Southern Gothic - Das Grauen wohnt nebenan
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Eines Abends wird Patricia von ihrer dementen Nachbarin attackiert, und kurz darauf tritt deren Neffe, James Harris, in Patricias Leben. Der vielgereiste, belesene und unverschämt gutaussehende James weckt Gefühle in Patricia, die sie schon seit Jahren nicht mehr gespürt hat. Doch als im weniger wohlhabenden Viertel der Stadt immer mehr Kinder verschwinden, befürchtet Patricia, dass James mehr Ted Bundy als Brad Pitt ist. In Wahrheit ist James jedoch eine ganz andere Sorte Monster – und Patricia hat ihn schon längst in ihr Heim gelassen …
Book Information
Author Description
Grady Hendrix wurde in Charleston, South Carolina, geboren, und arbeitete jahrelang für die American Society for Psychical Research, wo er Anrufern Fragen zu Geistern, UFOs und Zeitreisen beantwortete, ehe er sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Seitdem hat er unzählige Zeitungsartikel für Online- und Print-Zeitschriften sowie mehrere Horror-Romane verfasst, die regelmäßig auf der Bestsellerliste der New York Times landen. Grady Hendrix lebt mit seiner Frau in New York.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
✧ 𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭: „Männer, die in der Nacht herumstreifen, tragen immer einen Hunger in sich. Sie nehmen und nehmen, und kennen das Wort ‚genug‘ nicht.“ (S. 149) ✧ 𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐬𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤: Was für ein großartiges Buch. Im Prolog heißt es: Diese Geschichte endet blutig. Und das ist kein leeres Versprechen! Es beginnt alles fast gemütlich, mit Humor und kleinen Spitzen, und dann kippt die Stimmung ganz plötzlich und man merkt, jetzt wird’s ernst. Die 80er- und 90er-Flashbacks haben mich komplett abgeholt, so schön nostalgisch, aber überhaupt nicht kitschig. Patricia ist eine Protagonistin, die eigentlich nur ein ruhiges Leben will und stattdessen in einen Strudel aus Freundschaft, Misstrauen und sehr seltsamen Nachbarn gezogen wird. Ihre Freundinnen sind loyale, scharfzüngige Frauen, die gemeinsam „Schund“ lesen und trotzdem mehr Rückgrat haben als alle Männer in ihrem Umkreis zusammen. Hendrix schreibt über Monster, klar. Aber er schreibt auch über die Monster, die keine Fangzähne brauchen, um gefährlich zu sein, sondern über die, mit denen wir vielleicht sogar Tisch und Bett teilen. Über Frauen, die sich gegenseitig festhalten, wenn alles andere bröckelt. Und über die Frage, wem man glaubt oder überhaupt glauben will. Was also als unterhaltsame Story beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einer spannenden Geschichte mit Horror Elementen, die mich überrascht haben. Der Schreibstil des Autors hat mich wieder komplett gefesselt. Jede der Frauen habe ich fühlen können, so gut hat er sie beschrieben und mich mit ihnen leiden lassen. Was auch immer ich erwartet habe, alle Erwartungen wurden maximal übertroffen! Ich bin absolut begeistert und bin froh, dass ich das Buch mit meinem „Buchclub, der keiner ist“ zusammen lesen konnte! 🤍

„Southern Gothic“ von Grady Hendrix beginnt in einer ruhigen Vorstadt mit einem streng organisierten Buchclub, der schließlich auseinanderfällt. Daraufhin gründen Patricia, Grace, Kitty, Slick und Maryellen ihren eigenen „Buchclub, der keiner ist“, in dem sie endlich die True-Crime-Geschichten lesen, die sie wirklich interessieren. Nach einem dieser Treffen wird Patricia vor ihrem Haus von einer plötzlich aggressiven Nachbarin angegriffen, was die erste beunruhigende Wendung darstellt. Als der Neffe der Nachbarin in ihr Leben tritt und gleichzeitig Kinder verschwinden sowie unheimliche Vorfälle zunehmen, gerät Patricias Alltag endgültig aus den Fugen. Sie wird misstrauisch und vermutet hinter dem charmanten Mann eine übernatürliche Bedrohung, stößt jedoch auf Unglauben und muss sich schließlich selbst dem Bösen stellen, um ihre Familie und die Gemeinschaft zu schützen. Ich habe "Southern Gothic" im Buddyread gelesen, und das hat soooo unfassbar viel Spaß gemacht. Es tat richtig gut, das Gelesene direkt besprechen zu können, und hat mir total das Gefühl von einem „Buchclub, der keiner ist“ gegeben. Ich liebe es, dass das Buch zunächst mit bissigem Humor startet und sich dann nach und nach in eine Mischung aus Mut, Grusel und Ekel verwandelt. Mehr als einmal hatte ich Gänsehaut, sei es wegen bestimmter Figuren oder unheimlicher Situationen. Patricia als Hauptfigur hat für mich einfach perfekt gepasst und wirkte sehr authentisch. Die Idee, dass eine Vorstadthausfrau, inspiriert von der Vorstellung, die eigene Mutter gegen Dracula kämpfen zu lassen, in so eine Geschichte gerät, fand ich besonders gelungen. Gleichzeitig hat mich das Buch zwischendurch auch richtig aufgeregt und für ordentlich Herzklopfen gesorgt. Manchmal war ich so angespannt, dass ich vor lauter Nervosität am liebsten angefangen hätte, meine Vorhänge zu saugen. If you know, you know 😉

Dieses Buch hat mich echt überrascht. Hatte einige Rezensionen dazu gesehen und musste es dann einfach lesen. Ich dachte erst, das wird einfach eine schräge Horrorstory mit viel Humor und dann wird das Ganze plötzlich immer düsterer und unangenehmer. Mit ganz viel 80iger und 90iger Charme 🥰 Der Autor schafft es, Horror mit Alltag zu mischen, ohne dass es künstlich wirkt. Diese Nachbarschaftsstimmung, die kleinen Sticheleien untereinander. Die Frauen im Buchclub (der keiner ist) und dazu dieses ständige Gefühl, dass irgendwas ganz und gar nicht stimmt...😬 Die Frauenfiguren wirken nicht perfekt. Sondern einfach echt. Sie sind loyal, überfordert oder auch manchmal bissig. Das hat mir mega gut gefallen. Und James Harris🤔 Charmant, creepy und von Anfang an jemand, bei dem wirklich jede Alarmglocke angeht oder angehen sollte. Das Buch startet fast gemütlich, entwickelt sich dann aber immer mehr zu einer richtig spannenden Horrorstory. Dazu noch diese nostalgische Atmosphäre, die einfach perfekt gepasst hat. Hach...ich fands echt richtig gut. Auf den Inhalt werde ich jetzt garnicht weiter eingehen. Am besten ihr lesen es einfach. Und wartet nicht zu lange 🤭 Es lohnt sich.

Der etwas andere Vampirroman!
. Hast du Lust auf einen Buchclub, der sich jeder klassischen Definition entzieht? Auf eine Geschichte, die mit rabenschwarzem Humor spielt, dich in düstere Abgründe zieht und dich mit unaufhörlicher Spannung fesselt? Dann greif zu „Southern Gothic“ und du wirst nicht enttäuscht! Nach diesem Roman wirst du den Blick auf das vermeintlich Vertraute, selbst auf das stille Leben der Hausfrauen, nicht mehr ganz so unbefangen richten können. Dieses Buch ist kein gewöhnliches Leseerlebnis, sondern ein echtes Glanzstück! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Patricias Leben scheint perfekt bis auf den immerwährenden Alltagstrott, den sie nur im Buchclub entfliehen kann, denn hier werden keine langweiligen Liebesromane gelesen… nein… die Damen leben hier ihre Liebe zu Serienmördern und True Crime aus. Doch nach einem verhängnisvollen Abend ändert sich alles. Neuer Nachbarn, unerwartete Gefühle und eine unheilvolle Eingebung… . In „Southern Gothic“ begleiten wir Patty… eine Frau, die auf den ersten Blick vollkommen im Gewöhnlichen aufgeht: Ehefrau, Mutter zweier Kinder, Hüterin eines Hauses mit Hund, Nachbarin unter Nachbarinnen, Mitglied eines Buchclubs. Ein Leben, das sich in der behaglichen Routine einer amerikanischen Vorstadt der 90er Jahre einrichtet. Doch diese fragile Idylle gerät ins Wanken, als ein neuer Nachbar auftaucht und mit ihm ein kaum greifbares Unbehagen, das sich langsam, aber unaufhaltsam ausbreitet. . Patty ist eine Protagonistin, die man nicht nur begleitet, sondern ins Herz schließt! Man freut sich mit ihr, leidet an ihrer Seite und hält den Atem an, wenn sie zu zweifeln beginnt. In ihr schlummert eine Stärke, die sie selbst lange verkennt, bis zu jenem Moment, in dem sie ihre Stimme erhebt und nicht länger zum Schweigen zu bringen ist. Auch die anderen Frauen dieses Romans sind von bemerkenswerter Lebendigkeit… kantig, widersprüchlich, zutiefst menschlich. Immer wieder drängt sich die erstaunte Frage auf, wie präzise ein männlicher Autor diese weiblichen Erfahrungswelten einzufangen vermag. Die Höhen und Tiefen eines scheinbar unspektakulären Hausfrauenlebens werden hier mit einer Eindringlichkeit geschildert, die den Blick schärft und vielleicht auch verändert. . Der Roman beginnt leise, beinahe behutsam. Stück für Stück entfaltet sich das Gefüge der Nachbarschaft, Konturen werden sichtbar, Sympathien und Abneigungen nehmen Gestalt an. Das Setting… eine nach außen makellose Kleinstadt mit verborgenen Rissen, überzeugt von Beginn an. Doch wer hierin bloße Gemütlichkeit vermutet, irrt! Schon früh durchzieht ein feiner, schwarzer Humor die Erzählung, begleitet von einem subtilen Grauen, das sich nicht allein aus der Bedrohung des Fremden speist, sondern ebenso aus den beengenden, patriarchalen Strukturen, denen die Frauen ausgeliefert sind. Mit jedem Kapitel wächst die innere Unruhe und nicht selten auch die Wut. Als die Frauen an einen Punkt gelangen, der sie zu brechen droht, beginnt zugleich ihr Wandel. Aus Ohnmacht erwächst Entschlossenheit, aus Resignation Mut! Getragen von Figuren wie Patty und der unvergesslichen Mrs. Greene, einer Frau, die nicht zögert, sondern handelt. . Geheimnisse kommen ans Licht, Masken fallen und schließlich verdichtet sich alles auf eine unausweichliche Konsequenz. . Trotz gelegentlicher Zeitsprünge verliert die Geschichte nie ihren roten Faden. Immer wieder setzt der Autor gezielte Schockmomente, die unvermittelt treffen und lange nachhallen. Die Spannung steigert sich stetig, ebenso wie die Intensität der erzählten Gewalt. Was folgt, ist ein Finale von mitreißender Wucht, das den Leser nicht unberührt entlässt und leise den Wunsch nach mehr weckt. . Hier entsteht ein Vampirroman, der sich gängigen Erwartungen entzieht! Eine Erzählung über das Unheimliche im Alltäglichen, über Flucht und Stillstand, über Macht, Freundschaft und die unerschütterliche Kraft mütterlicher Liebe. All dies getragen von schwarzem Humor, emotionaler Tiefe und einem Hauch nostalgischer Melancholie. . Für alle, die Monster nicht romantisieren, sondern ihnen ins Auge blicken wollen! Eine unbedingte Leseempfehlung!

»Männer, die in der Nacht herumstreifen, tragen immer einen Hunger in sich. Sie nehmen und nehmen, und sie kennen das Wort genug nicht. Sie haben ihre Seele verpfändet und jetzt essen und essen sie und wissen einfach nicht, wie man wieder aufhört.« Eine großartige, gelungene und etwas andere Vampirgeschichte, die mich komplett überzeugen konnte und mich richtig gut unterhalten hat. Zunächst einmal ist das Setting ganz großartig und toll beschrieben, ein kleines Dorf mitten im Nirgendwo, jeder kennt jeden, die Welt ist in Ordnung und dann zieht das Böse ein und alles verändert sich zunehmend.... genau die Art Erzählung, die ich mag. Auch die Protagonistinnen sind toll, ich mochte alle Frauen des Buchclubs (der eigentlich keiner ist), mit ihren Eigenarten, Problem und auch ihren Fehlern. Denn auch wenn man vieles an dieser Geschichte als etwas klischeehaft bezeichnen könnte, fand ich die Frauen durchaus glaubwürdig und sympathisch, sodass ich wirklich mit ihnen gelitten und mit gefiebert habe. Die Horrorelemente haben mir ebenfalls gut gefallen und ich mochte die Vermischung verschiedener "Vampirarten". Auch wenn es für mich sehr schnell klar war, wer und, vor allem, was James Harris ist, fand ich es toll wie sich die Spannung und die Bedrohung einfach immer weiter aufgebaut hat und zunehmend eskaliert ist. Noch gruseliger war dann nur noch die Art, wie die Männer in diesem Buch mit ihren Frauen umgehen und wie viel vor allem Patricia erdulden muss, in dem Versuch ihre Mitmenschen und ihre Lieben zu schützen und trotzdem einfach nicht aufgeben kann. Alles in allem eine tolle Geschichte, die eben nicht nur Horror beinhaltet, sondern zusätzlich sowohl humorvolle, als auch kritische Töne anschlägt. Von mir eine klare Empfehlung für alle Horror - und Vampirfans und solche, die es vielleicht noch werden wollen. »...er denkt, wir wären das, wonach wir aussehen. Nette Südstaatendamen. Ich will euch was sagen... eine richtige Südstaatendame ist überhaupt nicht nett.«
Ich mach’s kurz: Absolutes Highlight.
Die Story katapultiert uns zurück in die 90er zu einer Gruppe von Hausfrauen in Charleston. Die gründen einen Buchclub, der eigentlich nur ein Vorwand ist, um tonnenweise True Crime zu konsumieren und dem Vorstadt-Mief zu entkommen. Dann zieht James Harris in die Nachbarschaft. Der Typ ist charmant, sieht gut aus, aber er verhält sich … nun ja, sagen wir mal, dezent auffällig. Während die Ehemänner natürlich mal wieder gar nichts peilen und den neuen Kumpel feiern, ahnt die gute Patricia, unsere Protagonistin, dass da was ganz gewaltig schiefläuft. allerdings erst, nachdem sie wochenlang alle Red Flags gekonnt ignoriert hat, aber okay. 😅 Ich liebe die Dynamik dieser Truppe einfach abgöttisch. Das sind keine glattgebügelten Action-Heldinnen, sondern Frauen, die sich mit nervigen Kindern, ignoranten Männern und gesellschaftlichen Etiketten herumschlagen müssen, während sie nebenher versuchen, ein Monster zur Strecke zu bringen. Dass sie von niemandem ernst genommen werden, gibt der ganzen Geschichte eine wunderbar bissige Note und auch den ein oder anderen Twist. Hendrix beschreibt die abgefucktesten und creepigsten (ist das n Wort lol?) Dinge mit einer solchen Trockenheit und Nüchternheit, dass es fast schon weh tut. Wenn über blanken Horror so berichtet wird, als ginge es um ein Rezept für Nudelsalat, bin ich komplett abgeholt. Ich hab das von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur genossen. 🖤 Und das Ende? Heilige Scheiße, das ist eine Wucht. Da wird nicht lang gefackelt, da wird abgeliefert. Es ist blutig, es ist intensiv und emotional hat es mich noch mal ordentlich in die Mangel genommen. Wer Bock auf Horror hat, der nicht nur auf billige Jump-Scares setzt, sondern auf Atmosphäre, Gesellschaftskritik und Charaktere, die man am liebsten selbst im Buchclub hätte: Gönnt euch das! 👀☺️

