Restsommer
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Description
Der Sommer 2003 in der niedersächsischen Kleinstadt beginnt wie immer: Freibad, Bandproben, die Leichen in Papas Keller. Dominik ist der Sohn des Bestatters und soll den Familienbetrieb in naher Zukunft von seinem alleinerziehenden Vater übernehmen. Bislang sprach nichts dagegen, denn Domi ist erstaunlich routiniert im Umgang mit Trauernden und weiß mehr über Tod und Verlust als die meisten Erwachsenen. Worüber er allerdings wenig weiß, ist das Leben selbst. Das ändert sich, als kurz vor den großen Ferien ein Neuer in seiner Klasse auftaucht: Biff ist unangepasst, lässig, impulsiv. Gegen seinen Willen fühlt Domi sich von dessen scheinbar endlosem Hunger auf das Leben angezogen, und so entsteht im Laufe dieses heißen, flirrenden Sommers zwischen den beiden etwas Größeres, etwas, das in seiner Intensität alles andere, Freunde, Familie, Zukunft, an den Rand drängt.
»Kea von Garnier ist eine sehr feinfühlige Erzählerin und beschäftigt sich hier gekonnt mit dem Erwachsenwerden, der Suche nach der eigenen Identität und der ersten großen Liebe - berührend, aber auch humorvoll. Für Fans der Bücher von Caroline Wahl und Christian Huber und für alle, die gerne Coming of Age-Romane lesen.« WDR2 Lesen
»Kea von Garnier schreibt vom Erwachsenwerden in der Kleinstadt und von der ersten großen Liebe zweier Jungs: maximal zärtlich, humorvoll und so nah, dass man jede Berührung spürt.« Johannes Bullinger (@queerinliterature)
Book Information
Author Description
Kea von Garnier ist Autorin und Schreibmentorin und teilt auf Social Media ihre Gedanken zu mentaler Gesundheit, Feminismus und Konsumkritik. Sie lebt in Königstein im Taunus und in Hildesheim, wo sie Literarisches Schreiben studiert. 2020 erschien ihr erzählendes Sachbuch »Die Vögel singen auch bei Regen« bei Eden Books. »Restsommer« ist ihr Romandebüt.Instagram: @keavongarnier.
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Gestern beendet - und danach einfach noch im Bett gelegen und an Domi und Biff gedacht. 🥹 Mit 'Restsommer' hat Kea von Garnier einen unglaublich schönen Coming-of-Age-Roman geschaffen. Dominik führt ein ganz 'normales' Teenagerleben: Er lebt recht dörflich, Schule, Freunde treffen, Bandproben und nebenbei hilft er seinem Vater im Bestattungsinstitut - und irgendwie scheint damit auch sein weiterer Lebensweg schon vorgezeichnet zu sein. Doch dann taucht Benjamin, genannt Biff, aus dem großen Berlin in Domis Clique auf und plötzlich öffnen sich ganz neue Sehnsüchte, Wünsche und Möglichkeiten. Die Autorin hat den Vibe dieses Alters und dieser Zeit einfach perfekt eingefangen und sich so authentisch in die Perspektive der Jungs hineinversetzt. Alles fühlt sich unglaublich natürlich und echt an - beim Lesen war ich sofort wieder ein Stück jünger. Der Schreibstil ist locker, leicht und wunderbar flüssig; man fliegt nur so durch die Seiten. Und die Figuren? So toll gezeichnet, dass ich wirklich alle ins Herz geschlossen habe - außer vielleicht Biffs Vater. 🤬 Diese zarte queere Lovestory hat mich komplett abgeholt. Domi und Biff sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich das Buch nur sehr widerwillig zugeschlagen habe. Für alle Fans von Coming-of-Age Geschichten: absolute Herzens-Empfehlung. 🩵 Ihr werdet 'Restsommer' lieben.

Perfekt für den Sommer
„Rest Sommer“ hat mich wirklich überrascht, denn Freibad, heißen Sommertagen und diesem typischen Kleinstadtgefühl steckt hier so viel mehr als nur eine Coming-of-Age-Geschichte. 🌊☀️ Die Atmosphäre des Sommers 2003 wurde unglaublich intensiv eingefangen, dieses Gefühl von Freiheit, ersten großen Gefühlen und gleichzeitig dieser leisen Melancholie. Besonders die Dynamik zwischen Domi und Biff hat mich total berührt. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, und trotzdem entsteht zwischen ihnen etwas so Echtes und Intensives, dass man die Seiten kaum aus der Hand legen möchte. Kea von Garnier schreibt unglaublich feinfühlig und emotional, ohne dabei kitschig zu werden. Vor allem die Themen Verlust, Erwachsenwerden und die Frage, wie man eigentlich wirklich lebt, haben mich beim Lesen sehr bewegt. Manche Szenen fühlen sich an wie warme Sommerabende, schön, leicht und gleichzeitig voller Sehnsucht. Ein stilles, tiefgehendes und unglaublich atmosphärisches Buch, das noch lange nachhallt. Für mich definitiv ein besonderes Sommerhighlight.
Ein Sommer voller Möglichkeiten
Dominik wächst in einer Kleinstadt auf, in der Lebensläufe gefühlt schon beim Dorffest im Kindergarten verteilt werden: Sein Vater hat das Bestattungsinstitut, klar also, dass Dominik das irgendwann übernimmt. Blöd nur, dass Dominik sich da selbst nicht ganz so sicher ist. Als dann Benjamin aus Berlin ins Dorf zieht, bringt er nicht nur Großstadt-Vibes mit, sondern wirbelt auch Dominiks ziemlich festgefahrene Zukunftsvorstellungen ordentlich durcheinander. Plötzlich steht er zwischen Pflichtgefühl, Gewohnheit und der leisen (oder auch mal ziemlich lauten) Frage: Geht da nicht noch mehr? Was dieses Buch wirklich kann: Sommer spürbar machen. Und zwar nicht nur den fröhlich frischen Freibad Sommer, sondern diesen leicht klebrigen, trägen, alles-ist-ein-bisschen-zu-viel-Sommer, in dem Gefühle schneller hochkochen als einem lieb ist. Die Atmosphäre ist richtig stark, fast schon zum Anfassen, und die Emotionen sind so fein beschrieben, dass man sich öfter mal selbst ein bisschen ertappt fühlt. Der Schreibstil ist angenehm leicht, ohne banal zu sein, man fliegt ziemlich mühelos durch die Seiten und nimmt dabei trotzdem eine Menge Gefühl mit. Klar, die Handlung ist eher ruhig und an manchen Stellen kann man schon ahnen, wohin die Reise geht. Aber ehrlich: Das stört hier überhaupt nicht. „Restsommer“ lebt nicht von großen Twists, sondern von Momenten, Stimmungen und diesem sehr echten Gefühl, irgendwo zwischen „Ich bleib hier“ und „Ich muss hier weg“ festzustecken. Unterm Strich: ein richtig schöner Coming-of-Age-Roman, der sich liest wie ein langer, warmer Sommerabend – ein bisschen träge, ein bisschen wehmütig, aber ziemlich genau deshalb so gut.
Wow...
was für ein Buch!!! Es geht in erster Linie um Dominik, der sich mit allem was das Erwachsen werden so mit sich bringt auseinander setzen muss ....Getrennte Eltern, Schwierigkeiten in der Schule, die erste Liebe...klingt sehr klischeehaft und wurde ja schon hundert mal erzählt...doch dieses Buch ist anders. Es trifft einen Mitten im Herz seines 16jährigen ichs. Tolle Charaktere die mit Tiefgang und viel Liebe gezeichnet wurden schafften es von Anfang an eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Vielleicht weil fast jeder in diesem Alter ähnliches auf eine gewisse Art und Weise erlebt hat und sich definitiv mit den gleichen Fragen beschäftigt hat...wer bin ich und wo will ich hin. Ich habe auch die eine oder andere Träne verdrückt, weil es mich einfach zwischendrin sehr berührt hat. Fazit: ein wunderbarer Roman der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird ❤️
Restsommer war für mich so ein richtig schöner, leicht melancholischer Sommerroman. Ich war super schnell drin und hab mich total verbunden mit den Figuren gefühlt. Alles war so bildlich beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre selbst mit dabei. Diese Sommerstimmung, ein bisschen leicht, ein bisschen traurig, kam richtig gut rüber. Auch emotional hat mich das Buch erreicht, ohne dabei übertrieben zu sein. Und trotzdem… hat mir am Ende irgendwie etwas gefehlt, ich kann gar nicht sagen was. Trotzdem ein schönes Coming-of-Age-Buch, das ein bisschen weh tut.
Ein Highlight
Wie soll ich Euch nur von diesem Buch erzählen? Wie? Wie soll ich all meine Gefühle in Worte fassen? Ich glaube, es gibt gar nicht so viele Beschreibungen für das, was ich gerade fühle. Das Buch habe ich gerade beendet und ich musste mich sofort an den Laptop setzen. Ich möchte Euch doch kochend heiß und nicht lau warm von dieser Geschichte, dieser wunderbaren Geschichte berichten. Und nun sitze ich hier und weiss einfach nicht, wo ich beginnen soll. Dominik ist süße 16 Jahre, aber eigentlich ist seine Zukunft schon fest beschlossen: er soll den Bestattungsbetrieb seines Vaters übernehmen und in der Niedersächsischen Kleinstadt bleiben. Doch ist es auch das, was Dominik möchte? Schon länger weiß er nicht so recht, ob er sich in der Rolle des Bestatters sieht. Ob er in der „Provinz“ bleiben möchte. Und als dann noch der neue Junge, Biff, in die Stadt kommt, wird Dominiks Leben komplett auf den Kopf gestellt. Mein erstes Gefühl nach dem Lesen war: ich möchte nicht raus aus dieser Geschichte. Warum ist das Buch schon zu Ende? Ich möchte sofort zurück! Denn das war so: erste Seite aufgeschlagen, einmal kurz von der Geschichte inhaliert und nicht wieder ausgespuckt. Ich hänge noch irgendwo zwischen den Seiten. Und ich möchte da nicht weg. Dominik war so ein wunderbarer Protagonist. Und Biff? Ach Biff! Und die restlichen Jungs habe ich auch ins Herz geschlossen. Aber Dominik und Biff, die zwei die trage ich für immer in meinem Herzen. Zwei Jungs auf der Suche nach Freiheit, danach verstanden zu werden, auf der Suche nach sich selbst und einem Platz im Leben. Wir alle waren mal Teenager. Wir kennen es, wie es ist sich verloren zu fühlen. Vielleicht nicht zu wissen, wohin man möchte. Vielleicht konnte ich die zwei Jungs deshalb so gut verstehen, denn auch ich hatte so meine Momente in meinen Teenager Jahren. Aber vor allem konnte ich sie so gut greifen, weil Kea von Garnier diese Jungs einfach so wunderbar geschrieben hat. Weil sie sie fühlend und mitfühlend, stark und schwach geschrieben hat. Da lasten Erwartungen auf Dominik und auch auf Biff, für die sie noch viel zu jung sind. Und da sind die Ängste in ihnen, ihre Eltern enttäuschen zu können. Sie stecken zurück, dabei hat gerade auch Dominik den Drang etwas neues zu erleben. Nach Berlin zu gehen, verloren zu gehen in einer Großstadt. Raus aus dem Kaff, sich ausprobieren. Wir erleben hier zwei Jungs, beide ganz unterschiedlich und doch sind sie sich so ähnlich. Wir baden mit ihnen in diesem heißen Sommer im See, drücken mit ihnen die Schulbank und statten dem Bestattungsinstitut mehrfach Besuche ab. Und dazwischen stecken so viele Emotionen. Da gibt es so viele unausgesprochene Gefühle, Erwartungen, Hoffnungen. Doch da gibt es auch Momente von Freiheit, vom losgelöst sein, einfach vom Leben. Ein ganz wunderbares Buch mit unheimlich viel Tiefe, mit ganz viel Emotion und mit zwei so unendlich wunderbaren Protagonisten, dass ich jetzt schon Heimweh nach ihnen habe. Ein Coming-of-Age Roman, der unheimlich ernste Themen bespricht. Der sich aber auch einfach richtig gut anfühlt und den ich für immer ganz fest in meinem Herzen trage. Ein Highlight!

„Manchmal braucht es Mut, einfach man selbst zu sein.“
Ein queerer Roman der sich auch mit dem Thema eines Comming-Outs in einer Kleinstadt befasst und die möglichen Folgen ebenfalls benennt: die Angst vor Ablehnung, Ausgrenzung und den möglichen Verlust von Familie und Freunden zb. Die Auswirkungen auf das künftige Leben werden beleuchtet und nicht nur ein positiver Vibe gestreut. Mir hat dieser Coming of Age und Coming Out Roman gerade deshalb sehr gut gefallen und daher vergebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung!!
⭐️⭐️⭐️
Eigentlich fand ich die Topics (Patriarchat, Homosexualität, Familie, Trennung, Tod) und auch die Erkentniss, dass man über Gefühle spreche soll klasse. Die Story im Gesamten fand ich auch gut. Allerdings haben mich die Geschehnisse nicht in den Bann gezogen und es waren nur ca. 150 Seiten (im Mittelteil) wirklich interessant. Vor allem die Einleitung war mir zu lang und das Ende zu abrupt und mit vielen Fragen.
Restsommer - Kea von Garnier Der 16 jährige Dominik lebt in einer niedersächsischen Kleinstadt und arbeitet ganz selbstverständlich im Bestattungsunternehmen seines Vaters mit. Tod, Trauer und Verlust gehören für ihn längst zum Alltag. Doch während alle um ihn herum scheinbar schon wissen, wie sein Leben einmal aussehen soll, spürt Dominik immer stärker dass ihm die Luft zum Atmen fehlt. Dann taucht plötzlich Biff in seiner Klasse auf. Laut, unangepasst, impulsiv und voller Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich in diesem heißen Sommer 2003 eine intensive Verbindung, die Dominiks ganze kleine Welt ins Wanken bringt. ✨ Dieses Buch hat bei mir so viele Gefühle ausgelöst. Die Nostalgie war greifbar. Videotheken, Freibadtage, Bandproben, Schulstress und diese riesengroßen Fragen, die man mit 16 plötzlich mit sich herumträgt. Ich war im gleichen Alter 2003 🥹 Wer will ich sein? Was mache ich aus meinem Leben? Und warum fühlt sich alles gleichzeitig nach Freiheit und Überforderung an? Der Schreibstil ist bildlich, weich und melancholisch. Man spürt die flirrende Sommerhitze und erlebt Dominik und Biff so nah, als würde man selbst mitten in diesem Sommer stehen, der alles verändert. Besonders berührt hat mich Dominiks innerer Konflikt zwischen den Erwartungen seines Vaters und dem Wunsch, endlich seinen eigenen Weg zu gehen. Gleichzeitig fand ich es traurig, wie wenig Halt ihm seine Eltern eigentlich geben. Er ist erst 16 und oft wirkt es, als müsste er viel zu früh allein klarkommen, was sich auch in seinen Gedanken niederschlägt. Auch Biffs Geschichte geht unter die Haut. Hinter seiner rebellischen Art steckt so viel Wut, Einsamkeit und Schmerz. Der Einstieg war für mich zwar etwas zäh und manche Passagen hätten kürzer sein können, aber insgesamt ist dieses Debüt unglaublich feinfühlig, authentisch und literarisch stark geschrieben. ☀️ Ein zartes, intensives und melancholisches Buch über erste Liebe, Selbstfindung und die Frage, ob man den Mut hat das eigene Leben selbst zu wählen.
So ein wunderschönes Buch!
Auf Restsommer bin ich wie so oft überhaupt erst über die Vorschau der möglichen Lesungen aufmerksam geworden. Aber der Klappentext dieses wundervollen Buches, als auch Keas Beschreibung haben mich absolut abgeholt. So war es schnell klar, dass wir eine Lesung veranstalten wollen, weil wir queere Belletristik einfach lieben. Der Einstieg in das Buch fing mir super leicht, da Kea uns Leser*Innen mit einem sehr gut zu lesenden Schreibstil abholt. Sofort erfahren wir das Setting und die Figuren: Domi, dessen Vater Inhaber eines Bestattungsinstituts in Schönacker ist. Anfangs war ich etwas skeptisch, ob das Thema Tod und Bestattungen für mich nicht zu schwer sind, aber das war am Ende dann nicht der Fall, sondern mir sind ganz andere Dinge wirklich nah gegangen. Es dauert nicht lange und wir lernen ebenfalls Biff kennen, einen modernen jungen Mann, der Domi Welt ordentlich auf den Kopf stellt. Es war für mich als Leser*In so schön in den Kopf dieser beiden jungen Männer zu tauchen, und mich gemeinsam mit ihnen ineinander zu verlieben. Dominik, unserer Erzähler, schwankt zwischen dem Gefühl seinem Papa alles recht zu machen, zu sich selbst zu finden und seinen Platz in der neuen Konstellation seiner Familie zu finden. Das sein Herz für Biff, dann im Laufe des Buches immer schneller schlägt, rundet die Geschichte perfekt ab. Kea von Garnie erzählt die Geschichte so zwar, so schön und ehrlich, dass ich am Ende wirklich sehr weinen musste. Einerseits, weil ich mich wirklich gepackt hat und ich traurig war, dass ich vorerst die Geschichte von Domi und Biff beendet musste. Diese beiden jungen Männer, haben einen kleinen Platz in meinem Herzen, weil sie sicherlich vielen Menschen zeigen können, dass Liebe unabhängig von einem Geschlecht sein kann. Das man sich seinen Eltern öffnen kann und diese auch junge Menschen mit ihrer Reaktion überraschen können. Fazit: Restsommer von Kea von Garnier ist ein wirklich sehr schöner Debütroman, der ganz ganz viel richtig macht. Kea hat eine sehr schöne Art zu schreiben und behält trotz all der Melancholie auch noch eine schöne Portion Humor inne. 🦩🦩🦩🦩🦩- für ein Buch, dass mich absolut überzeugt hat, auch wenn es sogar nicht meinem eigentlichen Leseverhalten angehört.

