Serotonin
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Description
Book Information
Author Description
MICHEL HOUELLEBECQ, 1958 geboren, gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Seine Bücher werden in über vierzig Ländern veröffentlicht. Für den Roman ›Karte und Gebiet‹ (2011) erhielt er den Prix Goncourt. Zuletzt erschien sein Roman ›Vernichten‹ (2022).
Posts
4.5 ⭐️; ich konnte gut in die Geschichte abtauchen und mich in der Gedankenwelt von Autor und Protagonist bewegen. Dort war es meistens sehr „interessant“…. manche Passagen fanden ich sexistisch, anderen konnte ich im Kern ab und zu nicht ganz folgen. Für mich jedoch ein intensives Werk, dessen Sprache überzeugt und dessen Ende einen guten Abschluss liefert.
Eines der krassesten Bücher, die ich je gelesen habe
Das Buch beschreibt das Leben eines Mannes aus der Ich-Perspektive in einer sehr erschreckend ehrlichen Weise, die mich teilweise wirklich schockiert und abgeschreckt hat. Die Art und Weise wie die Geschichte sich im Detail mit den Auswirkungen von Depression und Antidepressivas auseinandersetzt, ist spannend zu lesen, aber manche Szenen waren zumindest für mich nicht einfach.

Ein typischer Houellebecq, provokant, verstörend, gnadenlos ehrlich, man liebt oder hasst ihn. Ich gehöre definitiv zu ersterem. Eines Tages bricht der 46-jährige Protagonist aus seinem bisherigen Leben aus, kündigt Job und Wohnung und lässt seine ihm verhasste Partnerin zurück. Fortan lebt er im gefühlt einzigen Hotel in Paris das Raucherzimmer anbietet. Er fängt an ein libidotötendes Antidepressiva zu nehmen und denkt über verflossene Liebschaften nach. Ein Roman der nur so strotzt vor Gesellschaftskritik, definitiv zuviel des guten für viele. Dennoch rüttelt genau diese provokante Art, die Houellebecq wie kein anderer beherrscht, auf und lässt einem nachdenklich und voller Zweifel zurück.
Ich mag seinen Sprach- und Schreibstil, kann allerdings auch nicht mit allen Szenen im Buch wirklich etwas anfangen bzw. hätte sie so nicht lesen müssen. Und ja, Sex und dazugehörige Fantasien gehören, wie in all seinen Büchern, immer dazu..... Für mich war es gesamt betrachtet definitiv schwächer als Unterwerfung.
Ich lege selten Bücher zur Seite wenn ich sie nicht fertig gelesen habe. Dieses hier ist aber eines davon. Ich war ehrlich gesagt wirklich gespannt endlich etwas von houellebecq zu lesen, war er doch durchaus des öfteren in den Medien vertreten. Ich weiß nicht was ich mir von dem Buch erwartet habe, aber ich wurde enttäuscht. Bevor jetzt gesagt werden kann ich hätte dem Buch ja keine Chance gegeben: ich habe 20% des Buches gelesen. Warum komme ich zu einem Stern? Nicht wegen dem Schreibstil, das ist es nicht, der ist wirklich gut, es liest sich angenehm, ist nicht zu kompliziert geschrieben. Aber: ich habe noch nie in meinem Leben eine solch ekelhafte Häufung von Misogynie, Klassismus und Homophobie gesehen. Das ist keine Kunst mehr, das ist einfach nur eine Auslebung von Hass auf andere eines alten verbitterten weißen Mannes. Ist mir egal für was für Preise er nominiert wurde, das geht einfach nicht. Alleine wie der Protagonist sich darüber lustig macht, dass "[...] gewisse Feministinnen [...]" Den Straftatbestand des Femizides in das Strafgesetzbuch haben wollen und den Begriff dann mit Insektizid vergleicht ist an widerwärtigkeit schwer zu überbieten. Hat dieser Mensch nicht mitbekommen was in den letzten Jahrzehnten passiert ist? Was Frauen immer noch angetan wird? Vermutlich nicht, er ist ja anscheinend einer dieser Menschen deren reaktionäres Weltbild so etwas zumindest nicht verhindert. So etwas gehört ins letzte Jahrhundert, aber nicht ins 21. Das geht gar nicht. Kunstfreiheit schön und gut, aber das ist einfach nur ein Manifest des Hasses auf Frauen und Minderheiten. Ehrlich gesagt hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl mich mit dem Protagonisten identifizieren zu können, seine Depressionen waren mir vollkommen egal. Absolut keine Empfehlung von mir, schreckliches Buch.
