Moby Dick
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Description
Der Wunsch nach Rache treibt ihn über alle Weltmeere ...
Kapitän Dahab hat dem großen weißen Wal Moby Dick Rache geschworen. Das gigantische Tier hat nämlich das verschlungen, was Dahab lieb und teuer ist: Sein Vermögen! Und nun ist er bereit, den Wal durch alle sieben Weltmeere zu jagen, um seinen Reichtum wiederzuerlangen, koste es, was es wolle!
In dieser Nacherzählung eines literarischen Klassikers spielen die beliebtesten Bewohner Entenhausens die Hauptcharaktere. Liebevoll und kindgerecht umgeschrieben können auch die Kleinsten die Meere der Welt bereisen und auf die Jagd nach dem riesigen weißen Wal gehen.
Book Information
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Wal - Da bläst er! 🐳
Nennt mich meinethalben Ismael. So beginnt ein eines der Meisterwerke der Weltliteratur, geschrieben von Herman Melville aus dem Jahre 1851. Das Buch erzählt die Geschichte von dem Matrosen Ismael, welcher auf dem Walfangschiff Pequod, unter dem Kommando von Kapitän Ahab, anheuert. Aber ich denke, dass ich das euch nicht erzählen muss, da die Geschichte jedem ein Bergriff sein sollte. Bisher kannte ich nur den Film, von 1956, mit Gregory Peck und so habe ich mich nun diesem Buch gewidmet. Am Anfang, wie meistens bei Geschichten die älter sind, hatte ich einige Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Nach kurzer Zeit war ich dann aber im Flow und konnte jede Seite genießen. Für mich ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte.

Moby-Dick ist wohl eines der Bücher, von dem viele schon einmal gehört haben, das aber im Vergleich dazu verhältnismäßig wenige gelesen haben dürften. Und ich muss zugeben, dass ich auch mit einer ziemlich falschen Vorstellung an dieses Buch herangegangen bin, irgendwie dachte ich an einen Abenteuerroman des 19. Jahrhunderts. Und ja, natürlich passiert auch einiges in diesem Buch, aber der eigentliche Kampf mit Moby Dick nimmt auf die Seitenzahl gerechnet vielleicht 5 % des Buches ein. Dafür wird ausführlich die Suche nach Moby Dick beschrieben, und weite Passagen ähneln eher einem Sachbuch über Wale und Walfang. Ich habe sehr lange und mit Pausen an diesem Buch gelesen, was auch an der Sprache lag: Zwar kann ich an sich recht gut Englisch lesen, aber hier tat ich mich tatsächlich schwer: Zum einen scheint mir der Schreibstil nicht ganz unkomplex zu sein und lässt die Entstehungszeit erkennen, und zum anderen finden sich auch viele Ausdrücke aus der Schifffahrt in dem Buch, die in dem Glossar in meiner Ausgabe aber teilweise nicht enthalten waren. Trotz alldem: Dieses Buch ist eines meiner, wenn nicht das, Lesehighlights in 2025. Meines Erachtens nicht ganz einfach, aber lohnenswert zu lesen.
Eine prachtvolle Ausgabe – ein schweres, aber beeindruckendes Werk
Die Schmuckausgabe von Coppenrath ist ein echtes Kunstwerk. Schon beim Aufschlagen spürt man, wie viel Liebe in Gestaltung, Illustrationen und Details geflossen ist – ein Buch, das man eigentlich schon besitzen möchte, bevor man überhaupt eine Zeile gelesen hat. Es wirkt wie ein Schatz, der im Regal glänzt und gleichzeitig nach Abenteuer ruft. Der Roman selbst… ist allerdings eine ganz eigene Reise. Die ungekürzte Fassung ist definitiv kein leichtes Unterfangen. Melville lässt sich Zeit – viel Zeit. Teilweise fühlt es sich an, als würde die eigentliche Handlung erst im letzten Viertel Fahrt aufnehmen. Vorher besteht das Buch aus langen Exkursen, Abschweifungen, Fachwissen über Wale, Walfang, Seeleute und Philosophie. Und je nachdem, wie konzentriert man liest, ist das manchmal unfassbar interessant – aber zwischendurch auch wirklich anstrengend. Trotzdem: Wenn Melville erzählt, dann erzählt er gewaltig. Seine Sprache ist wuchtig, bildreich, fast schon poetisch. Es gibt Momente, in denen man das Salz auf der Zunge und die Gischt im Gesicht spürt, in denen die Wut Ahabs oder die Weite des Meeres absolut greifbar wird. Und genau diese Stellen tragen das Buch und machen klar, warum Moby Dick ein Klassiker ist. In Kombination mit der prachtvollen Coppenrath-Ausgabe entsteht ein besonderes Leseerlebnis: anspruchsvoll, manchmal mühsam, aber am Ende stolz-machend. Ein Buch, das man nicht einfach „konsumiert“, sondern wirklich durchlebt. Wunderschön im Regal – und eine Herausforderung, die sich lohnt.
Moby Dick - Ich weiß nicht, ob es Gott ist oder der Wal, den wir fürchten – doch Ahab jagt beides gleichermaßen
„Moby‑Dick“, erstmals 1851 veröffentlicht, ist ein Klassiker des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte von Kapitän Ahab und seiner obsessive Jagd nach dem weißen Wal verbindet Abenteuer mit philosophischer Tiefe. Melvilles Sprache ist kraftvoll und poetisch, doch die vielen Exkurse über Walfang, Schifffahrt und Naturkunde wirken für moderne Leser manchmal langatmig. Wer sich darauf einlässt, entdeckt ein komplexes Werk voller Symbolik und Reflexionen über Schicksal, Obsession und Menschlichkeit. Für ein Buch aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt es überraschend moderne Fragen und Gedanken, verlangt aber Geduld und Aufmerksamkeit. Von mir daher 7 von 10 P. (Ein Band aus meinem Bestand)

„Moby Dick“: Ein literarischer Klassiker, der enttäuscht
Leider hat Moby Dick, ein literarischer Klassiker, meine Erwartungen enttäuscht. Obwohl ich die literarische Bedeutung und den Einfluss des Werks auf die Literaturgeschichte anerkenne, war das Leseerlebnis selbst alles andere als angenehm. Ein Hauptproblem des Buches ist die ausufernde Länge. Melville verliert sich in endlosen, detaillierten Beschreibungen des Walfangs, der Anatomie von Walen und maritimer Techniken. Diese Passagen wirken oft wie belehrende Exkurse und lenken vom eigentlichen Handlungsstrang ab, was das Lesen zu einer ermüdenden Herausforderung macht. Der Plot gerät darüber oft in den Hintergrund und entwickelt sich schleppend. Die Charaktere, allen voran Kapitän Ahab, wirken überzeichnet und schwer nachvollziehbar. Ahabs Besessenheit vom weißen Wal ist zwar thematisch interessant, wird jedoch so extrem und repetitiv dargestellt, dass sie bald an Tiefe verliert. Auch die Nebenfiguren bleiben flach und dienen größtenteils als bloße Staffage für die Handlung. Stilistisch ist Melvilles Sprache schwerfällig und umständlich. Der komplexe Satzbau und die veraltete Ausdrucksweise machen das Buch für moderne Leser schwer zugänglich. Während manche Passagen poetisch und atmosphärisch wirken, geht dies oft auf Kosten der Lesbarkeit. Das größte Manko ist jedoch die fehlende Balance zwischen Unterhaltung und Bedeutung. Moby Dick hat ohne Zweifel philosophische und symbolische Tiefe, doch diese wird durch die überladenen Details und den zähen Erzählstil erdrückt. Die Lektüre fühlt sich eher wie eine akademische Pflichtübung an als wie ein spannender Roman. Fazit: Für Leser, die sich nicht von literarischen Schwergewichten abschrecken lassen, mag Moby Dick interessant sein. Doch wer auf der Suche nach einer fesselnden Geschichte oder emotionalem Zugang ist, wird wahrscheinlich enttäuscht. Leider kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.
All-Time Top 3!
Auch beim zweiten Lesedurchgang hat mich das Buch wieder in seinen Bann gezogen. Habe ich beim ersten Mal mehr auf die Handlung geachtet, lag der Fokus dieses Mal auf den lexikonartigen Erklärungen und philosophischen Betrachtungen. Jetzt bin ich z. B. Experte in Sachen Wale, Seefahrt und Navigation Stand 1850. Ernsthaft: Diese ausschweifenden Kapitel sind stellenweise anstrengend, aber so wunderbar geschrieben, dass sie schon wieder interessant sind. Jetzt habe ich zum zweiten Mal die Übersetzung von Friedhelm Rathjen gelesen, der sie im Anhang selbst als anspruchsvollste auf dem Markt darstellt. Die Lektüre ist wirklich nicht einfach, aber man sollte nicht aufgeben. Dieses Erlebnis entschädigt, gerade im Nachhinein betrachtet, die Mühe. Ich weiß nicht, ob ich jemals eine geglättete Übersetzung des Moby-Dick lesen möchte. Hier gibt es 5 Sterne. Mehr Buch geht einfach nicht!
Ein Klassiker als Graphic Novel. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, weil mir der eigentliche Wälzer ganz schönen Respekt einflößt. Die Zeichnungen fand ich sehr passend zur Atmosphäre der Geschichte und auch sonst konnte ich mich schnell reinfinden. Insgesamt war es aber sicher von Vorteil, dass es nicht meine erste Begegnung mit dem Thema Walfang war. Vorab hatte ich mich auf diverse Längen in der Erzählung eingestellt, aber ich wurde überrascht. Es hat sich sehr zügig gelesen und war in der gezeichneten Version gut nachvollziehbar. Dennoch bin ich nicht sicher ob ich mich je an den Roman wagen werde.
Der Schreibstil ist dem Alter des Buches entsprechend zu Beginn etwas erschwert zu folgen, jedoch facettenreich ausgedrückt und die Charaktere des Buches bekamen jeder einen individuellen Ton, der sich wie ein Leitfaden durch das Buch zog. Dies erweckte bei mir leider den Eindruck, ich würde gerade einen wahren Schatz aus dem 19. Jahrhundert in den Händen halten. Im Verlaufe des Buches wurde ich jedoch mit den langweiligsten, detaillierten Beschreibungen des Walfangs und dem Leben auf der See konfrontiert und ich habe mich ertappt wie ich stets auf die noch verbleibenden Seiten blickte, um herauszufinden wann die Geschichte nun endlich fahrt aufnimmt und mich vielleicht wenigstens noch mit einer einzigartigen Story begeistert. Ich wurde aber auch mit dem Ende bitter enttäuscht und ich habe vorher noch nie ein Buch weniger nicht gelesen, während ich es gelesen habe, als dieses. Mindestens wurde mir die Geschichte des wirklichen Moby Dicks mit diesem Buch näher gebracht, aber in einer, meiner Meinung nach, äußerst langweiligen Schreibweise.
Es war gut, dass ich das Buch gelesen habe. Ich wusste vorher zwar wer Moby Dick ist, aber nicht wie die Geschichte endet.
Die Seemänner Ishmael und Queequeg heuern auf dem Walfangfisch „Pequod“ an. Getrieben von Rache, jagt Kapitän Ahab den weißen Wal Moby Dick. Die Jagd bringt ihn und seine Mannschaft in große Gefahr, doch Ahab ist bereit, alles zu geben, um seinen Erzfeind zu finden. Erst 30 Jahre nach Melvilles Tod begann man sich intensiv mit seinen Werken zu beschäftigen . Fast das ganze Buch, dachte ich daran, wie verrückt es eigentlich ist, mit so einem Schiff zu versuchen einen Wal zu töten.

Danach nannte ich einen alten bissigen Hund Ahab.
I mean, I know it's kind of cliche to pick Moby Dick as your first Melville, but... : Rory Gilmore Auch für mich war Moby Dick mein erster Melville und einen besseren Einstieg hätte ich mir kaum vorstellen können. So habe ich gemeinsam mit Ishmael auf der Pequod angeheuert und den Wahnsinn Ahabs direkt miterlebt. Die irre Jagd nach dem „großen Weißen“ verfolgen, dabei natürlich immer in der Hoffnung, dass der Wal entkommt.