'Restsommer' lässt dich nochmal 16 sein. Beim Lesen begleiten wir Dominik im Sommer 2003. Seine Zukunft wirkt vorbestimmt, er soll in nicht allzu ferner Zukunft mal das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Als der neue Mitschüler Benjamin aka Biff in die Klasse kommt, wird Dominiks Welt auf den Kopf gestellt. Das Leben ist die Zeit zwischen zwei Unendlichkeiten. Was wichtig ist, ist wie wir die Zeit nutzen, die uns gegeben ist (danke, Gandalf), bevor wir nur noch ein lebloser Körper in einem Bestattungsinstitut wie dem von Dominiks Vater sind. 'Restsommer' macht unterbewusst einen Vorschlag: Liebe, Mut und Wahrheit machen das Leben lebenswert. Dem schließe ich mich gerne an. Im Verlauf der Handlung ent-wickelt sich Dominiks Persönlichkeit, die zu Beginn noch von lauter gesellschaftlichen Normen und elterlichen Erwartungen eingeengt ist. Was nüchtern einfach als eine Phase - Pubertät - des Erwachsenwerdens abgetan werden kann, ist in 'Restsommer' eine einfühlsame, authentische Geschichte über das, was junge Menschen in den Augenblicken des Älterwerdens erleben und was sie beschäftigt. Und vor allem jene, die sich plötzlich außerhalb von Normen wiederfinden, weil sie z.B. ihre Sexualität entdecken. Schulalltag, jugendliche Partys, abhauen von zuhause, unkonventioneller Alltag mit Leichen im Nebengebäude - der Schreibstil hat all diese Szenen so lebendig werden lassen, dass ich durchgehend Kopfkino hatte. (Ich hoffe, das Buch wird gut verfilmt.) Besonders schön an diesem Buch finde ich die Landschaftsbeschreibungen in Sommernächten, egal ob von einem Hochhausdach in Berlin oder auf dem niedersächsischen Dorf. Das hat natürlich was romantisierendes, aber hey - erstens werden wir auch in das Jahr 2003 zurückkatapultiert, als man noch 'Lose Yourself' auf dem MP3-Player gehört hat und man sich Klingeltöne per Bluetooth hin- und hergeschickt hat. Und zweitens tut es unter den aktuellen gesellschaftlichen Zuständen auch echt gut, sich in eine frühere Zeit hineinlesen zu können, in der alles irgendwie unbeschwerter gewirkt hat. Ich empfehle dieses Buch ab sofort als das perfekte Buch für sonnige Tage.
Ruhig und melancholisch
Ich durfte Restsommer als Rezensionsexemplar lesen. Vielen Dank dafür. Sommer. Für Jugendliche die schönste Zeit des Jahres. Das Leben genießen. Auch für Dominik. Doch er hilft viel seinem Vater. Er ist Bestatter. Und auch Dominik soll in seine Fußstapfen treten. Doch noch vor den Ferien kommt ein neuer in Dominiks Klasse. Benjamin -Biff- ist alles was Dominik nicht ist. Selbstbewusst, rebellisch und noch so viel mehr. Und doch fühlt sich Dominik zu ihm hingezogen. Doch eigentlich ist sein Leben doch schon grau durchgeplant. Dieser Roman hat mich wirklich geflasht. Eine absolut ruhige und melancholische Coming Of Age Geschichte, die Themen wie Homosexualität auf eine wirklich tolle und sehr bildhafte Darstellung darstellt. Wir durchleben die Höhen und Tiefen mit Dominik. Wie er zu sich selbst findet und auch die Ängste, die es immer wieder für ihn schwer machen. Hinzu kommen noch die sozialen Aspekte und der immense Druck. All das durchleben wir mit Dominik. Mit Biff erleben wir eher das andere Extrem. Er ist offen schwul und wird durch seinen Vater unterdrückt. Hier bitte die Triggerwarnungen beachten. Es wird heftig. Ich finde es von der Autorin hervorragend, dass sie beide Extreme herausgearbeitet hat. Auf der eine Seite die Person, die es für sich erst erkennen muss und viele von sich stößt, weil der Weg der Erkenntnis und Akzeptanz der schwerste ist und auf der anderen den offenen Typen, der aber unterdrückt wird von seiner Familie und der dadurch seelisch kaputt gemacht wird. Finde ich klasse. Ebenfalls sehr gut dargestellt ist die Tätigkeit eines Bestatters. Die Einblicke in die Arbeit sind hier auf sehr respektvolle Art gelöst. Es wird nichts verschönigt, aber es ist sehr gut beschrieben. Auch wenn es eigentlich nicht mein Hauptgenre ist, kann ich es nur wärmstens empfehlen. Ein Buch, dass durch seine ruhige und leise Art so viel mehr gibt als manch andere.
Was für ein bewegender Sommer
Dieses Buch ist alles, so voller echter Sommergefühle, Zartheit und Härte, und voll mit allem, was einen so bewegt, wenn man gerade erwachsen wird. Außerdem ist es vermutlich das einzige Buch, bei dem es um Männer geht und das ich wirklich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich habe mich keinen Moment gelangweilt und keinen Moment gefremdelt, ich habe diese Charaktere und ihre Beziehungen, ihr Ringen darum, sehr gefühlt. Die vielen schönen Metaphern und Beschreibungen transportieren außerdem so on point die Stimmung der frühen Zweitausender, dass man ganz nostalgisch werden kann, wenn man in der Zeit aufgewachsen ist. Lest dieses Buch!
Sanfter, mutiger & tiefgründiger queerer Jugendroman 📚
Ich folge Kea schon sehr lange und hatte mich extrem auf ihren ersten Roman gefreut! Daher war ich anfangs ein wenig traurig, als ich nicht so ganz mit der Story viben konnte.. als ich endlich mit den Charakteren warm wurde und der eher ruhigen Erzählweise, habe ich’s geliebt 🥹 ma merkt wie viel Herzblut in dieses Buch geflossen ist, wie wundervoll manche Zeilen verfasst wurden und wie poetisch es wirkt. In ihrem Roman treffen zwei Jungs aus unterschiedlichen Welten zusammen mit ähnlichen strugglen und Familienverhältnissen. Dominik soll unbedingt das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen und Biff scheint vielen seiner gleichaltrigen Mitschüler*innen Meilen weit voraus zu sein und ein Typ, vor dem man sich in Acht nehmen sollte. Ich mochte den vibe des Buches total gerne und auch die Zeit in der es spielt (glaube Ende der 90er?). Wer Lust auf einen ruhigen, aber auch tiefgründigen Roman hat, kann ich dieses Buch nur empfehlen 🥹 die Entwicklung zwischen Dominik und Biff wurde so feinfühlig und passend beschrieben, mit all den Höhen und Tiefen sowie Herausforderungen, wenn man sich zum ersten Mal verliebt und entdeckt, dass man als Junge auf andere Jungs steht. Wie soll die Zukunft aussehen? Welche beruflichen Wege möchte man gehen? Kann man seinem Vater sagen, dass man das Bestattungsinstitut nicht übernehmen möchte oder sich unsicher ist? Wie geht man mit einem Vater um, der seiner Vaterrolle nicht gerecht wird? Ich denke einige werden sich in diesem Roman wiederfinden können ❤️🩹 gegen Ende des Buches sind bei mir einige Tränchen geflossen! Kea ist es wunderbar gelungen, ihren Roman ,,rund“ abzuschließen 🥹

Manchmal kommt die größte Veränderung genau dann, wenn man glaubt, dass alles bleibt, wie es ist.
In „Restsommer“ bringt Kea von Garnier 2000er-Nostalgie aufs Dorf: Schönacker, Niedersachsen – viel Alltag, viel Gefühl von Stillstand. Im Zentrum steht Dominik, 16, Sohn eines alleinerziehenden Bestatters, aufgewachsen zwischen Särgen und Routinen. Sein Leben läuft – irgendwie. Schule, Zocken mit den Jungs, Zukunft verdrängen, weitermachen. Bis Biff auftaucht – selbstbewusst, schlagfertig, mühelos cool. Tag für Tag nimmt er mehr Raum in Dominiks Leben ein, und aus Dominiks diffusem Unbehagen wird eine klare Erkenntnis: Dieses Leben ist nicht seins. Da muss noch mehr sein. Stück für Stück weicht die Enge des Dorfes, als würde Biff einen Filter über Dominiks Welt legen und seine Beklemmung in Weite verwandeln. Der Stil? Direkt, ungefiltert, oft herrlich schwarz-humorig, subtil witzig und sprachlich nah an den Figuren – inklusive Entwicklung, genau wie bei ihnen selbst. Die Figuren wirken echt, kantig, sofort sympathisch. Divers, modern, extrem gut ausgearbeitet, aber nie aufgesetzt. Die Story bleibt in Bewegung – durch unvorhersehbare Ereignisse, durch Emotion, Dynamik und ehrliche Entwicklung. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin keine klaren Antworten auf die großen Fragen des Lebens gibt. So wirkt es, als würde sie die Würde ihrer Figuren wahren, die man – wie Menschen eben auch – nie zu 100 % kennt. In diesem Buch geht es um queere Liebe, Selbstfindung, familiäre Verantwortung und die Frage: Bleiben oder gehen? Was Biff und Domi sonst noch erleben, sind 400 Seiten Coming-of-Age auf höchstem Niveau – durchgehend überzeugend und so stark, dass viele andere Geschichten des Genres dagegen verblassen.

In 𝐑𝐞𝐬𝐭𝐬𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫 begleiten wir Dominik durch den letzten Sommer vor dem Erwachsenwerden. Eigentlich soll er später das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen – so wie dieser es damals ebenfalls getan hat. Doch je näher das Schulende rückt, desto größer werden seine Zweifel. Als mit Benedikt, genannt Biff, frischer Wind aus Berlin ins Dorf kommt, beginnt Dominik zu begreifen, dass das Leben vielleicht mehr bereithält als den vorgezeichneten Weg. Mit 16 sollte sich alles möglich anfühlen. Für Dominik tut es das nicht 😮💨. In seinem Umfeld gibt es klare Erwartungen, feste Rollen, kaum Spielraum. Und genau dieses Gefühl, zwischen Pflicht und eigenen Träumen festzustecken, wurde so ehrlich und greifbar beschrieben 👀. Doch mit Biff kommt eine ganz andere Perspektive ins Spiel: Großstadt, Möglichkeiten, Mut. Die beiden freunden sich an, verlieben sich... und ihre Beziehung ist einfach wundervoll 💖 Gesund, unterstützend, ehrlich. Nicht perfekt, aber echt 🫶🏻. Was mir besonders gefallen hat: Die Geschichte fühlt sich lebendig an! Man stolpert von einem Problem ins nächste, manchmal geht es bergab, und man denkt, schlimmer kann es kaum werden – und trotzdem wirkt nichts überladen oder dramatisch um der Dramatik willen. Es ist einfach menschlich. Und genau das hat die Autorin so feinfühlig umgesetzt 🥰 Restsommer ist einfach ein richtig schöner Coming-of-Age/Slice-of-Life-Roman 🙂↕️ Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen, habe mit den Figuren mitgefiebert und mich komplett in diesem Sommer verloren. Für mich definitiv ein richtig tolles Buch für warme Tage – und für alle, die Geschichten über Mut, erste Liebe und das Finden des eigenen Weges lieben 💛🫂

Dominik lebt mit seinem Vater zusammen, der ein Bestattungsinstitut betreibt. Vor einem Jahr ist Mama ausgezogen. Sie lebt jetzt mit einem anderen Mann zusammen. Dominiks Zukunft scheint vorbestimmt. Sein Vater möchte gern mit ihm zusammen in seinem Bestattungsinstitut arbeiten. Dominik hilft schon fleißig mit aber will er das wirklich? Als Biff neu in seine Klasse kommt, fahren seine Gefühle Achterbahn. Biff ist herrlich anders. Er ist unangepasst, sagt seine Meinung und hat Hunger aufs Leben. Was ist nur plötzlich los mit Dominik? Soll er weiter so sein Leben einfach hinnehmen oder etwas Neues wagen, mutig sein? Eine sensible und authentische Coming-of-Age Story erwartet uns hier. Die Atmosphäre ist eher ruhig, melancholisch. Die Hitze des Sommers, die Trägheit, für mich deutlich spürbar. Der Roman besticht durch viele feine, zarte Momente und ambivalente Gefühle, wie die in dieser Teenagerzeit so sind. Dominik verliebt sich aber das macht alles noch komplizierter. Wieviel Mut braucht man, um sein zu dürfen wer man eigentlich ist? Dominik und Biff nähern sich langsam an. Das ist so schön beschrieben. Dominik ist überwältigt, verunsichert und noch ganz viel mehr. Auf der Suche nach seiner Identität übertritt er Grenzen, wird mutiger und beginnt zu träumen. Was hält ihn eigentlich noch zu Hause? Er liebt seinen Vater aber für ihn scheint nur die Arbeit wichtig zu sein. Nach dem Auszug der Mutter fällt er in ein tiefes Loch. Dominik fühlt sich allein gelassen. Doch sein Vater ist da, wenn er es am wenigsten erwartet und am meisten braucht. Auch die Vater/Sohn Beziehung ist für mich sehr gut gelungen. Ein feiner, zarter Coming-of-Age Roman, der durch leise Töne besticht. Identität, Coming out und Vater/Sohn sind hier wichtige Themen. Ich hab das Buch sehr gern gelesen und empfehle es euch gern weiter.
Mit Restsommer legt Kea von Garnier ein schönes Debüt vor, das lange nachhallt. Im Mittelpunkt steht Dominik, der nach dem Willen seines Vaters eines Tages das familieneigene Bestattungsinstitut übernehmen soll. Doch je näher das Ende seiner Schulzeit rückt, desto drängender werden die Fragen nach seinen eigenen Wünschen und Träumen. Als er sich zum ersten Mal verliebt, gerät alles ins Wanken. Die Autorin erzählt Dominiks Geschichte mit großer Feinfühligkeit und einem sicheren Gespür für Stimmungen. Man spürt die Schwere, die auf ihm lastet, ebenso wie das zarte Aufblühen der ersten Liebe. Themen wie familiäre Erwartungen, Selbstfindung, Coming out und Mut zur Veränderung werden mit leisen, aber eindringlichen Tönen behandelt. Ohne große Dramatik, aber mit viel emotionaler Tiefe schildert die Autorin Dominiks inneren Konflikt. Man spürt seine Zerrissenheit, seine Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben und die Angst, Erwartungen zu enttäuschen. Gerade diese leisen Zwischentöne machen die Geschichte so stark. Für mich ist "Restsommer" eine tolle Sommergeschichte.
"Vielleicht verändern sich die Dinge manchmal so langsam, dass man gar nicht bemerkt, wie weit man sich schon weiterentwickelt hat."
Ein wirklich toller coming-of-age Roman von der liebenswerten Kea von Garnier. Es erinnert mich an die Zeit in der ich 16 gewesen war. ICQ, die Musik,.. das Gefühl, dass alles, aber auch irgendwie nichts, möglich ist. Eine Zeit in der man sich selbst sucht, sich fragt: Wer bin ich eigentlich? Wo will ich hin? Wieso muss ich jetzt schon diese Entscheidung treffen? Ich liebe dieses Buch. Ich wurde ab der ersten Seite in einen Sog gezogen, der mich nicht mehr los gelassen hatte. Ich musste unbedingt wissen wie es mit Nick, Biff und allen um sie herum weitergeht.
Ein Restsommer, der alles verändert
„Restsommer“ hat mich sehr an meine eigenen Sommer mit 16 erinnert: ICQ, Musik von Oasis, lange Tage und dieses Gefühl, dass alles möglich ist und gleichzeitig nichts sicher. Genau diese Sommergefühle werden im Buch extrem gut vermittelt. Der Lesefluss ist dabei so angenehm, dass man förmlich über die Seiten fliegt und das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Vom Gefühl her hat mich „Restsommer“ an Coming-of-Age-Romane wie Tschick oder Becks letzter Sommer erinnert. Auch zeitlich ist die Geschichte klar in den 2000er-Jahren verortet, was sich nicht zuletzt in der Musikauswahl widerspiegelt und viel Nostalgie erzeugt. Wir begleiten den Protagonisten Dominik, der in Schönacker lebt und dessen Zukunft scheinbar schon feststeht: Er soll irgendwann das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Doch Dominik ist spürbar in diese Erwartungen hineingepresst und hadert sehr damit. Als der neue Mitschüler Biff in seine Klasse kommt, ahnt Dominik noch nicht, dass ihn kein Sommer wie jeder andere erwartet, sondern einer, der alles Vorgezeichnete verändert. Der Schreibstil von Kea von Garnier ist leicht, ruhig und dennoch kraftvoll. Selbst das Thema Tod wird nüchtern, feinfühlig und stellenweise humorvoll behandelt. Dominik verliebt sich ungeplant, gerät innerlich aus dem Gleichgewicht und beginnt, sein Leben, seine Familie und seine Zukunft zu hinterfragen. Unter dieser Zerrissenheit leidet vor allem die Beziehung zu seinem Vater und zu seinen Freunden. „Restsommer“ vereint viele Themen eines starken Coming-of-Age-Romans: Erwachsenwerden, erste Liebe, familiäre Erwartungen und die Frage nach dem eigenen Weg. Auch nach dem Lesen denke ich noch oft an seinen Restsommer in Schönacker zurück: »Endlich all das tun, woran ich in den vergangenen Tagen in jeder freien Minute gedacht habe. Auch wenn ich nicht einmal richtige Bilder hatte. Nur ein Flirren. Sequenzen, Ahnungen. Eine Unruhe, von der ich nicht wusste, wie ich sie besänftigen sollte.«
Ein Junge der Wurzeln sucht und Flügel findet
Ein heißer Sommer Anfang der 2000er Jahre. Ein typisches Szenario für einen Coming-of-Age Roman. Die Kulisse in der Rest Sommer spielt ist dann aber gar nicht so typisch. Ein Bestattungsinstitut. Ein Platz an den Heranwachsende wohl eher nicht denken. Für Dominik ist genau das Alltag. Dominik ist so ein Junge, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Auch wenn ich ihn manchmal anstupsen wollte, um zu sagen: Hey, werd laut. Mach was. Dich dann erinnere an mein eigenes junges Ich und weiß, ja so ticken wir, wenn uns die Unsicherheit im Griff hat und das Leben mit seinen klugen Weisheiten noch vor uns liegt. Wen ich aber wirklich schütteln wollte, sind Dominik Eltern. Beide, trennungsbedingt, noch sehr mit sich selbst beschäftigt, vergessen sie dass auch ein jugendlicher Sohn noch seine Eltern braucht, aber gleichzeitig auch seine eigenen Wege gehen bzw sich ausprobieren möchte. Kea von Garnier fängt die Stimmung des Sommers, der Zeit zwischen Teenie sein und erwachsen werden, und der ersten Liebe so wunderbar ein, dass es mir leicht fiel, durch die Seiten zu fliegen. Es ist eine queere Liebesgeschichte. Das erwähne ich nur, weil es eigentlich gar nicht erwähnenswert ist. Denn es ist einfach Liebe, Verliebt sein, zwischen zwei Menschen, die einander anziehen. Und so wie es sich in dieser Geschichte einfach wohlig warm fühlt, darüber zu lesen, wünschte ich mir auch eine Gesellschaft, die Liebe einfach als Liebe akzeptiert. Bei allen Menschen. Wem mein letzter Absatz jetzt zu cozy und romantisch klingt, dem sei gesagt, dass dieses Buch keine Cozy Romance ist. Es birgt so viele Elemente in sich. Lest es einfach selbst und genießt den Sommer bzw den Gedanken daran.