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MICHEL HOUELLEBECQ, 1958 geboren, gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Seine Bücher werden in über vierzig Ländern veröffentlicht. Für den Roman ›Karte und Gebiet‹ (2011) erhielt er den Prix Goncourt. Zuletzt erschien sein Roman ›Vernichten‹ (2022).
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4.5 ⭐️; ich konnte gut in die Geschichte abtauchen und mich in der Gedankenwelt von Autor und Protagonist bewegen. Dort war es meistens sehr „interessant“…. manche Passagen fanden ich sexistisch, anderen konnte ich im Kern ab und zu nicht ganz folgen. Für mich jedoch ein intensives Werk, dessen Sprache überzeugt und dessen Ende einen guten Abschluss liefert.
Eines der krassesten Bücher, die ich je gelesen habe
Das Buch beschreibt das Leben eines Mannes aus der Ich-Perspektive in einer sehr erschreckend ehrlichen Weise, die mich teilweise wirklich schockiert und abgeschreckt hat. Die Art und Weise wie die Geschichte sich im Detail mit den Auswirkungen von Depression und Antidepressivas auseinandersetzt, ist spannend zu lesen, aber manche Szenen waren zumindest für mich nicht einfach.

Ein typischer Houellebecq, provokant, verstörend, gnadenlos ehrlich, man liebt oder hasst ihn. Ich gehöre definitiv zu ersterem. Eines Tages bricht der 46-jährige Protagonist aus seinem bisherigen Leben aus, kündigt Job und Wohnung und lässt seine ihm verhasste Partnerin zurück. Fortan lebt er im gefühlt einzigen Hotel in Paris das Raucherzimmer anbietet. Er fängt an ein libidotötendes Antidepressiva zu nehmen und denkt über verflossene Liebschaften nach. Ein Roman der nur so strotzt vor Gesellschaftskritik, definitiv zuviel des guten für viele. Dennoch rüttelt genau diese provokante Art, die Houellebecq wie kein anderer beherrscht, auf und lässt einem nachdenklich und voller Zweifel zurück.
Ich mag seinen Sprach- und Schreibstil, kann allerdings auch nicht mit allen Szenen im Buch wirklich etwas anfangen bzw. hätte sie so nicht lesen müssen. Und ja, Sex und dazugehörige Fantasien gehören, wie in all seinen Büchern, immer dazu..... Für mich war es gesamt betrachtet definitiv schwächer als Unterwerfung.
Ich lege selten Bücher zur Seite wenn ich sie nicht fertig gelesen habe. Dieses hier ist aber eines davon. Ich war ehrlich gesagt wirklich gespannt endlich etwas von houellebecq zu lesen, war er doch durchaus des öfteren in den Medien vertreten. Ich weiß nicht was ich mir von dem Buch erwartet habe, aber ich wurde enttäuscht. Bevor jetzt gesagt werden kann ich hätte dem Buch ja keine Chance gegeben: ich habe 20% des Buches gelesen. Warum komme ich zu einem Stern? Nicht wegen dem Schreibstil, das ist es nicht, der ist wirklich gut, es liest sich angenehm, ist nicht zu kompliziert geschrieben. Aber: ich habe noch nie in meinem Leben eine solch ekelhafte Häufung von Misogynie, Klassismus und Homophobie gesehen. Das ist keine Kunst mehr, das ist einfach nur eine Auslebung von Hass auf andere eines alten verbitterten weißen Mannes. Ist mir egal für was für Preise er nominiert wurde, das geht einfach nicht. Alleine wie der Protagonist sich darüber lustig macht, dass "[...] gewisse Feministinnen [...]" Den Straftatbestand des Femizides in das Strafgesetzbuch haben wollen und den Begriff dann mit Insektizid vergleicht ist an widerwärtigkeit schwer zu überbieten. Hat dieser Mensch nicht mitbekommen was in den letzten Jahrzehnten passiert ist? Was Frauen immer noch angetan wird? Vermutlich nicht, er ist ja anscheinend einer dieser Menschen deren reaktionäres Weltbild so etwas zumindest nicht verhindert. So etwas gehört ins letzte Jahrhundert, aber nicht ins 21. Das geht gar nicht. Kunstfreiheit schön und gut, aber das ist einfach nur ein Manifest des Hasses auf Frauen und Minderheiten. Ehrlich gesagt hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl mich mit dem Protagonisten identifizieren zu können, seine Depressionen waren mir vollkommen egal. Absolut keine Empfehlung von mir, schreckliches Buch.



