Southern Gothic ist ein Slow-Burner par excellence. Wer einen rasanten Action-Thriller von Seite 1 an erwartet, wird enttäuscht. Wer aber Lust auf eine tiefgründige, atmosphärische Geschichte hat die sich Zeit für ihre Charaktere nimmt und am Ende richtig eskaliert wird belohnt. . Meine Wertung: 3,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐✨ Warum „nur“ 3,5? Weil ich zwischendurch fast meinen eigenen Buchclub gegründet hätte nur um mich über die Längen zu beschweren. Aber das Finale rettet so einiges!
Moin Lesegemeinde! Schnallt euch an, heute blicken wir hinter die perfekt gestutzten Hecken der amerikanischen Vorstadt. Ich habe mir „The Southern Book Club's Guide to Slaying Vampires“ (oder wie wir es nennen: Southern Gothic) von Grady Hendrix zur Brust genommen. Wenn ihr Lust auf 90er-Vibes, Hausfrauen mit Biss und eine gehörige Portion True Crime-Obsession habt seid ihr hier richtig. Aber Achtung: Es wird blutig. 🧛♂️ Worum geht’s eigentlich? (Spoilerfrei!) Wir schreiben die 90er Jahre in Charleston, South Carolina. Patricia ist eine klassische Vorzeige Ehefrau: Der Mann arbeitet zu viel, die Kinder sind pubertär anstrengend und ihr einziger Lichtblick ist ihr Buchclub. Aber hier wird nicht über Goethe diskutiert, hier wird knallharter True Crime konsumiert! Die Idylle bekommt Risse, als James Harris in die Nachbarschaft zieht. Er ist charmant, ein bisschen mysteriös und sieht verdammt gut aus. Doch während die Männer ihn für einen tollen Geschäftspartner halten, beschleicht Patricia ein mieses Gefühl. In der Stadt verschwinden Kinder und irgendwie scheint James immer in der Nähe zu sein. Das Problem? Niemand glaubt einer hysterischen Hausfrau. Also nimmt der Buchclub die Sache selbst in die Hand. Meine Kritik: Viel Wein, wenig Action (am Anfang) Grady Hendrix hat ein Händchen dafür, das Grauen in den Alltag zu weben. Die Atmosphäre ist so dicht, dass man den Pfirsichteebastard fast schmecken kann. Aber reden wir Tacheles: Die Story-Idee: Hausfrauen gegen das Böse? Find ich geil! Der Kontrast zwischen Kaffeekränzchen und knallhartem Horror ist genial. Hendrix fängt den Sexismus der 90er perfekt ein, man möchte die Ehemänner im Buch zwischendurch wirklich mit einer gusseisernen Pfanne erschlagen (was vermutlich ein tolles True-Crime-Kapitel ergeben würde). Das Pacing: Ein kleiner Marathon Hier müssen wir ehrlich sein. Das Buch braucht einen langen Atem. Die erste Hälfte plätschert ein wenig dahin wie ein schwüler Nachmittag im Süden. Man wartet, man rätselt, man trinkt mit den Ladies einen (oder fünf) Chardonnay. Es ist interessant, ja, aber der Puls bleibt im Ruhemodus. Das Finale: Anschnallen bitte! Aber dann! Im letzten Drittel tritt Hendrix das Gaspedal so hart durch das die Reifen qualmen. Die Geschichte nimmt plötzlich eine Fahrt au die dich aus den Socken haut. Der Horror wird explizit, die Spannung unerträglich und das Ende? Sagen wir mal so, es ist verdammt befriedigend. 📊 Das Fazit Southern Gothic ist ein Slow-Burner par excellence. Wer einen rasanten Action-Thriller von Seite 1 an erwartet, wird enttäuscht. Wer aber Lust auf eine tiefgründige, atmosphärische Geschichte hat die sich Zeit für ihre Charaktere nimmt und am Ende richtig eskaliert wird belohnt. . Meine Wertung: 3,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐✨ Warum „nur“ 3,5? Weil ich zwischendurch fast meinen eigenen Buchclub gegründet hätte nur um mich über die Längen zu beschweren. Aber das Finale rettet so einiges! Hast du das Buch schon gelesen oder steht es noch auf deiner Watchlist? Schreib’s mir in die Kommentare! 👇
Hausfrauen vs Vampir
Eine Gruppe von Hausfrauen gründet in den 1990er Jahren in den amerikanischen Südstaaten einen Buchclub. Die Frauen lesen true crime, trinken Wein und werden zu Freundinnen. Als eine von ihnen allerdings den neuen Nachbarn verdächtigt, ein Vampir zu sein glaubt ihr zunächst niemand... Der Kampf gegen den Vampir, der bevorzugt arme schwarze Kinder, also eine Gruppe mit wenig Unterstützung angreift, ist größtenteils weniger bedeutsam als der vergebliche Versuch der Hauptperson, sich Verhör zu schaffen. In ihrer Ehe hat sie keine Macht und auch sonst nimmt niemand die Hausfrauen ernst. Ihre Versuche zu helfen bleiben zunächst vergeblich. Mehr als den finalen Sieg über den Vampir wünscht man sich schon fast die Scheidung der beiden. Und genau das liebe ich an dem Buch: es zeigt die Abhängigkeit und Machtlosigkeit der Frauen, wie sie sich solidarisch unterstützen, aber auch diese Solidarität ins wanken gerät, wenn die Ehemänner und die örtliche Gerüchteküche sich zwischen die Frauen stellt.
Langsamer, düsterer Horrorroman im amerikanischen Südstaaten-Flair! 🔪🧛♂️
Lange habe ich schon mit Grady Hendrix Bücher geliebäugelt und nun endlich auch diesen Roman von ihm beendet. 👀 Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und war an einigen Stellen sogar sehr blutig und teils auch gruselig. Das gesamte Buch über wurde die sich anbahnende „Gefahr“ beschrieben und man wollte unbedingt wissen wie es endet. Das letzte Drittel war Nervenkitzel pur, endete für mich aber leider in einem eher mittelmäßig Ende. Ein dennoch spannendes und unterhaltsamen Buch und ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen! ⭐️⭐️⭐️⭐️
Buchclub vs Vampir Lektion Nr. 1: Leg Dich nicht mit dem Buchclub an
Die Geschichte verlief anders als ich es mir erhofft habe und blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Ich habe noch nie über einen würdeloseren Vampir gelesen als „James Harris“. Zeitweilig hatte ich das Gefühl über einen Pädophilen zu lesen, denn er macht sich hauptsächlich an Kindern gütlich. Dann benahm er sich noch wie ein Serienmörder und wurde auch noch zum Vergewaltiger. Den Horror in diesem Buch machen ganz viel Ekel Szenarien aus. So viel Ekel habe ich während dem Lesen noch nie empfunden. Auch wenn man sich nicht gruseln wird, so wird man sich zu 100 % einfach nur ekeln, so sehr, dass man sich schon fast übergeben muss. In den Südstaaten vergeht die Zeit anders, denn die meiste Zeit hat man das Gefühl, die Handlung spielt sich in den 1960er‘ ab und nicht zwischen 1988 - 1997. Die Mitglieder des Buchclubs sind von ihren Ehemännern unterdrückte Hausweibchen. Die Art wie die Gatten mit ihnen umgehen - ohne Worte! Letztlich war der Buchclub das coolste an dem Buch. Anfang und Ende haben mir daher am Besten gefallen. Die Ladies zeigen hier am meisten was sie drauf haben. Patricia hebt sich grundsätzlich positiv heraus. Sie liefert sich ein riskantes Katz-und-Maus-Spiel mit dem Vampir. Sie kämpft für das was ihr wichtig ist, bricht aus ihrer Rolle des stillen Duckmäuschens heraus. Der Buchclub macht den Drecksack fertig! Yeah!
Lässt sich keinem Genre eindeutig zuordnen
Nach den ersten Seiten habe ich überlegt abzubrechen. Zum Glück habe ich es nicht getan, da es stetig besser wurde. Das Buch lässt sich keinem Genre so richtig zuordnen. Ein bisschen Gesellschaftskritik dort, ein bisschen Horror, Drama und auch Witz hier. Alles in einem hat es mich sehr gut unterhalten.
Mal was anderes!
Ich brauchte ein wenig bis ich in der Geschichte drin war. Aber dann hat es mich gepackt. Ein cooler Humor und ein tolles Setting in Charleston. Man konnte die stickige Luft und die Hitze fast beim Lesen spüren. Es war ein subtiler Grusel vorhanden, der super war. Ich habe mich ab und zu auch sehr über die damalige Rollenverteilung im Bible Belt geärgert.( das Buch spielt in den 80ern und 90ern) Echt mal was anderes und ich habe es sehr gern gelesen. Auch wenn das Ende echt heftig war.
Was hab ich dieses Buch vor mich hingeschoben. Abgeschreckt durch den Housewife’s Vergleich. Aber jetzt nach langem Hin und her fiel es mir in den Schoß. Und was soll ich sagen? Was für ein Brett von Geschichte. Wo ein australischer Autor sich schamlos im Genre bedient, wird uns hier eine Homage der allerbesten Güte geliefert. Trotz das die Handlung in den 90ern spielt, warf mich mein Gedankenspiel jedes Mal in die 80er zurück. Das Setting ist einmalig und der Mikrokosmos der handelnden Protagonisten wurde so genial aufgezogen. Da wechselt sich schwarzer Humor mit Sozialkritik ab. Da fließt anständig Blut das anschließend von Hausfrauenhand beseitigt wird. Da wird kein Klischee ausgelassen und es passt so hervorragend. Ich war begeistert von den offensichtlichen Anspielungen der Vampirgeschichte. Von „Dracula“ über „Fright Night“ bis zu „The Strain“ wird alles liebevoll in der Handlung verarbeitet und es macht Spaß die Verneigung vor dem Genre zu entdecken. Man sucht diese förmlich. Da werden sogar die Bücher von King und Co. angesprochen. Einfach perfekt.
Ich hab es einfach geliebt!
Einen leicht zu folgenden Schreibstil, Hausfrauen und ihr Buchclub in den 90ern und ein Vampir, der weniger klassischen Sorte. Es ist definitiv ein slow burner und erfordert ein wenig Geduld, jedoch nicht im Sinne von Langeweile. Die Geschichte baut sich langsam auf und bleibt durchgehend spannend. Die Charaktere sind alle glaubwürdig und konsistent in ihrem Handeln und dieses Buch greift doch einige wichtige Themen auf: patriarchale Strukturen in Familien, strukturellen und verinnerlichten Rassismus, Suizid, Vergewaltigung, Tod, alles implementiert in die Geschichte, weshalb der Kampf gegen den Vampir eben nicht mit einer einzigen schlauen Idee erledigt ist. Ich habe die ganze Zeit mit dem Hauptcharakter mitgefiebert, die Scham gefühlt, die sie gefühlt hat, die Ablehnung, die Naivität, die Erkenntnis, die Furcht, die Verzweiflung, den lähmenden Alltag und die Verdrängung ihrer Erinnerung, den Mut, die Freundschaften, die Vernunft, den Triumph und den Verlust. Dieses Buch hat genau durch diese Emotionen so viel Spaß gemacht und blieb gerade durch den ein oder anderen Rückschlag so spannend. Das Verhalten anderer Charaktere hat mich manchmal unheimlich frustriert oder wütend gemacht, aber nur, weil es so realistisch war. Oder anders: men being men. Das Ende nimmt ganz schön Fahrt auf dann und auch wenn es zum Teil traurig ist, war es für mich genau richtig und rund. Der Grusel ist auf jeden Fall da, aber die bereits beschriebenen Gefühle und die dadurch entstehende Spannung haben sich bei mir in den Vordergrund gedrängt. Absolut unterhaltsam und empfehlenswert, vor allem, wenn mensch Lust auf 90er Vibes und starke Frauen hat!
Geniales Lese-Erlebnis 💛 Vampir-Geschichte mal anders!
Ein großartiges Buch. Ich hatte eine geniale Lesezeit damit. Auch wenn ich aktuell weniger als sonst lese, habe ich dieses Buch, wann immer es möglich war, gern zur Hand genommen und mich über jede weitere Seite gefreut. Der Schreibstil hat mir super gefallen. Eine für mich perfekte Mischung aus Spannung, Humor und gut gemachten Plottwists. Diese Vampir-Geschichte war super erfrischend, spannend, gespickt mit tollen und authentischen Charakteren und einem gelungenen Spannungsbogen. Absolut positiv hervorheben möchte ich das Setting und die entstandene Stimmung, die dadurch erzeugt wurde - das war großes Kino für mich. Dass das ganze dann auch noch im Rahmen eines Buchclubs erzählt wird, ist für jeden Leser und jede Leserin ein absolutes Schmankerl 😁 Mehr davon 😍

Dracula vs. Desperate Hosewifes Wahnsinns Horrorbuch spannend bis zur letzter Seite. Ich kann es echt jedem empfehlen der Lust auf einen richtig guten Schauerroman hat, hab mich zwar an vielen Stellen echt geekelt aber auch seht viel gelacht. Für mich ein Highlight und ein Autor den ich mir merken werde.
This is what you get for throwing Desperate Housewives into a copper cauldron with Dracula. But this villain is different - and this wonderfully written horror novel oozes charm, love for the characters and at times breathless suspense. Hendrix's version of this ancient evil is as mysterious as it is creatively crafted. Full five stars.
Sehr unterhaltsam. Gut geschrieben und dadurch lässt sich das Buch flüssig lesen. An 1-2 Stellen ist es ein bisschen eklig, aber ich habe es nicht als so dramatisch empfunden wie teilweise erwähnt. Im Großen und Ganzen fällt es mir dennoch schwer diese doch recht spezielle Geschichte zu beschreiben. Für mich war es jedoch ein gutes Leseerlebnis.
All time favourite 🖤🩸
Es kommt bei mir selten vor, dass sich ein Buch beim Lesen dauerhaft in meinem Kopf wie ein Film abspielt. Dies trifft zu hundert Prozent auf "Southern Gothic" zu! Für mich nicht nur ein Jahreshighlight sondern ein "all time favourite"! 🖤📖 Diese Geschichte erinnert mich sehr stark an die TV-Serie "Desperate Housewives", nur in Gruselversion, gepaart mit einer Kreatur (und zwar keine angenehme). Was für eine Art Monster/Kreatur, kann man dem Klappentext und Buchcover bereits gut entnehmen und kann sich ja bereits denken, in welche Richtung es ungefähr geht. Aus evtl. Spoilergründen, benenne ich es hier jedoch nicht. Die ganze Atmosphäre und das Setting, eben dieser typisch amerikanische Vorstadt-Flair und die typisch amerikanischen Südstaaten-Hausfrauen, (die auch noch einen True-Crime Buchclub gründen) und wie man sie eben viel aus dem TV kennt, waren für mich total genial. Die Story spielt in den 90igern, auch das mochte ich sehr gerne, hatte beinahe schon etwas Nostalgisches für mich.Ich könnte mir dieses Buch total gut als Serie oder Film vorstellen! 📽 Es springt ein bisschen in der Zeit hin und her, denn es gibt viele grausame Geheimnisse aufzudecken. Was es mit dem neuen schaurig charmanten Nachbar auf sich hat, welche Rolle Kinder dabei spielen, was das Ganze mit Pfirsichbäumen zu tun hat und was die Hausfrauen für düstere Geheimnisse ans Licht bringen, müsst ihr dann schon selber lesen und herausfinden 😉Diese Geschichte hat etwas mehr als 500 Seiten, aber Leute glaubt mir es lohnt sich! (Wenn ihr eben auf diese Vibes und Art Genre steht) Grady Hendrix hat sich mit diesem Werk direkt in mein Bücherherz katapultiert und ich möchte unbedingt weitere Bücher von ihm lesen! 🖤🩸 (Auch wenn es zum aktuellen Zeitpunkt und soweit ich weiß, dies das einzige Buch des Autors ist, das bisher ins Deutsche übersetzt wurde).