Teenager in Zwangslage
INHALT Was Dominik einmal macht ist früh klar: er übernimmt das Bestattungsunternehmen seines Vaters. Aber will er das selbst auch? Dominik und Biff sind zwei Teenager an der Grenze zum Erwachsenwerden und mit dem Wunsch einen letzten coolen Sommer zu verbringen. Und was passiert danach? Wie viel Mut kostet es, sich gegen den Wunsch seines Vaters aufzulehnen? EINDRUCK UND FAZIT Coming-of-Age gefällt mir nur bedingt, aber dieses Buch hier tut es. Ein guter Roman, der am Ende ziemlich Fahrt aufnahm und mich auf jeden Fall überraschte. Ich habe mich beim lesen auch in die 2003er Jahre zurückversetzt gefühlt (bin allerdings ein bisschen jünger), das war ganz wundervoll. Dominik ist mir richtig ans Herz gewachsen, ich fand den Charakter sehr gut gezeichnet. Eine Geschichte voller Herzschmerz und Hoffnung, Entscheidungen und Selbstzweifel. Ein sehr ruhige, emotionale Geschichte, die am Ende etwas wilder wird, aber insgesamt eher ruhig bleibt. Ambivalente Gefühle in der Teenagerzeit kennen wir alle noch gut, oder?
Definitiv ein Jahreshighlight!
Restsommer ist ein Buch, das sich anfühlt wie ein warmer, endloser Sommertag. Schon nach wenigen Seiten entsteht eine ganz besondere Atmosphäre – leicht, intensiv und voller Emotionen. Die Autorin schafft es, diese typischen „Sommervibes“ so lebendig einzufangen, dass man beim Lesen fast selbst die Sonne auf der Haut spürt. ☀️ Besonders gelungen ist die literarische Umsetzung der sich langsam entwickelnden ersten Liebe zwischen den beiden Jungs. Die Beziehung wirkt zart, authentisch und niemals überstürzt. Statt großer Dramatik stehen leise Momente im Vordergrund – Blicke, Unsicherheiten und dieses vorsichtige Annähern, das so viel Gefühl transportiert. Genau darin liegt die Stärke des Romans. 👨❤️👨 Auch sprachlich überzeugt das Buch: Der Stil ist einfühlsam und atmosphärisch dicht, ohne dabei schwer zu wirken. Kea von Garnier gelingt es, Emotionen greifbar zu machen und gleichzeitig Raum für eigene Gedanken zu lassen. Restsommer ist damit nicht nur eine schöne Sommergeschichte, sondern auch eine feinfühlige Erzählung über das Verlieben, das Erwachsenwerden und die kleinen, intensiven Momente dazwischen. Ein Buch, das nachklingt.
"Restsommer" hat mich sehr intensiv berührt, fast war es mir schon zuviel. Bin momentan in nicht allzuguter psychischer Verfassung, vielleicht hat es mich deshalb so gepackt. Ein Roman voller Sommer, Hitze, Liebe, Unsicherheit, Neugier, Wut und Tod. Man wird sofort hineingezogen in die Gedankenwelt des sechzehnjährigen Dominik, der 2003 im ehemaligen Zonenrandgebiet lebt und dessen Lebensweg vorherbestimmt schrint: er soll mal das Bestattungswesen seines Vaters übernehmen. Aber Dominik hat eigentlich null Bock darauf, will seinen Vater aber auch nicht hängenlassen. Da lernt er Biff kennen, der neu ins Dorf gezogen ist. Beide entwickeln Gefühle füreinander- und Dominik will nicht länger in seiner bisherigen kleinen Welt bleiben... Feinfühlig, stimmungsvoll und tief unter die Haut gehend hat Kea von Garnier ihren Debütroman inszeniert. Ich werde ihn nicht so schnell vergessen können.
Überraschendes Highlight ✨
Wir begleiten in diesem Buch den jungen Dominik im Sommer seines letzten Schuljahres. Zwischen Bandproben und Lernen, führt er das gewöhnliche Leben eines Jugendlichen in der niedersächsischen Provinz. Wenn da das Bestattungsinstitut seines Vaters nicht wäre, in dem er für sein Gefühl viel zu viel Zeit verbringt, während er seinem Vater dort aushilft. Dominik wirkt etwas gefangen zwischen den Plänen, die seine Familie für ihn hat und der Neugierde auf die Welt. Aber als der extrovertierte Biff nach Schönacker zieht, ändert sich für Dominik so einiges. Und eine Zukunft fern ab seiner Heimat wirkt plötzlich gar nicht mehr so unrealistisch. Die Protagonisten Domi und Biff werden so real und authentisch beschrieben, dass es mir gar nicht schwer fiel, mit den beiden mitzufühlen. Ich hatte das Gefühl, ich würde diesen Sommer voller Veränderungen, Unsicherheiten und gleichzeitig ganz viel Mut mit ihnen zusammen erleben. Der Übergang zwischen Jugend und dem Erwachsen werden wurde sehr deutlich und schön geschrieben. Und dank des Bestattungsinstituts wurde parallel dazu auch der Übergang zwischen Leben und Tod deutlich. Das war ein Teil des Buches, bei dem ich mir nicht so sicher war, ob ich ihn gut lesen kann. Aber das Thema wurde aber sehr gut behandelt. Die Charaktere von Biff und Domi sind so verschieden und doch entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte Zuneigung, die mich wirklich in seinen Bann gezogen hat. Neben der Entwicklung zwischen Domi und Biff hat mich aber vor allem auch die Entwicklung zwischen Domi und seinen Eltern, speziell seinem Vater berührt. Grad gegen Ende gab es eine Szene, die mir ein paar Tränen in die Augen getrieben hat. Danke Kea, dass du mich auf diese Reise voller emotionaler, nostalgischer und tiefsinniger Momente mitgenommen hast. Dein Buch hat auf jeden Fall mein Herz erobert.

Wunderbarer Coming-of-Age Roman 👨❤️👨
Restsommer (erscheint am 18. März 2026) ist ein wunderbar warmherziger Debütroman über Liebe, Selbstfindung und das Erwachsenwerden. Von der ersten Leseprobe an war ich gefesselt und ich habe mich richtig gefreut, dass ich das Leseexemplar bei einer Verlosung gewonnen habe! Die Coming-of-Age-Geschichte um Dominik und Biff – zwei 16-jährige Jungs, die sich verlieben – ist zart, ehrlich und voller großer Fragen über Identität, Zukunft und Gefühle. Kea von Garniers Schreibstil ist leicht, atmosphärisch und hat mich an einigen Stellen oft zum Lachen gebracht. Insgesamt ein richtig tolles Buch, das mich tief berührt hat. ⭐️

Ein toller, sommerlicher Coming-of-Age-Roman über erste große Gefühle, Träume und das Erwachsenwerden. Sensibel erzählt, atmosphärisch dicht und emotional nahbar.
☀️ 𝘔𝘢𝘯𝘤𝘩𝘮𝘢𝘭 𝘴𝘦𝘳𝘷𝘪𝘦𝘳𝘵 𝘥𝘪𝘳 𝘥𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘋𝘪𝘯𝘨𝘦, 𝘥𝘪𝘦 𝘥𝘶 𝘬𝘢𝘶𝘮 𝘷𝘦𝘳𝘬𝘳𝘢𝘧𝘵𝘦𝘯 𝘬𝘢𝘯𝘯𝘴𝘵. 💭 Coming-of-Age-Geschichten liebe ich und entsprechend gespannt war ich auf diesen Roman. 𝘙𝘦𝘴𝘵𝘴𝘰𝘮𝘮𝘦𝘳 hat mich schnell abgeholt: leise, emotional und sehr stimmungsvoll erzählt er von einem Sommer, der alles verändert. Im Mittelpunkt steht Dominik, der eines Tages das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen soll. Diese Erwartung lastet spürbar auf ihm, doch sie ist längst nicht das Einzige, was ihn beschäftigt. In diesem Sommer verliebt er sich zum ersten Mal und beginnt gleichzeitig, sich selbst zu hinterfragen. Man merkt, wie schwer ihm das Dorf und seine Rolle darin fallen. Seine Entwicklung wirkt nachvollziehbar und sensibel gezeichnet: ein junger Mensch, der versucht auszubrechen und herauszufinden, wer er eigentlich sein möchte und wer er ist. Besonders schön ist die Rolle von Biff, der für Dominik ein wichtiger Halt und emotionaler Anker ist. Erwachsenwerden, Erwartungen der Familie, Identitätssuche und erste große Gefühle stehen im Mittelpunkt. Der Roman zeigt einfühlsam, wie überwältigend Übergangsphasen im Leben sein können und wie schwer es ist, den eigenen Weg zu finden. Das Setting mit dem Bestattungsinstitut ist überraschend und wirkt fast gegensätzlich zum erwarteten Sommergefühl. Genau das macht die Geschichte so besonders. Gleichzeitig entfaltet sich eine warme, sommerliche Atmosphäre voller kleiner Ereignisse und Stimmungen, die den Roman sehr lebendig wirken lassen. Der Schreibstil ist angenehm und sehr zugänglich. Die Geschichte baut eine starke emotionale Wirkung auf, sodass ich am Ende auch feuchte Augen bekam. Die Erzählweise bleibt durchgehend fesselnd und lässt viel Raum für Gefühle und Entwicklung. Ein toller, sommerlicher Coming-of-Age-Roman über erste große Gefühle, Träume und das Erwachsenwerden. Sensibel erzählt, atmosphärisch dicht und emotional nahbar. Eine klare Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅ (9/10)

Leseexemplar/ Gewinn „Manchmal serviert dir das Leben Dinge, die du kaum verkraften kannst.“ Restsommer/ Kea von Garnier/ Blessing/ ET 18.02.26 Du bist Dominik, du bist 16 Jahre alt, es ist 2003, du lebst mit deinem Vater der Bestatter ist auf einem kleinen Dorf, Mama ist schon lange weg und du fühlst dich gefangen. Im Sein, in der Zukunft, in allem. Und dann zieht wer neues ins Dorf und dein ganzes Leben ändert sich… Restsommer ist ein Buch zum Wohlfühlen, ein Buch über das Erwachsen werden. Es ist warm, es ist queer, es ist ein Kampf in die Freiheit und ein Ruf in die Welt. Die Autorin hat es ganz emotional und humorvoll geschafft, mich direkt zu Beginn zu verzaubern. Die Geschichte von Dominik und Biff berührt und zeigt auch, das das Leben ein Kampf ist. Ein Buch das dem Herzen gut tut und damit 4,5/5 ✨

Ein toller Coming- of- Age Roman
Restsommer" von Kea von Garnier ist ein wunderschöner und gleichzeitig auch immer wieder tragischer Coming- of- Age Roman, der viele Emotionen in mir ausgelöst hat. Im Mittelpunkt der Handlung steht Dominik, der einen Sommer voller Freundschaft, Liebe, Zweifel, Existenzfragen, neuer Erfahrungen und vielem mehr erlebt, wobei Freud und Leid hier nah beieinander liegen. Die Interaktionen zwischen Dominik und Biff haben mich sehr berührt und begeistert. Die Autorin hat alle Facetten ihrer Beziehung eindrücklich und einfühlsam geschildert und mich als Leserin intensiv mit den beiden mitfühlen lassen. Auch die Beziehung zwischen Dominik und seinen Eltern habe ich als sehr authentisch empfunden und die Konflikte wurden am Ende auf eine tolle Art und Weise aufgelöst. Alles in allem hat mich die Geschichte vollends überzeugt und begeistert. Ein wirklich toller Coming- of- Age Roman.
Melancholisch, nahbar und voller dieses bittersüßen Gefühls eines letzten unbeschwerten Sommers. ☀️📖
Erinnert ihr euch noch an den Sommer, als ihr 16 wart ? Dieses Buch wird euch mit Sicherheit gedanklich zurück in diese Zeit katapultieren. „Restsommer“ hat mich beim Lesen unglaublich nostalgisch gemacht. In diese besondere Zeit zwischen Jugend und Erwachsenwerden, der letzte echte Sommer in Freiheit, bevor die Oberstufe oder Ausbildung anfangen und plötzlich alles Ernst wird. Genau dieses Gefühl fängt das Buch so authentisch ein. Es erzählt von dieser intensiven Findungsphase, in der man zwischen Erwartungen, Unsicherheiten und dem Wunsch, den eigenen Weg zu gehen, irgendwie versucht herauszufinden, wer man eigentlich ist. Dabei aber im Endeffekt einfach mal LEBT. Besonders die Atmosphäre hat mich abgeholt: Sommernächte, jugendlicher Leichtsinn, dieses Gefühl von Aufbruch… Die Beziehung zwischen Nick und Biff entwickelt sich ruhig und natürlich und zeigt vor allem dieses innere Chaos, wenn man merkt, dass die eigenen Gefühle nicht ins klassische Raster passen. Gut fand ich, dass das Thema Homosexualität hier nicht überdramatisiert wird mit Mobbing, Homophobie und co. Tbh ist es einfach mal schön solch eine Liebesgeschichte zu lesen, die sich nicht nur über Konflikte definiert. Stattdessen geht es mehr um Nähe, Unsicherheit und echtes emotionales Wachstum. Ich habe vor allem die Szenen in Berlin sehr genossen. Einfach Freiheit pur! Berlin halt.. Overall: Für mich das perfekte Buch für warme Sommertage! Melancholisch, nahbar und voller dieses bittersüßen Gefühls eines letzten unbeschwerten Sommers. ☀️📖

Man ist ganz nah dran an den Figuren - sehr zu Herzen gehend!
Der Roman (mit sehr schönem Cover) handelt von Dominik, einem Jugendlichen, der mit seinem Vater zusammenlebt. Sein Vater wünscht sich, dass Dominik mal sein Bestattungsinstitut weiterführt. Aber was ist mit seinen eigenen Plänen? Und was passiert, als sich Dominik zum ersten Mal verliebt, ganz anders als gedacht? Restsommer ist ein Roman, der nach Sommer schmeckt und nach Aufbruch riecht. Ein Coming-of-Age-Roman der Spitzenklasse! Der Roman beginnt recht ruhig und nimmt dann unglaublich an Fahrt auf, so dass er sich zum Pageturner entwickelt. Hervorzuheben ist nicht nur die Story, sondern die Erzählweise und der Schreibstil. Man fühlt förmlich den trockenen Sommerstaub auf den Lippen und ich habe mich noch nie! so sehr in die Hauptfiguren hineinversetzen können, wie in diesem Buch! Das hat an manchen Stellen richtig weh getan und etliche Taschentücher gebraucht. Die zwei Protagonisten sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich sehr traurig war, als das Buch zuende war. Unbedingt Lesen!

