The Portrait of a Lady
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Description
A Penguin Vitae Edition
The Portrait of a Lady is regarded by many as Henry James's finest work, and a lucid tragedy exploring the distance between money and happiness. When Isabel Archer, a beautiful, spirited American, is brought to Europe by her wealthy Aunt Touchett, it is expected that she will soon marry. But Isabel, resolved to enjoy the freedom that her fortune has opened up and to determine her own fate, does not hesitate to turn down two eligible suitors. Then she finds herself irresistibly drawn to Gilbert Osmond. Charming and cultivated, Osmond sees Isabel as a rich prize waiting to be taken. Beneath his veneer of civilized behavior, Isabel discovers cruelty and a stifling darkness. In this portrait of a "young woman affronting her destiny," Henry James created one of his most magnificent heroines, and a story of intense poignancy.
Book Information
Posts
WOW!!! *Kleiner Tipp, man sollte dieses Buch nicht lesen, weil es ein Klassiker ist, sondern weil es einen interessiert, ansonsten könnte es wahrscheinlich sehr langweilig werden. Ich fand ihn wirklich lesenswert!
Kein Buch was ich einfach durchlesen konnte. Maximal 70 Seiten pro Tag bei 779 Seiten, habe ich also ein wenig gebraucht. Henry James schreibt sehr bildlich und oft musste ich meinen Verstand mit einbringen um zu verstehen, was das Bild mir gerade sagen möchte über den Charakter. Denn er nimmt viele Worte aber so vieles wird nicht gesagt, und aus beidem entsteht das Bild. Diese Geschichte ist wirklich komplex und sehr Charakterbasiert, mit sehr wenig Handlung. Eher mit vielen Gedanken von den Charakteren und Konversationen untereinander. Und das Ganze noch in einer Sprache aus dem späten 19ten Jahrhundert (google war mein ständiger Begleiter hier, da viele Begriffe so nicht mehr verwendet werden) man braucht hier also wirklich Langmut. Ich kann mir vorstellen, dass viele sich denken, was für ein Geschwafel oder viel zu verquast. Daher habe ich das Gefühl, man braucht hier eine gewisse Feinfühligkeit und Interesse an vielschichtigen Figuren und vor allem an der Psychologie, um die Kunst dieses Schreibens zu würdigen. Ich behaupte nicht, dass ich diese Kunst zu 100% verstanden habe aber sie hat mich zu 100% beeindruckt. Wir begegnen hier Isabel Archer einer jungen Frau die aus Amerika nach England kommt und der Autor nimmt uns mit in ihre innere wie äußere Reise mit sich selbst und den Personen um sie herum. Wir werden hier auch vom Autor direkt angesprochen als der Lesende und somit erfahren wir auch einige Hintergründe, die Isabel nicht weiß, somit wissen wir als Leser den Betrug schon können aber nur beobachten wie sie in die Falle tappt. Es heißt zwar Bildnis "einer" Dame und auch wenn Isabel die Hauptfigur ist, empfand ich es aber, dass insgesamt die Frauen hier mehr Anteil und mehr Bildnis bekommen als die Männer. Tatsächlich würde ich Henry James als einen kleinen Feministen nennen, denn er hinterfragt hier auch patriachale Strukturen und die Privilegien der Klassenunterschiede auch im Hinblick auf die Frauen. Wie ich schon bereits erwähnte, ist der Gesellschaftsroman sehr psychologisch und es wird mich noch eine Weile begleiten. Achtung evtl. kleiner Spoiler! Alleine das Ende, lässt viel Spielraum offen. (in der heutigen Zeit wäre es ein Cliffhanger und es würde einen zweiten Teil geben) >Was ich noch hinzufügen kann, dieser Roman beschäftigt sich auch mit den Klassenunterschieden, mit der alten und neuen Welt, un die Unterschiede zwischen Amerika und Europa.