Gute Figuren und Solide Story, mit kleinem Punktabzug.
Eine Geschichte die einen Buchclub von Hausfrauen und ihren Kampf gegen ein vampirähnliches Wesen von Mitte der Achziger bis kurz vor die Jahrtausendwende begleitet. Wow das war schon ein Brett! Im guten Sinne! Die Geschichte wird schonungslos erzählt mit vielen Einzelheiten und Themen wie z.B. Tod von Kindern, Selbstmord von Kindern, Ratten, nackter Haut, Blut usw. und trotzdem war es mir nicht zuviel, zu aufgesetzt oder hinterließ einen unangenehmen Beigeschmack. Die Figuren, vor allem Patricia, wirkten echt und ihre Handlungen und Gedanken waren nachvollziehbar. Einen kleinen Sternabzug gab es jedoch dafür, dass es sich bei dem Übeltäter um keinen 'klassischen' Vampir handelte. Da stieß meine Vorstellungskraft bei ein oder zwei Szenen doch ein wenig an ihre Grenzen, was mich kurz aus dem Flow der Geschichte warf. Sonst war es ein solides Horror Buch!
TW: Tod, Gewalt, Blut, Suizid, Vergewaltigung, häusliche Gewalt und eigentlich alles, was in Horrorfilmen vorkommt lol Ich habe es GELIEBT. Dieses Buch war spannend, unterhaltsam und hat mich nicht selten mein Gesicht vor Ekel verziehen lassen. Die Charaktere waren so gut gezeichnet und ich habe die Frauen des Buchclubs einfach geliebt. Und NATÜRLICH waren alle Männer in dieser Geschichte trash, aber das wundert niemanden. Große Empfehlung für alle nicht zu zartbesaiteten Menschen da draußen.
Okay, kann mir kurz einer sagen, was zur Hölle hier gerade passiert ist? Ich habe keine Ahnung, was ich mit diesem Buch machen soll? Soll ich es lobpreisen, gegen die Wand werfen oder es in einem spirituellen Ritual verbrennen? Während der Lektüre wollte ich jede dieser Möglichkeiten in Betracht ziehen, denn ich habe "Southern Gothic" gehasst, geliebt, manchmal sogar ein bisschen verabscheut, ich habe mich gefürchtet, aber gleichzeitig konnte ich es gefühlt nicht eine Sekunde beiseite legen. Am Ende der Lektüre habe ich keine endgültige Antwort auf die Intention des Autoren so eine Geschichte auf Papier zu bringen gefunden, gehe aber schwer von einem höheren, tieferen Zweck aus. Dieses absolut krasse Gegenüberstellen von einem fast schon entsetzlichem Frauenbild gegen einer Gruppe von Frauen, die eigentlich einen Buchclub betreiben, in diesem Roman allerdings dazu gezwungen werden auf blutige Vampirjagd zu gehen, eine Monstergestalt in eine Gegend einkehren zu lassen, die Ähnlichkeit mit einer 'Die Frauen von Stepford' Vorhölle hat und diese Gegend in dieser Geschichte zudem auch noch mit Amerikas nie geendetem Rassismus zu konfrontieren, "Southern Gothic" ist auf jeden Fall eine Geschichte, die man nicht so schnell wieder vergessen wird. Es gab keinen Zeitpunkt in der Geschichte, in der ich nicht mindestens einen Charakter abgrundtief verachtet habe, sogar die Protagonistin Patricia, die das klassische Rollenbild einer amerikanischen Hausfrau verkörpert, die in ihrem Buchclub mit ihren Freundinnen ihrer Liebe für True Crime Bücher fröhnt und deren Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird, als ein Fremder in ihr Wohnviertel zieht, der sich bald als ihr seltsamer aber attraktiver Nachbar herausstellt. Patricia, mit der ich mich am Ende der Geschichte definitiv ausgesöhnt habe, durchläuft in "Southern Gothic" gleich mehrere Extreme: von der naiven, in ihrer Rolle gefangenen Hausfrau, die sich tief in ihrem Inneren nach mehr sehnt, zur mehr schlecht als rechten Detektivin, die all ihre Vorsätze über Bord wirft wieder zurück zur Hausfrauenrolle, wobei sie in dem Teil der Geschichte manchmal sogar wirkt als würde sie unter Drogen stehen zur mutigen Jägerin. Auch den Rest ihres Buchclubs habe ich den Großteil der Geschichte mehr verachtet als alles andere, wollte in die Geschichte reinklettern und die Frauen zur Besinnung bringen aber auch mit diesen habe ich mich am Ende ausgesöhnt. Zu den Ehemännern der Frauen, bei denen Verachtung ein noch viel zu tief liegender Begriff wäre, möchte ich überhaupt nicht viele Worte verlieren, glücklicherweise wurde sie am Ende nur lächerliche und armselige Randfiguren. Und auch, wenn ich mich die meiste Zeit in der Geschichte über die Charaktere furchtbar aufgeregt habe, war es doch zum Schluss okay, denn als es wirklich drauf ankam, haben die Frauen nicht nur die Wahrheit als Einzige akzeptiert, sondern zusammengehalten. Und hier liegt auch sicher der höhere Zweck dieser krassen Charakterbeschreibungen. Hendrix kreiert absolut überspitzt die Rolle einer klassischen Hausfrau, die allerdings als Einzige erkennt, dass in ihrem Zuhause das Grauen eingezogen ist und entschlossen handelt. Und das gibt "Southern Gothic" sogar eine feministische Sichtweise mit. Zusammenfassend weiß ich wohl immer noch nicht, was das für eine Leseerfahrung war. Man muss sich darauf einstellen, dass "Southern Gothic" eine Horrorgeschichte auf vielerlei Arten ist. Sie ist absolut intensiv, man wird sie verfluchen, man wird sie hassen und gegen die Wand schmeißen wollen, aber am Ende wird man für die fünfhundert Seiten nicht sehr lange brauchen und das Gefühl haben, dass diese Geschichte nicht nur in all ihren Extremen unfassbar unterhaltsam war, sondern dass sie sich auch unweigerlich ins Lesegedächtnis eingebrannt hat.

Eher Thriller als Horror, aber hat mich gut unterhalten! Gerne mehr davon.
Das Buch war anders als erwartet, gefiel mir aber überraschend gut. Angenehmer Schreibstil, sodass ich die knapp 500 Seiten in 3 Tagen verschlungen hatte. Die Geschichte beginnt 1988 und erstreckt sich bis 1997, wobei zwischendurch 3 Jahre übersprungen werden. Die Herrschaften der Geschichte gingen mir alle wahnsinnig auf den Geist. In Folge dessen brachten mich auch Patricias Handlungen manchmal an den Rand der Verzweiflung. Der Mittelteil zog sich ziemlich hin, es passierte eine ganze Weile nichts Besonderes, außer, dass man das Familienleben der Buchclub-Frauen verfolgte. Das letzte Drittel hatte es dann aber in sich. Wahrscheinlich sollte das der versprochene Horror sein, für mich waren es eher gut geschriebene Thriller-Elemente mit Fantasyanteil. Allerdings wirklich spannend und ich konnte das Buch die letzten 200 Seiten einfach nicht zur Seite legen. Mich schockierte etwas die Kaltblütigkeit, mit der die Frauen James Harris am Ende behandeln (ich möchte nicht spoilern) und kann mir nicht vorstellen, dass die Beteiligten das einfach so ohne Gefühlsregungen wegstecken konnten. Dieser Teil erschien mir etwas unglaubwürdig. Ich merke jedenfalls, dass mich das Horror-Genre immer mehr in seinen Bann zieht und dieses Buch war ein willkommener Lesegenuss.
Southern Gothic war mein bislang erster Ausflug in das Genre "Horror" und ich muss gestehen, dass ich es mir nicht gekauft hätte, wenn es mir nicht so sehr ans Herz gelegt worden wäre. Ich habe es jedoch keinesfalls bereut. Auch wenn ich zukünftig trotzdem keine weiteren Bücher in diese Richtung lesen werde, muss ich dennoch sagen, dass mich die Story um Patricia & Co. sehr gepackt hat. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich an den Schreibstil von Grady Hendrix gewöhnt hatte, ab diesem Zeitpunkt war ich jedoch voll in der Geschichte drin. Ich habe bis zum Ende mit Patricia mitgefiebert, die nicht nur gegen ihren neuen Nachbarn James Harris und seine brutalen Machenschaften kämpfen muss, sondern sich auch in einer äußerst patriarchalisch sozialisierten und rassistisch geprägten Gesellschaft behaupten muss. Aufgrund dieser Darstellung fühlte ich mich mehr in den 50er als in den 80er und 90er Jahren, in denen die Geschichte spielt. Hier wird definitiv nicht nur eine Horror-Monster-Geschichte erzählt, sondern ein Kampf von weißen und schwarzen Frauen, die sich sämtlichen gesellschaftlichen Unterdrückungen entgegensetzen und um das kämpfen was ihnen am wichtigsten im Leben ist: die Familie. Der Klappentext sowie das Cover haben mich jedoch sehr gestört, da sie meinen Augen stark gespoilert haben. Man konnte sich bereits denken, dass es sich um einen Vampir handelt und dieser natürlich James Harris ist. Ohne diese Infos hätte ich die Story nochmal spannender empfunden.
Vorlage für einen klassischen amerikanischen Horrorfilm bzw. Netflixserie
Hausfrauen aus der amerikanischen Kleinstadt mit einem Buchclub, verschwundene Kinder, ein übernatürliches Wesen gepaart mit einem atmosphärischen und zynischen Schreibstil: was muss man da noch mehr sagen? Der Schreibstil und die Handlung haben mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Der Autor hat immer wieder Hinweise in die Geschichte eingestreut, die an späteren Stellen wieder aufgegriffen worden sind, jedoch auch alles vorhersehbar gemacht hat. Er hat ebenfalls mit einigen Klischees gespielt, die gepasst, Sinn gemacht und die Handlung fassbarer und realer gemacht hat. Zwischenzeitlich bzw. gegen Mitte des Buches gab es einen „Bruch“, der für mich eine zähe Episode war und kurzzeitig dazugeführt hat, dass ich das Buch nicht mehr in die Hand nehmen wollte. Aber dranbleiben hat sich gelohnt: denn das Ende war gut. Der Autor hat mit dem Buch das Rad nicht neu erfunden, jedoch eine gute Geschichte daraus erschaffen. Eine Serienadaption könnte ich mir hier richtig gut vorstellen. Wenn ihr also noch ein atmosphärisches, düsteres Buch für die Herbstzeit sucht, kann ich euch Southern Gothic uneingeschränkt empfehlen.

