Die Möglichkeit einer Insel

Die Möglichkeit einer Insel

Paperback
3.829
Le Sens Du CombatLa Carte Et Le TerritoireUnterwerfungKritik

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Description

Nur archaisch lebende Wilde bleiben nach der Klimakatastrophe vom Menschengeschlecht übrig. Und auch der Neo-Mensch hat überlebt – geklont und unsterblich. Daniel24 ist ein Neo-Mensch der vierundzwanzigsten Generation, der auf seinen genetischen Prototyp Daniel1 zurückblickt. Dieser Daniel1 war ein Mensch unserer Gegenwart: Er war Komiker und zynisch-scharfer Beobachter einer Gesellschaft, die längst alle Tabus gebrochen hatte. Aber sein Leben mit der schönen Isabelle war ihm nicht genug … In ›Die Möglichkeit einer Insel‹ befreit sich Michel Houellebecq von der Gegenwart und liefert den radikalen Entwurf einer Zukunft, in der sich die Menschheit selbst erledigt hat.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Dystopias & Utopias
Format
Paperback
Pages
448
Price
17.50 €

Author Description

MICHEL HOUELLEBECQ, 1958 geboren, gehört zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart. Seine Bücher werden in über vierzig Ländern veröffentlicht. Für den Roman ›Karte und Gebiet‹ (2011) erhielt er den renommierten Prix Goncourt. Sein Roman ›Unterwerfung‹ (2015) stand wochenlang auf den Bestsellerlisten und wurde mit großem Erfolg für die Theaterbühne adaptiert und verfilmt. Zuletzt erschien der Roman ›Vernichten‹ (2022).

Posts

4
All
5

Stark durchdachte Story

Ich muss sagen, ich bin von diesem Buch mehr als nur begeistert. Natürlich spielt dabei auch mein Geschmack für Dystopien eine Rolle, aber nichtsdestotrotz finde ich den Aufbau der Geschichte äußerst geschickt. Wir erleben einen Protagonisten in unserer heutigen Welt, der – abgesehen davon, dass er ein erfolgreicher und wohlhabender Komiker ist – im Grunde ein Leben führt wie viele andere auch. Bei ihm dreht sich vieles um eine Midlife-Crisis, die Frage nach dem Sinn des Lebens, eine gewisse Depressivität, aber auch der Drang, irgendwo dazuzugehören. Schließlich gerät er in eine Sekte, die durch Klonen eine Art Ewigkeit verspricht. Die andere Erzählebene zeigt genau diese sogenannte Unsterblichkeit: Klone, die die Erinnerungen des Originals immer wieder eingepflanzt bekommen, dessen Memoiren lesen und versuchen zu verstehen, wie die Menschheit einst war. Diese Klone sind weitgehend emotionslos. Sie haben nicht die menschlichen Bedürfnisse, wie wir sie kennen, sondern wirken fast roboterartig. Und dennoch gibt es immer wieder Ausreißer – Klone, deren Neugier zu groß ist. Sie wollen wissen, wie es sich anfühlt, ein echter Mensch zu sein: zu lieben, zu weinen, zu lachen, Emotionen zu empfinden. So schwer die Last von Gefühlen auch sein kann, sind sie doch das Wertvollste, was wir haben – und das, was uns letztendlich zu dem macht, was wir sind. Die Botschaft dieses Buches ist eindringlich und wunderbar umgesetzt. Wer nicht nur Fan von dystopischen Romanen ist, sondern sich auch für Philosophie interessiert, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

4

Der Roman hält, was der Klappentext verspricht. Wer den Schriftsteller kennt, wird nicht enttäuscht bzw. Weiß auf welche Achterbahnfahrt er sich einlässt.

2

Interessant nach 15 Jahren wieder Houellebecq zu lesen. Damals selbst tief im Sturm und Drang und Weltschmerz, war er eine kleine Erleuchtung und man war seelig zu wissen: Es gibt noch fertigere Typen als einen selbst. Heute aber ist der Lack ab und durchschaut sein immer gleiches Spiel: Die Welt ist also verrucht und scheisse, so weit so gut. Früher war alles besser. Die geilen jungen Hasen die man selbst nie abgekriegt hat und abkriegt, Vögeln grundsätzlich nur in Rudeln und Koksen währenddessen. Andererseits tun sie bei bei einem Partner auf verliebt, vögeln aber quer was das Zeug hält. Alle, wohlgemerkt. Houellebecq, der alte Spießer zeigt dem geneigten Leser nun auf, wie schlecht und mies die Menschen und überhaupt alles ist. Es hat auch alles keinen Sinn mehr, weil alles eben so hoffungslos im Arsch ist. Houellebecq verarbeitet seine eigene Depression in seinen Büchern, so wie Trier im Film. Nur schaut man bei Trier tatsächlich in die Hölle, bei Houellebecq dahingegen in die Welt des resignierten Endvierzigers und Misanthropen mit Fahne und Mundgeruch, mehr nicht.

2

I have read over 3000 pages of Houellebecq...which means I’ve spent over 100 hours inside this man’s head. There are very few authors whose oeuvre has had a similar impact on my way of thinking about myself, society, and modern communal life as Michel Houellebecq. And with [b: The Possibility of an Island|263985|The Possibility of an Island|Michel Houellebecq|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1388609079l/263985._SY75_.jpg|1169822], Houellebecq had the desire to take the concepts he rushed out in the epilogue of [b: Atomised|58371|Atomised|Michel Houellebecq|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1363585846l/58371._SY75_.jpg|2595873] and develop his transhuman science-fiction ideas further. Okay, why not?! So why the fuck am I forced to slog through over another 200 pages of ramblings about his depraved sexual desires and frustrations that serve absolutely zero narrative or characterization purpose?! Did this book even have an editor? If it did, they must have been lying in a Swiss hospice with ALS and a deep repulsion for the delete key. So the story is split between Daniel and Neo-Daniel. Daniel is supposed to be a rich, successful comedian, but is actually in no way different from any other stereotypical Houellebecq-incel-character. Those past characters were disgusting, yes, but at least they were internally coherent. He is just a sexist for no reason. And the sidecharacters… they are not even dimensional, there are just characterless McGuffins with a Name attached to them. Without any real explanation or buildup, Daniel simply ends up in a New Age cult that believes in an alien, where the intrusive cult leader is (who would have guessed) surrounded by naked young girls. I get it the cult is a magnifying glass for what our western consumer society strives for: eternal youth, unlimited sex, and the abolition of suffering. Because the cult's scientists working on genetic engineering to achieve the neo-human: emotionless clones who achieve immortality through serial reincarnation. Unable to inherit memories, they just read their human prototype's “life story” like an external hard drive to comprehend long-lost emotions, ultimately ending up in complete apathy and being free of any needs, pain, and... of course sexual desire. Nihilism. Isolation. Brave New World. Bla bla bla. Ultimately, the book is just a conceptual miscarriage. An anencephaly: a severely undeveloped, brainless lump of an idea that maybe could have worked as a short story in a sci-fi forum.

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