Mein Ein und Alles
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Description
Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wächst Turtle Alveston weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt sie, sich aus den Klauen ihres Vaters zu befreien. Doch der hat nicht vor, Turtle einfach gehen zu lassen. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod ...
Book Information
Author Description
Gabriel Tallent, geboren 1987 in New Mexico, wuchs in der Nähe von Mendocino mit zwei Müttern in einem sehr liberalen Umfeld auf. Nach seinem Universitätsabschluss 2010 führte er zwei Sommer lang Gruppen mit Jugendlichen durch die Wildnis der Nordpazifischen Küste. Gabriel Tallent lebt heute in Salt Lake City.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Dieses Buch will groß, tief und verstörend sein. Für mich war es vor allem bemüht. Die Dialoge der (männlichen) Teenager wirken konstruiert und völlig realitätsfern. So sprechen Jugendliche schlichtweg nicht. Es liest sich, als hätte jemand versucht, jugendliche Sprache nachzuahmen, ohne je einer echten Unterhaltung zugehört zu haben. Auch Turtles Handlungen erscheinen nicht durchgehend nachvollziehbar oder glaubhaft. Besonders der Showdown zwischen ihr und ihrem Vater driftet ins Absurde ab – das hatte stellenweise was von einem Western-Duell. Am anstrengendsten waren für mich jedoch die endlosen philosophischen Monologe des Vaters. Dieses selbstgefällige, pseudointellektuelle Gefasel wirkte weniger wie Charakterzeichnung, sondern eher wie der Versuch des Autors, seine eigene Sprachgewandtheit zur Schau zu stellen. Das Ergebnis: aufgebläht, ermüdend und alles andere als subtil. Und dann die Missbrauchsszenen. Die hinterließen bei mir einen unangenehmen Beigeschmack – als würde hier jemand sehr detailliert persönliche Fantasien ausbreiten. Zwei Sterne vergebe ich ausschließlich für die Naturbeschreibungen. Die Landschaft ist atmosphärisch dicht, roh und greifbar. Ironischerweise ist die Natur die glaubwürdigste Figur in diesem Buch.

Gute Idee, nicht so gute Umsetzung
Positiv: -Die Idee an sich und die Erzählung aus der Sicht von Turtle haben mir gut gefallen. Ihre Gedankengänge und wie sie alles wahrnahm war sehr interessant zu lesen. -besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Vaterfigur und Turtle Negativ: -Der Schreibstil hat mir nicht gefallen und auch nicht dass die Ortschaft dauerhaft beschrieben wurde besonders weil das in dieser Thematik eher nebensächlich ist - Jeder Charakter hatte die selbe Sprechweise nämlich sehr kindlich, was bei Turtle verständlich ist aber nicht bei den älteren Figuren. -keine Weiterentwicklung von Turtle und auch Jacob spielte keine Rolle mehr was schade ist - musste mich irgendwann durch das Buch durch quälen weil sich alles so gezogen hat Ich hatte mir von dem Buch mehr erhofft und hätte mir gewünscht, dass vielleicht auch mehr auf die Psyche des Vaters eingegangen wäre. Noch mal würde ich es nicht lesen.

"Ich möchte das überleben. Sie ist überrascht von der Tiefe und Klarheit ihres Wunsches." Turtel wächst bei ihrem Vater auf, ein Vater, der ihr gegenüber sehr besitzergreifend und bestimmend ist. Turtel findet Freunde, was ihren Vater massiv stört. Als ihr Vater eine folgenschwere Entscheidung trifft, eskaliert die Situation völlig. Das Buch, die Geschichte, hat mich völlig verstört. Die Beziehung von Turtles Vater zu seiner Tochter ist absolut toxisch und völlig gestört. Das Mädchen hat keine Chance auf ein normales Leben, der Vater missbraucht seine Tocher körperlich und seelisch, was beim Lesen fast nicht auszuhalten ist. Dabei ist es erschreckend, wie sehr Turtel ihren Vater liebt und ihr Leben annimmt wie es ist und versucht, das Beste daraus zu machen. Sie ist abhängig von ihm, in allen Lebenslagen. Ich kann nicht verstehen, dass niemand diese ungesunde Beziehung sieht, dass niemand hilft. So blind kann man doch nicht sein. Turtel selber ist ein starker Charakter, so stark, dass sie erkennt, dass sie von ihrem Vater weg muss. Dazu braucht es einen echt heftigen Auslöser. Was mich massiv gestört hat im Buch war die vulgäre Sprache und die Brutalität. Ja, das passte zur Geschichte, macht das Ganze vielleicht noch authentischer, war mir persönlich aber zuviel. Ein Buch, das man so schnell nicht vergessen wird, aber da muss man sich echt drauf einlassen und ich habe wirklich lange daran gelesen, weil ich es immer mal wieder weg legen musste. Schwierig, da eine Leseempfehlung auszusprechen, man muss schon wissen, worauf man sich einlässt.