Grady Hendrix hat eine ganz besondere sowie einzigartige Art, Bücher zu schreiben. Es handelt sich bei seinen Geschichten nicht um trashigen Horror, nein, seine Geschichten gehen in die Tiefe und berühren. Die von ihm erschaffenen Charaktere sind so unglaublich gut ausgearbeitet, dass sie für den Leser geradezu greifbar sind. Er hat es auch diesmal wieder geschafft, dass ich mich oft geekelt, gegruselt und sehr sehr oft aufgeregt habe, da ich alles so ungerecht fand, dass ich mir die Haare raufen wollte. Für mich persönlich ist es neben “Der Exorzismus der Gretchen Lang” - im Übrigen vom gleichen Autor - eines der gruseligsten Horrorbücher überhaupt, und das nicht weil es besonders blutig oder brutal ist, sondern deshalb, weil diese Geschichte von seiner überaus gedrungenen Atmosphäre lebt, die mich auf jeder einzelnen Seite begleitet hat. Für mich ein absolutes Meisterwerk! 5 verdiente Sterne
Spannendes und sehr atmosphärisches Buch Empfehlung!
Ich habe die Atmosphäre in diesem Buch sehr geliebt. Ich fand die Charaktere toll und mochte diesen „Listigen Hausfrauen Power ZusammenhaltVibe“ total gerne. Das Buch hat mich unerwarteter Weise oft zum Lachen gebracht und ich habe es sehr genossen. Empfehlung!!
Southern Gothic von Grady Hendrix ist ein Roman, der bereits im englischsprachigen Raum unter dem Titel „The Southern Book Club’s Guide to Slaying Vampires“ für viel Begeisterung gesorgt. Seien wir mal ehrlich: Der englische Titel verrät schon vieles, also ist dieses Buch zumindest in Bezug auf die Handlung nicht sehr spannend. Der deutsche Titel hingegen scheint diesen Spoiler wohl vermeiden zu wollen, dafür wurde hier aber ein wirklich sehr unpassender Titel gewählt der mich enorm an das Buch „Mexican Gothic“ von Silvia Moreno-Garcia erinnert und deshalb auch im ersten Moment sehr verwirrend war. Wer sich aber nicht in der englischen Buchcommunity herumtreibt, sollte aber damit keine Probleme haben. Cover und Titel gefallen wir aber in der englischen Version trotz allem besser, aber wir wissen es ja alle: Auf den Inhalt kommt es an. Und dabei ist Southern Gothic ein echter Volltreffer. Grady Hendrix hat einen bemerkenswerten Schreibstil, der sehr detailliert und deshalb besonders spannend und gruselig ist. Manche Szenen hätte ich gerne mit etwas weniger Detailreichtum gelesen. Außerdem halte ich durchaus eine Triggerwarnung in diesem Buch für angemessen, da viele Szenen nicht nur sehr explizit, sondern auch problematisch und eben auch triggernd sind. Hendrix orientiert sich bei seinem Vampirbild an dem klassischen Bild, welches wir von Dracula & Co kennen, sodass besonders Minderjährige hier Gewalt erfahren. Abgesehen von diesen Momenten und dem großen Finale am Ende ist die Geschichte aber nicht sehr gewaltvoll. In einem Buch von Sebastian Fitzek haben wir alle schon deutliche schlimmeres gelesen. Besonders das erste Drittel des Buches ist für mich ein Highlight gewesen, denn die Vorstellung der Charaktere ist dem Autor meisterhaft gelungen. Die gesamte Story verliert im Mittelteil zwar an Spannung, aber nimmt dann wieder Fahrt auf und schließlich kommt es zu einem hammerharten Finale, das ich so nicht erwartet hätte. ***Achtung: Ab hier SPOILER*** Neben dem ganz offensichtlichem Horror in dieser Vampirgeschichte gab es aber noch einen ganz anderen Horror, der eigentlich noch viel erschreckender ist. Hendrix thematisiert im gesamten Verlauf der Geschichte sehr gut verschiedene enorme Gesellschaftliche Probleme in dieser Zeit. Wir lesen in vielen Szenen ganz offenen Rassismus, Diskriminierung und Sexismus. Letzterer ist besonders intensiv ausgeprägt, weil die Frauen des Buchclubs und ganz besonders Patricia von ihren Ehemännern in ihren Sorgen und Ängsten absolut nicht gesehen werden. Trotz ihrer Beobachtungen werden sie nicht ernst genommen und müssen sich sogar in psychiatrische Behandlung begeben. Als Leser*in macht einen das unglaublich wütend, es ist aber ein ganz wunderbares Mittel, uns den Spiegel vorzuhalten. Dass die Frauen ihren Männern gegenüber die ganze Zeit so unterwürfig sind, sich dem Gesellschaftsbild verzweifelt anpassen und sogar das verleugnen, was sie selbst gesehen haben ist so extrem, dass es mich beim Lesen wahnsinnig gemacht hat. Aber in Anbetracht dieser Tatsache war das Ende für mich das Highlight des Buches: Eine Gruppe unterdrückter Frauen erhebt sich und erledigt den Job, den in ihrer Welt eigentlich die Männer übernehmen sollten. Sie sind stark und unabhängig und tun, was getan werden muss, um ihre Familien zu schützen – egal was es kostet. Patricia geht als einzige sogar noch einen Schritt weiter und zeigt so: Es gibt einen Ausweg aus toxischen Beziehungen und man muss sich nicht alles gefallen lassen! Abgesehen von dem recht zähen Mittelteil war dieses Buch ein echter Volltreffer für mich. 4/5 Sterne
>>Und am Ende dieser Geschichte werden sie blutüberströmt sein. Ein Teil dieses Blutes wird ihr eigenes sein. Ein Teil davon das von anderen. Aber es wird an ihnen hinablaufen. Sie werden darin schwimmen. Sie werden darin ertrinken.<>Ich glaube, die Welt verändert sich so schnell, dass die Menschen Geschichten brauchen, die ihnen Hoffnung geben,...<< Fazit: Für mich war „Southern Gothic“ ein runder Vampir-Roman, der sich richtig gut zwischendurch literarisch inhalieren lies! Wer einen Vampir-Roman so ganz ohne Klischeeromantik lesen möchte, der sollte sich das Buch vielleicht mal näher ansehen
Obwohl es mich eine kleine Weile gebraucht hat dieses Buch zu beenden, hat es mir wirklich sehr gut gefallen und vor allem ist die Handlung einfach nie langweilig geworden. "Southern Gothic" ist perfekt für jeden der Horror Geschichten liebt und wo es auch mal richtig eigenartig (wenn nicht sogar schon abartig) werden darf. Es gab hier ein paar Szenen die waren wirklich ekelhaft und da darf man wirklich nicht zimperlich beim lesen sein, jedoch mir persönlich hat das aber irgendwie gefallen, da es super zur Geschichte gepasst hat.
Scheiße, war das genial. Was mit Erwartungen von etwas Grusel begonnen hat, endete als mein erster größerer Ausflug in den Horror. Und es gefiel mir total, auch wenn ich manchmal an meine Grenzen gestoßen bin. Eklige und ziemlich krasse Beschreibungen, ein wütend machendes Frauenbild und immer diese unterschwellige Bedrohung, die bei mir zu einer unglaublichen Anspannung während des Lesens geführt hat. Sowas hatte ich noch nie zuvor. ‚Southern Gothic‘ von Grady Hendrix ist anders und mitnichten leichte Kost. Aber der Hammer! Grady Hendrix hat einen tollen Schreibstil, sehr humorvoll, einnehmend und er schafft es mit Worten eine Stimmung zu kreieren, die mich schier an den Seiten kleben lässt. Oder angeekelt wegdrehen. Manchmal zumindest. Ja, ich bin beim Lesen teilweise an meine Grenzen gestoßen. Ich habe in diese Richtung noch nie etwas gelesen und dachte eigentlich, es wäre nichts für mich. Treue Festa-Leser werden bei diesem Buch nur müde lächeln, für mich war es schlichtweg eine Herausforderung. Und diese habe ich gemeistert. Und das mit Freude! Ich fand die Ausgangssituation schon so interessant. Ein Buchclub Ende der 1980er, der sich hauptsächlich True-Crime-Romanen widmet und der aus den typischen, braven Hausfrauen aus der Vorstadt besteht. Doch weit gefehlt. Denn wie vehement, kompromisslos und gründlich sie ihre Ziele verfolgen, um ihre Liebsten zu schützen, zeigt sich im Laufe der Geschichte. Neben der Bedrohung, die einige Figuren gespürt haben, war das schlimmste zu lesen, welchen Stellenwert Frauen zu dieser Zeit noch hatten. Womöglich haben sie einen Beruf aufgegeben, um eine Familie zu gründen, sich ganz dem Haushalt und der Kindererziehung zu widmen. Um dann von ihren Männern kurz gehalten zu werden, manipuliert, von den Freundinnen abgeschirmt, um eingeredet zu bekommen, sie wären ohne ihre Männer wenig bis gar nichts wert, dass man ihnen eh nichts glauben würde. Hier, eine Prozac. Das hat mich so schockiert und wütend gemacht, denn man sitzt als Leser*in vor dem Buch und fühlt sich dermaßen hilflos. Diese Rolle der Frau mag zu der Zeit nicht mehr überall geherrscht haben und es gibt mit Sicherheit immer noch Familien, in denen die Frauen eine untergeordnete Rolle spielen. Um es mal nett auszudrücken. Ein derartiges Frauenbild präsentiert zu bekommen, hat mir aber wieder einmal, wie weit es unsere Gesellschaft geschafft hat – und wieviel sie noch vor sich hat. Doch nun zur Story. Die war einfach nur krass. Spannend, überraschend, eklig, grauenvoll, bedrohlich. Der Hammer! Ich will gar nicht zu viel verraten, denn diese Geschichte muss von Anfang bis Ende wirken. Die Manipulationen, die Irreführungen, die Bedrohungen, das Grauen. Der Titel und der Klappentext mögen viel verraten, doch trotzdem konnte ich es kaum erwarten, herauszufinden, was vor sich geht. Und vor allem wie und wer und überhaupt. Ein Spannungsbogen deluxe, der mich atemlos durch die Seiten fliegen lässt. Selten habe ich eine Geschichte gelesen, die mich so mitgerissen hat, so beschäftigt hat, so lange nachgeklungen hat. Einfach, weil sie so anders ist, so grauenvoll und so genial. 5 Sterne.
Hier herrscht eine stetige Spannung. Kennt ihr die Horrorfilme die immer vermuten lassen jetzt passiert was und dann passiert nichts? Genau bei denen hängt man so unter Spannung dran. Grandios, auch wenn mich anfangs diese ganz vielen und's genervt habe, weil man Sätze nicht so miteinander verbinden sollte. Aber irgendwann, hat die Spannung gesiegt und ich darüber hinweg gesehen.
Erwartungen übertroffen!
Ich war sehr skeptisch, weil ich viel unterschiedliches über das Buch gelesen habe, aber ich fand es großartig. Es geht um Patricia, Hausfrau und Mutter, die einem Buchclub beitritt, in dem vorzugsweise True Crime gelesen wird. Als James Harris in die Nachbarschaft zieht, mehren sich merkwürdige Ereignisse. Den Schreibstil fand ich anfangs gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte braucht auch ein bisschen um sich zu entwickeln, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es erwartet einen eine Mischung aus Spannung, leichtem Grusel und Gesellschaftskritik. Einige eklige Momente gab es auch. Mir hat auch gefallen, wie wichtig das Thema Freundschaft in der Geschichte war. Meine Erwartungen waren niedrig und wurden bei weitem übertroffen. Ein Highlight in diesem Jahr für mich.
Dystopie trifft Desperate Housewife
Es war die reinste Achterbahnfahrt für mich. Das Setting fand ich gut und für die frühen neunziger auch ziemlich authentisch eingefangen. Anfangs finde ich so manche Charaktere zu sprunghaft und unplausibel. Die spießigen Vorstadtklischees sind dafür aber sehr gut rübergebracht. Allerdings waren so manche Szenen für mich absolut nicht nachvollziehbar. Beispielsweise die Beziehung zwischen Patricia und Carter, als sie James Harris mit Destiny gesehen hat. Es ist ein Freitagabend und am nächsten Tag, ist es plötzlich bereits Sonntag und Carter lässt Patricia völlig auflaufen. Davon gibt es so einige nicht nachvollziehbare Situationen, die einem nur den Kopf schütteln lassen, weil sie unstimmig sind, die Charaktere plötzlich ganz anders reagieren und alles nicht mehr ganz zusammenpasst. Und doch konnte mich dieses Buch fesseln. Ich fand es wahnsinnig spannend und teilweise ließ es mich erschaudern, weil man erst einmal garnicht weiß, woran man ist. Wer mit kleinen Unstimmigkeiten zurecht kommt und großzügig über so manche Plausibilitäten hinwegsehen kann, weil sie mal garnicht plausibel sind, den wird das Buch mitreißen. Das Ende ist wahnsinnig gut, zwar etwas überladen mit vielen Ereignissen, aber doch sehr grandios. Für mich war es wahrscheinlich der Schreibstil, der mich immer wieder besänftigte, wenn ich mal wieder verzweifelte, wie naiv so manche Figur war. Der Stil an sich hat mir fantastisch gefallen, die Leichtigkeit und diese ungeschnörkelte Art gefiel mir richtig gut.
“Southern Gothic ” hat mich allein durch das Cover schon so unglaublich angesprochen, der Klappentext tat sein übriges und ich war nicht mehr zu bremsen. Bekam ich das, was ich erwartet habe? Nein, definitiv nicht. Dieses Buch hat mich absolut überrascht und das auf jeder erdenklichen Ebene. Der Schreibstil des Autors hat mir richtig gut gefallen. Einnehmend und absolut fesselnd. Er schafft dazu eine sehr düstere ,drückende und unheimliche Atmosphäre, die perfekt zur Handlung passt. Die Charaktere haben mich definitiv mitgerissen, allen voran Patricia ,da man ihre Perspektive auch erfährt. Sie hat eine ungeheure Leidenschaft und sehr viel Stärke in sich. Hat sie sich einmal festgebissen, läßt sie nicht mehr los und kämpft bis zum letzten Akt der Verzweiflung. Ich mochte es sehr, wie sie agiert hat, konnte ihre Verzweiflung, ihre Angst und Hilflosigkeit spüren. Und daneben haben mich auch Slick und James Harris überrascht und definitiv für sich eingenommen. Aber außer Patricia, blieben die anderen Charaktere leider etwas blass für mich. Was bis auf eine Person, hier auch nicht so tragisch ist. Denn im Vordergrund steht der Fokus auf etwas ganz anderem. Was mir allerdings hier verstärkt aufgefallen ist, wie unterwürfig und klein die Frauen gehalten wurden. Als wären sie nichts weiter wert, als der Dreck unter den Schuhen. Dabei sollte man sich vergegenwärtigen dass immer die Frauen es sind, die alles zusammenhalten und es mit Stärke versehen. Sie sind der Anker in dieser gnadenlosen Welt. Doch alles in allem waren die Charaktere für mich glaubhaft, spürbar und einfach durch und durch mit Leben gefüllt. Das Geschehen spielt sich von 1988 bis 1997 ab. Man wird direkt mit dem Südstaatenflair in den Bann gezogen. Ebenso werden hier ganz klar Rassenunterschiede gemacht. Bist du ein Weißer hast du Glück, wenn du schwarz bist, interessiert sich niemand für dich. Das sind Themen die sehr sorgsam und feinfühlig eingewoben werden und dadurch bekommt dieses Werk eine noch größere Bedeutung und zugleich Beklemmung. Was aber noch nicht das ganze Drama darstellt. Denn Hendrix hat eine ganz eigene Art für Dramatik und Tragik zu sorgen. Er fasst gesellschaftskritische Themen auf und bietet sie ungeschönt dar. Die 80er Jahre waren in den Südstaaten voller Missstände, wodurch man das Gefühl hat in den 50er Jahren gelandet zu sein. Und dieses Gefühl hatte ich einfach die ganze Zeit über. Das ist eine Thematik die unglaublich wütend und zugleich hilflos macht. Und dann bildet er einen Trupp an Frauen, gekleidet als Buchclub und sie bieten kräftig Paroli. Natürlich geht es hier vordergründig um einen Vampir oder was immer er sein mag. Es wird manipuliert, intrigiert und mit Hass und Perfidität um sich geworfen. Aber letztendlich ist das nur die Hülle, für etwas sehr viel wichtigeres. Die ersten 100 Seiten verliefen für mich sehr schleppend. Es war nichts halbes und nichts ganzes und ich wusste einfach nicht, was mir hier mitgeteilt werden sollte. Dadurch dass der Klappentext schon sehr spoilert, wusste ich, worauf es hinausläuft. Was extrem schade ist, weil dadurch die Spannung größtenteils rausgenommen wird. Ich war nicht mehr ganz so schockiert und erschüttert, wie ich hätte sein sollen. Die Handlung kam für mich dann doch noch extrem gut in Fahrt. Was mir unglaublich gut gefallen hat. Ich war ab diesem Punkt nicht mehr von der Geschichte wegzubekommen. Allein die Idee mit dem Buchclub hat mich sehr begeistert und ja, es gab auch amüsante Stellen. Was dem Ganzen etwas Leichtigkeit verschafft hat. Der Kern der Story wurde in meinen Augen jedoch etwas oberflächlich behandelt. Aber ist dieses Monströse und Widernatürliche tatsächlich der Fokus? Oder geht es vielmehr darum, was wir bereit sind zutun, um das zu schützen was wir lieben? Macht uns das zu Monstern oder zu Helden? Nein, ich bekam nicht das, was ich erwartet habe? Ich bekam sehr brutale Taten, eine sehr feinfühlige und sensible Handlung, die sich ihren Weg zu ihren eigenen Monstern freikämpft, um sie letztendlich zu bekämpfen. Monster sind nicht immer sichtbar. Manchmal stärken sie uns und manchmal schwächen sie uns. Das ist mit viel Schmerz, Verzweiflung und Wut verbunden und bei Gott, ich hab an Patricias Seite gekämpft. Für sie, um sie. Es ist manisch, voller Hürden und Wagnisse. Es giert nach dem, was du bist. Es zerbricht dich äußerlich und innerlich, bist du nur noch ein blasser Abklatsch von dir selbst bist. Aber genau das, tut auch das Leben in dieser Zeit an diesem Ort dir an. Denn hier geht es nicht nur um das Monster, das wir sehen. Hier geht es um so viel mehr. Eine Story, die mich nach einer kleinen Durststrecke absolut begeistert hat, auch wenn ich mir noch mehr Erklärungen gewünscht hätte. Denn teilweise ist es sehr skurril, abgedreht und von schwarzem Humor begleitet. Mich konnte es absolut fesseln und mitreißen. Fazit: Grady Hendrix hat mit “Southern Gothic ” eine sehr düstere und schwere Story verfasst, die aufgrund der Thematik und deren Umsetzung nicht jedem liegt. Mich hat es nach einer kleinen Durststrecke absolut gefesselt und begeistert. Was vielleicht auch daran liegt, dass es skurril, abgedreht und von schwarzem Humor begleitet war. Doch daneben geht es nicht um die Monster, die wir sehen, sondern diese, die uns verborgen bleiben. Keine Story die mit großartigen Twists punktet, die aber mit gesellschaftskritischen Themen aufwartet, die definitiv für Zunder im Getriebe sorgen. Definitiv lesenswert.
3.75⭐️ Usually I would have given this book a 4⭐️ rating, but considering the title it’s a little misleading, as the part of slaying the vampire is about one to three chapters, maximum. It’s less of an actual guide implemented in the story, but rather a whole lot of b-rolls. To me it felt like the main aspect of the story was wrapped into approximately the last 100 pages, maybe 125/150 if I’m generous. I enjoyed the book nonetheless.
🩸 🔪 📖
Oh mein Gott!!!! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll . Es war ein Genuss ! Der Schreibstil ist absolut, atemberaubend. Man kommt extrem flüssig durch man bleibt nirgendwo hängen einfach wundervoll . Ich will gar nicht so viel erzählen, sonst würde ich wahrscheinlich zu viel Spoilern . Aber was ich sagen kann . Es gibt in diesem Buch Intrigen Liebe, Hass, Humor, Loyalität, Horror verlangen, Tod und noch so viel mehr . Ich hab das Buch förmlich inhaliert . Leute ehrlich , die Geschichte baut sich toll auf und ständig passiert irgendwas wo du denkst „wie bitte?“ „was?“ Und du wirklich ins schwitzen gerätst, weil es wirklich aufregend an vielen Stellen ist . Ich empfehle dieses Buch wärmstens weiter . Hier werden ein paar Hausfrauen auf jeden Fall blutig und erhobenen Hauptes aus der Geschichte rausgehen. Genießt jede Seite es ist wirklich toll !
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Eines Abends wird Patricia von ihrer dementen Nachbarin attackiert, und kurz darauf tritt deren Neffe, James Harris, in Patricias Leben. Der vielgereiste, belesene und unverschämt gutaussehende James weckt Gefühle in Patricia, die sie schon seit Jahren nicht mehr gespürt hat. Doch als im weniger wohlhabenden Viertel der Stadt immer mehr Kinder verschwinden, befürchtet Patricia, dass James mehr Ted Bundy als Brad Pitt ist. In Wahrheit ist James jedoch eine ganz andere Sorte Monster – und Patricia hat ihn schon längst in ihr Heim gelassen …
Book Information
Author Description
Grady Hendrix wurde in Charleston, South Carolina, geboren, und arbeitete jahrelang für die American Society for Psychical Research, wo er Anrufern Fragen zu Geistern, UFOs und Zeitreisen beantwortete, ehe er sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Seitdem hat er unzählige Zeitungsartikel für Online- und Print-Zeitschriften sowie mehrere Horror-Romane verfasst, die regelmäßig auf der Bestsellerliste der New York Times landen. Grady Hendrix lebt mit seiner Frau in New York.
Posts
✧ 𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭: „Männer, die in der Nacht herumstreifen, tragen immer einen Hunger in sich. Sie nehmen und nehmen, und kennen das Wort ‚genug‘ nicht.“ (S. 149) ✧ 𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐬𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤: Was für ein großartiges Buch. Im Prolog heißt es: Diese Geschichte endet blutig. Und das ist kein leeres Versprechen! Es beginnt alles fast gemütlich, mit Humor und kleinen Spitzen, und dann kippt die Stimmung ganz plötzlich und man merkt, jetzt wird’s ernst. Die 80er- und 90er-Flashbacks haben mich komplett abgeholt, so schön nostalgisch, aber überhaupt nicht kitschig. Patricia ist eine Protagonistin, die eigentlich nur ein ruhiges Leben will und stattdessen in einen Strudel aus Freundschaft, Misstrauen und sehr seltsamen Nachbarn gezogen wird. Ihre Freundinnen sind loyale, scharfzüngige Frauen, die gemeinsam „Schund“ lesen und trotzdem mehr Rückgrat haben als alle Männer in ihrem Umkreis zusammen. Hendrix schreibt über Monster, klar. Aber er schreibt auch über die Monster, die keine Fangzähne brauchen, um gefährlich zu sein, sondern über die, mit denen wir vielleicht sogar Tisch und Bett teilen. Über Frauen, die sich gegenseitig festhalten, wenn alles andere bröckelt. Und über die Frage, wem man glaubt oder überhaupt glauben will. Was also als unterhaltsame Story beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einer spannenden Geschichte mit Horror Elementen, die mich überrascht haben. Der Schreibstil des Autors hat mich wieder komplett gefesselt. Jede der Frauen habe ich fühlen können, so gut hat er sie beschrieben und mich mit ihnen leiden lassen. Was auch immer ich erwartet habe, alle Erwartungen wurden maximal übertroffen! Ich bin absolut begeistert und bin froh, dass ich das Buch mit meinem „Buchclub, der keiner ist“ zusammen lesen konnte! 🤍