Begann als Seefahrt, endete als Wahnsinn. Wer Ahab folgt, folgt ihm bis ganz nach unten.
Auf den ersten Blick klingt Moby Dick nach einem handfesten Abenteuerroman: Ein Schiff, ein Kapitän, ein Wal. Der Einstieg ist fast einladend simpel „Call me Ishmael" gehört zu den bekanntesten ersten Sätzen der Weltliteratur, und er trägt die Leichtigkeit einer Einladung zur See. Wer jedoch glaubt, ein geradliniges Seemannsgarn zu lesen zu bekommen, wird spätestens auf hoher See eines Besseren belehrt. Denn Melville lockt mit der Fassade des Abenteuers, und führt uns direkt in einen psychologischen Abgrund. Ahab: Die Anatomie des Wahnsinn Kapitän Ahab ist eine der faszinierendsten Figuren der Weltliteratur, weil Melville seinen Verfall mit chirurgischer Präzision seziert. Ahab jagt nicht den weißen Wal, er jagt seine eigene Obsession, die sich längst von jedem rationalen Ursprung gelöst hat. Der Wal, der ihm das Bein nahm, ist für ihn kein Tier mehr, sondern das personifizierte Böse der Welt, gegen das er seinen persönlichen Kreuzzug führt. Diese Verschiebung, vom greifbaren Feind zum metaphysischen Gegner, markiert den Moment, in dem aus Rache Wahnsinn wird. Was Melville dabei so beklemmend gelingt: Ahab reißt nicht nur sich selbst in den Untergang. Er reißt eine ganze Crew mit, Menschen, die wissen, dass etwas nicht stimmt, die es ahnen, die es vielleicht sogar aussprechen, und die trotzdem folgen. Es ist eine der dunkelsten Studien über Charisma, blinden Gehorsam und kollektive Selbstzerstörung, die je geschrieben wurde. Die Täuschung der einfachen Oberfläche Was dieses Buch so besonders macht, ist der erschreckende Kontrast zwischen seiner scheinbaren Zugänglichkeit und dem, wohin es den Leser wirklich führt. Die Prämisse ist schlicht, fast archetypisch, und dann treibt Melville sie unerbittlich in Dunkelheit, Obsession und Tod. Das Ende kommt nicht als Schock, sondern als unvermeidliche Konsequenz, als hätte der Roman von der ersten Seite an auf nichts anderes hingearbeitet. Und das stimmt. Er hat es. Fazit Moby Dick ist kein Buch über einen Wal. Es ist ein Buch über die Zerstörungskraft der Besessenheit und darüber, wie ein einziger Wahnsinniger genug Gravitation entwickeln kann, um alles um sich herum mit in die Tiefe zu ziehen. Melville schrieb es 1851, und es hat nichts von seiner Wucht verloren. Ein Meisterwerk, das unter der Wasseroberfläche lauert. Müsst ihr wissen.
Dieses Buch ist so voller Weisheit, Symbolik, Wortgewalt, Humor und Sachinformationen, dass es mir sehr schwer fällt meine Eindrücke zu "Moby Dick" genauer in Worte zu fassen. Bei geschätzten 60% Sachbuchcharakter, kann man nicht von einer flotten Handlung sprechen. Meiner Meinung nach, hat Melville hier aber etwas außergewöhnliches erschaffen. Allein schon seine vielen Zitate zu Tier- und Umweltschutz, zu der überheblichen Haltung derer die den Luxus haben nicht mehr selbst für ihre Nahrung sorgen zu müssen, deren Heuchelei und herablassende Sicht auf jene die noch selbst auf die Jagd gehen müssen (in diesem Fall die Waljäger), sind es wert gewesen diesen Klassiker zu lesen. Ich fand Melvilles Kritik nie missionarisch oder plakativ, sondern eher nachdenklich, oft auch mit beißendem Humor gemischt. Ich habe vorher auch noch nie ein Buch gelesen, dass derart viele Stilrichtungen vermischt. Zum einen hat man die Abrisse über Waljagd und Walkunde, dann folgen plötzlich Monologe mit Regieanweisungen, ähnlich einem Theaterstück. Diese Abschnitte sind angepasst an denjenigen der gerade spricht bzw. denkt. So sind die Gedanken des ungebildeten zweiten Steuermannes Stubb eher in einer simplen Sprache gehalten, während Ahabs Wahn und Starbucks Vorahnungen poetisch verfasst sind. Melvilles Sprachkunst ist umso bewundernswerter, wenn man bedenkt dass er selbst die Schule nicht beendet hat und erst als Bankgehilfe, dann als einfacher Matrose gearbeitet hat. "Was anders war Amerika Anno 1492 als ein freier Fisch, in den Columbus die spanische Standarte stieß, um ihn für seinen königlichen Herrn und seine königliche Herrin zu zeichnen? (...) Was war Indien für England? Was wird Mexiko eines Tages für die Vereinigten Staaten sein? Freiwild, nichts als Freiwild. Was sind die Menschenrechte und die Freiheiten der Welt? Freiwild. Was aller Menschen Meinungen und Gewissen? Freiwild. (...) Was ist der gewaltige Erdball selber? Nur Freiwild. Und was bist du, mein Leser? Auch du bist nur Freiwild - und Bannwild noch dazu."
Moby Dick Meine Bewertung des Textes (Minimum 1 Punkt / Maximum 5 Punkte): ➡️ Schreibstil/Sprache: 5 ➡️ Charaktere: 5 ➡️ Geschichte: 4 ➡️ Überraschungen/Wendungen: 3 ➡️ Spannung/Atmosphäre/Lebendigkeit: 4 ➡️ Faszination/Magnetische Wirkung: 5 ➡️ Gewichtung/Ausgewogenheit: 3 ➡️ Anspruch/Tiefe/Botschaft: 5 ⚓️ Ich habe das Buch schon vor einigen Jahren in der Übersetzung von Seiffert gelesen und jetzt erneut in der Übersetzung von Rathjen. Gesamtbewertung: 4 ⭐⭐⭐️⭐️ Das gewisse Etwas (+ oder -): +
Moby Dick ist wirklich ein sehr außergewöhnliches Buch. Ich bin mir absolut sicher, dass kein unbedarfter Leser an dieses umfangreiche Werk geht und danach behauptet, dass er so etwas erwartet hat. Was ist das eigentlich: ein Abenteuerroman? ein Sachbuch? ein Bühnendrama auf dem Planken eines Schiffs? eine philosophische und psychologische Studie über menschlichen Ehrgeiz und Wahnsinn? eine biologische, historische und mythologische Abhandlung über Wal und Jäger? eine Parabel? Irgendwie ist es eine große Vermischung von verschiedenen Stilelementen und jeder, der eine Abenteuergeschichte a la Jack London erwartet, wird hier gnadenlos enttäuscht, denn gefühlt besteht das Buch zu zwei Drittel aus handlungsloser Beschreibung des Wals und des Walfangs. Was jetzt vielleicht wie eine öde theoretische Abhandlung klingt, ist für mich aber nahezu durchweg spannend gewesen. Herman Melville ist ein Chronist, der den Walfang selbst an Bord erlebte. Für die Menschen im 19. Jahrhundert gab es noch keine Möglichkeiten sich ein Bild vom Leben eines Walfängers zumachen, geschweige sich die majestätische Größe eines Pottwals vorzustellen. Aus diesem Grund holt Melville weit aus und durchsetzt seine Handlungskapitel immer wieder mit umfangreichen Abschnitten über die Menschen, Tiere und Schiffe. Daher verwundert es nicht, dass Melville die verschiedenen Walsorten im Detail beschreibt. Das hat zwar schon was pedantisches im Detailreichtum der Erzählung, ist aber aufgrund der kraftvollen und bildhaften Sprache selbst dann ein Hochgenoss, wenn er Sinn und Zweck eines jeden Masts, Segels oder Walknochens beschreibt. Mir hat das durchweg gefallen. Etwas enttäuschend war höchstens der doch ungewöhnlich schnell erzählte Schluss, wenn unser Boot mit der Mannschaft in den finalen Kampf gegen den Erzfeind des Captain Ahab zieht. Es drängt sich letztlich auf, Moby Dick als eine Parabel zu sehen, doch die Interpretation für was Wal und Jäger hier stehen, kann ich nicht liefern, denn meines Empfindens nach kann es für vieles stehen. Gut gegen Böse, Mensch gegen Natur, Mensch gegen Gott (das beste Kapitel heißt ‚Die Weiße des Wals‘ und behandelt die Deutung der Farbe Weiß. Einfach grandios), Zivilisation gegen Wildnis, Mensch gegen Meer? Melville spricht am liebsten vom Leviathan, wenn er den Wal meint, diesem drachenähnlichen dämonischen Wesen. Doch steckt neben der erschreckenden Faszination auch viele Liebe und Respekt gegenüber dem Wal in den Abhandlungen. Die Geschichte war für mich nicht neu. Die Verfilmung mit G. Peck aus den 50er Jahren sowie meine alte Kinder-Schallplatte hatte ich noch gut vor Augen und Ohren. Erstaunlich, dass die kurze LP eigentlich alles wesentliche an Handlung zusammenfasste. Darin sieht man, dass das Alleinstellungsmerkmal des Buchs, der Sachbuchteil, in der Literaturkritik und Adaption meist untergeht. Insofern war ich sehr froh, dass ich dieses Buch endlich mal in Gänze selbst gelesen habe. Es ist sicher kein perfektes Buch, aber aufgrund der Außergewöhnlichkeit des Aufbaus und der Erzählweise ist es für mich zurecht ein Meisterwerk.
Ein Abenteuerroman? Nicht wirklich, aber ein Meisterwerk!
Ich dachte, ich gehe mit „Moby-Dick“ von Herman Melville auf eine epische Jagd nach einem weissen Wal. Stattdessen halte ich ein Buch in der Hand, welches zum Teil Abenteuerroman, zum Teil Sachbuch oder fast schon Lexikon über Wale und Walfang und zu einem grossen Teil ein Exkurs ist - über die Gewinnung von Walrat. Wer also glaubt, er bekomme hier nur eine klassische Abenteuergeschichte, irrt gewaltig – und das macht den Reiz dieses Buches aus! Abenteuer, Fakten, Besessenheit – was ist „Moby-Dick“ eigentlich? Ja, Melville erzählt von der Jagd auf Moby Dick. Aber: Die eigentliche Action beginnt erst auf den letzten 150 Seiten. Davor? Alles über Wale. Wirklich alles. Über ihre Jagd, ihre Anatomie, ihre Verarbeitung – bis hin zu ihren Darstellungen in der Kunst. Und auch wenn ich die ein oder andere brutale Szenen überblättert habe, habe ich genauso oft innegehalten, mein Handy gezückt und nach Bildern von Walen gegoogelt, um mir ihre majestätische Schönheit anzuschauen. Melville schafft diesen faszinierenden Spagat zwischen grausamer Beschreibung der Jagd und einer beinahe poetischen Bewunderung für diese Tiere. Meine Lieblingskapitel waren die, über Bildnisse von Walen. „Aus all diesen Gründen müsst ihr mit hin, wie immer ihr die Sache auch betrachtet, zwingend folgern, dass der grosse Leviathan jenes einzige Geschöpf auf der Welt ist, welches bis zum letzten Tag ungemalt bleiben muss.“ (Zitat) Natürlich gab es zu dieser Zeit Bilder von Walen, aber sie waren - nunja - meistens nicht sehr treffend. Ein paar Ausnahmen gab es natürlich, aber es war für Melville unvorstellbar, dass jemals ein Mensch einen Wal in seiner ganzen Pracht sehen könnte - denn gestrandete Wale waren verformt. Ich lese gern historische Romane. Aber das hier? Das ist ein Roman aus seiner Zeit, mit dem Denken und der Logik der Menschen von damals. Und das hat mich fasziniert: Melville glaubt, dass Wale als Gattung unsterblich seien, weil wir nicht in der Lage wären, sie auszurotten: „Weswegen, all dieser Dinge wegen, wir den Wal als Gattung für unsterblich halten, wie vergänglich als Individuum auch immer.“ (Zitat) Was für ein Gedanke – und wie erschreckend, wenn man heute weiss, dass wir als Menschen sehr wohl in der Lage sind, Spezies an den Rand der Ausrottung zu bringen. Was ich nur schwer ertragen konnte, waren die Walfangszenen. Es wird beschrieben, wie Wale Angst haben – sogar Mütter mit Kälbern werden gejagt. Der Mensch hat diese Angst gesehen, sie aber einfach ignoriert. Doch Melville zeigt uns, was Besessenheit mit Menschen macht. Kapitän Ahab ist der beste Beweis: Ein Mann, der auf Rache sinnt, weil ihm Moby Dick das Bein abgerissen hat. Man bedenke dabei: Er hat den Wal angegriffen, gejagd und verwundet. Und was tut er? Er jagt das Tier bis in den Tod. „Siehe! Moby Dick sucht Dich nicht. Du seist es, du, wovon Sinnen ihn suchest!“ (Zitat) Fazit: Ein Klassiker, der mich überfordert und inspiriert hat „Moby Dick“ hat mich mit seinen verschachtelten Sätzen, langen Exkursen und brutalen Szenen oft überfordert. Aber es hat mich gleichzeitig gefesselt. Diese Mischung aus Roman, Sachbuch und philosophischer Betrachtung macht das Buch für mich zu einem Klassiker, den man gelesen haben sollte. Es war mein erster Klassiker (wir zählen "Der Besuch der alten Dame" aus Schulzeiten nicht mit) und der erste Titel der Gilmore Girls Lese-Challenge – und ich bin begeistert! Trotz seiner Länge und Komplexität hat das Buch mich gepackt und mich angeregt, mehr Klassiker zu lesen. Gilmore Girls Bücherliste #1
Natürlich darf man einen Klassiker nicht mit den gleichen Maßstäben betrachten wie ein modernes Buch. Daher möchte ich auch vorneweg sagen, dass die Sprache an sich mich gar nicht so gestört hat, ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Was mich aber irritiert hat, war, dass es eben nicht nur die Geschichte an sich gab, sondern auch immer wieder theoretische Betrachtungen des Wals/Walfangs oder der Schifffahrt im Allgemeinen. Grundsätzlich interessiert, aber teilweise extrem langatmig (zumal mich die faktischen/wissenschaftlichen Betrachtungen schon sehr interessiert haben, aber eben die kunsthistorischen beispielsweise eher nicht). Außerdem kamen diese Abhandlungen immer sehr plötzlich und haben die Geschichte irgendwie zerrissen. Unterm Strich ein tolles Buch, für das man aber echt die Muße braucht. Ich habe es am Ende nur noch als Hörbuch gehört und kaum noch das Taschenbuch in die Hand genommen.
