Straße der Wunder
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Description
Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Das Verschmelzen zwischen Fantasie und Realität gefällt mir persönlich nicht so sehr. Jedoch finde ich interessant, wie der Autor die Begegnungen mit der Mutter Miriam und Tochter Dorothy darstellt und offen lässt, ob diese real waren. Der Tod Diegos am Ende ist, im Vergleich zum vorherigen Geschehen, erstaunlich nüchtern dargestellt.
John Irvings Roman „Straße der Wunder“ ist ein faszinierendes Werk, das den Leser auf eine Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Mexiko, den USA und den Philippinen mitnimmt. Die Geschichte dreht sich um den Schriftsteller Juan Diego, der als Kind mit seiner gedankenlesenden/hellseherischen Schwester Lupe auf einer Müllkippe in Oaxaca aufwächst. Die Erlebnisse seiner Kindheit lassen ihn nie los und begleiten ihn auch in seinem Erwachsenenleben auf eine beinahe magische Weise. Irving gelingt es meisterhaft, die Geschichte von Juan Diego und Lupe auf knapp 800 Seiten aufzubauen und miteinander zu verweben. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie sich die Erzählstränge zwischen Vergangenheit und Gegenwart abwechseln und ineinanderfließen, was der Geschichte eine besondere Dynamik verleiht. Durch die authentische Darstellung von Mexiko und die Verwendung von Spanisch in vielen Dialogen, die dann erklärt oder übersetzt werden, fühlt man sich als Leser direkt in die Szenerie versetzt. Diese sprachliche Gestaltung trägt dazu bei, dass man das Buch noch intensiver erlebt. Ein besonders faszinierendes Element des Romans sind die beiden undurchsichtigen Frauenfiguren Miriam und Dorothy, die Juan Diego auf seiner Reise auf die Philippinen begegnen. Sie erscheinen fast geisterhaft, als wären sie Verkörperungen seiner Vergangenheit oder Manifestationen seiner unaufgearbeiteten Erinnerungen. Sie sind zugleich Verführerinnen und Begleiterinnen, die ihn durch eine Art Traumwelt führen, in der sich Realität und Fantasie vermischen. Ihre Rollen bleiben vage, was dem Buch eine zusätzliche mystische Dimension verleiht. John Irving spielt in „Straße der Wunder“ mit den Themen Erinnerung, Schicksal und die Macht der Sprache. Der Roman zeigt, wie tief die Vergangenheit unser Leben bestimmt und dass wir ihr nicht entkommen können, egal wie weit wir reisen. Gleichzeitig thematisiert Irving den Gegensatz zwischen Rationalität und Mystik: Juan Diego, ein Mann der Literatur und des Denkens, wird immer wieder mit Elementen des Übernatürlichen konfrontiert, sei es durch seine verstorbene Schwester Lupe, die weiterhin in seinen Träumen zu ihm spricht, oder durch die geheimnisvollen Frauen Miriam und Dorothy. Mir hat „Straße der Wunder“ außerordentlich gut gefallen, weshalb ich dem Buch 4,5 von 5 Sternen gebe. Irving hat es geschafft, eine zutiefst traurige, aber gleichzeitig unglaublich unterhaltsame Geschichte zu schreiben. Es gab keinen Moment, in dem ich mich gelangweilt habe, denn die Handlung ist so kunstvoll konstruiert, dass sie einen immer wieder mit neuen Wendungen überrascht. Besonders begeistert hat mich Lupe, die mit ihrer außergewöhnlichen Gabe und ihrer eigensinnigen Art eine der faszinierendsten Figuren ist, die mir je in einem Roman begegnet ist. Auch Miriam und Dorothy haben mich in ihren Bann gezogen, da sie eine so geheimnisvolle und fast schon traumartige Präsenz haben. Die Wechsel zwischen den verschiedenen Schauplätzen haben mich besonders angesprochen. Mexiko wird in all seiner Faszination und Widersprüchlichkeit dargestellt, während die Philippinen als exotischer, aber zugleich unwirklicher Ort erscheinen. Die Art, wie Irving die Atmosphäre dieser Orte einfängt, hat in mir den Wunsch geweckt, selbst eine Reise nach Mexiko oder auf die Philippinen zu unternehmen. Insgesamt ist „Straße der Wunder“ ein bewegender, tiefsinniger und zugleich humorvoller Roman, der mit seiner vielschichtigen Erzählweise und den beeindruckenden Charakteren lange im Gedächtnis bleibt. Zumindest bei mir.
