nichts an diesem Buch. Ja, es ist aus den 80ern und damals war es bestimmt sehr fortschrittlich. In 2024 ist es aber einfach nicht mehr modern. Die Hauptfigur ist das originale not-like-other-girls-girl. Der Feminismus ist trans feindlich und nicht intersektional. Wenn es überhaupt Feminismus ist, weil alles steht und fällt damit, seine Periode zu haben und Männer zu kennen? Oder so? Und: Sie kann ihren Herzschlag im Schlaf zählen? Come on ... Sie hat Sprache nicht systematisch erlernt, sondern durch nachahmen und das ist jetzt besonders weil ...? So lernt jedes Kind Sprache. Die philosophischen Gedanken waren zum größten Teil einfach nur unlogisch. Es hat mich sogar so sehr aufgeregt, dass es mir am Ende auch egal war nicht herauszufinden, was passiert ist in dieser Welt. Keine Ahnung, vielleicht bin ich zu autistisch um die Metapher zu verstehen, aber was bei mir hängen geblieben ist, ist, dass eine Community aus 40 Frauen kein lebenswertes Leben führt und vor sich hin siecht. Na toll.

4

Ich habe bisher kein vergleichbares Buch gelesen, ein wirklich faszinierendes Gedankenexperiment, getrieben von Hoffnungslosigkeit

3.5

"What does a person become when stripped to the core, raised in isolation?"

"What does a person become when stripped to the core, raised in isolation?"
5

⛓️‍💥I who have never known men - Jaqueline Harpman🪞

Worum geht’s?🖤 40 Frauen sind in einem Bunker eingesperrt. Um sie herum nur grauer Beton, metallene Gitterstäbe und 3 Wachmänner, die sie den ganzen Tag bewachen. Keine kann sich erinnern, wie sie davon gekommen sind. Keine weiß, was vor ihrer Gefangennahme geschah – nur, dass es etwas schlimmes gewesen sein musste. Unter ihnen ein junges Mädchen, welches sich tief in ihre Gedanken zurückzieht und sich fragt: Was hat es mit all dem auf sich? Meine Meinung📜 Das Buch war krass und ich fand’s wahnsinnig gut. Es war traurig, hoffnungslos und so tiefgreifend, wie ich lang keines mehr gelesen habe. Es fällt mir schwer viel zu sagen ohne zu Spoilern, aber eins kann ich sagen: Egal wohin ich dachte, wo mich die Geschichte hinführt, ich wurde jedes Mal vom Gegenteil überzeugt. Ein absolutes Highlight, mal was ganz anderes und zurecht oft auf BookTok angepriesen! I who have never known men ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

5

Packende Leere, die man nicht loslassen kann

Ein stilles, erschütterndes, dystopisches Werk, das sich weigert, Antworten zu geben – und gerade darin seine Kraft entfaltet. Die sterile Welt, das völlige Unwissen der Protagonistin und die Leere, die bleibt, wirken lange nach. Besonders eine Szene im Bunker hat sich mir eingebrannt. Wer mit existenzieller Düsternis umgehen kann und Geschichten liebt, die mehr Fragen stellen als beantworten, sollte dieses Buch lesen.

4

Was macht einen Menschen menschlich und was sind nur gesellschaftliche Gewohnheiten?

3.5

Sehr verwirrendes aber gleichzeitig auch mitreißendes Buch

Ich hab am Anfang erstmal gebraucht um in den Schreibstil reinzukommen. Der kombiniert mit dem sehr abgespaceten Szenario haben den Einstieg für mich etwas erschwert. Aber spätestens im 2. Teil will man dann schon wissen wie die Geschichte weiter geht. Das Buch wird auf mich jetzt nicht so einen bleibenden Eindruck lassen wie auf manch andere. Aber ist auf jeden Fall das lesen wert.

2.5

Starke Idee, aber emotional kalt, resignativ erzählt und für mich eher frustrierend als tief.