„Southern Gothic“ von Grady Hendrix beginnt in einer ruhigen Vorstadt mit einem streng organisierten Buchclub, der schließlich auseinanderfällt. Daraufhin gründen Patricia, Grace, Kitty, Slick und Maryellen ihren eigenen „Buchclub, der keiner ist“, in dem sie endlich die True-Crime-Geschichten lesen, die sie wirklich interessieren. Nach einem dieser Treffen wird Patricia vor ihrem Haus von einer plötzlich aggressiven Nachbarin angegriffen, was die erste beunruhigende Wendung darstellt. Als der Neffe der Nachbarin in ihr Leben tritt und gleichzeitig Kinder verschwinden sowie unheimliche Vorfälle zunehmen, gerät Patricias Alltag endgültig aus den Fugen. Sie wird misstrauisch und vermutet hinter dem charmanten Mann eine übernatürliche Bedrohung, stößt jedoch auf Unglauben und muss sich schließlich selbst dem Bösen stellen, um ihre Familie und die Gemeinschaft zu schützen. Ich habe "Southern Gothic" im Buddyread gelesen, und das hat soooo unfassbar viel Spaß gemacht. Es tat richtig gut, das Gelesene direkt besprechen zu können, und hat mir total das Gefühl von einem „Buchclub, der keiner ist“ gegeben. Ich liebe es, dass das Buch zunächst mit bissigem Humor startet und sich dann nach und nach in eine Mischung aus Mut, Grusel und Ekel verwandelt. Mehr als einmal hatte ich Gänsehaut, sei es wegen bestimmter Figuren oder unheimlicher Situationen. Patricia als Hauptfigur hat für mich einfach perfekt gepasst und wirkte sehr authentisch. Die Idee, dass eine Vorstadthausfrau, inspiriert von der Vorstellung, die eigene Mutter gegen Dracula kämpfen zu lassen, in so eine Geschichte gerät, fand ich besonders gelungen. Gleichzeitig hat mich das Buch zwischendurch auch richtig aufgeregt und für ordentlich Herzklopfen gesorgt. Manchmal war ich so angespannt, dass ich vor lauter Nervosität am liebsten angefangen hätte, meine Vorhänge zu saugen. If you know, you know 😉

Dieses Buch hat mich echt überrascht. Hatte einige Rezensionen dazu gesehen und musste es dann einfach lesen. Ich dachte erst, das wird einfach eine schräge Horrorstory mit viel Humor und dann wird das Ganze plötzlich immer düsterer und unangenehmer. Mit ganz viel 80iger und 90iger Charme 🥰 Der Autor schafft es, Horror mit Alltag zu mischen, ohne dass es künstlich wirkt. Diese Nachbarschaftsstimmung, die kleinen Sticheleien untereinander. Die Frauen im Buchclub (der keiner ist) und dazu dieses ständige Gefühl, dass irgendwas ganz und gar nicht stimmt...😬 Die Frauenfiguren wirken nicht perfekt. Sondern einfach echt. Sie sind loyal, überfordert oder auch manchmal bissig. Das hat mir mega gut gefallen. Und James Harris🤔 Charmant, creepy und von Anfang an jemand, bei dem wirklich jede Alarmglocke angeht oder angehen sollte. Das Buch startet fast gemütlich, entwickelt sich dann aber immer mehr zu einer richtig spannenden Horrorstory. Dazu noch diese nostalgische Atmosphäre, die einfach perfekt gepasst hat. Hach...ich fands echt richtig gut. Auf den Inhalt werde ich jetzt garnicht weiter eingehen. Am besten ihr lesen es einfach. Und wartet nicht zu lange 🤭 Es lohnt sich.

Der etwas andere Vampirroman!
. Hast du Lust auf einen Buchclub, der sich jeder klassischen Definition entzieht? Auf eine Geschichte, die mit rabenschwarzem Humor spielt, dich in düstere Abgründe zieht und dich mit unaufhörlicher Spannung fesselt? Dann greif zu „Southern Gothic“ und du wirst nicht enttäuscht! Nach diesem Roman wirst du den Blick auf das vermeintlich Vertraute, selbst auf das stille Leben der Hausfrauen, nicht mehr ganz so unbefangen richten können. Dieses Buch ist kein gewöhnliches Leseerlebnis, sondern ein echtes Glanzstück! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Patricias Leben scheint perfekt bis auf den immerwährenden Alltagstrott, den sie nur im Buchclub entfliehen kann, denn hier werden keine langweiligen Liebesromane gelesen… nein… die Damen leben hier ihre Liebe zu Serienmördern und True Crime aus. Doch nach einem verhängnisvollen Abend ändert sich alles. Neuer Nachbarn, unerwartete Gefühle und eine unheilvolle Eingebung… . In „Southern Gothic“ begleiten wir Patty… eine Frau, die auf den ersten Blick vollkommen im Gewöhnlichen aufgeht: Ehefrau, Mutter zweier Kinder, Hüterin eines Hauses mit Hund, Nachbarin unter Nachbarinnen, Mitglied eines Buchclubs. Ein Leben, das sich in der behaglichen Routine einer amerikanischen Vorstadt der 90er Jahre einrichtet. Doch diese fragile Idylle gerät ins Wanken, als ein neuer Nachbar auftaucht und mit ihm ein kaum greifbares Unbehagen, das sich langsam, aber unaufhaltsam ausbreitet. . Patty ist eine Protagonistin, die man nicht nur begleitet, sondern ins Herz schließt! Man freut sich mit ihr, leidet an ihrer Seite und hält den Atem an, wenn sie zu zweifeln beginnt. In ihr schlummert eine Stärke, die sie selbst lange verkennt, bis zu jenem Moment, in dem sie ihre Stimme erhebt und nicht länger zum Schweigen zu bringen ist. Auch die anderen Frauen dieses Romans sind von bemerkenswerter Lebendigkeit… kantig, widersprüchlich, zutiefst menschlich. Immer wieder drängt sich die erstaunte Frage auf, wie präzise ein männlicher Autor diese weiblichen Erfahrungswelten einzufangen vermag. Die Höhen und Tiefen eines scheinbar unspektakulären Hausfrauenlebens werden hier mit einer Eindringlichkeit geschildert, die den Blick schärft und vielleicht auch verändert. . Der Roman beginnt leise, beinahe behutsam. Stück für Stück entfaltet sich das Gefüge der Nachbarschaft, Konturen werden sichtbar, Sympathien und Abneigungen nehmen Gestalt an. Das Setting… eine nach außen makellose Kleinstadt mit verborgenen Rissen, überzeugt von Beginn an. Doch wer hierin bloße Gemütlichkeit vermutet, irrt! Schon früh durchzieht ein feiner, schwarzer Humor die Erzählung, begleitet von einem subtilen Grauen, das sich nicht allein aus der Bedrohung des Fremden speist, sondern ebenso aus den beengenden, patriarchalen Strukturen, denen die Frauen ausgeliefert sind. Mit jedem Kapitel wächst die innere Unruhe und nicht selten auch die Wut. Als die Frauen an einen Punkt gelangen, der sie zu brechen droht, beginnt zugleich ihr Wandel. Aus Ohnmacht erwächst Entschlossenheit, aus Resignation Mut! Getragen von Figuren wie Patty und der unvergesslichen Mrs. Greene, einer Frau, die nicht zögert, sondern handelt. . Geheimnisse kommen ans Licht, Masken fallen und schließlich verdichtet sich alles auf eine unausweichliche Konsequenz. . Trotz gelegentlicher Zeitsprünge verliert die Geschichte nie ihren roten Faden. Immer wieder setzt der Autor gezielte Schockmomente, die unvermittelt treffen und lange nachhallen. Die Spannung steigert sich stetig, ebenso wie die Intensität der erzählten Gewalt. Was folgt, ist ein Finale von mitreißender Wucht, das den Leser nicht unberührt entlässt und leise den Wunsch nach mehr weckt. . Hier entsteht ein Vampirroman, der sich gängigen Erwartungen entzieht! Eine Erzählung über das Unheimliche im Alltäglichen, über Flucht und Stillstand, über Macht, Freundschaft und die unerschütterliche Kraft mütterlicher Liebe. All dies getragen von schwarzem Humor, emotionaler Tiefe und einem Hauch nostalgischer Melancholie. . Für alle, die Monster nicht romantisieren, sondern ihnen ins Auge blicken wollen! Eine unbedingte Leseempfehlung!

»Männer, die in der Nacht herumstreifen, tragen immer einen Hunger in sich. Sie nehmen und nehmen, und sie kennen das Wort genug nicht. Sie haben ihre Seele verpfändet und jetzt essen und essen sie und wissen einfach nicht, wie man wieder aufhört.« Eine großartige, gelungene und etwas andere Vampirgeschichte, die mich komplett überzeugen konnte und mich richtig gut unterhalten hat. Zunächst einmal ist das Setting ganz großartig und toll beschrieben, ein kleines Dorf mitten im Nirgendwo, jeder kennt jeden, die Welt ist in Ordnung und dann zieht das Böse ein und alles verändert sich zunehmend.... genau die Art Erzählung, die ich mag. Auch die Protagonistinnen sind toll, ich mochte alle Frauen des Buchclubs (der eigentlich keiner ist), mit ihren Eigenarten, Problem und auch ihren Fehlern. Denn auch wenn man vieles an dieser Geschichte als etwas klischeehaft bezeichnen könnte, fand ich die Frauen durchaus glaubwürdig und sympathisch, sodass ich wirklich mit ihnen gelitten und mit gefiebert habe. Die Horrorelemente haben mir ebenfalls gut gefallen und ich mochte die Vermischung verschiedener "Vampirarten". Auch wenn es für mich sehr schnell klar war, wer und, vor allem, was James Harris ist, fand ich es toll wie sich die Spannung und die Bedrohung einfach immer weiter aufgebaut hat und zunehmend eskaliert ist. Noch gruseliger war dann nur noch die Art, wie die Männer in diesem Buch mit ihren Frauen umgehen und wie viel vor allem Patricia erdulden muss, in dem Versuch ihre Mitmenschen und ihre Lieben zu schützen und trotzdem einfach nicht aufgeben kann. Alles in allem eine tolle Geschichte, die eben nicht nur Horror beinhaltet, sondern zusätzlich sowohl humorvolle, als auch kritische Töne anschlägt. Von mir eine klare Empfehlung für alle Horror - und Vampirfans und solche, die es vielleicht noch werden wollen. »...er denkt, wir wären das, wonach wir aussehen. Nette Südstaatendamen. Ich will euch was sagen... eine richtige Südstaatendame ist überhaupt nicht nett.«
Ich mach’s kurz: Absolutes Highlight.
Die Story katapultiert uns zurück in die 90er zu einer Gruppe von Hausfrauen in Charleston. Die gründen einen Buchclub, der eigentlich nur ein Vorwand ist, um tonnenweise True Crime zu konsumieren und dem Vorstadt-Mief zu entkommen. Dann zieht James Harris in die Nachbarschaft. Der Typ ist charmant, sieht gut aus, aber er verhält sich … nun ja, sagen wir mal, dezent auffällig. Während die Ehemänner natürlich mal wieder gar nichts peilen und den neuen Kumpel feiern, ahnt die gute Patricia, unsere Protagonistin, dass da was ganz gewaltig schiefläuft. allerdings erst, nachdem sie wochenlang alle Red Flags gekonnt ignoriert hat, aber okay. 😅 Ich liebe die Dynamik dieser Truppe einfach abgöttisch. Das sind keine glattgebügelten Action-Heldinnen, sondern Frauen, die sich mit nervigen Kindern, ignoranten Männern und gesellschaftlichen Etiketten herumschlagen müssen, während sie nebenher versuchen, ein Monster zur Strecke zu bringen. Dass sie von niemandem ernst genommen werden, gibt der ganzen Geschichte eine wunderbar bissige Note und auch den ein oder anderen Twist. Hendrix beschreibt die abgefucktesten und creepigsten (ist das n Wort lol?) Dinge mit einer solchen Trockenheit und Nüchternheit, dass es fast schon weh tut. Wenn über blanken Horror so berichtet wird, als ginge es um ein Rezept für Nudelsalat, bin ich komplett abgeholt. Ich hab das von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur genossen. 🖤 Und das Ende? Heilige Scheiße, das ist eine Wucht. Da wird nicht lang gefackelt, da wird abgeliefert. Es ist blutig, es ist intensiv und emotional hat es mich noch mal ordentlich in die Mangel genommen. Wer Bock auf Horror hat, der nicht nur auf billige Jump-Scares setzt, sondern auf Atmosphäre, Gesellschaftskritik und Charaktere, die man am liebsten selbst im Buchclub hätte: Gönnt euch das! 👀☺️

