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Ein "ruhiger" winterlicher Krimi, der psychologisch spannend ist ohne zu nervenaufreibend zu sein. Inhalt: Nach 10 Jahren treffen sich kurz vor Silvester Cara und ihre 5 besten Freunde auf der irischen Felseninsel Inishmore wieder. Hier sind sie aufgewachsen und waren unzertrennlich, bis eine Tragödie die Clique auseinander gerissen hat. Nun wollen sie gemeinsam den 10. Todestag "feiern". Kaum hat das Treffen begonnen, als ein Schneesturm die Insel komplett von der Außenwelt abschneidet. Cara, die als Inselpolizistin arbeitet, erhält kurz darauf die Nachricht von einem Leichenfund und beginnt zu ermitteln, da Hilfe frühestens in 3 Tagen erwartet wird (nach Abflauen des Schneesturmes). Alle sitzen in der Falle, niemand weiß, wem man noch trauen kann, denn eines ist gewiss: der Mörder/die Mörderin ist noch immer auf der Insel... Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich: von angenehm bis unsympathisch ist alles dabei. Das hat zusätzliche Spannung aufgebaut. Cara, als Hauptprotagonistin, ist am greifbarsten, die anderen Personen bleiben eher blass und oberflächlich, aber ich glaube, das war gewollt, da man die Charaktere dadurch nicht so gut einschätzen konnte. Cara erfährt während ihrer Ermittlungen gut gehütete Geheimnisse über jeden ihrer Freunde und muss feststellen, das sie sie wohl doch nicht so gut kannte, wie sie dachte. Dadurch ändert sich auch immer wieder die Gruppendynamik. Jeder von ihnen rückt mal in den Fokus und scheint verdächtig; es war spannend selbst mitzuraten, wer ein falsches Spiel spielte und warum. Ich tappte fast bis zum Schluss im Dunkeln; ich hatte zwar ein paar Theorien, aber richtig sicher war ich mir nicht. Am Ende wurde dann alles schlüssig und umfassend aufgeklärt, ganz so, wie ich es mag. Und die letzten Sätze haben mir dann noch abschließend eine Gänsehaut beschert. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend. Die kurzen Kapitel lassen einen schnell voran kommen. Schade fand ich, das es einige Logikfehler gab, die das Geschehene nicht rund machten. Die Beschreibungen der Insel, der rauen Natur, der Abgeschiedenheit und des Schneesturmes waren sehr bildlich und schufen eine beklemmende Atmosphäre. Das Setting wurde noch authentischer, als man im Nachwort erfuhr, das alle Locations wirklich existieren. Fazit: Ich habe mehr Nervenkitzel und Psychodrama erwartet. Für zwischendurch ist das Buch aber durchaus lesenswert. 4/5⭐️
Dec 6, 2025
Ein "ruhiger" winterlicher Krimi, der psychologisch spannend ist ohne zu nervenaufreibend zu sein. Inhalt: Nach 10 Jahren treffen sich kurz vor Silvester Cara und ihre 5 besten Freunde auf der irischen Felseninsel Inishmore wieder. Hier sind sie aufgewachsen und waren unzertrennlich, bis eine Tragödie die Clique auseinander gerissen hat. Nun wollen sie gemeinsam den 10. Todestag "feiern". Kaum hat das Treffen begonnen, als ein Schneesturm die Insel komplett von der Außenwelt abschneidet. Cara, die als Inselpolizistin arbeitet, erhält kurz darauf die Nachricht von einem Leichenfund und beginnt zu ermitteln, da Hilfe frühestens in 3 Tagen erwartet wird (nach Abflauen des Schneesturmes). Alle sitzen in der Falle, niemand weiß, wem man noch trauen kann, denn eines ist gewiss: der Mörder/die Mörderin ist noch immer auf der Insel... Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich: von angenehm bis unsympathisch ist alles dabei. Das hat zusätzliche Spannung aufgebaut. Cara, als Hauptprotagonistin, ist am greifbarsten, die anderen Personen bleiben eher blass und oberflächlich, aber ich glaube, das war gewollt, da man die Charaktere dadurch nicht so gut einschätzen konnte. Cara erfährt während ihrer Ermittlungen gut gehütete Geheimnisse über jeden ihrer Freunde und muss feststellen, das sie sie wohl doch nicht so gut kannte, wie sie dachte. Dadurch ändert sich auch immer wieder die Gruppendynamik. Jeder von ihnen rückt mal in den Fokus und scheint verdächtig; es war spannend selbst mitzuraten, wer ein falsches Spiel spielte und warum. Ich tappte fast bis zum Schluss im Dunkeln; ich hatte zwar ein paar Theorien, aber richtig sicher war ich mir nicht. Am Ende wurde dann alles schlüssig und umfassend aufgeklärt, ganz so, wie ich es mag. Und die letzten Sätze haben mir dann noch abschließend eine Gänsehaut beschert. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend. Die kurzen Kapitel lassen einen schnell voran kommen. Schade fand ich, das es einige Logikfehler gab, die das Geschehene nicht rund machten. Die Beschreibungen der Insel, der rauen Natur, der Abgeschiedenheit und des Schneesturmes waren sehr bildlich und schufen eine beklemmende Atmosphäre. Das Setting wurde noch authentischer, als man im Nachwort erfuhr, das alle Locations wirklich existieren. Fazit: Ich habe mehr Nervenkitzel und Psychodrama erwartet. Für zwischendurch ist das Buch aber durchaus lesenswert. 4/5⭐️
Dec 6, 2025







