Über die Berechnung des Rauminhalts III
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Description
Noch immer ist Tara Selter in einer Zeitschleife gefangen – doch sie ist nicht mehr allein. Der norwegische Soziologe Henry war auf einer Konferenz in Düsseldorf, als auch für ihn die Zeit stehen blieb. So unterschiedlich Tara und Henry die Wiederholungen und viele Dinge im Leben wahrnehmen, kommen sie doch in einem Bewusstsein für die Zeit und in der Wertschätzung des Augenblicks zusammen. Henry wird Tara zu einem dringend benötigten Freund und Gesprächspartner, sie scheinen die einzigen Menschen auf der Welt zu sein; zumindest in ihrer Welt, in der jeder andere ein Statist ist, der den ewig wiederkehrenden 18. November zum ersten Mal erlebt. Bald jedoch stellt sich heraus, dass auch noch andere Menschen in jenem Novembertag feststecken. Gemeinsam beziehen sie ein leerstehendes Haus in Bremen, von dem aus sie versuchen, die Risse in der Welt zu kitten, die ihnen die ständige Wiederholung vor Augen führt.
In Über die Berechnung des Rauminhalts III schlägt Solvej Balle hoffnungsvollere Töne an und entwirft als Gegengewicht zu Taras bisheriger Angst, die Welt aufzubrauchen, die Idee eines positiven Fußabdrucks: Die lähmende Einsamkeit weicht der Dynamik eines Kollektivs, das entschlossen ist, der Zeitschleife zu entkommen – und bis dahin das Beste daraus zu machen. Ein origineller, radikal unideologischer Kommentar zum Verbrauch der Ressourcen und der Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Menschheit.
Book Information
Author Description
Solvej Balle, 1962 in Bovrup geboren, studierte Literatur und Philosophie in Kopenhagen und veröffentlichte 1984 ihren ersten Roman. Nach Jahren ausgedehnter Reisen durch Europa, Amerika, Kanada und Australien wurde sie 1996 Herausgeberin der literarischen Zeitschrift Den blå port. Seither veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen eigene literarischen Werke und übersetzte aus dem Englischen u.a. Rosmarie Waldrop. Auf Deutsch erschien bislang der Roman Nach dem Gesetz.
Posts
Großartige Reihe, bislang schwächster Band
Ich liebe die Idee der Romanreihe sehr, von diesem dritten Band bin ich leider etwas enttäuscht. Dass Tara Selter weitere Menschen trifft, die im 18. November gefangen sind und fortan nicht mehr allein in der Zeitschleife unterwegs ist, birgt sowohl auf diskursiver als auch auf Plot-Ebene so viel Potenzial, das leider nicht so recht ausgeschöpft wird. Die neuen Figuren bleiben schemenhaft und irgendwie fremd, die Perspektiven auf das Phänomen selbst werden nur abstrakt weitergedacht und erweitert, und auch Taras Interaktion mit den anderen wirkt irgendwie hölzern. Die Erzählerin entfernt sich, wirkt weiter weg als in den zwei Vorgänger-Bänden, ihre Einträge sind weniger persönlich, sie gibt größtenteils wieder, was geschieht (und das ist leider auch weniger, als man denken könnte). Auch das Ende wirft keinen Ausblick auf neue Konstellationen, Hoffnungen oder Wendungen der Ereignisse – schade, da hatte ich nach den großartigen ersten beiden Bänden mehr erhofft.

"Mit einem Mal hatte ich den großen Wunsch, alles zu vergessen."
Die Zeitschleife für Tara geht weiter. Wieder und wieder - der 18. November bleibt. Doch darf sie feststellen, das sie nicht die Einzige in dieser Wiederholung ist. Dementsprechend fand ich es eine erfrischende Abwechslung (und konnte Taras Gefühle dabei gut nachvollziehen) plötzlich wieder einen richtigen Gesprächspartner zu haben. Und wie zwei Menschen mit ganz verschiedenen Interessensschwerpunkten aufeinandertreffen. Mit dem 3. Band dieser Reihe hat man beim Lesen sehr gemerkt, das sich aber auch die Dynamiken für unsere Protagonistin sich veränderten. Sie hat sich verändert, die Zeit hat sich verändert. Und dann begegnen sie plötzlich noch weiteren Menschen, die im 18. November gefangen sind... Sehr gespannt auf den 4. Teil!