Southern Gothic ist ein Slow-Burner par excellence. Wer einen rasanten Action-Thriller von Seite 1 an erwartet, wird enttäuscht. Wer aber Lust auf eine tiefgründige, atmosphärische Geschichte hat die sich Zeit für ihre Charaktere nimmt und am Ende richtig eskaliert wird belohnt. . Meine Wertung: 3,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐✨ Warum „nur“ 3,5? Weil ich zwischendurch fast meinen eigenen Buchclub gegründet hätte nur um mich über die Längen zu beschweren. Aber das Finale rettet so einiges!
Moin Lesegemeinde! Schnallt euch an, heute blicken wir hinter die perfekt gestutzten Hecken der amerikanischen Vorstadt. Ich habe mir „The Southern Book Club's Guide to Slaying Vampires“ (oder wie wir es nennen: Southern Gothic) von Grady Hendrix zur Brust genommen. Wenn ihr Lust auf 90er-Vibes, Hausfrauen mit Biss und eine gehörige Portion True Crime-Obsession habt seid ihr hier richtig. Aber Achtung: Es wird blutig. 🧛♂️ Worum geht’s eigentlich? (Spoilerfrei!) Wir schreiben die 90er Jahre in Charleston, South Carolina. Patricia ist eine klassische Vorzeige Ehefrau: Der Mann arbeitet zu viel, die Kinder sind pubertär anstrengend und ihr einziger Lichtblick ist ihr Buchclub. Aber hier wird nicht über Goethe diskutiert, hier wird knallharter True Crime konsumiert! Die Idylle bekommt Risse, als James Harris in die Nachbarschaft zieht. Er ist charmant, ein bisschen mysteriös und sieht verdammt gut aus. Doch während die Männer ihn für einen tollen Geschäftspartner halten, beschleicht Patricia ein mieses Gefühl. In der Stadt verschwinden Kinder und irgendwie scheint James immer in der Nähe zu sein. Das Problem? Niemand glaubt einer hysterischen Hausfrau. Also nimmt der Buchclub die Sache selbst in die Hand. Meine Kritik: Viel Wein, wenig Action (am Anfang) Grady Hendrix hat ein Händchen dafür, das Grauen in den Alltag zu weben. Die Atmosphäre ist so dicht, dass man den Pfirsichteebastard fast schmecken kann. Aber reden wir Tacheles: Die Story-Idee: Hausfrauen gegen das Böse? Find ich geil! Der Kontrast zwischen Kaffeekränzchen und knallhartem Horror ist genial. Hendrix fängt den Sexismus der 90er perfekt ein, man möchte die Ehemänner im Buch zwischendurch wirklich mit einer gusseisernen Pfanne erschlagen (was vermutlich ein tolles True-Crime-Kapitel ergeben würde). Das Pacing: Ein kleiner Marathon Hier müssen wir ehrlich sein. Das Buch braucht einen langen Atem. Die erste Hälfte plätschert ein wenig dahin wie ein schwüler Nachmittag im Süden. Man wartet, man rätselt, man trinkt mit den Ladies einen (oder fünf) Chardonnay. Es ist interessant, ja, aber der Puls bleibt im Ruhemodus. Das Finale: Anschnallen bitte! Aber dann! Im letzten Drittel tritt Hendrix das Gaspedal so hart durch das die Reifen qualmen. Die Geschichte nimmt plötzlich eine Fahrt au die dich aus den Socken haut. Der Horror wird explizit, die Spannung unerträglich und das Ende? Sagen wir mal so, es ist verdammt befriedigend. 📊 Das Fazit Southern Gothic ist ein Slow-Burner par excellence. Wer einen rasanten Action-Thriller von Seite 1 an erwartet, wird enttäuscht. Wer aber Lust auf eine tiefgründige, atmosphärische Geschichte hat die sich Zeit für ihre Charaktere nimmt und am Ende richtig eskaliert wird belohnt. . Meine Wertung: 3,5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐✨ Warum „nur“ 3,5? Weil ich zwischendurch fast meinen eigenen Buchclub gegründet hätte nur um mich über die Längen zu beschweren. Aber das Finale rettet so einiges! Hast du das Buch schon gelesen oder steht es noch auf deiner Watchlist? Schreib’s mir in die Kommentare! 👇
Hausfrauen vs Vampir
Eine Gruppe von Hausfrauen gründet in den 1990er Jahren in den amerikanischen Südstaaten einen Buchclub. Die Frauen lesen true crime, trinken Wein und werden zu Freundinnen. Als eine von ihnen allerdings den neuen Nachbarn verdächtigt, ein Vampir zu sein glaubt ihr zunächst niemand... Der Kampf gegen den Vampir, der bevorzugt arme schwarze Kinder, also eine Gruppe mit wenig Unterstützung angreift, ist größtenteils weniger bedeutsam als der vergebliche Versuch der Hauptperson, sich Verhör zu schaffen. In ihrer Ehe hat sie keine Macht und auch sonst nimmt niemand die Hausfrauen ernst. Ihre Versuche zu helfen bleiben zunächst vergeblich. Mehr als den finalen Sieg über den Vampir wünscht man sich schon fast die Scheidung der beiden. Und genau das liebe ich an dem Buch: es zeigt die Abhängigkeit und Machtlosigkeit der Frauen, wie sie sich solidarisch unterstützen, aber auch diese Solidarität ins wanken gerät, wenn die Ehemänner und die örtliche Gerüchteküche sich zwischen die Frauen stellt.
Langsamer, düsterer Horrorroman im amerikanischen Südstaaten-Flair! 🔪🧛♂️
Lange habe ich schon mit Grady Hendrix Bücher geliebäugelt und nun endlich auch diesen Roman von ihm beendet. 👀 Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und war an einigen Stellen sogar sehr blutig und teils auch gruselig. Das gesamte Buch über wurde die sich anbahnende „Gefahr“ beschrieben und man wollte unbedingt wissen wie es endet. Das letzte Drittel war Nervenkitzel pur, endete für mich aber leider in einem eher mittelmäßig Ende. Ein dennoch spannendes und unterhaltsamen Buch und ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen! ⭐️⭐️⭐️⭐️
Buchclub vs Vampir Lektion Nr. 1: Leg Dich nicht mit dem Buchclub an
Die Geschichte verlief anders als ich es mir erhofft habe und blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Ich habe noch nie über einen würdeloseren Vampir gelesen als „James Harris“. Zeitweilig hatte ich das Gefühl über einen Pädophilen zu lesen, denn er macht sich hauptsächlich an Kindern gütlich. Dann benahm er sich noch wie ein Serienmörder und wurde auch noch zum Vergewaltiger. Den Horror in diesem Buch machen ganz viel Ekel Szenarien aus. So viel Ekel habe ich während dem Lesen noch nie empfunden. Auch wenn man sich nicht gruseln wird, so wird man sich zu 100 % einfach nur ekeln, so sehr, dass man sich schon fast übergeben muss. In den Südstaaten vergeht die Zeit anders, denn die meiste Zeit hat man das Gefühl, die Handlung spielt sich in den 1960er‘ ab und nicht zwischen 1988 - 1997. Die Mitglieder des Buchclubs sind von ihren Ehemännern unterdrückte Hausweibchen. Die Art wie die Gatten mit ihnen umgehen - ohne Worte! Letztlich war der Buchclub das coolste an dem Buch. Anfang und Ende haben mir daher am Besten gefallen. Die Ladies zeigen hier am meisten was sie drauf haben. Patricia hebt sich grundsätzlich positiv heraus. Sie liefert sich ein riskantes Katz-und-Maus-Spiel mit dem Vampir. Sie kämpft für das was ihr wichtig ist, bricht aus ihrer Rolle des stillen Duckmäuschens heraus. Der Buchclub macht den Drecksack fertig! Yeah!
Lässt sich keinem Genre eindeutig zuordnen
Nach den ersten Seiten habe ich überlegt abzubrechen. Zum Glück habe ich es nicht getan, da es stetig besser wurde. Das Buch lässt sich keinem Genre so richtig zuordnen. Ein bisschen Gesellschaftskritik dort, ein bisschen Horror, Drama und auch Witz hier. Alles in einem hat es mich sehr gut unterhalten.
Mal was anderes!
Ich brauchte ein wenig bis ich in der Geschichte drin war. Aber dann hat es mich gepackt. Ein cooler Humor und ein tolles Setting in Charleston. Man konnte die stickige Luft und die Hitze fast beim Lesen spüren. Es war ein subtiler Grusel vorhanden, der super war. Ich habe mich ab und zu auch sehr über die damalige Rollenverteilung im Bible Belt geärgert.( das Buch spielt in den 80ern und 90ern) Echt mal was anderes und ich habe es sehr gern gelesen. Auch wenn das Ende echt heftig war.
Was hab ich dieses Buch vor mich hingeschoben. Abgeschreckt durch den Housewife’s Vergleich. Aber jetzt nach langem Hin und her fiel es mir in den Schoß. Und was soll ich sagen? Was für ein Brett von Geschichte. Wo ein australischer Autor sich schamlos im Genre bedient, wird uns hier eine Homage der allerbesten Güte geliefert. Trotz das die Handlung in den 90ern spielt, warf mich mein Gedankenspiel jedes Mal in die 80er zurück. Das Setting ist einmalig und der Mikrokosmos der handelnden Protagonisten wurde so genial aufgezogen. Da wechselt sich schwarzer Humor mit Sozialkritik ab. Da fließt anständig Blut das anschließend von Hausfrauenhand beseitigt wird. Da wird kein Klischee ausgelassen und es passt so hervorragend. Ich war begeistert von den offensichtlichen Anspielungen der Vampirgeschichte. Von „Dracula“ über „Fright Night“ bis zu „The Strain“ wird alles liebevoll in der Handlung verarbeitet und es macht Spaß die Verneigung vor dem Genre zu entdecken. Man sucht diese förmlich. Da werden sogar die Bücher von King und Co. angesprochen. Einfach perfekt.
Ich hab es einfach geliebt!
Einen leicht zu folgenden Schreibstil, Hausfrauen und ihr Buchclub in den 90ern und ein Vampir, der weniger klassischen Sorte. Es ist definitiv ein slow burner und erfordert ein wenig Geduld, jedoch nicht im Sinne von Langeweile. Die Geschichte baut sich langsam auf und bleibt durchgehend spannend. Die Charaktere sind alle glaubwürdig und konsistent in ihrem Handeln und dieses Buch greift doch einige wichtige Themen auf: patriarchale Strukturen in Familien, strukturellen und verinnerlichten Rassismus, Suizid, Vergewaltigung, Tod, alles implementiert in die Geschichte, weshalb der Kampf gegen den Vampir eben nicht mit einer einzigen schlauen Idee erledigt ist. Ich habe die ganze Zeit mit dem Hauptcharakter mitgefiebert, die Scham gefühlt, die sie gefühlt hat, die Ablehnung, die Naivität, die Erkenntnis, die Furcht, die Verzweiflung, den lähmenden Alltag und die Verdrängung ihrer Erinnerung, den Mut, die Freundschaften, die Vernunft, den Triumph und den Verlust. Dieses Buch hat genau durch diese Emotionen so viel Spaß gemacht und blieb gerade durch den ein oder anderen Rückschlag so spannend. Das Verhalten anderer Charaktere hat mich manchmal unheimlich frustriert oder wütend gemacht, aber nur, weil es so realistisch war. Oder anders: men being men. Das Ende nimmt ganz schön Fahrt auf dann und auch wenn es zum Teil traurig ist, war es für mich genau richtig und rund. Der Grusel ist auf jeden Fall da, aber die bereits beschriebenen Gefühle und die dadurch entstehende Spannung haben sich bei mir in den Vordergrund gedrängt. Absolut unterhaltsam und empfehlenswert, vor allem, wenn mensch Lust auf 90er Vibes und starke Frauen hat!
Geniales Lese-Erlebnis 💛 Vampir-Geschichte mal anders!
Ein großartiges Buch. Ich hatte eine geniale Lesezeit damit. Auch wenn ich aktuell weniger als sonst lese, habe ich dieses Buch, wann immer es möglich war, gern zur Hand genommen und mich über jede weitere Seite gefreut. Der Schreibstil hat mir super gefallen. Eine für mich perfekte Mischung aus Spannung, Humor und gut gemachten Plottwists. Diese Vampir-Geschichte war super erfrischend, spannend, gespickt mit tollen und authentischen Charakteren und einem gelungenen Spannungsbogen. Absolut positiv hervorheben möchte ich das Setting und die entstandene Stimmung, die dadurch erzeugt wurde - das war großes Kino für mich. Dass das ganze dann auch noch im Rahmen eines Buchclubs erzählt wird, ist für jeden Leser und jede Leserin ein absolutes Schmankerl 😁 Mehr davon 😍

Dracula vs. Desperate Hosewifes Wahnsinns Horrorbuch spannend bis zur letzter Seite. Ich kann es echt jedem empfehlen der Lust auf einen richtig guten Schauerroman hat, hab mich zwar an vielen Stellen echt geekelt aber auch seht viel gelacht. Für mich ein Highlight und ein Autor den ich mir merken werde.
This is what you get for throwing Desperate Housewives into a copper cauldron with Dracula. But this villain is different - and this wonderfully written horror novel oozes charm, love for the characters and at times breathless suspense. Hendrix's version of this ancient evil is as mysterious as it is creatively crafted. Full five stars.
Sehr unterhaltsam. Gut geschrieben und dadurch lässt sich das Buch flüssig lesen. An 1-2 Stellen ist es ein bisschen eklig, aber ich habe es nicht als so dramatisch empfunden wie teilweise erwähnt. Im Großen und Ganzen fällt es mir dennoch schwer diese doch recht spezielle Geschichte zu beschreiben. Für mich war es jedoch ein gutes Leseerlebnis.
All time favourite 🖤🩸
Es kommt bei mir selten vor, dass sich ein Buch beim Lesen dauerhaft in meinem Kopf wie ein Film abspielt. Dies trifft zu hundert Prozent auf "Southern Gothic" zu! Für mich nicht nur ein Jahreshighlight sondern ein "all time favourite"! 🖤📖 Diese Geschichte erinnert mich sehr stark an die TV-Serie "Desperate Housewives", nur in Gruselversion, gepaart mit einer Kreatur (und zwar keine angenehme). Was für eine Art Monster/Kreatur, kann man dem Klappentext und Buchcover bereits gut entnehmen und kann sich ja bereits denken, in welche Richtung es ungefähr geht. Aus evtl. Spoilergründen, benenne ich es hier jedoch nicht. Die ganze Atmosphäre und das Setting, eben dieser typisch amerikanische Vorstadt-Flair und die typisch amerikanischen Südstaaten-Hausfrauen, (die auch noch einen True-Crime Buchclub gründen) und wie man sie eben viel aus dem TV kennt, waren für mich total genial. Die Story spielt in den 90igern, auch das mochte ich sehr gerne, hatte beinahe schon etwas Nostalgisches für mich.Ich könnte mir dieses Buch total gut als Serie oder Film vorstellen! 📽 Es springt ein bisschen in der Zeit hin und her, denn es gibt viele grausame Geheimnisse aufzudecken. Was es mit dem neuen schaurig charmanten Nachbar auf sich hat, welche Rolle Kinder dabei spielen, was das Ganze mit Pfirsichbäumen zu tun hat und was die Hausfrauen für düstere Geheimnisse ans Licht bringen, müsst ihr dann schon selber lesen und herausfinden 😉Diese Geschichte hat etwas mehr als 500 Seiten, aber Leute glaubt mir es lohnt sich! (Wenn ihr eben auf diese Vibes und Art Genre steht) Grady Hendrix hat sich mit diesem Werk direkt in mein Bücherherz katapultiert und ich möchte unbedingt weitere Bücher von ihm lesen! 🖤🩸 (Auch wenn es zum aktuellen Zeitpunkt und soweit ich weiß, dies das einzige Buch des Autors ist, das bisher ins Deutsche übersetzt wurde).

