Fräulein Gold: Die Lichter der Stadt
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Description
Sehnsüchtig erwartet: Band 6 der Nr.-1-Bestsellerreihe um die Berliner Hebamme mit Herz und Spürnase.
Berlin, 1929: Hulda Gold arbeitet als Hebamme in einer Mütterberatungsstelle in Schöneberg. Für ihre Schützlinge tut sie alles. Aber sie muss auch für sich und ihre kleine Tochter Meta kämpfen, denn das Leben als alleinerziehende Mutter ist selbst in ihrem Heimatkiez alles andere als leicht. Als sie eine junge Schauspielerin am berühmten Theater am Nollendorfplatz betreut, lernt sie eine neue Facette ihres Viertels kennen: die faszinierende Welt der Künstlerinnen und Bühnenstars, in der nichts ist, wie es scheint. Doch mit der beginnenden Weltwirtschaftskrise kämpft auch das Theater ums nackte Überleben. Zur gleichen Zeit kommt es zu einer seltsamen Einbruchsserie in Schöneberg. Hulda ist alarmiert, denn mehrere ihrer Freunde sind von der Gefahr direkt betroffen. Sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, und muss all ihren Mut und ihren unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn unter Beweis stellen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für Meta.
Book Information
Author Description
Anne Stern ist promovierte Germanistin und Historikerin und lebt in Berlin. Ihre Reihe um die Berliner Hebamme «Fräulein Gold» ist ein großer Erfolg, jeder Band ein Spiegel-Bestseller.
Posts
🌟🌟🌟🌟🌟
Ich lese diese Reihe so unfassbar gerne und wurde wieder überzeugt! Die perfekte Mischung aus Historie, ein bisschen Krimi, Feminismus und politischer Brisanz. Letzteres verspürt man im Laufe der Reihe immer mehr und am Ende des Romans musste ich echt bitter schlucken…wie relevant auch heute wieder das Thema Nationalsozialismus wird, sehr gruselig. Lest unbedingt das Nachwort!!! Hulda Gold ist wieder Weltklasse! Eine so starke und mutige Frau! Ihre Geschichte geht weiter: sie liebt, sie kümmert und setzt sich immerwährend für ihre Mitmenschen ein. Eine grandiose Romanfigur! Wir begegnen in diesem Roman sogar Bertold Brecht und Erich Kästner und vielen weiteren Berühmtheiten, die dadurch zum Leben erweckt werden, was ich besonders toll finde! Und so ernst die Themen auch sind, bin ich nach wie vor Fan von Anne Sterns Schreibstil, die dem ganzen aufwühlenden Stoff eine ganz leichte und mühelose Lesbarkeit verleiht. So macht lesen Spaß! Hulda Gold könnte von mir aus ewig Leben und ich freue mich sehr darauf, wie es im nächsten Buch weiter geht!
Endlich wieder Hulda!
Ich habe schon eine Weile nicht mehr an der Reihe weitergelesen und bin jetzt froh, dass ich es endlich getan habe. Wir begleiten Hulda, die nun in der Mütterberatungsstelle arbeitet, dort aber nicht ganz zufrieden ist. Ihre Tochter Meta ist bereits 3 Jahre alt. Von Karl erfahren wir nur kurz am Beginn des Buches, dass er sich verlobt hat und heiratet. Dafür tritt ein neuer Verehrer in Huldas Leben. Neben diesen Erzählsträngen, die natürlich auch Bert und Jette umfassen, ist Hulda auch wieder auf einer ganz heißen Spur unterwegs. Zudem wird die Bedrohung, die von den Nazis ausgeht, in die Erzählung mit eingebunden. Mir hat der Band viel besser als sein Vorgänger gefallen, toll ist, dass Anne Stern auf sehr angenehme Weise die wichtigsten Punkte der vorangegangenen Bücher aufgreift, sodass auch ein Einstieg mitten in der Reihe möglich wäre (aber natürlich lohnt es sich, alle Bände zu lesen 😉) Von mir gibts eine klare Leseempfehlung!
Man wird einfach nicht enttäuscht
Anne Stern hat einfach einen unglaublich tollen Schreibstil. Die Hulda Reihe ist sowas von empfehlenswert 🫶🏻 Mittlerweile ist das Jahr 1929 angebrochen und die politische Unruhe wächst. Hulda kümmert sich in der Mutterberatungsstelle um junge Mütter und rutscht irgendwie wieder in einen Kriminalfall herein. Die Mischung aus Geschichte, Frauenpower und Krimi gelingt einfach, man ist sofort in der Geschichte drin.
Wieder einmal schaffte es Anne Stern mich in den Bann der Berliner Hebamme Hulda Gold zu ziehen. Die Entwicklung der Protagonistin zu einer alleinerziehenden Mutter hat mir gut gefallen, ihre Sorgen und Nöte waren sehr gut nachvollziehbar. Auch der Kriminalfall um die Einbrüche und Raubzüge war eine spannende Idee, leider war dieser in dem sechsten Band nicht ganz so gut umgesetzt, wie in den vorherigen Teilen der Reihe. Ich hätte mir mehr Einblicke in die Schauspielszene im Berlin der späten 20er Jahre gewünscht, zudem wurde der Fall zum Schluss etwas zu plump aufgedeckt und gelöst. Ich freue mich jedoch schon sehr auf Teil 7!
