Tortilla Flat
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Description
Wie einer den Verstand verliert
»Steinbeck hat sich diesem deftigen und duftigen Gesindel von der Küste Kaliforniens zugewendet, weil er es liebte.« Alfred Andersch
Als Danny aus dem Krieg nach Monterey zurückkehrt, erfährt er zu seiner großen Verblüffung, daß er der Erbe zweier Häuser ist. Die auf ein Saufgelage folgende Feuersbrunst reduziert seinen Besitz jedoch schnell auf die Hälfte. In der übriggebliebenen Behausung residieren außer ihm schließlich fünf weitere »Obdachlose«, u. a. der »Pirat« mit seinen fünf Hunden. Fröhlich leben die Freunde bei Wein, Weib und Gesang in den Tag hinein und warten auf »das tägliche Wunder des Essens«, dem sie allerdings mit viel List und Tücke kräftig nachhelfen müssen. Das Leben könnte , so schön sein. Doch eines Tages gerät Danny ins Brüten und fängt ganz augenscheinlich an, den Verstand zu verlieren ...
Book Information
Author Description
John Ernst Steinbeck, amerikanischer Erzähler deutsch-irischer Abstammung, geboren am 27. Februar 1902 in Salinas, wuchs in Kalifornien auf. 1918-24 Studium der Naturwissenschaften an der Stanford University, Gelegenheitsarbeiter, danach freier Schriftsteller in Los Gatos bei Monterey. Im Zweiten Weltkrieg Kriegsberichterstatter, 1962 Nobelpreis für Literatur, gestorben am 20. Dezember 1968 in New York.
Posts
Triggerwarnung voraus (schließlich befinden wir uns im 21. Jahrhundert): in diesem Roman wird eindeutig zuviel an Alkohol konsumiert. Darüber hinaus war man sich vor Veröffentlichung von "Tortilla Flat" über den Erfolg des Buches uneinig und John Steinbeck stieß hie und da auf Ablehnung seines Manuskripts. Und doch sollte ausgerechnet dieser Schelmenroman, der von einer Männerfreundschaft in einer "alten Stadt" an der kalifornischen Küste berichtet, dem Schriftsteller nach Veröffentlichung 1935 zum Durchbruch verhelfen. Worum geht es bei "Tortilla Flat" - ist damit ein beschauliches Fleckchen Erde gemeint? "Nein, wer von Dannys Haus spricht, meint die Einheit, deren Teile Menschen waren, von denen jugendliche Frische und Lebensfreude, Menschenliebe und schließlich eine mystische Trauer ausging." Aha, also eine Tragikomödie - und dieser Danny, was ist das für ein Typ? "Danny war ein Paseino und in Tortilla Flat aufgewachsen; jedermann mochte ihn gut leiden, aber er zeichnete sich durch nichts Besonderes vor den anderen lärmenden Kindern des Ortes aus." Also ist Tortilla Flat auch eine Ortsbezeichnung. Und was ist ein Paisano? "Eine Mischung aus spanischem, mexikanischem und erlesenem kaukasischem Blut. Seine Vorfahren haben seit ein bis zwei Jahrzehnten in Kalifornien gelebt. Er spricht englisch mit dem Akzent eines Paisanos, und Spanisch mit dem gleichen Akzent. ... Er ist ein Paisano und lebt in jenem Hügelbezirk oberhalb der Stadt Monterey, der den Namen Tortilla Flat führt, obwohl er nichts weniger als "Flachland" ist, wie der Name besagt." Und wozu nun dieser ganze Roman? "Danny ist eine Naturgottheit, und seine Freunde sind Sinnbilder des Windes, des Himmels, der Sonne. Unsere Geschichte ist dazu da, jetzt und für immer das spöttische Lächeln von den Lippen säuerlicher Gelehrter zu verbannen." Noch weitere Fragen? - Die obigen Zitate, welche mit Anführungszeichen versehen wurden, stammen ausschließlich aus dem Vorwort, den ersten zwei Seiten, dieses Romans. Der episodenhafte Charakter und die leichtfüßige Schreibe des amerikanischen Schriftstellers machen diesen kleinen, aber feinen, Roman zu einem Lesevergnügen. Die Übersetzung stammt von Elisabeth Rotten. FAZIT Eines steht für mich nun bezüglich des Werkes von Steinbeck fest: bis zu 200 Seiten seiner Schreibe sind für mich ein literarischer Leckerbissen, darüber hinaus wird das Ganze für mich leider ungenießbar. Aber so erfreue ich mich eben an den kurzen Romanen und überlasse die Wälzer wie "Jenseits von Eden" anderen. Falls jemand bereits das Vergnügen hatte, "Tortilla Flat" zu belesen: ist das Leseerlebnis ähnlich ausgefallen? Oder zieht jemand die epischen Werke von John Steinbeck vor? "Tortilla Flat": unbedingt lesenswert.
Ich habe Jenseits von Eden, Früchte des Zorns und von Mäusen und Menschen geliebt und verschlungen. Mit Tortilla Flat konnte ich nun überhaupt nichts anfangen. Teilweise hat es mich ein wenig an Die Pickwicker von Dickens erinnert. Eine ähnliche Anreihung von losen Geschichten von ein paar wenigen Protagonisten. Oben genannte Romane sind unbedingt zu empfehlen, Tortilla Flat ist zu vernachlässigen.