Also dieses Hörbuch hat mir vom Inhalt her gefallen, aber die Stimme des Vorlesenden war unerträglich. Hörte sich wie KI an und dementsprechend konnte ich dem Inhalt nicht folgen. Ich habe dann auf eine gekürzte Version gewechselt und das war besser. Am besten sind jedoch die HörSPIELE, die das ganze wie ein Abenteuer vermitteln können. Da habe ich aber leider nur sehr gekürzte Versionen gefunden.
Puuh was soll ich dazu sagen. Einerseits fand ich den Anfang gut und kam schnell rein. Dann wurde es aber so zäh dass ich oft kurz davor war das Buch wegzulegen. Auch wenn man viel über den Walfang erfährt kenne ich mich einfach zu wenig mit der Seefahrt aus dass manche Erklärungen trotzdem nicht wirklich verständlich waren. Hätte für mein Empfinden auch mit der Hälfte der Seiten erzählt werden können.
Call me Ishmael – ein Satz, an den ich mich auch noch 25 Jahren erinnere, als ich das erste Mal „Moby Dick“ als Jugendbuch las. Die illustrierte Ausgabe seht ihr auf dem Bild, die mich in die Welt der Klassiker einführte. Mit Anfang 20 wagte ich mit der ungekürzten Ausgabe einen weiteren Versuch, doch leider passte es zu dem Zeitpunkt nicht. Jetzt hatte ich ein kleines Lesetief und der Funkte sprang urplötzlich über. Allerdings las ich eine gekürzte Ausgabe und der Umfang war genau richtig, dazu jedoch später mehr. In Moby Dick geht es um Kapitän Ahab, der sich an dem berühmten weißen Wal rächen möchte und bereit ist, jeden Preis zu zahlen. Ishmael heuert auf der Pequod an und begibt sich mit Kapitän Ahab auf die Jagd. Es ist ein Buch, das mich (erstaunlicherweise) sehr gefesselt hat: Ich spürte die rasende, alles beherrschende Wut Ahabs genauso wie den Drang, ihn von dieser wahnsinnigen Reise abzuhalten. Gleichzeitig war ich innerlich häufig zerrissen, weil ich mir immer wieder sagen musste, dass damals die Waljagd zum Alltag gehörte und ich mich nun einmal auf einem Walfänger befinde. Und natürlich war das Töten von Walen dort die Hauptaufgabe. Doch schwante es mir, dass es bei einem Aufeinandertreffen so vieler wilder und ungezähmter Emotionen der Protagonisten Opfer geben wird. Melville beschreibt mitunter sehr detailliert die Jagd und scheut auch nicht vor technischen Erklärungen und Ausflüge in die Biologie zurück. Es ist blutig und wird nicht beschönigt. Genauso beschreibt er die Crew. Aus dem heutigen Blickwinkel würde wahrscheinlich keiner mehr diese Beschreibungen oder Worte wählen, doch es entsprach dem damaligen Zeitgeist. Melville selbst fuhr zu See und heuerte sogar auf einem Walfänger an. Außerdem wandelt Melville regelmäßig auf philosophischen Pfaden. Tatsächlich ist dies eines der wenigen Büchern, in denen ich auch mit Markierungen gearbeitet hatte, weil ich die Gedanken so interessant fand. Und hier möchte ich auch noch einmal den Bogen zu den unterschiedlichen Ausgaben schlagen: Während ich sonst kein Fan von gekürzten Ausgaben bin, bin ich mir sicher, dass ich bei weiteren 500 Seiten Waljagd und Gedanken über das Leben irgendwann aufgegeben hätte. Mein Buch war ungefähr auf die Hälfte gekürzt (inklusive erstem Satz, der gelöscht wurde!!) und dieser Umfang passte sehr gut. Nur müsste man dem Editor für das Weglassen der berühmten ersten Worte den Hintern versohlen, verbal natürlich. Es gibt biblische Anspielungen (Ishmael) und mich hat der Zusammenhalt auf dem Schiff sehr berührt. So unterschiedlich die Menschen waren, sie konnten nur überleben, wenn sich einer auf den anderen verlassen konnte. Und genau dieser Geist schwebte die ganze Zeit über das Schiff. Und ja – ohne spoilern zu wollen – mich nahm der Verlauf der Geschichte teilweise sehr mit. Es ist kein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen würde, ganz besonders nicht in seiner ungekürzten Ausgabe. Vielleicht ist es eher eine Lektüre, bei der der Zeitpunkt passen muss und man für sich schauen sollte, wie tief man in die Welt Moby Dicks eintauchen möchte.
Ishmael heuert mit seinem einzigen Freund Queequeg auf dem Walfangschiff Pequod an. Nach dem Ablegen zeigt sich das wahre Ziel der Tour: Captain Ahab will unbedingt den weißen Wal Moby Dick fangen, durch den er sein Bein verloren hat. Koste es was es wolle.
Das Buch ist ein echter Schinken und hat sich für mich auch ziemlich gezogen. In vielen Kapiteln wird sehr technisch der Walfang und die Seefahrt beschrieben und manche Szenen waren für mich schwierig zu verstehen. Die spannenden Szenen waren etwas wenig. Die Einordnung am Ende hat mir aber geholfen, das Buch nochmal etwas positiver zu sehen. Ich bin stolz und auch ganz froh, dass ich es geschafft habe.

Moby Dick ist einer der bekanntesten Klassiker, daher musste ich ihn auch mal lesen. Der Einstieg ist sehr spannend und die Charakter wecken sofort Interesse. Queequeg ist sofort ein Favorit, da er für Spannung sorgt und äusserst loyal zu sein scheint. Danach versuchen sich die beiden Protagonisten als Walfänger unter der Führung von Kapitän Ahab. Ab da zieht sich das Buch leider sehr in die Länge. Es wird oft beschrieben, wie sie auf See treiben und anderen Schiffen begegnen. Natürlich gibt es immer wieder ein paar Hinweise, wo sich Moby Dick aufhält. Der Walfang wird sehr brutal und detailliert beschrieben, was nicht für jeden angenehm ist. Der Schreibstil ist sehr alt, was man merkt, wenn über den dunkelhäutigen Queequeg geschrieben wird. Auch das Verständnis von Queequeg ist eher hinterwäldlerisch. Leider hat mich das Buch in diesem Sinne nicht wirklich überzeugen können, dennoch finde ich es einen wertvollen Klassiker, den mal vielleicht mal gelesen haben sollte, einfach um die Anspielungen zu verstehen. Sehr wahrscheinlich werde ich dieses Buch aber nicht noch einmal lesen.
Ich habs geschafft! Ich glaubs selbst noch nicht, aber ich habs geschafft! Nach über einem Monat, in dem ich täglich in diesem Buch gelesen habe, bin ich endlich mit "Moby-Dick" durch. Dieser Wälzer hat beeindruckende 684 Seiten, auf denen um einiges weniger passiert, als ich erwartet habe. In "Moby-Dick" geht es um Captain Ahab, der Jagd auf den weißen Wal Moby-Dick macht, weil der ihm vor einigen Jahren ein Bein abgebissen hat. Koste es was es wolle - dieser Wal muss sterben. Ahab ist ein total schräger Vogel, alles an ihm strahlt diesen Hass auf den Wal aus. Verdammt, der Typ hat sein verlorenes Bein durch einen Walknochen ersetzt. Wie gruselig ist das?! Die Gesichte wird aber aus der Sicht von Ishmael erzählt, der auf Ahabs Schiff arbeitet. Ishmael arbeitet schon seit Jahren im Walfang und das merkt man als Leser auch sehr schnell. Ganze Kapitel sind der Geschichte des Walfangs gewidmet, erklären, wie man am besten einen Wal fängt, wo es in der Literatur Wale gibt und welche biologischen Auffälligkeiten bei Wale wichtig sind. Wie korrekt die Biologie heute oder auch zur Zeit Melvilles so ist, kann ich nicht sagen. Biologie gehört nicht zu meinen Stärken, ich interessiere mich einfach viel zu wenig dafür. Genau deswegen habe ich auch viele dieser Biologie-Kapitel nur überflogen. Tut mir leid, das musste sein, sonst wäre ich nämlich durchgedreht. Diese Exkurse über Wale und den Walfang waren zu Beginn noch ganz interessant, nach den ersten 50 Kapiteln dieser Art wünschte ich mir aber, dasss das jetzt bitte endlich aufhört. Doch das waren nicht die einzigen Besonderheiten, die dieser Klassiker zu bieten hat. In manchen Kapiteln wechselt Melville einfach mal das Genre. Plötzlich liest man dann keinen Roman mehr, sondern einen Text, der an ein Theaterskript erinnert. Das fand ich gar nicht so störend, zumindest hat es mich beim Lesen nicht weiter aufgehalten. Teilweise war das meiner Meinung nach sogar ganz amüsant. Aber ich hab auch schon mehrere Theaterstücke auf Englisch gelesen und studiere Literaturwissenschaft. Was mich an Ishmael, also dem Erzähler, sehr gestört hat, war die Beschreibung seines "Freundes" Queequeg. Der gehört zur Gruppe der indigenen Einwohner Amerikas und wird über weite Teile des Buches sehr von oben herab beschrieben. Laut Ishmael ist Queequeg ein Kannibale und ein Wilder, stellt sich aber später als harmlos und loyal heraus. Englisch kann er anscheinend nur wenig, Queequeg war nämlich die Person, die ich am schwersten verstanden habe. Dieses von oben herab hat mich wirklich, wirklich gestört. Mein Fazit? Dieses Buch hat mich echt viel Zeit und Nerven gekostet. Jetzt kann ich es von meiner Bucket-List streichen. Wird nicht mein neues Lieblingsbuch, das sollte klar sein.