[Rezension] Ich bin bereit für Band 7, der in wenigen Wochen erscheint. "Die Lichter der Stadt" hat mir wieder richtig gut gefallen. Es ist mittlerweile 1929, Hulda ist Mutter und sie arbeitet in einer Mütterberatungsstelle. Eine Einbruchsserie in ihrem Kiez hält die Menschen auf Trab und Hulda hat wie immer den richtigen Riecher, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Mir hat die Mischung wieder gut gefallen und ich mag es, dass der Krimi-Fall eher Nebensache ist. Ich fühle mich den Personen im Buch verbunden und liebe es jedes Mal, dass die Weimarer Republik in meiner Fantasie zum Leben erweckt wird. Viel hat sich in diesem Teil in Huldas Leben geändert und ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Ich liebe Hulda Gold. Leidenschaftlich aber auch querköpfig schreitet sie durchs Leben, hier im Jahr 1929. Alleinerziehend möchte sie ihrer Tochter Meta eine gute Mutter sein und ihrem Job in der Mütterberatungsstelle gerecht werden, was zusammen in dieser Zeit wirklich nicht leicht ist. Schön, dass es auch an der Liebesfront Neuigkeiten gibt 😉 Anne Stern konnte mich auch mit dem 6. Band vollauf fesseln. Ganz klare Leseempfehlung für alle, die es lieben, in frühere Zeiten abzutauchen und dabei ein bisschen Zeitgeschichte zu erfahren.
Ich liebe die Reihe
Hulda Gold muss sich ganz neuen Herausforderungen stellen. Neuer Arbeitsplatz, neue Lebensumstände, neue Verehrer und eine Einbruchserie, die die Gegend rund um den Winterfeldplatz in Atmen hält. Wieder einmal führt uns die Autorin in das Berlin der 20er Jahre, mit sehr bildlichen Beschreibungen. Bin sehr gespannt wie es weitergeht.

Wieder ein tolle Teil der Hulda Gold Reihe! Jetzt erleben wir Hulda in ihrer Mutterrolle und das als alleinerziehende Frau in den 1929er Jahren mit ihren Vorurteilen und bestimmten Vorstellungen. Ich würde mir gerne wieder ein bisschen mehr Crime-Elemente wünschen. Ansonsten freue ich mich schon auf weitere Geschichten um Hulda. Die kurze Begegnung mit Erich Kästner fand ich richtig toll gemacht.
Die Lichter der Stadt ist meiner Meinung nach nicht der stärkste Band der Reihe, aber ich liebe diese Welt einfach. Jedes Mal, wenn ich ein neues Buch über Hulda aufschlage, fühlt es sich ein bisschen an wie Nachhausekommen. Als einzelnes Buch wirklich gut – aber im als Reihe einfach besonders. Die Charaktere sind mir mittlerweile so vertraut, als würde ich sie schon ewig kennen. Ich würde Bert am liebsten wirklich mal an seinem Zeitungskiosk besuchen und ein Schwätzchen halten. Es ist so schön, wie Anne Stern die politische Situation wieder ganz unaufgeregt und geschickt mit einfließen lässt – nie belehrend, aber immer präsent, und natürlich wieder super recherchiert. Diesmal liegt der Fokus weniger auf Huldas Arbeit in der Mütterberatungsstelle – vielleicht auch, weil sie da nicht ganz mit dem Herzen dabei ist wie früher in der Frauenklinik. Dafür öffnet sich der Blick auf neue Schauplätze und Figuren. Wir tauchen ein in die Theaterwelt der späten 20er, begleiten eine weibliche Kommissarin (!), begegnen weiblichen Ganoven, streifen durch die Homosexuellenszene der Zeit. Durch die wechselnden Perspektiven hat man einen breitgefächerten Blick auf das Geschehen, was das Ganze wirklich sehr spannend und interessant macht. Und als dann einer der Charaktere auch noch auf Erich Kästner trifft, hab ich mich so gefreut! Solche Details machen das Buch einfach lebendig. Die Geschichte spielt 1929, dem „Anfang vom Ende“. Und man merkt’s: Die Spannung ist da – nicht nur in der Einbruchsserie, sondern auch in der Luft, im Hintergrund. Man fragt sich: Wohin führt das alles? Was wird aus den Charakteren, aus der Stadt, aus dem Land? Ich freue mich auf Teil 7 – aber hab auch ein bisschen Angst, was da passieren wird. 💜 „Wieso, in Gottes Namen, war dies im Jahr 1929 noch immer normal? Hatten die Frauen sich nicht längst ihre Rechte erkämpft? Das Wahlrecht, das Recht, zu studieren und den Beruf frei zu wählen? Doch all das zählte wenig, solange auf der Welt noch etwa die Hälfte der Menschheit als aufgeblähte Gockel umherlief, die sich für Götter hielten, nur weil sie ein männliches Genital besaßen. Das war wirklich keine Leistung, auf die allein man stolz sein konnte, fand Irma, schließlich war das ein Geschenk des Zufalls und durch Geburt erworben. Und trotzdem hielt das so viele Männer nicht davon ab, ihr bestes Stück vor sich her zu tragen wie einen Pokal, den sie unter äußerster Kraftanstrengung errungen hatten. Manchmal wünschte Irma, es gebe gar keine Männer. Wie viel schöner könnte das Leben sein?“
Auch wieder ein wirklich gelungener Teil der Hulda Gold Geschichte
Auch der 6. Band hat mich wieder vollkommen überzeugt und in seinen Bann gezogen. Es ist jedes Mal, als ob man eine alte Freundin wieder trifft und es war wieder viel zu schnell vorbei! Dieser Teil war auch wieder etwas ganz besonderes und ich bin gespannt auf Band 7, auch wenn ich etwas Angst habe, wohin das alles führen wird.
Auch diese Geschichte um Hulda Gold hat mich wieder sehr gut unterhalten. Eine faszinierende starke junge Frau, die in harten Zeiten ihren Weg geht. Mit viel Witz, Charme & auch Spannung erzählt. Zudem lässt die Geschichte einen schaudern, da man hier die Anfänge der Nazi-Bewegung & der Judenverfolgung mitbekommt. Vor allem, wie wenig diese zuerst ernst genommen wurde! Einfach erschreckend! 🥺 Grandios gelesen von Anna Thalbach 💚
⭐️⭐️⭐️⭐️(⭐️) Mir hat es wieder viel Vergnügen bereitet, Hulda in ihrem Alltag und auch im Nachtleben Berlins zu begleiten - wie ich finde, ist und bleibt „Fräulein Gold“ eine der besten deutschen Roman-Reihen über die 1920er Jahre!