Dominik ist 16 Jahre alt und wohnt in einer Kleinstadt namens Schönacker. Dort passiert für einen heranwachsenden Jungen wie Dominik nicht viel. Er vertreibt sich die Zeit mit seinen Freunden im Freibad und bei der Bandprobe. Ab und an hilft er im Bestattungsunternehmen seines Vaters. Dieses soll er irgendwann einmal übernehmen, so der Wunsch von Dominiks Vater. Aber ist das auch sein eigener Wunsch? Als Biff, ein neuer Schüler, in Dominiks Klasse kommt, wird seine Welt, wie er sie kennt, auf den Kopf gestellt... "Restsommer" ist ein Coming of Age Roman, der alles hat, was eine gute Sommerlektüre so brauchen könnte: Nostalgie (hier a la 2003), Freibadvibes, Abenteuer und die große Frage "Wer bin ich?". Dominik trägt die Geschichte als Protagonist hervorragend. Er ist unsicher, wohin es in seinem Leben gehen soll und freundet sich mit Biff an, der ihm zeigt, dass es auch noch andere Aspekte des Lebens gibt als regelkonform das Familienunternehmen zu erben. Trotz der vielen Reibungspunkte habe ich die Dynamik zwischen Dominik und seinem Vater geliebt! Kea von Garnier beschreibt die Beziehung der beiden so authentisch und vielschichtig, wie sie zwischen Eltern und Kinder eben sein kann. Dominiks Zerrissenheit und die Abwägung wie er nach der Schule sein Leben gestalten möchte, war so greifbar und manchmal auch frustrierend. Am liebsten hätte ich ihn in den Arm genommen und ihm gesagt, dass alles gut werden wird. Kea von Garnier hat hier ein starkes Debüt hingelegt und ich möchte noch gerne mehr von ihr lesen.
Zwischen Wollen und Müssen
Dominik wächst bei seinem Vater auf, nachdem seine Mutter sie vor einem Jahr verlassen hat. Der Vater von Dominik hat ein Bestattungsinstitut und hofft, dass sein Sohn dieses eines Tages übernimmt. Dominik will weder seinen Vater verletzen, noch das Institut übernehmen und schaut in eine Zukunft, die er eigentlich nicht will. Als Benjamin in seine Klasse kommt freunden sich die Beiden an. Benjamin (Biff) hat eine Lockerheit an sich die Dominik importiert. Mit Biff wird das Leben in Schönacker abwechslungsreich und intensiv. Kea von Garnier erzählt von der Zerrissenheit in der Jungend. Ein ständiger Kampf zwischen Wollen und Müssen. Man soll Entscheidungen treffen, die einen überfordern. Dabei ist man damit beschäftigt, sich selbst zu finden. Diese Stimmung wird in dem Buch gut herüber gebracht. Ein tolles Buch mit authentischen Charakteren, die ich richtig lieb gewonnen habe.
Ruhiges, aber tiefgehendes Buch, das lange nachwirkt
Restsommer wirkt auf den ersten Blick wie ein leichter Sommerroman, trägt aber zwischen den Zeilen spürbar schwere Themen. Die Geschichte entfaltet sich ruhig und kommt ohne klassischen Plottwist aus – was ihr aber überhaupt nicht schadet. Biff’s und Dominik’s Geschichte lebt von Emotionen und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Auch wenn ich mich in keinen der Charaktere wirklich wiederfinden konnte, sind sie so feinfühlig und detailliert beschrieben, dass ich trotzdem mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten habe. Die Geschichte ist unglaublich berührend und ging mir sehr nah. Die Beziehung der beiden Jungs ist leise, aber intensiv und bleibt im Kopf. Der Schreibstil ist dabei unheimlich angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Vor allem gegen Ende wurde es sehr emotional und hat mich mehrfach zu Tränen gerührt. Insgesamt ein ruhiges, aber tiefgehendes Buch, das lange nachwirkt. Ich bin großer Fan von Restsommer!!

Sommerbuch
Mir hätte es wahrscheinlich noch besser gefallen, wenn ich es an einem Sommertag auf dem Bootssteg in Schweden durchgesuchtet hätte, denn das Potenzial hat das Buch definitiv. Jetzt im kühlen Aprilwind fand ich es zwar gut und teils auch sehr eindrücklich zu lesen, aber am Ende fand ich die Geschichte doch zu konstruiert und glatt. Yet another Coming-of-Age-Sommerroman. 😎🍦🏖️🚲
Eine wunderschöne Geschichte über das Erwachsenwerden 🫶🏻
Kea von Garnier hat hier ein wirklich besonderes Werk geschaffen. Mich hat die Geschichte um Nick und Biff von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Es ist eine sehr sanfte, ruhige Erzählung, die an den richtigen Stellen dennoch unglaublich aufwühlend ist – eben eine Geschichte, wie sie das Leben selbst schreiben könnte. Beim Lesen entdeckt man sich in so vielen Momenten wieder; ich konnte die beiden Charaktere und ihre Gefühle absolut nachempfinden. Es war toll, durch das Buch noch einmal einen Blick zurück in die eigene Jugend zu werfen, diesmal jedoch mit der Erfahrung und dem Blickwinkel eines „Erwachsenen“. Ich habe so sehr mit den beiden mitgefiebert! Das Ende hat mich dann auf eine Weise gerührt, wie ich es schon lange nicht mehr bei einem Buch erlebt habe. Mein Fazit: Wer eine rasante, actiongeladene Handlung erwartet, ist hier vielleicht fehl am Platz. Wer sich aber die Zeit nimmt und wirklich in die Atmosphäre eintaucht, wird einen wunderschönen „Rest Sommer“ erleben.
🌅 „Ein Sommer, der alles verändert“
„Restsommer“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen abgeholt – und ehrlich gesagt auch emotional zerstört (im besten Sinne 😭💔). Im Mittelpunkt steht ein 16-jähriger Junge, der eigentlich das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen soll. Doch je mehr er darüber nachdenkt, desto größer wird die Frage: Ist das wirklich sein Leben? 🤔 Als dann ein neuer Junge in die Stadt kommt, verändert sich alles. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, intensive Liebesgeschichte 🫶🌈 – und plötzlich beginnt unser Protagonist, das Leben wirklich zu fühlen, zu hinterfragen und auszukosten. Dieses Buch ist so viel mehr als eine Coming-of-Age-Story. Es geht um Selbstfindung, Mut und die große Frage: Lebe ich mein Leben wirklich so, wie ich es will? 🌱✨ Ich habe beim Lesen gelacht, geweint und mein Herz mehrfach neu zusammensetzen müssen. Die Emotionen sind so roh und echt, dass sie noch lange nachhallen. Für mich ist „Restsommer“ ein absolutes Jahreshighlight 💫 – ein Buch, das ich nie vergessen werde. Ganz klare Empfehlung! 💙📖 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und mein ganzes Herz noch dazu 💔💙
Ein stimmungsvolles, berührendes und humorvolles Debüt, das zeigt, wie schwer – und wie schön – es sein kann, erwachsen zu werden.
„Restsommer“ ist ein stimmungsvolles, leicht zu lesendes Coming-of-Age-Debüt, das einen Sommer voller Selbstfindung und erster Liebe einfühlsam erzählt. Die Hauptfigur Dominik ist so nahbar und authentisch gezeichnet, dass man seine Zweifel und Emotionen gut nachvollziehen kann. Wer eine leichte Sommerlektüre sucht, dem sei dieses Buch sehr empfohlen.
In meinem wilden Herzen
Bei diesem Roman fällt mir sofort das Gedicht „In meinem wilden Herzen“ von Rainer Maria Rilke ein. „Ach in meinem wilden Herzen wohnt obdachlos, die Unvergänglichkeit .“ - das strahlt Jugend aus, alles liegt vor einem, man möchte etwas unbedingt und kann es doch nicht haben, weil sie einen nicht lassen, weil man erst erwachsen werden muss. Dabei ist es die Vergänglichkeit, die allgegenwärtig in Dominiks Alltag ist. Erster Sohn des Bestatters vor Ort und geht mit toten Menschen erstaunlich routiniert und auch mental sehr professionell um. Er unterstützt seinen Vater wo er nur kann, und dieser wiederum setzt alle Hoffnungen in seinen 16jährigen Sohn. Er soll das Familienunternehmen eines Tages führen. Fügt sich in sein Schicksal, weiß auch nicht so genau, was er will, aber der Wunsch, das kleine Kaff zu verlassen, wächst schon. Aber er fühlt sich dem Vater verpflichtet, der mit der Trennung von Dominiks Mutter nicht besonders gut klarkommt, und dann taucht Biff auf. Er kommt aus Berlin, und ihn umgibt eine Aura des Rebellen. Bald schon kursieren die wildesten Gerüchte über ihn. Dominik aber fühlt sich magnetisch von ihm angezogen. Löst Gefühle in ihm aus, die er bisher nicht kannte, die ihn total irritieren und die ihm Angst machen. Er kann aber nicht leugnen, dass er sich in der Gegenwart von Benjamin, wie Biff eigentlich heißt sehr wohl fühlt. Als er dessen Vater kennenlernt merkt Dominik schnell wie verletzlich sein neuer Freund ist. Nach einem Eklat flüchten Sie nach Berlin für ein einziges wildes Wochenende. Danach ist Dominiks Horizont geweitet, und gleichzeitig wird ihm der Halt entzogen. Kea von Garnier hat mich mit diesem Roman von der ersten Seite an in ihren Bann geschlagen. Die lebende Eintönigkeit des Heimatdorf von Dominik vermittelt Sicherheit, denn hier kennt jeder jeden und man weiß, wo man hingehört. Freunde hat man seit dem Kindergarten und der Lehrer verkehrt oft in der gleichen Kneipe wie der Vater. Auf der anderen Seite wirkt das Szenario sehr erstickend, der Raum zur Entfaltung fehlt komplett. Die Grenzen an die Biff in seiner Familie stößt, sind noch starrer. Ich habe mit ihm gelitten und mir so sehr gewünscht, dass es einen Weg für ihn gibt, der zu ihm passt. Die Lösung seiner Probleme kam unerwartet und verlieh der Geschichten noch mal eine besondere Dynamik. Hervorragend beschrieben, fand ich die Arbeit eines Bestatters. Von Garnier hat mit vielen Details ausgearbeitet was weit von einem Weg scheint. Richtig gut hat mir gefallen, wie der sensible Junge zu einem anerkannten Gesprächspartner für die Erwachsenen in seinem Dorf gilt. Die unbändige Lebenslust der beiden Protagonisten und die permanente Gegenwart des Todes bieten ein lesenswerten Kontrast. Der Roman vermittelt einem die Probleme junger Menschen, die sich offenbaren möchten, aber unsichtbare Grenzen sehen. Es gab ein paar Stellen, bei denen ich laut mit den Hauptfiguren gesprochen habe „Nun redet doch endlich mal miteinander“ ging es mir ein paarmal durch den Kopf, denn hätten sie dieses getan wären einige Probleme gar nicht vorhanden gewesen. Man könnte meinen, dass wir es hier mit einem Jugendbuch zu tun haben. Viele Elemente sprechen dafür. Aber ich muss zugeben, dass mich die Themen, die sehr weit weg von meiner Lebensrealität sind, trotzdem sehr interessiert haben. Deswegen spreche ich eine große Leseempfehlung aus, besonders für junge Menschen, die anders sind als ihre Familie das vielleicht wünscht. Aber auch Büchermenschen, die eine außergewöhnliche Liebesgeschichte auf dem Weg zum Erwachsenen werden begeistern kann, sollten zu diesem Buch greifen.
Die Toten auf dem Rücksitz.
„Mit deinen Narben, den Platten, deiner Hoffnung, diesem T-Shirt und dem letzten Geld“ (Thees Uhlmann - Die Toten auf dem Rücksitz) Restsommer ist ein Buch, welches unter die Haut geht, ganz nah und melancholisch. Dominik ist 17, der letzte Sommer, Aufbruchsstimmung. Das Buch greift diese Zeit zwischen Jugend und Erwachsen werden auf, zwischen Erwartungen und der eigentlichen Frage: was kommt danach? Das Buch greift all diese Themen wunderbar auf, einbettet in eine zärtliche Liebesgeschichte, zwischen Biff und Dominik. Das Annähern, verheimlichen, die Angst, vor Ablehnung. Es ist gut in die Geschichte eingewoben, greifbar und nicht überzeichnet. Auch die Themen, die das Buch anspricht, sind zwar ernst, aber nicht dramatisiert. Ich habe mich als mein Jugendliches-Ich sehr gut darin wiedererkannt. In Biff und Dominik. (Vielleicht, weil ich auch selbst ein queerer Teenager war, mit psychischen Problemen und generell vom Dorf komme, entsprechend habe ich das alles sehr, sehr gut gefühlt) Restsommer ist leise, aber eindrucksvoll. Dennoch habe ich einige kleine Kritikpunkte, nichts gravierendes - eigentlich sind es „nur“ 4,5 Sterne, aber da ich sonst vom Buch so überzeugt bin, gab es hier dennoch die 5 Sterne. Einerseits ist es die Länge des Buches: 400 Seiten klingen nicht viel, sind es aber teilweise doch. Es zieht sich zwischendurch (auch wenn ich es mit einem langen, langen zähen Sommer vergleiche und entsprechend wieder zum Buch passt) und ich finde, es hätte kürzer sein können, ohne, dass es an der Wirkung einbüßt. Der zweite, kleine Kritikpunkt ist, dass es wiederrum Passagen gibt, die ich mir länger gewünscht hätte - gerade am Ende wirkte es doch, bei einigen Kapiteln, sehr gehetzt. Da wäre mehr schöner gewesen. Aber das sind nur kleine Punkte, die dem Ganzen dennoch keinen Abbruch tun. Ich würde mir eine Fortsetzung der Geschichte sehr wünschen - Dominik und Biff werden noch lange in meinem Gedächtnis bleiben. „Alles ist gut, wenn du neben mir sitzt (…)“ (Thees Uhlmann - Die Toten auf dem Rücksitz)

