
Das Buch folgt Lee Fiora, die ein Stipendium für ein Elite-Internat in Boston erhält. Obwohl sie witzig, talentiert und selbstbewusst ist, fühlt sie sich auf dem Internat plötzlich wie ein Niemand. Das Buch ist eine typische Coming-of-Age-Geschichte über das Finden neuer Freundschaften, das Verlieren von Freundschaften, das erste Verlieben, das Erkunden von Sexualität und die Schwierigkeiten in der Schule. Gleichzeitig behandelt das Buch aber auch wichtige Themen wie Rassismus, Klassenunterschiede und Mobbing. Es gab viele Dinge, die mich an mich selbst als Teenager erinnert haben und daran, wie sehr ich oft zu kämpfen hatte. Lee Fiora vermittelte mir häufig den Eindruck, dass sie nicht nur schüchtern ist, sondern vielleicht auch etwas wie eine Social Phobie haben könnte? Sie hat große Schwierigkeiten, aus sich herauszukommen, hinterfragt alles was sie tut, und hat Probleme, für sich selbst einzustehen. Die Art, wie sie ständig Angst hat, dass andere sie nicht mögen, dass sie irgendwie doch heraussticht, dass ihre wenigen Freunde mit Ihr wiederum nicht so eng befreundet sind wie mit anderen, dass sie sie nicht so akzeptieren wie sie ist – das hat mich sehr an mich selber damals erinnert. Ich hatte ziemlich ähnliche Unsicherheiten und kämpfe teilweise bis heute noch damit. Manchmal denke ich: „Mögen sie mich wirklich?“, „Sehen sie mich wirklich als gute Freundin?“, „Warum haben sie mich nicht gefragt, ob ich mitkomme – bin ich nicht wichtig? Wollen sie mich nicht dabeihaben?““Hab ich was falsch gemacht?“. Ich muss mich oft selbst stoppen, damit sich diese Gedanken nicht immer weiter hochschaukeln. Aber viele schlechte Erfahrungen in diesem Bereich machen es manchmal schwer. Erwartet keinen großen „Plot“ oder besser gesagt keine großen Wendungen. Es ist ein Coming-of-Age-Buch und zeigt genau das – mit den alltäglichen Themen, die wir fast alle durchlebt haben als Teenager. Es ist ein Buch, mit dem man sich hier und da gut identifizieren kann. Auch wenn ich das Lesen genossen habe, finde ich, dass es ein bisschen kürzer hätte sein können, denn etwa 600 Seiten sind wirklich VIEL. Wenn du Lust auf eine Geschichte über das ganz normale Teenagerleben an einer Eliteschule hast, kann ich es definitiv empfehlen!