Berlin am Scheideweg - und Hulda mittendrin Was Anne Stern einfach unvergleichlich gut kann: die Leser mitten hinein ziehen in eine Situation, eine Stimmung, eine Zeit. Auch 1929 ist man wieder mittendrin, wenn man Hulda auf ihrem weiteren Lebensweg begleitet. Seit Band 5 und der turbulenten Geburt ihrer Tochter Meta sind drei Jahre vergangen - nicht für die Leser, denn Band 5 ist noch nicht einmal ein Jahr alt - aber für Hulda und die Menschen um sie herum. Wir schreiben das Jahr 1929 und das Leben in Berlin schwankt zwischen hoffnungsvollem Aufschwung und trauriger Bescheidenheit. Während die Nationalsozialisten weiter Anhänger um sich scharen, versuchen so viele Berliner einfach ihr Auskommen zu finden und von dem wenigen, das sie besitzen irgendwie zu leben. Diese Gegensätze versteht die Autorin gekonnt in Szene zu setzen, indem sie zum Beispiel genau auf Huldas Kundinnen in der Mütterfürsorgestelle schaut, andererseits aber die gut situierte „Schwiegerfamilie“ von Wenckow porträtiert, mit denen Hulda schon wegen ihrer Tochter immer wieder Berührungspunkte hat. Und so lebt Hulda zwischen den Welten und fühlt sich selbst keiner wirklich zugehörig. Sie ist - zu Recht - stolz, allein für sich und ihre Tochter sorgen zu können. Auch wenn es sich immer wieder schwierig gestaltet. Doch Hulda beißt sich durch und es ist schön zu lesen, dass sie in diesem Band auch wieder einmal Schmetterlinge im Bauch haben darf - auch wenn sich die Anbahnung der Beziehung nicht gerade einfach darstellt. Wie immer habe ich Hulda sehr gern durch Berlin begleitet und die Nebenhandlung mit der Einbruchsserie rund um Huldas Wohn- und Arbeitskiez bringt Spannung in den Roman. Dennoch hatte ich das Empfinden, dass die Krimi-Elemente diesmal hinter dem „gesellschaftlichen“ Erzählstrang zurückblieben. Doch das tat dem Roman keinen Abbruch! Ganz im Gegenteil. Je länger ich Hulda begleite, desto mehr möchte ich von ihr und ihrem Umfeld erfahren. Ich brauche keine Krimihandlung (mehr), um mich mit Hulda wohlzufühlen und an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen. Insofern bin ich jetztschon gespannt, was Hulda in dem bereits angekündigten Band 7 widerfahren wird („Nacht über der Havel“ soll im Dezember 2024 erscheinen - eine Leseprobe ist dem jetzt erschienenen Band auf den letzten Seiten bereits beigefügt).

Eine wunderbare Fortsetzung! Mit weniger Krimi, dafür mit viel Zeit- und Lokalkolorit sowie herzerwärmender, aber nicht alles vereinahmender Liebe. Alles gekonnt verwoben und von der Sprecherin einzigartig und authentisch vorgetragen. "Die schöne neue Zeit" mit aufkommender Toleranz, ein wenig mehr Wohlstand und etwas mehr Freiheit prägen das Leben rund um Berts Kiosk. An den Rändern wabert Dunkelheit und am Ende ziehen düstere Wolken auf. Diese Geschichte kommt hier zu einem passenden Ende, aber aus meiner Sicht gäbe es noch soviel zu erzählen, dass ich auf eine Fortsetzung hoffe.
Endlich bin ich auf dem aktuellsten Stand der Fräulein-Gold-Reihe von Anne Stern 🤩 „Die Lichter der Stadt“ hat mir wieder sehr gut gefallen, nicht zuletzt weil das Hörbuch wie immer grandios gelesen wird von Anna Thalbach. Besonders schön: Die sächselnde Intonation von Erich Kästner 🤭 Mir gefällt, wie Anne die geschichtlichen Ereignisse und Huldas persönliche Story miteinander verwebt!