Die atemberaubend illustrierte Schmuckausgabe von Moby Dick entführt den Leser in die schicksalhafte Welt von Kapitän Ahab und seiner obsessiven Jagd auf den Weißen Wal. Kai Würbs' einzigartige Zeichnungen katapultieren die Abenteuer auf hohe See zu neuen visuellen Höhen und machen diese Ausgabe zu einem wahren Kunstwerk. Der Klappentext von Moby Dick verspricht nicht zu viel – Leserinnen und Leser werden in ein episches Abenteuer auf hoher See hineingezogen, das den stetigen Kampf gegen die Natur und die düsteren Abgründe der menschlichen Seele beleuchtet. Die lebendige Darstellung von Kapitän Ahabs fanatischer Rache und Ismaels unzähmbare Abenteuerlust fesseln die Sinne und entführen uns in eine Welt voller Dramatik und Leidenschaft. Die Ausstattung des Buches ist ebenso beeindruckend wie der Inhalt selbst. Die großzügig illustrierte Schmuckausgabe mit aufwendigen Extras wie einer Weltkarte mit Schiffsroute, authentischen Rezepten der Matrosen und interessanten Fakten zur Geschichte des Walfangs lässt den Leser tief in den Roman eintauchen. Jedes Detail, von der Silberfolie über die Hochprägung bis zum Leseband, verleiht dieser Ausgabe einen Hauch von Luxus und Einzigartigkeit. Die Gestaltung von Kai Würbs in Kombination mit der klassischen Erzählung von Herman Melville macht diese Schmuckausgabe von Moby Dick zu einem wahren Juwel in jeder Bibliothek. Ein Meisterwerk, das die Tiefe und Schönheit dieses zeitlosen Klassikers in neuem Glanz erstrahlen lässt und Leser jedes Alter verzaubert.
Moby Dick ist wirklich ein sehr außergewöhnliches Buch. Ich bin mir absolut sicher, dass kein unbedarfter Leser an dieses umfangreiche Werk geht und danach behauptet, dass er so etwas erwartet hat. Was ist das eigentlich: ein Abenteuerroman? ein Sachbuch? ein Bühnendrama auf dem Planken eines Schiffs? eine philosophische und psychologische Studie über menschlichen Ehrgeiz und Wahnsinn? eine biologische, historische und mythologische Abhandlung über Wal und Jäger? eine Parabel? Irgendwie ist es eine große Vermischung von verschiedenen Stilelementen und jeder, der eine Abenteuergeschichte a la Jack London erwartet, wird hier gnadenlos enttäuscht, denn gefühlt besteht das Buch zu zwei Drittel aus handlungsloser Beschreibung des Wals und des Walfangs. Was jetzt vielleicht wie eine öde theoretische Abhandlung klingt, ist für mich aber nahezu durchweg spannend gewesen. Herman Melville ist ein Chronist, der den Walfang selbst an Bord erlebte. Für die Menschen im 19. Jahrhundert gab es noch keine Möglichkeiten sich ein Bild vom Leben eines Walfängers zumachen, geschweige sich die majestätische Größe eines Pottwals vorzustellen. Aus diesem Grund holt Melville weit aus und durchsetzt seine Handlungskapitel immer wieder mit umfangreichen Abschnitten über die Menschen, Tiere und Schiffe. Daher verwundert es nicht, dass Melville die verschiedenen Walsorten im Detail beschreibt. Das hat zwar schon was pedantisches im Detailreichtum der Erzählung, ist aber aufgrund der kraftvollen und bildhaften Sprache selbst dann ein Hochgenoss, wenn er Sinn und Zweck eines jeden Masts, Segels oder Walknochens beschreibt. Mir hat das durchweg gefallen. Etwas enttäuschend war höchstens der doch ungewöhnlich schnell erzählte Schluss, wenn unser Boot mit der Mannschaft in den finalen Kampf gegen den Erzfeind des Captain Ahab zieht. Es drängt sich letztlich auf, Moby Dick als eine Parabel zu sehen, doch die Interpretation für was Wal und Jäger hier stehen, kann ich nicht liefern, denn meines Empfindens nach kann es für vieles stehen. Gut gegen Böse, Mensch gegen Natur, Mensch gegen Gott (das beste Kapitel heißt ‚Die Weiße des Wals‘ und behandelt die Deutung der Farbe Weiß. Einfach grandios), Zivilisation gegen Wildnis, Mensch gegen Meer? Melville spricht am liebsten vom Leviathan, wenn er den Wal meint, diesem drachenähnlichen dämonischen Wesen. Doch steckt neben der erschreckenden Faszination auch viele Liebe und Respekt gegenüber dem Wal in den Abhandlungen. Die Geschichte war für mich nicht neu. Die Verfilmung mit G. Peck aus den 50er Jahren sowie meine alte Kinder-Schallplatte hatte ich noch gut vor Augen und Ohren. Erstaunlich, dass die kurze LP eigentlich alles wesentliche an Handlung zusammenfasste. Darin sieht man, dass das Alleinstellungsmerkmal des Buchs, der Sachbuchteil, in der Literaturkritik und Adaption meist untergeht. Insofern war ich sehr froh, dass ich dieses Buch endlich mal in Gänze selbst gelesen habe. Es ist sicher kein perfektes Buch, aber aufgrund der Außergewöhnlichkeit des Aufbaus und der Erzählweise ist es für mich zurecht ein Meisterwerk.
Das beste Buch, das ich jemals gelesen habe. Es hat mein Leben und meine Denkweise stark verändert. Ohne dieses Buch wäre ich nicht die, die ich bin.
Wer glaubt, dass es bei Moby Dick nur um den Walfang geht, der hat dieses Buch nicht verstanden. Melville zeichnet nicht nur ein detailiettes Bild der Gesellschaft und ihrer sozialen Verbindungen nach, er schreibt auch zwischen den Zeilen viele Dinge, die zum Nachdenken anregen. Wer bin ich? Wer will ich sein? Was ist der Sinn unseres Daseins? Obwohl schon über 170 Jahre alt lässt es sich problemlos in die heutige Zeit, die Gesellschaft und die Wirren des eigenen Lebens übertragen. Kein Buch hat mich mehr zum Nachdenken gebracht als dieses. Melville offenbart Fragen, die wir uns selber oft nicht stellen (wollen) und am Ende bleibt nur: Wer bin ich? Bin ich Mensch oder Wal? Ahab oder Pip? Starbuck oder Ismael? Oder von jedem etwas? Dieses Buch hilft einem, die Welt um sich herum etwas besser zu verstehen, den Sinn des Lebens (wieder-)zufinden und vorallem, dass es nie zu spät ist weiter zu machen, egal wie gering die Hoffnung ist. Sagt es nicht schon alles, dass der Einzige, der das Schiff bestieg und bereit war zu sterben, der Einzige ist, der am Ende überlebt? Man darf dieses Buch nicht lesen wie ein herkömmliches Buch. Man muss zwischen die Zeilen sehen, Melvilles Gedanken folgen, sich auf diese einlassen und sie mit in die Gegenwart nehmen. Vielleicht hat dieses Buch mein Leben gerettet, vielleicht hätte ich es auch ohne dieses Buch geschafft weiter zu kämpfen, aber es wäre ungleich schwerer geworden und selbst wenn es weniger Einfluss hatte als ich denke, verändert hat es mein Leben definitiv. Ein Buch, das in die Seele geht.
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut.. Jetzt muss ich aber leider sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin. 😔 Ich bin auf Seite 510 von 740 und Moby Dick ist noch nicht einmal aufgetaucht. Ich lese gefühlt nur Cetologie, also was für verschiedene Walarten es gibt und wie groß sie werden, Unterschied zwischen einem Pottwalkopf und einem Retwalkopf, wie sieht es mit dem Schwanz von einem Wal aus, wie lang können die die Luft anhalten, etc... Und dazu wissenswertes über Walfang, was für Waffen die haben, etc.. Aber wo ist die Geschichte?? Zwischen all diesen Erklärungen taucht hier und da mal ein Kapitel auf, wo man Ismael und Queequeg auf deren Reise begleiten kann. Und dann, mit dem nächsten Kapiteln, ist man wieder in der Cetologie oder in einer biblischen Geschichte oder wir bekommen den Lebenslauf einer unwichtigen Person zu lesen. Ja, Lisa meckert wieder viel, aber... Die Sache ist die.. Die Kapitel, wo wir die >Pequod< und die Walfänger begleiten, gefallen mir mega gut. Ich finde es spannend und interessant, auch brutal 😢 und ich möchte wissen, wie es für Moby und den Walfänger ausgeht. Aber all das andere drum herum macht es ein wenig kaputt. Oder liegt es vielleicht an mir?? 🙈 Das ich für das Buch zu blöd bin? Und das hervorragende an der Geschichte nicht erkenne?
Moby Dick is a book driven not by it’s story, but by it’s atmosphere and language. If this were an adventure story, it could’ve been at least 400 pages shorter. But it’s not. To me, Moby Dick is about madness. About a man who knows he is not thinking rationally, but driven by obsession, who has given up on trying to change that, who has given up to Moby Dick. Through all of this, Melville creates a portrayal of trauma in an accurateness one rarely sees in popular media. Still, this is far from being a 5*-book. At times, it’s badly structured, and I’m very sure being about 100 pages shorter of his digressions to marine biology wouldn’t have hurt the book. SPOILER: I’m a bit sad the friendship between Ishmael and Queequeg, which is what got me hooked in the beginning, was somehow completely dropped from the narrative after the ship had (literally) sailed.
"Klassiker" lesen ist immer so eine Sache... Manche älteren Werke kann man auch heute noch gut lesen, bei manchen fällt es schwer. Moby Dick fällt bei mir leider in die 2. Kategorie. Es ist zwar spannend, über die Seefahrt vergangener Zeit zu lesen und gerade die ersten Kapitel, bis es überhaupt auf die Fahrt geht, ist aus kultureller Sicht spannend, würde man doch bestimmte Personengruppe heute nicht mehr in diesen Klischees darstellen. Bis man auf dem Schiff ist, war es für mich daher relativ interessant, auch wenn es sich schon dort etwas gezogen hat, bis es los ging. Auf dem Schiff gab es für mich dann 2 große Probleme: 1.) die seemännische Sprache: ja sie passt zu der Walfanggeschichte, doch wenn man nicht weiß, was die ganzen fachwörter bedeuten und diese nicht erklärt werden, ist es doch schwer zu folgen, gerade wenn dann wirklich der Walfang beginnt. 2.) Moby Dick: der namensgebende Wal wird so groß aufgebaut und kommt dann nur in einem Kapitel (auch wenn dieses sehr lang im Vergleich ist) vor. Das ganze Vorspiel wird dann recht schnell zum Ende gebracht und naiv hatte ich mir hier einen längeren Plot erhofft... Ich bereue es nicht, den Klassiker gelesen zu haben und da das Buch recht dünn ist, hat es auch nicht extrem lange gedauert. Dennoch wird es bei diesem einen mal bleiben. Ich hatte irgendwie mehr, gerade Spannung, erwartet... 2/5 ⭐
An unreadable classic. Let's make this clear: There are books out there meant to be read by everyone and then there are books counted as Classic where the summary on Wikipedia or any other article is enough. Moby Dick seems to be one of these books. There are some parts I enjoyed, take the beginning and the ending, I got hooked right away and really liked the style of writing which the ending strenghtens. The rest of it is whale talk, basically and seemed a little odd and bland to me, like little pieces of other stories were mixed into the main part: What whiteness means, what whales eat, how they mate, bible verse here, bible verse there... These were the parts I was, to be honest, absolutely bored. Maybe I didn't get the meaning, maybe I'm an impatient reader.
It's one of the worst books I've ever read. Terrible and boring story, uninteresting characters, I had to stop reading this "american classic" because it was so, so bad. Pretty low standards for classics I guess. There are parts where I can see why it is called a classic, but mostly it's just period piece with boring characters. I heard that Ahab is a great character, but I read up until 35% - 40% of the book and it was not worth my time. Can't recommend it to anyone. The worst part, in my opinion, are those 5-to-15 page long explanations of different topics, might it be whales, the color white or some race thing. It does not further character development or the story and just breaks the flow. As far as I read: This would have worked much better as a short story.
Description
Der Wunsch nach Rache treibt ihn über alle Weltmeere ...