Gute Figuren und Solide Story, mit kleinem Punktabzug.
Eine Geschichte die einen Buchclub von Hausfrauen und ihren Kampf gegen ein vampirähnliches Wesen von Mitte der Achziger bis kurz vor die Jahrtausendwende begleitet. Wow das war schon ein Brett! Im guten Sinne! Die Geschichte wird schonungslos erzählt mit vielen Einzelheiten und Themen wie z.B. Tod von Kindern, Selbstmord von Kindern, Ratten, nackter Haut, Blut usw. und trotzdem war es mir nicht zuviel, zu aufgesetzt oder hinterließ einen unangenehmen Beigeschmack. Die Figuren, vor allem Patricia, wirkten echt und ihre Handlungen und Gedanken waren nachvollziehbar. Einen kleinen Sternabzug gab es jedoch dafür, dass es sich bei dem Übeltäter um keinen 'klassischen' Vampir handelte. Da stieß meine Vorstellungskraft bei ein oder zwei Szenen doch ein wenig an ihre Grenzen, was mich kurz aus dem Flow der Geschichte warf. Sonst war es ein solides Horror Buch!
TW: Tod, Gewalt, Blut, Suizid, Vergewaltigung, häusliche Gewalt und eigentlich alles, was in Horrorfilmen vorkommt lol Ich habe es GELIEBT. Dieses Buch war spannend, unterhaltsam und hat mich nicht selten mein Gesicht vor Ekel verziehen lassen. Die Charaktere waren so gut gezeichnet und ich habe die Frauen des Buchclubs einfach geliebt. Und NATÜRLICH waren alle Männer in dieser Geschichte trash, aber das wundert niemanden. Große Empfehlung für alle nicht zu zartbesaiteten Menschen da draußen.
Okay, kann mir kurz einer sagen, was zur Hölle hier gerade passiert ist? Ich habe keine Ahnung, was ich mit diesem Buch machen soll? Soll ich es lobpreisen, gegen die Wand werfen oder es in einem spirituellen Ritual verbrennen? Während der Lektüre wollte ich jede dieser Möglichkeiten in Betracht ziehen, denn ich habe "Southern Gothic" gehasst, geliebt, manchmal sogar ein bisschen verabscheut, ich habe mich gefürchtet, aber gleichzeitig konnte ich es gefühlt nicht eine Sekunde beiseite legen. Am Ende der Lektüre habe ich keine endgültige Antwort auf die Intention des Autoren so eine Geschichte auf Papier zu bringen gefunden, gehe aber schwer von einem höheren, tieferen Zweck aus. Dieses absolut krasse Gegenüberstellen von einem fast schon entsetzlichem Frauenbild gegen einer Gruppe von Frauen, die eigentlich einen Buchclub betreiben, in diesem Roman allerdings dazu gezwungen werden auf blutige Vampirjagd zu gehen, eine Monstergestalt in eine Gegend einkehren zu lassen, die Ähnlichkeit mit einer 'Die Frauen von Stepford' Vorhölle hat und diese Gegend in dieser Geschichte zudem auch noch mit Amerikas nie geendetem Rassismus zu konfrontieren, "Southern Gothic" ist auf jeden Fall eine Geschichte, die man nicht so schnell wieder vergessen wird. Es gab keinen Zeitpunkt in der Geschichte, in der ich nicht mindestens einen Charakter abgrundtief verachtet habe, sogar die Protagonistin Patricia, die das klassische Rollenbild einer amerikanischen Hausfrau verkörpert, die in ihrem Buchclub mit ihren Freundinnen ihrer Liebe für True Crime Bücher fröhnt und deren Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird, als ein Fremder in ihr Wohnviertel zieht, der sich bald als ihr seltsamer aber attraktiver Nachbar herausstellt. Patricia, mit der ich mich am Ende der Geschichte definitiv ausgesöhnt habe, durchläuft in "Southern Gothic" gleich mehrere Extreme: von der naiven, in ihrer Rolle gefangenen Hausfrau, die sich tief in ihrem Inneren nach mehr sehnt, zur mehr schlecht als rechten Detektivin, die all ihre Vorsätze über Bord wirft wieder zurück zur Hausfrauenrolle, wobei sie in dem Teil der Geschichte manchmal sogar wirkt als würde sie unter Drogen stehen zur mutigen Jägerin. Auch den Rest ihres Buchclubs habe ich den Großteil der Geschichte mehr verachtet als alles andere, wollte in die Geschichte reinklettern und die Frauen zur Besinnung bringen aber auch mit diesen habe ich mich am Ende ausgesöhnt. Zu den Ehemännern der Frauen, bei denen Verachtung ein noch viel zu tief liegender Begriff wäre, möchte ich überhaupt nicht viele Worte verlieren, glücklicherweise wurde sie am Ende nur lächerliche und armselige Randfiguren. Und auch, wenn ich mich die meiste Zeit in der Geschichte über die Charaktere furchtbar aufgeregt habe, war es doch zum Schluss okay, denn als es wirklich drauf ankam, haben die Frauen nicht nur die Wahrheit als Einzige akzeptiert, sondern zusammengehalten. Und hier liegt auch sicher der höhere Zweck dieser krassen Charakterbeschreibungen. Hendrix kreiert absolut überspitzt die Rolle einer klassischen Hausfrau, die allerdings als Einzige erkennt, dass in ihrem Zuhause das Grauen eingezogen ist und entschlossen handelt. Und das gibt "Southern Gothic" sogar eine feministische Sichtweise mit. Zusammenfassend weiß ich wohl immer noch nicht, was das für eine Leseerfahrung war. Man muss sich darauf einstellen, dass "Southern Gothic" eine Horrorgeschichte auf vielerlei Arten ist. Sie ist absolut intensiv, man wird sie verfluchen, man wird sie hassen und gegen die Wand schmeißen wollen, aber am Ende wird man für die fünfhundert Seiten nicht sehr lange brauchen und das Gefühl haben, dass diese Geschichte nicht nur in all ihren Extremen unfassbar unterhaltsam war, sondern dass sie sich auch unweigerlich ins Lesegedächtnis eingebrannt hat.

Eher Thriller als Horror, aber hat mich gut unterhalten! Gerne mehr davon.
Das Buch war anders als erwartet, gefiel mir aber überraschend gut. Angenehmer Schreibstil, sodass ich die knapp 500 Seiten in 3 Tagen verschlungen hatte. Die Geschichte beginnt 1988 und erstreckt sich bis 1997, wobei zwischendurch 3 Jahre übersprungen werden. Die Herrschaften der Geschichte gingen mir alle wahnsinnig auf den Geist. In Folge dessen brachten mich auch Patricias Handlungen manchmal an den Rand der Verzweiflung. Der Mittelteil zog sich ziemlich hin, es passierte eine ganze Weile nichts Besonderes, außer, dass man das Familienleben der Buchclub-Frauen verfolgte. Das letzte Drittel hatte es dann aber in sich. Wahrscheinlich sollte das der versprochene Horror sein, für mich waren es eher gut geschriebene Thriller-Elemente mit Fantasyanteil. Allerdings wirklich spannend und ich konnte das Buch die letzten 200 Seiten einfach nicht zur Seite legen. Mich schockierte etwas die Kaltblütigkeit, mit der die Frauen James Harris am Ende behandeln (ich möchte nicht spoilern) und kann mir nicht vorstellen, dass die Beteiligten das einfach so ohne Gefühlsregungen wegstecken konnten. Dieser Teil erschien mir etwas unglaubwürdig. Ich merke jedenfalls, dass mich das Horror-Genre immer mehr in seinen Bann zieht und dieses Buch war ein willkommener Lesegenuss.
Southern Gothic war mein bislang erster Ausflug in das Genre "Horror" und ich muss gestehen, dass ich es mir nicht gekauft hätte, wenn es mir nicht so sehr ans Herz gelegt worden wäre. Ich habe es jedoch keinesfalls bereut. Auch wenn ich zukünftig trotzdem keine weiteren Bücher in diese Richtung lesen werde, muss ich dennoch sagen, dass mich die Story um Patricia & Co. sehr gepackt hat. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich an den Schreibstil von Grady Hendrix gewöhnt hatte, ab diesem Zeitpunkt war ich jedoch voll in der Geschichte drin. Ich habe bis zum Ende mit Patricia mitgefiebert, die nicht nur gegen ihren neuen Nachbarn James Harris und seine brutalen Machenschaften kämpfen muss, sondern sich auch in einer äußerst patriarchalisch sozialisierten und rassistisch geprägten Gesellschaft behaupten muss. Aufgrund dieser Darstellung fühlte ich mich mehr in den 50er als in den 80er und 90er Jahren, in denen die Geschichte spielt. Hier wird definitiv nicht nur eine Horror-Monster-Geschichte erzählt, sondern ein Kampf von weißen und schwarzen Frauen, die sich sämtlichen gesellschaftlichen Unterdrückungen entgegensetzen und um das kämpfen was ihnen am wichtigsten im Leben ist: die Familie. Der Klappentext sowie das Cover haben mich jedoch sehr gestört, da sie meinen Augen stark gespoilert haben. Man konnte sich bereits denken, dass es sich um einen Vampir handelt und dieser natürlich James Harris ist. Ohne diese Infos hätte ich die Story nochmal spannender empfunden.
Vorlage für einen klassischen amerikanischen Horrorfilm bzw. Netflixserie
Hausfrauen aus der amerikanischen Kleinstadt mit einem Buchclub, verschwundene Kinder, ein übernatürliches Wesen gepaart mit einem atmosphärischen und zynischen Schreibstil: was muss man da noch mehr sagen? Der Schreibstil und die Handlung haben mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Der Autor hat immer wieder Hinweise in die Geschichte eingestreut, die an späteren Stellen wieder aufgegriffen worden sind, jedoch auch alles vorhersehbar gemacht hat. Er hat ebenfalls mit einigen Klischees gespielt, die gepasst, Sinn gemacht und die Handlung fassbarer und realer gemacht hat. Zwischenzeitlich bzw. gegen Mitte des Buches gab es einen „Bruch“, der für mich eine zähe Episode war und kurzzeitig dazugeführt hat, dass ich das Buch nicht mehr in die Hand nehmen wollte. Aber dranbleiben hat sich gelohnt: denn das Ende war gut. Der Autor hat mit dem Buch das Rad nicht neu erfunden, jedoch eine gute Geschichte daraus erschaffen. Eine Serienadaption könnte ich mir hier richtig gut vorstellen. Wenn ihr also noch ein atmosphärisches, düsteres Buch für die Herbstzeit sucht, kann ich euch Southern Gothic uneingeschränkt empfehlen.