Ich fand die Geschichte enorm langweilig und ermüdent. Dieses Buch hätte ich abegebrochen, wenn ich Bücher abbrechen würde. Der Schreibstil ist durchaus lesbar, bei den Dialogen auch sehr flüssig, wird aber immer wieder von sterbenslangweiligen inneren Monologen ausgebremst. Der Plot wäre in wenigen Seiten erzählt und die Protagonistin wurde mir nicht sympathisch und hat ihr Unglück mit ihrem Handeln selbst herbeigeführt. In diesem Unglück verharrt sie dann aus lauter Sturheit. Selbst der Plottwist am Ende, den ich so auch nicht vorhergesehen hatte, ließ mich eigentlich kalt. Eigentlich fand ich alle Frauenrollen in dem Roman schrecklich! Isabel, die Protagonistin, war zu Beginn noch selbstbewusst und modern, macht dann aber einen dummen Fehler und tut nichts, um wieder glücklich zu werden. Madame Merle intrigiert nur im Hintergrund, Isabells Stieftochter ist nichts weiter als eine Marionette des Vaters und ist komplett willensschwach und Isabells beste Freundin ist extrem vorlaut und nervig, aber im Nachhinein noch die sympathischste von allen, obwohl sie rotzfrech ist. Schade, dass mir das Buch überhaupt nicht gefallen hat, da mir "Schraubendrehungen" von dem Autor ganz gut gefallen hatte!
Wieder kann ich einen Klassiker von meiner Liste streichen! Juhu! Und ihr wisst ja sicher noch, dass ich bei "Moby Dick" behauptet habe, dass das das längste Buch des Jahres war. Tja, so kann man sich tauschen. Das hier war länger. Über 700 Seiten! Und trotzdem habe ich weit nicht so lange gebraucht wie für "Moby Dick", denn statt jeden Tag nur zwanzig Seiten zu lesen, habe ich in der Zwischenzeit angefangen jeden Tag fünfzig Seiten zu verwenden. Anfang Oktober muss ich fertig sein, also wird's Zeit, dass ich fertig werde. Mit diesem Buch bin ich gar nicht zurecht gekommen. Besondere Probleme hatte ich mit dem Frauenbild. Dieses Buch handelt von Isabel, einem Mädchen das Geld geerbt hat und das sich eigentlich vorgenommen hat, sich nie mit einem Mann zu verheiraten, den sie nicht wirklich liebt. Das war damals anscheinend schon total provokant. Ich meine, natürlich, wie kann sich eine Frau auch erlauben, die Gefühle eines Mannes nicht zu erwidern und nicht einfach den Erstbesten zu heiraten, der sie anspricht? Schrecklich, nicht? Wie kann diese Isabel das nur wagen? Uff! Diese Geschichte wäre großartig dazu geeignet zu wesen, ein Buch mit super coolen Frauenfiguren zu schreiben, die ihr Leben selbst bestimmen und sich nichts von irgendwelchen Männern vorschreiben lassen. Aber nein, hat leider nicht geklappt. Stattdessen wirkt Isabel stellenweise fast wie ein Schoßhündchen, gerade gegen Ende des Buches. Stellenweise war sie ja ziemlich cool, aber über sehr weite Teile war sie mir einfach zu passiv. Was mich außerdem noch gestört hat, war die Art, wie in dem Buch über Isabel (und Frauen insgesamt) gesprochen wird. Ich zitiere hier gerne von Seite 193: "Sie konnte denken - eine Begabung, die man bei Frauen selten trifft." Was zur Hölle, mein lieber Autor? Darf ich in der Zeit zurückreisen, um dem Autoren mal ordentlich meine Meinung zu geigen? Es wird nie gesagt, dass Isabel intelligent oder charmant oder humorvoll oder irgendwas ist. Immer nur, dass sie halt so intelligent oder humorvoll oder was auch immer ist, wie das bei einer Frau halt möglich ist. Sowas halte ich einfach gar nicht aus. Warum ist sowas ein Klassiker? Warum ist sowas Weltliteratur? Dieses Buch erinnert mich wieder daran, warum Kanonkritik existiert und ganz dringend notwendig ist. Ehrlich! Sowas könnte man heute - Gott sei Dank! - nicht mehr veröffentlichen, denn das würde zu einem großen Skandal und haufenweise schlechter Bewertungen führen. Aber bei Klassikern ist so ein Weltbild immer noch okay? Und das wurde in meiner Vorlesung auch nicht reflektiert oder so! Dabei wäre das doch das Mindeste, was man tun müsste, wenn man sich mit so einem Buch beschäftigt - oder täusche ich mich da? Mein Fazit? Hat mich geärgert. Warum ist das nochmal ein Klassiker?