Kapitän Dahab hat dem großen weißen Wal Moby Dick Rache geschworen. Das gigantische Tier hat nämlich das verschlungen, was Dahab lieb und teuer ist: Sein Vermögen! Und nun ist er bereit, den Wal durch alle sieben Weltmeere zu jagen, um seinen Reichtum wiederzuerlangen, koste es, was es wolle!
In dieser Nacherzählung eines literarischen Klassikers spielen die beliebtesten Bewohner Entenhausens die Hauptcharaktere. Liebevoll und kindgerecht umgeschrieben können auch die Kleinsten die Meere der Welt bereisen und auf die Jagd nach dem riesigen weißen Wal gehen.
Book Information
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Wal - Da bläst er! 🐳
Nennt mich meinethalben Ismael. So beginnt ein eines der Meisterwerke der Weltliteratur, geschrieben von Herman Melville aus dem Jahre 1851. Das Buch erzählt die Geschichte von dem Matrosen Ismael, welcher auf dem Walfangschiff Pequod, unter dem Kommando von Kapitän Ahab, anheuert. Aber ich denke, dass ich das euch nicht erzählen muss, da die Geschichte jedem ein Bergriff sein sollte. Bisher kannte ich nur den Film, von 1956, mit Gregory Peck und so habe ich mich nun diesem Buch gewidmet. Am Anfang, wie meistens bei Geschichten die älter sind, hatte ich einige Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Nach kurzer Zeit war ich dann aber im Flow und konnte jede Seite genießen. Für mich ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte.

Moby-Dick ist wohl eines der Bücher, von dem viele schon einmal gehört haben, das aber im Vergleich dazu verhältnismäßig wenige gelesen haben dürften. Und ich muss zugeben, dass ich auch mit einer ziemlich falschen Vorstellung an dieses Buch herangegangen bin, irgendwie dachte ich an einen Abenteuerroman des 19. Jahrhunderts. Und ja, natürlich passiert auch einiges in diesem Buch, aber der eigentliche Kampf mit Moby Dick nimmt auf die Seitenzahl gerechnet vielleicht 5 % des Buches ein. Dafür wird ausführlich die Suche nach Moby Dick beschrieben, und weite Passagen ähneln eher einem Sachbuch über Wale und Walfang. Ich habe sehr lange und mit Pausen an diesem Buch gelesen, was auch an der Sprache lag: Zwar kann ich an sich recht gut Englisch lesen, aber hier tat ich mich tatsächlich schwer: Zum einen scheint mir der Schreibstil nicht ganz unkomplex zu sein und lässt die Entstehungszeit erkennen, und zum anderen finden sich auch viele Ausdrücke aus der Schifffahrt in dem Buch, die in dem Glossar in meiner Ausgabe aber teilweise nicht enthalten waren. Trotz alldem: Dieses Buch ist eines meiner, wenn nicht das, Lesehighlights in 2025. Meines Erachtens nicht ganz einfach, aber lohnenswert zu lesen.
Eine prachtvolle Ausgabe – ein schweres, aber beeindruckendes Werk
Die Schmuckausgabe von Coppenrath ist ein echtes Kunstwerk. Schon beim Aufschlagen spürt man, wie viel Liebe in Gestaltung, Illustrationen und Details geflossen ist – ein Buch, das man eigentlich schon besitzen möchte, bevor man überhaupt eine Zeile gelesen hat. Es wirkt wie ein Schatz, der im Regal glänzt und gleichzeitig nach Abenteuer ruft. Der Roman selbst… ist allerdings eine ganz eigene Reise. Die ungekürzte Fassung ist definitiv kein leichtes Unterfangen. Melville lässt sich Zeit – viel Zeit. Teilweise fühlt es sich an, als würde die eigentliche Handlung erst im letzten Viertel Fahrt aufnehmen. Vorher besteht das Buch aus langen Exkursen, Abschweifungen, Fachwissen über Wale, Walfang, Seeleute und Philosophie. Und je nachdem, wie konzentriert man liest, ist das manchmal unfassbar interessant – aber zwischendurch auch wirklich anstrengend. Trotzdem: Wenn Melville erzählt, dann erzählt er gewaltig. Seine Sprache ist wuchtig, bildreich, fast schon poetisch. Es gibt Momente, in denen man das Salz auf der Zunge und die Gischt im Gesicht spürt, in denen die Wut Ahabs oder die Weite des Meeres absolut greifbar wird. Und genau diese Stellen tragen das Buch und machen klar, warum Moby Dick ein Klassiker ist. In Kombination mit der prachtvollen Coppenrath-Ausgabe entsteht ein besonderes Leseerlebnis: anspruchsvoll, manchmal mühsam, aber am Ende stolz-machend. Ein Buch, das man nicht einfach „konsumiert“, sondern wirklich durchlebt. Wunderschön im Regal – und eine Herausforderung, die sich lohnt.
Moby Dick - Ich weiß nicht, ob es Gott ist oder der Wal, den wir fürchten – doch Ahab jagt beides gleichermaßen
„Moby‑Dick“, erstmals 1851 veröffentlicht, ist ein Klassiker des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte von Kapitän Ahab und seiner obsessive Jagd nach dem weißen Wal verbindet Abenteuer mit philosophischer Tiefe. Melvilles Sprache ist kraftvoll und poetisch, doch die vielen Exkurse über Walfang, Schifffahrt und Naturkunde wirken für moderne Leser manchmal langatmig. Wer sich darauf einlässt, entdeckt ein komplexes Werk voller Symbolik und Reflexionen über Schicksal, Obsession und Menschlichkeit. Für ein Buch aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt es überraschend moderne Fragen und Gedanken, verlangt aber Geduld und Aufmerksamkeit. Von mir daher 7 von 10 P. (Ein Band aus meinem Bestand)

„Moby Dick“: Ein literarischer Klassiker, der enttäuscht
Leider hat Moby Dick, ein literarischer Klassiker, meine Erwartungen enttäuscht. Obwohl ich die literarische Bedeutung und den Einfluss des Werks auf die Literaturgeschichte anerkenne, war das Leseerlebnis selbst alles andere als angenehm. Ein Hauptproblem des Buches ist die ausufernde Länge. Melville verliert sich in endlosen, detaillierten Beschreibungen des Walfangs, der Anatomie von Walen und maritimer Techniken. Diese Passagen wirken oft wie belehrende Exkurse und lenken vom eigentlichen Handlungsstrang ab, was das Lesen zu einer ermüdenden Herausforderung macht. Der Plot gerät darüber oft in den Hintergrund und entwickelt sich schleppend. Die Charaktere, allen voran Kapitän Ahab, wirken überzeichnet und schwer nachvollziehbar. Ahabs Besessenheit vom weißen Wal ist zwar thematisch interessant, wird jedoch so extrem und repetitiv dargestellt, dass sie bald an Tiefe verliert. Auch die Nebenfiguren bleiben flach und dienen größtenteils als bloße Staffage für die Handlung. Stilistisch ist Melvilles Sprache schwerfällig und umständlich. Der komplexe Satzbau und die veraltete Ausdrucksweise machen das Buch für moderne Leser schwer zugänglich. Während manche Passagen poetisch und atmosphärisch wirken, geht dies oft auf Kosten der Lesbarkeit. Das größte Manko ist jedoch die fehlende Balance zwischen Unterhaltung und Bedeutung. Moby Dick hat ohne Zweifel philosophische und symbolische Tiefe, doch diese wird durch die überladenen Details und den zähen Erzählstil erdrückt. Die Lektüre fühlt sich eher wie eine akademische Pflichtübung an als wie ein spannender Roman. Fazit: Für Leser, die sich nicht von literarischen Schwergewichten abschrecken lassen, mag Moby Dick interessant sein. Doch wer auf der Suche nach einer fesselnden Geschichte oder emotionalem Zugang ist, wird wahrscheinlich enttäuscht. Leider kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.
All-Time Top 3!
Auch beim zweiten Lesedurchgang hat mich das Buch wieder in seinen Bann gezogen. Habe ich beim ersten Mal mehr auf die Handlung geachtet, lag der Fokus dieses Mal auf den lexikonartigen Erklärungen und philosophischen Betrachtungen. Jetzt bin ich z. B. Experte in Sachen Wale, Seefahrt und Navigation Stand 1850. Ernsthaft: Diese ausschweifenden Kapitel sind stellenweise anstrengend, aber so wunderbar geschrieben, dass sie schon wieder interessant sind. Jetzt habe ich zum zweiten Mal die Übersetzung von Friedhelm Rathjen gelesen, der sie im Anhang selbst als anspruchsvollste auf dem Markt darstellt. Die Lektüre ist wirklich nicht einfach, aber man sollte nicht aufgeben. Dieses Erlebnis entschädigt, gerade im Nachhinein betrachtet, die Mühe. Ich weiß nicht, ob ich jemals eine geglättete Übersetzung des Moby-Dick lesen möchte. Hier gibt es 5 Sterne. Mehr Buch geht einfach nicht!
Ein Klassiker als Graphic Novel. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, weil mir der eigentliche Wälzer ganz schönen Respekt einflößt. Die Zeichnungen fand ich sehr passend zur Atmosphäre der Geschichte und auch sonst konnte ich mich schnell reinfinden. Insgesamt war es aber sicher von Vorteil, dass es nicht meine erste Begegnung mit dem Thema Walfang war. Vorab hatte ich mich auf diverse Längen in der Erzählung eingestellt, aber ich wurde überrascht. Es hat sich sehr zügig gelesen und war in der gezeichneten Version gut nachvollziehbar. Dennoch bin ich nicht sicher ob ich mich je an den Roman wagen werde.
Der Schreibstil ist dem Alter des Buches entsprechend zu Beginn etwas erschwert zu folgen, jedoch facettenreich ausgedrückt und die Charaktere des Buches bekamen jeder einen individuellen Ton, der sich wie ein Leitfaden durch das Buch zog. Dies erweckte bei mir leider den Eindruck, ich würde gerade einen wahren Schatz aus dem 19. Jahrhundert in den Händen halten. Im Verlaufe des Buches wurde ich jedoch mit den langweiligsten, detaillierten Beschreibungen des Walfangs und dem Leben auf der See konfrontiert und ich habe mich ertappt wie ich stets auf die noch verbleibenden Seiten blickte, um herauszufinden wann die Geschichte nun endlich fahrt aufnimmt und mich vielleicht wenigstens noch mit einer einzigartigen Story begeistert. Ich wurde aber auch mit dem Ende bitter enttäuscht und ich habe vorher noch nie ein Buch weniger nicht gelesen, während ich es gelesen habe, als dieses. Mindestens wurde mir die Geschichte des wirklichen Moby Dicks mit diesem Buch näher gebracht, aber in einer, meiner Meinung nach, äußerst langweiligen Schreibweise.
Es war gut, dass ich das Buch gelesen habe. Ich wusste vorher zwar wer Moby Dick ist, aber nicht wie die Geschichte endet.
Die Seemänner Ishmael und Queequeg heuern auf dem Walfangfisch „Pequod“ an. Getrieben von Rache, jagt Kapitän Ahab den weißen Wal Moby Dick. Die Jagd bringt ihn und seine Mannschaft in große Gefahr, doch Ahab ist bereit, alles zu geben, um seinen Erzfeind zu finden. Erst 30 Jahre nach Melvilles Tod begann man sich intensiv mit seinen Werken zu beschäftigen . Fast das ganze Buch, dachte ich daran, wie verrückt es eigentlich ist, mit so einem Schiff zu versuchen einen Wal zu töten.

Danach nannte ich einen alten bissigen Hund Ahab.
I mean, I know it's kind of cliche to pick Moby Dick as your first Melville, but... : Rory Gilmore Auch für mich war Moby Dick mein erster Melville und einen besseren Einstieg hätte ich mir kaum vorstellen können. So habe ich gemeinsam mit Ishmael auf der Pequod angeheuert und den Wahnsinn Ahabs direkt miterlebt. Die irre Jagd nach dem „großen Weißen“ verfolgen, dabei natürlich immer in der Hoffnung, dass der Wal entkommt.
Begann als Seefahrt, endete als Wahnsinn. Wer Ahab folgt, folgt ihm bis ganz nach unten.
