Meine Freundin Lotte

Meine Freundin Lotte

Hardback
3.418
KunstgeschichteEmanzipationNeue SachlichkeitFreundschaft

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Description

Spiegel -Bestsellerautorin Anne Stern erzählt von zwei außergewöhnlichen Künstlerinnen vor der wechselhaften Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Berlin, 1921: Lotte Laserstein will Malerin werden. Aber die Tore der Kunstakademie haben sich für Frauen gerade erst geöffnet. Und Lotte muss kämpfen – gegen die Ressentiments männlicher Lehrer und Kritiker und für ihre Leidenschaft, die Malerei. In der jungen Fotografin Traute findet sie eine Seelenverwandte, denn Traute ist mit ihrem Typus der Neuen Frau und ihrer Begeisterung für die Kunst das perfekte Modell für Lotte. Eine ganz besondere Beziehung entsteht. Bis die politische Situation in Deutschland für jüdische Künstlerinnen immer unerträglicher wird und Lotte schließlich fliehen muss.
Kalmar, 1961: Es ist ein warmer Altweibersommer in Südschweden, den Lotte Laserstein und Traute Rose zusammen verbringen. Doch Vorwürfe und Missklang hängen zwischen ihnen, und schon bald brechen alte Wunden auf. Plötzlich können die beiden Frauen den drängenden Fragen nicht mehr entkommen. Sie müssen sich ihrer Vergangenheit stellen, in der es für sie einst um alles oder nichts ging – als Künstlerinnen und als Freundinnen.

Ein ergreifender Roman über die Berliner Malerin Lotte Laserstein und ihr Lieblingsmodell Traute Rose - zwei außergewöhnliche Frauen im Ringen um ihre Träume, ihr Schaffen und ihre Freundschaft.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
368
Price
22.70 €

Author Description

Anne Stern ist promovierte Germanistin und Historikerin und lebt in Berlin. Ihre Reihe um die Berliner Hebamme «Fräulein Gold» ist ein großer Erfolg, jeder Band ein Spiegel-Bestseller.

Posts

3
All

Abgebrochen bei Seite 132. Das ist nicht meins, zu philosophisch, keine Dialoge, nur die Gedanken der beiden Protagonistinnen im Wechsel. Lottes Gedanken umspielen die Vergangenheit und Trautes die Gegenwart. Eine Bewertung kann ich nicht abgeben.

Abgebrochen bei Seite 132.
Das ist nicht meins, zu philosophisch, keine Dialoge, nur die Gedanken der beiden Protagonistinnen im Wechsel. Lottes Gedanken umspielen die Vergangenheit und Trautes die Gegenwart.
Eine Bewertung kann ich nicht abgeben.
5

Traute und Lotte treffen sich viele Jahre nach ihrem Kennenlernen wieder, aber diesmal ist etwas anders. Traute war das Lieblings-Modell der Künstlerin Lotte Laserstein und beide hatten eine sehr enge Freundschaft, vielleicht auch etwas mehr als das. Weil Lotte vor den Nazis flüchten musste, verlieren sich die beiden lange aus den Augen, treffen sich aber in den Jahren nach dem Krieg immer wieder in Lottes Exil in Schweden. Diese Roman-Biografie ist abwechselnd aus der Sicht von Lotte und Traute geschrieben, wobei Traute die Handlung im Jetzt beschreibt (über ihr Leben ist kaum etwas bekannt) und Lotte sich anhand Trautes Besuch an ihr Leben im Berlin der Weimarer Republik zurückerinnert. Immer wieder flammt ein unterschwelliger Konflikt in den Monologen der beiden auf, auf den jedoch lange nicht richtig eingegangen wird. Im Vordergrund scheint es dabei um Lottes fehlenden Erfolg in Schweden zu gehen und Trautes Wunsch, dass sie zurück nach Berlin kommt. Allerdings steckt vielleicht auch mehr dahinter. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, allerdings kenne ich Lotte Laserstein auch schon länger und bin sehr begeistert von ihrer Kunst. Für Menschen, die sie überhaupt nicht kennen, kann der Roman glaube ich schnell langweilig werden. Ich empfehle die Bilder über die Lotte zu spricht nebenbei zu googlen, es macht viel Spaß, die Entstehung quasi live mitzuerleben.

2

Lotte Laserstein war in Berlin am Ende der zwanziger Jahre eine erfolgreiche Malerin, bis die Nazis ihrer Karriere ein Ende setzten. Ihr bevorzugtes Modell war dabei Traute Rose, die eben nicht nur Modell sondern auch beste Freundin war. 1961 besucht Traute mit ihrem Mann Ernst Lotte in Kalmar, Schweden, wo diese mittlerweile lebt. Doch was ist geschehen, dass die einstigen Freundinnen so auseinandergetrieben hat? Anne Stern erzählt Lotte und Trautes Geschichte sozusagen in den Erinnerungen der beiden. Denn sie sprechen eigentlich nicht mehr wirklich miteinander. Die Kapitel wechseln immer zwischen Lotte und Traute hin und her und so lernt man das Innenleben der beiden recht gut kennen. In Lottes Teilen wird mehr aus der Vergangenheit erzählt, in Trautes mehr die Gegenwart reflektiert. Irgendwie bin ich mit diesem Konzept nicht so richtig warm geworden. Lottes Kapitel haben sich gut lesen lassen, bei Traute habe ich mich immer gefragt, warum sie eigentlich so wenig selbstbewusst ist. Das stand im totalen Gegensatz zu Lottes Erinnerungen. Generell fand ich die Diskrepanz zwischen den Erinnerungen, wo die beiden so eng miteinander wie ein Liebespaar sind und der Gegenwart, wo sie kaum mehr miteinander sprechen, sehr frappierend. Auf mich machte es eher den Eindruck, dass die beiden sich eigentlich nicht wirklich kannten, sondern jeder nur ein Bild der anderen in Erinnerung hatte. Ich muss sagen, für mich hat das Ganze nicht so gut funktioniert. Irgendwie bin ich beiden nicht nahe gekommen und ich musste mich zwingen das Buch zu beenden. Denn so richtig interessiert hat mich das Ganze dann nicht. Gut geschrieben ist das Buch dennoch, mir hat nur der persönliche Zugang dazu gefehlt.

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