Fünf Sterne PLUS
Was für ein schönes Buch. Es kommen so viele Erinnerungen hoch. An die Zeit, in der ich 16 war, die erste Liebe, das erste gebrochene Herz… wunderbar gezeichnete Charaktere, eine tolle Geschichte. Ich liebe alles an dem Buch. Ich brauche eine Fortsetzung… Die beiden verdienen mehr Zeit zusammmen. 😀
Dominik ist gefangen. In seinem Leben, in den Erwartungen anderer, in der Kleinstadt, in der er aufgewachsen ist. Nach der Schule soll er das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen und weiterführen. So ist zumindest der Plan. Bis Dominik Biff kennenlernt, den neuen Mitschüler aus Berlin. Biff zeigt Dominik, dass das Leben so viel mehr ist als zurechtgelegte Pläne, der Ort, an dem man aufgewachsenen ist oder dem, was andere von einem halten. Und manchmal braucht es eben Mut, um im Leben seinen eigenen Weg zu finden und auch zu gehen. "Restsommer" erzählt leise, vorsichtig und in wirklich wunderschöner Sprache von Dominik und Biffs gemeinsamen Sommer. Von Tagen am See, flirrender Hitze und Partys nach der Schule. Und auch von Liebe. Kea von Garnier schafft es die Charaktere zum Leben zu erwecken, sie nahbar zu machen und ihre Emotionen durch die Seiten in einen hineinfließen zu lassen. Vor allem die immer wiederkehrenden Einblicke in die Arbeit als Bestatter fand ich super interessant. Restsommer ist auf jeden Fall ein Roman, der von den Figuren und der Atmosphäre im Buch lebt und nicht so sehr von der Handlung. In der Mitte des Romans war mir das Tempo zwischenzeitlich ein bisschen zu langsam, aber ich war vor allem durch den Witz in Dominiks Sprache und den Gefühlen während des Lesens trotzdem hooked. Ich empfehle den Roman jeder Person, die Lust hat einzutauchen in die flirrende Hitze des Sommers, die großen Gefühle der ersten Liebe und die Aufregung vor dem Sprung ins eigene Leben.
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Der Sommer 2003 in der niedersächsischen Kleinstadt beginnt wie immer: Freibad, Bandproben, die Leichen in Papas Keller. Dominik ist der Sohn des Bestatters und soll den Familienbetrieb in naher Zukunft von seinem alleinerziehenden Vater übernehmen. Bislang sprach nichts dagegen, denn Domi ist erstaunlich routiniert im Umgang mit Trauernden und weiß mehr über Tod und Verlust als die meisten Erwachsenen. Worüber er allerdings wenig weiß, ist das Leben selbst. Das ändert sich, als kurz vor den großen Ferien ein Neuer in seiner Klasse auftaucht: Biff ist unangepasst, lässig, impulsiv. Gegen seinen Willen fühlt Domi sich von dessen scheinbar endlosem Hunger auf das Leben angezogen, und so entsteht im Laufe dieses heißen, flirrenden Sommers zwischen den beiden etwas Größeres, etwas, das in seiner Intensität alles andere, Freunde, Familie, Zukunft, an den Rand drängt.
»Kea von Garnier ist eine sehr feinfühlige Erzählerin und beschäftigt sich hier gekonnt mit dem Erwachsenwerden, der Suche nach der eigenen Identität und der ersten großen Liebe - berührend, aber auch humorvoll. Für Fans der Bücher von Caroline Wahl und Christian Huber und für alle, die gerne Coming of Age-Romane lesen.« WDR2 Lesen
»Kea von Garnier schreibt vom Erwachsenwerden in der Kleinstadt und von der ersten großen Liebe zweier Jungs: maximal zärtlich, humorvoll und so nah, dass man jede Berührung spürt.« Johannes Bullinger (@queerinliterature)
Book Information
Author Description
Kea von Garnier ist Autorin und Schreibmentorin und teilt auf Social Media ihre Gedanken zu mentaler Gesundheit, Feminismus und Konsumkritik. Sie lebt in Königstein im Taunus und in Hildesheim, wo sie Literarisches Schreiben studiert. 2020 erschien ihr erzählendes Sachbuch »Die Vögel singen auch bei Regen« bei Eden Books. »Restsommer« ist ihr Romandebüt.Instagram: @keavongarnier.
Posts
Gestern beendet - und danach einfach noch im Bett gelegen und an Domi und Biff gedacht. 🥹 Mit 'Restsommer' hat Kea von Garnier einen unglaublich schönen Coming-of-Age-Roman geschaffen. Dominik führt ein ganz 'normales' Teenagerleben: Er lebt recht dörflich, Schule, Freunde treffen, Bandproben und nebenbei hilft er seinem Vater im Bestattungsinstitut - und irgendwie scheint damit auch sein weiterer Lebensweg schon vorgezeichnet zu sein. Doch dann taucht Benjamin, genannt Biff, aus dem großen Berlin in Domis Clique auf und plötzlich öffnen sich ganz neue Sehnsüchte, Wünsche und Möglichkeiten. Die Autorin hat den Vibe dieses Alters und dieser Zeit einfach perfekt eingefangen und sich so authentisch in die Perspektive der Jungs hineinversetzt. Alles fühlt sich unglaublich natürlich und echt an - beim Lesen war ich sofort wieder ein Stück jünger. Der Schreibstil ist locker, leicht und wunderbar flüssig; man fliegt nur so durch die Seiten. Und die Figuren? So toll gezeichnet, dass ich wirklich alle ins Herz geschlossen habe - außer vielleicht Biffs Vater. 🤬 Diese zarte queere Lovestory hat mich komplett abgeholt. Domi und Biff sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich das Buch nur sehr widerwillig zugeschlagen habe. Für alle Fans von Coming-of-Age Geschichten: absolute Herzens-Empfehlung. 🩵 Ihr werdet 'Restsommer' lieben.

Perfekt für den Sommer
„Rest Sommer“ hat mich wirklich überrascht, denn Freibad, heißen Sommertagen und diesem typischen Kleinstadtgefühl steckt hier so viel mehr als nur eine Coming-of-Age-Geschichte. 🌊☀️ Die Atmosphäre des Sommers 2003 wurde unglaublich intensiv eingefangen, dieses Gefühl von Freiheit, ersten großen Gefühlen und gleichzeitig dieser leisen Melancholie. Besonders die Dynamik zwischen Domi und Biff hat mich total berührt. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, und trotzdem entsteht zwischen ihnen etwas so Echtes und Intensives, dass man die Seiten kaum aus der Hand legen möchte. Kea von Garnier schreibt unglaublich feinfühlig und emotional, ohne dabei kitschig zu werden. Vor allem die Themen Verlust, Erwachsenwerden und die Frage, wie man eigentlich wirklich lebt, haben mich beim Lesen sehr bewegt. Manche Szenen fühlen sich an wie warme Sommerabende, schön, leicht und gleichzeitig voller Sehnsucht. Ein stilles, tiefgehendes und unglaublich atmosphärisches Buch, das noch lange nachhallt. Für mich definitiv ein besonderes Sommerhighlight.
Ein Sommer voller Möglichkeiten
Dominik wächst in einer Kleinstadt auf, in der Lebensläufe gefühlt schon beim Dorffest im Kindergarten verteilt werden: Sein Vater hat das Bestattungsinstitut, klar also, dass Dominik das irgendwann übernimmt. Blöd nur, dass Dominik sich da selbst nicht ganz so sicher ist. Als dann Benjamin aus Berlin ins Dorf zieht, bringt er nicht nur Großstadt-Vibes mit, sondern wirbelt auch Dominiks ziemlich festgefahrene Zukunftsvorstellungen ordentlich durcheinander. Plötzlich steht er zwischen Pflichtgefühl, Gewohnheit und der leisen (oder auch mal ziemlich lauten) Frage: Geht da nicht noch mehr? Was dieses Buch wirklich kann: Sommer spürbar machen. Und zwar nicht nur den fröhlich frischen Freibad Sommer, sondern diesen leicht klebrigen, trägen, alles-ist-ein-bisschen-zu-viel-Sommer, in dem Gefühle schneller hochkochen als einem lieb ist. Die Atmosphäre ist richtig stark, fast schon zum Anfassen, und die Emotionen sind so fein beschrieben, dass man sich öfter mal selbst ein bisschen ertappt fühlt. Der Schreibstil ist angenehm leicht, ohne banal zu sein, man fliegt ziemlich mühelos durch die Seiten und nimmt dabei trotzdem eine Menge Gefühl mit. Klar, die Handlung ist eher ruhig und an manchen Stellen kann man schon ahnen, wohin die Reise geht. Aber ehrlich: Das stört hier überhaupt nicht. „Restsommer“ lebt nicht von großen Twists, sondern von Momenten, Stimmungen und diesem sehr echten Gefühl, irgendwo zwischen „Ich bleib hier“ und „Ich muss hier weg“ festzustecken. Unterm Strich: ein richtig schöner Coming-of-Age-Roman, der sich liest wie ein langer, warmer Sommerabend – ein bisschen träge, ein bisschen wehmütig, aber ziemlich genau deshalb so gut.
Wow...
was für ein Buch!!! Es geht in erster Linie um Dominik, der sich mit allem was das Erwachsen werden so mit sich bringt auseinander setzen muss ....Getrennte Eltern, Schwierigkeiten in der Schule, die erste Liebe...klingt sehr klischeehaft und wurde ja schon hundert mal erzählt...doch dieses Buch ist anders. Es trifft einen Mitten im Herz seines 16jährigen ichs. Tolle Charaktere die mit Tiefgang und viel Liebe gezeichnet wurden schafften es von Anfang an eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Vielleicht weil fast jeder in diesem Alter ähnliches auf eine gewisse Art und Weise erlebt hat und sich definitiv mit den gleichen Fragen beschäftigt hat...wer bin ich und wo will ich hin. Ich habe auch die eine oder andere Träne verdrückt, weil es mich einfach zwischendrin sehr berührt hat. Fazit: ein wunderbarer Roman der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird ❤️
Restsommer war für mich so ein richtig schöner, leicht melancholischer Sommerroman. Ich war super schnell drin und hab mich total verbunden mit den Figuren gefühlt. Alles war so bildlich beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre selbst mit dabei. Diese Sommerstimmung, ein bisschen leicht, ein bisschen traurig, kam richtig gut rüber. Auch emotional hat mich das Buch erreicht, ohne dabei übertrieben zu sein. Und trotzdem… hat mir am Ende irgendwie etwas gefehlt, ich kann gar nicht sagen was. Trotzdem ein schönes Coming-of-Age-Buch, das ein bisschen weh tut.
Ein Highlight
Wie soll ich Euch nur von diesem Buch erzählen? Wie? Wie soll ich all meine Gefühle in Worte fassen? Ich glaube, es gibt gar nicht so viele Beschreibungen für das, was ich gerade fühle. Das Buch habe ich gerade beendet und ich musste mich sofort an den Laptop setzen. Ich möchte Euch doch kochend heiß und nicht lau warm von dieser Geschichte, dieser wunderbaren Geschichte berichten. Und nun sitze ich hier und weiss einfach nicht, wo ich beginnen soll. Dominik ist süße 16 Jahre, aber eigentlich ist seine Zukunft schon fest beschlossen: er soll den Bestattungsbetrieb seines Vaters übernehmen und in der Niedersächsischen Kleinstadt bleiben. Doch ist es auch das, was Dominik möchte? Schon länger weiß er nicht so recht, ob er sich in der Rolle des Bestatters sieht. Ob er in der „Provinz“ bleiben möchte. Und als dann noch der neue Junge, Biff, in die Stadt kommt, wird Dominiks Leben komplett auf den Kopf gestellt. Mein erstes Gefühl nach dem Lesen war: ich möchte nicht raus aus dieser Geschichte. Warum ist das Buch schon zu Ende? Ich möchte sofort zurück! Denn das war so: erste Seite aufgeschlagen, einmal kurz von der Geschichte inhaliert und nicht wieder ausgespuckt. Ich hänge noch irgendwo zwischen den Seiten. Und ich möchte da nicht weg. Dominik war so ein wunderbarer Protagonist. Und Biff? Ach Biff! Und die restlichen Jungs habe ich auch ins Herz geschlossen. Aber Dominik und Biff, die zwei die trage ich für immer in meinem Herzen. Zwei Jungs auf der Suche nach Freiheit, danach verstanden zu werden, auf der Suche nach sich selbst und einem Platz im Leben. Wir alle waren mal Teenager. Wir kennen es, wie es ist sich verloren zu fühlen. Vielleicht nicht zu wissen, wohin man möchte. Vielleicht konnte ich die zwei Jungs deshalb so gut verstehen, denn auch ich hatte so meine Momente in meinen Teenager Jahren. Aber vor allem konnte ich sie so gut greifen, weil Kea von Garnier diese Jungs einfach so wunderbar geschrieben hat. Weil sie sie fühlend und mitfühlend, stark und schwach geschrieben hat. Da lasten Erwartungen auf Dominik und auch auf Biff, für die sie noch viel zu jung sind. Und da sind die Ängste in ihnen, ihre Eltern enttäuschen zu können. Sie stecken zurück, dabei hat gerade auch Dominik den Drang etwas neues zu erleben. Nach Berlin zu gehen, verloren zu gehen in einer Großstadt. Raus aus dem Kaff, sich ausprobieren. Wir erleben hier zwei Jungs, beide ganz unterschiedlich und doch sind sie sich so ähnlich. Wir baden mit ihnen in diesem heißen Sommer im See, drücken mit ihnen die Schulbank und statten dem Bestattungsinstitut mehrfach Besuche ab. Und dazwischen stecken so viele Emotionen. Da gibt es so viele unausgesprochene Gefühle, Erwartungen, Hoffnungen. Doch da gibt es auch Momente von Freiheit, vom losgelöst sein, einfach vom Leben. Ein ganz wunderbares Buch mit unheimlich viel Tiefe, mit ganz viel Emotion und mit zwei so unendlich wunderbaren Protagonisten, dass ich jetzt schon Heimweh nach ihnen habe. Ein Coming-of-Age Roman, der unheimlich ernste Themen bespricht. Der sich aber auch einfach richtig gut anfühlt und den ich für immer ganz fest in meinem Herzen trage. Ein Highlight!

„Manchmal braucht es Mut, einfach man selbst zu sein.“
Ein queerer Roman der sich auch mit dem Thema eines Comming-Outs in einer Kleinstadt befasst und die möglichen Folgen ebenfalls benennt: die Angst vor Ablehnung, Ausgrenzung und den möglichen Verlust von Familie und Freunden zb. Die Auswirkungen auf das künftige Leben werden beleuchtet und nicht nur ein positiver Vibe gestreut. Mir hat dieser Coming of Age und Coming Out Roman gerade deshalb sehr gut gefallen und daher vergebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung!!
⭐️⭐️⭐️
Eigentlich fand ich die Topics (Patriarchat, Homosexualität, Familie, Trennung, Tod) und auch die Erkentniss, dass man über Gefühle spreche soll klasse. Die Story im Gesamten fand ich auch gut. Allerdings haben mich die Geschehnisse nicht in den Bann gezogen und es waren nur ca. 150 Seiten (im Mittelteil) wirklich interessant. Vor allem die Einleitung war mir zu lang und das Ende zu abrupt und mit vielen Fragen.
Restsommer - Kea von Garnier Der 16 jährige Dominik lebt in einer niedersächsischen Kleinstadt und arbeitet ganz selbstverständlich im Bestattungsunternehmen seines Vaters mit. Tod, Trauer und Verlust gehören für ihn längst zum Alltag. Doch während alle um ihn herum scheinbar schon wissen, wie sein Leben einmal aussehen soll, spürt Dominik immer stärker dass ihm die Luft zum Atmen fehlt. Dann taucht plötzlich Biff in seiner Klasse auf. Laut, unangepasst, impulsiv und voller Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich in diesem heißen Sommer 2003 eine intensive Verbindung, die Dominiks ganze kleine Welt ins Wanken bringt. ✨ Dieses Buch hat bei mir so viele Gefühle ausgelöst. Die Nostalgie war greifbar. Videotheken, Freibadtage, Bandproben, Schulstress und diese riesengroßen Fragen, die man mit 16 plötzlich mit sich herumträgt. Ich war im gleichen Alter 2003 🥹 Wer will ich sein? Was mache ich aus meinem Leben? Und warum fühlt sich alles gleichzeitig nach Freiheit und Überforderung an? Der Schreibstil ist bildlich, weich und melancholisch. Man spürt die flirrende Sommerhitze und erlebt Dominik und Biff so nah, als würde man selbst mitten in diesem Sommer stehen, der alles verändert. Besonders berührt hat mich Dominiks innerer Konflikt zwischen den Erwartungen seines Vaters und dem Wunsch, endlich seinen eigenen Weg zu gehen. Gleichzeitig fand ich es traurig, wie wenig Halt ihm seine Eltern eigentlich geben. Er ist erst 16 und oft wirkt es, als müsste er viel zu früh allein klarkommen, was sich auch in seinen Gedanken niederschlägt. Auch Biffs Geschichte geht unter die Haut. Hinter seiner rebellischen Art steckt so viel Wut, Einsamkeit und Schmerz. Der Einstieg war für mich zwar etwas zäh und manche Passagen hätten kürzer sein können, aber insgesamt ist dieses Debüt unglaublich feinfühlig, authentisch und literarisch stark geschrieben. ☀️ Ein zartes, intensives und melancholisches Buch über erste Liebe, Selbstfindung und die Frage, ob man den Mut hat das eigene Leben selbst zu wählen.
So ein wunderschönes Buch!
Auf Restsommer bin ich wie so oft überhaupt erst über die Vorschau der möglichen Lesungen aufmerksam geworden. Aber der Klappentext dieses wundervollen Buches, als auch Keas Beschreibung haben mich absolut abgeholt. So war es schnell klar, dass wir eine Lesung veranstalten wollen, weil wir queere Belletristik einfach lieben. Der Einstieg in das Buch fing mir super leicht, da Kea uns Leser*Innen mit einem sehr gut zu lesenden Schreibstil abholt. Sofort erfahren wir das Setting und die Figuren: Domi, dessen Vater Inhaber eines Bestattungsinstituts in Schönacker ist. Anfangs war ich etwas skeptisch, ob das Thema Tod und Bestattungen für mich nicht zu schwer sind, aber das war am Ende dann nicht der Fall, sondern mir sind ganz andere Dinge wirklich nah gegangen. Es dauert nicht lange und wir lernen ebenfalls Biff kennen, einen modernen jungen Mann, der Domi Welt ordentlich auf den Kopf stellt. Es war für mich als Leser*In so schön in den Kopf dieser beiden jungen Männer zu tauchen, und mich gemeinsam mit ihnen ineinander zu verlieben. Dominik, unserer Erzähler, schwankt zwischen dem Gefühl seinem Papa alles recht zu machen, zu sich selbst zu finden und seinen Platz in der neuen Konstellation seiner Familie zu finden. Das sein Herz für Biff, dann im Laufe des Buches immer schneller schlägt, rundet die Geschichte perfekt ab. Kea von Garnie erzählt die Geschichte so zwar, so schön und ehrlich, dass ich am Ende wirklich sehr weinen musste. Einerseits, weil ich mich wirklich gepackt hat und ich traurig war, dass ich vorerst die Geschichte von Domi und Biff beendet musste. Diese beiden jungen Männer, haben einen kleinen Platz in meinem Herzen, weil sie sicherlich vielen Menschen zeigen können, dass Liebe unabhängig von einem Geschlecht sein kann. Das man sich seinen Eltern öffnen kann und diese auch junge Menschen mit ihrer Reaktion überraschen können. Fazit: Restsommer von Kea von Garnier ist ein wirklich sehr schöner Debütroman, der ganz ganz viel richtig macht. Kea hat eine sehr schöne Art zu schreiben und behält trotz all der Melancholie auch noch eine schöne Portion Humor inne. 🦩🦩🦩🦩🦩- für ein Buch, dass mich absolut überzeugt hat, auch wenn es sogar nicht meinem eigentlichen Leseverhalten angehört.