{PAUSIERT} Ich lese nun schon seit einem ganzen Monat an diesem Buch & bin erst auf Seite 250. Es liegt immerzu auf meinem Nachttisch & trotzdem habe ich keine Lust es abends in die Hand zu nehmen. Der Anfang war total packend & zwischendurch gab es extrem spannende Szenen, bei denen ich mit offenem Mund da sass. Jedoch ist es für mich immer ein Zeichen, wenn ich in einem Buch so lange nicht weiterlese. Deshalb wir es für den Moment pausiert & dann evtl. ausgemistet oder weitergelesen. Mal sehen. 🤷🏽♀️
Nope. Ich glaube bei dem Buch scheiden sich die Geister. Einige werden sagen „Meisterstück“, andere werden Probleme haben, das Buch zu beenden. So wie ich. Sprachlich absolut fürchterlich. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt, aber ich habe da nicht reingefunden. Ständig Wiederholungen von Phrasen, seltsame Dialoge. So redet doch niemand. Ausdrückliche Trigger-Warnung für diesen Roman: sexueller, körperlicher und emotionaler Missbrauch von Kindern/Jugendlichen, Waffengewalt, und Haustiertod. Die Hauptprotagonistin Turtle wächst ohne Mutter bei ihrem Vater auf. Martin ist gewalttätig, trinkt und hat die Hoffnung in die Menschheit verloren. Vielleicht war er mal Aktivist, zumindest klingt es stellenweise so, aber nun hat er aufgegeben und sich komplett von allen anderen zurückgezogen. Turtle und er leben in einem so heruntergekommenen Haus, dass ich zu Beginn des Romans kurz dachte, es wäre eine Art postapokalytisches Szenario. Turtle erträgt die Gewalt ihres Vaters und man erkennt, dass sie ihr Leben lang manipuliert wurde. Eines Tages geht sie spazieren und läuft einfach immer weiter, weg von zuhause. Daraufhin trifft sie auf zwei Jungen und eine Freundschaft zwischen ihnen beginnt. Letztendlich landet sie aber doch wieder zuhause und verschweigt ihrem Vater die Begegnung mit den beiden Gleichaltrigen. Mit guten Grund, denn Martin will der einzige Mann im Leben seiner Tochter sein. Die Situation eskaliert immer weiter, Martin wird gewalttätiger und man fragt sich, wann Turtle endlich genug hat. Ich glaube die Story hätte ich ganz gut gefunden, wenn ich die Sprache nicht so hassen würde.
• MEIN EIN UND ALLES • Dieses Buch liegt schon sehr, sehr lange bei mir herum. Endlich habe ich zu “Mein Ein und Alles” gegriffen und es gelesen. Ich liebe das Cover! Kennst du das Buch? Hauptthema des Romans ist die Stärke und Macht von Liebe. Das Mädchen Turtle wächst bei ihrem Vater in einem verwahrlosten Haus an der nordkalifornischen Küste auf. Martin, der Vater, ist ein Waffennarr, Exot und Eigenbrödler. Turtle fasst zu niemandem Vertrauen, denn ihre Abhängigkeit durch Gewalt und Missbrauch des Vaters sind für sie die Normalität. Ein äußerst düsterer Roman. Mir hat die Handlung und der Schreibstil leider nicht gefallen. Die vielen poetischen Sätze und die blanke Gewalt trafen zu hart aufeinander. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter wurden gut beschrieben und steigert sich hin bis zum Ende.wie fatal Liebe sein kann, wird einem durch diesen Roman zwar bewusst, dennoch bleiben viele Leerstellen. Die letztendliche totale Eskalation ist für mich nicht so recht stimmig, obwohl die Beweggründe klar sind. Auch die Entwicklung Turtles scheint mir an einigen Stellen sehr holprig. Insgesamt ein Roman den man lesen kann, jedoch nicht muss.