⭐ 2,5/5 Sterne | drittes Buch des Jahres Die Grundidee fand ich eigentlich stark. Frauen, die ihr ganzes Leben eingesperrt sind und dann plötzlich frei werden, in einer Welt, die nie erklärt wird. Dystopisch, reduziert, existenziell. Klingt nach etwas, das mich theoretisch sehr hätte abholen müssen. In der Umsetzung hat es für mich leider kaum funktioniert. Die Erzählerin bleibt extrem distanziert und nahezu gefühllos, und es entsteht keinerlei Nähe, weder zu ihr noch zu den anderen Frauen. Beziehungen sind praktisch nicht vorhanden, Solidarität spielt kaum eine Rolle, und statt gemeinsamer Gestaltung herrscht vor allem Resignation. Das war für mich schwer auszuhalten. Besonders gestört hat mich, dass die Frauen sehr früh aufgeben und keine wirkliche Gemeinschaft aufbauen. Zukunft wird fast ausschließlich über Männer gedacht, obwohl sie theoretisch auch ohne diese hätten Strukturen, Sinn oder zumindest ein soziales Miteinander entwickeln können. Das wirkte auf mich nicht nur frustrierend, sondern stellenweise auch unangenehm rückwärtsgewandt und eher antifeministisch als radikal. Dazu kommt die konsequente Informationsverweigerung. Man erfährt nichts über die Welt, nichts über Hintergründe, vieles bleibt vage oder unlogisch. Das mag ein bewusstes Stilmittel sein, für mich fühlte es sich eher leer als tief an. Am Ende war es mehr eine nüchterne Abhandlung von Ereignissen als eine Geschichte, die mich emotional erreicht. Die Idee ist interessant, aber die Umsetzung kalt, distanziert und für mich inhaltlich zu frustrierend, um wirklich zu wirken.

4.5

Faszinierendes Gedankenexperiment

Die Protagonistin begleitet mich seit Abschluss des Buches wie die Erinnerung an eine gute, alte Freundin. Ich fand das Ende sehr lebensnah.

5

So viel Weisheit auf so wenig Seiten

Ich, die ich keine Männer kannte von Jacqueline Harpman ist ein außergewöhnliches, tief verstörendes und zugleich faszinierendes Buch. Es regt auf eindringliche Weise zum Nachdenken an und legt menschliche Konzepte offen, die wir für selbstverständlich halten – Identität, Gesellschaft, Geschlecht, Menschlichkeit selbst. Harpman zeigt, wie fragil und konstruiert diese Strukturen sind. Der schmale dystopische Roman aus dem Jahr 1998 wirkt erschreckend zeitlos. Leider lässt er sich auch heute noch mühelos auf patriarchale Strukturen übertragen. Erzählt wird die Geschichte von einer namenlosen Frau, die – gemeinsam mit neununddreißig anderen Frauen – ihr gesamtes bisheriges Leben eingesperrt in einem Käfig in einem unterirdischen Bunker verbracht hat. Männer existieren in ihrer Welt nur als stumme Wächter. Trotz ihrer völligen Unerfahrenheit ist die Erzählerin von bemerkenswerter innerer Klarheit. Ihre Gedanken sind präzise, beinahe nüchtern, und gerade dadurch umso eindringlicher. Sie beobachtet, analysiert, fühlt intensiv – und zweifelt doch daran, ob sie überhaupt „vollständig“ menschlich ist. Diese Spannung zwischen emotionaler Tiefe und existenzieller Entfremdung verleiht dem Roman eine besondere Kraft. Harpman schreibt in einer reduzierten, klaren Sprache, die keinen Trost anbietet und keine einfachen Antworten liefert. Die Geschichte entfaltet sich mit einer unausweichlichen Konsequenz, die gleichermaßen still wie erschütternd ist. Das Buch ist von einer großen Traurigkeit durchzogen und lebt von seiner Ambivalenz. Ein eindringlicher, philosophischer Roman, der noch lange nachhallt – und den ich ganz sicher noch einmal lesen werde.