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A Penguin Vitae Edition
The Portrait of a Lady is regarded by many as Henry James's finest work, and a lucid tragedy exploring the distance between money and happiness. When Isabel Archer, a beautiful, spirited American, is brought to Europe by her wealthy Aunt Touchett, it is expected that she will soon marry. But Isabel, resolved to enjoy the freedom that her fortune has opened up and to determine her own fate, does not hesitate to turn down two eligible suitors. Then she finds herself irresistibly drawn to Gilbert Osmond. Charming and cultivated, Osmond sees Isabel as a rich prize waiting to be taken. Beneath his veneer of civilized behavior, Isabel discovers cruelty and a stifling darkness. In this portrait of a "young woman affronting her destiny," Henry James created one of his most magnificent heroines, and a story of intense poignancy.
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WOW!!! *Kleiner Tipp, man sollte dieses Buch nicht lesen, weil es ein Klassiker ist, sondern weil es einen interessiert, ansonsten könnte es wahrscheinlich sehr langweilig werden. Ich fand ihn wirklich lesenswert!
Kein Buch was ich einfach durchlesen konnte. Maximal 70 Seiten pro Tag bei 779 Seiten, habe ich also ein wenig gebraucht. Henry James schreibt sehr bildlich und oft musste ich meinen Verstand mit einbringen um zu verstehen, was das Bild mir gerade sagen möchte über den Charakter. Denn er nimmt viele Worte aber so vieles wird nicht gesagt, und aus beidem entsteht das Bild. Diese Geschichte ist wirklich komplex und sehr Charakterbasiert, mit sehr wenig Handlung. Eher mit vielen Gedanken von den Charakteren und Konversationen untereinander. Und das Ganze noch in einer Sprache aus dem späten 19ten Jahrhundert (google war mein ständiger Begleiter hier, da viele Begriffe so nicht mehr verwendet werden) man braucht hier also wirklich Langmut. Ich kann mir vorstellen, dass viele sich denken, was für ein Geschwafel oder viel zu verquast. Daher habe ich das Gefühl, man braucht hier eine gewisse Feinfühligkeit und Interesse an vielschichtigen Figuren und vor allem an der Psychologie, um die Kunst dieses Schreibens zu würdigen. Ich behaupte nicht, dass ich diese Kunst zu 100% verstanden habe aber sie hat mich zu 100% beeindruckt. Wir begegnen hier Isabel Archer einer jungen Frau die aus Amerika nach England kommt und der Autor nimmt uns mit in ihre innere wie äußere Reise mit sich selbst und den Personen um sie herum. Wir werden hier auch vom Autor direkt angesprochen als der Lesende und somit erfahren wir auch einige Hintergründe, die Isabel nicht weiß, somit wissen wir als Leser den Betrug schon können aber nur beobachten wie sie in die Falle tappt. Es heißt zwar Bildnis "einer" Dame und auch wenn Isabel die Hauptfigur ist, empfand ich es aber, dass insgesamt die Frauen hier mehr Anteil und mehr Bildnis bekommen als die Männer. Tatsächlich würde ich Henry James als einen kleinen Feministen nennen, denn er hinterfragt hier auch patriachale Strukturen und die Privilegien der Klassenunterschiede auch im Hinblick auf die Frauen. Wie ich schon bereits erwähnte, ist der Gesellschaftsroman sehr psychologisch und es wird mich noch eine Weile begleiten. Achtung evtl. kleiner Spoiler! Alleine das Ende, lässt viel Spielraum offen. (in der heutigen Zeit wäre es ein Cliffhanger und es würde einen zweiten Teil geben) >Was ich noch hinzufügen kann, dieser Roman beschäftigt sich auch mit den Klassenunterschieden, mit der alten und neuen Welt, un die Unterschiede zwischen Amerika und Europa.