Herz aus Gold „… ihr ging auf, dass eigentlich nichts an ihrem Leben perfekt war. Nichts außer Meta. Und dass sie sich besser beizeiten ein Beispiel an ihrer kleinen Tochter nehmen und endlich genug Liebe für das Unvollkommene, das Gescheiterte, dass Zweifelhaft ihrer Existenz aufbringen sollte. Nur so könnte sie ihr Leben in etwas verwandeln, auf das sie stolz wäre.“ (S. 16) Berlin 1929: Seit 2 Jahren arbeitet Hulda als Hebamme in der Mütterberatungsstelle am Nollendorfplatz, allerdings darf sie keine Entbindungen mehr durchführen, sondern den Schwangeren und jungen Mütter nur noch erklären, wie sie mit ihren Babys umgehen und worauf sie achten müssen. Immer öfter vermisst sie ihren alten Job, die damit verbundene Aufregung und Verantwortung. Aber dann könnte sie sich nicht ausreichend um ihre dreijährige Tochter Meta kümmern, die ein echter, sehr dickköpfiger, Sonnenschein ist. Als die junge Schauspielerin Milli zu ihr in die Beratung kommt, weil sich ihre Tochter nicht richtig entwickelt, fallen Hulda die Hämatome an Millis Armen auf. Ihr ist sofort klar, was das bedeutet, und sie will Milli helfen. Doch die glaubt, es wäre längst zu spät dafür. Das kann und will Hulda nicht hinnehmen. Zudem sorgt sie sich um ihre Freunde und Bekannten. In Berts Kiosk, Jettes Apotheke und das Café der Winter wurde eingebrochen. Ist eine Bande unterwegs? Außerdem gibt es weiterhin Stress mit den Nazis. Ihr Vater, der berühmte Maler Benjamin Gold, der sich für unantastbar hielt, wird überfallen und verprügelt. „Gewalt ist stärker als Kultur und gute Sitten.“ (S. 224) Und dann ist da ein neuer Mann in Huldas Leben, bei dem sie sich endlich wieder als Frau, und nicht nur als Mutter fühlt, aber es ist kompliziert … „Die Lichter der Stadt“ ist bereits der 6. Band mit der sympathischen Hebamme Hulda Gold und langsam wandelt sich die Reihe vom Krimi zum Gesellschaftsroman. Anne Stern beleuchtet die Zeit, die voller politischer und gesellschaftlicher Unruhen und Umbrüche ist. Die Handlung dreht sich um Huldas Leben als alleinerziehende Mutter, was damals noch verpönt war, den Spagat zwischen Arbeit und Privatleben. Nicht zuletzt ist sie eine Frau, die sich nach Liebe und Partnerschaft sehnt. Außerdem hat Hulda ein Herz aus Gold. Sie setzt sich für die Schwachen und Hilflosen, Vergessenen und Ausgestoßenen ein, schaut hinter die Fassade der Menschen und versucht, zu helfen. Diesmal verschlägt es sie in die Theaterszene, aber auch Kellerkneipen und Bars, die vor allem von Homosexuellen frequentiert werden, die sich dort (noch) frei fühlen können. Mit Irma Siegel führt Anne Stern eine neue spannende Protagonisten ein. Die schon ältere weibliche Kriminalbeamtin muss sich in der Polizeidirektion und bei ihren Ermittlungen vor Ort dauernd neu beweisen, muss stets mehr leisten als ihre männlichen Kollegen und wird trotzdem selten ernst genommen. „Schicken die in der Roten Burg jetzt also wirklich schon Frauen zu Kapitalverbrechen? So schlimm steht es bei den Behörden?“ (S. 246) Die Chance, in einem Mordfall zu ermitteln, bekommt sie nur, weil der eigentlich zuständige Kollege besoffen ist. Und sie löst den Fall mit Bravour (und Huldas Hilfe). Irma ist bärbeißig und schroff, raucht ihre Zigarillos Kette – ein echtes Original. Und sie hat einen Mann und Kinder, aber eigentlich kein Interesse an ihrer Familie. Sie sieht sich in erster Linie als Polizistin und erst in zweiter als Ehefrau und Mutter. Ich hoffe, Irma begegnet Hulda auch in den zukünftigen Büchern wieder. Ich bin wieder begeistert, wie sehr Anne Stern in die Geschichte ihrer Stadt eintaucht und sie für die Leser erlebbar macht. Und ich liebe ihre poetischen Beschreibungen: „Wie eine greise düstere Königin kam Hulda ihr liebes altes Berlin bei Nacht vor, die sich noch ein letztes Mal die glitzernden Juwelen angehängt hatte und nicht bemerkte, dass sie selbst nur noch Haut und Knochen war. Ein Skelett auf seinem Thron mit notdürftiger Tünche über dem Totenschädel.“ (S. 113) Seit 6 Bänden fiebere ich mit Hulda mit, die wegen ihrer jüdischen Abstammung in immer größere Gefahr gerät, beobachte gespannt ihre weitere Entwicklung und hoffe, dass noch viele Abenteuer folgen werden. 5 Sterne für dieses Lesehighlight! Bild von Fräulein Gold: Die Lichter der Stadt

Coming home to Fräulein Gold! Wieder ein gemütlicher Roman in Berlin Ende des 20er, den man so weglesen kann. Dass die Reihe sich etwas weg vom Krimi und hin zum Gesellschaftsroman entwickelt, hat mir gefallen. Etwas zu schnell erzählt fand ich die Lovestory von Max und Hulda, auch dass Karl nur noch eine sehr marginale Rolle spielt, fand ich schade. Insgesamt bekommt man von diesem Buch aber, was man erwartet, es steht Hulda drauf und es ist Hulda drin!
Hulda Gold ist wie immer eine Wucht. Diese Mischung aus einem historischen Roman mit einer unglaublichen Zeitreise, mit einer grandiosen Spannung und genialen Charakteren, lassen den Leser tief abtauchen und sorgt nebenbei noch dafür, dass man traurig ist, wenn man auf der letzten Seite angelangt ist und der Vorhang vorerst fällt. Dieses Jahr im Dezember geht es weiter und ich freue mich schon sehr drauf
Ein Neuanfang?
Der sechste Band um Fräulein Gold ist eine Mischung aus Nachhausekommen und Neuanfang. Zwar begegnen einem beim Lesen viele altbekannte Figuren, aber Huldas Beruf und auch der Krimi-Anteil treten für mich in den Hintergrund. Vielmehr beschäftigt sich Hulda mit sich und wandelt sich zur erwachsenen Mutter, ohne den Charme der Reihe zu verlieren. Ich freue mich auf den nächsten Teil, der sicherlich noch schmerzlicher als dieser die Parallelen zu unserer Zeit aufdecken wird!
Kurzweilig, interessant und unterhaltsam.
Dieser Teil der Reihe kommt leider aus meiner Sicht nicht an die Vorgänger heran. Es gibt keinen ersichtlichen roten Faden und die Liebesgeschichte steht aus meiner Wahrnehmung zu sehr im Vordergrund. Ich fand die Vorgänger etwas fesseln der, habe diese aber trotzdem sehr gern gelesen und hoffe auf eine Fortsetzung.