John Irving is an excellent writer and except for his short stories I've enjoyed everything he ever wrote - until now. I'm afraid I have to say that I really didn't like this book. This is strange in fact because it had all the classic Irving elements - orphans, prostitutes, flatulating dogs, a circus, the playing-around with the "autobigraphical" elements etc. There were characters dying in absurd situations but I didn't laugh at them as I normalley would. The childhood part is usually the part I love best about Mr Irving's books. In Avenue of Mysteries it was much longer than usual and so the book should have entertained me but sadly it didn't. The Mexican setting sounded great too: The protagonist, Juan Diego, spends his childhood in Oaxaca, a town in the south of Mexico which I visited a few years ago. I loved this place and I found the story with the two Marys (Mary mother of Jesus and the Madonna of Guadalupe) very fascinating. All these elements should have made Avenue of Mysteries a great novel - but they didn't. I'm still not sure why. Maybe it was because the story (unlike the previous novels) wasn't told in chronological order: the childhood part was dreamed by the protagonist. The changes from past to present were very abprubt and I sometimes hade to make sure where in the story I actually was. Maybe it was because of the weird sex scenes with the mother/daughter couple Juan Diego meets on his trip to the Philippines. From Mr Irving's previous books I'm used to a lot of sex but then it always made sense. This time it didn't. I can't tell you. All I can say is that I'm disappointed by this novel and that it is the first Irving I can't recommend. (I received a free digital copy via Netgalley/ the publisher. Thanks for the opportunity!)
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1 reviews
Mood
Protagonist(s)
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Das Verschmelzen zwischen Fantasie und Realität gefällt mir persönlich nicht so sehr. Jedoch finde ich interessant, wie der Autor die Begegnungen mit der Mutter Miriam und Tochter Dorothy darstellt und offen lässt, ob diese real waren. Der Tod Diegos am Ende ist, im Vergleich zum vorherigen Geschehen, erstaunlich nüchtern dargestellt.
John Irvings Roman „Straße der Wunder“ ist ein faszinierendes Werk, das den Leser auf eine Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Mexiko, den USA und den Philippinen mitnimmt. Die Geschichte dreht sich um den Schriftsteller Juan Diego, der als Kind mit seiner gedankenlesenden/hellseherischen Schwester Lupe auf einer Müllkippe in Oaxaca aufwächst. Die Erlebnisse seiner Kindheit lassen ihn nie los und begleiten ihn auch in seinem Erwachsenenleben auf eine beinahe magische Weise. Irving gelingt es meisterhaft, die Geschichte von Juan Diego und Lupe auf knapp 800 Seiten aufzubauen und miteinander zu verweben. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie sich die Erzählstränge zwischen Vergangenheit und Gegenwart abwechseln und ineinanderfließen, was der Geschichte eine besondere Dynamik verleiht. Durch die authentische Darstellung von Mexiko und die Verwendung von Spanisch in vielen Dialogen, die dann erklärt oder übersetzt werden, fühlt man sich als Leser direkt in die Szenerie versetzt. Diese sprachliche Gestaltung trägt dazu bei, dass man das Buch noch intensiver erlebt. Ein besonders faszinierendes Element des Romans sind die beiden undurchsichtigen Frauenfiguren Miriam und Dorothy, die Juan Diego auf seiner Reise auf die Philippinen begegnen. Sie erscheinen fast geisterhaft, als wären sie Verkörperungen seiner Vergangenheit oder Manifestationen seiner unaufgearbeiteten Erinnerungen. Sie sind zugleich Verführerinnen und Begleiterinnen, die ihn durch eine Art Traumwelt führen, in der sich Realität und