The Rest of Us Just Live Here
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Kurzfassung: Ich habe die Geschichte geliebt! Das deutsche Cover und der Titel gefällt mir persönlich nicht, ABER bleibt näher am Inhalt als das Original. Die Geschichte dreht sich vor alle um Freundschaft, Erwachsenwerden und sich heraushalten, wenn die Helden (mal wieder!) auserkoren werden die Welt zu retten. (Updates dazu gibt es unterhaltsamerweise immer vor jedem neuen Kapitel.)
CW: Zwangsstörung, Essstörung, Tod, Alkoholismus, Homophobie 3,5 Sterne! Ich mochte das Konzept dieser Geschichte sehr, die Umsetzung hatte leider einige Schwächen. Ich war absolut kein Fan von der Liebesgeschichte und besonders Hennas Verhalten war sehr fragwürdig. Mike war auch nicht unbedingt mein Lieblingsprotagonist, aber ich konnte wertschätzen, dass er eben nicht perfekt war. Stars der Geschicht sind auf jeden Fall Jared (my love) und Mel! Dass Jared ein Viertelgott ist, der von allen Katzen angebetet wird, ist eine Idee, die ich gerne selbst gehabt hätte. :D Außerdem behandelt das Buch viele schwierige Themen und es wurde mir irgendwann etwas zu viel. Trotzdem ist es ein schnelllebiges und spannendes Buch mit einer originellen Idee und einem super Schreibstil.
what a weird book! (i mean this in a positive way but still) the way it's written is so different and special and new, and while there is a lot of crazy stuff going on it's still so NORMAL, like the characters are so realistic and just human. i really liked that! unfortunately i think that i won't be thinking about this book for a long time and while it was fun to read i did expect a bit more.
I loved the idea behind this book: The people who are always the side characters are being looked at closer while the cool kids handle vampires, immortals, some other fantasy force. While it's always about those indie kids with extraordinary names like Satchel and their saving the world/dying while fighting against the evil in our universe there must be so many people who just live there but are not really involved in all this world saving/deaths, right? People like you and me who never had to behead a monster. And this is where the book starts from. The author has a very nice and sarcastic humor and it's fun to read, especially all these little hints and the critics on current developments in Young Adult literature. Still, I would have loved and not only liked the book if Patrick Ness would have been brave enough to step out of this YA story circle he makes fun of...because in the end the story is just another one on troubled teenagers growing up and looking for love and so it doesn't matter much whether there are immortals and indie kids in the background, whether our "heroes" deal with eating disorders, homosexuality and compulsive obsessive behavior patterns. At the end it's a YA novel making fun of YA novels and somehow accidentally got trapped in that. Nevertheless, it was a quick, easy and most of all fun read. I'd just have Patrick Ness liked to be a little more revolutionary.
Story: Mickey ist ein ganz normaler Jugendlicher, der mit den üblichen kleinen und großen Problemen kämpft – sein Schulabschluss, das Auf und Ab mit seinen Freunden, und seine erste große Liebe Henna. Darüber hinaus leidet er unter einer Zwangsstörung, die ihn dazu zwingt bestimmte Dinge wie Händewachsen, Anziehen oder das Abschließen einer Tür endlos zu wiederholen. Er gehört nicht zu den Finns, Dylans und Sachtels, die in regelmäßigen Abständen die Welt vor der Vernichtung durch Vampire, Göttern, Seelenfressern und Zombies retten und die in regelmäßigen Abständen die Schule in die Luft jagen. So bekommen er und seine Freunde zwar am Rande mit, dass sich eine neue Bedrohung ankündigt, doch glücklicherweise betrifft es sie nicht direkt, so dass sie sich ihrem Alltag stellen können. Eigene Meinung: Patrick Ness ist einer der bekanntesten, englischen Kinder- und Jugendbuchautoren, der mit seinen Büchern unzählige Preise gewinnen konnte, darunter auch den Deutschen Jugendliteraturpreis für „Sieben Minuten nach Mitternacht“ (dessen Filmadaption im Herbst 2016 in die Kinos kommt). Er widmet sich oftmals queeren Themen und baut schwule und lesbische Haupt- und Nebenfiguren in seine Geschichten ein. Der Autor fasziniert von Anfang an durch eine ungewöhnliche Idee – wie leben, handeln und reagieren die Menschen, die nicht Teil der großen Abenteuer sind, die in so vielen Büchern beschrieben werden? Welche Sorgen und Probleme haben diejenigen, denen es nicht bestimmt ist ein großer Held zu sein? Mickey und seine Freunde gehören zu denen, die die Ereignisse nur am Rande mitbekommen und versuchen sich um ihre eigenen kleinen, persönlichen Probleme zu kümmern. Zwar werden sie oftmals Zeuge der Kämpfe der sogenannten Indie-Kids gegen die übermächtige Bedrohung, oder sind auch mal direkt betroffen, doch das Buch behandelt ihre Geschichten. Die Abenteuer und Heldentaten der Indie-Kids werden lediglich am Anfang jedes Kapitels grob zusammengefasst. Patrick