„Mein Ein und Alles“ von Gabriel Tallent – ein Buch, was wohl sehr die Meinungen spaltet. Ein Buch, wie ich finde, das mal wieder sehr an der Komfortzone kratzt und thematisch absolut nicht ohne ist und mich oft den Atem anhalten lies! Und doch... trotz der Schwere der Geschichte und dem nicht immer ganz leichten Erzählstil, ist mir die kleine Turtle sehr ans Herz gewachsen. Ihr Leben verläuft so so anders als es sollte und zwangsläufig gestaltet sich ihr weiterer Weg alles andere als einfach. Woher soll ein kleines Mädchen Richtig von Falsch unterscheiden können, wenn es zu eben diesem Leben, in dem sie steckt aufgezogen wird? Für mich war ihr Kampf raus zukommen aus diesem völlig zerrütteten Leben, dieser Welt, die ihr Vater hier für ihr sie geschaffen hat, einfach bewundernswert! Ich konnte sehr gut nachvollziehen, dass sie so sehr zu kämpfen hatte und immer und immer wieder wurden ihr Steine in den Weg gelegt... ich hätte wohl aufgegeben, Turtle nicht... - bis zum bitteren Ende hat sie für ihre Freiheit und Selbstbestimmung und dem Erkennen ihres Ichs gekämpft.
Das Buch hat mich total fertig gemacht. Die Schilderungen haben mir teilweise Schmerzen bereitet. Der gestörte Vater, der Protagonistin Turtle, hat mir oft den Atem geraubt. Oft wollte ich das Buch abbrechen, aber irgendwie hat es mich dann zum Weiterlesen gezwungen. Man hat immer gehofft, dass das Buch bald vorbei ist und das Turtle nicht mehr das alles erleben muss. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Es wird oft mit asozialen Worten um sich geworfen. Das Buch ist nichts für zartbeseitete Menschen. Es ist brutal, erschreckend und echt heftig. Man leidet die ganze Zeit mit Turtle mit. Dieses Buch war sehr ausdrucksstark, schonungslos und zerstörend. Es wird mir sehr in Erinnerung bleiben. Volle 5 Sterne für das, was das Buch in mir ausgelöst hat.
{PAUSIERT} Ich lese nun schon seit einem ganzen Monat an diesem Buch & bin erst auf Seite 250. Es liegt immerzu auf meinem Nachttisch & trotzdem habe ich keine Lust es abends in die Hand zu nehmen. Der Anfang war total packend & zwischendurch gab es extrem spannende Szenen, bei denen ich mit offenem Mund da sass. Jedoch ist es für mich immer ein Zeichen, wenn ich in einem Buch so lange nicht weiterlese. Deshalb wir es für den Moment pausiert & dann evtl. ausgemistet oder weitergelesen. Mal sehen. 🤷🏽♀️
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wächst Turtle Alveston weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt sie, sich aus den Klauen ihres Vaters zu befreien. Doch der hat nicht vor, Turtle einfach gehen zu lassen. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod ...
Book Information
Author Description
Gabriel Tallent, geboren 1987 in New Mexico, wuchs in der Nähe von Mendocino mit zwei Müttern in einem sehr liberalen Umfeld auf. Nach seinem Universitätsabschluss 2010 führte er zwei Sommer lang Gruppen mit Jugendlichen durch die Wildnis der Nordpazifischen Küste. Gabriel Tallent lebt heute in Salt Lake City.
Posts
Dieses Buch will groß, tief und verstörend sein. Für mich war es vor allem bemüht. Die Dialoge der (männlichen) Teenager wirken konstruiert und völlig realitätsfern. So sprechen Jugendliche schlichtweg nicht. Es liest sich, als hätte jemand versucht, jugendliche Sprache nachzuahmen, ohne je einer echten Unterhaltung zugehört zu haben. Auch Turtles Handlungen erscheinen nicht durchgehend nachvollziehbar oder glaubhaft. Besonders der Showdown zwischen ihr und ihrem Vater driftet ins Absurde ab – das hatte stellenweise was von einem Western-Duell. Am anstrengendsten waren für mich jedoch die endlosen philosophischen Monologe des Vaters. Dieses selbstgefällige, pseudointellektuelle Gefasel wirkte weniger wie Charakterzeichnung, sondern eher wie der Versuch des Autors, seine eigene Sprachgewandtheit zur Schau zu stellen. Das Ergebnis: aufgebläht, ermüdend und alles andere als subtil. Und dann die Missbrauchsszenen. Die hinterließen bei mir einen unangenehmen Beigeschmack – als würde hier jemand sehr detailliert persönliche Fantasien ausbreiten. Zwei Sterne vergebe ich ausschließlich für die Naturbeschreibungen. Die Landschaft ist atmosphärisch dicht, roh und greifbar. Ironischerweise ist die Natur die glaubwürdigste Figur in diesem Buch.