'Restsommer' lässt dich nochmal 16 sein. Beim Lesen begleiten wir Dominik im Sommer 2003. Seine Zukunft wirkt vorbestimmt, er soll in nicht allzu ferner Zukunft mal das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Als der neue Mitschüler Benjamin aka Biff in die Klasse kommt, wird Dominiks Welt auf den Kopf gestellt. Das Leben ist die Zeit zwischen zwei Unendlichkeiten. Was wichtig ist, ist wie wir die Zeit nutzen, die uns gegeben ist (danke, Gandalf), bevor wir nur noch ein lebloser Körper in einem Bestattungsinstitut wie dem von Dominiks Vater sind. 'Restsommer' macht unterbewusst einen Vorschlag: Liebe, Mut und Wahrheit machen das Leben lebenswert. Dem schließe ich mich gerne an. Im Verlauf der Handlung ent-wickelt sich Dominiks Persönlichkeit, die zu Beginn noch von lauter gesellschaftlichen Normen und elterlichen Erwartungen eingeengt ist. Was nüchtern einfach als eine Phase - Pubertät - des Erwachsenwerdens abgetan werden kann, ist in 'Restsommer' eine einfühlsame, authentische Geschichte über das, was junge Menschen in den Augenblicken des Älterwerdens erleben und was sie beschäftigt. Und vor allem jene, die sich plötzlich außerhalb von Normen wiederfinden, weil sie z.B. ihre Sexualität entdecken. Schulalltag, jugendliche Partys, abhauen von zuhause, unkonventioneller Alltag mit Leichen im Nebengebäude - der Schreibstil hat all diese Szenen so lebendig werden lassen, dass ich durchgehend Kopfkino hatte. (Ich hoffe, das Buch wird gut verfilmt.) Besonders schön an diesem Buch finde ich die Landschaftsbeschreibungen in Sommernächten, egal ob von einem Hochhausdach in Berlin oder auf dem niedersächsischen Dorf. Das hat natürlich was romantisierendes, aber hey - erstens werden wir auch in das Jahr 2003 zurückkatapultiert, als man noch 'Lose Yourself' auf dem MP3-Player gehört hat und man sich Klingeltöne per Bluetooth hin- und hergeschickt hat. Und zweitens tut es unter den aktuellen gesellschaftlichen Zuständen auch echt gut, sich in eine frühere Zeit hineinlesen zu können, in der alles irgendwie unbeschwerter gewirkt hat. Ich empfehle dieses Buch ab sofort als das perfekte Buch für sonnige Tage.
Ruhig und melancholisch
Ich durfte Restsommer als Rezensionsexemplar lesen. Vielen Dank dafür. Sommer. Für Jugendliche die schönste Zeit des Jahres. Das Leben genießen. Auch für Dominik. Doch er hilft viel seinem Vater. Er ist Bestatter. Und auch Dominik soll in seine Fußstapfen treten. Doch noch vor den Ferien kommt ein neuer in Dominiks Klasse. Benjamin -Biff- ist alles was Dominik nicht ist. Selbstbewusst, rebellisch und noch so viel mehr. Und doch fühlt sich Dominik zu ihm hingezogen. Doch eigentlich ist sein Leben doch schon grau durchgeplant. Dieser Roman hat mich wirklich geflasht. Eine absolut ruhige und melancholische Coming Of Age Geschichte, die Themen wie Homosexualität auf eine wirklich tolle und sehr bildhafte Darstellung darstellt. Wir durchleben die Höhen und Tiefen mit Dominik. Wie er zu sich selbst findet und auch die Ängste, die es immer wieder für ihn schwer machen. Hinzu kommen noch die sozialen Aspekte und der immense Druck. All das durchleben wir mit Dominik. Mit Biff erleben wir eher das andere Extrem. Er ist offen schwul und wird durch seinen Vater unterdrückt. Hier bitte die Triggerwarnungen beachten. Es wird heftig. Ich finde es von der Autorin hervorragend, dass sie beide Extreme herausgearbeitet hat. Auf der eine Seite die Person, die es für sich erst erkennen muss und viele von sich stößt, weil der Weg der Erkenntnis und Akzeptanz der schwerste ist und auf der anderen den offenen Typen, der aber unterdrückt wird von seiner Familie und der dadurch seelisch kaputt gemacht wird. Finde ich klasse. Ebenfalls sehr gut dargestellt ist die Tätigkeit eines Bestatters. Die Einblicke in die Arbeit sind hier auf sehr respektvolle Art gelöst. Es wird nichts verschönigt, aber es ist sehr gut beschrieben. Auch wenn es eigentlich nicht mein Hauptgenre ist, kann ich es nur wärmstens empfehlen. Ein Buch, dass durch seine ruhige und leise Art so viel mehr gibt als manch andere.
Was für ein bewegender Sommer
Dieses Buch ist alles, so voller echter Sommergefühle, Zartheit und Härte, und voll mit allem, was einen so bewegt, wenn man gerade erwachsen wird. Außerdem ist es vermutlich das einzige Buch, bei dem es um Männer geht und das ich wirklich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich habe mich keinen Moment gelangweilt und keinen Moment gefremdelt, ich habe diese Charaktere und ihre Beziehungen, ihr Ringen darum, sehr gefühlt. Die vielen schönen Metaphern und Beschreibungen transportieren außerdem so on point die Stimmung der frühen Zweitausender, dass man ganz nostalgisch werden kann, wenn man in der Zeit aufgewachsen ist. Lest dieses Buch!
Sanfter, mutiger & tiefgründiger queerer Jugendroman 📚
Ich folge Kea schon sehr lange und hatte mich extrem auf ihren ersten Roman gefreut! Daher war ich anfangs ein wenig traurig, als ich nicht so ganz mit der Story viben konnte.. als ich endlich mit den Charakteren warm wurde und der eher ruhigen Erzählweise, habe ich’s geliebt 🥹 ma merkt wie viel Herzblut in dieses Buch geflossen ist, wie wundervoll manche Zeilen verfasst wurden und wie poetisch es wirkt. In ihrem Roman treffen zwei Jungs aus unterschiedlichen Welten zusammen mit ähnlichen strugglen und Familienverhältnissen. Dominik soll unbedingt das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen und Biff scheint vielen seiner gleichaltrigen Mitschüler*innen Meilen weit voraus zu sein und ein Typ, vor dem man sich in Acht nehmen sollte. Ich mochte den vibe des Buches total gerne und auch die Zeit in der es spielt (glaube Ende der 90er?). Wer Lust auf einen ruhigen, aber auch tiefgründigen Roman hat, kann ich dieses Buch nur empfehlen 🥹 die Entwicklung zwischen Dominik und Biff wurde so feinfühlig und passend beschrieben, mit all den Höhen und Tiefen sowie Herausforderungen, wenn man sich zum ersten Mal verliebt und entdeckt, dass man als Junge auf andere Jungs steht. Wie soll die Zukunft aussehen? Welche beruflichen Wege möchte man gehen? Kann man seinem Vater sagen, dass man das Bestattungsinstitut nicht übernehmen möchte oder sich unsicher ist? Wie geht man mit einem Vater um, der seiner Vaterrolle nicht gerecht wird? Ich denke einige werden sich in diesem Roman wiederfinden können ❤️🩹 gegen Ende des Buches sind bei mir einige Tränchen geflossen! Kea ist es wunderbar gelungen, ihren Roman ,,rund“ abzuschließen 🥹

Manchmal kommt die größte Veränderung genau dann, wenn man glaubt, dass alles bleibt, wie es ist.
In „Restsommer“ bringt Kea von Garnier 2000er-Nostalgie aufs Dorf: Schönacker, Niedersachsen – viel Alltag, viel Gefühl von Stillstand. Im Zentrum steht Dominik, 16, Sohn eines alleinerziehenden Bestatters, aufgewachsen zwischen Särgen und Routinen. Sein Leben läuft – irgendwie. Schule, Zocken mit den Jungs, Zukunft verdrängen, weitermachen. Bis Biff auftaucht – selbstbewusst, schlagfertig, mühelos cool. Tag für Tag nimmt er mehr Raum in Dominiks Leben ein, und aus Dominiks diffusem Unbehagen wird eine klare Erkenntnis: Dieses Leben ist nicht seins. Da muss noch mehr sein. Stück für Stück weicht die Enge des Dorfes, als würde Biff einen Filter über Dominiks Welt legen und seine Beklemmung in Weite verwandeln. Der Stil? Direkt, ungefiltert, oft herrlich schwarz-humorig, subtil witzig und sprachlich nah an den Figuren – inklusive Entwicklung, genau wie bei ihnen selbst. Die Figuren wirken echt, kantig, sofort sympathisch. Divers, modern, extrem gut ausgearbeitet, aber nie aufgesetzt. Die Story bleibt in Bewegung – durch unvorhersehbare Ereignisse, durch Emotion, Dynamik und ehrliche Entwicklung. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin keine klaren Antworten auf die großen Fragen des Lebens gibt. So wirkt es, als würde sie die Würde ihrer Figuren wahren, die man – wie Menschen eben auch – nie zu 100 % kennt. In diesem Buch geht es um queere Liebe, Selbstfindung, familiäre Verantwortung und die Frage: Bleiben oder gehen? Was Biff und Domi sonst noch erleben, sind 400 Seiten Coming-of-Age auf höchstem Niveau – durchgehend überzeugend und so stark, dass viele andere Geschichten des Genres dagegen verblassen.

In 𝐑𝐞𝐬𝐭𝐬𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫 begleiten wir Dominik durch den letzten Sommer vor dem Erwachsenwerden. Eigentlich soll er später das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen – so wie dieser es damals ebenfalls getan hat. Doch je näher das Schulende rückt, desto größer werden seine Zweifel. Als mit Benedikt, genannt Biff, frischer Wind aus Berlin ins Dorf kommt, beginnt Dominik zu begreifen, dass das Leben vielleicht mehr bereithält als den vorgezeichneten Weg. Mit 16 sollte sich alles möglich anfühlen. Für Dominik tut es das nicht 😮💨. In seinem Umfeld gibt es klare Erwartungen, feste Rollen, kaum Spielraum. Und genau dieses Gefühl, zwischen Pflicht und eigenen Träumen festzustecken, wurde so ehrlich und greifbar beschrieben 👀. Doch mit Biff kommt eine ganz andere Perspektive ins Spiel: Großstadt, Möglichkeiten, Mut. Die beiden freunden sich an, verlieben sich... und ihre Beziehung ist einfach wundervoll 💖 Gesund, unterstützend, ehrlich. Nicht perfekt, aber echt 🫶🏻. Was mir besonders gefallen hat: Die Geschichte fühlt sich lebendig an! Man stolpert von einem Problem ins nächste, manchmal geht es bergab, und man denkt, schlimmer kann es kaum werden – und trotzdem wirkt nichts überladen oder dramatisch um der Dramatik willen. Es ist einfach menschlich. Und genau das hat die Autorin so feinfühlig umgesetzt 🥰 Restsommer ist einfach ein richtig schöner Coming-of-Age/Slice-of-Life-Roman 🙂↕️ Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen, habe mit den Figuren mitgefiebert und mich komplett in diesem Sommer verloren. Für mich definitiv ein richtig tolles Buch für warme Tage – und für alle, die Geschichten über Mut, erste Liebe und das Finden des eigenen Weges lieben 💛🫂

Dominik lebt mit seinem Vater zusammen, der ein Bestattungsinstitut betreibt. Vor einem Jahr ist Mama ausgezogen. Sie lebt jetzt mit einem anderen Mann zusammen. Dominiks Zukunft scheint vorbestimmt. Sein Vater möchte gern mit ihm zusammen in seinem Bestattungsinstitut arbeiten. Dominik hilft schon fleißig mit aber will er das wirklich? Als Biff neu in seine Klasse kommt, fahren seine Gefühle Achterbahn. Biff ist herrlich anders. Er ist unangepasst, sagt seine Meinung und hat Hunger aufs Leben. Was ist nur plötzlich los mit Dominik? Soll er weiter so sein Leben einfach hinnehmen oder etwas Neues wagen, mutig sein? Eine sensible und authentische Coming-of-Age Story erwartet uns hier. Die Atmosphäre ist eher ruhig, melancholisch. Die Hitze des Sommers, die Trägheit, für mich deutlich spürbar. Der Roman besticht durch viele feine, zarte Momente und ambivalente Gefühle, wie die in dieser Teenagerzeit so sind. Dominik verliebt sich aber das macht alles noch komplizierter. Wieviel Mut braucht man, um sein zu dürfen wer man eigentlich ist? Dominik und Biff nähern sich langsam an. Das ist so schön beschrieben. Dominik ist überwältigt, verunsichert und noch ganz viel mehr. Auf der Suche nach seiner Identität übertritt er Grenzen, wird mutiger und beginnt zu träumen. Was hält ihn eigentlich noch zu Hause? Er liebt seinen Vater aber für ihn scheint nur die Arbeit wichtig zu sein. Nach dem Auszug der Mutter fällt er in ein tiefes Loch. Dominik fühlt sich allein gelassen. Doch sein Vater ist da, wenn er es am wenigsten erwartet und am meisten braucht. Auch die Vater/Sohn Beziehung ist für mich sehr gut gelungen. Ein feiner, zarter Coming-of-Age Roman, der durch leise Töne besticht. Identität, Coming out und Vater/Sohn sind hier wichtige Themen. Ich hab das Buch sehr gern gelesen und empfehle es euch gern weiter.
Mit Restsommer legt Kea von Garnier ein schönes Debüt vor, das lange nachhallt. Im Mittelpunkt steht Dominik, der nach dem Willen seines Vaters eines Tages das familieneigene Bestattungsinstitut übernehmen soll. Doch je näher das Ende seiner Schulzeit rückt, desto drängender werden die Fragen nach seinen eigenen Wünschen und Träumen. Als er sich zum ersten Mal verliebt, gerät alles ins Wanken. Die Autorin erzählt Dominiks Geschichte mit großer Feinfühligkeit und einem sicheren Gespür für Stimmungen. Man spürt die Schwere, die auf ihm lastet, ebenso wie das zarte Aufblühen der ersten Liebe. Themen wie familiäre Erwartungen, Selbstfindung, Coming out und Mut zur Veränderung werden mit leisen, aber eindringlichen Tönen behandelt. Ohne große Dramatik, aber mit viel emotionaler Tiefe schildert die Autorin Dominiks inneren Konflikt. Man spürt seine Zerrissenheit, seine Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben und die Angst, Erwartungen zu enttäuschen. Gerade diese leisen Zwischentöne machen die Geschichte so stark. Für mich ist "Restsommer" eine tolle Sommergeschichte.
"Vielleicht verändern sich die Dinge manchmal so langsam, dass man gar nicht bemerkt, wie weit man sich schon weiterentwickelt hat."
Ein wirklich toller coming-of-age Roman von der liebenswerten Kea von Garnier. Es erinnert mich an die Zeit in der ich 16 gewesen war. ICQ, die Musik,.. das Gefühl, dass alles, aber auch irgendwie nichts, möglich ist. Eine Zeit in der man sich selbst sucht, sich fragt: Wer bin ich eigentlich? Wo will ich hin? Wieso muss ich jetzt schon diese Entscheidung treffen? Ich liebe dieses Buch. Ich wurde ab der ersten Seite in einen Sog gezogen, der mich nicht mehr los gelassen hatte. Ich musste unbedingt wissen wie es mit Nick, Biff und allen um sie herum weitergeht.
Ein Restsommer, der alles verändert
„Restsommer“ hat mich sehr an meine eigenen Sommer mit 16 erinnert: ICQ, Musik von Oasis, lange Tage und dieses Gefühl, dass alles möglich ist und gleichzeitig nichts sicher. Genau diese Sommergefühle werden im Buch extrem gut vermittelt. Der Lesefluss ist dabei so angenehm, dass man förmlich über die Seiten fliegt und das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Vom Gefühl her hat mich „Restsommer“ an Coming-of-Age-Romane wie Tschick oder Becks letzter Sommer erinnert. Auch zeitlich ist die Geschichte klar in den 2000er-Jahren verortet, was sich nicht zuletzt in der Musikauswahl widerspiegelt und viel Nostalgie erzeugt. Wir begleiten den Protagonisten Dominik, der in Schönacker lebt und dessen Zukunft scheinbar schon feststeht: Er soll irgendwann das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Doch Dominik ist spürbar in diese Erwartungen hineingepresst und hadert sehr damit. Als der neue Mitschüler Biff in seine Klasse kommt, ahnt Dominik noch nicht, dass ihn kein Sommer wie jeder andere erwartet, sondern einer, der alles Vorgezeichnete verändert. Der Schreibstil von Kea von Garnier ist leicht, ruhig und dennoch kraftvoll. Selbst das Thema Tod wird nüchtern, feinfühlig und stellenweise humorvoll behandelt. Dominik verliebt sich ungeplant, gerät innerlich aus dem Gleichgewicht und beginnt, sein Leben, seine Familie und seine Zukunft zu hinterfragen. Unter dieser Zerrissenheit leidet vor allem die Beziehung zu seinem Vater und zu seinen Freunden. „Restsommer“ vereint viele Themen eines starken Coming-of-Age-Romans: Erwachsenwerden, erste Liebe, familiäre Erwartungen und die Frage nach dem eigenen Weg. Auch nach dem Lesen denke ich noch oft an seinen Restsommer in Schönacker zurück: »Endlich all das tun, woran ich in den vergangenen Tagen in jeder freien Minute gedacht habe. Auch wenn ich nicht einmal richtige Bilder hatte. Nur ein Flirren. Sequenzen, Ahnungen. Eine Unruhe, von der ich nicht wusste, wie ich sie besänftigen sollte.«
Ein Junge der Wurzeln sucht und Flügel findet
Ein heißer Sommer Anfang der 2000er Jahre. Ein typisches Szenario für einen Coming-of-Age Roman. Die Kulisse in der Rest Sommer spielt ist dann aber gar nicht so typisch. Ein Bestattungsinstitut. Ein Platz an den Heranwachsende wohl eher nicht denken. Für Dominik ist genau das Alltag. Dominik ist so ein Junge, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Auch wenn ich ihn manchmal anstupsen wollte, um zu sagen: Hey, werd laut. Mach was. Dich dann erinnere an mein eigenes junges Ich und weiß, ja so ticken wir, wenn uns die Unsicherheit im Griff hat und das Leben mit seinen klugen Weisheiten noch vor uns liegt. Wen ich aber wirklich schütteln wollte, sind Dominik Eltern. Beide, trennungsbedingt, noch sehr mit sich selbst beschäftigt, vergessen sie dass auch ein jugendlicher Sohn noch seine Eltern braucht, aber gleichzeitig auch seine eigenen Wege gehen bzw sich ausprobieren möchte. Kea von Garnier fängt die Stimmung des Sommers, der Zeit zwischen Teenie sein und erwachsen werden, und der ersten Liebe so wunderbar ein, dass es mir leicht fiel, durch die Seiten zu fliegen. Es ist eine queere Liebesgeschichte. Das erwähne ich nur, weil es eigentlich gar nicht erwähnenswert ist. Denn es ist einfach Liebe, Verliebt sein, zwischen zwei Menschen, die einander anziehen. Und so wie es sich in dieser Geschichte einfach wohlig warm fühlt, darüber zu lesen, wünschte ich mir auch eine Gesellschaft, die Liebe einfach als Liebe akzeptiert. Bei allen Menschen. Wem mein letzter Absatz jetzt zu cozy und romantisch klingt, dem sei gesagt, dass dieses Buch keine Cozy Romance ist. Es birgt so viele Elemente in sich. Lest es einfach selbst und genießt den Sommer bzw den Gedanken daran.