Ness gelingt es auf diesem Weg sehr subtil die vielen Weltrettungsgeschichten, Urban Fantasy und All Age Romane auf die Schippe zu nehmen, die es seit einigen Jahren gibt. Als Vielleser fallen einem gleich die Parallelen zu den vergangenen Buchhypes auf, die in den letzten Jahren das Leben der Menschen in „Das Morgen ist immer schon jetzt“ bedroht haben: Romantische Vampire („Twilight“), Götter („Percy Jackson“), Zombies („Warm Bodies“). Auch einen kleinen Hint auf „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ kann sich der Autor nicht verkneifen. Im Laufe der Handlung findet man es allerdings doch ein wenig schade, dass Mickey und seine Freunde (fast) gar keinen Einfluss auf die Ereignisse haben, die um sie herum passieren. Nicht, dass das unpassend wäre – im Gegenteil. Als Leser wartet man nur fast darauf, dass die Charaktere Teil der großen Weltrettungs-Geschichte werden. Lässt man die fantastischen Aspekte weg, bleibt eine solide Jugendbuch-Handlung, die mit den üblichen Problemen einhergeht: erste Liebe, Probleme mit den Eltern, Erwachsen werden. Mickey ist der typische, leicht unsichere Hauptcharakter, der seit Jahren in Henna, ein Mädchen in seiner Clique verliebt ist, sich aber nicht traut es ihr zu sagen. Nathan, den gutaussehenden Neuzugang, mag er weniger, da dieser (nicht nur) Henna gefällt und er sich gerne in den Mittelpunkt drängt. Sein bester Freund Jared ist zwar schwul, doch mit ihm verbindet Mickey eine Menge, wenngleich ihre Beziehung zumeist rein platonisch bleibt. Seine Schwester Mel, die ebenfalls mit einigen Problemen zu kämpfen hat, komplettiert die Gruppe. Die Figuren sind sehr lebendig und authentisch. Da die Geschichte aus Mickeys Sicht beschrieben wird, kann man sich gut in ihn hineinversetzen und seine Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Auch die übrigen Charaktere sind in sich schlüssig und passen gut zur Handlung. Stilistisch legt Patrick Ness gewohnt solide Kost vor. Er hat keinen wundervollen, sehr authentischen und angenehm lesbaren Schreibstil. Er hat ein Händchen dafür Bücher für Jugendliche zu schreiben, denn seine Sprache passt sehr gut zu seinen jungen Hauptcharakteren. Zu Beginn braucht man zwar etwas, um in die Geschichte zu kommen, da zunächst die Zusammenfassungen der Indie-Kids vor den Kapiteln verwirren und die Szene mitten in einem Gespräch von Mickeys Clique einsetzt, doch mit der Zeit kommt man damit klar. Es lohnt sich auf jeden Fall bei der Sache zu bleiben und sich auf die zeitgleich stereotype, wie auch ungewöhnliche Geschichte einzulassen. Fazit: „Das Morgen ist immer schon jetzt“ ist ein ungewöhnlicher Jugendroman, der sowohl durch die typischen Stereotype eines Jugendbuches besticht, als auch mit einer ungewöhnlichen und interessanten Grundidee aufwarten kann. Die Figuren sind sympathisch und machen im Laufe der Zeit eine spürbare Wandlung durch. Auch stilistisch kann Patrick Ness überzeugen und beweisen, dass er zu Recht zu einem der bekanntesten Jugendbuchautoren gehört. Wer seine Romane „Sieben Minuten nach Mitternacht“ oder „Mehr als das“ kennt, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Es lohnt sich.
Dieses Buch lässt sich schnell lesen, obwohl es seine 350 Seiten hat. ich bin so ziemlich durchgeflogen, was vor allem an dem guten Schreibstil liegt. Hier geht es um eine Gruppe von Teenagern, die nicht zur Gruppe der besonderen Kinder gehören, die irgendwie immer die Welt retten. Das Konzept ist sehr interessant, weiterhin haben wir eine Abwechslung von Teenager-Probleme wie Liebe und Freundschaft, Familie, und Sachen die passieren dadurch das um sie herum mal wieder die Welt untergeht. Diese Chosen One Story findet man immer an Anfang des Kapitels, wo es manchmal etwas sehr zusammengefasst ist und zu viele Kinder Finn heißen, es aber irgendwo auch lustig ist. Unser Hauptcharakter Mike macht viele Dinge durch - und ja, er jammert. Aber er versucht auch Dinge zu ändern, und hat Angst vor Änderung. Ich fand seine Reaktionen sehr verständlich und mochte vor allem seine Beziehung zu seinen Schwestern. Trotzdem wurde das Konzept, dass um sie herum die Leute sind die die Welt retten, irgendwie nur angerissen, aber es wirkt im gesamten sehr gut und komplett. Kann ich empfehlen.
CW: Zwangsstörung, Essstörung, Tod, Alkoholismus, Homophobie 3,5 Sterne! Ich mochte das Konzept dieser Geschichte sehr, die Umsetzung hatte leider einige Schwächen. Ich war absolut kein Fan von der Liebesgeschichte und besonders Hennas Verhalten war sehr fragwürdig. Mike war auch nicht unbedingt mein Lieblingsprotagonist, aber ich konnte wertschätzen, dass er eben nicht perfekt war. Stars der Geschicht sind auf jeden Fall Jared (my love) und Mel! Dass Jared ein Viertelgott ist, der von allen Katzen angebetet wird, ist eine Idee, die ich gerne selbst gehabt hätte. :D Außerdem behandelt das Buch viele schwierige Themen und es wurde mir irgendwann etwas zu viel. Trotzdem ist es ein schnelllebiges und spannendes Buch mit einer originellen Idee und einem super Schreibstil.