4.5

Sehr gutes Buch, ich habe noch nie etwas ähnliches gelesen. Es ist auf seine eigene weise irgendwie emotional und traurig obwohl streng genommen nicht viel passiert und die Protagonistin selbst nicht oft Gefühle ausdrückt. Es ist außerdem sehr einfach und eindrucksvoll geschrieben, ich habe viel darüber nachgedacht und es bleiben viele Fragen offen. Es ist spannend auf seine eigene Art, auch wenn das Buch niemals auf einen Höhepunkt hingespielt hat, auf den ich die ganze Zeit gewartet habe.

Sehr gutes Buch, ich habe  noch nie etwas ähnliches gelesen. Es ist auf seine eigene weise irgendwie emotional und traurig obwohl streng genommen nicht viel passiert und die Protagonistin selbst nicht oft Gefühle ausdrückt. Es ist außerdem sehr einfach und eindrucksvoll geschrieben, ich habe viel darüber nachgedacht und es bleiben viele Fragen offen.  Es ist spannend auf seine eigene Art, auch wenn das Buch niemals auf einen Höhepunkt hingespielt hat, auf den ich die ganze Zeit gewartet habe.
5

Wow. Dieses Buch hat so viele Gefühle in mir geweckt. Existenzielle Fragen aufgeworfen. Mich mit Fragen und Gefühlen zurück gelassen. Fünf Sterne und eine große Empfehlung!

Ein wahrscheinlich fremder Planet, Gegebenheiten die keinen ersichtlichen Sinn haben. Hoffnung und Resignation. Allein-sein und Einsamkeit. Ich kann nicht in Worte fassen wie ich mich in der zweiten Hälfte des Buches gefühlt habe. Postapokalyptische Vibes. Survival und Aufgeben. WOW

4

Was macht uns Menschen aus?

Obwohl das Buch sehr kurz ist, hat es mich sehr zum nachdenken angeregt. Der Plot und das Setting sind sehr einfach und simpel, werden jedoch nie vollständig aufgeklärt - was letztendlich Teil der Geschichte und der Protagonistin selbst ist. Keine der Figuren, weiß was genau passiert, geschweige denn, wo sie sich befinden. Es besteht lediglich eine entfernte Erinnerung an ein vorheriges Leben, das durch ein Ereignis plötzlich unterbrochen wird. Grundsätzlich geht es jedoch um Fragen wie: Was macht uns Menschen aus? Was bedeutet es Frau zu sein? Welchen gesellschaftlichen Rollen fügen wie uns ohne sie zu hinterfragen? Und welche Bedeutung haben diese Rollen, wenn die Gesellschaft, für die sie erschaffen wurden, nicht mehr existiert? Was braucht ein Mensch zum überleben - physisch und psychisch? Ich werde das Buch definitiv noch einmal lesen, einfach um zu sehen, ob ich Dinge zu einem bestimmten Zeitpunkt anders wahrnehme oder anders darüber denke.