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Sehnsüchtig erwartet: Band 6 der Nr.-1-Bestsellerreihe um die Berliner Hebamme mit Herz und Spürnase.
Berlin, 1929: Hulda Gold arbeitet als Hebamme in einer Mütterberatungsstelle in Schöneberg. Für ihre Schützlinge tut sie alles. Aber sie muss auch für sich und ihre kleine Tochter Meta kämpfen, denn das Leben als alleinerziehende Mutter ist selbst in ihrem Heimatkiez alles andere als leicht. Als sie eine junge Schauspielerin am berühmten Theater am Nollendorfplatz betreut, lernt sie eine neue Facette ihres Viertels kennen: die faszinierende Welt der Künstlerinnen und Bühnenstars, in der nichts ist, wie es scheint. Doch mit der beginnenden Weltwirtschaftskrise kämpft auch das Theater ums nackte Überleben. Zur gleichen Zeit kommt es zu einer seltsamen Einbruchsserie in Schöneberg. Hulda ist alarmiert, denn mehrere ihrer Freunde sind von der Gefahr direkt betroffen. Sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, und muss all ihren Mut und ihren unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn unter Beweis stellen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für Meta.
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Author Description
Anne Stern ist promovierte Germanistin und Historikerin und lebt in Berlin. Ihre Reihe um die Berliner Hebamme «Fräulein Gold» ist ein großer Erfolg, jeder Band ein Spiegel-Bestseller.
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🌟🌟🌟🌟🌟
Ich lese diese Reihe so unfassbar gerne und wurde wieder überzeugt! Die perfekte Mischung aus Historie, ein bisschen Krimi, Feminismus und politischer Brisanz. Letzteres verspürt man im Laufe der Reihe immer mehr und am Ende des Romans musste ich echt bitter schlucken…wie relevant auch heute wieder das Thema Nationalsozialismus wird, sehr gruselig. Lest unbedingt das Nachwort!!! Hulda Gold ist wieder Weltklasse! Eine so starke und mutige Frau! Ihre Geschichte geht weiter: sie liebt, sie kümmert und setzt sich immerwährend für ihre Mitmenschen ein. Eine grandiose Romanfigur! Wir begegnen in diesem Roman sogar Bertold Brecht und Erich Kästner und vielen weiteren Berühmtheiten, die dadurch zum Leben erweckt werden, was ich besonders toll finde! Und so ernst die Themen auch sind, bin ich nach wie vor Fan von Anne Sterns Schreibstil, die dem ganzen aufwühlenden Stoff eine ganz leichte und mühelose Lesbarkeit verleiht. So macht lesen Spaß! Hulda Gold könnte von mir aus ewig Leben und ich freue mich sehr darauf, wie es im nächsten Buch weiter geht!
Endlich wieder Hulda!
Ich habe schon eine Weile nicht mehr an der Reihe weitergelesen und bin jetzt froh, dass ich es endlich getan habe. Wir begleiten Hulda, die nun in der Mütterberatungsstelle arbeitet, dort aber nicht ganz zufrieden ist. Ihre Tochter Meta ist bereits 3 Jahre alt. Von Karl erfahren wir nur kurz am Beginn des Buches, dass er sich verlobt hat und heiratet. Dafür tritt ein neuer Verehrer in Huldas Leben. Neben diesen Erzählsträngen, die natürlich auch Bert und Jette umfassen, ist Hulda auch wieder auf einer ganz heißen Spur unterwegs. Zudem wird die Bedrohung, die von den Nazis ausgeht, in die Erzählung mit eingebunden. Mir hat der Band viel besser als sein Vorgänger gefallen, toll ist, dass Anne Stern auf sehr angenehme Weise die wichtigsten Punkte der vorangegangenen Bücher aufgreift, sodass auch ein Einstieg mitten in der Reihe möglich wäre (aber natürlich lohnt es sich, alle Bände zu lesen 😉) Von mir gibts eine klare Leseempfehlung!
Man wird einfach nicht enttäuscht
Anne Stern hat einfach einen unglaublich tollen Schreibstil. Die Hulda Reihe ist sowas von empfehlenswert 🫶🏻 Mittlerweile ist das Jahr 1929 angebrochen und die politische Unruhe wächst. Hulda kümmert sich in der Mutterberatungsstelle um junge Mütter und rutscht irgendwie wieder in einen Kriminalfall herein. Die Mischung aus Geschichte, Frauenpower und Krimi gelingt einfach, man ist sofort in der Geschichte drin.
Wieder einmal schaffte es Anne Stern mich in den Bann der Berliner Hebamme Hulda Gold zu ziehen. Die Entwicklung der Protagonistin zu einer alleinerziehenden Mutter hat mir gut gefallen, ihre Sorgen und Nöte waren sehr gut nachvollziehbar. Auch der Kriminalfall um die Einbrüche und Raubzüge war eine spannende Idee, leider war dieser in dem sechsten Band nicht ganz so gut umgesetzt, wie in den vorherigen Teilen der Reihe. Ich hätte mir mehr Einblicke in die Schauspielszene im Berlin der späten 20er Jahre gewünscht, zudem wurde der Fall zum Schluss etwas zu plump aufgedeckt und gelöst. Ich freue mich jedoch schon sehr auf Teil 7!