Auf den ersten Blick klingt Moby Dick nach einem handfesten Abenteuerroman: Ein Schiff, ein Kapitän, ein Wal. Der Einstieg ist fast einladend simpel „Call me Ishmael" gehört zu den bekanntesten ersten Sätzen der Weltliteratur, und er trägt die Leichtigkeit einer Einladung zur See. Wer jedoch glaubt, ein geradliniges Seemannsgarn zu lesen zu bekommen, wird spätestens auf hoher See eines Besseren belehrt. Denn Melville lockt mit der Fassade des Abenteuers, und führt uns direkt in einen psychologischen Abgrund. Ahab: Die Anatomie des Wahnsinn Kapitän Ahab ist eine der faszinierendsten Figuren der Weltliteratur, weil Melville seinen Verfall mit chirurgischer Präzision seziert. Ahab jagt nicht den weißen Wal, er jagt seine eigene Obsession, die sich längst von jedem rationalen Ursprung gelöst hat. Der Wal, der ihm das Bein nahm, ist für ihn kein Tier mehr, sondern das personifizierte Böse der Welt, gegen das er seinen persönlichen Kreuzzug führt. Diese Verschiebung, vom greifbaren Feind zum metaphysischen Gegner, markiert den Moment, in dem aus Rache Wahnsinn wird. Was Melville dabei so beklemmend gelingt: Ahab reißt nicht nur sich selbst in den Untergang. Er reißt eine ganze Crew mit, Menschen, die wissen, dass etwas nicht stimmt, die es ahnen, die es vielleicht sogar aussprechen, und die trotzdem folgen. Es ist eine der dunkelsten Studien über Charisma, blinden Gehorsam und kollektive Selbstzerstörung, die je geschrieben wurde. Die Täuschung der einfachen Oberfläche Was dieses Buch so besonders macht, ist der erschreckende Kontrast zwischen seiner scheinbaren Zugänglichkeit und dem, wohin es den Leser wirklich führt. Die Prämisse ist schlicht, fast archetypisch, und dann treibt Melville sie unerbittlich in Dunkelheit, Obsession und Tod. Das Ende kommt nicht als Schock, sondern als unvermeidliche Konsequenz, als hätte der Roman von der ersten Seite an auf nichts anderes hingearbeitet. Und das stimmt. Er hat es. Fazit Moby Dick ist kein Buch über einen Wal. Es ist ein Buch über die Zerstörungskraft der Besessenheit und darüber, wie ein einziger Wahnsinniger genug Gravitation entwickeln kann, um alles um sich herum mit in die Tiefe zu ziehen. Melville schrieb es 1851, und es hat nichts von seiner Wucht verloren. Ein Meisterwerk, das unter der Wasseroberfläche lauert. Müsst ihr wissen.
Dieses Buch ist so voller Weisheit, Symbolik, Wortgewalt, Humor und Sachinformationen, dass es mir sehr schwer fällt meine Eindrücke zu "Moby Dick" genauer in Worte zu fassen. Bei geschätzten 60% Sachbuchcharakter, kann man nicht von einer flotten Handlung sprechen. Meiner Meinung nach, hat Melville hier aber etwas außergewöhnliches erschaffen. Allein schon seine vielen Zitate zu Tier- und Umweltschutz, zu der überheblichen Haltung derer die den Luxus haben nicht mehr selbst für ihre Nahrung sorgen zu müssen, deren Heuchelei und herablassende Sicht auf jene die noch selbst auf die Jagd gehen müssen (in diesem Fall die Waljäger), sind es wert gewesen diesen Klassiker zu lesen. Ich fand Melvilles Kritik nie missionarisch oder plakativ, sondern eher nachdenklich, oft auch mit beißendem Humor gemischt. Ich habe vorher auch noch nie ein Buch gelesen, dass derart viele Stilrichtungen vermischt. Zum einen hat man die Abrisse über Waljagd und Walkunde, dann folgen plötzlich Monologe mit Regieanweisungen, ähnlich einem Theaterstück. Diese Abschnitte sind angepasst an denjenigen der gerade spricht bzw. denkt. So sind die Gedanken des ungebildeten zweiten Steuermannes Stubb eher in einer simplen Sprache gehalten, während Ahabs Wahn und Starbucks Vorahnungen poetisch verfasst sind. Melvilles Sprachkunst ist umso bewundernswerter, wenn man bedenkt dass er selbst die Schule nicht beendet hat und erst als Bankgehilfe, dann als einfacher Matrose gearbeitet hat. "Was anders war Amerika Anno 1492 als ein freier Fisch, in den Columbus die spanische Standarte stieß, um ihn für seinen königlichen Herrn und seine königliche Herrin zu zeichnen? (...) Was war Indien für England? Was wird Mexiko eines Tages für die Vereinigten Staaten sein? Freiwild, nichts als Freiwild. Was sind die Menschenrechte und die Freiheiten der Welt? Freiwild. Was aller Menschen Meinungen und Gewissen? Freiwild. (...) Was ist der gewaltige Erdball selber? Nur Freiwild. Und was bist du, mein Leser? Auch du bist nur Freiwild - und Bannwild noch dazu."
Moby Dick Meine Bewertung des Textes (Minimum 1 Punkt / Maximum 5 Punkte): ➡️ Schreibstil/Sprache: 5 ➡️ Charaktere: 5 ➡️ Geschichte: 4 ➡️ Überraschungen/Wendungen: 3 ➡️ Spannung/Atmosphäre/Lebendigkeit: 4 ➡️ Faszination/Magnetische Wirkung: 5 ➡️ Gewichtung/Ausgewogenheit: 3 ➡️ Anspruch/Tiefe/Botschaft: 5 ⚓️ Ich habe das Buch schon vor einigen Jahren in der Übersetzung von Seiffert gelesen und jetzt erneut in der Übersetzung von Rathjen. Gesamtbewertung: 4 ⭐⭐⭐️⭐️ Das gewisse Etwas (+ oder -): +
Moby Dick ist wirklich ein sehr außergewöhnliches Buch. Ich bin mir absolut sicher, dass kein unbedarfter Leser an dieses umfangreiche Werk geht und danach behauptet, dass er so etwas erwartet hat. Was ist das eigentlich: ein Abenteuerroman? ein Sachbuch? ein Bühnendrama auf dem Planken eines Schiffs? eine philosophische und psychologische Studie über menschlichen Ehrgeiz und Wahnsinn? eine biologische, historische und mythologische Abhandlung über Wal und Jäger? eine Parabel? Irgendwie ist es eine große Vermischung von verschiedenen Stilelementen und jeder, der eine Abenteuergeschichte a la Jack London erwartet, wird hier gnadenlos enttäuscht, denn gefühlt besteht das Buch zu zwei Drittel aus handlungsloser Beschreibung des Wals und des Walfangs. Was jetzt vielleicht wie eine öde theoretische Abhandlung klingt, ist für mich aber nahezu durchweg spannend gewesen. Herman Melville ist ein Chronist, der den Walfang selbst an Bord erlebte. Für die Menschen im 19. Jahrhundert gab es noch keine Möglichkeiten sich ein Bild vom Leben eines Walfängers zumachen, geschweige sich die majestätische Größe eines Pottwals vorzustellen. Aus diesem Grund holt Melville weit aus und durchsetzt seine Handlungskapitel immer wieder mit umfangreichen Abschnitten über die Menschen, Tiere und Schiffe. Daher verwundert es nicht, dass Melville die verschiedenen Walsorten im Detail beschreibt. Das hat zwar schon was pedantisches im Detailreichtum der Erzählung, ist aber aufgrund der kraftvollen und bildhaften Sprache selbst dann ein Hochgenoss, wenn er Sinn und Zweck eines jeden Masts, Segels oder Walknochens beschreibt. Mir hat das durchweg gefallen. Etwas enttäuschend war höchstens der doch ungewöhnlich schnell erzählte Schluss, wenn unser Boot mit der Mannschaft in den finalen Kampf gegen den Erzfeind des Captain Ahab zieht. Es drängt sich letztlich auf, Moby Dick als eine Parabel zu sehen, doch die Interpretation für was Wal und Jäger hier stehen, kann ich nicht liefern, denn meines Empfindens nach kann es für vieles stehen. Gut gegen Böse, Mensch gegen Natur, Mensch gegen Gott (das beste Kapitel heißt ‚Die Weiße des Wals‘ und behandelt die Deutung der Farbe Weiß. Einfach grandios), Zivilisation gegen Wildnis, Mensch gegen Meer? Melville spricht am liebsten vom Leviathan, wenn er den Wal meint, diesem drachenähnlichen dämonischen Wesen. Doch steckt neben der erschreckenden Faszination auch viele Liebe und Respekt gegenüber dem Wal in den Abhandlungen. Die Geschichte war für mich nicht neu. Die Verfilmung mit G. Peck aus den 50er Jahren sowie meine alte Kinder-Schallplatte hatte ich noch gut vor Augen und Ohren. Erstaunlich, dass die kurze LP eigentlich alles wesentliche an Handlung zusammenfasste. Darin sieht man, dass das Alleinstellungsmerkmal des Buchs, der Sachbuchteil, in der Literaturkritik und Adaption meist untergeht. Insofern war ich sehr froh, dass ich dieses Buch endlich mal in Gänze selbst gelesen habe. Es ist sicher kein perfektes Buch, aber aufgrund der Außergewöhnlichkeit des Aufbaus und der Erzählweise ist es für mich zurecht ein Meisterwerk.
Ein Abenteuerroman? Nicht wirklich, aber ein Meisterwerk!
Ich dachte, ich gehe mit „Moby-Dick“ von Herman Melville auf eine epische Jagd nach einem weissen Wal. Stattdessen halte ich ein Buch in der Hand, welches zum Teil Abenteuerroman, zum Teil Sachbuch oder fast schon Lexikon über Wale und Walfang und zu einem grossen Teil ein Exkurs ist - über die Gewinnung von Walrat. Wer also glaubt, er bekomme hier nur eine klassische Abenteuergeschichte, irrt gewaltig – und das macht den Reiz dieses Buches aus! Abenteuer, Fakten, Besessenheit – was ist „Moby-Dick“ eigentlich? Ja, Melville erzählt von der Jagd auf Moby Dick. Aber: Die eigentliche Action beginnt erst auf den letzten 150 Seiten. Davor? Alles über Wale. Wirklich alles. Über ihre Jagd, ihre Anatomie, ihre Verarbeitung – bis hin zu ihren Darstellungen in der Kunst. Und auch wenn ich die ein oder andere brutale Szenen überblättert habe, habe ich genauso oft innegehalten, mein Handy gezückt und nach Bildern von Walen gegoogelt, um mir ihre majestätische Schönheit anzuschauen. Melville schafft diesen faszinierenden Spagat zwischen grausamer Beschreibung der Jagd und einer beinahe poetischen Bewunderung für diese Tiere. Meine Lieblingskapitel waren die, über Bildnisse von Walen. „Aus all diesen Gründen müsst ihr mit hin, wie immer ihr die Sache auch betrachtet, zwingend folgern, dass der grosse Leviathan jenes einzige Geschöpf auf der Welt ist, welches bis zum letzten Tag ungemalt bleiben muss.“ (Zitat) Natürlich gab es zu dieser Zeit Bilder von Walen, aber sie waren - nunja - meistens nicht sehr treffend. Ein paar Ausnahmen gab es natürlich, aber es war für Melville unvorstellbar, dass jemals ein Mensch einen Wal in seiner ganzen Pracht sehen könnte - denn gestrandete Wale waren verformt. Ich lese gern historische Romane. Aber das hier? Das ist ein Roman aus seiner Zeit, mit dem Denken und der Logik der Menschen von damals. Und das hat mich fasziniert: Melville glaubt, dass Wale als Gattung unsterblich seien, weil wir nicht in der Lage wären, sie auszurotten: „Weswegen, all dieser Dinge wegen, wir den Wal als Gattung für unsterblich halten, wie vergänglich als Individuum auch immer.“ (Zitat) Was für ein Gedanke – und wie erschreckend, wenn man heute weiss, dass wir als Menschen sehr wohl in der Lage sind, Spezies an den Rand der Ausrottung zu bringen. Was ich nur schwer ertragen konnte, waren die Walfangszenen. Es wird beschrieben, wie Wale Angst haben – sogar Mütter mit Kälbern werden gejagt. Der Mensch hat diese Angst gesehen, sie aber einfach ignoriert. Doch Melville zeigt uns, was Besessenheit mit Menschen macht. Kapitän Ahab ist der beste Beweis: Ein Mann, der auf Rache sinnt, weil ihm Moby Dick das Bein abgerissen hat. Man bedenke dabei: Er hat den Wal angegriffen, gejagd und verwundet. Und was tut er? Er jagt das Tier bis in den Tod. „Siehe! Moby Dick sucht Dich nicht. Du seist es, du, wovon Sinnen ihn suchest!“ (Zitat) Fazit: Ein Klassiker, der mich überfordert und inspiriert hat „Moby Dick“ hat mich mit seinen verschachtelten Sätzen, langen Exkursen und brutalen Szenen oft überfordert. Aber es hat mich gleichzeitig gefesselt. Diese Mischung aus Roman, Sachbuch und philosophischer Betrachtung macht das Buch für mich zu einem Klassiker, den man gelesen haben sollte. Es war mein erster Klassiker (wir zählen "Der Besuch der alten Dame" aus Schulzeiten nicht mit) und der erste Titel der Gilmore Girls Lese-Challenge – und ich bin begeistert! Trotz seiner Länge und Komplexität hat das Buch mich gepackt und mich angeregt, mehr Klassiker zu lesen. Gilmore Girls Bücherliste #1
Natürlich darf man einen Klassiker nicht mit den gleichen Maßstäben betrachten wie ein modernes Buch. Daher möchte ich auch vorneweg sagen, dass die Sprache an sich mich gar nicht so gestört hat, ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Was mich aber irritiert hat, war, dass es eben nicht nur die Geschichte an sich gab, sondern auch immer wieder theoretische Betrachtungen des Wals/Walfangs oder der Schifffahrt im Allgemeinen. Grundsätzlich interessiert, aber teilweise extrem langatmig (zumal mich die faktischen/wissenschaftlichen Betrachtungen schon sehr interessiert haben, aber eben die kunsthistorischen beispielsweise eher nicht). Außerdem kamen diese Abhandlungen immer sehr plötzlich und haben die Geschichte irgendwie zerrissen. Unterm Strich ein tolles Buch, für das man aber echt die Muße braucht. Ich habe es am Ende nur noch als Hörbuch gehört und kaum noch das Taschenbuch in die Hand genommen.