Teenager in Zwangslage
INHALT Was Dominik einmal macht ist früh klar: er übernimmt das Bestattungsunternehmen seines Vaters. Aber will er das selbst auch? Dominik und Biff sind zwei Teenager an der Grenze zum Erwachsenwerden und mit dem Wunsch einen letzten coolen Sommer zu verbringen. Und was passiert danach? Wie viel Mut kostet es, sich gegen den Wunsch seines Vaters aufzulehnen? EINDRUCK UND FAZIT Coming-of-Age gefällt mir nur bedingt, aber dieses Buch hier tut es. Ein guter Roman, der am Ende ziemlich Fahrt aufnahm und mich auf jeden Fall überraschte. Ich habe mich beim lesen auch in die 2003er Jahre zurückversetzt gefühlt (bin allerdings ein bisschen jünger), das war ganz wundervoll. Dominik ist mir richtig ans Herz gewachsen, ich fand den Charakter sehr gut gezeichnet. Eine Geschichte voller Herzschmerz und Hoffnung, Entscheidungen und Selbstzweifel. Ein sehr ruhige, emotionale Geschichte, die am Ende etwas wilder wird, aber insgesamt eher ruhig bleibt. Ambivalente Gefühle in der Teenagerzeit kennen wir alle noch gut, oder?
Definitiv ein Jahreshighlight!
Restsommer ist ein Buch, das sich anfühlt wie ein warmer, endloser Sommertag. Schon nach wenigen Seiten entsteht eine ganz besondere Atmosphäre – leicht, intensiv und voller Emotionen. Die Autorin schafft es, diese typischen „Sommervibes“ so lebendig einzufangen, dass man beim Lesen fast selbst die Sonne auf der Haut spürt. ☀️ Besonders gelungen ist die literarische Umsetzung der sich langsam entwickelnden ersten Liebe zwischen den beiden Jungs. Die Beziehung wirkt zart, authentisch und niemals überstürzt. Statt großer Dramatik stehen leise Momente im Vordergrund – Blicke, Unsicherheiten und dieses vorsichtige Annähern, das so viel Gefühl transportiert. Genau darin liegt die Stärke des Romans. 👨❤️👨 Auch sprachlich überzeugt das Buch: Der Stil ist einfühlsam und atmosphärisch dicht, ohne dabei schwer zu wirken. Kea von Garnier gelingt es, Emotionen greifbar zu machen und gleichzeitig Raum für eigene Gedanken zu lassen. Restsommer ist damit nicht nur eine schöne Sommergeschichte, sondern auch eine feinfühlige Erzählung über das Verlieben, das Erwachsenwerden und die kleinen, intensiven Momente dazwischen. Ein Buch, das nachklingt.
"Restsommer" hat mich sehr intensiv berührt, fast war es mir schon zuviel. Bin momentan in nicht allzuguter psychischer Verfassung, vielleicht hat es mich deshalb so gepackt. Ein Roman voller Sommer, Hitze, Liebe, Unsicherheit, Neugier, Wut und Tod. Man wird sofort hineingezogen in die Gedankenwelt des sechzehnjährigen Dominik, der 2003 im ehemaligen Zonenrandgebiet lebt und dessen Lebensweg vorherbestimmt schrint: er soll mal das Bestattungswesen seines Vaters übernehmen. Aber Dominik hat eigentlich null Bock darauf, will seinen Vater aber auch nicht hängenlassen. Da lernt er Biff kennen, der neu ins Dorf gezogen ist. Beide entwickeln Gefühle füreinander- und Dominik will nicht länger in seiner bisherigen kleinen Welt bleiben... Feinfühlig, stimmungsvoll und tief unter die Haut gehend hat Kea von Garnier ihren Debütroman inszeniert. Ich werde ihn nicht so schnell vergessen können.
Überraschendes Highlight ✨
Wir begleiten in diesem Buch den jungen Dominik im Sommer seines letzten Schuljahres. Zwischen Bandproben und Lernen, führt er das gewöhnliche Leben eines Jugendlichen in der niedersächsischen Provinz. Wenn da das Bestattungsinstitut seines Vaters nicht wäre, in dem er für sein Gefühl viel zu viel Zeit verbringt, während er seinem Vater dort aushilft. Dominik wirkt etwas gefangen zwischen den Plänen, die seine Familie für ihn hat und der Neugierde auf die Welt. Aber als der extrovertierte Biff nach Schönacker zieht, ändert sich für Dominik so einiges. Und eine Zukunft fern ab seiner Heimat wirkt plötzlich gar nicht mehr so unrealistisch. Die Protagonisten Domi und Biff werden so real und authentisch beschrieben, dass es mir gar nicht schwer fiel, mit den beiden mitzufühlen. Ich hatte das Gefühl, ich würde diesen Sommer voller Veränderungen, Unsicherheiten und gleichzeitig ganz viel Mut mit ihnen zusammen erleben. Der Übergang zwischen Jugend und dem Erwachsen werden wurde sehr deutlich und schön geschrieben. Und dank des Bestattungsinstituts wurde parallel dazu auch der Übergang zwischen Leben und Tod deutlich. Das war ein Teil des Buches, bei dem ich mir nicht so sicher war, ob ich ihn gut lesen kann. Aber das Thema wurde aber sehr gut behandelt. Die Charaktere von Biff und Domi sind so verschieden und doch entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte Zuneigung, die mich wirklich in seinen Bann gezogen hat. Neben der Entwicklung zwischen Domi und Biff hat mich aber vor allem auch die Entwicklung zwischen Domi und seinen Eltern, speziell seinem Vater berührt. Grad gegen Ende gab es eine Szene, die mir ein paar Tränen in die Augen getrieben hat. Danke Kea, dass du mich auf diese Reise voller emotionaler, nostalgischer und tiefsinniger Momente mitgenommen hast. Dein Buch hat auf jeden Fall mein Herz erobert.

Wunderbarer Coming-of-Age Roman 👨❤️👨
Restsommer (erscheint am 18. März 2026) ist ein wunderbar warmherziger Debütroman über Liebe, Selbstfindung und das Erwachsenwerden. Von der ersten Leseprobe an war ich gefesselt und ich habe mich richtig gefreut, dass ich das Leseexemplar bei einer Verlosung gewonnen habe! Die Coming-of-Age-Geschichte um Dominik und Biff – zwei 16-jährige Jungs, die sich verlieben – ist zart, ehrlich und voller großer Fragen über Identität, Zukunft und Gefühle. Kea von Garniers Schreibstil ist leicht, atmosphärisch und hat mich an einigen Stellen oft zum Lachen gebracht. Insgesamt ein richtig tolles Buch, das mich tief berührt hat. ⭐️

Ein toller, sommerlicher Coming-of-Age-Roman über erste große Gefühle, Träume und das Erwachsenwerden. Sensibel erzählt, atmosphärisch dicht und emotional nahbar.
☀️ 𝘔𝘢𝘯𝘤𝘩𝘮𝘢𝘭 𝘴𝘦𝘳𝘷𝘪𝘦𝘳𝘵 𝘥𝘪𝘳 𝘥𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘋𝘪𝘯𝘨𝘦, 𝘥𝘪𝘦 𝘥𝘶 𝘬𝘢𝘶𝘮 𝘷𝘦𝘳𝘬𝘳𝘢𝘧𝘵𝘦𝘯 𝘬𝘢𝘯𝘯𝘴𝘵. 💭 Coming-of-Age-Geschichten liebe ich und entsprechend gespannt war ich auf diesen Roman. 𝘙𝘦𝘴𝘵𝘴𝘰𝘮𝘮𝘦𝘳 hat mich schnell abgeholt: leise, emotional und sehr stimmungsvoll erzählt er von einem Sommer, der alles verändert. Im Mittelpunkt steht Dominik, der eines Tages das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen soll. Diese Erwartung lastet spürbar auf ihm, doch sie ist längst nicht das Einzige, was ihn beschäftigt. In diesem Sommer verliebt er sich zum ersten Mal und beginnt gleichzeitig, sich selbst zu hinterfragen. Man merkt, wie schwer ihm das Dorf und seine Rolle darin fallen. Seine Entwicklung wirkt nachvollziehbar und sensibel gezeichnet: ein junger Mensch, der versucht auszubrechen und herauszufinden, wer er eigentlich sein möchte und wer er ist. Besonders schön ist die Rolle von Biff, der für Dominik ein wichtiger Halt und emotionaler Anker ist. Erwachsenwerden, Erwartungen der Familie, Identitätssuche und erste große Gefühle stehen im Mittelpunkt. Der Roman zeigt einfühlsam, wie überwältigend Übergangsphasen im Leben sein können und wie schwer es ist, den eigenen Weg zu finden. Das Setting mit dem Bestattungsinstitut ist überraschend und wirkt fast gegensätzlich zum erwarteten Sommergefühl. Genau das macht die Geschichte so besonders. Gleichzeitig entfaltet sich eine warme, sommerliche Atmosphäre voller kleiner Ereignisse und Stimmungen, die den Roman sehr lebendig wirken lassen. Der Schreibstil ist angenehm und sehr zugänglich. Die Geschichte baut eine starke emotionale Wirkung auf, sodass ich am Ende auch feuchte Augen bekam. Die Erzählweise bleibt durchgehend fesselnd und lässt viel Raum für Gefühle und Entwicklung. Ein toller, sommerlicher Coming-of-Age-Roman über erste große Gefühle, Träume und das Erwachsenwerden. Sensibel erzählt, atmosphärisch dicht und emotional nahbar. Eine klare Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅ (9/10)

Leseexemplar/ Gewinn „Manchmal serviert dir das Leben Dinge, die du kaum verkraften kannst.“ Restsommer/ Kea von Garnier/ Blessing/ ET 18.02.26 Du bist Dominik, du bist 16 Jahre alt, es ist 2003, du lebst mit deinem Vater der Bestatter ist auf einem kleinen Dorf, Mama ist schon lange weg und du fühlst dich gefangen. Im Sein, in der Zukunft, in allem. Und dann zieht wer neues ins Dorf und dein ganzes Leben ändert sich… Restsommer ist ein Buch zum Wohlfühlen, ein Buch über das Erwachsen werden. Es ist warm, es ist queer, es ist ein Kampf in die Freiheit und ein Ruf in die Welt. Die Autorin hat es ganz emotional und humorvoll geschafft, mich direkt zu Beginn zu verzaubern. Die Geschichte von Dominik und Biff berührt und zeigt auch, das das Leben ein Kampf ist. Ein Buch das dem Herzen gut tut und damit 4,5/5 ✨

Ein toller Coming- of- Age Roman
Restsommer" von Kea von Garnier ist ein wunderschöner und gleichzeitig auch immer wieder tragischer Coming- of- Age Roman, der viele Emotionen in mir ausgelöst hat. Im Mittelpunkt der Handlung steht Dominik, der einen Sommer voller Freundschaft, Liebe, Zweifel, Existenzfragen, neuer Erfahrungen und vielem mehr erlebt, wobei Freud und Leid hier nah beieinander liegen. Die Interaktionen zwischen Dominik und Biff haben mich sehr berührt und begeistert. Die Autorin hat alle Facetten ihrer Beziehung eindrücklich und einfühlsam geschildert und mich als Leserin intensiv mit den beiden mitfühlen lassen. Auch die Beziehung zwischen Dominik und seinen Eltern habe ich als sehr authentisch empfunden und die Konflikte wurden am Ende auf eine tolle Art und Weise aufgelöst. Alles in allem hat mich die Geschichte vollends überzeugt und begeistert. Ein wirklich toller Coming- of- Age Roman.
Melancholisch, nahbar und voller dieses bittersüßen Gefühls eines letzten unbeschwerten Sommers. ☀️📖
Erinnert ihr euch noch an den Sommer, als ihr 16 wart ? Dieses Buch wird euch mit Sicherheit gedanklich zurück in diese Zeit katapultieren. „Restsommer“ hat mich beim Lesen unglaublich nostalgisch gemacht. In diese besondere Zeit zwischen Jugend und Erwachsenwerden, der letzte echte Sommer in Freiheit, bevor die Oberstufe oder Ausbildung anfangen und plötzlich alles Ernst wird. Genau dieses Gefühl fängt das Buch so authentisch ein. Es erzählt von dieser intensiven Findungsphase, in der man zwischen Erwartungen, Unsicherheiten und dem Wunsch, den eigenen Weg zu gehen, irgendwie versucht herauszufinden, wer man eigentlich ist. Dabei aber im Endeffekt einfach mal LEBT. Besonders die Atmosphäre hat mich abgeholt: Sommernächte, jugendlicher Leichtsinn, dieses Gefühl von Aufbruch… Die Beziehung zwischen Nick und Biff entwickelt sich ruhig und natürlich und zeigt vor allem dieses innere Chaos, wenn man merkt, dass die eigenen Gefühle nicht ins klassische Raster passen. Gut fand ich, dass das Thema Homosexualität hier nicht überdramatisiert wird mit Mobbing, Homophobie und co. Tbh ist es einfach mal schön solch eine Liebesgeschichte zu lesen, die sich nicht nur über Konflikte definiert. Stattdessen geht es mehr um Nähe, Unsicherheit und echtes emotionales Wachstum. Ich habe vor allem die Szenen in Berlin sehr genossen. Einfach Freiheit pur! Berlin halt.. Overall: Für mich das perfekte Buch für warme Sommertage! Melancholisch, nahbar und voller dieses bittersüßen Gefühls eines letzten unbeschwerten Sommers. ☀️📖

Man ist ganz nah dran an den Figuren - sehr zu Herzen gehend!
Der Roman (mit sehr schönem Cover) handelt von Dominik, einem Jugendlichen, der mit seinem Vater zusammenlebt. Sein Vater wünscht sich, dass Dominik mal sein Bestattungsinstitut weiterführt. Aber was ist mit seinen eigenen Plänen? Und was passiert, als sich Dominik zum ersten Mal verliebt, ganz anders als gedacht? Restsommer ist ein Roman, der nach Sommer schmeckt und nach Aufbruch riecht. Ein Coming-of-Age-Roman der Spitzenklasse! Der Roman beginnt recht ruhig und nimmt dann unglaublich an Fahrt auf, so dass er sich zum Pageturner entwickelt. Hervorzuheben ist nicht nur die Story, sondern die Erzählweise und der Schreibstil. Man fühlt förmlich den trockenen Sommerstaub auf den Lippen und ich habe mich noch nie! so sehr in die Hauptfiguren hineinversetzen können, wie in diesem Buch! Das hat an manchen Stellen richtig weh getan und etliche Taschentücher gebraucht. Die zwei Protagonisten sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich sehr traurig war, als das Buch zuende war. Unbedingt Lesen!