4.5

Dystopie, die elementare Fragen stellt

Erzählt wird die Geschichte der namenlosen Protagonistin, die zusammen mit 39 anderen Frauen in einem unterirdischen Käfig lebt, der von drei, sich immer wieder abwechselnden, schweigenden Männern bewacht wird. Während das Mädchen sich nicht daran erinnern kann, je woanders als in diesem Käfig gelebt zu haben, wissen die anderen Frauen, dass sie ein Leben davor hatten. Jedoch können sie sich nur vage an dieses erinnern. Wie sie in den Käfig geraten sind, entzieht sich ihrer Erinnerung. Alle Versuche, Gründe für ihre Situation zu finden, scheitern. Achtung: !SPOILER! Eines Tages ertönt ein Alarm. Die Wachen fliehen und die Frauen finden den Weg in die Freiheit. Doch ist es wirklich die Freiheit, die auf sie wartet? Sie gelangen an die Oberfläche, eine weite Ödnis, ohne Straßen, ohne jegliche Zivilisation. Trotz aller Suche bleiben sie unter sich, alles menschliche Leben scheint ausgelöscht. Irgendwann zweifeln sie sogar daran, dass sie sich noch auf der Erde befinden. Die Jahre vergehen und die Gruppe der Frauen lichtet sich. Bis am Ende nur noch die Frau zurückbleibt, die nie einen Mann kannte. Jacqueline Harpman hat mit ihrem Roman eine sehr besondere, sperrige Geschichte geschrieben, die sich jeglicher Sinnzuschreibung entzieht. Warum sind die Frauen in dem Käfig und warum werden sie am Leben gehalten? Wie sind sie dort hingekommen? Wer sind die Wächter? Was ist mit der Menschheit passiert? Befinden sich die Frauen auf der Erde oder auf einem fremden Planeten? Gibt es doch irgendwo in der Weite noch andere Menschen? Man erfährt es nicht. Man muss es als Leser:in aushalten können, dass diese Fragen unbeantwortet bleiben. Dennoch ist der Roman empfehlenswert, weil er grundsätzliche, philosophische Fragen aufwirft: Was prägt uns als Menschen? Was macht den Mensch zum Menschen? Können wir alleine überleben oder bedarf es einer Gemeinschaft? Ich habe den Roman verschlungen. Unbedingt lesenswert, wenn man ein Faible für Dystopien hat.

4

Eine ganz besondere Geschichte, die zum nachdenken über gesellschaftliche Normen anregt.

Was ist der Mensch ohne Erinnerungen, ohne gesellschaftliche Normen, ohne Sprache, die ihn prägt? Was bleibt von uns, wenn man uns jeglichen Kontext nimmt – die Vergangenheit, die Zukunft, das Warum? In ‚I Who Have Never Known Men’ wird diese radikale Frage zur grausamen Realität. Ein Puzzle, das sich Stück für Stück zusammensetzt und doch unvollkommen bleibt. So fühlt sich die Geschichte dieser namenlosen Ich-Erzählerin an – ein Mädchen unter 39 Frauen, gefangen in einem unterirdischen Käfig, bewacht von stummen Männern, ohne Erklärung, ohne Verurteilung, ohne Fluchtmöglichkeit. Ihre Kindheit war niemals frei – sie kennt nur das Gitter, die Routine, die stoische Verzweiflung der anderen. Und dann: die Flucht. Doch Freiheit ist in dieser Welt kein Trost. Die Ödnis der Außenwelt ist kein Paradies, sondern eine andere Art von Gefängnis – eine, in der Fragen keine Antworten finden und das Menschsein selbst zur offenen Wunde wird. Das Mädchen – das Kind, das keine Männer gekannt hat, keine Liebe, keine Sprache für das, was fehlt – überlebt. Allein. Und mit ihr überlebt die bedrückende Frage: Was bedeutet es, Mensch zu sein, wenn man nie gelernt hat, einer zu werden? Harpman erzählt nüchtern, aber eindringlich von Isolation, Identität und der Frage, ob man ein Mensch bleibt, wenn man nie erfahren durfte, was Menschlichkeit ist. Ein stilles, verstörendes Meisterwerk – existenziell, beklemmend und lange nachhallend.

5

Es hat mich sehr berührt!

5

Faszinierend

Der Schreibstil und der Puzzleartige Aufbau der Story, sorgt ab Anfang an dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Seitdem ich das Buch durch gelesen habe, hallt das Echo noch angenehm nachdenkend nach. Mir hat das Ende auf eine komische Art sehr gefallen. Es ist realistisch und Lebensnah, ich mag es. Die Protagonistin wird mich noch lange begleiten, da bin ich mir sicher.