Ich mag Bücher, die mit Klischees spielen, und somit war das Buch in dieser Hinsicht perfekt. Denn hier gibt es durchaus die üblichen Auserwählten, vor jedem Kapitel wird in einem sehr knappen Abschnitt zusammengefasst, was die darin gerade tun - was vermutlich der Handlung der üblichen Young Adult-Fantasy-Romane entspräche. Teilweise musste ich dabei echt grinsen, weil dabei auch bekannte Klischees durch den Kakao gezogen und übertrieben dargestellt werden - unsterbliche Liebe auf den ersten Blick, zum Beispiel. Doch der Protagonist dieses Buches hat damit nichts zu tun, er lebt ein mehr oder weniger ganz normales Leben. Haben wir uns nicht immer schon mal gefragt, was der Rest der Menschen tut, während die Welt gerettet wird? Hier ist die Antwort. Aber das Buch ist noch so viel mehr. Denn Mikey kämpft auch im normalen Leben. Er leidet unter einer Zwangsstörung, kommt nicht so wirklich mit seinen Eltern klar und traut sich nicht, dem Mädchen seiner Träume seine Liebe zu gestehen. Die Botschaft des Buches? Jeder hat etwas, mit dem er kämpft. Ich mochte Mikey. Er ist niedlich, gerade wenn er sich um seine Schwestern kümmert, zu denen er eine sehr gute Beziehung hat. Und er hat auch Ecken und Kanten, denn manchmal handelt er nicht ganz richtig. Letztendlich bleiben aber alle Charaktere etwas blass, obwohl Potenzial für mehr vorhanden wäre und Vielschichtigkeit oft angedeutet wird. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die Interaktion zwischen in ihnen, sodass die individuelle Persönlichkeit manchmal ein wenig auf der Strecke bleibt. Nicht extrem, aber es wäre mehr möglich gewesen. Dennoch waren mir die meisten Charaktere sympathisch, jeder von ihnen hat seine eigenen Probleme und doch kümmern sie sich umeinander. Die Liebesgeschichte steht gar nicht mal so im Vordergrund, auch wenn sie durchaus von Bedeutung ist, der Fokus liegt eher auf Selbstfindung und Freundschaft. Gerade letztere muss auch Konflikte austragen, letztendlich sind aber alle füreinander da. Der Schreibstil ist sehr flüssig und humorvoll, und obwohl eben keine Action im Sinne von Weltrettung da ist, fesselte mich diese alltägliche Handlung. Denn manchmal kann auch der Alltag bedeutend sein. Erste Person Präsens ist bekanntlich umstritten, aber ich mag diese Erzählweise am liebsten. Teilweise werden Mikeys Gedanken auch in Einwürfen dargestellt. Mikey spricht wiederholt den Leser direkt, auch mit du, an, stellt ihm Fragen, bittet ihn, eigene Erfahrungen einzubringen, sodass der Leser in die Geschichte einbezogen wird. Fazit: Ungewöhnliche, flüssig zu lesende und humorvolle Geschichte, die mit bekannten Fantasy-Klischees spielt, während die Protagonisten nicht die Auserwählten sind, sondern weiter ihr normales Leben haben und doch Probleme bewältigen müssen, mit dem Fokus auf den tollen Beziehungen zwischen den Charakteren
Kurzfassung: Ich habe die Geschichte geliebt! Das deutsche Cover und der Titel gefällt mir persönlich nicht, ABER bleibt näher am Inhalt als das Original. Die Geschichte dreht sich vor alle um Freundschaft, Erwachsenwerden und sich heraushalten, wenn die Helden (mal wieder!) auserkoren werden die Welt zu retten. (Updates dazu gibt es unterhaltsamerweise immer vor jedem neuen Kapitel.)
Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch von einigen als langweilig empfunden werden könnte. Es war eher ruhig. Aber mich hat das überhaupt nicht gestört. Denn Patrick Ness schreibt mal wieder so schön. Er legt den Fokus sehr auf seine Charaktere (die wunderbar divers sind und in die man sich, wie ich finde, sehr gut hineinversetzen kann). Auch dieses Buch ist wieder ganz anders als z.B. „Chaos Walking“ oder „A Monster calls“. Aber genau das fand ich so spannend. Ness versteht es in „The Rest of us Just live Here“ sensibel und einfühlsam schwierige Themen aufzuarbeiten und den Leser*innen zwischen den Zeilen, ohne aufdringlich zu werden, wichtige Messages zu vermitteln. Er versteht es, reale Charaktere zu erschaffen, ziemlich abgefahrene und merkwürdige Elemente einzustreuen, ohne, dass es doof wirkt, und vor allem verseht er es, mit Klischees zu spielen. Er macht sie sich auf eine wirklich unterhaltsame Art zu Nutzen, wie ich finde. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und vor allem hat es mich berührt.
Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll. Es war....langweilig. Die Idee ist wahnsinnig schön, aber die Ausführung mangelt, mangelt und mangelt nochmal. Keine Beziehungen zu den Charakteren, unter den Charakteren und die Geschichte war verdammt....well, es ist einfach nichts passiert. Was soll man denn da sagen? Ist das wirklich der sagenhafte Patrick Ness, der so toll und so tiefgründig schreibt? Das hab ich nämlich nicht gesehen. Überhaupt nicht. Volle Rezension: Ganz ehrlich, Leute: Diese Rezension wird ziemlich ernst und erwartet bitte nicht das flippige und fangirlige, was hier sonst so abgeht. Denn ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, wie ich dieses Buch einsortieren soll. Was will es sein? Was will es mir sagen? Ich weiß nur eins: Ich habe nicht viel über dieses Buch zu sagen. Es gibt Bücher, bei denen man am Ende den Buchrücken zuklappt und sich einfach nur Leere einstellt…und zwar nicht diese Leere von wegen: OH MEIN GOTT, WAS IST HIER GERADE PASSIERT?! Sondern eine Leere, die einen zweifeln lässt, ob man gerade überhaupt irgendwas gelesen hat. Ob man überhaupt etwas zu diesem Buch sagen kann und will. Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, war mein Kopf nur Eins: Leer. Komplett leer. Aber fangen wir doch mit der eigentlichen Review an, denn „Nichts“ kann ja nicht als Meinung gelten… Fangen wir doch mit dem Positiven an, was mir aufgefallen ist: Die Idee ist wirklich klasse! Also wirklich! Die Geschichte nicht aus der Sicht der Helden zu erzählen, sondern aus der Sicht der Nebencharaktere, die nicht als Superhelden gefeiert werden, die keine Abenteuer erleben und immer im Mittelpunkt stehen! Die Idee hat mich wirklich gefesselt (sonst hätte ich das Rezensionsexemplar ja auch nicht angefragt :D) Mein Highlight dieses Romans ist die ironische Behandlung der „Heldengeschichte“. Denn vor jedem Kapitel gibt es einen Abschnitt, der davon erzählt, was gerade in der „echten“ Geschichte vor sich geht und wie die Helden sich mit völlig konfusen Wesen herumschlagen und ihre Liebesprobleme behandeln. Dabei sind die Vorgänge so überzogen und unrealistisch, dass man einfach nur lachen muss und Patrick Ness dafür bewundern muss, wie wunderschön schmunzelnd er die Klischees dieses Genres auf die Schüppe nimmt. Die Charaktere waren außerdem gut erdacht. Sie waren wirklich gut konzipiert und auch die Beziehungen zueinander waren gut skizziert. Man wusste direkt, wer welche Rolle einnehmen soll und wer sich mit wem wie gut versteht. Selten haben sich auch gute Gedanken und neue Gedankengänge ergeben, die typisch für Coming-of-Age-Romane sind. Dass man nicht der komplette Überflieger sein muss, dass man nicht immer der Held sein muss. Ist ja auch die Hauptaussage des Buches…(dazu kommen wir allerdings noch) Die Problembehandlung der Protagonisten hat mich auch positiv überrascht, denn man hat gemerkt, wie ihre Probleme langsam aber sicher angegangen wurden und das Vorurteil der perfekten Familie und der perfekten Person abgeschafft wurde. Und jetzt kommen wir leider zu dem ganzen Negativen: Es gab keinen Plot. Weder einen packenden, noch einen, den man wirklich sehen konnte. Es plätscherte und plätscherte und nie wusste man wirklich, wohin das Ganze wollte und OB es überhaupt irgendwo hin wollte… Und ich konnte mich auf Teufel komm raus nicht mit diesen verdammten Charakteren identifizieren…die waren einfach viel zu viele Hindernisse. Es kam mir vor, als wäre ich nicht dabei, sondern wäre dazu verdammt in einem Kino zuzusehen. Ich habe zwar alles gesehen, allerdings konnte ich nicht in die Köpfe der Protagonisten gucken…ich konnte nicht mit ihren interagieren…so schade… Außerdem zogen sich die Probleme der Protagonisten und die einzelnen Handlungsstränge immer weiter hinaus und waren meistens nicht recht verständlich…sie waren viel zu gewollt und ich konnte es einfach nicht verstehen, warum so ein Tam Tam darum gemacht wurde… Eins ist mir wirklich wichtig: Diese Charaktere waren keine typischen Jugendlichen…alle mit irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen psychischen Problemen behaftet, mit wirren Gedankengängen und ihre Handlungen sind auch nicht wirklich jugendlich. Sie wirkten manchmal sogar zu kindlich, manchmal alt und viel zu weise. Sie waren einfach nicht nachvollziehbar und außerdem sind sie austauschbar as fuck! Ich könnte alle gegeneinander austauschen und so stereotypisch habe ich lange keine Protagonistengruppe mehr gesehen! Deshalb ist es auch selbstverständlich, dass auch ihre Handlungen total wirr und nicht nachvollziehbar waren. Schade eigentlich. Das Letzte waren aber wirklich diese klärenden Gespräche, die am Ende des Buches untereinander geführt werden MUSSTEN, denn sie waren so unangenehm! Total peinlich und der Protagonist tat mir soo leid! Ich wollte wirklich dazwischen springen und sagen: WAS MACHT IHR DA?! SO LÄUFT KEINE AUSSPRACHE! REDET WIE NORMALE MENSCHEN! Zusammengefasst verpasst Patrick Ness das Hauptziel des Buches: Die Besonderheit der Unbesonderheit darzustellen. Die Helden unter den Nebencharakteren. Das Glanzvolle am Verrosteten. DAS, AUF DEM DER GANZE MIST BASIERT, WIRD NICHT VERNÜNFTIG DARGESTELLT! WHY?! WAS SOLL DENN DER MIST?! Abschließend: Sind wir uns wirklich sicher, dass dieses Buch von DEM Patrick Ness geschrieben wurde, denn alle so in den Himmel loben? Ich hoffe inständig, dass „Sieben Minuten nach Mitternacht“ sehr viel besser ist! Fazit: Ein Buch, was das Spannende und Unterhaltende und Außergewöhnliche einer Geschichte darstellen will, die eigentlich gar nicht außergewöhnlich ist. Und dabei versagt. Ich kann keine Empfehlung aussprechen, denn das einzig Positive ist, dass sich die 300 Seiten recht schnell weglesen ließen, allerdings war es weder spannend noch gut durchdacht, die Charaktere waren flach und nichtssagend, ihre Beziehungen nicht ausgereift und das Buch hat es verpasst, mir Gefühle für die Charaktere mitzugeben. Allerdings hatte es manchmal doch ganz gute Denkansätze und die ironische Behandlung von YA-Büchern hat mir doch ziemlich viel Spaß gemacht. 2,5 von 5 Tintenkleckse!