Also dieses Hörbuch hat mir vom Inhalt her gefallen, aber die Stimme des Vorlesenden war unerträglich. Hörte sich wie KI an und dementsprechend konnte ich dem Inhalt nicht folgen. Ich habe dann auf eine gekürzte Version gewechselt und das war besser. Am besten sind jedoch die HörSPIELE, die das ganze wie ein Abenteuer vermitteln können. Da habe ich aber leider nur sehr gekürzte Versionen gefunden.
Puuh was soll ich dazu sagen. Einerseits fand ich den Anfang gut und kam schnell rein. Dann wurde es aber so zäh dass ich oft kurz davor war das Buch wegzulegen. Auch wenn man viel über den Walfang erfährt kenne ich mich einfach zu wenig mit der Seefahrt aus dass manche Erklärungen trotzdem nicht wirklich verständlich waren. Hätte für mein Empfinden auch mit der Hälfte der Seiten erzählt werden können.
Call me Ishmael – ein Satz, an den ich mich auch noch 25 Jahren erinnere, als ich das erste Mal „Moby Dick“ als Jugendbuch las. Die illustrierte Ausgabe seht ihr auf dem Bild, die mich in die Welt der Klassiker einführte. Mit Anfang 20 wagte ich mit der ungekürzten Ausgabe einen weiteren Versuch, doch leider passte es zu dem Zeitpunkt nicht. Jetzt hatte ich ein kleines Lesetief und der Funkte sprang urplötzlich über. Allerdings las ich eine gekürzte Ausgabe und der Umfang war genau richtig, dazu jedoch später mehr. In Moby Dick geht es um Kapitän Ahab, der sich an dem berühmten weißen Wal rächen möchte und bereit ist, jeden Preis zu zahlen. Ishmael heuert auf der Pequod an und begibt sich mit Kapitän Ahab auf die Jagd. Es ist ein Buch, das mich (erstaunlicherweise) sehr gefesselt hat: Ich spürte die rasende, alles beherrschende Wut Ahabs genauso wie den Drang, ihn von dieser wahnsinnigen Reise abzuhalten. Gleichzeitig war ich innerlich häufig zerrissen, weil ich mir immer wieder sagen musste, dass damals die Waljagd zum Alltag gehörte und ich mich nun einmal auf einem Walfänger befinde. Und natürlich war das Töten von Walen dort die Hauptaufgabe. Doch schwante es mir, dass es bei einem Aufeinandertreffen so vieler wilder und ungezähmter Emotionen der Protagonisten Opfer geben wird. Melville beschreibt mitunter sehr detailliert die Jagd und scheut auch nicht vor technischen Erklärungen und Ausflüge in die Biologie zurück. Es ist blutig und wird nicht beschönigt. Genauso beschreibt er die Crew. Aus dem heutigen Blickwinkel würde wahrscheinlich keiner mehr diese Beschreibungen oder Worte wählen, doch es entsprach dem damaligen Zeitgeist. Melville selbst fuhr zu See und heuerte sogar auf einem Walfänger an. Außerdem wandelt Melville regelmäßig auf philosophischen Pfaden. Tatsächlich ist dies eines der wenigen Büchern, in denen ich auch mit Markierungen gearbeitet hatte, weil ich die Gedanken so interessant fand. Und hier möchte ich auch noch einmal den Bogen zu den unterschiedlichen Ausgaben schlagen: Während ich sonst kein Fan von gekürzten Ausgaben bin, bin ich mir sicher, dass ich bei weiteren 500 Seiten Waljagd und Gedanken über das Leben irgendwann aufgegeben hätte. Mein Buch war ungefähr auf die Hälfte gekürzt (inklusive erstem Satz, der gelöscht wurde!!) und dieser Umfang passte sehr gut. Nur müsste man dem Editor für das Weglassen der berühmten ersten Worte den Hintern versohlen, verbal natürlich. Es gibt biblische Anspielungen (Ishmael) und mich hat der Zusammenhalt auf dem Schiff sehr berührt. So unterschiedlich die Menschen waren, sie konnten nur überleben, wenn sich einer auf den anderen verlassen konnte. Und genau dieser Geist schwebte die ganze Zeit über das Schiff. Und ja – ohne spoilern zu wollen – mich nahm der Verlauf der Geschichte teilweise sehr mit. Es ist kein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen würde, ganz besonders nicht in seiner ungekürzten Ausgabe. Vielleicht ist es eher eine Lektüre, bei der der Zeitpunkt passen muss und man für sich schauen sollte, wie tief man in die Welt Moby Dicks eintauchen möchte.
Ishmael heuert mit seinem einzigen Freund Queequeg auf dem Walfangschiff Pequod an. Nach dem Ablegen zeigt sich das wahre Ziel der Tour: Captain Ahab will unbedingt den weißen Wal Moby Dick fangen, durch den er sein Bein verloren hat. Koste es was es wolle.
Das Buch ist ein echter Schinken und hat sich für mich auch ziemlich gezogen. In vielen Kapiteln wird sehr technisch der Walfang und die Seefahrt beschrieben und manche Szenen waren für mich schwierig zu verstehen. Die spannenden Szenen waren etwas wenig. Die Einordnung am Ende hat mir aber geholfen, das Buch nochmal etwas positiver zu sehen. Ich bin stolz und auch ganz froh, dass ich es geschafft habe.

Moby Dick ist einer der bekanntesten Klassiker, daher musste ich ihn auch mal lesen. Der Einstieg ist sehr spannend und die Charakter wecken sofort Interesse. Queequeg ist sofort ein Favorit, da er für Spannung sorgt und äusserst loyal zu sein scheint. Danach versuchen sich die beiden Protagonisten als Walfänger unter der Führung von Kapitän Ahab. Ab da zieht sich das Buch leider sehr in die Länge. Es wird oft beschrieben, wie sie auf See treiben und anderen Schiffen begegnen. Natürlich gibt es immer wieder ein paar Hinweise, wo sich Moby Dick aufhält. Der Walfang wird sehr brutal und detailliert beschrieben, was nicht für jeden angenehm ist. Der Schreibstil ist sehr alt, was man merkt, wenn über den dunkelhäutigen Queequeg geschrieben wird. Auch das Verständnis von Queequeg ist eher hinterwäldlerisch. Leider hat mich das Buch in diesem Sinne nicht wirklich überzeugen können, dennoch finde ich es einen wertvollen Klassiker, den mal vielleicht mal gelesen haben sollte, einfach um die Anspielungen zu verstehen. Sehr wahrscheinlich werde ich dieses Buch aber nicht noch einmal lesen.
Ich habs geschafft! Ich glaubs selbst noch nicht, aber ich habs geschafft! Nach über einem Monat, in dem ich täglich in diesem Buch gelesen habe, bin ich endlich mit "Moby-Dick" durch. Dieser Wälzer hat beeindruckende 684 Seiten, auf denen um einiges weniger passiert, als ich erwartet habe. In "Moby-Dick" geht es um Captain Ahab, der Jagd auf den weißen Wal Moby-Dick macht, weil der ihm vor einigen Jahren ein Bein abgebissen hat. Koste es was es wolle - dieser Wal muss sterben. Ahab ist ein total schräger Vogel, alles an ihm strahlt diesen Hass auf den Wal aus. Verdammt, der Typ hat sein verlorenes Bein durch einen Walknochen ersetzt. Wie gruselig ist das?! Die Gesichte wird aber aus der Sicht von Ishmael erzählt, der auf Ahabs Schiff arbeitet. Ishmael arbeitet schon seit Jahren im Walfang und das merkt man als Leser auch sehr schnell. Ganze Kapitel sind der Geschichte des Walfangs gewidmet, erklären, wie man am besten einen Wal fängt, wo es in der Literatur Wale gibt und welche biologischen Auffälligkeiten bei Wale wichtig sind. Wie korrekt die Biologie heute oder auch zur Zeit Melvilles so ist, kann ich nicht sagen. Biologie gehört nicht zu meinen Stärken, ich interessiere mich einfach viel zu wenig dafür. Genau deswegen habe ich auch viele dieser Biologie-Kapitel nur überflogen. Tut mir leid, das musste sein, sonst wäre ich nämlich durchgedreht. Diese Exkurse über Wale und den Walfang waren zu Beginn noch ganz interessant, nach den ersten 50 Kapiteln dieser Art wünschte ich mir aber, dasss das jetzt bitte endlich aufhört. Doch das waren nicht die einzigen Besonderheiten, die dieser Klassiker zu bieten hat. In manchen Kapiteln wechselt Melville einfach mal das Genre. Plötzlich liest man dann keinen Roman mehr, sondern einen Text, der an ein Theaterskript erinnert. Das fand ich gar nicht so störend, zumindest hat es mich beim Lesen nicht weiter aufgehalten. Teilweise war das meiner Meinung nach sogar ganz amüsant. Aber ich hab auch schon mehrere Theaterstücke auf Englisch gelesen und studiere Literaturwissenschaft. Was mich an Ishmael, also dem Erzähler, sehr gestört hat, war die Beschreibung seines "Freundes" Queequeg. Der gehört zur Gruppe der indigenen Einwohner Amerikas und wird über weite Teile des Buches sehr von oben herab beschrieben. Laut Ishmael ist Queequeg ein Kannibale und ein Wilder, stellt sich aber später als harmlos und loyal heraus. Englisch kann er anscheinend nur wenig, Queequeg war nämlich die Person, die ich am schwersten verstanden habe. Dieses von oben herab hat mich wirklich, wirklich gestört. Mein Fazit? Dieses Buch hat mich echt viel Zeit und Nerven gekostet. Jetzt kann ich es von meiner Bucket-List streichen. Wird nicht mein neues Lieblingsbuch, das sollte klar sein.