4

Ich wollte dieses Buch wirklich lieben. Allerdings musste ich am Anfang feststellen, dass es mir überhaupt nicht zusagt. Ich konnte zunächst gar nichts damit anfangen. Ich habe eine Weile gebraucht, mich in das Buch einzufinden und letztlich konnte es mich dann doch überzeugen. Geht hier nicht mit Erwartungen an eine große dystopische, SciFi Geschichte heran, denn das ist sie nicht. Sie ist dystopisch, ja. Und auch verstörend. Aber sie gibt einem keine Antworten, sie verrät absolut nichts und auch am Ende weiß man nicht, warum diese Welt so ist, wie sie ist. Und ich kann absolut verstehen, warum das für andere frustrierend ist. Normalerweise würde es mir genauso gehen. Was bringt mir so eine Geschichte? Dadurch, dass sie nicht viel verrät, dass sie in leisen Tönen spricht und in einen gewissen Trott verfällt, ist man fast schon gezwungen, seine ganz eigene Interpretation zu suchen. Und das ist das Interessante. Ich glaube, dieses Buch bedeutet für jeden etwas anderes, weil die Autorin nicht viel vorgibt. Und so kann jeder für sich selbst etwas Großes darin finden- oder eben nicht. Für mich stellt es eine riesige Metapher dar. Stets auf der Suche nach Antworten, die am Ende doch nichts ändern würde. Warum rennt man ihnen also hinterher? Warum nimmt man sich nicht dem Hier und Jetzt an und macht das Beste daraus? Es zeigt außerdem, dass man nicht viel braucht, um trotzdem etwas schaffen zu können. Und besonders eindrücklich fand ich die Szene, in der sich unsere namenlose Protagonistin zum ersten Mal im Spiegel gesehen und letztlich nichts dabei empfunden hat. In einer Zeit, die geprägt ist von Schönheitsidealen und den perfekten, gefilterten Gesichtern auf Social Media, hat dieser Moment wirklich viel in mir bewegen können. Mehr möchte ich gar nicht sagen. Am Ende muss hier jeder selbst herausfinden, was einem diese Geschichte mitgibt und was sie in einem bewegt.

4

„I was as much a prisoner outside this empty land as I had been in the cage during my early years.“

Wow, was für ein sentimentales, berührendes und philosophisches Buch. Ich konnte während der gesamten Geschichte total mit der Protagonistin fühlen und habe die Einsamkeit quasi durch das Buch auf mich über gehen gefühlt. Hier wird einem bewusst, auch in der größten Freiheit kann man sich wie ein Gefangener fühlen. Isolation ist der menschliche Untergang. Was zeichnet uns Menschen aus? Was lässt sich mit schierem Denken alles erreichen? Und wie kann ein immerwährender Wissensdurst gestillt werden, ohne dass es Antworten auf all die Fragen gibt? Die Geschichte wird mich sicherlich noch eine Zeit lang verfolgen.

4

Tiefe klirrende Kälte

Das Buch hat sich angefühlt wie ein tiefer Atemzug zu kalter Luft. So viele große Konzepte und Philosophien die ich kläglich versuche zu greifen. Die bittere Angst komplett allein zu sein und die Angst davor was ein Mensch ist wenn niemand sonst existiert. Ich muss noch ein paar Minuten länger ins nix schauen um das zu verarbeiten was ich gelesen habe, ich glaube dieses Buch wird zu einem Klassiker der viel diskutiert und ins kleinste aufgedröselt sein wird. I who have never known men lässt es so viele Fragen offen die man nie klären kann und lässt einen komplett allein mit der Ungewissheit.

5

This book brought me out of my reading slump. It made me physically hurt, because it had so much hope and showed so much joy in simplicity, but I pitied the protagonist and was afraid for her; maybe because she showed no sadness at all. This book brought up more unanswered questions than answers, which I normally don't like, but Harpman executed it really well. It is an interesting concept and I will definitely read it again, to get a much more deeper understanding, because this book deserves a much more deeper understanding.