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Kurzfassung: Ich habe die Geschichte geliebt! Das deutsche Cover und der Titel gefällt mir persönlich nicht, ABER bleibt näher am Inhalt als das Original. Die Geschichte dreht sich vor alle um Freundschaft, Erwachsenwerden und sich heraushalten, wenn die Helden (mal wieder!) auserkoren werden die Welt zu retten. (Updates dazu gibt es unterhaltsamerweise immer vor jedem neuen Kapitel.)
CW: Zwangsstörung, Essstörung, Tod, Alkoholismus, Homophobie 3,5 Sterne! Ich mochte das Konzept dieser Geschichte sehr, die Umsetzung hatte leider einige Schwächen. Ich war absolut kein Fan von der Liebesgeschichte und besonders Hennas Verhalten war sehr fragwürdig. Mike war auch nicht unbedingt mein Lieblingsprotagonist, aber ich konnte wertschätzen, dass er eben nicht perfekt war. Stars der Geschicht sind auf jeden Fall Jared (my love) und Mel! Dass Jared ein Viertelgott ist, der von allen Katzen angebetet wird, ist eine Idee, die ich gerne selbst gehabt hätte. :D Außerdem behandelt das Buch viele schwierige Themen und es wurde mir irgendwann etwas zu viel. Trotzdem ist es ein schnelllebiges und spannendes Buch mit einer originellen Idee und einem super Schreibstil.
what a weird book! (i mean this in a positive way but still) the way it's written is so different and special and new, and while there is a lot of crazy stuff going on it's still so NORMAL, like the characters are so realistic and just human. i really liked that! unfortunately i think that i won't be thinking about this book for a long time and while it was fun to read i did expect a bit more.
I loved the idea behind this book: The people who are always the side characters are being looked at closer while the cool kids handle vampires, immortals, some other fantasy force. While it's always about those indie kids with extraordinary names like Satchel and their saving the world/dying while fighting against the evil in our universe there must be so many people who just live there but are not really involved in all this world saving/deaths, right? People like you and me who never had to behead a monster. And this is where the book starts from. The author has a very nice and sarcastic humor and it's fun to read, especially all these little hints and the critics on current developments in Young Adult literature. Still, I would have loved and not only liked the book if Patrick Ness would have been brave enough to step out of this YA story circle he makes fun of...because in the end the story is just another one on troubled teenagers growing up and looking for love and so it doesn't matter much whether there are immortals and indie kids in the background, whether our "heroes" deal with eating disorders, homosexuality and compulsive obsessive behavior patterns. At the end it's a YA novel making fun of YA novels and somehow accidentally got trapped in that. Nevertheless, it was a quick, easy and most of all fun read. I'd just have Patrick Ness liked to be a little more revolutionary.
Story: Mickey ist ein ganz normaler Jugendlicher, der mit den üblichen kleinen und großen Problemen kämpft – sein Schulabschluss, das Auf und Ab mit seinen Freunden, und seine erste große Liebe Henna. Darüber hinaus leidet er unter einer Zwangsstörung, die ihn dazu zwingt bestimmte Dinge wie Händewachsen, Anziehen oder das Abschließen einer Tür endlos zu wiederholen. Er gehört nicht zu den Finns, Dylans und Sachtels, die in regelmäßigen Abständen die Welt vor der Vernichtung durch Vampire, Göttern, Seelenfressern und Zombies retten und die in regelmäßigen Abständen die Schule in die Luft jagen. So bekommen er und seine Freunde zwar am Rande mit, dass sich eine neue Bedrohung ankündigt, doch glücklicherweise betrifft es sie nicht direkt, so dass sie sich ihrem Alltag stellen können. Eigene Meinung: Patrick Ness ist einer der bekanntesten, englischen Kinder- und Jugendbuchautoren, der mit seinen Büchern unzählige Preise gewinnen konnte, darunter auch den Deutschen Jugendliteraturpreis für „Sieben Minuten nach Mitternacht“ (dessen Filmadaption im Herbst 2016 in die Kinos kommt). Er widmet sich oftmals queeren Themen und baut schwule und lesbische Haupt- und Nebenfiguren in seine Geschichten ein. Der Autor fasziniert von Anfang an durch eine ungewöhnliche Idee – wie leben, handeln und reagieren die Menschen, die nicht Teil der großen Abenteuer sind, die in so vielen Büchern beschrieben werden? Welche Sorgen und Probleme haben diejenigen, denen es nicht bestimmt ist ein großer Held zu sein? Mickey und seine Freunde gehören zu denen, die die Ereignisse nur am Rande mitbekommen und versuchen sich um ihre eigenen kleinen, persönlichen Probleme zu kümmern. Zwar werden sie oftmals Zeuge der Kämpfe der sogenannten Indie-Kids gegen die übermächtige Bedrohung, oder sind auch mal direkt betroffen, doch das Buch behandelt ihre Geschichten. Die Abenteuer und Heldentaten der Indie-Kids werden lediglich am Anfang jedes Kapitels grob zusammengefasst. Patrick Ness gelingt