Grady Hendrix hat eine ganz besondere sowie einzigartige Art, Bücher zu schreiben. Es handelt sich bei seinen Geschichten nicht um trashigen Horror, nein, seine Geschichten gehen in die Tiefe und berühren. Die von ihm erschaffenen Charaktere sind so unglaublich gut ausgearbeitet, dass sie für den Leser geradezu greifbar sind. Er hat es auch diesmal wieder geschafft, dass ich mich oft geekelt, gegruselt und sehr sehr oft aufgeregt habe, da ich alles so ungerecht fand, dass ich mir die Haare raufen wollte. Für mich persönlich ist es neben “Der Exorzismus der Gretchen Lang” - im Übrigen vom gleichen Autor - eines der gruseligsten Horrorbücher überhaupt, und das nicht weil es besonders blutig oder brutal ist, sondern deshalb, weil diese Geschichte von seiner überaus gedrungenen Atmosphäre lebt, die mich auf jeder einzelnen Seite begleitet hat. Für mich ein absolutes Meisterwerk! 5 verdiente Sterne
Spannendes und sehr atmosphärisches Buch Empfehlung!
Ich habe die Atmosphäre in diesem Buch sehr geliebt. Ich fand die Charaktere toll und mochte diesen „Listigen Hausfrauen Power ZusammenhaltVibe“ total gerne. Das Buch hat mich unerwarteter Weise oft zum Lachen gebracht und ich habe es sehr genossen. Empfehlung!!
Southern Gothic von Grady Hendrix ist ein Roman, der bereits im englischsprachigen Raum unter dem Titel „The Southern Book Club’s Guide to Slaying Vampires“ für viel Begeisterung gesorgt. Seien wir mal ehrlich: Der englische Titel verrät schon vieles, also ist dieses Buch zumindest in Bezug auf die Handlung nicht sehr spannend. Der deutsche Titel hingegen scheint diesen Spoiler wohl vermeiden zu wollen, dafür wurde hier aber ein wirklich sehr unpassender Titel gewählt der mich enorm an das Buch „Mexican Gothic“ von Silvia Moreno-Garcia erinnert und deshalb auch im ersten Moment sehr verwirrend war. Wer sich aber nicht in der englischen Buchcommunity herumtreibt, sollte aber damit keine Probleme haben. Cover und Titel gefallen wir aber in der englischen Version trotz allem besser, aber wir wissen es ja alle: Auf den Inhalt kommt es an. Und dabei ist Southern Gothic ein echter Volltreffer. Grady Hendrix hat einen bemerkenswerten Schreibstil, der sehr detailliert und deshalb besonders spannend und gruselig ist. Manche Szenen hätte ich gerne mit etwas weniger Detailreichtum gelesen. Außerdem halte ich durchaus eine Triggerwarnung in diesem Buch für angemessen, da viele Szenen nicht nur sehr explizit, sondern auch problematisch und eben auch triggernd sind. Hendrix orientiert sich bei seinem Vampirbild an dem klassischen Bild, welches wir von Dracula & Co kennen, sodass besonders Minderjährige hier Gewalt erfahren. Abgesehen von diesen Momenten und dem großen Finale am Ende ist die Geschichte aber nicht sehr gewaltvoll. In einem Buch von Sebastian Fitzek haben wir alle schon deutliche schlimmeres gelesen. Besonders das erste Drittel des Buches ist für mich ein Highlight gewesen, denn die Vorstellung der Charaktere ist dem Autor meisterhaft gelungen. Die gesamte Story verliert im Mittelteil zwar an Spannung, aber nimmt dann wieder Fahrt auf und schließlich kommt es zu einem hammerharten Finale, das ich so nicht erwartet hätte. ***Achtung: Ab hier SPOILER*** Neben dem ganz offensichtlichem Horror in dieser Vampirgeschichte gab es aber noch einen ganz anderen Horror, der eigentlich noch viel erschreckender ist. Hendrix thematisiert im gesamten Verlauf der Geschichte sehr gut verschiedene enorme Gesellschaftliche Probleme in dieser Zeit. Wir lesen in vielen Szenen ganz offenen Rassismus, Diskriminierung und Sexismus. Letzterer ist besonders intensiv ausgeprägt, weil die Frauen des Buchclubs und ganz besonders Patricia von ihren Ehemännern in ihren Sorgen und Ängsten absolut nicht gesehen werden. Trotz ihrer Beobachtungen werden sie nicht ernst genommen und müssen sich sogar in psychiatrische Behandlung begeben. Als Leser*in macht einen das unglaublich wütend, es ist aber ein ganz wunderbares Mittel, uns den Spiegel vorzuhalten. Dass die Frauen ihren Männern gegenüber die ganze Zeit so unterwürfig sind, sich dem Gesellschaftsbild verzweifelt anpassen und sogar das verleugnen, was sie selbst gesehen haben ist so extrem, dass es mich beim Lesen wahnsinnig gemacht hat. Aber in Anbetracht dieser Tatsache war das Ende für mich das Highlight des Buches: Eine Gruppe unterdrückter Frauen erhebt sich und erledigt den Job, den in ihrer Welt eigentlich die Männer übernehmen sollten. Sie sind stark und unabhängig und tun, was getan werden muss, um ihre Familien zu schützen – egal was es kostet. Patricia geht als einzige sogar noch einen Schritt weiter und zeigt so: Es gibt einen Ausweg aus toxischen Beziehungen und man muss sich nicht alles gefallen lassen! Abgesehen von dem recht zähen Mittelteil war dieses Buch ein echter Volltreffer für mich. 4/5 Sterne
>>Und am Ende dieser Geschichte werden sie blutüberströmt sein. Ein Teil dieses Blutes wird ihr eigenes sein. Ein Teil davon das von anderen. Aber es wird an ihnen hinablaufen. Sie werden darin schwimmen. Sie werden darin ertrinken.<>Ich glaube, die Welt verändert sich so schnell, dass die Menschen Geschichten brauchen, die ihnen Hoffnung geben,...<< Fazit: Für mich war „Southern Gothic“ ein runder Vampir-Roman, der sich richtig gut zwischendurch literarisch inhalieren lies! Wer einen Vampir-Roman so ganz ohne Klischeeromantik lesen möchte, der sollte sich das Buch vielleicht mal näher ansehen
Obwohl es mich eine kleine Weile gebraucht hat dieses Buch zu beenden, hat es mir wirklich sehr gut gefallen und vor allem ist die Handlung einfach nie langweilig geworden. "Southern Gothic" ist perfekt für jeden der Horror Geschichten liebt und wo es auch mal richtig eigenartig (wenn nicht sogar schon abartig) werden darf. Es gab hier ein paar Szenen die waren wirklich ekelhaft und da darf man wirklich nicht zimperlich beim lesen sein, jedoch mir persönlich hat das aber irgendwie gefallen, da es super zur Geschichte gepasst hat.
Scheiße, war das genial. Was mit Erwartungen von etwas Grusel begonnen hat, endete als mein erster größerer Ausflug in den Horror. Und es gefiel mir total, auch wenn ich manchmal an meine Grenzen gestoßen bin. Eklige und ziemlich krasse Beschreibungen, ein wütend machendes Frauenbild und immer diese unterschwellige Bedrohung, die bei mir zu einer unglaublichen Anspannung während des Lesens geführt hat. Sowas hatte ich noch nie zuvor. ‚Southern Gothic‘ von Grady Hendrix ist anders und mitnichten leichte Kost. Aber der Hammer! Grady Hendrix hat einen tollen Schreibstil, sehr humorvoll, einnehmend und er schafft es mit Worten eine Stimmung zu kreieren, die mich schier an den Seiten kleben lässt. Oder angeekelt wegdrehen. Manchmal zumindest. Ja, ich bin beim Lesen teilweise an meine Grenzen gestoßen. Ich habe in diese Richtung noch nie etwas gelesen und dachte eigentlich, es wäre nichts für mich. Treue Festa-Leser werden bei diesem Buch nur müde lächeln, für mich war es schlichtweg eine Herausforderung. Und diese habe ich gemeistert. Und das mit Freude! Ich fand die Ausgangssituation schon so interessant. Ein Buchclub Ende der 1980er, der sich hauptsächlich True-Crime-Romanen widmet und der aus den typischen, braven Hausfrauen aus der Vorstadt besteht. Doch weit gefehlt. Denn wie vehement, kompromisslos und gründlich sie ihre Ziele verfolgen, um ihre Liebsten zu schützen, zeigt sich im Laufe der Geschichte. Neben der Bedrohung, die einige Figuren gespürt haben, war das schlimmste zu lesen, welchen Stellenwert Frauen zu dieser Zeit noch hatten. Womöglich haben sie einen Beruf aufgegeben, um eine Familie zu gründen, sich ganz dem Haushalt und der Kindererziehung zu widmen. Um dann von ihren Männern kurz gehalten zu werden, manipuliert, von den Freundinnen abgeschirmt, um eingeredet zu bekommen, sie wären ohne ihre Männer wenig bis gar nichts wert, dass man ihnen eh nichts glauben würde. Hier, eine Prozac. Das hat mich so schockiert und wütend gemacht, denn man sitzt als Leser*in vor dem Buch und fühlt sich dermaßen hilflos. Diese Rolle der Frau mag zu der Zeit nicht mehr überall geherrscht haben und es gibt mit Sicherheit immer noch Familien, in denen die Frauen eine untergeordnete Rolle spielen. Um es mal nett auszudrücken. Ein derartiges Frauenbild präsentiert zu bekommen, hat mir aber wieder einmal, wie weit es unsere Gesellschaft geschafft hat – und wieviel sie noch vor sich hat. Doch nun zur Story. Die war einfach nur krass. Spannend, überraschend, eklig, grauenvoll, bedrohlich. Der Hammer! Ich will gar nicht zu viel verraten, denn diese Geschichte muss von Anfang bis Ende wirken. Die Manipulationen, die Irreführungen, die Bedrohungen, das Grauen. Der Titel und der Klappentext mögen viel verraten, doch trotzdem konnte ich es kaum erwarten, herauszufinden, was vor sich geht. Und vor allem wie und wer und überhaupt. Ein Spannungsbogen deluxe, der mich atemlos durch die Seiten fliegen lässt. Selten habe ich eine Geschichte gelesen, die mich so mitgerissen hat, so beschäftigt hat, so lange nachgeklungen hat. Einfach, weil sie so anders ist, so grauenvoll und so genial. 5 Sterne.
Hier herrscht eine stetige Spannung. Kennt ihr die Horrorfilme die immer vermuten lassen jetzt passiert was und dann passiert nichts? Genau bei denen hängt man so unter Spannung dran. Grandios, auch wenn mich anfangs diese ganz vielen und's genervt habe, weil man Sätze nicht so miteinander verbinden sollte. Aber irgendwann, hat die Spannung gesiegt und ich darüber hinweg gesehen.
Erwartungen übertroffen!
Ich war sehr skeptisch, weil ich viel unterschiedliches über das Buch gelesen habe, aber ich fand es großartig. Es geht um Patricia, Hausfrau und Mutter, die einem Buchclub beitritt, in dem vorzugsweise True Crime gelesen wird. Als James Harris in die Nachbarschaft zieht, mehren sich merkwürdige Ereignisse. Den Schreibstil fand ich anfangs gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte braucht auch ein bisschen um sich zu entwickeln, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es erwartet einen eine Mischung aus Spannung, leichtem Grusel und Gesellschaftskritik. Einige eklige Momente gab es auch. Mir hat auch gefallen, wie wichtig das Thema Freundschaft in der Geschichte war. Meine Erwartungen waren niedrig und wurden bei weitem übertroffen. Ein Highlight in diesem Jahr für mich.
Dystopie trifft Desperate Housewife
Es war die reinste Achterbahnfahrt für mich. Das Setting fand ich gut und für die frühen neunziger auch ziemlich authentisch eingefangen. Anfangs finde ich so manche Charaktere zu sprunghaft und unplausibel. Die spießigen Vorstadtklischees sind dafür aber sehr gut rübergebracht. Allerdings waren so manche Szenen für mich absolut nicht nachvollziehbar. Beispielsweise die Beziehung zwischen Patricia und Carter, als sie James Harris mit Destiny gesehen hat. Es ist ein Freitagabend und am nächsten Tag, ist es plötzlich bereits Sonntag und Carter lässt Patricia völlig auflaufen. Davon gibt es so einige nicht nachvollziehbare Situationen, die einem nur den Kopf schütteln lassen, weil sie unstimmig sind, die Charaktere plötzlich ganz anders reagieren und alles nicht mehr ganz zusammenpasst. Und doch konnte mich dieses Buch fesseln. Ich fand es wahnsinnig spannend und teilweise ließ es mich erschaudern, weil man erst einmal garnicht weiß, woran man ist. Wer mit kleinen Unstimmigkeiten zurecht kommt und großzügig über so manche Plausibilitäten hinwegsehen kann, weil sie mal garnicht plausibel sind, den wird das Buch mitreißen. Das Ende ist wahnsinnig gut, zwar etwas überladen mit vielen Ereignissen, aber doch sehr grandios. Für mich war es wahrscheinlich der Schreibstil, der mich immer wieder besänftigte, wenn ich mal wieder verzweifelte, wie naiv so manche Figur war. Der Stil an sich hat mir fantastisch gefallen, die Leichtigkeit und diese ungeschnörkelte Art gefiel mir richtig gut.
“Southern Gothic ” hat mich allein durch das Cover schon so unglaublich angesprochen, der Klappentext tat sein übriges und ich war nicht mehr zu bremsen. Bekam ich das, was ich erwartet habe? Nein, definitiv nicht. Dieses Buch hat mich absolut überrascht und das auf jeder erdenklichen Ebene. Der Schreibstil des Autors hat mir richtig gut gefallen. Einnehmend und absolut fesselnd. Er schafft dazu eine sehr düstere ,drückende und unheimliche Atmosphäre, die perfekt zur Handlung passt. Die Charaktere haben mich definitiv mitgerissen, allen voran Patricia ,da man ihre Perspektive auch erfährt. Sie hat eine ungeheure Leidenschaft und sehr viel Stärke in sich. Hat sie sich einmal festgebissen, läßt sie nicht mehr los und kämpft bis zum letzten Akt der Verzweiflung. Ich mochte es sehr, wie sie agiert hat, konnte ihre Verzweiflung, ihre Angst und Hilflosigkeit spüren. Und daneben haben mich auch Slick und James Harris überrascht und definitiv für sich eingenommen. Aber außer Patricia, blieben die anderen Charaktere leider etwas blass für mich. Was bis auf eine Person, hier auch nicht so tragisch ist. Denn im Vordergrund steht der Fokus auf etwas ganz anderem. Was mir allerdings hier verstärkt aufgefallen ist, wie unterwürfig und klein die Frauen gehalten wurden. Als wären sie nichts weiter wert, als der Dreck unter den Schuhen. Dabei sollte man sich vergegenwärtigen dass immer die Frauen es sind, die alles zusammenhalten und es mit Stärke versehen. Sie sind der Anker in dieser gnadenlosen Welt. Doch alles in allem waren die Charaktere für mich glaubhaft, spürbar und einfach durch und durch mit Leben gefüllt. Das Geschehen spielt sich von 1988 bis 1997 ab. Man wird direkt mit dem Südstaatenflair in den Bann gezogen. Ebenso werden hier ganz klar Rassenunterschiede gemacht. Bist du ein Weißer hast du Glück, wenn du schwarz bist, interessiert sich niemand für dich. Das sind Themen die sehr sorgsam und feinfühlig eingewoben werden und dadurch bekommt dieses Werk eine noch größere Bedeutung und zugleich Beklemmung. Was aber noch nicht das ganze Drama darstellt. Denn Hendrix hat eine ganz eigene Art für Dramatik und Tragik zu sorgen. Er fasst gesellschaftskritische Themen auf und bietet sie ungeschönt dar. Die 80er Jahre waren in den Südstaaten voller Missstände, wodurch man das Gefühl hat in den 50er Jahren gelandet zu sein. Und dieses Gefühl hatte ich einfach die ganze Zeit über. Das ist eine Thematik die unglaublich wütend und zugleich hilflos macht. Und dann bildet er einen Trupp an Frauen, gekleidet als Buchclub und sie bieten kräftig Paroli. Natürlich geht es hier vordergründig um einen Vampir oder was immer er sein mag. Es wird manipuliert, intrigiert und mit Hass und Perfidität um sich geworfen. Aber letztendlich ist das nur die Hülle, für etwas sehr viel wichtigeres. Die ersten 100 Seiten verliefen für mich sehr schleppend. Es war nichts halbes und nichts ganzes und ich wusste einfach nicht, was mir hier mitgeteilt werden sollte. Dadurch dass der Klappentext schon sehr spoilert, wusste ich, worauf es hinausläuft. Was extrem schade ist, weil dadurch die Spannung größtenteils rausgenommen wird. Ich war nicht mehr ganz so schockiert und erschüttert, wie ich hätte sein sollen. Die Handlung kam für mich dann doch noch extrem gut in Fahrt. Was mir unglaublich gut gefallen hat. Ich war ab diesem Punkt nicht mehr von der Geschichte wegzubekommen. Allein die Idee mit dem Buchclub hat mich sehr begeistert und ja, es gab auch amüsante Stellen. Was dem Ganzen etwas Leichtigkeit verschafft hat. Der Kern der Story wurde in meinen Augen jedoch etwas oberflächlich behandelt. Aber ist dieses Monströse und Widernatürliche tatsächlich der Fokus? Oder geht es vielmehr darum, was wir bereit sind zutun, um das zu schützen was wir lieben? Macht uns das zu Monstern oder zu Helden? Nein, ich bekam nicht das, was ich erwartet habe? Ich bekam sehr brutale Taten, eine sehr feinfühlige und sensible Handlung, die sich ihren Weg zu ihren eigenen Monstern freikämpft, um sie letztendlich zu bekämpfen. Monster sind nicht immer sichtbar. Manchmal stärken sie uns und manchmal schwächen sie uns. Das ist mit viel Schmerz, Verzweiflung und Wut verbunden und bei Gott, ich hab an Patricias Seite gekämpft. Für sie, um sie. Es ist manisch, voller Hürden und Wagnisse. Es giert nach dem, was du bist. Es zerbricht dich äußerlich und innerlich, bist du nur noch ein blasser Abklatsch von dir selbst bist. Aber genau das, tut auch das Leben in dieser Zeit an diesem Ort dir an. Denn hier geht es nicht nur um das Monster, das wir sehen. Hier geht es um so viel mehr. Eine Story, die mich nach einer kleinen Durststrecke absolut begeistert hat, auch wenn ich mir noch mehr Erklärungen gewünscht hätte. Denn teilweise ist es sehr skurril, abgedreht und von schwarzem Humor begleitet. Mich konnte es absolut fesseln und mitreißen. Fazit: Grady Hendrix hat mit “Southern Gothic ” eine sehr düstere und schwere Story verfasst, die aufgrund der Thematik und deren Umsetzung nicht jedem liegt. Mich hat es nach einer kleinen Durststrecke absolut gefesselt und begeistert. Was vielleicht auch daran liegt, dass es skurril, abgedreht und von schwarzem Humor begleitet war. Doch daneben geht es nicht um die Monster, die wir sehen, sondern diese, die uns verborgen bleiben. Keine Story die mit großartigen Twists punktet, die aber mit gesellschaftskritischen Themen aufwartet, die definitiv für Zunder im Getriebe sorgen. Definitiv lesenswert.
3.75⭐️ Usually I would have given this book a 4⭐️ rating, but considering the title it’s a little misleading, as the part of slaying the vampire is about one to three chapters, maximum. It’s less of an actual guide implemented in the story, but rather a whole lot of b-rolls. To me it felt like the main aspect of the story was wrapped into approximately the last 100 pages, maybe 125/150 if I’m generous. I enjoyed the book nonetheless.
🩸 🔪 📖
Oh mein Gott!!!! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll . Es war ein Genuss ! Der Schreibstil ist absolut, atemberaubend. Man kommt extrem flüssig durch man bleibt nirgendwo hängen einfach wundervoll . Ich will gar nicht so viel erzählen, sonst würde ich wahrscheinlich zu viel Spoilern . Aber was ich sagen kann . Es gibt in diesem Buch Intrigen Liebe, Hass, Humor, Loyalität, Horror verlangen, Tod und noch so viel mehr . Ich hab das Buch förmlich inhaliert . Leute ehrlich , die Geschichte baut sich toll auf und ständig passiert irgendwas wo du denkst „wie bitte?“ „was?“ Und du wirklich ins schwitzen gerätst, weil es wirklich aufregend an vielen Stellen ist . Ich empfehle dieses Buch wärmstens weiter . Hier werden ein paar Hausfrauen auf jeden Fall blutig und erhobenen Hauptes aus der Geschichte rausgehen. Genießt jede Seite es ist wirklich toll !























