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Noch immer ist Tara Selter in einer Zeitschleife gefangen – doch sie ist nicht mehr allein. Der norwegische Soziologe Henry war auf einer Konferenz in Düsseldorf, als auch für ihn die Zeit stehen blieb. So unterschiedlich Tara und Henry die Wiederholungen und viele Dinge im Leben wahrnehmen, kommen sie doch in einem Bewusstsein für die Zeit und in der Wertschätzung des Augenblicks zusammen. Henry wird Tara zu einem dringend benötigten Freund und Gesprächspartner, sie scheinen die einzigen Menschen auf der Welt zu sein; zumindest in ihrer Welt, in der jeder andere ein Statist ist, der den ewig wiederkehrenden 18. November zum ersten Mal erlebt. Bald jedoch stellt sich heraus, dass auch noch andere Menschen in jenem Novembertag feststecken. Gemeinsam beziehen sie ein leerstehendes Haus in Bremen, von dem aus sie versuchen, die Risse in der Welt zu kitten, die ihnen die ständige Wiederholung vor Augen führt.
In Über die Berechnung des Rauminhalts III schlägt Solvej Balle hoffnungsvollere Töne an und entwirft als Gegengewicht zu Taras bisheriger Angst, die Welt aufzubrauchen, die Idee eines positiven Fußabdrucks: Die lähmende Einsamkeit weicht der Dynamik eines Kollektivs, das entschlossen ist, der Zeitschleife zu entkommen – und bis dahin das Beste daraus zu machen. Ein origineller, radikal unideologischer Kommentar zum Verbrauch der Ressourcen und der Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Menschheit.
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Solvej Balle, 1962 in Bovrup geboren, studierte Literatur und Philosophie in Kopenhagen und veröffentlichte 1984 ihren ersten Roman. Nach Jahren ausgedehnter Reisen durch Europa, Amerika, Kanada und Australien wurde sie 1996 Herausgeberin der literarischen Zeitschrift Den blå port. Seither veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen eigene literarischen Werke und übersetzte aus dem Englischen u.a. Rosmarie Waldrop. Auf Deutsch erschien bislang der Roman Nach dem Gesetz.
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Großartige Reihe, bislang schwächster Band
Ich liebe die Idee der Romanreihe sehr, von diesem dritten Band bin ich leider etwas enttäuscht. Dass Tara Selter weitere Menschen trifft, die im 18. November gefangen sind und fortan nicht mehr allein in der Zeitschleife unterwegs ist, birgt sowohl auf diskursiver als auch auf Plot-Ebene so viel Potenzial, das leider nicht so recht ausgeschöpft wird. Die neuen Figuren bleiben schemenhaft und irgendwie fremd, die Perspektiven auf das Phänomen selbst werden nur abstrakt weitergedacht und erweitert, und auch Taras Interaktion mit den anderen wirkt irgendwie hölzern. Die Erzählerin entfernt sich, wirkt weiter weg als in den zwei Vorgänger-Bänden, ihre Einträge sind weniger persönlich, sie gibt größtenteils wieder, was geschieht (und das ist leider auch weniger, als man denken könnte). Auch das Ende wirft keinen Ausblick auf neue Konstellationen, Hoffnungen oder Wendungen der Ereignisse – schade, da hatte ich nach den großartigen ersten beiden Bänden mehr erhofft.

"Mit einem Mal hatte ich den großen Wunsch, alles zu vergessen."
Die Zeitschleife für Tara geht weiter. Wieder und wieder - der 18. November bleibt. Doch darf sie feststellen, das sie nicht die Einzige in dieser Wiederholung ist. Dementsprechend fand ich es eine erfrischende Abwechslung (und konnte Taras Gefühle dabei gut nachvollziehen) plötzlich wieder einen richtigen Gesprächspartner zu haben. Und wie zwei Menschen mit ganz verschiedenen Interessensschwerpunkten aufeinandertreffen. Mit dem 3. Band dieser Reihe hat man beim Lesen sehr gemerkt, das sich aber auch die Dynamiken für unsere Protagonistin sich veränderten. Sie hat sich verändert, die Zeit hat sich verändert. Und dann begegnen sie plötzlich noch weiteren Menschen, die im 18. November gefangen sind... Sehr gespannt auf den 4. Teil!