es auf diesem Weg sehr subtil die vielen Weltrettungsgeschichten, Urban Fantasy und All Age Romane auf die Schippe zu nehmen, die es seit einigen Jahren gibt. Als Vielleser fallen einem gleich die Parallelen zu den vergangenen Buchhypes auf, die in den letzten Jahren das Leben der Menschen in „Das Morgen ist immer schon jetzt“ bedroht haben: Romantische Vampire („Twilight“), Götter („Percy Jackson“), Zombies („Warm Bodies“). Auch einen kleinen Hint auf „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ kann sich der Autor nicht verkneifen. Im Laufe der Handlung findet man es allerdings doch ein wenig schade, dass Mickey und seine Freunde (fast) gar keinen Einfluss auf die Ereignisse haben, die um sie herum passieren. Nicht, dass das unpassend wäre – im Gegenteil. Als Leser wartet man nur fast darauf, dass die Charaktere Teil der großen Weltrettungs-Geschichte werden. Lässt man die fantastischen Aspekte weg, bleibt eine solide Jugendbuch-Handlung, die mit den üblichen Problemen einhergeht: erste Liebe, Probleme mit den Eltern, Erwachsen werden. Mickey ist der typische, leicht unsichere Hauptcharakter, der seit Jahren in Henna, ein Mädchen in seiner Clique verliebt ist, sich aber nicht traut es ihr zu sagen. Nathan, den gutaussehenden Neuzugang, mag er weniger, da dieser (nicht nur) Henna gefällt und er sich gerne in den Mittelpunkt drängt. Sein bester Freund Jared ist zwar schwul, doch mit ihm verbindet Mickey eine Menge, wenngleich ihre Beziehung zumeist rein platonisch bleibt. Seine Schwester Mel, die ebenfalls mit einigen Problemen zu kämpfen hat, komplettiert die Gruppe. Die Figuren sind sehr lebendig und authentisch. Da die Geschichte aus Mickeys Sicht beschrieben wird, kann man sich gut in ihn hineinversetzen und seine Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Auch die übrigen Charaktere sind in sich schlüssig und passen gut zur Handlung. Stilistisch legt Patrick Ness gewohnt solide Kost vor. Er hat keinen wundervollen, sehr authentischen und angenehm lesbaren Schreibstil. Er hat ein Händchen dafür Bücher für Jugendliche zu schreiben, denn seine Sprache passt sehr gut zu seinen jungen Hauptcharakteren. Zu Beginn braucht man zwar etwas, um in die Geschichte zu kommen, da zunächst die Zusammenfassungen der Indie-Kids vor den Kapiteln verwirren und die Szene mitten in einem Gespräch von Mickeys Clique einsetzt, doch mit der Zeit kommt man damit klar. Es lohnt sich auf jeden Fall bei der Sache zu bleiben und sich auf die zeitgleich stereotype, wie auch ungewöhnliche Geschichte einzulassen. Fazit: „Das Morgen ist immer schon jetzt“ ist ein ungewöhnlicher Jugendroman, der sowohl durch die typischen Stereotype eines Jugendbuches besticht, als auch mit einer ungewöhnlichen und interessanten Grundidee aufwarten kann. Die Figuren sind sympathisch und machen im Laufe der Zeit eine spürbare Wandlung durch. Auch stilistisch kann Patrick Ness überzeugen und beweisen, dass er zu Recht zu einem der bekanntesten Jugendbuchautoren gehört. Wer seine Romane „Sieben Minuten nach Mitternacht“ oder „Mehr als das“ kennt, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Es lohnt sich.
Dieses Buch lässt sich schnell lesen, obwohl es seine 350 Seiten hat. ich bin so ziemlich durchgeflogen, was vor allem an dem guten Schreibstil liegt. Hier geht es um eine Gruppe von Teenagern, die nicht zur Gruppe der besonderen Kinder gehören, die irgendwie immer die Welt retten. Das Konzept ist sehr interessant, weiterhin haben wir eine Abwechslung von Teenager-Probleme wie Liebe und Freundschaft, Familie, und Sachen die passieren dadurch das um sie herum mal wieder die Welt untergeht. Diese Chosen One Story findet man immer an Anfang des Kapitels, wo es manchmal etwas sehr zusammengefasst ist und zu viele Kinder Finn heißen, es aber irgendwo auch lustig ist. Unser Hauptcharakter Mike macht viele Dinge durch - und ja, er jammert. Aber er versucht auch Dinge zu ändern, und hat Angst vor Änderung. Ich fand seine Reaktionen sehr verständlich und mochte vor allem seine Beziehung zu seinen Schwestern. Trotzdem wurde das Konzept, dass um sie herum die Leute sind die die Welt retten, irgendwie nur angerissen, aber es wirkt im gesamten sehr gut und komplett. Kann ich empfehlen.
CW: Zwangsstörung, Essstörung, Tod, Alkoholismus, Homophobie 3,5 Sterne! Ich mochte das Konzept dieser Geschichte sehr, die Umsetzung hatte leider einige Schwächen. Ich war absolut kein Fan von der Liebesgeschichte und besonders Hennas Verhalten war sehr fragwürdig. Mike war auch nicht unbedingt mein Lieblingsprotagonist, aber ich konnte wertschätzen, dass er eben nicht perfekt war. Stars der Geschicht sind auf jeden Fall Jared (my love) und Mel! Dass Jared ein Viertelgott ist, der von allen Katzen angebetet wird, ist eine Idee, die ich gerne selbst gehabt hätte. :D Außerdem behandelt das Buch viele schwierige Themen und es wurde mir irgendwann etwas zu viel. Trotzdem ist es ein schnelllebiges und spannendes Buch mit einer originellen Idee und einem super Schreibstil.