Description
Wie einer den Verstand verliert
»Steinbeck hat sich diesem deftigen und duftigen Gesindel von der Küste Kaliforniens zugewendet, weil er es liebte.« Alfred Andersch
Als Danny aus dem Krieg nach Monterey zurückkehrt, erfährt er zu seiner großen Verblüffung, daß er der Erbe zweier Häuser ist. Die auf ein Saufgelage folgende Feuersbrunst reduziert seinen Besitz jedoch schnell auf die Hälfte. In der übriggebliebenen Behausung residieren außer ihm schließlich fünf weitere »Obdachlose«, u. a. der »Pirat« mit seinen fünf Hunden. Fröhlich leben die Freunde bei Wein, Weib und Gesang in den Tag hinein und warten auf »das tägliche Wunder des Essens«, dem sie allerdings mit viel List und Tücke kräftig nachhelfen müssen. Das Leben könnte , so schön sein. Doch eines Tages gerät Danny ins Brüten und fängt ganz augenscheinlich an, den Verstand zu verlieren ...
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Author Description
John Ernst Steinbeck, amerikanischer Erzähler deutsch-irischer Abstammung, geboren am 27. Februar 1902 in Salinas, wuchs in Kalifornien auf. 1918-24 Studium der Naturwissenschaften an der Stanford University, Gelegenheitsarbeiter, danach freier Schriftsteller in Los Gatos bei Monterey. Im Zweiten Weltkrieg Kriegsberichterstatter, 1962 Nobelpreis für Literatur, gestorben am 20. Dezember 1968 in New York.
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Triggerwarnung voraus (schließlich befinden wir uns im 21. Jahrhundert): in diesem Roman wird eindeutig zuviel an Alkohol konsumiert. Darüber hinaus war man sich vor Veröffentlichung von "Tortilla Flat" über den Erfolg des Buches uneinig und John Steinbeck stieß hie und da auf Ablehnung seines Manuskripts. Und doch sollte ausgerechnet dieser Schelmenroman, der von einer Männerfreundschaft in einer "alten Stadt" an der kalifornischen Küste berichtet, dem Schriftsteller nach Veröffentlichung 1935 zum Durchbruch verhelfen. Worum geht es bei "Tortilla Flat" - ist damit ein beschauliches Fleckchen Erde gemeint? "Nein, wer von Dannys Haus spricht, meint die Einheit, deren Teile Menschen waren, von denen jugendliche Frische und Lebensfreude, Menschenliebe und schließlich eine mystische Trauer ausging." Aha, also eine Tragikomödie - und dieser Danny, was ist das für ein Typ? "Danny war ein Paseino und in Tortilla Flat aufgewachsen; jedermann mochte ihn gut leiden, aber er zeichnete sich durch nichts Besonderes vor den anderen lärmenden Kindern des Ortes aus." Also ist Tortilla Flat auch eine Ortsbezeichnung. Und was ist ein Paisano? "Eine Mischung aus spanischem, mexikanischem und erlesenem kaukasischem Blut. Seine Vorfahren haben seit ein bis zwei Jahrzehnten in Kalifornien gelebt. Er spricht englisch mit dem Akzent eines Paisanos, und Spanisch mit dem gleichen Akzent. ... Er ist ein Paisano und lebt in jenem Hügelbezirk oberhalb der Stadt Monterey, der den Namen Tortilla Flat führt, obwohl er nichts weniger als "Flachland" ist, wie der Name besagt." Und wozu nun dieser ganze Roman? "Danny ist eine Naturgottheit, und seine Freunde sind Sinnbilder des Windes, des Himmels, der Sonne. Unsere Geschichte ist dazu da, jetzt und für immer das spöttische Lächeln von den Lippen säuerlicher Gelehrter zu verbannen." Noch weitere Fragen? - Die obigen Zitate, welche mit Anführungszeichen versehen wurden, stammen ausschließlich aus dem Vorwort, den ersten zwei Seiten, dieses Romans. Der episodenhafte Charakter und die leichtfüßige Schreibe des amerikanischen Schriftstellers machen diesen kleinen, aber feinen, Roman zu einem Lesevergnügen. Die Übersetzung stammt von Elisabeth Rotten. FAZIT Eines steht für mich nun bezüglich des Werkes von Steinbeck fest: bis zu 200 Seiten seiner Schreibe sind für mich ein literarischer Leckerbissen, darüber hinaus wird das Ganze für mich leider ungenießbar. Aber so erfreue ich mich eben an den kurzen Romanen und überlasse die Wälzer wie "Jenseits von Eden" anderen. Falls jemand bereits das Vergnügen hatte, "Tortilla Flat" zu belesen: ist das Leseerlebnis ähnlich ausgefallen? Oder zieht jemand die epischen Werke von John Steinbeck vor? "Tortilla Flat": unbedingt lesenswert.
Ich habe Jenseits von Eden, Früchte des Zorns und von Mäusen und Menschen geliebt und verschlungen. Mit Tortilla Flat konnte ich nun überhaupt nichts anfangen. Teilweise hat es mich ein wenig an Die Pickwicker von Dickens erinnert. Eine ähnliche Anreihung von losen Geschichten von ein paar wenigen Protagonisten. Oben genannte Romane sind unbedingt zu empfehlen, Tortilla Flat ist zu vernachlässigen.