[Rezension] Ich bin bereit für Band 7, der in wenigen Wochen erscheint. "Die Lichter der Stadt" hat mir wieder richtig gut gefallen. Es ist mittlerweile 1929, Hulda ist Mutter und sie arbeitet in einer Mütterberatungsstelle. Eine Einbruchsserie in ihrem Kiez hält die Menschen auf Trab und Hulda hat wie immer den richtigen Riecher, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Mir hat die Mischung wieder gut gefallen und ich mag es, dass der Krimi-Fall eher Nebensache ist. Ich fühle mich den Personen im Buch verbunden und liebe es jedes Mal, dass die Weimarer Republik in meiner Fantasie zum Leben erweckt wird. Viel hat sich in diesem Teil in Huldas Leben geändert und ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Ich liebe Hulda Gold. Leidenschaftlich aber auch querköpfig schreitet sie durchs Leben, hier im Jahr 1929. Alleinerziehend möchte sie ihrer Tochter Meta eine gute Mutter sein und ihrem Job in der Mütterberatungsstelle gerecht werden, was zusammen in dieser Zeit wirklich nicht leicht ist. Schön, dass es auch an der Liebesfront Neuigkeiten gibt 😉 Anne Stern konnte mich auch mit dem 6. Band vollauf fesseln. Ganz klare Leseempfehlung für alle, die es lieben, in frühere Zeiten abzutauchen und dabei ein bisschen Zeitgeschichte zu erfahren.
Ich liebe die Reihe
Hulda Gold muss sich ganz neuen Herausforderungen stellen. Neuer Arbeitsplatz, neue Lebensumstände, neue Verehrer und eine Einbruchserie, die die Gegend rund um den Winterfeldplatz in Atmen hält. Wieder einmal führt uns die Autorin in das Berlin der 20er Jahre, mit sehr bildlichen Beschreibungen. Bin sehr gespannt wie es weitergeht.

Wieder ein tolle Teil der Hulda Gold Reihe! Jetzt erleben wir Hulda in ihrer Mutterrolle und das als alleinerziehende Frau in den 1929er Jahren mit ihren Vorurteilen und bestimmten Vorstellungen. Ich würde mir gerne wieder ein bisschen mehr Crime-Elemente wünschen. Ansonsten freue ich mich schon auf weitere Geschichten um Hulda. Die kurze Begegnung mit Erich Kästner fand ich richtig toll gemacht.
Die Lichter der Stadt ist meiner Meinung nach nicht der stärkste Band der Reihe, aber ich liebe diese Welt einfach. Jedes Mal, wenn ich ein neues Buch über Hulda aufschlage, fühlt es sich ein bisschen an wie Nachhausekommen. Als einzelnes Buch wirklich gut – aber im als Reihe einfach besonders. Die Charaktere sind mir mittlerweile so vertraut, als würde ich sie schon ewig kennen. Ich würde Bert am liebsten wirklich mal an seinem Zeitungskiosk besuchen und ein Schwätzchen halten. Es ist so schön, wie Anne Stern die politische Situation wieder ganz unaufgeregt und geschickt mit einfließen lässt – nie belehrend, aber immer präsent, und natürlich wieder super recherchiert. Diesmal liegt der Fokus weniger auf Huldas Arbeit in der Mütterberatungsstelle – vielleicht auch, weil sie da nicht ganz mit dem Herzen dabei ist wie früher in der Frauenklinik. Dafür öffnet sich der Blick auf neue Schauplätze und Figuren. Wir tauchen ein in die Theaterwelt der späten 20er, begleiten eine weibliche Kommissarin (!), begegnen weiblichen Ganoven, streifen durch die Homosexuellenszene der Zeit. Durch die wechselnden Perspektiven hat man einen breitgefächerten Blick auf das Geschehen, was das Ganze wirklich sehr spannend und interessant macht. Und als dann einer der Charaktere auch noch auf Erich Kästner trifft, hab ich mich so gefreut! Solche Details machen das Buch einfach lebendig. Die Geschichte spielt 1929, dem „Anfang vom Ende“. Und man merkt’s: Die Spannung ist da – nicht nur in der Einbruchsserie, sondern auch in der Luft, im Hintergrund. Man fragt sich: Wohin führt das alles? Was wird aus den Charakteren, aus der Stadt, aus dem Land? Ich freue mich auf Teil 7 – aber hab auch ein bisschen Angst, was da passieren wird. 💜 „Wieso, in Gottes Namen, war dies im Jahr 1929 noch immer normal? Hatten die Frauen sich nicht längst ihre Rechte erkämpft? Das Wahlrecht, das Recht, zu studieren und den Beruf frei zu wählen? Doch all das zählte wenig, solange auf der Welt noch etwa die Hälfte der Menschheit als aufgeblähte Gockel umherlief, die sich für Götter hielten, nur weil sie ein männliches Genital besaßen. Das war wirklich keine Leistung, auf die allein man stolz sein konnte, fand Irma, schließlich war das ein Geschenk des Zufalls und durch Geburt erworben. Und trotzdem hielt das so viele Männer nicht davon ab, ihr bestes Stück vor sich her zu tragen wie einen Pokal, den sie unter äußerster Kraftanstrengung errungen hatten. Manchmal wünschte Irma, es gebe gar keine Männer. Wie viel schöner könnte das Leben sein?“
Auch wieder ein wirklich gelungener Teil der Hulda Gold Geschichte
Auch der 6. Band hat mich wieder vollkommen überzeugt und in seinen Bann gezogen. Es ist jedes Mal, als ob man eine alte Freundin wieder trifft und es war wieder viel zu schnell vorbei! Dieser Teil war auch wieder etwas ganz besonderes und ich bin gespannt auf Band 7, auch wenn ich etwas Angst habe, wohin das alles führen wird.
Auch diese Geschichte um Hulda Gold hat mich wieder sehr gut unterhalten. Eine faszinierende starke junge Frau, die in harten Zeiten ihren Weg geht. Mit viel Witz, Charme & auch Spannung erzählt. Zudem lässt die Geschichte einen schaudern, da man hier die Anfänge der Nazi-Bewegung & der Judenverfolgung mitbekommt. Vor allem, wie wenig diese zuerst ernst genommen wurde! Einfach erschreckend! 🥺 Grandios gelesen von Anna Thalbach 💚
⭐️⭐️⭐️⭐️(⭐️) Mir hat es wieder viel Vergnügen bereitet, Hulda in ihrem Alltag und auch im Nachtleben Berlins zu begleiten - wie ich finde, ist und bleibt „Fräulein Gold“ eine der besten deutschen Roman-Reihen über die 1920er Jahre!