Ich fand die Geschichte enorm langweilig und ermüdent. Dieses Buch hätte ich abegebrochen, wenn ich Bücher abbrechen würde. Der Schreibstil ist durchaus lesbar, bei den Dialogen auch sehr flüssig, wird aber immer wieder von sterbenslangweiligen inneren Monologen ausgebremst. Der Plot wäre in wenigen Seiten erzählt und die Protagonistin wurde mir nicht sympathisch und hat ihr Unglück mit ihrem Handeln selbst herbeigeführt. In diesem Unglück verharrt sie dann aus lauter Sturheit. Selbst der Plottwist am Ende, den ich so auch nicht vorhergesehen hatte, ließ mich eigentlich kalt. Eigentlich fand ich alle Frauenrollen in dem Roman schrecklich! Isabel, die Protagonistin, war zu Beginn noch selbstbewusst und modern, macht dann aber einen dummen Fehler und tut nichts, um wieder glücklich zu werden. Madame Merle intrigiert nur im Hintergrund, Isabells Stieftochter ist nichts weiter als eine Marionette des Vaters und ist komplett willensschwach und Isabells beste Freundin ist extrem vorlaut und nervig, aber im Nachhinein noch die sympathischste von allen, obwohl sie rotzfrech ist. Schade, dass mir das Buch überhaupt nicht gefallen hat, da mir "Schraubendrehungen" von dem Autor ganz gut gefallen hatte!
Wieder kann ich einen Klassiker von meiner Liste streichen! Juhu! Und ihr wisst ja sicher noch, dass ich bei "Moby Dick" behauptet habe, dass das das längste Buch des Jahres war. Tja, so kann man sich tauschen. Das hier war länger. Über 700 Seiten! Und trotzdem habe ich weit nicht so lange gebraucht wie für "Moby Dick", denn statt jeden Tag nur zwanzig Seiten zu lesen, habe ich in der Zwischenzeit angefangen jeden Tag fünfzig Seiten zu verwenden. Anfang Oktober muss ich fertig sein, also wird's Zeit, dass ich fertig werde. Mit diesem Buch bin ich gar nicht zurecht gekommen. Besondere Probleme hatte ich mit dem Frauenbild. Dieses Buch handelt von Isabel, einem Mädchen das Geld geerbt hat und das sich eigentlich vorgenommen hat, sich nie mit einem Mann zu verheiraten, den sie nicht wirklich liebt. Das war damals anscheinend schon total provokant. Ich meine, natürlich, wie kann sich eine Frau auch erlauben, die Gefühle eines Mannes nicht zu erwidern und nicht einfach den Erstbesten zu heiraten, der sie anspricht? Schrecklich, nicht? Wie kann diese Isabel das nur wagen? Uff! Diese Geschichte wäre großartig dazu geeignet zu wesen, ein Buch mit super coolen Frauenfiguren zu schreiben, die ihr Leben selbst bestimmen und sich nichts von irgendwelchen Männern vorschreiben lassen. Aber nein, hat leider nicht geklappt. Stattdessen wirkt Isabel stellenweise fast wie ein Schoßhündchen, gerade gegen Ende des Buches. Stellenweise war sie ja ziemlich cool, aber über sehr weite Teile war sie mir einfach zu passiv. Was mich außerdem noch gestört hat, war die Art, wie in dem Buch über Isabel (und Frauen insgesamt) gesprochen wird. Ich zitiere hier gerne von Seite 193: "Sie konnte denken - eine Begabung, die man bei Frauen selten trifft." Was zur Hölle, mein lieber Autor? Darf ich in der Zeit zurückreisen, um dem Autoren mal ordentlich meine Meinung zu geigen? Es wird nie gesagt, dass Isabel intelligent oder charmant oder humorvoll oder irgendwas ist. Immer nur, dass sie halt so intelligent oder humorvoll oder was auch immer ist, wie das bei einer Frau halt möglich ist. Sowas halte ich einfach gar nicht aus. Warum ist sowas ein Klassiker? Warum ist sowas Weltliteratur? Dieses Buch erinnert mich wieder daran, warum Kanonkritik existiert und ganz dringend notwendig ist. Ehrlich! Sowas könnte man heute - Gott sei Dank! - nicht mehr veröffentlichen, denn das würde zu einem großen Skandal und haufenweise schlechter Bewertungen führen. Aber bei Klassikern ist so ein Weltbild immer noch okay? Und das wurde in meiner Vorlesung auch nicht reflektiert oder so! Dabei wäre das doch das Mindeste, was man tun müsste, wenn man sich mit so einem Buch beschäftigt - oder täusche ich mich da? Mein Fazit? Hat mich geärgert. Warum ist das nochmal ein Klassiker?