Fantasie vermischen. Ihre Rollen bleiben vage, was dem Buch eine zusätzliche mystische Dimension verleiht. John Irving spielt in „Straße der Wunder“ mit den Themen Erinnerung, Schicksal und die Macht der Sprache. Der Roman zeigt, wie tief die Vergangenheit unser Leben bestimmt und dass wir ihr nicht entkommen können, egal wie weit wir reisen. Gleichzeitig thematisiert Irving den Gegensatz zwischen Rationalität und Mystik: Juan Diego, ein Mann der Literatur und des Denkens, wird immer wieder mit Elementen des Übernatürlichen konfrontiert, sei es durch seine verstorbene Schwester Lupe, die weiterhin in seinen Träumen zu ihm spricht, oder durch die geheimnisvollen Frauen Miriam und Dorothy. Mir hat „Straße der Wunder“ außerordentlich gut gefallen, weshalb ich dem Buch 4,5 von 5 Sternen gebe. Irving hat es geschafft, eine zutiefst traurige, aber gleichzeitig unglaublich unterhaltsame Geschichte zu schreiben. Es gab keinen Moment, in dem ich mich gelangweilt habe, denn die Handlung ist so kunstvoll konstruiert, dass sie einen immer wieder mit neuen Wendungen überrascht. Besonders begeistert hat mich Lupe, die mit ihrer außergewöhnlichen Gabe und ihrer eigensinnigen Art eine der faszinierendsten Figuren ist, die mir je in einem Roman begegnet ist. Auch Miriam und Dorothy haben mich in ihren Bann gezogen, da sie eine so geheimnisvolle und fast schon traumartige Präsenz haben. Die Wechsel zwischen den verschiedenen Schauplätzen haben mich besonders angesprochen. Mexiko wird in all seiner Faszination und Widersprüchlichkeit dargestellt, während die Philippinen als exotischer, aber zugleich unwirklicher Ort erscheinen. Die Art, wie Irving die Atmosphäre dieser Orte einfängt, hat in mir den Wunsch geweckt, selbst eine Reise nach Mexiko oder auf die Philippinen zu unternehmen. Insgesamt ist „Straße der Wunder“ ein bewegender, tiefsinniger und zugleich humorvoller Roman, der mit seiner vielschichtigen Erzählweise und den beeindruckenden Charakteren lange im Gedächtnis bleibt. Zumindest bei mir.
John Irving is an excellent writer and except for his short stories I've enjoyed everything he ever wrote - until now. I'm afraid I have to say that I really didn't like this book. This is strange in fact because it had all the classic Irving elements - orphans, prostitutes, flatulating dogs, a circus, the playing-around with the "autobigraphical" elements etc. There were characters dying in absurd situations but I didn't laugh at them as I normalley would. The childhood part is usually the part I love best about Mr Irving's books. In Avenue of Mysteries it was much longer than usual and so the book should have entertained me but sadly it didn't. The Mexican setting sounded great too: The protagonist, Juan Diego, spends his childhood in Oaxaca, a town in the south of Mexico which I visited a few years ago. I loved this place and I found the story with the two Marys (Mary mother of Jesus and the Madonna of Guadalupe) very fascinating. All these elements should have made Avenue of Mysteries a great novel - but they didn't. I'm still not sure why. Maybe it was because the story (unlike the previous novels) wasn't told in chronological order: the childhood part was dreamed by the protagonist. The changes from past to present were very abprubt and I sometimes hade to make sure where in the story I actually was. Maybe it was because of the weird sex scenes with the mother/daughter couple Juan Diego meets on his trip to the Philippines. From Mr Irving's previous books I'm used to a lot of sex but then it always made sense. This time it didn't. I can't tell you. All I can say is that I'm disappointed by this novel and that it is the first Irving I can't recommend. (I received a free digital copy via Netgalley/ the publisher. Thanks for the opportunity!)