4.5

Raises more questions than it answers

Why were they imprisoned and why did they lose their memories? Who and why were there Guards? What was the siren for and how did the guards disappear so fast? Why so many bunkers and what were they for? Why was the electricity still running? Where was the civilisation and all the animals? Why was this bus stranded on the street and why did the guards in there die so seemingly peacefully? Why the gardening books? And what was this fancy bunker for??? I believe these questions will never be answered and honestly that's the reason why I loved this book and read it in one go. Definitely worth the read, as long as you can live with these unanswered questions. (I probably can't and will therefore check out reddit theorys, lol)

5

"I was forced to acknowledge too late, much too late, that I too had loved, that I was capable of suffering, and that I was human after all." Ich, die Klappentexte nicht liest, weil sie einfach so in Geschichten starten möchte, hat sich schon wieder was ganz anderes unter dem Titel vorgestellt. Zum Jahresende wurde ich mit der Dystopie noch mal komplett vom Hocker gerissen. Könnt ihr euch eine Gruppe Frauen vorstellen, die in einem postapokalyptischen Szenario mit den kleinsten Ressourcen in der Gemeinschaft überleben? Hier liest man nicht über Hierarchienbildung, Konkurrenz oder Machtkämpfe, sondern über Solidarität und Schwesternschaft. Wenn man es aushält nicht immer alle Fragen beantwortet zu bekommen, könnte hier eine tolle Geschichte finden.

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4

Postapokalyptisch und packend durch Emotionen

I Who Have Never Known Men erforscht Pubertät, Beziehungen zu den Nächstgelegenen in einer Erzwungenen Situation und den Zusammenschluss von Frauen wenn es darauf ankommt. Die Emotionalen Höhepunkte schlagen einen fast in den Magen weil man als Leser genauso wenig über die Welt weiß wie die Hauptfigur selbst. Wer ein klares Ende und eine Erklärung für die Situation erwartet ist bei diesem Buch falsch aufgehoben, alle Umstände muss man sich als Hauptfigur selbst zusammen fantasieren und es so hinnehmen wie es kommt. Die Beziehungen zu den Frauen untereinander wird mit verschiedenen Lebensphasen erlebt und mitverfolgt. Es ist sehr glaubwürdig geschrieben, wodurch man sich vollstens in die Geschichte einleben kann. Mein einziges Makel ist die Geschwindigkeit der Geschichte, viele Aktionen wiederholen sich, was einerseits der Realität der Geschichte unterstreicht aber auch einschläfernd für den ein oder anderen sein könnte. Eine sehr schöne, mitziehende Geschichte die einen nicht an die Hand nimmt und zum Theorien aufstellen einlädt :)

Postapokalyptisch und packend durch Emotionen
4

Ein sehr interessantes, besonderes Buch, das mich etwas ratlos zurücklässt. Ich sehe, warum es so ein cult favourite ist. Die Geschichte ist mitreißend, bedrückend. Eine namenlose Protagonistin die mit 40 anderen Frauen in einem Bunker eingesperrt ist und von einer Gruppe immer stummer Männer bewacht werden. Die Geschichte nimmt einige Wendungen, aber was diese Welt ist, wieso es so ist, lernt man nie. Ich bin beeindruckt, aber auch etwas unzufrieden mit diesem Ende. Es ist eine Geschichte, die durch die Isolation der Protagonistin von den anderen Frauen, als einzige, die die Welt vorher nicht kannte, geprägt ist. Mit genau so einem Gefühl lässt mich das Buch auch zurück. Natürlich würde ich gerne mehr wissen, aber es ist auch etwas besonderes, diese Reise so erlebt zu haben.

4

Wie lebt es sich vollkommen allein, in einer Welt von der man nichts versteht?

Bis zum Schluss hoffte ich auf eine Erklärung, einen Sinn fürs ganze. Ich frage mich nun wie ich wohl mein Leben in so einer Situation gelebt hätte. Über das Buch werde ich wohl noch länger grübeln.

5

I honestly couldn’t say why I enjoyed this book so much but it’s very good in a weird way.

5

Sehr dystopisch und realistisch geschrieben.

Beängstigend, erläutert aber wie die Menschen außerhalb einer Zivilisation klarkommen müssen. Eine klare Empfehlung!

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