Ich mag Bücher, die mit Klischees spielen, und somit war das Buch in dieser Hinsicht perfekt. Denn hier gibt es durchaus die üblichen Auserwählten, vor jedem Kapitel wird in einem sehr knappen Abschnitt zusammengefasst, was die darin gerade tun - was vermutlich der Handlung der üblichen Young Adult-Fantasy-Romane entspräche. Teilweise musste ich dabei echt grinsen, weil dabei auch bekannte Klischees durch den Kakao gezogen und übertrieben dargestellt werden - unsterbliche Liebe auf den ersten Blick, zum Beispiel. Doch der Protagonist dieses Buches hat damit nichts zu tun, er lebt ein mehr oder weniger ganz normales Leben. Haben wir uns nicht immer schon mal gefragt, was der Rest der Menschen tut, während die Welt gerettet wird? Hier ist die Antwort. Aber das Buch ist noch so viel mehr. Denn Mikey kämpft auch im normalen Leben. Er leidet unter einer Zwangsstörung, kommt nicht so wirklich mit seinen Eltern klar und traut sich nicht, dem Mädchen seiner Träume seine Liebe zu gestehen. Die Botschaft des Buches? Jeder hat etwas, mit dem er kämpft. Ich mochte Mikey. Er ist niedlich, gerade wenn er sich um seine Schwestern kümmert, zu denen er eine sehr gute Beziehung hat. Und er hat auch Ecken und Kanten, denn manchmal handelt er nicht ganz richtig. Letztendlich bleiben aber alle Charaktere etwas blass, obwohl Potenzial für mehr vorhanden wäre und Vielschichtigkeit oft angedeutet wird. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die Interaktion zwischen in ihnen, sodass die individuelle Persönlichkeit manchmal ein wenig auf der Strecke bleibt. Nicht extrem, aber es wäre mehr möglich gewesen. Dennoch waren mir die meisten Charaktere sympathisch, jeder von ihnen hat seine eigenen Probleme und doch kümmern sie sich umeinander. Die Liebesgeschichte steht gar nicht mal so im Vordergrund, auch wenn sie durchaus von Bedeutung ist, der Fokus liegt eher auf Selbstfindung und Freundschaft. Gerade letztere muss auch Konflikte austragen, letztendlich sind aber alle füreinander da. Der Schreibstil ist sehr flüssig und humorvoll, und obwohl eben keine Action im Sinne von Weltrettung da ist, fesselte mich diese alltägliche Handlung. Denn manchmal kann auch der Alltag bedeutend sein. Erste Person Präsens ist bekanntlich umstritten, aber ich mag diese Erzählweise am liebsten. Teilweise werden Mikeys Gedanken auch in Einwürfen dargestellt. Mikey spricht wiederholt den Leser direkt, auch mit du, an, stellt ihm Fragen, bittet ihn, eigene Erfahrungen einzubringen, sodass der Leser in die Geschichte einbezogen wird. Fazit: Ungewöhnliche, flüssig zu lesende und humorvolle Geschichte, die mit bekannten Fantasy-Klischees spielt, während die Protagonisten nicht die Auserwählten sind, sondern weiter ihr normales Leben haben und doch Probleme bewältigen müssen, mit dem Fokus auf den tollen Beziehungen zwischen den Charakteren
Kurzfassung: Ich habe die Geschichte geliebt! Das deutsche Cover und der Titel gefällt mir persönlich nicht, ABER bleibt näher am Inhalt als das Original. Die Geschichte dreht sich vor alle um Freundschaft, Erwachsenwerden und sich heraushalten, wenn die Helden (mal wieder!) auserkoren werden die Welt zu retten. (Updates dazu gibt es unterhaltsamerweise immer vor jedem neuen Kapitel.)
Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch von einigen als langweilig empfunden werden könnte. Es war eher ruhig. Aber mich hat das überhaupt nicht gestört. Denn Patrick Ness schreibt mal wieder so schön. Er legt den Fokus sehr auf seine Charaktere (die wunderbar divers sind und in die man sich, wie ich finde, sehr gut hineinversetzen kann). Auch dieses Buch ist wieder ganz anders als z.B. „Chaos Walking“ oder „A Monster calls“. Aber genau das fand ich so spannend. Ness versteht es in „The Rest of us Just live Here“ sensibel und einfühlsam schwierige Themen aufzuarbeiten und den Leser*innen zwischen den Zeilen, ohne aufdringlich zu werden, wichtige Messages zu vermitteln. Er versteht es, reale Charaktere zu erschaffen, ziemlich abgefahrene und merkwürdige Elemente einzustreuen, ohne, dass es doof wirkt, und vor allem verseht er es, mit Klischees zu spielen. Er macht sie sich auf eine wirklich unterhaltsame Art zu Nutzen, wie ich finde. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und vor allem hat es mich berührt.
Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll. Es war....langweilig. Die Idee ist wahnsinnig schön, aber die Ausführung mangelt, mangelt und mangelt nochmal. Keine Beziehungen zu den Charakteren, unter den Charakteren und die Geschichte war verdammt....well, es ist einfach nichts passiert. Was soll man denn da sagen? Ist das wirklich der sagenhafte Patrick Ness, der so toll und so tiefgründig schreibt? Das hab ich nämlich nicht gesehen. Überhaupt nicht. Volle Rezension: Ganz ehrlich, Leute: Diese Rezension wird ziemlich ernst und erwartet bitte nicht das flippige und fangirlige, was hier sonst so abgeht. Denn ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, wie ich dieses Buch einsortieren soll. Was will es sein? Was will es mir sagen? Ich weiß nur eins: Ich habe nicht viel über dieses Buch zu sagen. Es gibt Bücher, bei denen man am Ende den Buchrücken zuklappt und sich einfach nur Leere einstellt…und zwar nicht diese Leere von wegen: OH MEIN GOTT, WAS IST HIER GERADE PASSIERT?! Sondern eine Leere, die einen zweifeln lässt, ob man gerade überhaupt irgendwas gelesen hat. Ob man überhaupt etwas zu diesem Buch sagen kann und will. Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, war mein Kopf nur Eins: Leer. Komplett leer. Aber fangen wir doch mit der eigentlichen Review an, denn „Nichts“ kann ja nicht als Meinung gelten… Fangen wir doch mit dem Positiven an, was mir aufgefallen ist: Die Idee ist wirklich klasse! Also wirklich! Die Geschichte nicht aus der Sicht der Helden zu erzählen, sondern aus der Sicht der Nebencharaktere, die nicht als Superhelden gefeiert werden, die keine Abenteuer erleben und immer im Mittelpunkt stehen! Die Idee hat mich wirklich gefesselt (sonst hätte ich das Rezensionsexemplar ja auch nicht angefragt :D) Mein Highlight dieses Romans ist die ironische Behandlung der „Heldengeschichte“. Denn vor jedem Kapitel gibt es einen Abschnitt, der davon erzählt, was gerade in der „echten“ Geschichte vor sich geht und wie die Helden sich mit völlig konfusen Wesen herumschlagen und ihre Liebesprobleme behandeln. Dabei sind die Vorgänge so überzogen und unrealistisch, dass man einfach nur lachen muss und Patrick Ness dafür bewundern muss, wie wunderschön schmunzelnd er die Klischees dieses Genres auf die Schüppe nimmt. Die Charaktere waren außerdem gut erdacht. Sie waren wirklich gut konzipiert und auch die Beziehungen zueinander waren gut skizziert. Man wusste direkt, wer welche Rolle einnehmen soll und wer sich mit wem wie gut versteht. Selten haben sich auch gute Gedanken und neue Gedankengänge ergeben, die typisch für Coming-of-Age-Romane sind. Dass man nicht der komplette Überflieger sein muss, dass man nicht immer der Held sein muss. Ist ja auch die Hauptaussage des Buches…(dazu kommen wir allerdings noch) Die Problembehandlung der Protagonisten hat mich auch positiv überrascht, denn man hat gemerkt, wie ihre Probleme langsam aber sicher angegangen wurden und das Vorurteil der perfekten Familie und der perfekten Person abgeschafft wurde. Und jetzt kommen wir leider zu dem ganzen Negativen: Es gab keinen Plot. Weder einen packenden, noch einen, den man wirklich sehen konnte. Es plätscherte und plätscherte und nie wusste man wirklich, wohin das Ganze wollte und OB es überhaupt irgendwo hin wollte… Und ich konnte mich auf Teufel komm raus nicht mit diesen verdammten Charakteren identifizieren…die waren einfach viel zu viele Hindernisse. Es kam mir vor, als wäre ich nicht dabei, sondern wäre dazu verdammt in einem Kino zuzusehen. Ich habe zwar alles gesehen, allerdings konnte ich nicht in die Köpfe der Protagonisten gucken…ich konnte nicht mit ihren interagieren…so schade… Außerdem zogen sich die Probleme der Protagonisten und die einzelnen Handlungsstränge immer weiter hinaus und waren meistens nicht recht verständlich…sie waren viel zu gewollt und ich konnte es einfach nicht verstehen, warum so ein Tam Tam darum gemacht wurde… Eins ist mir wirklich wichtig: Diese Charaktere waren keine typischen Jugendlichen…alle mit irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen psychischen Problemen behaftet, mit wirren Gedankengängen und ihre Handlungen sind auch nicht wirklich jugendlich. Sie wirkten manchmal sogar zu kindlich, manchmal alt und viel zu weise. Sie waren einfach nicht nachvollziehbar und außerdem sind sie austauschbar as fuck! Ich könnte alle gegeneinander austauschen und so stereotypisch habe ich lange keine Protagonistengruppe mehr gesehen! Deshalb ist es auch selbstverständlich, dass auch ihre Handlungen total wirr und nicht nachvollziehbar waren. Schade eigentlich. Das Letzte waren aber wirklich diese klärenden Gespräche, die am Ende des Buches untereinander geführt werden MUSSTEN, denn sie waren so unangenehm! Total peinlich und der Protagonist tat mir soo leid! Ich wollte wirklich dazwischen springen und sagen: WAS MACHT IHR DA?! SO LÄUFT KEINE AUSSPRACHE! REDET WIE NORMALE MENSCHEN! Zusammengefasst verpasst Patrick Ness das Hauptziel des Buches: Die Besonderheit der Unbesonderheit darzustellen. Die Helden unter den Nebencharakteren. Das Glanzvolle am Verrosteten. DAS, AUF DEM DER GANZE MIST BASIERT, WIRD NICHT VERNÜNFTIG DARGESTELLT! WHY?! WAS SOLL DENN DER MIST?! Abschließend: Sind wir uns wirklich sicher, dass dieses Buch von DEM Patrick Ness geschrieben wurde, denn alle so in den Himmel loben? Ich hoffe inständig, dass „Sieben Minuten nach Mitternacht“ sehr viel besser ist! Fazit: Ein Buch, was das Spannende und Unterhaltende und Außergewöhnliche einer Geschichte darstellen will, die eigentlich gar nicht außergewöhnlich ist. Und dabei versagt. Ich kann keine Empfehlung aussprechen, denn das einzig Positive ist, dass sich die 300 Seiten recht schnell weglesen ließen, allerdings war es weder spannend noch gut durchdacht, die Charaktere waren flach und nichtssagend, ihre Beziehungen nicht ausgereift und das Buch hat es verpasst, mir Gefühle für die Charaktere mitzugeben. Allerdings hatte es manchmal doch ganz gute Denkansätze und die ironische Behandlung von YA-Büchern hat mir doch ziemlich viel Spaß gemacht. 2,5 von 5 Tintenkleckse!

