Die atemberaubend illustrierte Schmuckausgabe von Moby Dick entführt den Leser in die schicksalhafte Welt von Kapitän Ahab und seiner obsessiven Jagd auf den Weißen Wal. Kai Würbs' einzigartige Zeichnungen katapultieren die Abenteuer auf hohe See zu neuen visuellen Höhen und machen diese Ausgabe zu einem wahren Kunstwerk. Der Klappentext von Moby Dick verspricht nicht zu viel – Leserinnen und Leser werden in ein episches Abenteuer auf hoher See hineingezogen, das den stetigen Kampf gegen die Natur und die düsteren Abgründe der menschlichen Seele beleuchtet. Die lebendige Darstellung von Kapitän Ahabs fanatischer Rache und Ismaels unzähmbare Abenteuerlust fesseln die Sinne und entführen uns in eine Welt voller Dramatik und Leidenschaft. Die Ausstattung des Buches ist ebenso beeindruckend wie der Inhalt selbst. Die großzügig illustrierte Schmuckausgabe mit aufwendigen Extras wie einer Weltkarte mit Schiffsroute, authentischen Rezepten der Matrosen und interessanten Fakten zur Geschichte des Walfangs lässt den Leser tief in den Roman eintauchen. Jedes Detail, von der Silberfolie über die Hochprägung bis zum Leseband, verleiht dieser Ausgabe einen Hauch von Luxus und Einzigartigkeit. Die Gestaltung von Kai Würbs in Kombination mit der klassischen Erzählung von Herman Melville macht diese Schmuckausgabe von Moby Dick zu einem wahren Juwel in jeder Bibliothek. Ein Meisterwerk, das die Tiefe und Schönheit dieses zeitlosen Klassikers in neuem Glanz erstrahlen lässt und Leser jedes Alter verzaubert.
Moby Dick ist wirklich ein sehr außergewöhnliches Buch. Ich bin mir absolut sicher, dass kein unbedarfter Leser an dieses umfangreiche Werk geht und danach behauptet, dass er so etwas erwartet hat. Was ist das eigentlich: ein Abenteuerroman? ein Sachbuch? ein Bühnendrama auf dem Planken eines Schiffs? eine philosophische und psychologische Studie über menschlichen Ehrgeiz und Wahnsinn? eine biologische, historische und mythologische Abhandlung über Wal und Jäger? eine Parabel? Irgendwie ist es eine große Vermischung von verschiedenen Stilelementen und jeder, der eine Abenteuergeschichte a la Jack London erwartet, wird hier gnadenlos enttäuscht, denn gefühlt besteht das Buch zu zwei Drittel aus handlungsloser Beschreibung des Wals und des Walfangs. Was jetzt vielleicht wie eine öde theoretische Abhandlung klingt, ist für mich aber nahezu durchweg spannend gewesen. Herman Melville ist ein Chronist, der den Walfang selbst an Bord erlebte. Für die Menschen im 19. Jahrhundert gab es noch keine Möglichkeiten sich ein Bild vom Leben eines Walfängers zumachen, geschweige sich die majestätische Größe eines Pottwals vorzustellen. Aus diesem Grund holt Melville weit aus und durchsetzt seine Handlungskapitel immer wieder mit umfangreichen Abschnitten über die Menschen, Tiere und Schiffe. Daher verwundert es nicht, dass Melville die verschiedenen Walsorten im Detail beschreibt. Das hat zwar schon was pedantisches im Detailreichtum der Erzählung, ist aber aufgrund der kraftvollen und bildhaften Sprache selbst dann ein Hochgenoss, wenn er Sinn und Zweck eines jeden Masts, Segels oder Walknochens beschreibt. Mir hat das durchweg gefallen. Etwas enttäuschend war höchstens der doch ungewöhnlich schnell erzählte Schluss, wenn unser Boot mit der Mannschaft in den finalen Kampf gegen den Erzfeind des Captain Ahab zieht. Es drängt sich letztlich auf, Moby Dick als eine Parabel zu sehen, doch die Interpretation für was Wal und Jäger hier stehen, kann ich nicht liefern, denn meines Empfindens nach kann es für vieles stehen. Gut gegen Böse, Mensch gegen Natur, Mensch gegen Gott (das beste Kapitel heißt ‚Die Weiße des Wals‘ und behandelt die Deutung der Farbe Weiß. Einfach grandios), Zivilisation gegen Wildnis, Mensch gegen Meer? Melville spricht am liebsten vom Leviathan, wenn er den Wal meint, diesem drachenähnlichen dämonischen Wesen. Doch steckt neben der erschreckenden Faszination auch viele Liebe und Respekt gegenüber dem Wal in den Abhandlungen. Die Geschichte war für mich nicht neu. Die Verfilmung mit G. Peck aus den 50er Jahren sowie meine alte Kinder-Schallplatte hatte ich noch gut vor Augen und Ohren. Erstaunlich, dass die kurze LP eigentlich alles wesentliche an Handlung zusammenfasste. Darin sieht man, dass das Alleinstellungsmerkmal des Buchs, der Sachbuchteil, in der Literaturkritik und Adaption meist untergeht. Insofern war ich sehr froh, dass ich dieses Buch endlich mal in Gänze selbst gelesen habe. Es ist sicher kein perfektes Buch, aber aufgrund der Außergewöhnlichkeit des Aufbaus und der Erzählweise ist es für mich zurecht ein Meisterwerk.
Das beste Buch, das ich jemals gelesen habe. Es hat mein Leben und meine Denkweise stark verändert. Ohne dieses Buch wäre ich nicht die, die ich bin.
Wer glaubt, dass es bei Moby Dick nur um den Walfang geht, der hat dieses Buch nicht verstanden. Melville zeichnet nicht nur ein detailiettes Bild der Gesellschaft und ihrer sozialen Verbindungen nach, er schreibt auch zwischen den Zeilen viele Dinge, die zum Nachdenken anregen. Wer bin ich? Wer will ich sein? Was ist der Sinn unseres Daseins? Obwohl schon über 170 Jahre alt lässt es sich problemlos in die heutige Zeit, die Gesellschaft und die Wirren des eigenen Lebens übertragen. Kein Buch hat mich mehr zum Nachdenken gebracht als dieses. Melville offenbart Fragen, die wir uns selber oft nicht stellen (wollen) und am Ende bleibt nur: Wer bin ich? Bin ich Mensch oder Wal? Ahab oder Pip? Starbuck oder Ismael? Oder von jedem etwas? Dieses Buch hilft einem, die Welt um sich herum etwas besser zu verstehen, den Sinn des Lebens (wieder-)zufinden und vorallem, dass es nie zu spät ist weiter zu machen, egal wie gering die Hoffnung ist. Sagt es nicht schon alles, dass der Einzige, der das Schiff bestieg und bereit war zu sterben, der Einzige ist, der am Ende überlebt? Man darf dieses Buch nicht lesen wie ein herkömmliches Buch. Man muss zwischen die Zeilen sehen, Melvilles Gedanken folgen, sich auf diese einlassen und sie mit in die Gegenwart nehmen. Vielleicht hat dieses Buch mein Leben gerettet, vielleicht hätte ich es auch ohne dieses Buch geschafft weiter zu kämpfen, aber es wäre ungleich schwerer geworden und selbst wenn es weniger Einfluss hatte als ich denke, verändert hat es mein Leben definitiv. Ein Buch, das in die Seele geht.
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut.. Jetzt muss ich aber leider sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin. 😔 Ich bin auf Seite 510 von 740 und Moby Dick ist noch nicht einmal aufgetaucht. Ich lese gefühlt nur Cetologie, also was für verschiedene Walarten es gibt und wie groß sie werden, Unterschied zwischen einem Pottwalkopf und einem Retwalkopf, wie sieht es mit dem Schwanz von einem Wal aus, wie lang können die die Luft anhalten, etc... Und dazu wissenswertes über Walfang, was für Waffen die haben, etc.. Aber wo ist die Geschichte?? Zwischen all diesen Erklärungen taucht hier und da mal ein Kapitel auf, wo man Ismael und Queequeg auf deren Reise begleiten kann. Und dann, mit dem nächsten Kapiteln, ist man wieder in der Cetologie oder in einer biblischen Geschichte oder wir bekommen den Lebenslauf einer unwichtigen Person zu lesen. Ja, Lisa meckert wieder viel, aber... Die Sache ist die.. Die Kapitel, wo wir die >Pequod< und die Walfänger begleiten, gefallen mir mega gut. Ich finde es spannend und interessant, auch brutal 😢 und ich möchte wissen, wie es für Moby und den Walfänger ausgeht. Aber all das andere drum herum macht es ein wenig kaputt. Oder liegt es vielleicht an mir?? 🙈 Das ich für das Buch zu blöd bin? Und das hervorragende an der Geschichte nicht erkenne?
Moby Dick is a book driven not by it’s story, but by it’s atmosphere and language. If this were an adventure story, it could’ve been at least 400 pages shorter. But it’s not. To me, Moby Dick is about madness. About a man who knows he is not thinking rationally, but driven by obsession, who has given up on trying to change that, who has given up to Moby Dick. Through all of this, Melville creates a portrayal of trauma in an accurateness one rarely sees in popular media. Still, this is far from being a 5*-book. At times, it’s badly structured, and I’m very sure being about 100 pages shorter of his digressions to marine biology wouldn’t have hurt the book. SPOILER: I’m a bit sad the friendship between Ishmael and Queequeg, which is what got me hooked in the beginning, was somehow completely dropped from the narrative after the ship had (literally) sailed.
"Klassiker" lesen ist immer so eine Sache... Manche älteren Werke kann man auch heute noch gut lesen, bei manchen fällt es schwer. Moby Dick fällt bei mir leider in die 2. Kategorie. Es ist zwar spannend, über die Seefahrt vergangener Zeit zu lesen und gerade die ersten Kapitel, bis es überhaupt auf die Fahrt geht, ist aus kultureller Sicht spannend, würde man doch bestimmte Personengruppe heute nicht mehr in diesen Klischees darstellen. Bis man auf dem Schiff ist, war es für mich daher relativ interessant, auch wenn es sich schon dort etwas gezogen hat, bis es los ging. Auf dem Schiff gab es für mich dann 2 große Probleme: 1.) die seemännische Sprache: ja sie passt zu der Walfanggeschichte, doch wenn man nicht weiß, was die ganzen fachwörter bedeuten und diese nicht erklärt werden, ist es doch schwer zu folgen, gerade wenn dann wirklich der Walfang beginnt. 2.) Moby Dick: der namensgebende Wal wird so groß aufgebaut und kommt dann nur in einem Kapitel (auch wenn dieses sehr lang im Vergleich ist) vor. Das ganze Vorspiel wird dann recht schnell zum Ende gebracht und naiv hatte ich mir hier einen längeren Plot erhofft... Ich bereue es nicht, den Klassiker gelesen zu haben und da das Buch recht dünn ist, hat es auch nicht extrem lange gedauert. Dennoch wird es bei diesem einen mal bleiben. Ich hatte irgendwie mehr, gerade Spannung, erwartet... 2/5 ⭐
An unreadable classic. Let's make this clear: There are books out there meant to be read by everyone and then there are books counted as Classic where the summary on Wikipedia or any other article is enough. Moby Dick seems to be one of these books. There are some parts I enjoyed, take the beginning and the ending, I got hooked right away and really liked the style of writing which the ending strenghtens. The rest of it is whale talk, basically and seemed a little odd and bland to me, like little pieces of other stories were mixed into the main part: What whiteness means, what whales eat, how they mate, bible verse here, bible verse there... These were the parts I was, to be honest, absolutely bored. Maybe I didn't get the meaning, maybe I'm an impatient reader.
It's one of the worst books I've ever read. Terrible and boring story, uninteresting characters, I had to stop reading this "american classic" because it was so, so bad. Pretty low standards for classics I guess. There are parts where I can see why it is called a classic, but mostly it's just period piece with boring characters. I heard that Ahab is a great character, but I read up until 35% - 40% of the book and it was not worth my time. Can't recommend it to anyone. The worst part, in my opinion, are those 5-to-15 page long explanations of different topics, might it be whales, the color white or some race thing. It does not further character development or the story and just breaks the flow. As far as I read: This would have worked much better as a short story.




















