Gute Idee, nicht so gute Umsetzung
Positiv: -Die Idee an sich und die Erzählung aus der Sicht von Turtle haben mir gut gefallen. Ihre Gedankengänge und wie sie alles wahrnahm war sehr interessant zu lesen. -besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Vaterfigur und Turtle Negativ: -Der Schreibstil hat mir nicht gefallen und auch nicht dass die Ortschaft dauerhaft beschrieben wurde besonders weil das in dieser Thematik eher nebensächlich ist - Jeder Charakter hatte die selbe Sprechweise nämlich sehr kindlich, was bei Turtle verständlich ist aber nicht bei den älteren Figuren. -keine Weiterentwicklung von Turtle und auch Jacob spielte keine Rolle mehr was schade ist - musste mich irgendwann durch das Buch durch quälen weil sich alles so gezogen hat Ich hatte mir von dem Buch mehr erhofft und hätte mir gewünscht, dass vielleicht auch mehr auf die Psyche des Vaters eingegangen wäre. Noch mal würde ich es nicht lesen.

"Ich möchte das überleben. Sie ist überrascht von der Tiefe und Klarheit ihres Wunsches." Turtel wächst bei ihrem Vater auf, ein Vater, der ihr gegenüber sehr besitzergreifend und bestimmend ist. Turtel findet Freunde, was ihren Vater massiv stört. Als ihr Vater eine folgenschwere Entscheidung trifft, eskaliert die Situation völlig. Das Buch, die Geschichte, hat mich völlig verstört. Die Beziehung von Turtles Vater zu seiner Tochter ist absolut toxisch und völlig gestört. Das Mädchen hat keine Chance auf ein normales Leben, der Vater missbraucht seine Tocher körperlich und seelisch, was beim Lesen fast nicht auszuhalten ist. Dabei ist es erschreckend, wie sehr Turtel ihren Vater liebt und ihr Leben annimmt wie es ist und versucht, das Beste daraus zu machen. Sie ist abhängig von ihm, in allen Lebenslagen. Ich kann nicht verstehen, dass niemand diese ungesunde Beziehung sieht, dass niemand hilft. So blind kann man doch nicht sein. Turtel selber ist ein starker Charakter, so stark, dass sie erkennt, dass sie von ihrem Vater weg muss. Dazu braucht es einen echt heftigen Auslöser. Was mich massiv gestört hat im Buch war die vulgäre Sprache und die Brutalität. Ja, das passte zur Geschichte, macht das Ganze vielleicht noch authentischer, war mir persönlich aber zuviel. Ein Buch, das man so schnell nicht vergessen wird, aber da muss man sich echt drauf einlassen und ich habe wirklich lange daran gelesen, weil ich es immer mal wieder weg legen musste. Schwierig, da eine Leseempfehlung auszusprechen, man muss schon wissen, worauf man sich einlässt.
{PAUSIERT} Ich lese nun schon seit einem ganzen Monat an diesem Buch & bin erst auf Seite 250. Es liegt immerzu auf meinem Nachttisch & trotzdem habe ich keine Lust es abends in die Hand zu nehmen. Der Anfang war total packend & zwischendurch gab es extrem spannende Szenen, bei denen ich mit offenem Mund da sass. Jedoch ist es für mich immer ein Zeichen, wenn ich in einem Buch so lange nicht weiterlese. Deshalb wir es für den Moment pausiert & dann evtl. ausgemistet oder weitergelesen. Mal sehen. 🤷🏽♀️
Nope. Ich glaube bei dem Buch scheiden sich die Geister. Einige werden sagen „Meisterstück“, andere werden Probleme haben, das Buch zu beenden. So wie ich. Sprachlich absolut fürchterlich. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt, aber ich habe da nicht reingefunden. Ständig Wiederholungen von Phrasen, seltsame Dialoge. So redet doch niemand. Ausdrückliche Trigger-Warnung für diesen Roman: sexueller, körperlicher und emotionaler Missbrauch von Kindern/Jugendlichen, Waffengewalt, und Haustiertod. Die Hauptprotagonistin Turtle wächst ohne Mutter bei ihrem Vater auf. Martin ist gewalttätig, trinkt und hat die Hoffnung in die Menschheit verloren. Vielleicht war er mal Aktivist, zumindest klingt es stellenweise so, aber nun hat er aufgegeben und sich komplett von allen anderen zurückgezogen. Turtle und er leben in einem so heruntergekommenen Haus, dass ich zu Beginn des Romans kurz dachte, es wäre eine Art postapokalytisches Szenario. Turtle erträgt die Gewalt ihres Vaters und man erkennt, dass sie ihr Leben lang manipuliert wurde. Eines Tages geht sie spazieren und läuft einfach immer weiter, weg von zuhause. Daraufhin trifft sie auf zwei Jungen und eine Freundschaft zwischen ihnen beginnt. Letztendlich landet sie aber doch wieder zuhause und verschweigt ihrem Vater die Begegnung mit den beiden Gleichaltrigen. Mit guten Grund, denn Martin will der einzige Mann im Leben seiner Tochter sein. Die Situation eskaliert immer weiter, Martin wird gewalttätiger und man fragt sich, wann Turtle endlich genug hat. Ich glaube die Story hätte ich ganz gut gefunden, wenn ich die Sprache nicht so hassen würde.