Berlin am Scheideweg - und Hulda mittendrin Was Anne Stern einfach unvergleichlich gut kann: die Leser mitten hinein ziehen in eine Situation, eine Stimmung, eine Zeit. Auch 1929 ist man wieder mittendrin, wenn man Hulda auf ihrem weiteren Lebensweg begleitet. Seit Band 5 und der turbulenten Geburt ihrer Tochter Meta sind drei Jahre vergangen - nicht für die Leser, denn Band 5 ist noch nicht einmal ein Jahr alt - aber für Hulda und die Menschen um sie herum. Wir schreiben das Jahr 1929 und das Leben in Berlin schwankt zwischen hoffnungsvollem Aufschwung und trauriger Bescheidenheit. Während die Nationalsozialisten weiter Anhänger um sich scharen, versuchen so viele Berliner einfach ihr Auskommen zu finden und von dem wenigen, das sie besitzen irgendwie zu leben. Diese Gegensätze versteht die Autorin gekonnt in Szene zu setzen, indem sie zum Beispiel genau auf Huldas Kundinnen in der Mütterfürsorgestelle schaut, andererseits aber die gut situierte „Schwiegerfamilie“ von Wenckow porträtiert, mit denen Hulda schon wegen ihrer Tochter immer wieder Berührungspunkte hat. Und so lebt Hulda zwischen den Welten und fühlt sich selbst keiner wirklich zugehörig. Sie ist - zu Recht - stolz, allein für sich und ihre Tochter sorgen zu können. Auch wenn es sich immer wieder schwierig gestaltet. Doch Hulda beißt sich durch und es ist schön zu lesen, dass sie in diesem Band auch wieder einmal Schmetterlinge im Bauch haben darf - auch wenn sich die Anbahnung der Beziehung nicht gerade einfach darstellt. Wie immer habe ich Hulda sehr gern durch Berlin begleitet und die Nebenhandlung mit der Einbruchsserie rund um Huldas Wohn- und Arbeitskiez bringt Spannung in den Roman. Dennoch hatte ich das Empfinden, dass die Krimi-Elemente diesmal hinter dem „gesellschaftlichen“ Erzählstrang zurückblieben. Doch das tat dem Roman keinen Abbruch! Ganz im Gegenteil. Je länger ich Hulda begleite, desto mehr möchte ich von ihr und ihrem Umfeld erfahren. Ich brauche keine Krimihandlung (mehr), um mich mit Hulda wohlzufühlen und an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen. Insofern bin ich jetztschon gespannt, was Hulda in dem bereits angekündigten Band 7 widerfahren wird („Nacht über der Havel“ soll im Dezember 2024 erscheinen - eine Leseprobe ist dem jetzt erschienenen Band auf den letzten Seiten bereits beigefügt).

Eine wunderbare Fortsetzung! Mit weniger Krimi, dafür mit viel Zeit- und Lokalkolorit sowie herzerwärmender, aber nicht alles vereinahmender Liebe. Alles gekonnt verwoben und von der Sprecherin einzigartig und authentisch vorgetragen. "Die schöne neue Zeit" mit aufkommender Toleranz, ein wenig mehr Wohlstand und etwas mehr Freiheit prägen das Leben rund um Berts Kiosk. An den Rändern wabert Dunkelheit und am Ende ziehen düstere Wolken auf. Diese Geschichte kommt hier zu einem passenden Ende, aber aus meiner Sicht gäbe es noch soviel zu erzählen, dass ich auf eine Fortsetzung hoffe.
Endlich bin ich auf dem aktuellsten Stand der Fräulein-Gold-Reihe von Anne Stern 🤩 „Die Lichter der Stadt“ hat mir wieder sehr gut gefallen, nicht zuletzt weil das Hörbuch wie immer grandios gelesen wird von Anna Thalbach. Besonders schön: Die sächselnde Intonation von Erich Kästner 🤭 Mir gefällt, wie Anne die geschichtlichen Ereignisse und Huldas persönliche Story miteinander verwebt!
