Tristan

Tristan

Softcover
3.732
KünstlernovelleNihilismus LiteraturKlassische BelletristikProsa

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Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
63
Price
2.90 €

Author Description

Thomas Mann (6.6.1875 Lübeck – 12.8.1955 Zürich), »Chronist der Dekadenz« und jüngerer Bruder des Schriftstellers Heinrich Mann, ist der bedeutendste Vertreter des deutschsprachigen bürgerlichen Romans vom »Fin de Siècle« bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Mann entscheidet sich für die Laufbahn als Schriftsteller, nachdem die Firma des verstorbenen Vaters, eines Senators und Kaufmanns, liquidiert wird und der junge Thomas Mann ein Volontariat bei einem Versicherungsunternehmen abgebrochen hat. Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ins Exil getrieben, lebt Mann in der Schweiz, seit dem »Anschluss« Österreichs an Deutschland 1938 in den USA. 1952 zieht er nach Zürich, wo er drei Jahre später stirbt. Einen großen Einfluss auf Manns Gesamtwerk kann der nihilistischen Philosophie Friedrich Nietzsches zugeschrieben werden, in deren Spannungsfelder ›Musik und Rausch‹ sowie ›Krankheit und Niedergang‹ sich Thomas Manns Erzählkunst entfaltet. Bereits in seinem Erstling »Die Buddenbrooks«, für den er 1929 den Literaturnobelpreis erhält, schildert Mann den Verfall einer großbürgerlichen Familie. In seinen Novellen wie »Tonio Kröger«, »Der Tod in Venedig« oder »Tristan« sowie in seinen Romanen »Der Zauberberg« oder »Doktor Faustus« formuliert Mann einen aus Nietzsches Lehren abgeleiteten Gegensatz von leidendem Künstler und vitalem Bürgertum aus, der als Prinzip der Künstlerproblematik bekannt ist.

Posts

7
All
2.5

Einigermaßen unterhaltsam, aber ich glaube ich hab’s nicht wirklich verstanden. Thomas Mann scheint nicht der Autor für mich zu sein, leider.

2.5

Nichts für mich

Die Geschichte war nichts für mich und ist finde ich aus heutiger Sicht aus der Zeit gefallen.

3.5

Heute möchte euch die Novelle „Tristan“ von Thomas Mann, erschienen im Jahre 1903 vorstellen. Es handelt sich um eine Novelle, die an das „Burleske“ angelehnt wurde und thematisiert den Konflikt zwischen Kunst und Leben, Wirklichkeit und Ästhetizismus. Der Schriftsteller Detlev Spinell und die kränkliche Gabriele Klöterjahn begegnen sich in einem Sanatorium. Spinell ist ein ästhetischer Träumer, der das Leben der Kunst unterordnet, während Gabriele als kultivierte, aber schwache Frau zwischen Krankheit und gesellschaftlicher Pflicht steht. Ihr Mann, ein erfolgreicher Geschäftsmann, verkörpert das gesunde, bürgerliche Leben. Spinell sieht in Gabriele eine ideale Muse und versucht, sie mit Kunst – besonders mit der Musik Wagners – aus ihrem Alltag zu befreien. Bei einem gemeinsamen Musikabend spielt Gabriele das Tristan-Vorspiel, was jedoch zu einem Rückfall ihrer Krankheit führt. Spinells Idealismus erweist sich als lebensfern und gefährlich.   Der Schreibstil des Autors in dieser Novelle ist deutlich konzentrierter und pointierter als viele seine Romane, wodurch diese für mich zugänglicher wurde. Weiterhin ist er ironisch-distanzierend und durch feine Satire geprägt, besonders in der Darstellung der Figuren und ihrer Gegensätze. Der Autor verwendet eine kunstvolle Sprache mit hohem ästhetischem Anspruch, bleibt daher aber sprachlich klar und weniger ausschweifend als etwa in Buddenbrooks. Ein typisches Stilmittel in dieser Novelle ist die Psychologisierung, wie feine Einblicke in die Innenwelt der Figuren, besonders durch indirekte Rede und detaillierte Beobachtungen zeigen. Durch die Kürze der Geschichte gelingt es Thomas Mann, seine Themen – Dekadenz, Kunst, Krankheit – auf den Punkt zu bringen, ohne sich in weitschweifenden Exkursen zu verlieren. Besonders positiv hervorheben möchte ich die sprachliche Eleganz in diesem Werk. Der Stil ist kunstvoll, aber nicht überladen – für Mann-Verhältnisse fast „leichtfüßig“. Leider wirkten einige Figuren zu künstlich auf mich, besonders Spinell als Karikatur des dekadenten Künstlers. „Tristan“ erschien später in der Sammlung „Drei Novellen“ zusammen mit „Tonio Kröger“ und „Der Tod in Venedig“ – alle drei handeln vom Spannungsfeld zwischen Kunst, Leben und gesellschaftlicher Anpassung. Ich vergebe der Novelle 3,5 von 5 Sterne. ✨️

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5

Thomas Manns ironisch augenzwinkerndes Beschreiben menschlicher Schwächen findet auch in dieser relativ kurzen Erzählung auf höchstem Niveau statt. Manche Details deuten bereits in Richtung Zauberberg.

5

Kurzweilig, sprachlich ästhetisch und unfassbar gut!

5

Immer wieder sensationell, wie Thomas Mann auf engstem Raum Verdichtung und Andeutung zu einem aussagekräftigen Stück Literatur zu machen versteht. Musik und Tod, Leben und Kunst, Tätigkeit und Betrachung – die Reihe der Gegensatzpaare ließe sich fortsetzen, es gibt viele verarbeitete literarische Motive, die Abrechnung mit einer ziellosen Wagner-Schwärmerei, natürlich die Fähigkeit, Personen zu charakterisieren – und vor allem gibt es die grandiose sprachliche Umsetzung der wesentlichen Teile von Wagners "Tristan und Isolde". Detlev Spinell, ein Schriftsteller, "bloß aus Lemberg gebürtig", überredet die kranke Gabriele Klöterjahn zum Klavierspielen. Sie spielt den Klavierauszug vom Blatt, preziös und präzise. Wie Thomas Mann das in Worte faßt, ist schlichtweg grandios. Ich kann die Musik hören, die Szene sehen – "O, sink hernieder, Nacht der Liebe!" Während im Opernhaus die Musik enthüllt, was passiert, das für die Zeitgenossen Unaussprechliche offen zutage treten läßt, geschieht im Aufenthaltsraum von "Einfried": nichts. Spinell wird von seinen Empfindungen überwältigt, aber nicht zum Liebesakt emporgerissen. Seine Impotenz setzt sich in einem sehr einseitigen Wortgefecht mit Herrn Klöterjahn fort und findet ihren Tiefpunkt, als er vor dem drallen, lebenstüchtigen Kinde Klöterjahns Reißaus nimmt.

5

Großartige Novelle, wünschte ich hätte sie schon eher gelesen

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