• MEIN EIN UND ALLES • Dieses Buch liegt schon sehr, sehr lange bei mir herum. Endlich habe ich zu “Mein Ein und Alles” gegriffen und es gelesen. Ich liebe das Cover! Kennst du das Buch? Hauptthema des Romans ist die Stärke und Macht von Liebe. Das Mädchen Turtle wächst bei ihrem Vater in einem verwahrlosten Haus an der nordkalifornischen Küste auf. Martin, der Vater, ist ein Waffennarr, Exot und Eigenbrödler. Turtle fasst zu niemandem Vertrauen, denn ihre Abhängigkeit durch Gewalt und Missbrauch des Vaters sind für sie die Normalität. Ein äußerst düsterer Roman. Mir hat die Handlung und der Schreibstil leider nicht gefallen. Die vielen poetischen Sätze und die blanke Gewalt trafen zu hart aufeinander. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter wurden gut beschrieben und steigert sich hin bis zum Ende.wie fatal Liebe sein kann, wird einem durch diesen Roman zwar bewusst, dennoch bleiben viele Leerstellen. Die letztendliche totale Eskalation ist für mich nicht so recht stimmig, obwohl die Beweggründe klar sind. Auch die Entwicklung Turtles scheint mir an einigen Stellen sehr holprig. Insgesamt ein Roman den man lesen kann, jedoch nicht muss.
„Mein Ein und Alles“ von Gabriel Tallent – ein Buch, was wohl sehr die Meinungen spaltet. Ein Buch, wie ich finde, das mal wieder sehr an der Komfortzone kratzt und thematisch absolut nicht ohne ist und mich oft den Atem anhalten lies! Und doch... trotz der Schwere der Geschichte und dem nicht immer ganz leichten Erzählstil, ist mir die kleine Turtle sehr ans Herz gewachsen. Ihr Leben verläuft so so anders als es sollte und zwangsläufig gestaltet sich ihr weiterer Weg alles andere als einfach. Woher soll ein kleines Mädchen Richtig von Falsch unterscheiden können, wenn es zu eben diesem Leben, in dem sie steckt aufgezogen wird? Für mich war ihr Kampf raus zukommen aus diesem völlig zerrütteten Leben, dieser Welt, die ihr Vater hier für ihr sie geschaffen hat, einfach bewundernswert! Ich konnte sehr gut nachvollziehen, dass sie so sehr zu kämpfen hatte und immer und immer wieder wurden ihr Steine in den Weg gelegt... ich hätte wohl aufgegeben, Turtle nicht... - bis zum bitteren Ende hat sie für ihre Freiheit und Selbstbestimmung und dem Erkennen ihres Ichs gekämpft.
Das Buch hat mich total fertig gemacht. Die Schilderungen haben mir teilweise Schmerzen bereitet. Der gestörte Vater, der Protagonistin Turtle, hat mir oft den Atem geraubt. Oft wollte ich das Buch abbrechen, aber irgendwie hat es mich dann zum Weiterlesen gezwungen. Man hat immer gehofft, dass das Buch bald vorbei ist und das Turtle nicht mehr das alles erleben muss. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Es wird oft mit asozialen Worten um sich geworfen. Das Buch ist nichts für zartbeseitete Menschen. Es ist brutal, erschreckend und echt heftig. Man leidet die ganze Zeit mit Turtle mit. Dieses Buch war sehr ausdrucksstark, schonungslos und zerstörend. Es wird mir sehr in Erinnerung bleiben. Volle 5 Sterne für das, was das Buch in mir ausgelöst hat.
{PAUSIERT} Ich lese nun schon seit einem ganzen Monat an diesem Buch & bin erst auf Seite 250. Es liegt immerzu auf meinem Nachttisch & trotzdem habe ich keine Lust es abends in die Hand zu nehmen. Der Anfang war total packend & zwischendurch gab es extrem spannende Szenen, bei denen ich mit offenem Mund da sass. Jedoch ist es für mich immer ein Zeichen, wenn ich in einem Buch so lange nicht weiterlese. Deshalb wir es für den Moment pausiert & dann evtl. ausgemistet oder weitergelesen. Mal sehen. 🤷🏽♀️


