Herz aus Gold „… ihr ging auf, dass eigentlich nichts an ihrem Leben perfekt war. Nichts außer Meta. Und dass sie sich besser beizeiten ein Beispiel an ihrer kleinen Tochter nehmen und endlich genug Liebe für das Unvollkommene, das Gescheiterte, dass Zweifelhaft ihrer Existenz aufbringen sollte. Nur so könnte sie ihr Leben in etwas verwandeln, auf das sie stolz wäre.“ (S. 16) Berlin 1929: Seit 2 Jahren arbeitet Hulda als Hebamme in der Mütterberatungsstelle am Nollendorfplatz, allerdings darf sie keine Entbindungen mehr durchführen, sondern den Schwangeren und jungen Mütter nur noch erklären, wie sie mit ihren Babys umgehen und worauf sie achten müssen. Immer öfter vermisst sie ihren alten Job, die damit verbundene Aufregung und Verantwortung. Aber dann könnte sie sich nicht ausreichend um ihre dreijährige Tochter Meta kümmern, die ein echter, sehr dickköpfiger, Sonnenschein ist. Als die junge Schauspielerin Milli zu ihr in die Beratung kommt, weil sich ihre Tochter nicht richtig entwickelt, fallen Hulda die Hämatome an Millis Armen auf. Ihr ist sofort klar, was das bedeutet, und sie will Milli helfen. Doch die glaubt, es wäre längst zu spät dafür. Das kann und will Hulda nicht hinnehmen. Zudem sorgt sie sich um ihre Freunde und Bekannten. In Berts Kiosk, Jettes Apotheke und das Café der Winter wurde eingebrochen. Ist eine Bande unterwegs? Außerdem gibt es weiterhin Stress mit den Nazis. Ihr Vater, der berühmte Maler Benjamin Gold, der sich für unantastbar hielt, wird überfallen und verprügelt. „Gewalt ist stärker als Kultur und gute Sitten.“ (S. 224) Und dann ist da ein neuer Mann in Huldas Leben, bei dem sie sich endlich wieder als Frau, und nicht nur als Mutter fühlt, aber es ist kompliziert … „Die Lichter der Stadt“ ist bereits der 6. Band mit der sympathischen Hebamme Hulda Gold und langsam wandelt sich die Reihe vom Krimi zum Gesellschaftsroman. Anne Stern beleuchtet die Zeit, die voller politischer und gesellschaftlicher Unruhen und Umbrüche ist. Die Handlung dreht sich um Huldas Leben als alleinerziehende Mutter, was damals noch verpönt war, den Spagat zwischen Arbeit und Privatleben. Nicht zuletzt ist sie eine Frau, die sich nach Liebe und Partnerschaft sehnt. Außerdem hat Hulda ein Herz aus Gold. Sie setzt sich für die Schwachen und Hilflosen, Vergessenen und Ausgestoßenen ein, schaut hinter die Fassade der Menschen und versucht, zu helfen. Diesmal verschlägt es sie in die Theaterszene, aber auch Kellerkneipen und Bars, die vor allem von Homosexuellen frequentiert werden, die sich dort (noch) frei fühlen können. Mit Irma Siegel führt Anne Stern eine neue spannende Protagonisten ein. Die schon ältere weibliche Kriminalbeamtin muss sich in der Polizeidirektion und bei ihren Ermittlungen vor Ort dauernd neu beweisen, muss stets mehr leisten als ihre männlichen Kollegen und wird trotzdem selten ernst genommen. „Schicken die in der Roten Burg jetzt also wirklich schon Frauen zu Kapitalverbrechen? So schlimm steht es bei den Behörden?“ (S. 246) Die Chance, in einem Mordfall zu ermitteln, bekommt sie nur, weil der eigentlich zuständige Kollege besoffen ist. Und sie löst den Fall mit Bravour (und Huldas Hilfe). Irma ist bärbeißig und schroff, raucht ihre Zigarillos Kette – ein echtes Original. Und sie hat einen Mann und Kinder, aber eigentlich kein Interesse an ihrer Familie. Sie sieht sich in erster Linie als Polizistin und erst in zweiter als Ehefrau und Mutter. Ich hoffe, Irma begegnet Hulda auch in den zukünftigen Büchern wieder. Ich bin wieder begeistert, wie sehr Anne Stern in die Geschichte ihrer Stadt eintaucht und sie für die Leser erlebbar macht. Und ich liebe ihre poetischen Beschreibungen: „Wie eine greise düstere Königin kam Hulda ihr liebes altes Berlin bei Nacht vor, die sich noch ein letztes Mal die glitzernden Juwelen angehängt hatte und nicht bemerkte, dass sie selbst nur noch Haut und Knochen war. Ein Skelett auf seinem Thron mit notdürftiger Tünche über dem Totenschädel.“ (S. 113) Seit 6 Bänden fiebere ich mit Hulda mit, die wegen ihrer jüdischen Abstammung in immer größere Gefahr gerät, beobachte gespannt ihre weitere Entwicklung und hoffe, dass noch viele Abenteuer folgen werden. 5 Sterne für dieses Lesehighlight! Bild von Fräulein Gold: Die Lichter der Stadt

Coming home to Fräulein Gold! Wieder ein gemütlicher Roman in Berlin Ende des 20er, den man so weglesen kann. Dass die Reihe sich etwas weg vom Krimi und hin zum Gesellschaftsroman entwickelt, hat mir gefallen. Etwas zu schnell erzählt fand ich die Lovestory von Max und Hulda, auch dass Karl nur noch eine sehr marginale Rolle spielt, fand ich schade. Insgesamt bekommt man von diesem Buch aber, was man erwartet, es steht Hulda drauf und es ist Hulda drin!
Hulda Gold ist wie immer eine Wucht. Diese Mischung aus einem historischen Roman mit einer unglaublichen Zeitreise, mit einer grandiosen Spannung und genialen Charakteren, lassen den Leser tief abtauchen und sorgt nebenbei noch dafür, dass man traurig ist, wenn man auf der letzten Seite angelangt ist und der Vorhang vorerst fällt. Dieses Jahr im Dezember geht es weiter und ich freue mich schon sehr drauf
Ein Neuanfang?
Der sechste Band um Fräulein Gold ist eine Mischung aus Nachhausekommen und Neuanfang. Zwar begegnen einem beim Lesen viele altbekannte Figuren, aber Huldas Beruf und auch der Krimi-Anteil treten für mich in den Hintergrund. Vielmehr beschäftigt sich Hulda mit sich und wandelt sich zur erwachsenen Mutter, ohne den Charme der Reihe zu verlieren. Ich freue mich auf den nächsten Teil, der sicherlich noch schmerzlicher als dieser die Parallelen zu unserer Zeit aufdecken wird!
Kurzweilig, interessant und unterhaltsam.
Dieser Teil der Reihe kommt leider aus meiner Sicht nicht an die Vorgänger heran. Es gibt keinen ersichtlichen roten Faden und die Liebesgeschichte steht aus meiner Wahrnehmung zu sehr im Vordergrund. Ich fand die Vorgänger etwas fesseln der, habe diese aber trotzdem sehr gern gelesen und hoffe auf eine Fortsetzung.