Dominik ist 16 Jahre alt und wohnt in einer Kleinstadt namens Schönacker. Dort passiert für einen heranwachsenden Jungen wie Dominik nicht viel. Er vertreibt sich die Zeit mit seinen Freunden im Freibad und bei der Bandprobe. Ab und an hilft er im Bestattungsunternehmen seines Vaters. Dieses soll er irgendwann einmal übernehmen, so der Wunsch von Dominiks Vater. Aber ist das auch sein eigener Wunsch? Als Biff, ein neuer Schüler, in Dominiks Klasse kommt, wird seine Welt, wie er sie kennt, auf den Kopf gestellt... "Restsommer" ist ein Coming of Age Roman, der alles hat, was eine gute Sommerlektüre so brauchen könnte: Nostalgie (hier a la 2003), Freibadvibes, Abenteuer und die große Frage "Wer bin ich?". Dominik trägt die Geschichte als Protagonist hervorragend. Er ist unsicher, wohin es in seinem Leben gehen soll und freundet sich mit Biff an, der ihm zeigt, dass es auch noch andere Aspekte des Lebens gibt als regelkonform das Familienunternehmen zu erben. Trotz der vielen Reibungspunkte habe ich die Dynamik zwischen Dominik und seinem Vater geliebt! Kea von Garnier beschreibt die Beziehung der beiden so authentisch und vielschichtig, wie sie zwischen Eltern und Kinder eben sein kann. Dominiks Zerrissenheit und die Abwägung wie er nach der Schule sein Leben gestalten möchte, war so greifbar und manchmal auch frustrierend. Am liebsten hätte ich ihn in den Arm genommen und ihm gesagt, dass alles gut werden wird. Kea von Garnier hat hier ein starkes Debüt hingelegt und ich möchte noch gerne mehr von ihr lesen.
Zwischen Wollen und Müssen
Dominik wächst bei seinem Vater auf, nachdem seine Mutter sie vor einem Jahr verlassen hat. Der Vater von Dominik hat ein Bestattungsinstitut und hofft, dass sein Sohn dieses eines Tages übernimmt. Dominik will weder seinen Vater verletzen, noch das Institut übernehmen und schaut in eine Zukunft, die er eigentlich nicht will. Als Benjamin in seine Klasse kommt freunden sich die Beiden an. Benjamin (Biff) hat eine Lockerheit an sich die Dominik importiert. Mit Biff wird das Leben in Schönacker abwechslungsreich und intensiv. Kea von Garnier erzählt von der Zerrissenheit in der Jungend. Ein ständiger Kampf zwischen Wollen und Müssen. Man soll Entscheidungen treffen, die einen überfordern. Dabei ist man damit beschäftigt, sich selbst zu finden. Diese Stimmung wird in dem Buch gut herüber gebracht. Ein tolles Buch mit authentischen Charakteren, die ich richtig lieb gewonnen habe.
Ruhiges, aber tiefgehendes Buch, das lange nachwirkt
Restsommer wirkt auf den ersten Blick wie ein leichter Sommerroman, trägt aber zwischen den Zeilen spürbar schwere Themen. Die Geschichte entfaltet sich ruhig und kommt ohne klassischen Plottwist aus – was ihr aber überhaupt nicht schadet. Biff’s und Dominik’s Geschichte lebt von Emotionen und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Auch wenn ich mich in keinen der Charaktere wirklich wiederfinden konnte, sind sie so feinfühlig und detailliert beschrieben, dass ich trotzdem mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten habe. Die Geschichte ist unglaublich berührend und ging mir sehr nah. Die Beziehung der beiden Jungs ist leise, aber intensiv und bleibt im Kopf. Der Schreibstil ist dabei unheimlich angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Vor allem gegen Ende wurde es sehr emotional und hat mich mehrfach zu Tränen gerührt. Insgesamt ein ruhiges, aber tiefgehendes Buch, das lange nachwirkt. Ich bin großer Fan von Restsommer!!

Sommerbuch
Mir hätte es wahrscheinlich noch besser gefallen, wenn ich es an einem Sommertag auf dem Bootssteg in Schweden durchgesuchtet hätte, denn das Potenzial hat das Buch definitiv. Jetzt im kühlen Aprilwind fand ich es zwar gut und teils auch sehr eindrücklich zu lesen, aber am Ende fand ich die Geschichte doch zu konstruiert und glatt. Yet another Coming-of-Age-Sommerroman. 😎🍦🏖️🚲
Eine wunderschöne Geschichte über das Erwachsenwerden 🫶🏻
Kea von Garnier hat hier ein wirklich besonderes Werk geschaffen. Mich hat die Geschichte um Nick und Biff von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Es ist eine sehr sanfte, ruhige Erzählung, die an den richtigen Stellen dennoch unglaublich aufwühlend ist – eben eine Geschichte, wie sie das Leben selbst schreiben könnte. Beim Lesen entdeckt man sich in so vielen Momenten wieder; ich konnte die beiden Charaktere und ihre Gefühle absolut nachempfinden. Es war toll, durch das Buch noch einmal einen Blick zurück in die eigene Jugend zu werfen, diesmal jedoch mit der Erfahrung und dem Blickwinkel eines „Erwachsenen“. Ich habe so sehr mit den beiden mitgefiebert! Das Ende hat mich dann auf eine Weise gerührt, wie ich es schon lange nicht mehr bei einem Buch erlebt habe. Mein Fazit: Wer eine rasante, actiongeladene Handlung erwartet, ist hier vielleicht fehl am Platz. Wer sich aber die Zeit nimmt und wirklich in die Atmosphäre eintaucht, wird einen wunderschönen „Rest Sommer“ erleben.
🌅 „Ein Sommer, der alles verändert“
„Restsommer“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen abgeholt – und ehrlich gesagt auch emotional zerstört (im besten Sinne 😭💔). Im Mittelpunkt steht ein 16-jähriger Junge, der eigentlich das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen soll. Doch je mehr er darüber nachdenkt, desto größer wird die Frage: Ist das wirklich sein Leben? 🤔 Als dann ein neuer Junge in die Stadt kommt, verändert sich alles. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, intensive Liebesgeschichte 🫶🌈 – und plötzlich beginnt unser Protagonist, das Leben wirklich zu fühlen, zu hinterfragen und auszukosten. Dieses Buch ist so viel mehr als eine Coming-of-Age-Story. Es geht um Selbstfindung, Mut und die große Frage: Lebe ich mein Leben wirklich so, wie ich es will? 🌱✨ Ich habe beim Lesen gelacht, geweint und mein Herz mehrfach neu zusammensetzen müssen. Die Emotionen sind so roh und echt, dass sie noch lange nachhallen. Für mich ist „Restsommer“ ein absolutes Jahreshighlight 💫 – ein Buch, das ich nie vergessen werde. Ganz klare Empfehlung! 💙📖 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und mein ganzes Herz noch dazu 💔💙
Ein stimmungsvolles, berührendes und humorvolles Debüt, das zeigt, wie schwer – und wie schön – es sein kann, erwachsen zu werden.
„Restsommer“ ist ein stimmungsvolles, leicht zu lesendes Coming-of-Age-Debüt, das einen Sommer voller Selbstfindung und erster Liebe einfühlsam erzählt. Die Hauptfigur Dominik ist so nahbar und authentisch gezeichnet, dass man seine Zweifel und Emotionen gut nachvollziehen kann. Wer eine leichte Sommerlektüre sucht, dem sei dieses Buch sehr empfohlen.
In meinem wilden Herzen
Bei diesem Roman fällt mir sofort das Gedicht „In meinem wilden Herzen“ von Rainer Maria Rilke ein. „Ach in meinem wilden Herzen wohnt obdachlos, die Unvergänglichkeit .“ - das strahlt Jugend aus, alles liegt vor einem, man möchte etwas unbedingt und kann es doch nicht haben, weil sie einen nicht lassen, weil man erst erwachsen werden muss. Dabei ist es die Vergänglichkeit, die allgegenwärtig in Dominiks Alltag ist. Erster Sohn des Bestatters vor Ort und geht mit toten Menschen erstaunlich routiniert und auch mental sehr professionell um. Er unterstützt seinen Vater wo er nur kann, und dieser wiederum setzt alle Hoffnungen in seinen 16jährigen Sohn. Er soll das Familienunternehmen eines Tages führen. Fügt sich in sein Schicksal, weiß auch nicht so genau, was er will, aber der Wunsch, das kleine Kaff zu verlassen, wächst schon. Aber er fühlt sich dem Vater verpflichtet, der mit der Trennung von Dominiks Mutter nicht besonders gut klarkommt, und dann taucht Biff auf. Er kommt aus Berlin, und ihn umgibt eine Aura des Rebellen. Bald schon kursieren die wildesten Gerüchte über ihn. Dominik aber fühlt sich magnetisch von ihm angezogen. Löst Gefühle in ihm aus, die er bisher nicht kannte, die ihn total irritieren und die ihm Angst machen. Er kann aber nicht leugnen, dass er sich in der Gegenwart von Benjamin, wie Biff eigentlich heißt sehr wohl fühlt. Als er dessen Vater kennenlernt merkt Dominik schnell wie verletzlich sein neuer Freund ist. Nach einem Eklat flüchten Sie nach Berlin für ein einziges wildes Wochenende. Danach ist Dominiks Horizont geweitet, und gleichzeitig wird ihm der Halt entzogen. Kea von Garnier hat mich mit diesem Roman von der ersten Seite an in ihren Bann geschlagen. Die lebende Eintönigkeit des Heimatdorf von Dominik vermittelt Sicherheit, denn hier kennt jeder jeden und man weiß, wo man hingehört. Freunde hat man seit dem Kindergarten und der Lehrer verkehrt oft in der gleichen Kneipe wie der Vater. Auf der anderen Seite wirkt das Szenario sehr erstickend, der Raum zur Entfaltung fehlt komplett. Die Grenzen an die Biff in seiner Familie stößt, sind noch starrer. Ich habe mit ihm gelitten und mir so sehr gewünscht, dass es einen Weg für ihn gibt, der zu ihm passt. Die Lösung seiner Probleme kam unerwartet und verlieh der Geschichten noch mal eine besondere Dynamik. Hervorragend beschrieben, fand ich die Arbeit eines Bestatters. Von Garnier hat mit vielen Details ausgearbeitet was weit von einem Weg scheint. Richtig gut hat mir gefallen, wie der sensible Junge zu einem anerkannten Gesprächspartner für die Erwachsenen in seinem Dorf gilt. Die unbändige Lebenslust der beiden Protagonisten und die permanente Gegenwart des Todes bieten ein lesenswerten Kontrast. Der Roman vermittelt einem die Probleme junger Menschen, die sich offenbaren möchten, aber unsichtbare Grenzen sehen. Es gab ein paar Stellen, bei denen ich laut mit den Hauptfiguren gesprochen habe „Nun redet doch endlich mal miteinander“ ging es mir ein paarmal durch den Kopf, denn hätten sie dieses getan wären einige Probleme gar nicht vorhanden gewesen. Man könnte meinen, dass wir es hier mit einem Jugendbuch zu tun haben. Viele Elemente sprechen dafür. Aber ich muss zugeben, dass mich die Themen, die sehr weit weg von meiner Lebensrealität sind, trotzdem sehr interessiert haben. Deswegen spreche ich eine große Leseempfehlung aus, besonders für junge Menschen, die anders sind als ihre Familie das vielleicht wünscht. Aber auch Büchermenschen, die eine außergewöhnliche Liebesgeschichte auf dem Weg zum Erwachsenen werden begeistern kann, sollten zu diesem Buch greifen.
Die Toten auf dem Rücksitz.
„Mit deinen Narben, den Platten, deiner Hoffnung, diesem T-Shirt und dem letzten Geld“ (Thees Uhlmann - Die Toten auf dem Rücksitz) Restsommer ist ein Buch, welches unter die Haut geht, ganz nah und melancholisch. Dominik ist 17, der letzte Sommer, Aufbruchsstimmung. Das Buch greift diese Zeit zwischen Jugend und Erwachsen werden auf, zwischen Erwartungen und der eigentlichen Frage: was kommt danach? Das Buch greift all diese Themen wunderbar auf, einbettet in eine zärtliche Liebesgeschichte, zwischen Biff und Dominik. Das Annähern, verheimlichen, die Angst, vor Ablehnung. Es ist gut in die Geschichte eingewoben, greifbar und nicht überzeichnet. Auch die Themen, die das Buch anspricht, sind zwar ernst, aber nicht dramatisiert. Ich habe mich als mein Jugendliches-Ich sehr gut darin wiedererkannt. In Biff und Dominik. (Vielleicht, weil ich auch selbst ein queerer Teenager war, mit psychischen Problemen und generell vom Dorf komme, entsprechend habe ich das alles sehr, sehr gut gefühlt) Restsommer ist leise, aber eindrucksvoll. Dennoch habe ich einige kleine Kritikpunkte, nichts gravierendes - eigentlich sind es „nur“ 4,5 Sterne, aber da ich sonst vom Buch so überzeugt bin, gab es hier dennoch die 5 Sterne. Einerseits ist es die Länge des Buches: 400 Seiten klingen nicht viel, sind es aber teilweise doch. Es zieht sich zwischendurch (auch wenn ich es mit einem langen, langen zähen Sommer vergleiche und entsprechend wieder zum Buch passt) und ich finde, es hätte kürzer sein können, ohne, dass es an der Wirkung einbüßt. Der zweite, kleine Kritikpunkt ist, dass es wiederrum Passagen gibt, die ich mir länger gewünscht hätte - gerade am Ende wirkte es doch, bei einigen Kapiteln, sehr gehetzt. Da wäre mehr schöner gewesen. Aber das sind nur kleine Punkte, die dem Ganzen dennoch keinen Abbruch tun. Ich würde mir eine Fortsetzung der Geschichte sehr wünschen - Dominik und Biff werden noch lange in meinem Gedächtnis bleiben. „Alles ist gut, wenn du neben mir sitzt (…)“ (Thees Uhlmann - Die Toten auf dem Rücksitz)

Fünf Sterne PLUS
Was für ein schönes Buch. Es kommen so viele Erinnerungen hoch. An die Zeit, in der ich 16 war, die erste Liebe, das erste gebrochene Herz… wunderbar gezeichnete Charaktere, eine tolle Geschichte. Ich liebe alles an dem Buch. Ich brauche eine Fortsetzung… Die beiden verdienen mehr Zeit zusammmen. 😀
Dominik ist gefangen. In seinem Leben, in den Erwartungen anderer, in der Kleinstadt, in der er aufgewachsen ist. Nach der Schule soll er das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen und weiterführen. So ist zumindest der Plan. Bis Dominik Biff kennenlernt, den neuen Mitschüler aus Berlin. Biff zeigt Dominik, dass das Leben so viel mehr ist als zurechtgelegte Pläne, der Ort, an dem man aufgewachsenen ist oder dem, was andere von einem halten. Und manchmal braucht es eben Mut, um im Leben seinen eigenen Weg zu finden und auch zu gehen. "Restsommer" erzählt leise, vorsichtig und in wirklich wunderschöner Sprache von Dominik und Biffs gemeinsamen Sommer. Von Tagen am See, flirrender Hitze und Partys nach der Schule. Und auch von Liebe. Kea von Garnier schafft es die Charaktere zum Leben zu erwecken, sie nahbar zu machen und ihre Emotionen durch die Seiten in einen hineinfließen zu lassen. Vor allem die immer wiederkehrenden Einblicke in die Arbeit als Bestatter fand ich super interessant. Restsommer ist auf jeden Fall ein Roman, der von den Figuren und der Atmosphäre im Buch lebt und nicht so sehr von der Handlung. In der Mitte des Romans war mir das Tempo zwischenzeitlich ein bisschen zu langsam, aber ich war vor allem durch den Witz in Dominiks Sprache und den Gefühlen während des Lesens trotzdem hooked. Ich empfehle den Roman jeder Person, die Lust hat einzutauchen in die flirrende Hitze des Sommers, die großen Gefühle der ersten Liebe und die Aufregung vor dem Sprung ins eigene Leben.






















































